Geschäftsbericht 2013 Spitex Zürich Limmat

 

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Geschäftsbericht 2013 Spitex Zürich Limmat

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Spitex Zürich Spitex Zürich Limmat Spitex Zürich Limmat vermittelt durch Unterstützung und Pflege Sicherheit und ermöglicht ihren Kundinnen und Kunden ein selbstbestimmtes Leben in der gewohnten Umgebung. Diese Vision setzen tagtäglich rund 900 Menschen bei Spitex Zürich Limmat mit Freude, Engagement und Erfolg um. Geschäftsbericht 2013

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Inhalt 4 Vorwort Fünfzig Delegierte bilden das oberste Organ des Vereins. Stellvertretend kommen vier zu Wort. Spenden Die Quartierbevölkerung schätzt das Engagement von Spitex Zürich Limmat. 5 Kennzahlen Impressum Verantwortung zeigt sich unter anderem auch bei der nachhaltigen Produktion des Geschäftsberichts. Die wichtigsten Daten zur Spitex Zürich Limmat AG im Mehrjahresvergleich – kompakt und übersichtlich. 6 Anita Thanei, Delegierte Adressen Elf Standorte – eine Telefonnummer. Beilage Finanzteil 2013 Separat, handlich und übersichtlich – die konsolidierte Rechnung und die Jahresrechnung des Vereins. 7 Editorials Präsident und CEO über Erfolge in verschiedenen Tätigkeitsfeldern. 8 David Unger, Delegierter 9 Partner Ein gut funktionierendes Zusammenspiel mit unseren Partnern ist elementar für den Erfolg. 10 Zahlen und Fakten Einige ausgewählte Kennzahlen in grafischer Darstellung. 11 Susanna Kunz, Delegierte 12 Highlights Vieles ist neu: Pflegeprozess, elektronische Fortbil dungsplattform, Spitex-Zentrum Schwamendingen, Kompetenz-Zentrum Spitex Zürich und über fünfzig Fahrzeuge. 15 Walter Aeberli, Delegierter 16 Corporate Governance Offenheit und Transparenz sind Teil unserer Unter nehmenskultur. Alles zu Verein und Betriebsgesell- schaft. Spitex Zürich Limmat | Geschäftsbericht 2013 3

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Vorwort Seit 2012 sind 50 Delegierte das statutarisch oberste Organ des Vereins Spitex Zürich Limmat. Sie sind die gewählten Vertreter der rund 7500 Mitglieder und bestimmen an der Delegiertenversammlung unter anderem über die Jahresrechnung, entlasten den Vorstand und wählen dessen Mitglieder. Vier Delegierte und ein Sofa Alle Delegierten können wir Ihnen leider nicht vorstellen, dafür reicht der Platz auf unserem Sofa nicht aus. Stellvertretend haben wir zwei Frauen und zwei Männer eingeladen, uns ihre Gedanken, Meinungen oder Erfahrungen mit Spitex Zürich Limmat mitzuteilen. Susanna Kunz, repräsentiert als ehemalige Spitex-Einsatzleiterin unter anderem die Sicht der Mitarbeitenden. Derweil betrachtet Anita Thanei als Rechtsanwältin, Politikerin und Präsidentin des Schweizerischen Mieterin­ nen- und Mieterverbandes Deutschschweiz Spitex Zürich Limmat eher aus dem sozialen und politischen Blickwinkel. Mit David Unger gewannen wir einen Apotheker und damit auch Partner für unseren Geschäftsbericht. Und Walter Aeberli bringt als diplomierter Maschinen-Ingenieur ETH seine Erfahrungen aus der Wirtschaft mit ein. 4

