M dasmagazin Ausgabe 3/2014

 

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m das gesellschaftsmagazin

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das gesellschaftsmagazin für menschen von hier Die Mischung macht's Vielfalt in Darmstadt: Fremdes, Neues und Spannendes Ausgabe Nr. 3 · Sommer 2014 www.m-dasmagazin.de

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editorial Liebe Leserinnen und Leser, Laut des Statistischen Bundesamtes zogen im Jahre 2013 mehr als 1,2 Millionen Menschen nach Deutschland. Insgesamt bereichern mehr als 15 Millionen Personen mit Migrationshintergrund unsere Gesellschaft. Nur sehr wenige von ihnen grenzen sich religiös, politisch oder durch Straftaten von den Regeln der Mehrheit ab. In Darmstadt sind mehr als 25.000 Menschen aus circa 152 anderen Ländern zu Hause, das entspricht einem Anteil von etwa 16 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Die beeindruckenden Zahlen unterstreichen, dass es hier eine enorme kulturelle Vielfalt gibt. Diese Vielfalt ist zwar immer auch eine Herausforderung, zugleich aber auch ein Geschenk, das wir annehmen und nutzen sollten. Auch der Traum von einem friedlich geeinten Europa in einer der lebenswertesten Regionen der Welt mit rund 500 Millionen Bürgern ist wahr geworden. Unser Kontinent ist der stärkste Wirtschaftsraum der Erde. Dazu mit unerschöpflicher historischer Kultur und Kreativität gesegnet. Ohne Binnenkonflikte, ohne Massenarmut, ohne Diktaturen. Freizügigkeit und Niederlassungsfreiheit und mehr Einfluss als Gemeinschaft in einer globalisierten Welt sind erreicht. Doch in diesem Sommer kann man den Eindruck gewinnen, dass Ansehen und Akzeptanz der Integration bei vielen Bürgern Schaden erlitten haben. Populismus und Vorbehalte bestimmen die öffentlichen Debatten. Forderungen nach einem Europa der Nationalstaaten, nach Abschaffung des Euros und Begrenzung der Zuwanderung sind lauter geworden. In vielen Ländern haben die Europagegner Zulauf bekommen und Wahlerfolge erzielt. Dieser Rückfall Europas in Egoismen hat vor allem mit den alten Klischees von Bürokratismus, Lobbyismus und Intransparenz sowie der wachsenden Kluft zwischen Europas Norden und Süden zu tun. Das schürt den Unmut vieler Europäer auf Europa. Aber ein besseres Modell als die Vision vom gemeinsamen Haus ist nicht erkennbar. In der langen Geschichte unseres Kontinents führten Kleinstaaterei, nationale Egoismen und Habgier immer wieder zu schrecklichen Kriegen. Und viele Argumente der Europakritiker erinnern verdächtig an alte Ressentiments. Dabei ist Auseinandersetzung mit fremden Kulturen und der Erwerb interkultureller Kompetenz schlichtweg unerlässlich: Toleranz, Offenheit und Vorurteilslosigkeit sind dabei Eigenschaften, die für einen intensiveren Dialog zwischen Ländern und Kulturen, für Verständnis und gesellschaftlichen Frieden sorgen und das friedliche und kooperative Zusammenleben von Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlicher Herkunft fördern. Deutschland braucht Einwanderung und Offenheit betonte unlängst Bundespräsident Joachim Gauck. Er forderte „mehr geistige Öffnung“. Und er wurde noch deutlicher: „Hören wir auf, von „wir“ und „denen“ zu reden." Er nannte es skurril, wenn manche der Vorstellung anhängen, „es könne so etwas wie ein homogenes, abgeschlossenes, gewissermaßen einfarbiges Deutschland geben“. Und mit dieser bunten Vielfalt unserer Region beschäftigen wir uns in vielen Beiträgen dieser Ausgabe. Ihr Hans-Werner Mayer 07/08_2014 1

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inhalt – L EI T T H E M A 04 Fremde Kulturen – Vielfalt tut gut 16 Mit Europa verwandt und verschwägert: Multikulti im 19. Jahrhundert in Darmstadt 20 Darmstadts Schwestern: Brücken nach Europa 06 – UN T E R N E H ME N 06 Jagdschloss Kranichstein wieder eröffnet: Erste Adresse für anspruchsvolle Gäste 08 HEK-Haustechnik: Komplette Haustechnik aus einer Hand – MENSCHEN 24 Nikolas Hatz: Im Reisefieber – ein Darmstädter Weltenbummler 27 Sylvia Gohlke: Mit Leidenschaft zur Berufung 46 Klaus Buchinger-Wohlgemuth: Mittelpunkt Mensch – Leben zum Gelingen bringen 30 – WISSENSCHAFT 10 Experimente im Weltall: Alexander Gerst, der dritte Deutsche auf der ISS 12 Die ESA feiert 50. Geburtstag: Europas Tor zum Weltraum, eine Erfolgsgeschichte – I NT E RV I E W 30 Markus Winkler: Auf dem Weg zu neuen Zielen – Frühjahrsopening in Kranichstein 52 Fußball als gelebte Integration: Interview mit Sandro Sirigu und Serkan Firat 24 34 2 07/08_2014

