Höchstädter Bullenbote II/2014

 

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Höchstädter Bullenbote II/2014

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Besamungsverein Nordschwaben e. V. Höchstädter Bullenbote Ausgabe II/2014 HA D I L EVE R E ST WILLIA M S

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Höchstädter Bullenbote Besamungsverein Nordschwaben e.V. Gesellschafter oder Mitglied bei: Inhaltsverzeichnis Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Neues aus der Zuchtwertschätzung für Nordschwaben . . . . . . . . . . Neues aus der Station . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Erster Höchstädter Eigenbestandsbesamerkurs war ein voller Erfolg Neues zu genetischen Besonderheiten – BH2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Unterwegs mit dem Besamungstechniker. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mitteilungen des Fachzentrums Rinderzucht Wertingen . . . . . . . . . . Mado, Time to say goodbye . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hannibal PP* ist zurückgekehrt! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Itami & Itomaybi – zwei Exoten an der Station . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5. Höchstädter Bullenparade bei schönstem Sonnenschein . . . . . . . Gesunde Klauen tragen die Milch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Zeit gespart, Service verbessert, Qualität gesteigert . . . . . . . . . . . . Besuchen Sie uns auf der EuroTier in Hannover 2014 . . . . . . . . . . . . Neue Spitzenbullen gesext verfügbar! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auswahl Nachkommen geprüfter Bullen . . . . . . . . . . . . . . . . Auswahl genomisch geprüfter Bullen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Auswahl genomisch geprüfter Bullen (Ersteinsatz) . . . . . . . . Vererbungsstärken unserer Bullen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Braunvieh­, Holstein­Rot­ und Holstein­Schwarz­Bullen . . . . . . . . . . Schnellauswahlliste unserer Fleckvieh­Bullen . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 3 4 6 6 6 7 8 9 9 9 10 12 13 14 14 15 21 26 30 31 32 Höchstädter Klauenpflege GmbH Spermex ­ Gesellschaft für den Im­ und Export von TG­Sperma mbH InterGen GmbH Vereinigung zur Förderung der Rinderzucht Verbindungen zur Besamungsstation Bestellung von Samen u. Besamungsscheinen Arbeitsgemeinschaft der Besamungsstationen in Bayern } Frau Grabski Frau Grimminger Frau Haas Frau Macoschek Frau Reitmayer 09074 / 9559 ­ 15 Arbeitsgemeinschaft Süddeutscher Rinderzucht­ und Besamungsorganisationen Zucht und Beratung Herr Köhnlein 0177 39 39 321 Außendienstmitarbeiterin Frau Espert 0170 57 04 712 Samenausfahrten Herr Montessuto 09074 / 9559 ­ 15 Stationsleiter Dr. Bosselmann 09074 / 9559 ­ 17 Zentrale Frau Zanggl 09074 / 9559 ­ 0 Buchhaltung Herr Schnürch 09074 / 9559 ­ 19 Fax: allgemeine Nachrichten 09074 / 9559 ­ 25 Fax: Samenbestellung 09074 / 9559 ­ 16 E­Mail info@bv­hoechstaedt.de Internet www.besamungsverein.de Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter Verbindungen zur Höchstädter Klauenpflege Geschäftsführer Klauenpflege Internet Mag. Reßler Frau Magosch 09074 / 9559 ­ 13 09074 / 9559 ­ 20 www.klauenpflege.de Herausgeber: Besamungsverein Nordschwaben e.V., Ensbachstr. 17, 89420 Höchstädt/Donau Erscheinungsweise: nach jeder Zuchtwertschätzung Gestaltung und Druck: Roch Druck, Einsteinstr. 21, 89407 Dillingen/Donau 2 Bild Titelseite: Die weiblich gesexten Spermien unserer neu gesexten Bullen wie EVEREST, HADIL und WILLIAMS buhlen um die Gunst ihrer Kühe.

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Höchstädter Bullenbote Liebe Mitglieder und Freunde des Besamungsverein Nordschwaben e.V., neben den aktuellen Zuchtwerten ist in diesem Jahr aus Höchstädt schon einiges geboten worden und wird noch einiges geboten werden! Unsere App, die auf allen gängigen Smartphones aber auch auf dem heimischen PC läuft, erfreut sich immer größerer Beliebtheit! Dabei wird vor allem die Über­ sichtlichkeit und Bedienerfreundlichkeit besonders lobend erwähnt. Sie finden die App im Appstore von Apple unter „RindApp Höchstädt 2“ oder bei Google Play unter „RindApp“. Gerne laden wir Sie ein, sich die App kostenlos herunter zu laden, um Ihre Besa­ mungen einfach und bequem zu melden oder um sich einen einfachen und schnellen Überblick über das Fruchtbarkeitsgeschehen Ihrer Herde zu verschaffen. Gleich zu Beginn des Jahres haben wir in Höchstädt unseren ersten Eigenbestandsbesamerkurs abgehal­ ten und alle Teilnehmer haben mit Erfolg teilgenom­ men. Das große Interesse an diesem Kurs hat uns dazu bewogen, gleich zu Beginn des nächsten Jahres nochmal zwei Eigenbestandsbesamerkurse anzubie­ ten. Weitere Informationen zum Zeitpunkt und Anmel­ dung lesen Sie auf Seite 6. Unsere Bullenparade in Höchstädt war auch in die­ sem Jahr wieder sehr gut besucht und die Bullen prä­ sentierten sich bei bestem Kaiserwetter sehr kraftvoll und lebhaft von ihrer schönsten Seite. Eindrücke von der Parade finden Sie in diesem Heft. Diese Zuchtwertschätzung brachte insgesamt keinen neuen ganz großen Superstar hervor. Umso glückli­ cher und zufriedener sind wir, dass sich unsere Ver­ erber insgesamt sehr gut behaupten konnten und es mit IMARA und INFORMANT gleich zwei Höchstädter Neueinsteiger bzw. Aufsteiger in die „Gezielte Paa­ rung“ geschafft haben. Dies ist für uns eine sehr erfreuliche Leistung und als kleinere Station können wir sicherstellen, dass der Samenvorrat sicher für alle Kühe unserer Mitglieder ausreichen wird – und natür­ lich auch darüber hinaus gut verfügbar ist! Einige unserer Spitzenbullen sind jetzt auch weiblich gesext verfügbar, damit Sie von diesen Vererbern gezielt weibliche Nachkommen in Ihren Betrieb bekommen. Neben dem Nachkommen geprüften Bullen HADIL sind dies so bekannte Namen wie WILLIAMS und EVEREST, die nun auch gesext zur Verfügung stehen. Auf Seite 14 finden Sie hierzu weitere Infor­ ­ mationen. … und es geht Schlag auf Schlag weiter… In Hannover steht in der Zeit vom 11. – 14. November die nächste EURO TIER Messe vor der Tür. Auch Höchstädt wird diesmal wieder vor Ort vertreten sein. Sie finden uns in der Tierhalle 27 auf dem Stand G08, direkt neben dem „Top Tier Treff“. Dort sind wir auf einem gemeinsamen Stand der SPERMEX GmbH und deren wichtigsten Gesellschaftern vertreten. Wir freu­ en uns auf Ihren Besuch! Zuvor findet die diesjährige Bundesfleckviehschau in Miesbach in der Zeit vom 24. bis 25. Oktober statt. Auch hier wird die Besamungsstation Höchstädt ver­ treten sein. Wir werden dort, aller Voraussicht nach, eine Nachzuchtgruppe unseres neuen gezielten Paa­ rungsbullen IMARA vorstellen, so dass Sie sich im Rahmen dieser großen Tierschau von der Qualität sei­ ner Töchter überzeugen können. Nur 14 Tage später, am 8. und 9. November wird im Zuge des 10-jährigen Jubiläums der Vermarktungshalle in Wertingen das traditionelle Wertinger Herbstfest des Zuchtverban­ des abgehalten. Auch hier dürfen wir eine Nachzucht­ gruppe ausstellen! Ich möchte mich schon jetzt beim Zuchtverband Wertingen ganz herzlich für diese Gelegenheit bedanken! Sicherlich finden Sie auf den nächsten Seiten, für alle Ansprüche und Kühe auf Ihrem Betrieb, den perfekten Anpaarungspartner. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude beim Lesen des aktuellen Höchstäd­ ter Bullenboten und wünsche Ihnen weiterhin alles Gute in Haus, Hof und Stall! Herzlichst Ihr Dr. Frank Bosselmann 3