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Kennzahlen Spitex Zürich Limmat AG 2013 Verrechnete Pflegestunden (KLV-Leistungen) Verrechnete Stunden hauswirtschaftliche Leistungen Verrechnete Stunden gesamthaft Veränderung gegenüber dem Vorjahr Betreute Kundinnen und Kunden Einsätze bei Kundinnen und Kunden Mitarbeitende per Ende Jahr Vollzeitstellen Spitex-Zentren 312 748 194 878 507 625 0,9 % 6664 680 684 841 473 9 2012 306 075 197 162 503 237 2,2 % 6663 652 988 846 489 9 2011 290 465 201 771 492 236 0,6 % 6306 655 843 892 479 9 2010 287 208 202 165 489 373 3,0 % 6422 639 858 898 468 12 2009 277 662 197 195 474 857 3,3 % 6511 622 034 903 422 13 2008 264 039 195 025 459 064 3,8 % 6581 609 736 878 409 13 2007 253 831 187 794 441 625 3,5 % 6298 575 677 822 396 12 Die Zahlen der Tabelle zeigen, wie die Bedeutung der Spitex stetig zugenommen hat. So ist insbesondere auf die Zunahme der pflegerischen Stunden um mehr als ein Viertel in den letzten sieben Jahren hinzuweisen. Gleichzeitig ist die Zahl der Kundinnen und Kunden weniger stark gestiegen, was unter anderem auch auf die gegenläufige demographische Entwicklung in der Stadt Zürich hinweist. Die höheren Stunden bei gleichbleibender Kundschaft zeigt, dass die pflegerische Betreuung intensiver geworden ist. Dies aufgrund des technischen Fortschrittes aber auch weil die Kundinnen und Kunden immer älter werden. Spitex Zürich Limmat | Geschäftsbericht 2013 5

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«Für die Behandlung und Betreuung von kranken und alten Menschen ist nur das Beste gut genug. Deshalb setze ich mich als Delegierte für die Spitex ein.» Delegierte Anita Thanei, alt Nationalrätin, Rechtsanwältin und Präsidentin des SMV/D 6

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Editorials Dank konsequentem Handeln und Dialog auf Erfolgskurs Ich freue mich, Ihnen den neu gestalteten Geschäftsbericht zu präsentieren. Er ist noch übersichtlicher strukturiert und informiert Sie umfassend über Spitex Zürich Limmat. Seit Ende 2012 sind die neuen Organisationsstrukturen definitiv umgesetzt. Die Vereinsversammlung wurde als oberstes Organ durch eine Delegiertenversammlung abgelöst. Zudem haben wir die Betriebsgesellschaft Spitex Zürich Limmat AG gegründet, die als hundertprozentige Tochter des Vereins die Umsetzung des städtischen Leistungsauftrags wahrnimmt. Inzwischen ist ein reger Dialog mit den 50 Delegierten entstanden, der helfen soll, noch offene Fragen zu den neuen Strukturen zu klären. Sowohl auf Vorstandsebene wie auch in der Geschäftsleitung tragen die personelle Konsolidierung und die Kontinuität zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit bei. Im Jahr 2013 erreichten wir einen positiven Wandel im Betriebsergebnis. Die eingeleiteten Massnahmen und der Dialog mit den verantwortlichen städtischen Gremien haben zu einem weit erfreulicheren Ergebnis als in den Vorjahren geführt – und wir haben damit die Grundlagen geschaffen, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Ich bedanke mich, auch im Namen meiner Vorstandskolleginnen und -kollegen, bei allen Mitarbeitenden, ohne deren täglichen Einsatz und Engagement dieses Resultat kaum möglich geworden wäre, bei der Geschäftsleitung für die gute Zusammenarbeit, und nicht zuletzt bei unserem Auftraggeber, dem Gesundheits- und Umweltdepartement der Stadt Zürich für die Unterstützung und das offene Ohr für unsere Anliegen. Die Entwicklung geht allerdings weiter: Neue Projekte zum Beispiel im Bereich der Komfortdienstleistungen sind im Planungsstadium, die Konkurrenz privater Anbieter nimmt zu und in der städtischen Spitex-Landschaft sind immer noch einige Herausforderungen zu bewältigen. Zur Erfüllung dieser Aufgaben sind wir auch in Zukunft auf die Unterstützung der Vereinsmitglieder, der Politik, der Behörden, unserer Partner sowie der Bevölkerung angewiesen. Erfolge an vielen Fronten Im Jahr 2013 hat die Aufbauarbeit der ersten drei Jahre von Spitex Zürich Limmat Früchte getragen. Die Organisation ist nun soweit gereift, dass sie erfolgreich die vielfältigen Herausforderungen des Jahres meisterte. So wurde der Betreuungs- und Pflegeprozess neu definiert und damit die gesamte elektronische Pflegedokumentation von den Abklärungsunterlagen bis hin zum Verlaufsbericht eingeführt. Trotz dieses fordernden Grossprojekts, bei teilweise ausgeprägtem Personalmangel, blieb die hohe Effizienz der Organisation erhalten. Dies und die deutliche Erhöhung der Beiträge von der Stadt Zürich wie auch eine anhaltend grosse Nachfrage trugen zum erfreulichen Betriebsergebnis bei. Neben dem Grossprojekt blieb Zeit, kontinuierlich an der Qualität unserer Dienstleistung zu arbeiten und weitere Projekte zu realisieren. Besonders hervorzuheben sind das Haus der Gesundheit mit dem Kompetenz-Zentrum Spitex Zürich, die Erneuerung der gesamten Fahrzeugflotte sowie die in zwei Zentren realisierte Auslagerung des Materialverkaufes. Die gesamtstädtische Zusammenarbeit war geprägt von der Entwicklung der Spitex-Strategie 2022, die im Dezember 2013 dem Stadtrat vorgestellt wurde, und der Umsetzung der bereits 2012 verabschiedeten Qualitätspolitik. Im Bildungsbereich wurde die gemeinsame Fachstelle kompetent besetzt und das Fortbildungsprogramm professionalisiert. Die gemeinsame Arbeit des Vorstands, der Geschäftsleitung und des Kaders an unserer Unternehmenskultur und der strategischen Weiterentwicklung von Spitex Zürich Limmat zeigte eindrücklich, wie im konstruktiven Dialog Visionen formuliert, geschärft und vor allem umsetzbar gemacht werden. Im Zentrum unseres Handelns steht heute wie auch zukünftig das Wohl unserer Kundschaft und unserer Mitarbeitenden, denen an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön gilt. Den einen für ihr Vertrauen in unsere Organisation, den anderen für ihren täglichen Einsatz, ihre Sorge und ihr Engagement für die ihnen anvertrauten Kundinnen und Kunden. Dr. med. Peter Ramer Präsident, Verein Spitex Zürich Limmat Christina Brunnschweiler CEO, Spitex Zürich Limmat AG Spitex Zürich Limmat | Geschäftsbericht 2013 7