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Leitthema: FREMDE KULTUREN Sind Sie fit? Vielfalt tut gut – KULT UR 32 Paul Hirsch vereint in seinen Werken Kunst und Philosophie 34 Dem Licht entgegen: Darmstädter KünstlerkolonieAusstellung 1914 auf der Mathildenhöhe 56 Seit 30 Jahren treffen sich Jazz-Freunde in Schmal-Beerbach im Odenwald 62 Buchtipp: „Der Trafikant" von Robert Seethaler – MODE 37 Kleider machen heute: Maßschneiderinnen präsentieren ihre kreativen Entwürfe 38 Green Fashion: Mode und Ökologie 44 – MUSIK 44 Nosie Katzmann: Eine Weltkarriere im Hintergrund 51 CD-Tipp: Brazil – multikultureller Cocktail heißer Rhythmen – und die Led Zeppelin Super Deluxe Edition in der Box 10 – R E GION 58 Dem Sommer auf der Spur: Cabrio-Tour durch den Odenwald – GE NUSS 41 Kaffee mit Milchschaum: Welcher Genießer-Typ sind Sie? 48 Kulinarisch genießen: Lust auf fremde Küche – Gourmet-Tipps aus Darmstadt und der Region 58 07/08_2014 3

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leitthema Fremde Kulturen Vielfalt tut gut Foto: ©Ammentorp, Fotolia.com Wir leben in einer internationalen und weltoffenen Region. Die Vielfältigkeit unserer Stadt und ihrer Bewohner war und ist ein enormer Gewinn für unsere Gesellschaft. Hier arbeiten, forschen, lernen und leben unter den Einwohnern mehr als 25.000 Menschen aus über 140 anderen Nationen friedlich miteinander. Alle diese Menschen sind ein längst selbstverständlicher und nicht mehr wegzudenkender Teil unserer Stadt geworden. Menschen verschiedenster Nationen bereichern unseren Alltag, unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft durch ihre Erfahrungen, ihre Persönlichkeiten und ihre Potentiale. Und sie tragen wesentlich zur Vielfalt unserer Stadtgesellschaft bei. Diese Vielfalt ist aber immer auch eine Herausforderung. Besonders wegen seiner schrumpfenden einheimischen Bevölkerung ist Deutschland auf Zuwanderung angewiesen, aber Immigration schürt in Teilen der Bevölkerung auch Ängste: Die Aufnahme von sogenannten „Armutsmigranten“ aus Rumänien und Bulgarien polarisierte jüngst die Debatte. Bevölkerungswissenschaftler und Migrationsforscher sehen Deutschland an der Schwelle zu einer ethnisch und religiös gemischten Gesellschaft und nennen dazu die Fakten: In Deutschland gibt es seit geraumer Zeit mehr Sterbefälle als Geburten. Ohne Zuwanderung aus dem Ausland hätte die Schrumpfung längst eingesetzt. Und würde zukünftig niemand mehr zuwandern, dann hätte das Land Mitte des 21. Jahrhunderts keine 82 Millionen Einwohner, wie heute, sondern hier lebten dann nur noch 58 Millionen Menschen. Daher stellt sich früher oder später die Frage: Sollen wir versuchen diese „Lücke“ durch Zuwanderung zu schließen? Oder müssen wir befürchten, dass Zuwanderung dieser Grö- ßenordnung unsere Integrationsfähigkeit überfordert? Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg kamen zwölf Millionen Vertriebene ins Land. Ihnen folgten seit den 1950iger Jahren mehrere Millionen Arbeitsmigranten, nachziehende Familienangehörige, politische Flüchtlinge und Aussiedler. Heute hat die Bundesrepublik fast zehn Millionen Einwohner, die nach 1950 als Ausländer oder Aussiedler zu uns kamen. Im heutigen Deutschland wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts somit 22 Millionen Menschen mehr oder weniger erfolgreich integriert. Rechnet man die rund fünf Millionen Ost-WestMigranten zwischen DDR und BRD 4 07/08_2014

