Königliche Gartenakademie

 

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„Wer Träume verwirklichen will, muss wacher sein und tiefer träumen als andere.“ Karl Foerster

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Inhalt Auf den Spuren Lennés Frühling Sommer Herbst Winter Wo Gabriella Pape Wurzeln schlägt, erblüht die Gartenkultur Im Design-Studio werden Gartenträume wahr Isabelle Van Groeningens neuer Garten Die englische Gartenschule Gartenreisen Mohn und mehr Staudengärtnerei Baumschule Lorberg Winklhofer – Garten und Landschaftsbau Manufactum Die Rosenkugel : Schönes für den Garten Café Lenné Übersichtsplan / Kontakte Seite 6 Seite 8 Seite 10 Seite 12 Seite 14 Seite 16 Seite 18 Seite 22 Seite 24 Seite 26 Seite 28 Seite 30 Seite 34 Seite 38 Seite 42 Seite 46 Seite 50

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Auf den Spuren Lennés reichem Boden. Bereits der berühmte Gartenkünstler und Landschaftsarchitekt Peter Joseph Lenné hat auf diesem Gelände Spuren hinterlassen. Hier stand die einst von ihm 1823 gegründete Ausbildungsstätte für Gärtner, die Königliche Gärtnerlehranstalt. Lenné schuf nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten weitläufige Parkanlagen über Berlin und Potsdam hinaus und setzte sich für eine umfassende, neu ausgerichtete Ausbildung D ie Königliche sich Gartenakademie auf traditions- des Gartenpersonals ein. Schließlich waren gute Gärtner nicht mehr nur in adligen Häusern, sondern zunehmend auch bei bürgerlichen Gartenbesitzern gefragt. Doch die wenigsten Gärtner waren dafür ausgebildet. Lenné wollte das ändern. Die Königliche Gärtnerlehranstalt vermittelte deshalb praktisches und wissenschaftliches Wissen vom Gemüseanbau, der Obstbaumzucht über Sortenkunde bis hin zu Gartenkunst und -gestaltung. Hier wurde Gartenkultur gelebt und weitergegeben. Berühmte Gärtner absolvierten eine Ausbildung an der Gärtnerlehranstalt, auch der Staudenspezialist Karl Foerster. Zusätzlich gab es Kurse für gartenbegeisterte Laien. Aus Platzmangel zog die europaweit erste Ausbildungsstätte für Gartengestaltung 1903 von Potsdam-Wildpark nach Dahlem in die Nähe des Botanischen Gartens. Ab 1929 dominierte in Deutschland die Landwirtschaft, das Erbe der Gartenkultur ging verloren. Nach dem Zweiten Weltkrieg verwahrloste das Gelände der Königlichen Lehranstalt. Die Gewächshäuser blieben ab 1971 unsaniert. befindet

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Wegen Einsturzgefahr waren diese von der Technischen Universität, zu der sie zuletzt gehörten, ab 1998 nicht mehr nutzbar. Von der ehemaligen Anlage, die sich über 75.000 Quadratmeter erstreckte, sind nur die Direktorenvilla mit Garten sowie ein Senkgarten erhalten geblieben. Die renommierte Garten- und Landschaftsarchitektin Gabriella Pape mach­ te diesen historischen Ort wieder lebendig. Sie ließ die Gewächshausflügel aus dem Jahr 1907 restaurieren und gründete auf 9.000 Quadratmetern die Königliche Gartenakademie. Seit Mai 2008 finden Besucher in Beeten und Schaugärten Ideen für den eigenen Garten, fachkundige Gärtner beraten bei der Auswahl der Pflanzen und Gabriella Pape bei der Gestaltung. Wissenshungrige Hobbygärt­ ner, Balkonbesitzer sowie neugierige Fach­ leute bekommen in vielen Kursen An­ regungen und Antworten auf ihre Fragen. Die Gartenexpertin hat sich Partner an die Seite geholt, mit denen sie gemeinsam vom Design über die Bepflanzung bis hin zu schönen Accessoires alles für den Garten bietet. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Die Wiederbelebung der Gartenkultur in Deutschland ist ihre Herzensangelegenheit. An die Tradition anknüpfend, ist der Name des Geländes königlich geblieben. Jedoch sind heute alle Pflanzen- und Gartenliebhaber willkommen. Lassen Sie sich von diesem bezaubernden Ort inspirieren. 6 / 7