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«Ab 1995 im Vorstand des Spitex-Vereins Schwamendingen, ab 2000 bei Spitex Zürich-Nord und jetzt als Delegierter von Spitex Zürich Limmat: Es ist immer ein Privileg, die Zukunft der Spitex in der Stadt Zürich mitzugestalten und mitzuverantworten.» David Unger, Apotheker in Schwamendingen 8

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Thomas Büchler, Abteilungsleiter Spitex & Alter der Städtischen Gesundheitsdienste, steht den Delegierten Rede und Antwort zu Leistungsauftrag und Finanzierung der Spitex. Pflegen den guten Dialog: Christina Brunnschweiler, CEO (links) und Renate Monego, Direktorin Städtische Gesundheitsdienste (rechts). Partner in jeder Lebenslage «Eine gute Partnerschaft ist wie alter Wein – sie wird mit den Jahren noch besser.» Nur ein gut funktionierendes Netzwerk an Partnerschaften bringt Erfolg: Seien es die Angehörigen unserer Kundschaft, die Ärzteschaft, Spitäler, Apotheken, Sozialämter und vor allem die Mitarbeitenden. Ihnen allen und selbstverständlich auch unseren Kundinnen und Kunden für ihr Vertrauen in unsere Arbeit sei unser Dank gewiss. Hervorzuheben ist das von gegenseitigem Vertrauen getragene Verhältnis zur Abteilung Spitex & Alter (bisher Spitex Kontraktmanagement) des Gesundheits- und Umweltdepartements der Stadt Zürich. Sie erteilt uns nicht nur den Leistungsauftrag, sondern unterstützt uns bei der inhaltlichen wie auch der nachhaltig-wirtschaftlichen Weiterentwicklung. Vorstandsmitglieder Esther Syfrig (links) und Françoise de Vries (Mitte) im Gespräch mit Camilla Gruschka (rechts). Spitex Zürich Limmat | Geschäftsbericht 2013 9