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gesellschaft hinzu, dann ist die Integrationsleistung Westdeutschlands noch höher zu bewerten. Heute leben in Deutschland absolut mehr Zuwanderer als im klassischen Einwanderungsland Kanada. Und relativ zur Gesamtbevölkerung hat Deutschland einen höheren Immigranten-Anteil als das klassische Einwanderungsland USA. Dies beweist: Mehr noch als die quantitativ fassbare Realität der Zahlen entscheidet das kollektive Bewusstsein darüber, ob sich eine Gesellschaft als Einwanderungsgesellschaft versteht. In Zukunft müssen sich Deutschlands Bürger jedoch entscheiden: Wollen sie Zuwanderung und damit auch eine ethnisch und religiös „buntere“ Gesellschaft, durchaus auch mit Konfliktpotential, akzeptieren oder wollen sie in einer „grauen“ und schrumpfenden Gesellschaft mit voraussichtlich weniger Wohlstand leben? Eine dritte Alternative gibt es nicht. Als Spätfolge des Geburtenrückgangs der 1970iger Jahre wird die Zahl der potenziellen Eltern weiter schrumpfen. Keine noch so großzügige Familienpolitik wird verhindern können, dass es in Zukunft weniger Mütter gibt. In den letzten Jahrzehnten ist die Herkunft unserer Bevölkerung sehr viel internationaler geworden. Ihre Vielfalt beschränkt sich aber nicht nur auf Herkunft, sondern umfasst zugleich die Lebenserfahrungen mehrerer Generationen, eine große Spannbreite beruflicher Werdegänge und sozialer Lagen, sehr unterschiedlicher Interessen und Wünsche für ein selbstbestimmtes Leben, mannigfache Erwartungen an Familie, an den Beruf und an unser Zusammenleben. Eine solche Vielfalt gehört zu jedem Zusammenleben. In Ballungsräuten. Bei allen Unterschieden stellt sich uns immer neu die Frage: Wie wollen wir zusammenleben? Integration bedeutet Neues entdecken, den Horizont erweitern, fremde Kulturen wahrnehmen und näher kennenlernen. Integration ist aber auch die Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt. In diesem Sinne haben wir die Beiträge auf den folgenden Seiten zusammengestellt: Sie portraitieren Menschen mit einer vielschichtigen, abwechslungsreichen Vita und deren Engagement, beschreiben Projekte und Initiativen engagierter Unternehmen und Institutionen mit vielfältigen, interkulturellen und internationalen Zielrichtungen. (hwm)  Quelle: Humboldt Universität ele ge n he men, die viele Menschen anziehen, ist sie jedoch besonders ausgeprägt. Das macht Städte für viele attraktiv. Andere fühlen sich in einer ethnisch, kulturell und religiös immer differenzierteren Gesellschaft unwohl. Interkulturelle Öffnung und der Erwerb interkultureller Kompetenz ist ein wichtiger und notwendiger Schritt im Integrationsprozess und eine gesellschaftliche Herausforderung. Menschen unterscheiden sich nicht nur, sie ändern sich auch im Laufe ihres Lebens – von Generation zu Generation. Und nicht nur das: Wir beeinflussen auch einander mit allen unseren Unterschieden, wir haben das Glück, in einem freien Land zu leben. Andere Lebensentwürfe und divergierende Erwartungen werden heute offener ausgelebt als noch vor einigen Jahrzehn- Um das friedliche und kooperative Zusammenleben von Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlicher Herkunft zu fördern ist es besonders wichtig, den Integrationsprozess der Zugewanderten zu unterstützen.
Dies tut in Darmstadt das Amt für Interkulturelles und Internationales in einer ganzen Reihe von Handlungsfeldern und mit jeder Menge Projekten, Kulturwochen und Programmen. Mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite. www.ikb-darmstadt.de Die Leitziele des Lokalen Aktionsplans Darmstadt sind die Stärkung demokratischer Persönlichkeitsstrukturen und sozialer Kompetenzen im Umgang mit Vielfalt, die Unterstützung der demokratischen Kultur der Stadtgesellschaft, die Erweiterung der Anzahl der Akteure und die Förderung der Vernetzung der Initiativen. Der Lokale Aktionsplan Darmstadt ist ein wichtiges Mittel zum aktiven Ausbau der antirassistischen und demokratischen Zivilgesellschaft. www.vielfalt-in-darmstadt.de In Darmstadt existieren mehrere muslimische Gemeinden unterschiedlicher religiöser oder ethnischer Gruppen. Die größte Moschee ist die Emir-Sultan-Moschee. Der „Tag der offenen Moschee“ bietet die Möglichkeit, sie von innen zu besichtigen: Am 3.10.2014 gibt es gibt verschiedene Vorträge, Veranstaltungen und auch Führungen durch die Moschee. Der deutschsprachige Muslimkreis (DMK) verbindet Nicht-Muslime und Muslime in Darmstadt. www.dmk-darmstadt.de 07/08_2014 l ti k mu für t Am :© Foto e ur ult lle An g iten Ffm 5

