Vereinszeitung SC Impuls e.V. 3-214

 

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Vereinszeitung SC Impuls e.V.

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Zeitschrift des sc im·puls erfurt e.V. Nummer 3-2014 Nonstop Fichtelberg – Kap Arkona Sturzfluch bei der 13. Auflage Sommerfest im Frühherbst Ein Stück Friedenfahrt zurück geholt Frauen auf Wanderschaft Im·pulser in Treffurt erfolgreich Gepäcktransport beim Dreizinnen-Lauf per Hubschrauber Ehrung durch Apfelkönigin beim Bodensee-Radmarathon

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sc im·puls – Nachrichten eine Selbstverständlichkeit. Nein, das ist keine Schelte gegenüber jenen, die sich nicht oder kaum engagieren. Sie werden ihre Gründe haben. Aber es ist ein Hinweis darauf, dass kein Verein, mag er auch noch so etabliert sein, Jahr für Jahr mit großer Selbstverständlichkeit und gewissermaßen im Leerlauf bestehen kann. Auch, wenn der sc im·puls sicher mit sehr viel Kraft durch die nächsten Jahre gehen wird. Selbstverständlich. Aber nicht als Selbstläufer. Esther Goldberg Waldhaus eingeladen. Sie feierten gemeinsame 135 Jahre! Der Kommentar Selbstverständnis und Selbstläufer Zugegeben: Ganz freiwillig passiert es nicht, dass der Untertage-Marathon in diesem Jahr letztmals stattfindet. Grund sind veränderte Strecken und Gegebenheiten. Schade, sagt der sc im·puls. Schade, sagen auch die Aktiven. Und meldeten sich schnell noch ein letztes Mal an, mit Helm und Stirnlampe die 42,195 Kilometer durch den Schacht zu flitzen. Aus 17 Nationen liegen inzwischen Meldungen vor. Nichts geht mehr, alle Plätze sind vergeben. Doch der sc im·puls hat als eine Alternative eine neue Herausforderung für das kommende Jahr gefunden. Der Stausee-Lauf Hohenfelden ist zwar nicht mehr neu, aber das Mountainbike-Rennen, das nach den Plänen des Vorstands zeitgleich gestartet werden soll, wird eine richtige Premiere. 25 und 50 Kilometer quer durch den Wald, das dürfte für viele Anmeldungen sorgen. Junge und Alte werden sich jagen, werden durch den Schlamm rasen, rutschen, bremsen. Und kommen im Ziel mit den Aktiven der unterschiedlichen Laufstrecken zusammen und entspannen schließlich gemeinsam in der Avenida-Therme. Ob das neue Angebot tatsächlich angenommen werden wird, bleibt abzuwarten. Dass es jedoch immer neue Ideen im Verein gibt, macht Mut. Auch, wenn das Durchschnittsalter der Mitglieder relativ hoch ist und nicht mehr alle sportlich aktiv sein können. Ein Selbstläufer sind diese Veranstaltungen allerdings nicht. Da sind helfende Hände im Meldebüro, an der Strecke, im Ziel gefragt. Gerade mal jedes zweite Vereinsmitglied engagiert sich in diesem Bereich. Was, wenn auch diese Mitglieder irgendwann einfach keine Kraft mehr haben, für andere aktiv zu werden? Ebenso wenig wie die Premiere des Mountainbike-Rennens ein Selbstläufer sein wird, ist die Hilfe während der Veranstaltungen 2 Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag Heinz Krone wurde auch an seinem 70.Geburtstag sportlich überrascht. Aber auch das erste Erfurter Luftpumpenorchester spielte ihm zu Ehren auf. Oktober 2014 Höhn, Martina 60 Siegfried, Manuela Münch, Birgit Sparbrod, Moritz Goebel, Dr. Peter 70 Teitge, Bärbel Jesche, Silvo 50 Spangenberg, Annegret November 2014 Kleb, Elke Gauder , Hartwig 60 Bäster, Manfred 75 Höhn, Ralf Sommer, Martin Traut, Gisela 65 Lehmann, Frank Dezember 2014 Kleinschmidt, Annette Jesche, Dagmar Grüning, Peter Bennemann, Mark Naumann, Frank Ratzlow, Cordula 50 Pohle, Doris 60 Dawson, Berit 50 04.10. 05.10. 07.10. 09.10. 10.10 23.10. 29.10. 29.10. 06.11. 10.11. 13.11. 14.11. 22.11. 28.11. 29.11. 03.12. 06.12. 11.12. 19.12. 24.12. 26.12. 30.12. 31.12. Helfer für Höhepunkte Im den kommenden zwei Monaten stehen vor dem sc im·puls noch zwei Veranstaltungshöhepunkte. Am 25.Oktober der 17. Sondershäuser Kristalllauf und am 15. November der 13.Untertage-Sparkassen-Marathon. Beide Veranstaltungen sind bereits ausverkauft! Es werden allerdings noch Helfer gesucht. Bei Interesse bitte die Geschäftsstelle informieren. Winterlauftreff auf der ega Auch in diesem Jahr ist ab 01.10. der Lauftreff wieder auf der ega. Wer sicher und auf beleuchteter Strecke trainieren möchte kann eine entsprechende Laufkarte im Laufladen Erfurt oder beim sc im·puls erwerben. Athletik-Training in der LA-Halle Ab 20.11. erfolgt jeweils Donnerstag ab 19:00 Uhr unser Athletik-Training in der LA-Halle. Für den Kurs der über 10 Einheiten führt kann man sich im Laufladen Erfurt oder beim sc im·puls anmelden. im·puls Nummer 3 - 2014 Jubiläen Bärbel und Dieter Sauerbrei hatten liebe Gäste zu ihrer kleinen Geburtstagsfeier ins