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Zahlen und Fakten % 29 0,5 1,5 4 4 Personalstruktur Per Ende 2013 waren 841 Mitarbeitende (472,6 VollPflegepersonal auf Tertiärstufe Pflegepersonal auf Sekundarstufe II Hauswirtschaftspersonal 34 Administratives Personal Teamleitung, Leitung Spezialdienste u.ä. Zentrumsleitung Geschäftsleitung 27 Zusätzlich bieten wir verschiedenste Weiterbildun­ gen, Ausbildungs- und Praktikumsplätze für Pflege­ fachfrau/ Pflegefachmann HF (höhere Fachschule), Pflegefachpersonen FH (Fachhochschulen) sowie die berufsbegleitende FaGe-Ausbildung im Validierungs­ verfahren an. Die 2012 neue angebotene Möglichkeit des berufsbegleitenden Bildungsgangs HF nutzen sieben Mitarbeitende. zeitstellen, 56 % Beschäftigungsgrad ) im Unternehmen angestellt. Die Ausbildung von Nachwuchskräften ist von grosser Wichtigkeit. 2013 bildeten wir 21 Lernende Fach­ frau/ -mann Gesundheit (FaGe) aus. Davon schlossen fünf, die 2010 gestartet sind, ihre Lehre erfolgreich ab und acht starteten ins Berufsleben. Tertiärstufe: Höhere Berufsbildung als dipl. Pflegefachperson HF (Höhere Fachschule) resp. Pflegefachperson FH (Fachhochschule). Sekundarstufe II: Berufliche Grundbildung mit eidg. Berufsattest oder eidg. Fähigkeitszeugnis: Assistentin und Assistent Gesundheit und Soziales EBA resp.  Fachfrau/-mann Gesundheit mit EFZ. Mehr zur Bildungssystematik www.oda-g-zh.ch Veränderung der Kundenzahl und Einsätze 180 170 160 150 140 130 120 110 100 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Mit einem Plus von 4,2 % ist die Anzahl Einsätze wesentlich stärker gestiegen, als die Anzahl der verrechneten Stunden (plus 1 %). Die durchschnittliche Einsatzdauer ist um 2 Minuten auf 44 Minuten gesunken. % Einsätze am Wochenende Einsätze Kundinnen/Kunden Verrechnete Stunden (ab 2006 erfasst) Kundenstruktur % 37 8 Die Anzahl der zu betreuenden Kundinnen und Kunden 9 Männer bis 64 Männer 65 bis 79 15 Männer 80+ Frauen bis 64 Frauen 65 bis 79 Frauen 80+ 13 18 hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Innerhalb der Altersgruppen sind kleine Verschiebungen sichtbar. 10

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«Hier soll ein herzlicher Dank Platz finden. Angefangen bei den Haushelferinnen, den Pflegepersonen, über alle Stationen bis zur Geschäftsleitung, die Tag für Tag im Einsatz sind. Das Gesundheitswesen ohne euch alle, undenkbar – danke!» Delegierte Susanna Kunz, ehemalige Spitex-Einsatzleiterin Spitex Zürich Limmat | Geschäftsbericht 2013 11

