Powerpointpräsentation Burnout im Pfarrberuf

 

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Vortrag zum Pfarrertag

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Pfarrertag in Neudietendorf 13.06.2013 Burnout: Ursachen, Intervention und Prävention Prof. Dr. Rüdiger Trimpop Iris Seliger Lehrstuhl für Arbeits-, BetriebsOrganisationspsychologie Friedrich-Schiller-Universität Jena ruediger.trimpop@uni-jena.de

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Gliederung • Was ist Burnout und woher kommt der Begriff ? • Woran merkt man Burnout ? • Wie wirkt sich Burnout aus? • Ist Stress als Burnoutmodell geeignet? • Mobbing und Burnout: Eine unheilige Allianz? • Intervention und Prävention: Was kann man tun ?

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Burnout- Einmal Anders 30 Millionen Nennungen bei Google

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Burnout als Krankheit ? Burnout wird in der „Internationalen Klassifikation der Erkrankungen “ als „Ausgebranntsein“ und „Zustand der totalen Erschöpfung“ mit dem Diagnoseschlüssel Z 73.0 erfasst. Der Abschnitt Z enthält „Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheitswesens führen“; Burn-out ist also nach dieser Klassifikation ein Einflussfaktor, aber kein Syndrom und keine eigenständige Krankheit.

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Symptome • • • • • • • • • • • • • • • großer Widerstand, täglich zur Arbeit zu Gehen Versagensgefühle Ärger und Widerwillen Entmutigung und Gleichgültigkeit Negativismus Isolierung und Rückzug tägliche Müdigkeit und Erschöpfung häufiges 'nach der Uhr sehen' große Müdigkeit nach der Arbeit Verlust von positiven Gefühlen den Klienten und Kollegen gegenüber Verschieben von KlientenKundenkontakten Widerstand gegen Anrufe und Besuche von Klienten Stereotypisierung von Klienten Unfähigkeit, sich auf Klienten zu konzentrieren oder ihnen zuzuhören sich starr fühlen • • • • • • Zynismus und tadelnde Einstellung gegenüber den Klienten zunehmender 'Dienst nach Vorschrift' Schlafstörungen Vermeidung von Arbeitsdiskussionen mit sich selbst beschäftigt sein größere Billigung von Mitteln zur Kontrolle des Verhaltens (z.B. Tranquillizer) häufige Erkältungen häufige Kopfschmerzen häufige Magen-Darm-Beschwerden Rigidität im Denken und Widerstand gegen Veränderungen Mißtrauen und paranoide Vorstellungen exzessiver Drogengebrauch Ehe- und Familienprobleme häufiges Fehlen am Arbeitsplatz • • • • • • • •

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Häufigkeitsschätzungen • • • • • • • • Lehrer in der BRD : 26-36% Burnout 52% des Vorruhestands: Psychische Erschöpfung 18% Ä rzte 23% Niederösterreichische Richter 27 % Therapeuten 10-20% Pfarrer 16% Manager 7 % handwerklich tätige

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Kosten • Die OECD in Paris hat im Juli 2007 Daten über die Ausgaben verschiedener Staaten im Jahr 2005 für "Prävention und öffentliche Gesundheit" publiziert. Der Durchschnitt der 20 erfassten Länder beträgt 2,5% der nationalen Gesamtgesundheitsausgaben. Die Extreme sind Kanada (6,1%) und Island (0,6%). Einige weitere Länder: Neuseeland 6%, USA 3,5%, Deutschland 3,3%, Frankreich und Schweiz 2,1%, Österreich 2%, Italien 0,7 %. • Gesamtkosten EU: 130 Milliarden Euro Verlust • Die Schweizer Juristen schätzen für einen schweren Burnout-Fall Gesamtkosten von: Fr. 391.400

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Fehlzeitenursachen Krankheiten (Infektionen, Rücken, Herz) Unfälle (Arbeit, betr. Verkehr) Psychische Faktoren (Stress, KoM, Koop) Umfeld (WLB, Vereinbarkeit Familie) 40% 10% 40% 10%

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Herbert Freudenberger (1926-1999) ''Burnout: The High Cost of High A chievement.''1974 • Burnout ist versagen, abnützen oder erschöpft werden durch außerordentliche Verausgabung an Energie, Kraft oder Ressourcen. • Ausbrennen bedeutet: sich entleeren. Die eigenen körperlichen und seelischen Reserven erschöpfen. Sich selbst bei dem Versuch zerstören, unter Aufbietung aller Kräfte unrealistische Erwartungen zu verwirklichen, die selbstgesetzt oder vom Wertesystem der Gesellschaft aufgezwungen sind

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Individuumsbezogene Konzepte • Burnout als Überanstrengung: Freudenberger (19 7 4) • Burnout als narzistische Persönlichkeitsveränderung: Fisher (1983) • Burnout als Prozess fortschreitender Desillusionierung: Edelwich & Brodsky (1980) • Burnout als Störung des kybernetischen Prozesses: Heifetz & Bersani (1983)

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Cherniss Burnout-Arbeitsstressansatz (1980) • Burnout ist das Resultat eines transaktionalen Prozesses, der sich aus Arbeitsbelastungen, Streß und psychologischer Anpassung zusammensetzt, in welchem ein ursprünglich engagierter Professioneller sich als Reaktion auf die in der Arbeit erfahrenen Stressoren und den erlebten Streß von seiner oder ihrer Arbeit zurückzieht. • Es ist kein Problem individueller Bewältigung oder Anpassung.

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Arbeitswelt- Gesellschaftskonzepte • Burnout als Folge emotionaler Überbeanspruchung : (Maslach & Jackson (1984) • Soziales Kompetenzmodell des Burnout: Harrison (1980) • Burnout als Verlust von Wirksamkeit: Cherniss (1980) • Burnout ist ein arbeitsbezogenes Syndrom, welches aus der Wahnehmung eines Individuums herrührt, dass eine signifikante Diskrepanz zwischen Einsatz (input) und 'Belohnung' (output) besteht, diese Wahrnehmung wird beeinflußt durch individuelle, organisationsbezo-gene und soziale Faktoren. Farber, Schaeufeli: Reziprozität

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Bekannte Burnout-Personen • • • • • Der Skispringer Sven Hannawald der FußballspielerSebastian Deisler; der Jazz-Pianist Keith Jarret der Rapper Eminem Die Sänger/in Mariah Carey, Ricky Martin Historisch belegt: • Mozart • Goethe

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Wer nie gebrannt hat, kann auch nicht ausbrennen ! Aber müssen gleich beide Enden brennen ?

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