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Vom Fichtelberg zum Kap Arkona sc im·puls – Bericht 185 Atkive trauten sich diese 615 km ohne große Pausen zu 185 Aktive am Start, darunter auch 9 Damen, so viele Langstreckler rollten am 28.06.2014 um 10 Uhr vom Plateau des Fichtelberges zum Ziel auf der Insel Rügen. Und das Nonstop in 5 Leistungsgruppen über 615 km, das ist einmalig in Deutschland. Das Nachklingen der Friedensglocke im Gemüt, ging es los, bei ungewöhnlichen 15 Grad. Über Chemnitz, Rochlitz bis Grimma, war es sehr bergig und mussten fast 3000 Hm überwunden werden, ehe es ganz flach wurde. Die Temperatur stieg auf schwüle 28 Grad. Nach rund 200 km, in der Dübener Heide, ein kräftiger Schauer, eher eine Erfrischung. Eskortiert durch die Polizei ging es durch Potsdam, die Hälfte war fast gefahren. Richtung Mecklenburg wurde es langsam dunkel, und leichter Nieselregen legte sich übers Land. Die B 96 ist verwaist und über Löwenberg, Neustrelitz rollen wir gut ausgeleuchtet nach Mitternacht durch Neubrandenburg. Am Morgen, irgendwo zwischen Demmin und Grimmen, verbanden sich alle tiefliegenden Wolken zu einer grauen Masse, es hatte sich eingeregnet. Es konnte kaum ungemütlicher sein an diesem Sonntagmorgen. Und noch 150 km bis zum Kap. Keine Resignation, wir wollten ankommen, trotz Nässe und Kälte. Nun der Rügen-Damm in Polizeibegleitung, danach erreichen wir Samtens, unsere 6. und letzte Verpflegungsstelle. Noch 45 km, es regnet immer noch bei 12 Grad. Nach einem Frühstückskaffee ging es dann über einige Kopfsteinplasterabschnitte geschlossen zum Kap. Nach Brutto 23:45 Std. erreichte ich mit meiner Gruppe endlich glücklich Kap Arkona. Dank an die Aktiven für ihre disziplinierte Fahrweise, es gab nur leichte Blessuren und leider einen Handgelenksbruch! Die Zielzeiten der Einzelnen Gruppen: Express Gruppe: 18:38 Std. (Streckenrekord) 1. Gruppe 20:12 Std. 2. Gruppe 22:52 Std. 3. Gruppe 23:45 Std. 4. Gruppe 25:42 Std. (6x Verpflegung, je rund 20 min ) Rainer Eberlein im·puls Nummer 3 - 2014 3

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sc im·puls – Bericht Eine Veranstaltung wird in jedem Jahr frühzeitig gebucht und bei den Mountainbikern immer beliebter. In diesem Jahr hatten sich wieder 240 Aktive den 5. und 6. Juli wieder dick im Kalender markiert, denn sie wollten erneut an der 2-Tages-Rennsteig-Rad-Tour über die Höhen des Thüringer Waldes teilnehmen. Gestartet sind an beiden Tagen 229 Aktive. Dabei natürlich wieder viele erfahrenen Hasen, die alle Fahrten unter den Die 13. und der Sturzfluch verschiedensten, teilweise extremen Bedingungen erlebten, so u.a. Hitze, Schlamm, eisige Kälte. 2013 kämpften wir mit extremer Hitze, so hofften wir in diesem Jahr auf gemäßigte Temperaturen. Unser Wunsch wurde erhört, und es herrschten angenehme äußere Bedingungen am Rennsteig. Nachdem Start in Blankenstein zog sich das Feld auch schnell in die Länge. Bei einigen Teilnehmern herrschte eine ruhige Fahrweise mit kurzen Abstechern links und rechts der empfohlenen Route, um die schönen Aussichten sowie touristische Ziele zu entdecken. Die Spitzengruppe benötigte in diesem Jahr fast 2 Stunden länger bis Oberhof als im Vorjahr. Der Fahrer mit den meisten (uns angegebenen) Kilometern fuhr am ersten Tag statt der 108 km insgesamt 132 km. Leider waren auch einzelne Teilnehmer so weit von der Strecke abgekommen, dass sie dann unsere Begleitfahrzeuge für den Rest der Strecke in Anspruch genommen haben. Nach dem reichhaltigem Abendessen und dem Bier zum Fußball am Fernseher zur Fußball WM 2014 konnte der Tag ruhig zu Ende gehen. Nicht so die medizinischen Begleiter, die an diesem Abend doch einiges mehr zu tun hatten als im Vorjahr. So stürzten doch einige Starter mehr als 2013. Am zweiten Tag erfolgte das musikalische Wecken der Teilnehmer, um pünktlich den Start durchzuführen. Am Sonntag fuhr das Feld dann etwas schneller in Richtung Hörschel, das der Sportfreund Miosga um 12:15 Uhr als Erster erreichte. Lohn für alle waren nicht nur Kaffee und Kuchen im Ziel, sondern auch der Sprung zur Abkühlung in die Werra. Bei unserer 13. Auflage der Tour wurde aber auch deutlich, dass jeder der dabei sein möchte, sich nicht nur körperlich vorbereiten sondern auch seinen fahrbarer Untersatz fit machen 4 Rennsteig-Rad-Tour bei Aktiven wieder sehr beliebt sollte. Dank von den Teilnehmern ging immer wieder an die Helfenden des gastgebenden sc im·puls, die diese beiden Tage wieder perfekt organisiert hatten, den Begleitern des ASB, die auch am 2. Tag mehr als in der Vergangenheit gefordert worden waren, und den Technikern von RadArt, die auch unmögliche Dinge wieder repariert hatten. Als Termin für 2015 sollten der 11. und 12.Juli bereits vorgemerkt werden. Text: Andree Jeziorski Fotos: Olaf Kleinsteuber im·puls Nummer 3 - 2014

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sc im·puls – Bericht Frühherbst mitten im August Im·pulser feierten ihr traditionelles Sommerfest Bei der Planung des diesjährigen Sommerfestes sollte der August auch die dafür sommerlichen Bedingungen bieten. Schon im vergangenen Jahr mussten wir uns gegen das Regenwetter wappnen. Leider mussten wir uns auch in diesem Jahr mit Jacken für die wärmende Umhüllung ausrüsten. Aber dadurch ließen wir uns die gute Laune nicht nehmen. Wie in jedem Jahr, wird jeder Gast herzlich begrüßt und darf sich sogleich sportlich betätigen. Um den Zugang zur Feier zu erhalten, musste die Treffsicherheit mit Pfeilen an der Wurfscheibe unter Beweis gestellt werden. Bei den Frauen gewann Birgit Kuhnt und bei den Herren Wolfgang Mertens eine Weinprobe der besonderen Art. Im Rahmen der Eröffnung des Sommerfestes dankte Olaf Kleinsteuber allen Anwesenden für die Hilfe bei der Ausgestaltung der Veranstaltungen des Vereins und gab auch einen Ausblick auf die nächsten Höhepunkte. Danach hieß es erst einmal, das Buffet zu stürmen. Sehr beliebt waren auch wieder die hauseigenen Bowlen. Als Gast des Abends konnten die Teilnehmer des Sommerfestes den französischen Straßenmaler Henry und seine charmante Assistentin Janet begrüßen. Die besondere Art, Bilder zu malen, war beeindruckend – aber leider viel zu kurz. Ein Erwerb der gestalteten einmaligen Kunstwerke war leider nicht möglich, wird aber bestimmt bei allen in guter Erinnerung bleiben. Nachdem im vergangenen Jahr die allseits beliebte Tombola mit einmaligen Preisen und Präsenten nicht stattgefunden hatte, gab es sie in diesem Jahr wieder. Wunderschöne und einmalige Preise wechselten den Besitzer. Dabei ging auch manch langgehegter Traum in Erfüllung. Im weiteren Verlaufe des Abends wurden wieder Bilder der vergangenen Veranstaltungen gezeigt. Manches Mitglied wollte oder konnte sich dabei nicht erkennen, denn diese Bilder sind wahre Schnappschüsse, die Begeisterung aber auch den Spaß am Sport dokumentieren. Nach einem kurzweiligen und geselligen Abend verabschiedeten sich alle und freuen sich bereits auf das Sommerfest im nächsten Jahr bei hoffentlich sommerlichen Bedingungen. Andree Jeziorski im·puls Nummer 3 - 2014 5