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Höchstädter Bullenbote Neues aus der Zuchtwertschätzung für Nordschwaben Am 12. August 2014 war die zweite Zuchtwertschät­ zung in diesem Jahr. Auf den ersten Blick findet man nur wenig überragende Bullen, die neu in die Spitze der Zuchtwertlisten eingestiegen sind. Doch bei inten­ siverer Durchsicht ist die Zuchtwertschätzung für die Besamungsstation Höchstädt sehr gut gelaufen. Die bewährten Bullen konnten ihre Werte stabil halten. Dazu reihen sich einige hochinteressante Neuzugänge ein. Nach wie vor führt VANADIN 179356 die Liste der Nachkommen geprüften Bullen an. Sein Alleinstel­ lungsmerkmal ist neben einer ausgeglichenen Verer­ bung vor allem sein extrem hoher FW von 138. Er ist leider Anlageträger von TP. RUMBO 186265 ist bereits seit über einem Jahr Nach­ kommen geprüft und hält sich in seinen Zuchtwerten sehr stabil. Er hat sich mit sei­ nem gGZW von 129 und MW von 125 zum besten Sohn seines berühmten Vaters Rau in diesen beiden wichtigen Merkmalen etabliert! Dazu besticht er durch schöne Euter (118), die mit kräf­ tigeren Strichen versehen sind. Einzig auf eine gute Fundamentgrundlage (ZW 93) sollte bei der Anpaa­ rung geachtet werden. Der erste Neuzugang ist der Rureif -Sohn RASTLOS 192794 , der aus einer Romello -Tochter gezogen ist. RASTLOS startet mit einem gGZW von 126 und einem MW von 117 bei + 731 kg Milch. Weitere überzeugende Merk­ male sind die Persistenz (127), Zellzahl (116) und Melkbarkeit (106). Seine gut bemuskelten Töchter sind rahmige Kühe, die auf solidem Fundament stehen. Bei den gut durchschnittlichen Eutern ragt die gute Strichplatzie­ rung (117) heraus. Er ist Anlageträger für TP. Der interessanteste Neueinsteiger in Höchstädt ist der Imposium -Sohn IMARA 179681. Unsere großen Hoff­ nungen der letzten Monate haben sich voll bestätigt. IMARA gehört zu den besten Newcomern dieser Zucht­ 4 wertschätzung über alle Stationen. Er besticht mit einem gGZW von 125 und einem sehr hohen MW von 126. Seine besten Trümpfe sind die Inhaltsstoffe mit +  0,13  % Fett und +  0,11  % Eiweiß bei +  720  kg Milch. Seine mittelrahmigen Töchter sind gut bemuskelt. Die Fundamentvererbung liegt im mittleren Bereich. Mit einem Euterzuchtwert von 108 kann er auch in diesem Merkmal befriedigen. Er wird in „Gezielter Paarung“ eingesetzt. Der nächste Bulle, der den Sprung zu den Nachkom­ men geprüften Bullen geschafft hat, ist einer der ersten Rumgo -Söhne namens RUTHUS 179668 . Er war bereits als genomischer Jung­ vererber in der Empfehlung. Sein gGZW liegt bei 122 und sein MW ist mit 125 sehr hoch. Neben einer hohen Milchleistung (+  842  kg) ist die Eutergesundheit seiner Töchter mit einem ZW von 111 sehr gut. Dem steht allerdings eine knappere Melk­ barkeit (93) und Persistenz gegenüber. RUTHUS ist ein ausgesprochener Leichtkalbebulle (Kvp 122). Die mittel­ rahmigen Töchter sind schwächer bemuskelt. Die sehr feinen Fundamente seiner Töchter bescheinigen ihm einen ZW von 109 im Fundament. Bei der Anpaarung muss unbedingt der Eutersitz (Euterboden 84, Zentral­ band 92) beachtet werden. Er ist Anlageträger für TP. Der Altmeister WEINREG 161658 ist ein Phänomen. Seit Jahren trotzt er jeder Abschreibung und hält seine guten Zuchtwerte in jeder Zuchtwertschätzung sehr stabil. Er überzeugt durch eine hohe Milchmenge und einer spitzen Fundamentvererbung. Mit dem Polari -Sohn PAOLO 192920 kommt seltenes Blut in unsere Empfehlung. Dank eines starken Anstie­ ges im gGZW und MW um jeweils 7 Punkte überzeugt er nach dieser Zuchtwertschätzung mit einem anspre­ chenden Vererbungsprofil. Mit + 803  kg Milch zählt er zu den Leistungsvererbern an der Besamungsstation. Seine Töchter sind groß (R 116) bei knapperer Bemus­ kelung und guten Fundamenten (111). Er ist Anlageträ­ ger für TP. Ausgesprochen große Freude bereitet der Bulle INFORMANT 850773 . Durch einen deutlichen Anstieg in den Zuchtwerten gGZW und MW schiebt er sich ins Rampenlicht und sorgt für Furore. So hat er sogar den Sprung in „Gezielte Paarung“ geschafft! Mit gGZW 120, MW 119 bei +  710  kg Milch ist er sehr ausgegli­ chen. Sehr wertvoll macht INFORMANT der gute Kalbe­ verlauf (Kvp 110) bei einem überragenden Exterieur. Er vereint Leichtkalbigkeit und dazu eine gute Rahmenverer­

