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Brennnessel Nr. 10 - Mai 2014

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Fracking im Münsterland?! Während die Bundesregierung mit ihrer Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes auch in Havixbeck Anleger in Windkra und Photovoltaik massiv verunsichert, startete im März EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) eine neue Debatte um ein Fracking-Pilotprojekt in Deutschland, unterstützt von Christian Lindner, FDP. Auch Bernd Westphal (SPD) hatte lediglich einen Vorbehalt: Das Grundwasser sei zu schützen. In den USA richtet diese Methode bereits groß ächige Umweltzerstörungen an. Der Exxon-Konzern sieht Nordwalde und Drensteinfurt als mögliche Standorte der Pilotanlage. Die Bezirksregierung Arnsberg hat dem Konzern bereits die Grundlage für ein Genehmigungsverfahren gescha en. Bürgerinitiativen in Nordwalde wehren sich. Auch die Landräte der Münsterlandkreise sehen keine Notwendigkeit für eine solche Pilotanlage. Sigrid Beer (MdL) und Ute Koczy von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN bringen die Vorbehalte ihrer Partei auf den Punkt: Absoluten Trinkwasserschutz könne es bei dieser gefährlichen Technologie nicht geben. „Die Pilotanlage durch den Multi Exxon lehnen wir rigoros ab“, so die Politikerinnen der GRÜNen. Schon wieder wählen… Was schwätzt ihr denn von Klimawandel…?! – Sitz ich so nett auf mei’m Balkon und gieß meine blaue Petunie. Die Sonne lacht. Was soll ich sagen: Meine Petunie war noch nie so prächtig wie heute. Die ist noch vom letzten Jahr und war sogar im Dezember blau. Also – von mir aus is der Klimawandel ok. Hab ich nur Vorteile von. Wer red’ denn da von 4 Grad wärmer. Is doch klasse. Dann brauch ich nicht an die Côte d’Azur fahrn zum Bräunen. Überschwemmungen, Dürre, Stürme und so? Da hat man im Fernsehen auch mal was zu gucken. Apropos Côte d’Azur. Is mein Pass nicht abgelaufen? – Ach. Fällt mir grade ein: den brauch ich ja gar nich’ mehr. Na. Das is dann mal ein Vorteil von EUROPA. Auch wenn ich nich’ weiß, was die in Brüssel im*"/0,20(0-"/+Ǿ*&1+!4&/10 %ƞ2+ȉ so. Dass die Afrikaner unsere Hähnchenabfälle kaufen und die Mastställe bei uns !&" 2ƞ 3"/-"01"+ǽ  !0 &**"/ 0, 0"&+ muss weiß ich nich’. Trotzdem. Ein Europafan bin ich allemal. Da lass ich nix drauf kommen. Wegen der Côte d’Azur und der Sonne. Nächstens is ja widder Wahl, auch in Havixbeck. Alles nette Leute auf allen Kanälen. Schön fand ich beim Frühlingsfest die 2*0-"+!"+(1&,+ǽ Ų/ $21" 2ƞ 2+! so. Hab auch schon einen gespendet. Un’ du? – Havixbeck is grün, hab ich gelesen. Und dass et gut tut und dass et so bleiben soll. Das is ja schön un’ gut: Aber ein bisschen blau braucht’s auch, wegen meiner Petunie. WIR SETZEN GRÜNe ZIELE Klimaneutral leben und arbeiten in Havixbeck und Hohenholte Das haben wir vor: > Junge Familien bei energetischer Sanierung fördern > Alte Wohnquartiere behutsam entwickeln > Erneuerbare Energien konsequent nutzen > Natur an Hecken und Bächen schützen > Kommunales Klimamanagement einrichten > Schulen zukunftssicher machen > Offene Jugendarbeit neu konzipieren > Orte der Begegnung im Dorfzentrum entwickeln > Bürger direkt beteiligen > Nachhaltig Wirtschaften GRÜN TUT GUT. Unser Wahlprogramm finden Sie unter: www.gruene-havixbeck.de Pokerspiel um Wertstoffhof Der Wertsto of ist nicht mehr neu. Und unser GRÜNes Projekt ist er nie gewesen. Man solle bequem den Müll in Buchten werfen können. Das war der Mehrheitsfraktion einige Hunderttausend Euro wert. Und das auf einem Filetgrundstück im Gewerbegebiet Lütke Feld. Nur wenige Jahre ist das