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Frühling

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Narzissen öffnen zaghaft ihre Blüten und die kleinen blauen Krokusse aalen sich schon in den ersten Sonnenstrahlen. Es ist Frühling! Endlich! Die Natur erwacht, die Vögel zwitschern und die Menschen zieht es wieder hinaus an die frische Luft. So herrscht auch in der Königlichen Gartenakademie ein buntes Treiben. Besucher spazieren durch die Gewächshäuser, lassen sich von den frischen Farben berauschen und suchen die schönsten Frühlingsblüher für ihre Balkonkästen und Gärten aus. Während an den Rosen das erste zarte Grün aus den Zweigen schlüpft und sich die frisch geschnittenen Apfelspaliere nach und nach in weiße Wolken verwandeln, hat das Gärtnerteam alle Hände voll zu tun. Jetzt werden die Beete in Ordnung gebracht, alte Blütenstände abgeschnitten und die Pflanzen mit selbst hergestelltem Kompost angereichert. Der Rasen wird gelüftet, vertikutiert, um ihn von Moos und Unkraut zu befreien, und anschließend nachgesät. Auch das Einkaufen der Pflanzen hält das Team auf Trab. Im Frühling ist Pflanzzeit, da ist die Nachfrage groß. Auch die Terrassen und Balkone werden herausgeputzt und so sind viele Besucher auf der Suche nach farbigen Sonnenschirmen, Gartenmöbeln und schönen Accessoires, die den Garten verschönern. Viele Einjährige und Raritäten aus England ziehen die Fachleute der Gar- D ie ersten Tulpen recken ihre Hälse in die Luft, weiße und gelbe tenakademie selbst. Dazu zählen die hier wenig bekannte dunkle Kapuzinerkresse, Tabakpflanzen, die lange blühen, sowie verschiedene Salat- und Mangoldsorten. Wenn im Mai der Sommer langsam näher rückt, ist in der Königlichen Gartenakademie Hochbetrieb. Die Besucher gehen auf Entdeckungsreise, um das eigene grüne Paradies auf die warmen Monate vorzubereiten und dabei die ersten sonnigen Stunden an einem wunderschönen Ort zu genießen.   8 / 9

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Sommer

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S chon in den frühen Morgenstunden sind die Gärtner mit Gießkan- blühen gelb und orange. In dem großen Beet verströmt der Lavendel seinen Duft, dahinter streckt sich der Rittersporn in zarten und kräftigen Blautönen in die Höhe und ein Zierlauch zieht mit seinen violetten Blüten, die wie große Bälle im Wind schaukeln, die Blicke auf sich. „Immer wieder bleiben die Leute begeistert vor dem blauen Beet stehen“, sagt die Chefgärtnerin, die Besucher gerne bei der Auswahl der Pflanzen berät. Bei prallem Sonnenschein fühlen sich mediterrane Kräuter besonders wohl: Salbei, zwanzig verschiedene Minzen von Apfel- bis Zitronenminze sowie ausgefallene Rosmarinsorten. Einen Tisch weiter blüht die zarte Cosmea ununterbrochen gelb, orange oder rot. Zwischen all der Pracht ragen hier und da die Köpfe der Gärtner hervor. Sie bepflanzen Lücken neu und rücken Buchen- und Formhecken mit Gartenscheren zu Leibe, um ihnen den richtigen Schnitt zu verpassen. Die Gartenakademie inspiriert zu nen und Schläuchen unterwegs. Die Pflanzen haben Durst und können das Wasser zwischen fünf und sieben Uhr früh am besten aufnehmen. „Gießen und Pflegen gehören im Sommer zu unseren wichtigsten Beschäftigungen“, sagt die Gartenfachfrau Thea Carlin. Die vierfache Mutter aus Potsdam kann sich keinen schöneren Ort zum Gärtnern vorstellen als die Königliche Gartenakademie. Zahlreiche Rosen, Klassiker wie neue Kreationen, begleiten mit ihren prachtvollen Blüten, Farben und betörenden Düften fast das ganze Jahr. Ab Juni leuchtet der Phlox und die Taglilien jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter: unter freiem Himmel wie in den Gewächshäusern. Gartenschule und Design-Studio geben Anregungen rund um den Garten und dessen Gestaltung. An Balkonbesitzer ist bei allem natürlich auch gedacht. 10 / 11