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sc im·puls – Sprechstunde Sprechstunde mit Dr. Uwe Kahl Wohl denen, die dehnen ? – Über Sinn und Unsinn des Dehnens Mit der kühleren Jahreszeit ändern sich auch oft die Rituale der Vorbereitung. Man sieht es und riecht es vor den großen Volksläufen. Der Läufer bereitet seine Muskulatur auf die anstehende Belastung vor, der eine trabt locker, der andere schmiert wärmende Salben und Lotionen, ein dritter absolviert mit großer Beharrlichkeit sein Dehnungsprogramm. Aber was ist sinnvoll und was nicht? Oder was ist sogar schädlich? Nun, das ist eine sehr individuelle Frage und hängt entscheidend von der Art der Belastung ab. Allgemein gilt, je kühler die Außentemperatur, je stärker die folgende Belastung, desto intensiver sollte die Aufwärmphase gestaltet werden. Der Effekt wärmender Salben wird häufig überschätzt. Die Eindringtiefe ist gering und die Erwärmung betrifft nur die oberflächlichen Gewebsschichten. Durch die erzielte Mehrdurchblutung der Haut kann es sogar zu einem negativen Effekt auf die Muskeldurchblutung kommen. Weiter sollte man sich auf eine Schnellkraftbelastung anders vorbereiten als auf eine lange Ausdauerbelastung. Der richtigen Erwärmung kommt auch beim Übergang in die Hallensaison eine größere Rolle zu, da hier Krafteinheiten im Vordergrund stehen. Aber über kaum eine andere Form der Muskelregeneration oder Rehabilitation gibt es so unterschiedliche Aussagen wie über das Dehnen. Dabei ist es doch klar: Dehnen vermeidet Muskelkater, beseitigt Muskelverkürzungen und dient der Verletzungsprophylaxe. Man sollte langsam dehnen und auf keinen Fall nachfedern… Aber weit gefehlt, so einfach ist es eben nicht! Um hier Klarheit zu schaffen, sind einige theoretische Vorbetrachtungen nötig. Man unterscheidet verschiedene Arten des Dehnens. Die bekannteste Art ist das dynamische Dehnen oder auch Streching. Dabei geht man Bild 1 in der Bewegungsebene des Muskels bis zum Bewegungsende und federt an diesem Bewegungsende nach (Bild1). Eine andere Form der Dehnung ist das statische Dehnen. Die Art der Dehnung bezeichnet man auch als neuronales Streching mit dem primären Ziel, einen möglichen Dehnungsreflex1 des Bild 2 Saunagang sind hier eher zu empfehlen. Besonders nach extremer Muskelanspannung mit einem erhöhten Milchsäureanfall oder auch nach Marathonbelastung sollte nicht gedehnt werden. Durchblutungsfödernde Maßnahmen stehen hier klar im Vordergrund. Neigen Sie als Läufer zu Ansatzbeschwerden der Sehnen oder sind Sie eher der unbewegliche Typ, ist es durchaus sinnvoll, mit einem gewissen Abstand nach der sportlichen Belastung den Bild 3 beanspruchten Muskel zu dehnen, solange er noch erwärmt, d.h. gut durchblutet ist, z.B. nach dem Duschen. Dabei kommt der Art des Dehnens eine untergeordnete Rolle zu. Auch die Anzahl der Wiederholungen pro Muskel wird dabei unterschiedlich bewertet. Wichtig ist, Sie fühlen sich gut dabei und bleiben im schmerzfreien Bereich. Ein leichtes Ziehen im Muskel ist dabei kein Problem. Wichtig ist, die Ausdauerbelastung nicht abrupt zu beenden. Neben der Muskulatur kommt dem langsamen Abfall der Herz- und Atemfrequenz eine große Bedeutung zu. Ein Auslaufen sorgt zu dem dafür, die Körpertemperatur zu reduzieren und das Gleichgewicht des vegetativen Nervensystem wieder herzustellen. Bitte denken Sie auch daran, gerade in der Dämmerung gut zu sehen und gut gesehen zu werden. Mit diesen kleinen Hinweisen wünsche ich allen eine beschwerdefreie Herbstsaison und einen entspannten Jahresausklang. 1 Unter einem Dehnungsreflex versteht man die Muskelzuckung nach einer plötzlichen Dehnung des Muskels. Muskels zu vermeiden. Dabei kann man nach einer Muskelanspannung langsam in die entgegengesetzte Bewegungsrichtung dehnen (Bild 3) oder die Dehnung des Muskels über seinen Antagonisten (Gegenspieler) (Bild 2). Wissenschaftliche Untersuchungen konnten zeigen, dass der vermeintliche negative Effekt des dynamischen Dehnens nicht auftritt und auch das statische Dehnen keine Vorteile bietet. Aber damit nicht genug! Weder ein positiver Effekt auf die Verhinderung eines Muskelkaters oder anderer Muskelverletzungen noch eine Herabsetzung der Ruhespannung ließen sich nachweisen. Ist also das ganze Dehnen sinnlos? Ich denke nein. Es gilt, die individuelle Disposition eines Läufers zu berücksichtigen. Am sinnvollsten ist das Dehnen ganz klar nach einer sportlichen Belastung. Läufer, die eine sehr gute Gelenkbeweglichkeit haben oder gar zu laxen Gelenken neigen, sollten das Dehnen nicht in den Mittelpunkt der Muskelregeneration stellen. Ein Auslaufen, Lockern der Muskulatur oder auch ein Ihr Dr. Uwe Kahl im·puls Nummer 3 - 2014 6