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Höchstädter Bullenbote bung an seine Töchter (R 114). Zudem sind die Euter mit einem Zuchtwert von 127 exzellent. Diese brillieren mit einem sehr guten Zentralband (117) und einem hohen Euterboden (117). INDOSSAR 192876 hat bei dieser Zuchtwertschätzung leider an Boden verloren und steht nun bei einem gGZW von 117 und MW von 107. Trotzdem kann der Kalbinnen geeignete Inder-Sohn als Euterverbesserer (125) eingesetzt werden. Nicht wirklich nachvollziehbar scheint der Rückgang um jeweils 5 Punkte im gGZW und MW bei HADIL 179669 . Trotz hervorragender Probemelken steht er nun bei + 557 kg Milch. HADIL eignet sich nur für den Einsatz auf Kühe. Mit sei­ ner interessanten Linienführung und seinem heraus­ ragenden Exterieur (R 126; B 107; F 116; E 115) ist er dennoch eine Bereicherung für jeden Stall. Deshalb ist HADIL auch weiblich gesext verfügbar! In der Kategorie der genomisch geprüften Bullen haben wir mit dem Vanadin -Sohn VALEUR 193443 einen neuen Listenführer. Seine Mutter, die Inhof Tochter Wanda, besticht durch ein drüsiges, sehr hoch und fest angesetztes Euter. Die Kombination aus Vanadin und Inhof könnte sich perfekt ergänzen. VALEUR startet mit einem überragenden gGZW von 142 und MW von 125 bei + 900 kg Milch. Dazu scheint er mit FW 130 voll im Dop­ pelnutzungstyp zu liegen. Im Exterieur wird er eben­ falls überall im erwünschten Bereich liegen. Aktuell gehört VALEUR zu den besten genomischen Jungver­ erbern beim Fleckvieh! Auch dem Willenberg -Sohn WATT 851700 wird ein ausge­ sprochen gutes Vererbungs­ profil vorhergesagt. Neben einer interessanten Linienfüh­ rung (Winnipeg -, Vanstein und Malefiz -Blut frei) überzeugt er durch sehr hohe Zuchtwerte. Neu dabei ist der Manigo Sohn MAP 167085 . Wie sein Vater überzeugt er in den Merkmalen gGZW (137), MW (127), Milchmenge (+ 1079 kg) bei bestem Fundament (119) und ausgesprochen gutem Kalbeverlauf (123). Einzig die durchschnittliche Eutervererbung von 104 gilt es bei der Anpaarung zu beachten. Stabil in seinen Werten hat sich der Outcross -Bulle HUSKY 172980 gehalten. Mit Vater Hulkor und Mutter­ vater Gebalot führt dieser Stier sehr seltenes Blut in seinen Adern. Er wird Fundament (114) und Euter (116) verbessern. Ein weiterer hochinteressanter Anpaarungspartner für Ihre Kühe dürfte der Bulle BOSSI 190058 sein. Auch er vereinigt extrem seltenes Blut mit Vater Busserl (Bosbo -Linie) und Muttervater Eilig (Egel -Linie) in seinem Stammbaum. Zudem präsentiert BOSSI sich mit einem gGZW von 129 und + 923 kg Milch. Komplettiert wird seine ansprechen­ de Vererbungsleistung durch einen hohen FW von 121 und einer überragenden Melkbarkeit von 117. Mit einem genomischen Kalbeverlauf von 110 (64 % Si.) könnte er zudem kalbinnengeeignet sein. Seinen Töchtern wird ein steileres Hinterbein vorhergesagt. Mit dem Stier WEST 180017 kommt ein Weburg -Sohn bei uns in die Empfehlung. Sein gGZW liegt mit 126 im ansprechenden Bereich. Für sei­ nen Vater typisch wird auch WEST viel Milch vererben (+ 801 kg). Auch im schnellen Milchfluss (MBK 116) bei knapperer Zellzahl (93) ähnelt er seinem Vater. WEST empfiehlt sich nur für den Ein­ satz auf Kühe. Die sehr trockenen Sprunggelenke (117) seiner Töchter werden stark gewinkelt sein (118). Mit einem Zuchtwert von 113 im Euter überzeugt WEST in allen Einzelmerkmalen. Bei den natürlich hornlosen Bullen hält sich nach wie vor unser Bulle WITAM PS 180180 an der Poleposition der gesamten Fleckviehzucht. Sein gGZW liegt mit 138 und sein MW mit 124 bei +  944  kg sehr hoch. Ein FW von 121 demonstriert auch die Doppelnutzungseigen­ schaften dieses Ausnahmebullen. Sowohl in Melkbar­ keit (112) als auch in der Zellzahl (117) und Persistenz (123) wird ihm seine Extraklasse vorhergesagt. Seine mittelrahmigen Töchter werden schwächer bemuskelt sein. Die Fundamente der WITAM PS -Töchter werden durchschnittlich sein. Für einen natürlich hornlosen Bullen wird ihm eine gute Eutervererbung (107) pro­ phezeit. Diesen natürlich hornlosen Spitzenbullen haben wir aktuell auch weiblich gesext für Sie im Angebot! Er ist Anlageträger für FH2. Wir sind uns sicher, dass Sie durch dieses ausgewoge­ ne und vielseitige Bullenangebot für jede Kuh den pas­ senden Bullen als perfekten Anpaarungspartner fin­ den werden und wünschen viel Freude bei der Auswahl der Bullen. Köhnlein Benjamin (Zucht & Beratung) 5

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Höchstädter Bullenbote Neues aus der Station Seit 15. Juli ist Frau Meike Koblischke beim Besamungsverein Nordschwaben e.V. beschäftigt. Sie ist von Beruf tiermedizinische Fachangestellte und hat schon einiges an Erfahrung im Umgang mit Großtieren. Im März 2014 hat sie, auf eigene Initia­ tive, die Ausbildung zur Besamungstechnike­ rin mit Erfolg absolviert. Frau Koblischke wird zunächst als Vertreterin alle Besamungstouren kennen lernen. Wir wünschen Ihr für diese anspruchsvolle Tätigkeit immer das richtige Gespür für Tier und Mensch. Erster Höchstädter Eigenbestands­ besamerkurs war ein voller Erfolg Zufriedene und glückliche Gesichter nach erfolgreichem Abschluss des ersten Höchstädter Eigenbestandsbesamerkurses. In dem viertägigen Seminar wurde durch unterschiedliche Fachreferenten alles, was für eine erfolgreiche Besamung auf dem eigenen Betrieb wichtig ist, den begeisterten Teilneh­ mern vermittelt. Wichtig war es uns in der Ausbildung die Theo­ rie zu vermitteln und vor allem viel Zeit für praktische Übungen einzuplanen. Dies umfas­ ste den Umgang mit tiefgefrorenem Samen sowie vor allem die Durchführung der Besa­ mung an sich. Dank der hervorragenden Unter­ stützung am Schlachthof in Buchloe konnte hier an einer großen Anzahl von bereitgestell­ ten Tieren jeder Teilnehmer unter Anleitung seine Erfahrungen bei der Durchführung der Besamung sammeln. Aufgrund der positiven Resonanz und zahlrei­ cher Nachfragen planen wir gleich zu Beginn des nächsten Jahres weitere Kurse anzubieten. Die Termine finden Sie unten aufgeführt. Um eine effiziente und intensive Zusammenarbeit zu gewährleisten und um den Arbeitsablauf auf dem Schlachthof nicht zu sehr zu beein­ trächtigen, ist die Teilnehmerzahl auf 15 Perso­ nen begrenzt. Anmelden können Sie sich unter: Fax 09074 - 9559-25 oder E-Mail info@bv-hoechstaedt.de Kurs 1: 12./13. & 19./20. Januar 2015 Kurs 2: 02./03. & 09./10. Februar 2015 Neues zu genetischen Besonderheiten – BH2 Seit dem 1. Juli ist eine weitere genetische Beson­ derheit beim Fleckvieh beschrieben. Hierbei han­ delt es sich um die zuvor schon beim Braunvieh entdeckte unerwünschte Ausprägung BH2. Reinerbige Tiere zeigen eine erhöhte Totgeburten­ rate und eine erhöhte Abgangsrate innerhalb der ersten 50 Lebenstage. Häufiger treten bei diesen Kälbern Durchfall und Lungenentzündung auf. Glücklicherweise ist die Genfrequenz in der Popu­ lation mit ca. 1 % sehr gering. Ein reinerbiges Kalb tritt statistisch einmal bei 10.000 Geburten auf. Damit ist die wirtschaftliche Bedeutung dieses Merkmals als vernachlässigbar einzustufen. Auf­ 6 grund der Gesunderhaltung der Population und um unseren Anspruch einer verantwortungsbe­ wussten Zucht gerecht zu werden, sollte bei der Anpaarung jedoch darauf geachtet werden, keinen Anlageträger auf Kühe anzupaaren, die einen Anlageträger als Vater oder Muttersvater im Pedigree haben. Aus Gründen der Übersichtlichkeit kenn­ zeichnen wir diese Bullen in unserer Kreuzliste im Bullenboten. Bekannte Anlageträger: Egol, Endo, Engadin, Ettal, Mungo Pp, Passion, Retrakt, Vision, Vorum