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Herbst

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Bäumen und Sträuchern weicht langsam dunklen Gelb- und Brauntönen. An den Apfelspalieren warten reife Äpfel darauf, gepflückt zu werden. Die Gräser schweben im Wind und die blauen und dunkelvioletten Herbstastern öffnen ihre vollen Blüten. Die meisten Pflanzen kommen nun zur Ruhe. Winterharte Stauden werden auf die kalte Jahreszeit vorbereitet und nicht mehr gedüngt. Aber die Sonnenaugen und die Kräuter lassen sich von den kühler werdenden Tagen noch nicht unterkriegen. Für reichlich Farbe sorgen jetzt Kürbisse in allen Formen und Größen. Ab Mitte September beginnt der Zwiebelverkauf in der Königlichen Gartenakademie. Dann stapeln sich in den Gewächshäusern Tütchen mit vielen verschiedenen und ausgefallenen Tulpensorten und anderen Frühlingsblühern. Ein kleines Schild davor verrät, wie sie im Frühjahr aussehen. „Wenn sie in den noch warmen Boden gesetzt werden, können sie noch Wurzeln bilden“, erklärt Gärtnerin Thea D ie Tage werden kürzer, das Licht wärmer und das satte Grün an Die Besucher spazieren über das Gelände, stöbern in den Gewächshäusern, entdecken schöne Accessoires und Gartenwerkzeuge, die sie schon immer haben wollten. Die letzten Sonnenstrahlen werden unter einer 100-jährigen Weymuthkiefer im Cafégarten ausgekostet oder regnet es, werden Kaffee und Kuchen im Langhaus geschlemmt. Carlin. Für sie gehört der Herbst mit seinen dunklen und warmen Farben zur schönsten Zeit im Jahr. Im Spätherbst wird der Kompost gesiebt und als Winterschutz auf die Beete verteilt. Die Rosen schützt Mist vor Krankheitsbefall und der kalten Jahreszeit. 12 / 13

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Winter

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mit einem zarten weißen Hauch. Der erste Schnee verwandelt das Gelände der Königlichen Gartenakademie in eine zauberhafte Winterlandschaft. In den Gewächshäusern leuchten unzählige Weihnachtssterne um die Wette. Das Gärtnerteam pflanzt Amarylliszwiebeln in Töpfe, sät Samen für Einjährige aus und verteilt biologischen Pflanzenschutz. Festlich geschmückte Glashäuser und ein Weihnachtsmarkt stimmen die Besucher auf das nahende Fest ein. Eine große Auswahl an Adventskränzen in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Zweigen sowie festliche Gestecke und Weihnachtsbäume stehen für die Vorweihnachtszeit und die Feiertage bereit. Im Café genießen die Gäste wärmende Getränke und Speisen und dazu den Blick auf den geschmückten Mittelgang. Unter den Glasdächern finden sich jetzt viele schöne, nützliche und praktische Geschenke für Jung und Alt. Hier kann man in Ruhe und in angenehmer Atmosphäre ohne Hektik stöbern und entdecken. Nach den Feiertagen im Januar und Februar ist Zeit für die Ausbildung von Fachkräften und Hobbygärtnern in verschiedenen Kursen. Das Team der Gartenakademie kümmert sich außerdem um die Pflege und Vermehrung der Pflanzen für die bevorstehende Saison. 14 / 15 F rostige Nächte überziehen Bäume, Sträucher und winterharte Stauden

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