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gastlichkeit Landgraf Georg I. ließ die dreiflügelige Renaissanceanlage im 16. Jahrhundert erbauen  Fotos: Hotel Jagdschloss Kranichstein hotel jagdschloss kranichstein WIEDER ERÖFFNET Erste Adresse für anspruchsvolle Gäste Nach einem Jahr Renovierung, Umbau und Erweiterung hat das Hotel Jagdschloss Kranichstein Anfang des Jahres seinen Betrieb wieder aufgenommen. In der Kategorie 4 Sterne Superior präsentiert sich das Haus im Osten Darmstadts als erste Adresse für anspruchsvolle Genießer, Hochzeitsgesellschaften und Tagungsgäste. Aber auch Ausflügler, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind und auf der Schlossterrasse eine Pause einlegen möchten, sind willkommen. Mitten im umtriebigen Rhein-MainGebiet bildet das Hotel Jagdschloss Kranichstein eine Oase der Ruhe. Ein weitläufiger Park umgibt die dreiflügelige Renaissanceanlage, in deren linkem Arm das Hotel untergebracht ist. Blickt der Gast aus dem Fenster seines eleganten Zimmers oder seiner Suite, schaut er jetzt im Sommer auf grüne Rasenflächen, dicht belaubte Bäume, blühende Blumen und den beschaulichen Backhausteich. Dem Landgrafen Georg I. von HessenDarmstadt verdankt die Region dieses Juwel exklusiver Gastlichkeit. Jagdlichen Neigungen folgend, beauftragte der Landgraf seinen Baumeister Jakob Kesselhuth, ein Hofgut, das sich an dieser Stelle befand, zum Schloss auszubauen. 1580 war es fertig, erlebte aber seine Blütezeit erst viele Jahre später. Als „Jagdlandgraf“ ging Ludwig VIII. in die Geschichte ein; der passionierte Jäger verlegte im 18. Jahrhundert sogar seine Residenz nach Kranichstein. Seine Nachfolger schätzten das mehrfach umgebaute Anwesen, in dem sich Elemente von Renaissance, Barock und Klassizismus erkennen lassen, als Sommerresidenz und zählten unter anderem Queen Victoria zu ihren Gästen. 6 07/08_2014

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Por trait Rund sechs Millionen Euro hat der jetzige Pächter, der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger, in die Renovierung und den Ausbau des Hotels gesteckt. Hinter der denkmalgeschützten Fassade ist alles neu. Wo sich früher das Restaurant befand, können die Gäste jetzt in einem Bistro kleine unkomplizierte Gerichte bestellen und in der angrenzenden „Diana-Bar“ den Aperitif genießen. Gourmets finden ihr Refugium neuerdings im schick hergerichteten Restaurant „Kavaliersbau“, wo vormals Veranstaltungen stattfanden. Von ehemals 15 auf nun 48 Zimmer und Suiten ist das Haus dank Ausbau im nahen Zeughaus und einem neuen Anbau gewachsen. Mit seinem historischen Flair zählt das Hotel Jagdschloss Kranichstein zu den Top-Locations für private Feste und Feiern. Besonders gerne buchen Hochzeitsgesellschaften die stets schnell ausgebuchten Termine. In der kleinen, schmucken Schlosskirche können sich die Brautpaare trauen lassen, und im Schlosspark mangelt es nicht an stimmungsvollen Fotomotiven. Vier Veranstaltungsräume hält das Hotel für private Feiern und geschäftliche Anlässe bereit. Der feine „Boardroom“ wird gerne für hochkarätige Meetings mit bis zu zwölf Teilnehmern gebucht. Im rustikalen „Blauen Salon“ können 60 Personen feiern oder tagen. Jeweils bis zu 190 Gäste nehmen der „Schlosssaal“ mit seinen goldglänzenden Kronleuchtern und der historische „Marstall“ auf. Modernste Tagungstechnik ist so selbstverständlich wie der freie Zugang zum WLAN-Netz. Einen reizvollen Kontrast zur historischen Fassade bildet das neue Interieur des Hotels. Alles Plüschige gehört der Vergangenheit an. Stattdessen bestimmt erfrischender Lifestyle die Szene. Die auf den ersten Blick strenge Sachlichkeit des Mobiliars mildern vielfältige nette Accessoires, von üppig auf den Sesseln verteilten Kissen bis hin zu dekorativen Blumengestecken. Dem historischen Jagdgedanken widmeten die Innenarchitekten die Farbpalette mit den Weidmannsfarben Olive, Braun, Beige, Rot und Himmelblau auf den Fußböden und an den Wänden. Akzente setzen wohl Dutzende von Jagdgeweihen, die das benachbarte Jagdmuseum zur Verfügung gestellt hat. Für das kulinarische Wohl „auf Kranichstein“ zeichnet Küchenchef Michael Alberti verantwortlich. Der Kontakt: Hotel Jagdschloss Kranichstein Kranichsteiner Straße 261, 64289 Darmstadt, Telefon 06151 13067-0, www.hotel-jagdschloss-kranichstein.de 46-Jährige aus Bad Wimpfen ist ein echter Alleskönner. Im eleganten Restaurant „Kavaliersbau“ stellt er anspruchsvolle Privat- und Geschäftsgäste mit raffinierten Kreationen zufrieden, rührt aber genauso eine grüne Soße für die Ausflügler auf der Schlossterrasse und zaubert mit seinem Team im Handumdrehen sympathische Snacks für den schnellen Bistrobetrieb. Seine Devise „klassische Küche neu interpretiert“ reifte in ersten Häusern des deutschen Sprachraums, zuletzt im trendigen Düsseldorfer Medienhafen. Die Schaltzentrale des Hotels findet man in einem kleinen Büro hinter der Rezeption, dem Arbeitsplatz von Hoteldirektor Stefan Stahl. Mit 35 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führt der 47-Jährige das Haus mit hohem Anspruch an Service und Qualität. Der Gast nimmt erfreut zur Kenntnis, dass darunter Tugenden wie Menschlichkeit und Freundlichkeit nicht leiden. Schon beim Eintreffen im Hotel spürt er: Hier wird alles getan, damit sich der Gast rundum wohl fühlt. Dies gilt auch für Vierbeiner, die ein kuscheliges Hundesofa und leckere Gourmetmenüs im Zimmer der Herrschaft vorfinden. Lifestyle mit jagdlichen Akzenten prägt die Einrichtung des Hotels