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Höchstädter Bullenbote Unterwegs mit dem Besamungstechniker Im Tagesablauf kommt der Besamungs­ techniker auf Betriebe mit verschiede­ nen Aufstallungsformen, die seine Arbeitsqualität, aber auch seine Arbeits­ sicherheit erheblich beeinflussen. Im althergebrachten Anbindestall ist die Kuh zumindest angehängt, sie hat einen Namen und ist leicht zu finden. Der Besamungstechniker weiß Bescheid. In der Regel ist sogar jemand vor Ort und geht mit in den Stall. Das ist die optimale Situation. Schwieriger, oftmals auch zeitaufwen­ diger, ist das Besamen im Laufstall. Wichtig ist, dass die Kuh auch hier fixiert ist. Hier gibt es verschiedene Varianten. Am Sichersten und mit wenig Aufwand verbunden ist das „Fan­ gen“ des Tieres in der Abkalbebox. Ist die Kuh alleine in der Box, braucht man den Angriff eines anderen Tieres nicht zu fürchten. Schlüpft die Kuh aus dem Fangfressgitter, ist sie trotzdem in der Box eingesperrt (Bild 1). Befreit sich die Kuh im Laufstall aus dem Fangfressgitter, befindet sie sich in der Herde. Wurde sie vorher farblich markiert, so kann sie schnell wieder ermittelt werden. Allerdings lassen sich dann nicht alle Kühe im Fressgitter fan­ gen, sodass einige mögliche „Angrei­ fer“ im Hintergrund stehen (Bild 2). Auch eignen sich nicht alle Fressgitter gleich gut, die Tiere zu fixieren. Wie im Bild 3 gezeigt, stehen die Färsen auch zwischen der Fangvorrichtung und können jederzeit zurück gehen. Hier ist eine zweite Person notwendig, die die freilaufenden Tiere im Auge behält. Eine Box oder der Laufstall dürfen nur betreten werden, wenn man einen Stock dabei hat. Auch das Einsperren der Kuh in der Lie­ gebox wird als Möglichkeit praktiziert, die rindernde Kuh zu isolieren. Wenn die Kuh in der Liegebox liegt, wird mit­ tels einer Schnur eine Barriere aufge­ baut. Temperamentvolle Tiere werden zusätzlich mit einem Strickhalfter an der Aufstallung angehängt. Auch hier muss der Landwirt mitgehen, um die übrigen Tiere unter Kontrolle zu haben. Das ist aber keine Tätigkeit für den über 80-jährigen Austragslandwirt (Bild 4). Große Probleme bringt oft die Besa­ mung von Färsen mit sich. Der Besa­ mungstechniker muss sich manchmal als Cowboy beweisen. In Großraum­ boxen mit 12 bis 14 Tieren ist alleine schon das Ablesen der Ohrmarke eine Herausforderung. Ebenso das Fixieren des rindernden Tieres. Hier macht sich auch der Umgang des Landwirts mit seinen Tieren bemerkbar. Ein lautes „Hey“ bringt die Färsen richtig in Bewe­ gung. Ein ruhiger, freundlicher Ton, ein Streicheln, eventuell ein Le­ ckerbissen haben einen beruhigenden Effekt. Wird ein Kalb gut behandelt, zum Beispiel gestreichelt, gestriegelt oder ange­ sprochen, so hat es ein Leben lang eine positive Erinnerung. Das Tier gewinnt als Kalb Vertrauen, das es als Färse und als Kuh, auch noch zum Ausdruck bringt. Der besonnene Umgang mit den Tieren macht sich schon beim Betreten des Stalles bemerkbar. Es bleibt ruhig im Stall. Das bekannte Geräusch des in den Hof fahrenden Besamungstechnikers bringt die Herde auch nicht aus der Ruhe (Bild 5). Verschiedene Einrichtungen bieten Kurse an, die den richtigen Umgang mit Rindern vermitteln. Die Besamung einer Kuh im Laufstall mit Melkroboter verlangt ein großes Maß an gegenseitiger Abstimmung. Nur dann kann die Kuh für kurze Zeit aus der Herde genommen und fixiert werden. Das Fangen der Kuh aus dem Wartebereich ist für den Besamungs­ techniker ein gefährliches Unterfangen und ist ihm nicht zu zumuten. Der Besamungstechniker verrichtet eine verantwortungsvolle Arbeit, geht auf Terminwünsche ein und nimmt sich sogar Zeit für ein paar freundliche Wor­ te, deshalb darf er als Gegenleistung persönliche Sicherheit im Rinderstall erwarten.  Lydia Bruckmaier  (Berufsgenossenschaft) 7 Bild 1 Bild 2 Bild 3 Bild 4 Bild 5

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Höchstädter Bullenbote Mitteilungen des Fachzentrums Rinderzucht Wertingen Änderungen in der Zuchtbucheinteilung Im Rahmen der Neuanerkennung der bayeri­ schen Zuchtverbände als staatlich anerkannte Zuchtorganisationen mussten die Zuchtbuchord­ nungen an das europäische Tierzuchtrecht angepasst werden. Die wichtigste Änderung ist, dass es für männ­ liche Zuchttiere keine besondere Abteilung des Zuchtbuches (Vorherdbuch) mehr gibt. Männ­ liche Zuchttiere sind daher nur noch im Zucht­ buch eintragungsfähig, wenn sie in der Elternund Großelterngeneration ausschließlich Tiere mit Herdbucheinstufung A stehen haben. Aus den nachfolgenden Darstellungen wird deut­ lich, dass weibliche Zuchttiere nach wie vor „auf­ h. im Falle einer Kreuzung steigen“ können, d.  kommt der weibliche Nachkomme über D nach C und in der nächsten Generation in A. Aber: Erst wenn ein Tier in A eingestuft ist, ist es auch als Zuchttier exportfähig. Für männliche Zuchttiere ist dieser „Aufstieg“ überhaupt nicht mehr möglich. Wir warnen daher dringend, Besamungen mit fremdrassigen Bullen zu tätigen. Ein kurzzeiti­ ger Erfolg eines evtl. besseren Befruchtungser­ folges zieht langfristig züchterische und ver­ marktungsmäßige Einbußen nach sich. Vollmitgliedschaft als Herdbuchzuchtbetrieb – Die Zeit drängt! Durch die Änderung der tierzuchtrechtlichen Vor­ schriften sind Hemmnisse beim Zugang von MLP-Betrieben ins Herdbuch zu erwarten. Die vorliegenden Abstammungsinformationen konn­ ten bisher aus der Milchleistungsprüfung kom­ plett übernommen werden. In Zukunft soll dies nicht mehr möglich sein! Das bedeutet, ohne Abstammungsinformationen keine Eintragung der Rinder in Herdbuch A. Ein neues Zuchtverbandsmitglied müsste sich dem­ nach seine Einteilung ins Herdbuch über Gene­ rationen erarbeiten, bis das Abstammungsgitter komplett ausgefüllt ist. Daher: Auch wenn sie derzeit noch nicht im Zuchttierverkauf tätig sind oder sein können: Es ist sinnvoll, jetzt als Herdbuchzüchter dem Zuchtverband beizutreten, damit Sie keine Ver­ kaufschancen im Zuchtbereich verspielen. Auch für Betriebe, die kurz- und mittelfristig die Milchviehhaltung aufgeben wollen, ist der Bei­ tritt absolut sinnvoll. Aufstockende Zuchtbetrie­ be greifen sehr gern auf Zuchttiere aus Bestand­ sauflösungen zu. Beitritt zur Milchleistungsprüfung als Grundvoraussetzung Aus dem Gesagten wird klar, dass die Betriebe, die noch nicht bei der Milchleistungsprüfung angeschlossen sind, dies baldmöglichst tun soll­ ten, um sich die Zukunftschancen als Herdbuch­ züchter ebenfalls offen zu halten. Es geht um Zukunftschancen, die Sie sich und Ihrem Hof­ nachfolger nicht verbauen sollten. Friedrich Wiedenmann Mutter ist Kreuzungstier Großmutter ist Kreuzungstier 8