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sc im·puls – Bericht Finale im Steigerwald-Stadion 5. Rad-Touren-Fahrt in einmaliger Umgebung Bei der Planung und Durchführung der diesjährigen RadTourenFahrt durch das südliche und östliche Thüringen ist mit Start- und Zielort etwas eimaliges und wohl letztmaliges gelungen. Der diesjährige Start erfolgte auf der legendären Laufbahn des Steigerwald-Stadions. Am 08.Mai 1972 gewann hier Michael Milde nach 170 km die 4. Etappe der XXV. Friedensfahrt. Eine solche Streckenlänge hatten wir auch bei der diesjährigen 5. RTF zu bieten. Insgesamt nahmen in diesem Jahr 168 Aktive die verschiedenen Strecken unter ihre Räder. Insbesondere die Marathonstrecke mit ihren 202 km war mit den 54 männlichen Aktiven, wie einst die Friedensfahrt, eine reine Männerveranstaltung. In diesem Jahr traute sich leider keine weibliche Starterin auf diese mit über 2200 Höhenmetern anspruchsvolle Strecke. Durch die Zwischeninformationen von den Verpflegungspunkten wurde schon sichtbar, dass ein hohes Tempo gefahren wird, trotz der teilweise recht windigen Passagen. Nach 6 Stunden und 3 Minuten erreichte die Spitzengruppe das Ziel im Steigerwald-Stadion. Nun fehlten zwar die Zuschauer auf den Rängen, dennoch war es für alle Teilnehmer ein besonderes Erlebnis die letzten Meter auf dem Stadionoval zu fahren. In diesen Genuss kamen aber nicht nur die Marathonis sondern auch alle die Aktiven, die die kürzeren, aber nicht minder anspruchsvollen Strecken absolviert haben. Eine Vielzahl von Helfern unseres Vereins hat für das Gelingen der Veranstaltung beigetragen. So wurden Strecken an den Vortagen ausgeschildert, die Betreuung der Verpflegungsstände durchgeführt, für den reibungslosen Ablauf im Start- und Zielbereich gesorgt und die Verim·puls Nummer 3 - 2014 sorgung am Zielort übernommen. Erstmalig wurde in diesem Jahr ein sehr reichliches Frühstück für die Aktiven angeboten, die auch dieses Angebot dankend angenommen haben. Der Dank und die Anerkennung der Starter für die gute Organisation und besonders die vielfältige Versorgung, die seinesgleichen sucht, waren Lohn für die Anstrengungen der Vereinsmitglieder, die an diesem Wochenende für das Gelingen der Veranstaltung sorgten. Mittlerweile hat sich diese Veranstaltung im Radsportkalender des BDR einen festen Platz erobert. Leider ist jedoch von den verschiedenen Radsportverbänden, ob Bundes- oder Landesverband, keine Resonanz und Anerkennung zu dieser Breitensport-Veranstaltung zu verspüren. Andree Jeziorski 7

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sc im·puls – Bericht Gesamtsieger war ein Im·pulser 34. Königseer Stadtwaldlauf mit den vier Strecken gut organisiert Serie) waren auch ein 20 km-Lauf, ein 2k m-S c h ü l e r l a u f und eine Walkingstrecke 10 km im Angebot. Die Anzahl der Teilnehmer (gesamt 188) hätte bei der gut organisierten Veranstaltung ruhig höher sein können, aber das bescheidene Wetter (schwül + feucht) hat wahrscheinlich den einen oder anderen Sportler abgeschreckt, außerdem war es das letzte Ferienwochenende mit Schuleinführung in Thüringen. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von David Münch: er wurde über 10 km Gesamtsieger in 38:26 min, Gratulation! Ihre Altersklassen gewinnen konnten folgende Vereinsmitglieder: Tobias Schramm (M40 in 43:13 min) sowie Michael Herrmann (M55 in 43:25 min). Hervorzuheben ist auch die Leistung von Birgit Münch: sie stand mit einer Zeit von 51:04 min endlich wieder auf dem Siegerpodest (2. Platz W45). Ihren allerersten Start beim einem Volkslauf absolvierte Marie-Luise Franke. Glückwunsch! Nachfolgend die weiteren Platzierungen von Im·pulsern nach Altersklassen aufsteigend: Marie-Luise Franke Dagmar Jesche Heike Franke Moritz Sparbrod Hannes Selig Heiko Münch Silvo Jesche Dirk Bomberg Günter Münch Manfred Bäster Silvo Jesche 2. Platz W20 56:33 min 4. Platz W50 58:00 min 3. Platz W55 1:02:43 Std 2. Platz U18 40:36 min 4. Platz M20 44:11 min 3. Platz M45 42:00 min 14.Platz M50 51:37 min 3. Platz M55 46:45 min 9. Platz M60 1:00:10 Std 3. Platz M75 1:02:53 Std Am 31.August fand der Königseer Stadtwaldlauf statt. Vier Wettbewerbe wurden durch den Veranstalter SV Thuringia Königsee angeboten: Neben dem Hauptlauf über 10 km (6. Lauf in der diesjährigen Klassikercup- 8 im·puls Nummer 3 - 2014

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sc im·puls – Bericht Zapfengrund und Stolperstein 14 Gymnastikfrauen erlebten Wutha-Farnroda hautnah verabschiedet. Wir sind alle wieder gut zu Hause angekommen und freuen uns schon auf das nächste Jahr. Unser nächstes Ziel ist Lengenfeld unterm Stein mit dem „Erlebnis Draisine“. Unser diesjähriger Ausflug zum Zapfengrund wurde von Charlotte Nagel organisiert. Ihr und den Helfern in der Not gilt unser Dank. Das Jahr ging schnell vorüber und es war wieder Zeit für unser Aktivwochenende. 14 Gymnastikfrauen unternahmen einen Ausflug zum „Zapfengrund“ bei Wutha-Farnroda leider ohne die Trainerin Manuela. Sie und einige anderen waren verhindert. Dies sollte aber kein Grund für Müßiggang sein. Noch am Nachmittag, nachdem alle ihre Zimmer bezogen hatten, wurde der Ortsteil Kälberfeld erkundet. Die Sonne schien und alles war gut. Am nächsten Tag war unser Ziel der „Große Hörselberg“. Die Hörselberge sind Teil der Umrahmung des Thüringer Beckens. In frühgeschichtlicher Zeit galten die Höreselberge als Wohnort der Götter. Richard Wagner wurde an der Venusgrotte zu seinem Tannhäuser inspiriert. Mit einem Ausblick auf eine idyllische Landschaft sollte der Aufstieg uns belohnen. Wir sammelten uns zum Aufbruch, und es war passiert. Es war eine Katze, die Birgit zu Fall brachte. Sie stürzte und hat sich das Handgelenk geprellt und am Ellenbogen verletzt. Dies wurde im Eisenacher Krankenhaus dann festgestellt. Zunächst ging sie ja ein Stück des beschwerlichen Weges mit uns. Aber es ging nicht mehr. Nun hat sich der Zusammenhalt unserer Sportgruppe gezeigt. Gabi Linge bewies sich im nu als „Krankenschwester“ und begleitete Birgit zurück und fuhr mit ihr in das Krankenhaus. Nun waren wir nur noch 12 Mädels, und Petrus meinte es auch nicht mehr so gut mit uns. Wir wanderten weiter. Vorbei an der zurückgebauten A4, am Jesusbrünnlein und an der Apothekenwiese, auf der viele Heilkräuter wachsen. Sie darf nicht betreten werden. Wir haben den Hörselberg erklommen und ab und zu blinzelte auch die Sonne wieder. Die Aussicht war fantastisch und man hat wieder gesehen, wie schön doch Thüringen ist. Nach einer kurzen Stärkung im Berggasthof wanderten wir weiter zur Venusgrotte und traten den im·puls Nummer 3 - 2014 Rückweg zum Zapfengrund an. Kaum angekommen, öffnete Petrus alle Schleusen. Uns konnte er die Laune aber nicht vermiesen. Wir ließen den Tag zusammen mit unserem „Pechvögelchen“ in fröhlicher Runde ausklingen. Am nächsten Morgen war die Heimreise angesagt. Auch hier wurde bewiesen, dass wir eine Gemeinschaft sind. Luise hat Birgit’s Auto gefahren und alle Mitfahrenden sicher ans Ziel gebracht. Bevor die Fahrgemeinschaften aber losfuhren, haben wir unsere Gabi Linge und Ulrike Jakstat, die mit den Fahrrädern angereist waren, Auch für die finanzielle Unterstützung vom Verein bedanken wir uns. Ursula Kämmer 9