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unternehmen komplette haustechnik aus einer hand Ganz im Zeichen der Energiewende Sascha Maské ist Geschäftsführer der HEK Haustechnik GmbH in Groß-Gerau. Der mittelständige Handwerksbetrieb bietet seit über 40 Jahren die ganze Bandbreite der Gebäudetechnik an. Tradition verbindet sich hier mit Innovation und so werden den Kunden heute bei HEK hauptsächlich ressourcenschonende Systeme und Lösungen von Ingenieuren und Meistern angeboten. Die Mitarbeiter planen, liefern und montieren, reparieren und warten Kälte- und Klimaanlagen und kümmern sich um Heizungs- und Sanitärtechnik. HEK bietet außerdem die komplette Sparte der Elektrotechnik an. Nach dem Motto: „Alles aus einer Hand", schätzen es viele Kunden, nur eine Firma für die drei großen Handwerkssparten Heizung- Elektro- und Klimatechnik als kompetenten Ansprechpartner zu haben. Die HEK Haustechnik GmbH ist seit über 40 Jahren ein Garant für Sicherheit und Zuverlässigkeit in der Beratung, Planung, Installation und Wartung von moderner, technischer Gebäudeausrüstung. Das traditionsreiche Unternehmen ist innovativ, vielseitig und umweltorientiert, und wird so den hohen Erwartungen des Kundenstamms aus Handel, Banken, Industrie und öffentlichen Institutionen täglich gerecht. Die HEK hat in Groß-Gerau ein Betriebsgebäude, das allen modernen Anforderungen entspricht – mit einer gut ausgestatteten Fachwerkstatt für Eigenentwicklungen, Bau- und Service-Stationen. Dazu ein gut sor- 8 07/08_2014