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Höchstädter Bullenbote Mado, Time to say goodbye Die Bullenparade am 1.  Juni 2014 war sein letzter großer Auf­ tritt. Unser ältester Bulle, MADO 178978, hat wenige Wochen danach im Alter von 10 Jahren den Stall in Höchstädt verlassen. Es war Zeit „to say goodbye“ – Lebe wohl. Der Madera-Sohn erblickte am 7. April 2004 im Zücht­ erstall von Erwin Roth in Westheim (LKR: WeißenburgGunzenhausen) das Licht der Welt. Nach seiner Auf­ zucht wurde er am Juni-Markt 2005 in Wertingen im Gemeinschaftskauf zwischen den Besamungsstatio­ nen Höchstädt, Meggle und Landshut für 4.000 € ange­ kauft. Der schöne, elegante dunkelrot gedeckte Jung­ stier entpuppte sich vier Jahre später zum besten Sohn des in Höchstädt und weit darüber hinaus berühmten und stark eingesetzten Stiervaters Madera. Im August 2009 schaffte MADO mit einem GZW von 128 und MW von 123 bei einem Euterzuchtwert von 115 den Zweiteinsatz und sogar den Sprung in die „Gezielte Paarung“. MADO war der einzige MaderaSohn, der dieses Prädikat für sich in Anspruch nehmen konnte! So werden aktuell 8 Söhne von ihm an Besamungsstationen geprüft. MADO war in all den Jahren ein stark eingesetzter und bevorzugter Kalbinnenstier. Nicht nur bei den Land­ wirten, sondern auch bei den Bullenpflegern war er immer gut angesehen und beliebt. Mit dem Auflaufen seiner Töchter aus dem Zweiteinsatz erlebte er einen zweiten Frühling und stieg in den Zuchtwerten noch­ mals deutlich an. Der korrekte, mittelrahmige Stier konnte an 5 Bullenparaden begutachtet werden. Seine Klasse gab er auch an viele seiner Töchter – auch inter­ national – weiter, die zum Teil auch auf Schauen erfolg­ reich teilgenommen haben. Nach 9 Jahren an der Besamungsstation in Höchstädt gingen die Wege mit großem Wehmut auseinander. Als Trost bleibt uns ein ausreichender Spermavorrat von ihm, so dass MADO nach wie vor als guter Befruchter in ihren Herden ein­ gesetzt werden kann. Hannibal PP* ist zurückgekehrt! Unser Fleckvieh-Fleisch-Bul­ le HANNIBAL PP* 603314 ist von seinem Frühsommerur­ laub an die Besamungssta­ tion Höchstädt zurückgekehrt. Der Hoeness PP*Sohn, der aus einer fruchtbaren und sehr funktionalen Baltasar PP Tochter gezogen ist und letztes Jahr im Januar zu uns an die Besamungsstation kam, wurde von der LfL in Grub „entdeckt“ und als hoffnungsvol­ ler Vererber eingestuft. Herr Johann Robeis von der LfL, der vielen vielleicht als Hornlosexperte bekannt ist, begutachtete HANNIBAL PP* letztes Jahr auf unse­ rer Bullenparade. Daraufhin wurde nach Absprache mit dem Stationsverantwortlichen vereinbart, dass dieser typvolle Fleischbulle in die Oberpfalz zum Decken der dort beheimateten Mutterkühe der LfL überstellt wird. Nach erfolgreicher Vollendung seiner Arbeit kam HANNIBAL PP* kürzlich wieder auf Höchstädt zurück. Sein RZF liegt bei 115 (51 % Si.) Mit HANNIBAL PP* haben Sie die Möglichkeit, zum Grund­ preis einen Stier für Ihre Kühe einzusetzen, von denen Sie keine Nachzucht benötigen. Denn seine Nachkom­ men sind hervorragende Mastprodukte. Deshalb soll­ ten Sie diese Chance nutzen. Foto: J. Robeis Itami & Itomaybi – zwei Exoten an der Station Mit den beiden Wagyu-Bullen ITAMI 204377 und ITOMAYBI 204401 (rechts) bieten wir in Höchstädt unseren Mitglie­ dern und auch den Landwirten über unsere Grenze hinaus Sperma von Bullen einer etwas anderen Rasse. Das Wagyu-Rind, das hierzu­ lande vielleicht besser unter dem Namen „Kobe-Rind“ bekannt ist, ist ein Fleischrind, das seinen Ursprung in Japan hat. Berühmt ist dieses Rind wegen seiner außergewöhnlichen und exzellenten Fleischqualität. In den Merkmalen Zartheit und Marmorierung ist die Rasse Wagyu allen anderen Rinderrassen überlegen. Da die Rasse etwas knapper im Rahmen ist, sind auch die Geburtsgewichte zwischen 27 und 35 kg sehr gering. Dadurch ist der Einsatz auf Kalbinnen auch in der Kreuzungszucht bedenkenlos. Der Einsatz von ITAMI und ITOMAYBI ermöglicht es Ihnen etwas „Besonderes“ in ihren Stall einzuführen, wenn Sie im Einzelfall qualitativ hochwertige Mastpro­ dukte erzeugen wollen. 9