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sc im·puls – Bericht Zwei Im·pulser bei der Tour de France Krone und Schulz holten sich außerdem den Segen der Rennradler-Schutzpatronin nalhauptstadt Chur in der Schweiz, Bregenz und Lindau am Bodensee sowie Rothenburg ob der Tauber. Vor unserer Abreise hatte man uns gewarnt: „Wenn ihr die Fahrer am Col de Izoard sehen wollt, müsst ihr euch am Berg mindestens 2 Tage vorher einen Platz suchen…“ Wir waren anderthalb Tage vorher da und alles war gut. Viele Nationalitäten waren versammelt. Man richtete sich ein, schwatzte miteinander. Ein sprachliches Kauderwelsch. Freitag Nachmittag standen Heino und ich mit unseren Rennrädern auf dem Gipfel. Höhepunkt einer Freundschaft!! Am Samstag war es dann soweit. Erst bretterte die Werbecaravane an uns vorbei und schüttete uns aus den Autos mit Werbekrempel aller Art zu. Dann kamen die Fahrer… Die Stimmung war unbeschreiblich. Die Massen tobten. Beinah hätten wir Marcel Kittel verpasst, der mit zwei weiteren Fahrern unmittelbar hinter dem Hauptfeld herheizte… Ein paar Sekunden dahinter kam auch Andre Greipel. Jetzt wollten wir uns noch den Segen der Rennradlerschutzpatronin Madonna di Ghidie berühmtesten Rennradsportlerinnen und Sportler der Madonnenkapelle, selbige zu sprengen drohten. So kam Heino im Angesicht der Technik aus der Zeit seines Rennradler-Pappas schnell in Schwärmen und Schwelgen. Nach derar tigen Huldigungen, lukullischen Gen ü s s e n, g e m e i n s a m e n Stadt- und Museumsbesuchen Kartenspielabenden aber auch teils heftigem Gebirgsregen war es nicht verwunderlich, dass von uns – quasi im Vorbeigehen – ein pikantes geschichtliches Detail gelöst werden konnte. Während die halbe Welt das Jonastal nach verschlepptem Schmuck aus dem Osten umgräbt, haben wir ihn ganz unprätensiös gefunden. Das Bernsteinzimmer liegt in Lindau, siehe Fotobeweis!! Der Abschluss unserer Tour sei noch erwähnt, Rothenburg ob der Tauber mit einer beachtlichen Sammlung japanischer, chinesischer und russischer Speisekarten… Eine Empfehlung auch wegen des unglaublich dichten und liebevoll erhaltenen mittelalterlichen Gesamtensembles und eines Veganerladens. Die dort gehandelten und probierten Lebensmittel hätten auch unsere Urgroßmütter als solche erkannt… Torsten Schulz im·puls Nummer 3 - 2014 Eine Urlaubsfahrt der besonderen Art unternahm Heinz und Margit Krone sowie Torsten Schulz und Anja Blochwitz, 18 Jahre nach Ulles (Ullrichs) unrühmlichem Abgang von der Tour de France. In 8 Tagen – vom 17. Bis zum 24. Juli – ging es mit dem Wohnmobil Tausende Kilometer durch 5 Länder, zum 2.360 Meter hohen Col de Izoard, nach Bellagio am Comer See, der Graubündener Kanto- sallo abholen. Also ging es nach Bellagio an den Comer See. Bevor wir einen sehr schönen Campingplatz ansteuerten, pilgerten wir zur Kapelle in Magreglio, oberhalb des Sees. Nach dem Besuch in der Kapelle und Heiligenberührung machten Heino und ich einen Abstecher in die Geschichte des Rennradsports. Das einzigar tige „Museo de Ciclismo“ wurde 2007 eröffnet nachdem all die Schenkungen die 10