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por trait tiertes Lager mit den wichtigsten Ersatzteilen, um im Falle eines Falles rund um die Uhr Ausfallzeiten auf ein Minimum reduzieren zu können. Nach dem Willen der Bundesregierung sollen bis 2020 etwa 14 Prozent des Wärme- und Kälteenergiebedarfs von Gebäuden aus erneuerbaren Energien kommen und der Wärmeverbrauch um 20 Prozent reduziert werden. Ab 2050 sollen alternative Energien die komplette Wärmeversorgung decken. Sascha Maské ist der festen Überzeugung, dass dies nur mit guten Handwerksbetrieben möglich ist und setzt sich als vorausschauender Unternehmer langfristig ambitionierte Ziele. Das Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien und Elektromobilität Als Gründer der Firma „Wattladen" treibt er die Energiewende voran und deckt alle Themen rund um technische Innovationen ab. Ob Photovoltaik in Verbindung mit intelligenter Hausleittechnik oder Elektromobilität, hier werden Innovationen in die Praxis beim Kunden umgesetzt. „In diesem Segment wollen wir jede Klientel bedienen, von kleinen Einfamilienhäusern bis hin zu Industriegebäuden.“ betont Sascha Maské. Eines der ersten Projekte bestand darin, die Stromversorgung der Firma „Wattladen” zum größten Teil auf eine Photovoltaikanlage umzustellen. Auf dem Dach dieses Gebäudes arbeitet nun eine 64 kWp große Photovoltaikanlage mit Hochleistungsmodulen einer amerikanischen Firma. Auch eine Ladesäule für Elektroautos wurde am Firmensitz des Wattladens installiert: „Damit werden wir eine weitere Möglichkeit zur Ladung eines E-Autos in Groß-Gerau kostenfrei zur Verfügung stellen. Diese Säule verfügt auch über eine Schnellladevorrichtung, wodurch die Ladezeit von Elektrofahrzeugen enorm verkürzt wird. Wenn nun tagsüber ein Elektroauto an dieser Säule aufgeladen wird, kommt der Strom direkt aus unserer Photovoltaikanlage in das Auto und die Fahrt kann CO2-neutral und nachhaltig mit gutem Gewissen fortgesetzt werden,“ erklärt der Firmengründer. „Wir wollen mit dieser Firma den Kreis schließen und nachhaltige Mobilität mit nachhaltiger Energieversorgung kombinieren. Nur so können wir in eine grüne Zukunft blicken.“ Davon ist Sascha Maské fest überzeugt und verspricht: „Wir bieten aber auch die nötigen Energiespeicher, um grünen Strom auch dann zur Verfügung zu stellen, wenn es dunkel oder windstill ist. Deshalb ist es existenziell wichtig, dass die Endkunden ihren eigenen Stromverbrauch kennenlernen und steuern können. Hier arbeiten wir momentan an einem eigenen Produkt, welches die Visualisierung und Steuerung von elektrischen Verbrauchern in Kombination mit einer Photovoltaikanlage ermöglicht und einfach und verständlich zu bedienen ist. Diese Symbiose aus Erzeugung, Steuerung und Speicherung ist unser Weg zu 100 Prozent erneuerbaren Energien.“ Top-Service rund um die Photovoltaikanlage Ein weiteres Standbein ist die Wartung, Überprüfung und Instandsetzung von Photovoltaikanlagen. Zu den Hochzeiten der Photovoltaik sind viele unseriöse Firmen auf dem Markt in Erscheinung getreten und haben unzählige technische Vorgaben bei der Installation missachtet. Laut einer Schätzung von Gutachtern sind mehr als die Hälfte der installierten Photovoltaikanlagen mangelhaft (Quelle: Photon Profi 2012). Dort braucht es gut geschultes und erfahrenes Personal um diese Missstände zu beheben. „Wir können das mit unserem KnowHow und der nötigen Erfahrung bieten", so Sascha Maské, ein engagierter Unternehmer, der auch Teilhaber einer Elektrofirma in den neuen Bundesländern, Geschäftsführer des Gewerbevereins Groß-Gerau und Mitgründer der gemeinnützigen Energie-Offensive im Rhein-Main Gebiet (EnORM) ist.  (hwm) Sascha Maské (rechts) und Bastian Becker bei der Einweihung und Inbetriebnahme der halböffentlichen Schnellladesäule für Elektroautos am Firmensitz des Wattladens in Groß-Gerau. 07/08_2014 9

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WISSENSCHAFT Experimente im Weltall Der Wissenschaftsastronaut Alexander Gerst flog am 28. Mai vom Weltraumbahnhof Baikonur mit einer Sojus zur „Internationalen Raumstation“ (ISS). Der 38-jährige Doktor der Geophysik aus Künzelsau ist nach Thomas Reiter (2006) und Hans Schlegel (2008) der dritte Deutsche auf der ISS. Für Ihn geht mit dieser Mission ein Kindheitstraum in Erfüllung. (hwm) Alexander Gerst gehört seit 2009 dem Europäischen Astronautenkorps an. Er war einer von 8.413 Aspiranten, die sich 2008 bei der ESA in Darmstadt für die Aufnahme in die Astronautenabteilung bewarben. Zusammen mit fünf weiteren Kandidaten wurde er im Mai 2009 für das ESA Astronautenkorps ausgewählt und nahm seine Raumfahrerausbildung im Europäischen Astronautenzentrum in Köln auf. Dort befindet sich EAC – das European Astronaut Centre der ESA – Tür an Tür mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Das Training führte ihn auch ins Sternenstädtchen in der Nähe von Moskau, wo er einen Grundkurs am russischen Raumfahrtzentrum absolvierte und sich auf die anstrengende Langzeitmission intensiv vorbereitete. Dort trainierte schon Weltraum- pionier Gagarin. Im August 2011 wurde Alexander Gerst als Besatzungsmitglied für die ISS-Crew 40/41 benannt. Gemeinsam mit dem russischen Kosmonauten Maxim Surajew und dem US-Astronauten Gregory Wiseman flog er jetzt im Auftrag der ESA zur Internationalen Raumstation und wird dort als Bordingenieur ein halbjähriges wissenschaftliches Forschungsprogramm absolvieren. Gerst betreut auf dem Außenposten der Menschheit über 160 wissenschaftliche Experimente, die nur in der Schwerelosigkeit durchgeführt werden können. Auch ein Weltraumspaziergang ist für ihn geplant. Und natürlich experimentieren die Astronauten auch an sich selbst. Sie seien selbst „Versuchskaninchen“, so Alexander Gerst in einem Interview. Sie werden versuchen, Maßnahmen gegen den rapiden Muskel- und Kno- 10 07/08_2014