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5. Höchstädter Bullenparade bei schönstem Sonnenschein Am Sonntag, den 1. Juni 2014, fand in Höchstädt an der Besamungsstation die nunmehr fünfte Bullenpara­ de statt. Insgesamt wurden dem Publikum bei herrlichs­ tem Sonnenschein 43 Besa­ mungsbullen präsentiert. Bereits vor 10 Uhr durften wir Gäste aus Nah und Fern willkommen heißen. Sie alle waren gespannt auf die dies­ jährige Präsentation der Bul­ len und das gebotene Rah­ menprogramm. Die insge­ samt gut 800 Besucher wur­ den nicht enttäuscht, alle angekündigten Bullen konn­ ten gezeigt werden und buhlten um die Gunst der Zuschauer. So versuchten besonders die Bullen RECKE und INDIAN von ihrer Männ­ lichkeit zu überzeugen und im Gedächtnis zu bleiben. Da sicherlich ein Großteil des Publikums noch keinen Besamungsbullen bei der Arbeit gesehen hat, war die kleine Einlage für einige Lacher gut. Sie hat gezeigt, dass man es hier eben doch noch mit echten Tieren zu tun hat, die auch ihren eige­ nen Willen haben. Von den ganz jungen genomisch ge­ prüften Bullen konnten be­ sonders PAZIFIK 193450 und VALEUR 193443 gefallen. Die beiden Jungbullen zeigten sich von ihrer besten Seite und wurden als „ausgespro­ chen hübsche und typvolle“ Vertreter der Rasse Fleck­ vieh gelobt. PAZIFIK punktet durch seine ausgesprochen seltene Linienführung mit dem Vater Passion, Mutter­ 10 Der Prüfbulle Vin wä hrend seiner Vor füh rung Watt begrüßt das Publikum Die Hornlosgrup pe bei der Vorst ellung vater Huascaran, aus der Kuhfamilie des bekannten Spitzenbullen INHOF. Aber auch mit den sehr hohen Zuchtwerten vor allem in den Merkmalen Milch und Exterieur kann er überzeu­ gen. Besondere Hoffnung liegt auch auf VALEUR , da dieser mit seiner imposan­ ten Erscheinung und seinen extrem hohen Zuchtwerten schon jetzt Hoffnung macht, einmal in die großen Fuß­ stapfen seines berühmten Vaters VANADIN 179356 zu treten. Dieser durfte sich ebenfalls dem begeisterten Publikum präsentieren. Den größten Zuspruch aber konn­ te der Bulle EVEREST 179900 für sich verbuchen. Er erhielt als einziger Vertreter seiner Rasse spontan Applaus nach seiner Vorstellung durch den Stationsleiter Dr. Frank Bos­ selmann. Schon bei seinem Kauf war der Bulle in aller Munde und in sämtlichen Medien vertreten, denn sein Kaufpreis von 80.000 € war bis dahin der höchste je­ mals gezahlte Preis für einen Fleckviehstier. Sein massen­ hafter Einsatz, weit über das Höchstädter Besamungs­ gebiet hinaus, beweist die Qualität, die ihm zugetraut wird. Des Weiteren wird die An­ zahl an natürlich hornlosen Bullen an der Besamungs­ station in Höchstädt immer größer. So wurden in diesem Jahr gleich sieben Bullen in dieser Kategorie vorgestellt. Neben WITAM PS 180180, der sich durch sehr hohe Zucht­ Evere st in Ak tio n

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Der mächtige Ratdrinn verkörpert den idealen Fleckviehtyp werte ins Rampenlicht stellt, konnte WALLOS PS 179939 mit seinem äußerst korrektem und typvollem Auftreten die Herzen vieler Zuschauer erobern. Den krö­ nenden Abschluss der Para­ ac ht de bildete ein Dreiergespann iner vollen Pr Vanadin in se an Nachkommen geprüften Stieren. Hier wurde mit be­ sonderer Spannung der Bulle HADIL 179669 erwartet, der vom Zuchtbetrieb Böhm aus Oppertshofen/Tapfheim stammt und somit ein Heimspiel hatte. HADIL zeigte sich als äußerst korrekter, großrahmiger und langer Stier, der das sehr gute Exterieur neben einer hohen Valeur wartet auf seinen Auftritt. Milchleistung auch an seine Töchter weiterver­ Die gelungene Parade war sowohl für die ange­ erbt. Zu guter Letzt wurde noch der älteste Stier reisten Züchter, als auch für alle anderen Gäste der Station gezeigt, der zehnjährige MADO ein absolutes Highlight. Ein ganz besonderer Tag 178978 . Er war bisher bei allen fünf Bullenpara­ war die Bullenparade aber natürlich auch für die den vertreten und hatte in diesem Jahr seinen Besamungsstation Höchstädt. Wir freuen uns, letzten großen Auftritt. MADO, der sich trotz dass wir so viele interessierte Gäste begrüßen seines hohen Alters immer noch top fit und durften und hoffen auf ein Wiedersehen im mit bestem Fundament präsentierte, wird den nächsten Jahr – natürlich wie immer am 1. Sonn­ Besuchern und Landwirten in bester Erinnerung tag im Juni! bleiben. Nach den Vorführungen der Bullen, konnten sich die Zuschauer bei einem guten Mittagessen stärken und über die gezeigten Tiere fachsim­ peln. Die Experten von der Höchstädter Klauen­ pflege GmbH waren natürlich auch vertreten. Sie präsentierten sich mit einem Informations­ stand und stellten ihr tägliches Arbeitsgerät, einen hochmodernen Klauenpflegestand, zur Schau. Für die Kinder und künftige Hofnach­ folger war die Bullriding­Anlage ein besonderes Highlight und verkürzte deren Wartezeit auf die Eltern. Zur fachlichen Ab­ rundung war der Zuchtverband Wertingen mit einem Informa­ tionsstand vor Ort, um Fragen Rund um die Zucht des schwä­ bischen Fleckviehs zu klären. Der 10­jährige Mado präsentiert sich in Bestform Nach der Vorstellung der Bullen geht es zum gemütlichen Teil über 11