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Highlights 2013 Stillstand bedeutet Rückschritt. Die Spitex Zürich Limmat AG jedoch schritt auch 2013 mit vielen Projekten tatkräftig voran, um die Zukunft aktiv zu gestalten: Die Highlights des Geschäftsjahres. Stille Revolution hinter den Kulissen Mit der Einführung des neuen Pflegeprozesses wurde auch die elektronische Pflegedokumentation umgesetzt. Diese löst die Papierversionen ab, die für jede Kundin und jeden Kunden in den jeweiligen Spitex-Zentren geführt wurden. Das gesamte Projekt erforderte über 14  500 Stunden Schulungen für beinahe alle Mitarbeitenden der Spitex Zürich Limmat AG. rungen durchführen, mussten während drei Tagen auf dieses neue Instrument umgeschult werden. Im Anschluss an die Bedarfsabklärung definieren die Fallführenden in enger Absprache mit der Kundin oder dem Kunden die notwendigen Pflegeziele und -massnahmen. Darüber hinaus legen sie fest, welche Mitarbeitenden für die Pflege und Betreuung der Kundschaft eingesetzt werAuslöser für dieden. Massnahmen der ses Grossprojekt waren Grundpflege beispielszwei externe Vorgaben: weise dürfen unter anErstens trat 2014 der derem FaGe-Mitarbeisogenannte Administratende ausführen. Sie tivvertrag auch für die sind es oft auch, die als Spitex-Organisationen Bezugsperson erste Andes Kantons Zürich in sprechpartnerin resp. Kraft. Er regelt alle ad-partner der Kundschaft ministrativen Abläufe sind, und damit ebenzwischen der Spitex und falls eine wichtige Rolle den Krankenversicheübernehmen. Braucht rern. Zweitens müssen eine Kundin oder ein dabei Änderungen bei Kunde in einem instabiInhalten der Berufsbillen Zustand komplexere der, zum Beispiel Fachmedizinische Behandfrau/-mann Gesundheit lungspflege, so sind (FaGe), berücksichtigt ausschliesslich diplowerden, da der Admimierte Pflegefachpersonistrativvertrag vorgibt, nen einzusetzen. Diese Die regelmässigen Besuche der fallführenden Pflegefachpersonen müssen bei der Einsatzwelche Aufgaben von planung berücksichtigt werden. Arbeitsaufteilung wurde wem gemacht werden aufgrund von Anpasdürfen. So liegt die Steuerung des gesamten Pflegeprozes- sungen der Ausbildungsinhalte der verschiedenen Berufsses nur noch im Verantwortungsbereich diplomierter Pflege- bilder ebenfalls angeglichen. Deshalb mussten auch hierfür fachpersonen. In der Folge erhalten jede Kundin und jeder alle Pflege- ebenso wie die hauswirtschaftlichen MitarbeiKunde eine fallführende diplomierte Pflegefachperson zu- tenden einen halben oder ganzen Tag die Schulbank drügeordnet. Diese übernimmt unter anderem die Bedarfsab- cken. Denn es galt zu vermitteln, wer fortan mit welcher Ausklärung, bei der sie sich ein Bild der Situation macht und in bildung aber auch Berufserfahrung und Fähigkeiten welche einem weiteren Schritt die Pflegediagnose erstellt sowie den Aufgaben wahrnehmen darf. Bedarf an Pflegeleistungen festlegt. Dadurch drängte sich ein schweizweit standardisiertes BedarfsabklärungsinstruDigitale Unterstützung ment auf. Der bisherige Zürcher Bedarfsplan wurde entsprechend durch das neue RAI-HC-Bedarfsklärungsinstrument* Schon seit einigen Jahren sind digitale Helfer, wie heute abgelöst. Alle diplomierten Pflegefachpersonen, die Abklä- Smartphones, im täglichen Einsatz, zur direkten Vor-Ort-Er- 12