her. Kurz nach Fertigstellung waren die bequemen Containerbuchten schon kaputt. Bis heute ist nichts passiert. Nur die Schäden sind größer geworden. Ob daran zu erkennen ist, wie klamm die Gemeinde Havixbeck ist? Nach außen mag das so scheinen. Tatsächlich lehnt die Mehrheit im Rat es in nicht-ö entlicher Sitzung seit 5 Jahren ab, die erarbeiteten Lösungswege der Verwaltung für eine Schadensersatzregelung zu akzeptieren. Deshalb wurde bis heute nichts repariert. Während die Schäden wuchsen, brodelte es hinter den Kulissen. Gutachter, die zum Beilegen des Streites rieten, wurden von der Mehrheit im Rat stur ignoriert. BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN fragen sich seit einem Jahr, ob der Schaden am Wertsto of nicht am Ende den erstrittenen Schadensersatz beträchtlich übersteigen wird. Wir fordern, dass Kosten und Nutzen nach Beendigung des Verfahrens gegeneinander aufgerechnet werden sollen. Dies sollte nun endlich auch in ö entlicher Sitzung geschehen. Hier wird schließlich mit Havixbecker Steuergeld gepokert. Einen Baum für jeden Pendler Die GRÜNe Baum-Spendenaktion für gute Lu vom Frühlingsfest geht weiter. Die Aktion fand hohes Interesse in der Bevölkerung und der erste Baum wurde bereits im Bürgerpark gep anzt. Im Herbst sollen weitere P anzungen folgen. Die Idee: Ein ausgewachsener Baum wandelt täglich die Abgase einer 35 km-Autofahrt in gute Lu . Warum also nicht die eigene CO2-Bilanz verbessern, damit Havixbeck sich auch in 20 Jahren noch „Die grüne Gemeinde am Rande der Baumberge“ nennen darf? Sie können weiterhin Baumpate werden. – Mehr unter: www.gruene-havixbeck.de Ihre Else vom Blick Ü N tut g ut + + + + + + Hav i x b e c k i s t G RÜ N + + + G RÜ N tut g ut + + + + + + Hav i x b e c k i s t An alle Haushalte Ausgabe 10 – Mai 2014

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BrennNessel Ohne Moos nix los – Oder die Kunst, aus Nichts das Beste zu machen Vor dem Hintergrund der vorgelegten Zahlen zum Gemeindehaushalt 2014 bewerten wir GRÜNen die mittelfristige Haushaltslage deutlich kritisch. Es bedarf starker Anstrengungen aller Krä e, der politischen, der Verwaltung wie der Bürger, den Haushalt perspektivisch wieder gesunden zu lassen. Gleichzeitig darf die zweifellos notwendige Haushaltskonsolidierung nicht dazu führen, die Zukun sgestaltung unserer Gemeinde aus dem Blick zu verlieren: Ortsentwicklung, Klimaschutz, Schulen, Früherziehung und Ehrenamt verlangen überlegtes und mutiges Handeln. Das gilt heute mehr denn je. Die Schulen vor allem garantieren, dass auch in Zukun junge Familien Havixbeck attraktiv nden werden. Hier liegen aus grüner Sicht die Herausforderungen und Schwerpunkte für Investitionen der kommenden sechs Jahre. Weitsichtige Entwicklungsmaßnahmen mit nanziellen Auswirkungen für den Gemeindehaushalt immer nur abzulehnen, so wie wir das mittlerweile leider von der FDP gewohnt sind, bedeutet Stillstand, sogar Rückschritt. Eine unattraktive Gemeinde mit Leerständen im Ortskern wird niemals in der Lage sein, ihre Schulden abzubauen. Seriöses Planen und Handeln unter dem Damoklesschwert der Haushaltskonsolidierung ist die eigentliche Herausforderung. Fraktionssprecher Dieter Skirde in seiner Haushaltsrede 2014: „Wie auch immer man die vergangenen Haushaltsjahre bewerten mag, im Ergebnis hat die Gemeinde in den letzten sechs Jahren, Jahr für Jahr durchschnittlich gut 1,3 Mio. € mehr ausgegeben, als ihr zur Verfügung standen. Dazu kam ein stetig wachsendes Liquiditätsproblem. Der letzte Kassenkredit in Höhe von einer Mio. Euro konnte von der Gemeinde nicht einmal in Teilen zurück gezahlt werden.