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Höchstädter Bullenbote Gesunde Klauen tragen die Milch – Die Auswirkung der Klauengesundheit auf die Milchleistung bayerischer Fleckviehkühe „Gesunde Klauen tragen die Milch“ – diesen altbe­ kannten Spruch kennt jeder Landwirt. Auch eine Viel­ zahl an internationalen Studien berichtet von einem deutlichen Milchleis­ tungsabfall lahmer Milchkühe. Abhängig vom jeweiligen Schweregrad der Lahmheit und dem Zeitpunkt des Auftretens innerhalb der Lak­ tation reichen die angegebenen Verluste dabei von 160 kg bis zu 870 kg Milch pro Standardlaktation. Die Hauptursache ist in 90  % aller Lahmheitsfälle im Bereich der Klauen zu lokalisieren. Neben dem Aspekt der Tiergesundheit kommt der Klauengesundheit somit auch eine erhebliche wirtschaftliche Relevanz zu. Welchen Einfluss aber nimmt die Klauengesundheit auf die Milchleistung unserer bayerischen Fleckvieh­ kühe und wie beeinflusst das Haltungssystem die Klauengesundheit und dessen Auswirkungen? Um dies zu untersuchen, führten die Höchstädter Klau­ enpflege, die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), das Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung in Bayern e.V. (LKV) und die Klinik für Wie­ derkäuer Oberschleißheim im Frühjahr bis Sommer 2012 eine umfassende Feldstudie durch. An dem Pro­ jekt nahmen 35 Lauf- bzw. Anbindestallbetriebe des Höchstädter Kundenstammes teil. Im Rahmen der regulären Klauenpflege wurde die Klauengesundheit von insgesamt 1435 Fleckviehkühen erfasst. Die Beur­ teilung erfolgte nach dem allgemein gültigen Diagno­ seschlüssel der Deutschen Landwirtschafts-Gesell­ schaft (DLG), die Milchleistung wurde anhand der Milchleistungsprüfdaten (MLP) ermittelt. % aller untersuchten Bei 72  Tiere konnte mindestens eine Klauenerkrankung diagnosti­ ziert werden. Das bestätigt, dass die Klauengesundheit auch in bayrischen Fleckvieh­ betrieben eine wichtige Rolle spielt. Der Prozentsatz der klauenkranken Tiere war dabei unter Laufstalltieren deut­ lich höher als unter den Tieren in Anbindehaltung (Laufstall % Anbindehaltung (LS): 79,3  (AB): 62,6  %). Auch für einzel­ ne Klauenkrankheiten wurden 12 stets höhere Prävalenzen für Laufstalltiere ermittelt (siehe Abb. 1). Einzige Ausnahme stellte das Rusterholz’sche Sohlengeschwür dar, das durch fal­ sche Belastungsverhältnisse bei zu langen, sogenann­ ten Stallklauen entsteht und das öfter bei Tieren in Anbindehaltung festgestellt werden konnte. Während die Klauengesundheit in Anbindehaltung hauptsäch­ lich durch den fehlenden Abrieb negativ beeinflusst wird, nehmen im Laufstall erheblich mehr Faktoren Einfluss. Neben den auf der Hand liegenden Punkten wie Lauf- und Liegeflächenbeschaffenheit sind dies unter anderem auch Herdengröße, Infektionsdruck und Intensität der Einzeltierbeobachtung. Zwei Drittel aller Klauenerkrankungen waren lediglich geringgradig ausgeprägt. Diese Beobachtung bestä­ tigt den positiven Effekt einer regelmäßigen und fach­ kundig durchgeführten Klauenpflege. Da in allen teil­ nehmenden Betrieben rund alle 6 Monate eine funktionelle Klauenpflege durch die Höchstädter Klau­ enpflege GmbH durchgeführt wird, wurden Klauener­ krankungen rechtzeitig entdeckt und konnten so bereits im Anfangsstadium behandelt werden. Besonders interessant waren die Ergebnisse zur Milchleistung. Für klauenkranke Laufstalltiere konnte eine deutlich geringere Milchleistung festgestellt wer­ den als für klauengesunde Vergleichstiere. Zwar führ­ ten geringgradige Klauen­ erkrankungen noch zu keinen wesentlichen Veränderungen der Milchleistung, da sie vom Tier vermutlich noch gut toleriert und kompen­ siert wurden, bei mittel- bis hochgradiger Klauener­ krankung konnten jedoch durchschnittliche Verluste von 680 kg bis zu 950 kg Milch pro 305-Tage-Leistung registriert werden. Der größte Rückgang der Milchleistung wurde bei Tie­ ren beobachtet, bei denen eine Klauenerkrankung in der Startphase der Laktation dia­ gnostiziert wurde (Laktations­ –  60). Bei diesen Tieren tag 0  Abbildung 1: Prävalenzen der diagnostizierten Klauenkrankheiten war nicht nur die 100-Tageauf Tierebene in Lauf- und Anbindestall (Laufstall n = 766; Anbin­ Leis­ tung deutlich reduziert, destall n = 669) n = absolute Zahlen der betroffenen Tiere, % = Anteil der Gesamtpopulation der auch die 305-Tage-Leistung jeweiligen Haltungsgruppe, Horn = Krankheiten des Klauenhorns, Haut = Krankheiten der Klauenhaut, differierte um bis zu – 2.080 kg RE = Klauenrehe, WLD = Weiße-Linie-Defekt, WD = Wanddefekt, DS = DoppelMilch von derer gesunder sohle, STG = Steingalle, RSG = Rusterholz’sches Sohlengeschwür, KSG = Klauensohlengeschwür atypischer Lokalisation, SSG = Sohlenspitzengeschwür, Tiere. Eine Klauenerkrankung ­ HS = Hornspalt, DD = Dermatitis Digitalis, BF = Ballenfäule, LI = Limax, DID = Dermatitis Interdigitalis, PH = Phlegmone zum Zeitpunkt des Laktations­

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Höchstädter Bullenbote Die beobachteten, recht beacht­ lichen Milchver­ luste im Krank­ heitsfall zeigen, wie sensibel die Milchleistung der Zweinutzungs­ rasse Fleckvieh auf Klauener­ krankungen reagiert. Umso beErklärbar ist die reduzierte Milch­ deutender ist, dass eine fortwäh­ leistung höchstwahrscheinlich rende Verbesserung der Klauen­ durch Schmerzen, unter denen gesundheit in den Betrieben betroffene Tiere beim Gehen und Abbildung 2: Mittlere 305-Tage-Leistung klauengesun­ angestrebt wird. Stehen, Abliege- und Aufstehvor­ der und hochgradig klauenhorn-, bzw. klauenhautkranker Vor allem eine regelmäßig durch­ Laufstallkühe in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Diagno­ gang leiden. Ein verändertes Lie­ sestellung geführte Klauenpflege senkt das DIM = Laktationstag (day in milk) zum Zeitpunkt der Diagnosestellung, geverhalten lahmer Tiere und Gesund = mittlere Leistung klauengesunder Tiere, Horn max. SG 3 = Risiko schwerer Klauenerkran­ reduzierte Fresszeiten führen zu mittlere Leistung klauenkranker Tiere mit hochgradig ausgeprägter kungen und schützt so vor finan­ Haut max. SG 3 = mittlere Leistung klauenkrangeringeren Trockenmasse bzw. Klauenhornkrankheit, ziellen Einbußen durch Milchverker Tiere mit hochgradig ausgeprägter Klauenhautkrankheit Energieaufnahmen. In Folge des­ luste, die die Kosten der Klauen­ sen reduziert sich letztendlich auch die Milchleistung. pflege schnell übersteigen. Können in einem 60 Kuh Zusätzlich hemmen die bei Schmerzen freigesetzten Betrieb nur zwei Tiere mit hochgradigen Klauener­ Stresshormone die Ausschüttung von Oxytocin, das krankungen durch regelmäßige Klauenpflege verhin­ für das Einschießen der Milch in die Milch­ zisterne ver­ dert werden, hat sich die Klauenpflege nur durch den antwortlich ist. Die eingeschränkte Mobilität, der kom­ vermiedenen Milchverlust bereits gerechnet. binierte Funktionsbereich von Ruhen und Fressen und der geringere Sozialstress bei Tieren in Anbindung Zum Abschluss soll allen teilnehmenden Betrieben erklärt umgekehrt, warum die Auswirkungen einer herzlich gedankt sein, ohne deren Kooperationsbereit­ Klauenerkrankung in der Gruppe Anbindestall weniger schaft und Vertrauen diese Studie nicht hätte durchge­ deutlich ausfielen. führt werden können. Mag. med. vet. Hubert Reßler • Dr. med. vet. Maria Hanemann höhepunktes führt demnach nicht nur zu einem Ausbleiben der Spit­ zenleistungen, sondern zu einem fortwährenden Verlust innerhalb der gesamten Laktation. Zeit gespart, Service verbessert, Qualität gesteigert – Erste Tierarztpraxis stellte auf elektronische Erfassung der Besamung um Als erste Praxis im Gebiet des Besamungsverein Nord­ schwaben e.V. setzt die Tierarztpraxis Dr. Anke Kacz­ marczyk aus Reimlingen auf die elektronische Daten­ erfassung bei der Besamung. In der Praxis sind sieben Tierärzte tätig, die alle mit einem Smartphone und einem Drucker ausgerüstet ihre Praxistour fahren. Nach einer kurzen Erklärung vor Ort durch Mitarbeiter des Besamungsvereins konnten die Praxismitarbeiter mit dem neuen System sicher umgehen. Das System, so die einhellige Meinung der Mitarbeiter der Tierarzt­ praxis, sei sehr intuitiv und leicht zu bedienen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Tierhalter eine Lesevollmacht für die HIT-Datenbank abgeben. Durch das inte­ grierte GPS-System kann der Betrieb in dem die Besamungen anfallen erkannt wer­ den. Dadurch wird bereits bei der Besa­ mung eine Auswahl der zu besamenden Tiere gegeben und somit die Datengenau­ igkeit erheblich verbessert. Ebenso wird den Tierärzten/innen eine Auswahl der Stiere ange­ zeigt die sich derzeit im Besamungscontainer befin­ den. Sofort nach der Besamung werden die Daten via Internet zum Besamungsverein Nordschwaben e.V. gesendet und im System verarbeitet. Der große Vorteil für die Mitglieder besteht darin, dass diese Daten wöchentlich zum LKV gesendet werden. Damit sind die Daten für die Landwirte im RDV4M zeitnah und aktuell abzurufen. In den Praxen die mit den altbe­ kannten Besamungsscheinen arbeiten erfolgt die Datenübermittlung erst nach der manuellen Eingabe der Scheine. Im Mittelpunkt der Überle­ gung steht für Frau Dr. Kaczmarczyk der bessere Service für ihre Kunden und eine effizientere Zusammenarbeit mit ihren Kol­ leginnen und Kollegen. Gemeinsam mit der „RindApp für Land­ wirte“ hat jeder Landwirt die Fruchtbarkeit seiner Herde auf seinem mobilen Endgerät und seinem PC stets aktuell im Blick. 13