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Seit November 2013 sind 75 neue Spitex-Fahrzeuge in der Stadt Zürich unterwegs und ergänzen die Flotte von mehreren Duzend E-Bikes. fassung der durchgeführten Pflegemassnahmen und der dafür aufgewendeten Zeit. Um den digitalen Kreis zu schliessen, unterstützen verschiedenste elektronische Programme, die mit den bereits vorhandenen Einsatzplanungs-Tools vernetzt sind, das Abklären, das Erstellen der Pflegediagnose und die Definition der Pflegeziele und -massnahmen. So haben alle Mitarbeitenden, die in irgendeiner Form mit der Kundin oder dem Kunden zu tun haben, immer und überall die relevanten Daten verfügbar. Sie können dadurch schnell und kompetent Rückfragen an die Ärzte oder den Spital stellen oder Informationen für die Krankenversicherungen abrufen. Die Einführung des neuen Pflegeprozesses, der Pflegedokumentation und das Erlernen der neuen Software-Anwendungen starteten einen intensiven Veränderungs-Prozess für die gesamte Organisation. Obwohl 2013 die Kernaufgaben neu geordnet wurden und mit mehr als 14 500 Stunden wohl noch nie so viel Zeit für die Weiterbildung der Mitarbeitenden investiert wurde – eines bleibt immer gleich: Im Zentrum steht die fürsorgliche und professionelle Hilfe und Pflege unserer Kundinnen und Kunden. *Mit RAI-HC Schweiz (RAI-Home-Care Schweiz) steht den rund 700 Spitex-Organisationen ein einheitliches Bedarfsabklärungs-Instrumentarium zur Verfügung. Dieses Assessment-System erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an die Bedarfsabklärung sowie die Vorgaben des Spitex Verbands Schweiz. Spitex Zürich fährt 75-mal günstiger Im November wurden innerhalb von wenigen Tagen sämtliche Spitex-Autos durch 75 fabrikneue Stadtflitzer Citroën C1 ersetzt. Das Rundum-sorglos-Paket unseres Outsourcing-Partners beinhaltet sogar eine Kostenoptimierung und damit eine effizientere Bewirtschaftung der neuen Spitex-Flotte. Die bisherige Fahrzeugflotte sowohl der Spitex Zürich Limmat AG (mit 52 Fahrzeugen) als auch der Schwesterorganisation Spitex Zürich Sihl waren teilweise veraltet. Darüber hinaus waren die Prozesse und der Unterhalt, wie zum Beispiel Reifenwechsel und Serviceleistungen, unterschiedlich geregelt. Nach einem sorgfältigen Evaluationsprozess in einem gemeinsamen Projekt der beiden Spitex-Organisationen wurden LeasePlan als Outsourcing-Partner und der handliche Kleinwagen Citroën C1 in der 1-Liter-Motorisierung gewählt. Ausschlaggebend dafür war, dass schon etwa ein Drittel der Spitex Zürich Limmat | Geschäftsbericht 2013 13