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sc im·puls – Bericht Über die Werraberge von Treffurt Treffurt war wieder einmal trefflich organisiert der sich mit nur einer Sekunde Rückstand knapp geschlagen geben musste. Gesamt schnellste Frau wurde Theresa Eichhorn, SV Biberau, in 44:34. Den zweiten Platz erkämpfte sich Lydia Walther von der RLV / LG Süd in 46:06 und auf Platz 3 lief in 48:33 Ina Oschmann von der FSV 1950 Gotha. Bester „Im·pulser“ wurde diesmal David Münch, der auch in der Gesamtwertung in diesem Läuferfeld mit Platz 10 noch einen „Top Ten Platz“ errang. Altersklassensieger wurden wieder einmal mehr Peter Grüning und diesmal auch Bruno Wenzel. Zu einem wahren „Marathon“ wurde dann aber zum Schluss die Siegerehrung und stellte die Geduld der Aktiven auf eine harte Probe. Aber eine Ehrung für Stadtmeisterschaften, Schülermeisterschaften, Kinderläufe, Altersklassenehrungen der einzelnen Distanzen dauert halt seine Zeit. Schließlich sei es ja jedem Platzierten gegönnt, dass seine Leistung gewürdigt wird. Ergebnisse der Im·puls – TeilnehmerInnen: David Münch Hannes Selig Bruno Wenzel Tobias Schramm Heiko Münch Silvo Jesche Peter Grüning Michael Hermann Dirk Bomberg Günther Münch Manfred Bäster Birgit Münch 39:23 7.AKM 20 44:38 9.AKM 20 40:35 1.AKM 40 44:37 2.AKM 40 44:21 3.AKM 45 54:09 12.AKM 50 41:04 1.AKM 55 44:26 2.AKM 55 49:15 4.AKM 55 1:01:25 6.AKM 60 1:08:07 3.AKM 75 54:50 3.AKW 45 Am 13.September absolvierten insgesamt 408 Aktive die unterschiedlichen Distanzen des 11. Stadtlaufes Treffurt. Ausgetragen wurden traditionell die Kinder-, Schüler- und Bambiniläufe, der 6 km Lauf und der 10, 2 km Geländelauf. Dieser stellte auch zugleich den 7. Wertungslauf des Thüringer Klassikercups dar. Dem ausrichtenden Verein dem „SV Normannia Treffurt“ rund um Bürgermeister Michael Reinz und den vielen Sponsoren ist es auch diesmal wieder geglückt, eine gelungene Veranstaltung des Laufsports zu organisieren. Es herrschte rundherum gute Stimmung, der Mühlhäuser Spielmannszug leitete die Wettkämpfe ein und dieses Feeling währte bis zum Schluss. Jeder Teilnehmer erhielt eine Medaille und die Platzierten Urkunden, Gutscheine und Präsente. Da es gerade nicht regnete und die Temperaturen trotz fehlender Sonne mit 16° recht angenehm waren, herrschten aus meiner Sicht beste Laufbedingungen. Über die Frage: Warum der Lauf eigentlich „Stadtlauf“ heißt, mache ich mir nun auch keine Gedanken mehr. Geht es doch nur am Anfang kurz im Zickzack über das Pflaster der Altstadt, läuft man anschließend gleich 7 km nur bergan durch die wunderschöne Natur. Angekommen auf dem Adolfburgblick wird man mit tollen Ausblicken in die Landschaft der Höhenzüge des Werratals belohnt. Die letzten 3 km geht es steil bergab wieder in die Altstadt zurück. Auf der Zielgeraden wurde man auch dieses Jahr vom frenetischen Beifall der Zuschauer begleitet. Insgesamt zwölf Vereinsmitglieder waren diesmal erfolgreich dabei, um Punkte für den Klassikercup zu erringen. Die Konkurrenz war stark, denn dieses Event nutzen jährlich auch Thüringer Spitzen- und Nachwuchssportler als Trainingseinheit oder Formtests. Gesamtsieger des anspruchvollen 10,2 km Geländelaufes bei den Männern wurde Marcus Schöfisch vom ASV Erfurt in einer Zeit von 35:35. Platz 2 erkämpfte sich Thomas Wick, SC Motor Zella-Mehlis in 35:42, gefolgt von Christian Stiebritz, SWV Goldlauter, im·puls Nummer 3 - 2014 Text: Birgit Münch Fotos: Siggi Herrmann 11

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Viel Sonne und viele Höhenmeter Dreizinnen-Lauf unter nahezu perfekten Bedingungen und mit Erfurter Beteiligung sc im·puls – Bericht Tage seit Hüttenöffnung am 17. Juni, eingebettet in den schlechtesten Sommer seit 30 Jahren. Blauer Himmel und keinerlei Anzeichen von Gewitter, das waren beste Voraussetzungen, um nach dem Lauf einige Klettersteige in Hüttennähe zu begehen. So konnten wir am Sonntag den Paternkofel über die angrenzenden Steige (Friedensweg + Innerkoflersteig) erklimmen. Am Montag stand der Toblinger Knoten über den Leiternsteig im Auf- und der Feldkurat Hosp Steig beim Abstieg auf dem Programm. Am Montagabend lehnten wir uns entspannt zurück, genossen die letzten Stunden der völlig schönen Tage in Südtirol mit dem Gefühl, unser Lauf-, Wander- + Kletterprogramm sehr komfortabel abgearbeitet zu haben. Am Dienstagmorgen begaben wir uns nach dem Frühstück auf den dreistündigen Rückweg ins Tal zum Bus und traten erschöpft die Heimreise an. Frank Lehmann Er ist zwar nicht der spektakulärste und extremste Berglauf in Europa, aber sicher einer der schönsten. Die Strecke vom Dreizinnen Alpine Run beginnt im Südtiroler Sexten auf ca. 1200 Metern Höhe, führt fast ebenerdig ins romantische Fischleintal, tangiert die Talschlusshütte. Dann beginnt das eigentliche Vergnügen. Serpentinenartig schraubt sich der Weg in Richtung Zsigmondyhütte (2224 m), weiter ansteigend über die Büllejochhütte (2528 m) und das Büllejoch zum Dreizinnen-Plateau. An der dortigen Dreizinnenhütte befindet sich das Zielgelände mit Sicht auf alle drei Zinnen. Auf einer übersichtlichen Strecke von 17 Kilometern hat der Läufer einen Höhenunterschied von 1350 Höhenmetern zu bewältigen. Und auch 2014 reizte uns das Unterfangen, den Lauf in ein Wander- und Kletterwochenende einzubetten. Somit reiste eine kleine Gruppe Thüringer Läufer Donnerstagnacht (11. September) mit dem Laufladen-Kleinbus von Erfurt Richtung Südtirol. Sicher in Sexten angekommen, sondierten wir zuerst bei einem ordentlichen Frühstückskaffee die Wetterlage. In diversen Wetterforen hatte man sehr schlechte Nachrichten verbreitet. Die führten von Dauerregen, über Neuschneeeinbuch bis hin zur Verlegung der Streckenführung. Zu unserer Überraschung erwarteten uns vor Ort jedoch sogar teilweise Auflockerungen und Sonnenschein. So konnten wir den ersten Aufstiege zu unserem mehrtägigen Unterkunftshaus, der Büllejoch-Hütte, wagen. In der Hütte deponierten wir die Wechselsachen und die Kletterausrüstung, feierten das schöne Wetter und die erste Nacht auf dem Berg. Am Freitagmorgen kamen der Abstieg über die Laufstrecke, Abholen der Startunterlagen und das Beziehen der Unterkunft in unmittelbarer Nähe des morgendlichen Starts. Am Abend kühlte es sich massiv ab, ca. gegen 15:00 Uhr setzten Regenschauer ein. Das ließ nichts Gutes erahnen. Doch das schlechte Wetter blieb am Alpenhauptkamm hängen, und der Schnee taute bis zum 12 Eintreffen der ersten Läufer weg. Der Start erfolgte am Samstagmorgen pünktlich um 10:00 Uhr, das Gepäck wurde mit dem Hubschrauber ins Zielgebiet eingeflogen. Unsere Aktiven erreichten im Zeitbereich von 2:10 bis 3:30 h sicher und wohlbehalten das Ziel mit freiem Blick auf die markanten Zinnen. Die Büllehoch-Hütte ist zwei Kilometer vom Ziel entfernt. Ein angenehmes Ambiente und die Herzlichkeit der Gastgeber erfreuten uns. Es gab zwar nur einen kleinen, übersichtlichen Waschraum ohne Dusche. Doch auch der Schlauch mit frischem Quellwasser war möglich. Sonntag und Montag legte das uner war tet schöne Wetter dann noch e i n e n d r a u f. Nach Aussage der Hütte nbe sit ze r waren es die schönsten zusammenhängenden im·puls Nummer 3 - 2014