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menschen chenschwund sowie die schnellere Hautalterung zu finden, gegen die in der Schwerelosigkeit noch niemand gefeit ist. Doch der Geophysiker sieht in seiner Mission mehr als nur eine Forschungsreise. „Ich will auch eine Botschaft an künftige Generationen senden: Lasst uns diesen zerbrechlichen Planeten nicht durch Kriege und Umweltverschmutzung betont er. Nur anderthalb Kilogramm persönliches Gepäck durften die Astronauten mit zur ISS nehmen. „Vor allem Fotos von der Familie und Freunden“, erzählt Alexander Gerst in einer Pressekonferenz. Mit dabei hat er aber auch passende Lektüre, nämlich den zerstören“, was zu tun ist", sagt er. Sieben Minuten bleiben ihm und seinen Kollegen im Notfall um die Raumstation zu verlassen. Sind alle in den beiden außen angedockten Sojus-Raumkapseln, wird die Sicherheitsluke geschlossen, und die Kapseln werden abgesprengt. Mit Karacho geht's dann zurück. „Wir könnten in weniger als einer Stunde auf der Erde sein“, sagt Gerst. Vorgemerkte Notlandeorte gebe es überall. In Frankreich zum Beispiel. Oder im Pazifik. Gerst erklärt das ganz nüchtern. Seine Antarktis-Expedition, bei der er geophysikalische Experimente an einem aktiven Vulkan machte, sei gefährlicher gewesen, sagt er: „Neuankömmlinge brachten im- Alexander Gerst schloss 1995 das Technische Gymnasium in Öhringen bei Heilbronn mit dem Abitur ab. Schon damals faszinierte ihn der Weltraum. Studiert hat er aber erst einmal etwas sehr „Irdisches", nämlich Geowissenschaften. Sein Schwerpunkt dabei: die Vulkanforschung. Mehrere wissenschaftliche Expeditionen führten ihn bis in die Antarktis. Dabei erwarb er seinen Doktortitel – und zwar mit einer Untersuchung zum antarktischen Vulkan Mount Erebus. Und jetzt saust er mit der Raumstation ISS mit 28.000 Stundenkilometern um die Erde und erlebt 16 Sonnenauf— und Untergänge, an jedem einzelnen Tag seiner sechsmonatigen Reise. Alexander Gerst Der dritte Deutsche auf der ISS Science-Fiction-Klassiker „Die Astronauten“ von Stanislaw Lem. Wenn der Mann mit der athletischen Figur, der Fallschirmspringen und Fechten als Hobbys nennt, über seinen Beruf redet, klingt das meist sehr routiniert. Die Enge, der Lärm, das Essen – all das bereitet ihm keine Sorgen. Nur der Kontrollverlust macht ihm Angst. Doch der ist nicht vorgesehen. Für so ziemlich alles gibt es auf der ISS nicht nur einen Plan B, sondern auch Plan C, D und E. In einer nachgebauten Raumstation, die in einer riesigen Halle des Europäischen Astronautenzentrums in Köln steht, wurde alles geübt, hundertmal, tausendmal. „Wenn Sie morgens um vier geweckt werden, weil ein Feuer ausgebrochen oder der Innendruck abgefallen ist, müssen Sie sofort wissen, mer eine Grippe mit. Und eine Stunde, um bei schlimmen Krankheiten aus der stürmischen Eiswüste in die Zivilisation zu gelangen – das ist eine Illusion. Da ist die ISS beinahe wie ein Ausflug vor die Haustür." Ob sich die aktuellen Spannungen zwischen Europa, den USA und Russland auf das Training und die Zusammenarbeit auf das Team ausgewirkt hätten? „Nein“, versichert Gerst. Der Wille zusammenzuhalten, sei stärker denn je. Auf die Frage, was das schwierigste bei den Vorbereitungen war verrät er schmunzelnd: „Wasser aus einem Feuerwehrschlauch zu trinken.“ Und natürlich die Sprache. Drei Monate habe er Zeit gehabt, Russisch zu lernen. Denn Russisch sei die Hauptsprache auf der ISS. Er hat es natürlich hinbekommen. Sein Flug ist die sechste LangzeitMission eines ESA-Astronauten: Alexander Gerst beim Training für künftigen Weltraumspaziergang. Alle Fotos: European Space Agency 07/08_2014 11

