Gedacht Gemacht, Leseprobe

 

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Gedacht Gemacht, Leseprobe

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Joseph Sparsbrod, Elisabeth Oertel, Johannes Fötsch, Nikolaus Faßlrinner und Sven Klatt Gedacht Gemacht Mit vier alten Simson-Mopeds auf dem Weg nach Indien

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Joseph Sparsbrod, Elisabeth Oertel, Johannes Fötsch, Nikolaus Faßlrinner, Sven Klatt: »Gedacht Gemacht« © 2. Auflage 2014 © 2013, Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat OHG, Münster www.monsenstein-und-vannerdat.de Grafische Leitung: Tom van Endert Grafische Umsetzung: Katharina Schwär Herstellung, Druck und Bindung: Druckhaus Cramer, Greven Alle Rechte vorbehalten ISBN 978-3-942153-15-7

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Joseph Sparsbrod, Elisabeth Oertel, Johannes Fötsch, Nikolaus Faßlrinner und Sven Klatt Gedacht Gemacht Mit vier alten Simson-Mopeds auf dem Weg nach Indien MONSENSTEIN & VANNERDAT

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Inhalt Vorwort............................................................................................. 7 Elle und die Gang............................................................................ 9 Joseph fährt los ............................................................................. 61 Die Gang......................................................................................... 87

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Vorwort Da sieht man’s mal wieder: Ein echtes Abenteuer kann man nicht planen. Und ohne das gewisse Quentchen Ahnungslosigkeit würde man sich auch gar nicht darauf einlassen. Auf der Buchmesse in Leipzig erzählte mir unser alter Freund Sebastian von einem kleinen Trupp hallensischer Künstler, die sich in den Kopf gesetzt hatten, mit russischen Motorradgespannen Sibirien zu durchqueren. Und da diese Fahrzeuge mein Steckenpferd sind, müsse ich die Dame und die Herren unbedingt kennenlernen. Gesagt, getan! Bei diesem ersten Treffen erfuhr ich dann auch gleich von deren vergangenen Abenteuern: mit einem Segelboot bis nach Riga (ohne zu wissen, wie man segelt) und auf klapprigen Mopeds gen Indien (ohne zu wissen, was eine Zündkerze ist). Faszinierend! Die fünf gingen und gehen ihre Reisen mit so viel Dilettantismus an, dass es schon verdächtig nach Konzept riecht. Und so verhält es sich ja auch. Außerdem haben sie die Gabe, jeden Augenblick mit Stift und Fotoapparat dokumentieren und in blumigen Farben davon erzählen zu können. Wir waren uns einig: Daraus machen wir ein Buch! Aber trotz der Freude an der Zusammenarbeit mit diesen großartigen »Freaks«, stimmt mich dieses schöne Buch nachdenklich. Wie stolz war ich damals auf unseren Wagemut, als meine Freundin und ich mit meinem Russengespann bis an den südlichsten Zipfel Europas tuckerten. Selbstverständlich mit einem wohlsortierten Satz Werkzeug und jeder Menge Ersatzteile im Beiwagen. Nach wochenlanger Vorbereitung und für jede nur erdenkliche Panne gerüstet ... War das »spannend« im Vergleich zu dem, was die Moped-Gang da trieb? Mit einer BMW GS durch Afrika, mit dem MAN Kat 4x4 zum Himalaya ... Mit entsprechender Ausrüstung und passendem Geldbeutel kann heutzutage jeder sein ganz großes Reiseabenteuer wagen. Doch die Moped-Gang zeigt uns auf, dass weniger mehr ist. Und dass man keine teuren allradgetriebene Expeditionsfahrzeuge, vollklimati-

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sierte Reisemobile oder aus Hightechfasern gewobene GlobetrotterSocken braucht, um eine Reise zu begehen, von der man sein Leben lang erzählen wird. Es muss ja nicht gleich nach Indien gehen! Machen Sie es wie die Moped-Gang: Holen Sie Ihr altes Schätzchen aus der Garage und fahren Sie einfach los. Egal, was kommen wird. Nicht nur bei Sonnenschein. Spannend wird es schon werden. Tom van Endert Münster, 2013

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Elle und die Gang 20.07.2010 bis 16.08.2010

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Dienstag 20.07.2010  Der Plan: Wir fahren mit der Simson nach Indien. Gedacht … Gemacht! Es begibt sich die Expeditionsgruppe – bestehend aus Nikolaus, der »waghalsig Gekrümmte«, bewaffnet mit einer blauen Simson S50 (Klaus – eigentlich heißt er Nikolaus – meint es war eine S51), Sven, der »animalische Rehbock«, auf einer roten Simson S50, Johannes, der »aufmerksame Wilde«, auf einem S51 Moped sitzend (eine Tausender meint er …) und Elisabeth, »das Weibchen«, ausgestattet mit einer mindestens (zumindest gefühlte) 70 km/h fahrenden grünen Maschine – auf ihren langen und klapprigen Weg nach Indien. Die Simsons sind alle zwischen 20 und 40 Jahren alt. Die Jungs fahren zum ersten Mal in ihrem Leben Moped. Ich selber sitze nach acht Jahren zum ersten Mal wieder auf so einem früher oftmals verfluchten Gefährt. Generell überzeugte eine Simson in meiner Erinnerung nicht unbedingt durch Zuverlässigkeit und Langstreckenausdauer. Ungefähr vor einem Monat habe ich Johannes auf einem Festival getroffen. Unter 80.000 partywilligen Menschen kreuzten sich zufällig unsere Wege. Er erzählte mir von seinem Plan und sofort war ich Feuer und Flamme. Nach dem Partymarathon überhäufte ich mich mit Aufgaben. Zwei Wochen hatte ich Zeit, um aus der alten Wohnung ausziehen … ab in die neue Wohnung … Vordiplom machen … und natürlich musste ich noch eine Simson kaufen. Schlaflose Nächte! Was für eine aufregende Zeit! Wir alle haben keine Ahnung. Mein Bruder hat mir gezeigt, wie ich den Vergaser kontrolliere und sauber mache. Nach Meinung der meisten Simson-Besitzer ist der Vergaser die Quelle allen Übels. Auch die Jungs verfügen über die selbige Information. Mit diesem geballten Mechanikerwissen ausgestattet fahren wir los. Zunächst die Probefahrt nach Lieskau, einem Vorort von Halle. Zwölf Kilometer testeten wir unsere Maschinen auf ihre Zuverlässigkeit. Nach dieser innigen und viel aussagenden Fahrt waren wir sicher: Wir können aufbrechen! 11

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