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sc im·puls – Bericht Die Fischerin vom Bodensee Regen und Sonnenschein beim Bodenseeradmarathon Bereits zum 41. Mal veranstalteten Mitte September Radsportfreunde vom Radclub RV Altenrhein (Schweiz) für Tausende Radbegeisterte den Bodensee Radmarathon. Eine Radtour, die im wahrsten Sinne verbindet und rund ist. Sie verbindet Radfreunde aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Und rund ist sie, weil sie zum einen rund um den Bodensee führt und zum anderen eine rundherum gut organisierte Veranstaltung ist. Bereits vor vier Jahren, bei meinem ersten Start beim Radmarathon, habe ich diese herzliche Atmosphäre erlebt. Da ich zu einem Kurzurlaub im Allgäu war und mein Rad auch dabei hatte, lag ein Abstecher an den Bodensee auf der Hand. Im Vorfeld sammelte ich noch einige Trainingskilometer im Allgäuer Land. Die Ortsnamen in der Gegend gaben mir des Öfteren kleine Rätsel auf. Zum Beispiel – Katzenhirn, wohnen da Katzen mit Hirn oder wer wohnt in Pforzen? Eine herrliche Landschaft die allerdings um diese Jahreszeit ihre Beson- derheiten hat. Ich fuhr oft an braunen Wiesen vorbei und der unverwechselbare Duft von Gülle wehte mir entgegen. Aber so ist es halt auf dem Ländle! Wenn Regen im Anmarsch ist, werden Äcker und Wiesen gedüngt. Regen im Anmarsch – das war gerade das, was ich für meinen Ritt um den Bodensee nicht wollte. Aber kneifen galt nicht. Als ich um 7:30 Uhr in Sigmarszell startete, war neben den guten Wünschen für die Tour auch der Regen mein Begleiter. In der Anfangseuphorie fuhr ich in einer Gruppe junger Wilder mit, die das Tempo sehr flott gestalteten, um nicht zu sagen, zu flott. Mit durchschnittlich 35 km/h erreichten wir den ersten Posten bei Kilometer 30 in Altenrhein. Mir wurde sehr schnell bewusst, wollte ich das Ziel mit dem Rad noch heute erreichen, sollte ich mindestens einen Gang langsamer wählen. Ich orientierte meine Geschwindigkeit an einem Pärchen (beide so um die 50), die sich auch bei 30km/h noch sehr angeregt unterhielten. An der Stelle wusste ich, ich bin im Ausland. Ich verstand kein Wort! An der etwas langgezogenen Aussprache konnte man das Schweizerische erkennen. Mehr aber auch nicht. Auf dem Abschnitt nach Trägerwilen (44km) konnte man im Regen und den tiefhängenden Wolken nur die Schönheit und den Charme dieses Landstriches erahnen. Als sich jedoch bei der Überfahrt von Konstanz nach Meersburg die Wolken langsam verflüchtigten und die Sonne durch ein Wolkenloch sich im Was- ser spiegelte und sich in Ufernähe Schwäne zeigten, kam mir der alte Gassenhauer von der Fischerin in den Sinn. Leider wäre ich nur beim Refrain textsicher: „Ein weißer Schwan ziehet den Kahn mit der schönen Fischerin auf dem blauen See dahin. Im Abendrot schimmert das Boot. Lieder klingen von der Höh? Am schönen Bodensee.“ Auf deutscher Seite des Bodensees warten noch 70 km auf mich bis hin ins Ziel nach Sigmarszell. Ich kann mich sehr gut erinnern, dass dieser Abschnitt von einigen Höhenmetern geprägt ist. Vorbei an Apfelplantagen komme ich meinem Ziel immer näher. Auch wenn mir die Fischerinn vom Bodensee nicht begegnet ist, so hat mich doch zu meiner Freude in Sigmarszell die Apfelkönigin empfangen. Olaf Kleinsteuber im·puls Nummer 3 - 2014 13