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alten Flotte aus Citroëns bestand, sowie positiv bewertete Testfahrten von Basismitarbeitenden. Für einen konkurrenzlos günstigen Monatsbetrag pro Fahrzeug über die nächsten sechs Jahre erhalten die Spitex-Organisationen von LeasePlan ein Full-Service-Leasing-Paket, das unter anderem neben der Finanzierung und Bestellabwicklung sämtliche Service- und Unterhaltsarbeiten, die Versicherungen, sowie das Unfall- und Schaden-Management inkl. Pannendienst und Treibstoff beinhaltet. den, wann zu welchen Kunden müssen – und die Einsätze gewährleistet blieben. Das neue Spitex-Zentrum bietet den rund 135 Mitarbeitenden auf einer Fläche von 580 m2 moderne Büro- und Arbeitsräume. Kompetenz unter einem Dach Der interdisziplinären Zusammenarbeit im Gesundheitssystem gehört die Zukunft. An der Rotbuchstrasse 46 in Zürich-Wipkingen wurden alle Fachstellen der Spitex Zürich zusammengefasst. Dank der ärztlichen Gruppenpraxis und einem Therapie- und Trainingszentrum im selben Haus ergeben sich neue und spannende Kooperationsprojekte. Bis November 2013 waren die sechs Fachstellen der Spitex Zürich an verschiedenen Standorten einquartiert. Mit dem Freiwerden von Flächen an der Rotbuchstrasse 46 bot sich die Möglichkeit, sie als Kompetenz-Zentrum Spitex Zürich zu vereinigen und neue interdisziplinäre Zusammenarbeitsformen aufzubauen. Denn im selben Haus ist die mediX-Gruppenpraxis mit rund 30 Ärztinnen und Ärzten sowie ein Therapie- und Trainingszentrum von Carefit MTT untergebracht. Ein erstes solches Kooperationsprojekt ist SPICA, das zum Ziel hat, eine möglichst lange Erhaltung der Selbstständigkeit und der damit verbundenen Lebensqualität von Seniorinnen und Senioren durch nachhaltige Bewegungsaktivierung zu fördern. Am Projekt beteiligt sind Spitex Zürich Limmat AG, Carefit MTT sowie die städtische Fachstelle für präventive Beratung. Neues Spitex-Zentrum für Zürich-Schwamendingen Das älteste Spitex-Zentrum der Stadt Zürich hat im Mai seinen neuen Standort an der Winterthurerstrasse 659 in Zürich-Schwamendingen in Betrieb genommen. Nach 34 Jahren an der Friedrichstrasse bietet das Zentrum in der neuen Überbauung Luegisland Süd mehr Platz, sowie helle und moderne Räume auf einer Etage statt bisher auf drei. Das Spitex-Zentrum Schwamendingen war seit 1979 – damals als erstes Zentrum für ambulante Pflegedienste der Stadt Zürich – an der Friedrichstrasse 9 ansässig. Eingemietet in Büro- und Behandlungsräumen sowie einer Dreizimmerwohnung auf insgesamt drei Etagen. Mit rund 350 m2 Fläche genügten diese Räumlichkeiten den ständig wachsenden beAmbulante Kunden werden im hellen Eingangs- trieblichen Anfordebereich empfangen. rungen nicht mehr. Dank einer guten Planung zog der gesamte Betrieb innerhalb von drei Tagen in die neue Überbauung Luegisland Süd der Baugenossenschaft Vitasana. Dabei musste vor allem die IT-Infrastruktur ohne Unterbruch funktionieren, damit der gesamte Planungsprozess – welche Mitarbeiten- Auf Knopfdruck Ausbildung «Man kann niemanden etwas lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu finden.» Galileo Galilei, ital. Mathematiker, Physiker und Astronom. Fort- und Weiterbildungen sind für Mitarbeitende im Gesundheitswesen unabdingbar, wollen sie à jour bleiben. Das Thema ist für die Non-Profit-Spitex-Organisationen der Stadt Zürich so wichtig, dass sie eine gemeinsame Fachstelle Bildung führen. Diese ist unter anderem für das Erarbeiten des jährlichen innerbetrieblichen Fortbildungsprogrammes zuständig. Mehr als 70 Seiten umfasste dieses Programm und stand den Mitarbeitenden in allen Spitex-Zentren als Ausdruck zur Verfügung. Das Anmeldeprozedere erfolgte per E-Mail und Aktualisierungen waren nur umständlich möglich. In einem gemeinsamen Projekt von Spitex Zürich Sihl und Spitex Zürich Limmat AG wurde im Frühjahr 2013 eine Online-Plattform in Betrieb genommen, über die sämtliche Prozesse des Veranstaltungsmanagements für die Spitex-Organisationen ablaufen. Die Mitarbeitenden können sich jederzeit online über die Kursangebote informieren, Vorgesetzte melden Mitarbeitende direkt an und Referenten haben ebenfalls alle für sie wichtigen Angaben auf derselben Plattform. Dank einer Schnittstelle zu den Personalmanagement-Systemen sind immer die aktuellen Mitarbeitenden mit ihren Vorgesetzten hinterlegt. Jede Vorgesetztenstelle hat so die Möglichkeit auf Knopfdruck zu sehen, welche Mitarbeitenden angemeldet sind, resp. welche Fortbildungen diese schon besucht haben. Kompetenz-Zentrum Spitex Zürich Rotbuchstrasse 46, 8037 Zürich Gesamtstädtische Fachstellen für alle Spitex-Organisationen • Fachstelle Palliative Care • Nachtspitex • Fachstelle für präventive Beratung im Alter Fachstellen Spitex Zürich Limmat AG • Fachstelle psychosoziale Pflege und Betreuung • Fachstelle für Wundbehandlung und -prävention • Stoma- und Kontinenz-Zentrum Zürich 14

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«Ich will die Dinge so verschieben, dass sie auch für Eventualfälle richtig liegen.» Delegierter Walter Aeberli, dipl. Masch.-Ing. ETH. Spitex Zürich Limmat | Geschäftsbericht 2013 15

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