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WISSENSCHAFT Das Kontrollzentrum der ESOC in Darmstadt Die ESA feiert 50. Geburtstag Europas Tor zum Weltraum — Eine Erfolgsgeschichte Die Europäische Weltraumorganisation ESA koordiniert und fördert seit einem halben Jahrhundert erfolgreich die Entwicklung der europäischen Raumfahrt. Und seit 1967 ist das Kontrollzentrum der ESA, das European Space Operations Centre (ESOC) in Darmstadt für den Betrieb sämtlicher ESA-Satelliten und für das dazu notwendige weltweite Netz der Bodenstationen verantwortlich. Im Oktober 1957 sendete der Satellit Sputnik sein erstes Signal und Juri Gagarin flog 1961 in den Weltraum. In den frühen Jahren des Weltraumzeitalters lieferten sich die Supermächte USA und Sowjetunion ein Wettrennen um die Vorherrschaft im Weltraum. Damals kamen zwei europäische Physiker, der Italiener Edoardo Amaldi und der Franzose Pierre Auger zu der gemeinsamen Überzeugung, das Raketen und Satelliten vor allem der Wissenschaft dienen sollten und nicht dem Säbelrasseln der Supermächte. Unter ihrer Leitung wurden zwei europäische Weltraumorganisationen gegründet und ihre Konventionen traten am 29. Februar 1964 in Kraft. Startschuss für einen unabhängigen europäischen Zugang zum Weltraum. Die European Space Research Organisation (ESRO) war die Weltraumforschungsorganisation. Parallel wurde die European Launcher Development Organisation (ELDO) gegründet, um Satelliten selbst starten zu können. Doch die frühen Jahre waren vor allem durch knappe Geldmittel und Probleme mit der Europa-Rakete gekennzeichnet. Endgültig bergauf ging es mit der europäischen Raumfahrt erst nach der Fusion der beiden Gesellschaften zur Europäischen Weltraumorganisation ESA. Damit besaß die „alte Welt“ ein Gegenstück zur amerikanischen Weltraumbehörde NASA. Eines der Merkmale der ESA ist das Prinzip des Quid pro Quo um sicher zu stellen, dass die Mitgliedsländer einen angemessenen Return on Investment erhalten. Eine kompli- 12 07/08_2014

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welt raum Der erste Start einer Ariane 1 im Jahre 1979 (links) und die europäische Trägerrakete Ariane 6 im Modell (rechts). Bild unten: Der ca. 14,5 Meter lange Solarflügel vom Galileo-Satelliten. Die Solarzellen werden den Satelliten während seiner 12-jährigen Lebensdauer mit der nötigen Energie versorgen.  Alle Fotos: ESA zierte Angelegenheit, die später aber als cleveres Meisterstück angesehen wurde, weil sie den Wissenschaftssektor in den Ländern dauerhaft stärkte und zur Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit beiträgt. So fließen bis heute etwa 90 Prozent des ESA-Budgets von etwa vier Milliarden Euro in die Mitgliedsstaaten zurück. Die ESA investiert über Industrieaufträge Beträge, die in etwa den Beitragsgeldern des jeweiligen Landes entsprechen. Die Ariane Rakete Die Politik gab 1973 grünes Licht für die Entwicklung der Ariane-Rakete. Dabei hatte man den autonomen Zugang Europas zum Weltraum im Visier. Am Weihnachtsabend 1979 startete die Ariane zu ihrem Jungfernflug. Der Wert der Rakete wurde schon bald durch die ersten wirtschaftlichen Erfolge bestätigt. Zu einem schweren Rückschlag kam es jedoch 1996 bei der neu entwickelten Ausbaustufe der Ariane 5. Sie wurde beim Start aufgrund eines Softwarefehlers unkontrollierbar und wurde 37 Sekunden nach dem Start mitsamt ihrer Nutzlast – vier europäischen Forschungssatelliten – gesprengt. Trotz dieses Fehlschlags ging die Erfolgsgeschichte weiter. Insgesamt sechs Trä- gerraketentypen wurden entwickelt und ermöglichten immer schwerere Nutzlasten in die Erdumlaufbahn zu befördern. Der mittlerweile 200. Ariane-Start fand im Februar 2011 vom europäischen Weltraumhafen in Kourou in Französisch-Guayana statt. 50 Jahre Europäische Weltraumorganisation ESA ist eine Chronik vieler Meilensteine in der Geschichte der Weltraumforschung. Insgesamt 31 Missionen ins All wurden gestartet. 27 Astronauten schickte die ESA in den Weltraum und seit Ende Mai befindet sich Alexander Gerst auf der ISS. Im November 1983 startete das erste in Europa gebaute Weltraumla- 07/08_2014 13

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