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sc im·puls – Laufsplitter Bürgerturmlauf in Gotha Knapp 90 Aktive zur 4. Auflage Der Lauf fand auf dem Gothaer Krahnberg statt mit Start und Ziel am Bürgerturm. Auf gut befestigten Waldwegen standen drei Lauf- und eine Walkingstrecke zur Auswahl. Pro Runde waren 8 km zu absolvieren. Auf dem langen Kanten, sprich nach 16 km oder 2 Runden überquerte gemeinsam der erst 17-jährige Philipp Häßner (Berka-Werra) und Stefan Zimmermann (LG Ohra-Hörsel) in 01:02:44h die Ziellinie. Platz 3 ging an den Triathlet David Gehb aus Erfurt in 01:03:06h. Im kleinen Frauenfeld, zwei Starterinnen, gewann Janice Richter (Urbich) in 01:22:20h vor Carita Zeng in 01:42:46h. Auf der 8km-Distanz gewann bei den Männern der einheimische Frank Schönborn (Lauffreunde Gotha) in 33:14min vor Tom Elliott (Seitenstecher e.V.) in 34:36min und Heiko Fleischmann (Lauffreunde Gotha) in 35:21min. Im Frauenbereich setzte sich Laura Stichling (Marine Club Gotha)relativ eindeutig in 37:14min durch. Platz 2 ging an Anna Lisa Kelbert (Lauffreunde Gotha, 41:11min). Das Podest vervollständigte Kathrin Hofmann als Dritte in 43:21min. Die Aktiven hinter der Spitzengruppe mussten sich dem Angriff eines Hornissenschwarms erwehren. Die eigentlich sehr friedfertigen Tiere verteidigten lediglich ihr Nest und fühlten sich offensichtlich von der Nähe des Läuferfeldes bedroht und stachen kräftig zu. Manche Aktive erwischte es sogar mehrmals. Schlimmere Dinge sind nicht passiert. Was ein Großteil der Aktiven mitnehmen konnte, außer den guten Eindrücken, waren eine Medaille und juckende Insektenstiche. Auf ein Neues 2015 zur 5. Auflage. 38 Jahre Mommelsteinlauf in Hohleborn 125 Aktive am Start Bei guten äußeren Bedingungen und gefragten Berglaufqualitäten konnten die Aktiven die angebotenen Distanzen des Mommelsteinlaufes mit doppelter Cupaustragung unter ihre Füße nehmen. Zum einen war es der finale Lauf des Landschaftscups „RhönWerratal-Rennsteig“ und zum anderen war es der Thüringen Cup. Die 8 km bei den Männern absolvierte Holger Tschaar (Sportteam Steinbach) in 29:39min als Schnellster. Ihm folgten Jens Winkler (Pummpälz e.V., 30:25min.) und Christoph Kornhas (SV Emsetal, 31:12min.) auf den Plätzen 2 und 3. Auch ein Im·pulser mit Dirk Bomberg absolvierte diese Strecke recht erfolgreich. In 38:52min kam er auf Rang 1 seiner Altersklasse und wurde 15. des Gesamteinlaufes knapp hinter der Siegerin im Frauenbereich. Bei den Frauen siegte 14 im·puls Nummer 3 - 2014 auf dieser Distanz Sarah-Alicia Krause (Sportteam-STEINBACH) in 38:38min. Platz 2 erreichte Ljuba Köhler (LSV Lok Arnstadt, 42:01min) vor ihrer Vereinskameradin Sonja Esche in 42:23min. Auf der 16km-Distanz der Herren setzte sich die Jungspunde, ein Zwillingsbrüderpaar aus Berka-Werra, durch. Philipp Häßner gewann recht souverän diesen Lauf in 01:03:18h vor seinem Zwillingsbruder Julian in 01:07:03h. Dritter wurde knapp dahinter Peter Leihbecher (SV Ichtershausen) in 01:07:19h. Bei den Frauen setzte sich Helene Jacob (Schmalkader LV) in 01:14:55h durch. Platz 2 sicherte sich Maria Füldner in 01:16:38min vor Uta Jurkschat (Rennsteiglaufverein) in 01:17:18min. Frauen) und einmal über 5 km bei den Männern. Über die 30 km bei den Männern (21 Aktive) siegte Marcel Krieghoff (USV Erfurt, 01:55:42h) in einem langen Schlussspurt. Damit bezwang er seinen ärgsten Rivalen Kay-Uwe Müller (Team Erdinger Alkoholfrei) aus Schwäbisch-Hall bezwang. Dritter wurde Daniel Greiner (SV Sömmerda) in 02:01:16h. Schnellste Frau über die 30 km war Kristin Hempel (KS-Sportswold). Sie erreichte das Ziel in 02:11:36h und unterbot den Streckenrekord um 17 Minuten. Daniela Stander (TLVLT Eichenzell) errang den 2 Platz in 02:41:18h vor Luise Krieghoff (LSV Erfurt, 02:55:36h) Gemeinsam liefen der Eisenacher Stefan Zimmermann (LG Ohra Energie) und Stefan Neidhardt (RSLV) aus Suhl in 01:25:40 h über die Ziellinie der Halbmarathondistanz. Lange Zeit geführt und am Ende der 3. Platz. Danny Holland-Moritz (RSLV) erreichte das Ziel in 01:26:40h. Bei den Frauen siegte Ramona Michl (Bad Salzungen) in 01:49:50h. Zweite wurde Christin Hopf (Rhöner WSV, 01:50:29h), die bis KM 18 vor dem Ziel führte. Platz drei sicherte sich Nicole Romming aus Ohrdruf in 01:54:29h.. Weitere Ergebnisse 10,5km – Männer – 56TN 1. Platz: BING, Thomas (Rhöner WSV) 39:11min 2. Platz: GUZOWSKI, Dariusz (Bytow) 39:47min 3. Platz: WIERZEJSKI, Slawomir (Bytow) 40:00min Frauen – 17TN 1. Platz KRAUSE, Sarah-Alicia (Sportteam Steinbach Meiningen) 47:26min 2. Platz: WALTHER, Lydia ( RSLV LG Süd) 47:29min 3. Platz: STORCH, Maria (SV Trusetal) 50:23min 11. Pleßlauf/Breitungen 244 Teilnehmer am Start Der Breitunger Pleßlauf ist ein Lauferlebnis der besonderen Art. Neben der attraktiven, aber auch anspruchsvollen Strecke über den Pleßberg, ist er aufgrund seiner familiären Art bei den Aktiven beliebt. 3 Streckenrekorde waren zu verzeichnen, davon zweimal über 30 km (Männern und

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sc im·puls – Schlemmerecke Pfifferlinge ein Muss in der Küche Tagliatelle mit Speck & Pfifferlingen ( 4 Personen) Zutaten: 500 g Tagliatelle 400g Südtiroler Speck 600g Pfifferlinge 2 EL Butterschmalz 2 Becher Crème fraîche 2 rote Zwiebeln 2 EL gehackte Petersilie 1 Bund Frühlingszwiebeln Pfeffer und Salz Zubereitung: Tagliatelle bissfest kochen. Speck und Zwiebeln fein würfeln. Frühlingszwiebeln in Streifen schneiden. Speckwürfel im Butterschmalz in einer tiefen Pfanne anbraten und die Pfifferlinge zugeben. Kurz anbraten. Zwiebelwürfel zugeben und mit braten. Becher Crème fraîche unterrühren. Tagliatelle unterheben, Petersilie und Frühlingszwiebeln Frank Naumann auf Stand 107 Ich würde mich freuen, Euch an meinem Stand begrüßen zu können. Frank Naumann zugeben und in einem Pastateller mit frisch gemahlenem Pfeffer servieren. Dazu schmeckt ein trockener Weißwein. Guten Appetit und gutes Gelingen wünscht Bärbel Kleinsteuber Der hoffnungsvolle Hirte Tusche auf Seidenpapier, 2013 75 x 40 cm Herausgeber: sc im·puls erfurt e.v. Schützenstraße 4, 99096 Erfurt Tel.: 0361/7443655, Fax: 7443654 sc-impuls-erfurt@t-online.de www.sc-impuls.de Redaktion: Esther Goldberg, Ralf Höhn, Olaf Kleinsteuber, Andree Jeziorski Titelfoto: Siggi Herrmann Layout: Frank Naumann, Arnstädter Straße 14, 99096 Erfurt, Tel.: 0361/6435751 FrankNaumann-Erfurt@t-online.de www.art-franknaumann.de Anzeigen und Druck: Handmann Werbung GmbH Vertrieb: Zeitungsgruppe Thüringen Erscheinungsweise: alle drei Monate Einzelbezugspreis: 1,40 im·puls Nummer 3 - 2014 15

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