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Höchstädter Bullenbote Besuchen Sie uns auf der EuroTier in Hannover 2014 In diesem Jahr findet in der Zeit vom 11.11. bis 14.11.2014 die EuroTier in Hannover statt. Wir freu­ en uns schon jetzt, Sie auf der Messe begrüßen zu dürfen. Sie finden uns in der Halle 27, Standnum­ mer G08, direkt neben dem „Top Tier Treff“ auf dem gemeinsamen Stand der Spermex GmbH. Mit diesem Gemeinschaftsstand bieten wir allen nationalen und internationalen Gästen einen Anlaufpunkt, die eine kompetente Beratung rund um Rinderzucht und -vermarktung für Fleckvieh und Braunvieh suchen. Natürlich freuen wir uns besonders, für unsere Mitglieder als Ansprechpart­ ner auf dieser internationalen Messe zu Verfügung zu stehen. Neue Spitzenbullen gesext verfügbar! Das Sexen von Bullensperma gehört bei uns an der Station schon seit längerer Zeit zum normalen Geschäft. Bereits 2007 konnten wir ihnen Bullen wie MADERA und PERINO anbieten. Durch die hohe Nachfrage und den sichtbaren Erfolg folgten im Jahr 2012 die genomischen Jung­ vererber POLARBAER , ORBIT und INDOSSAR . Trotz des technischen Fortschritts und der besse­ ren Befruchtungskapazität von gesextem Sperma ist bei seinem Einsatz darauf zu achten, dass die Kalbinnen oder Kühe deutliche Brunstsymptome zeigen. Das führt zu merklich positiveren Aufnahme­ raten. Die Wahrscheinlichkeit ein weibliches Kalb für die eigene Nachzucht zu erhalten liegt beim Ein­ satz von gesextem Sperma bei etwa 90  %. Ganz aktuell sind jetzt an der Besamungsstation Höch­ städt weitere Spitzenbullen mit weiblich gesextem Sperma verfügbar: • EVEREST 179900: bekannter Kalbinnen geeig­ neter Leistungsvererber mit alternativer Vater­ linie. • WITAM PS 180180: nach gGZW der beste misch­ erbig natürlich hornlose Fleckviehbulle, der zudem frei von Ralmesbach PS -Blut ist. Träger von FH2! Wbl. gesextes Sperma in Höchstädt vorrätig: g g g g g g N N 14 • WILLIAMS 180078: einer der exterieurstärksten Wille -Söhne mit ausgegli­ che­ nem Vererbungsprofil. Fundament- und Euterverer­ bung auf hohem Niveau. • WILDNIS 180110: einer der besten und ausgeglichens­ ten Wildwest -Söhne aus langlebiger, schauerfahrener Kuhfamilie. Hervorragender gGZW. Träger von TP! • HADIL 179669: einer der komplettesten Nachkom­ men geprüften Hades -Söh­ ne, der als Exterieurverbes­ serer in „Gezielter Paarung“ eingesetzt war. Der Einsatz dieses Spermas bringt den Vorteil, dass sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Kuhkalb für ihre weitere Zucht und die Milchproduktion erhalten können. Auch Bullen mit schlechterem Kalbeverlauf, loser eingesetzt wer­ z. B. HADIL, können so gefahr­ den, da besonders die männlichen Kälber sehr groß werden und schwere Geburtsgewichte erreichen. Name WILDNIS *TA WITAM PS *TA WILLIAMS *TA EVEREST POLARBAER ORBIT INDOSSAR HADIL HB GB V 10/180110 TP WILDWEST 10/180180 FH2 WITZBOLD 10/180078 WILLE 10/179900 ERMUT 10/193020 POLARI 10/198700 HUASCARAN 10/192876 INDER 10/179669 HADES MV MARTL DE INDIGO INHOF WINNIPEG WAL WINNIPEG DIONIS WAL GZW MW MM+kg 138 125 +655 138 124 +944 133 123 +906 132 128 +1337 132 125 +1011 124 116 +712 117 107 +341 116 115 +557 FW 109 121 111 109 106 123 109 105 Fit 122 118 114 108 120 108 112 99 KE 101 99 94 115 120 121 108 86 R 105 99 111 104 104 106 102 126 B 102 90 97 112 93 113 100 107 F 106 98 118 109 118 109 111 116 E 111 107 118 108 103 110 125 115

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Auswahl Nachkommen geprüfter Bullen geb. 29.04.09 IMARA 179681 a ru n a P e zielt – „ Ge hwe r t c l i M – e stoff s t l a – In h tenz s i s r e –P g“ Tochter Lilli, 1. Laktation gGZW 125 (82 %) MW 126 (84 %) Menge kg Züchter: Burghardt Xaver, Höchstädt Exterieur Merkmal / Relativzuchtwert Rahmen Bemuskelung Fundament 101 107 99 108 99 98 100 110 106 102 89 97 103 113 106 116 93 98 97 100 105 98 94 klein kurz schmal seicht eben steil voll durchtrittig niedrig kurz kurz locker schwach tief kurz dünn außen nach außen unrein erwünschter Bereich groß lang breit tief abfallend säbelbeinig trocken steil hoch lang viel fest stark hoch lang dick innen nach innen rein 76 88 100 112 124 Fett % Eiweiß % Euter Kreuzhöhe Körperlänge Hüftbreite Rumpftiefe 2878 + 720 FW 98 (90 %) Nettozunahme Ausschlachtung Handelsklasse FIT 105 (75 %) Nutzungsdauer Melkbarkeit Persistenz Zellzahl HD Fruchtbarkeit Kalbeverlauf Totgeburten Fruchtbarkeit 3,86 + 0,13 3,18 + 0,11 97 (96 %) 94 (77 %) 106 (94 %) Beckenneigung Sprg.winkelung Sprg.ausprägung Fessel Trachten Voreuterlänge Sch.euterlänge 102 99 119 103 7890 (65 %) (85 %) (84 %) (81 %) Voreuteraufhäng. Zentralband Euterboden Strichlänge Strichdicke Strichplatzierung Strichstellung Euterreinheit Anzahl bewertete Tiere: 50 pat. mat. pat. mat. mat. 101 105 102 101 99 (93 %) (74 %) (85 %) (67 %) (58 %) Imposium Dorste gGZW MW 121 121 GZW 126 MW 125 FW 96 FW 103 ND 102 ND 106 Regio Lorelei Vanstein Dorti Romen Lola Repuls Dorota 15

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