“ Skirdes Resümée: „Wir müssen alle gemeinsam deutlich differenzierter denken als bislang.“ Es wird in den nächsten 6 Jahren darum gehen müssen, dort zu investieren, wo es klar der Zukun ssicherung des Ortes dient. Es sind aus GRÜNer Sicht Entwicklungen anzustoßen, die sich nach kurzer Zeit nanziell selber tragen können oder die möglicherweise sogar einen eigenen Beitrag zur langfristigen Konsolidierung leisten. Diese Kriterien sah die GRÜNe Fraktion zum Beispiel beim Klimaschutzmanager als gegeben an. Er hätte sich durch Kostenersparnis im Bereich der Energieefzienz schnell bezahlt gemacht. Hier sah die CDU – ziemlich kurzsichtig – statt dessen Einsparpotential. Ausgabe 10 – Mai 2014 Wo bleibt die Windkraft? Still geworden ist es um die Pläne des Gemeinderates zur Ausweisung von Flächen für die Windenergienutzung. – Und nun wurde in den vergangenen Wochen sogar das kleine Windrad in Gennerich nach 21 Betriebsjahren abgebaut. War’s das mit der Windkra in Havixbeck? Nach einem Gerichtsurteil aus dem vergangenen Jahr werden derzeit die Kriterien für die Zulassung von Windrädern landesweit noch einmal neu justiert – und die Landesregierung NRW überarbeitet ihren Windenergieerlass. Auch bundesweit herrscht derzeit Unklarheit über die weitere Förderung der Windkra an Land im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Alles in allem stockt deshalb auch in Havixbeck die Aufstellung eines Flächennutzungsplanes mit Ausweisung von Eignungsächen für die Windkra . Diese Zeit des Nachdenkens sehen wir GRÜNen aber auch positiv, damit in Havixbeck die Bedenken der Windenergiekritiker in den Beratungen gut mit abgewogen werden können. Gleichzeitig verfolgen wir unser Ziel, der Windkra in Havixbeck substantiellen Raum zu geben, weiter. Eines kann der Abbau des Windrades in Gennerich auch den Windenergiekritikern belegen: Zeigt es doch, dass Windräder nach Beendigung ihrer Laufzeit wieder ohne gi ige Rückstände spurlos aus der Landscha verschwinden können, anders als Atomkra werke und anders als Fracking-Förderanlagen. Schon deshalb sollten wir in Havixbeck unsere regionale Energieversorgung stärker als bisher auf Windkra stützen. Jugendarbeit mit Konzept Mehr Beteiligung wagen! „Hier ist ja nix los“, so ist o mals von Jugendlichen in Havixbeck und Hohenholte zu hören. Auch das breite Angebot unterschiedlicher Aktivitäten der Vereine und Verbände kann diesen Eindruck nicht immer wettmachen. Zudem werden nicht alle Kinder und Jugendlichen erreicht. Umso wichtiger ist es uns, Kinder und Jugendliche an der Gestaltung ihrer Lebensräume vor Ort zu beteiligen, damit sie selbst „etwas los machen“ können. Nachdem vor wenigen Jahren der Jugendbeirat „eingeschlafen“ ist, wollen wir GRÜNE einen neuen Versuch starten, Jugendliche an kommunalen Entscheidungsprozessen zu beteiligen, die sie selber betre en, z. B. über die Schülervertretung, das Jugendzentrum EVA sowie über die Vereine und Verbände. So wachsen sie zu mündigen Bürgern heran. Das ist unser Ziel. Insbesondere bei der O enen Jugendarbeit sehen wir Gestaltungsbedarf. Dabei heißt für uns „Partizipation“, dass die Kinder und Jugendlichen ihre eigenen Ideen einbringen. Daraus entwickeln sich konkrete Schritte und Projekte. Beteiligungsmöglichkeiten müssen erkannt, wahrgenommen und kompetent von einem Netzwerk unterschiedlicher Akteure unterstützt werden. Die verbands- bzw. vereinseigene Jugendarbeit ist ein zentraler Eckpfeiler eines Gesamtkonzeptes für Kinder- und Jugendliche, das wir entwickeln und in den nächsten Jahren mit den Beteiligten umsetzen wollen. Zu berücksichtigen sind dabei u.a. die Entwicklungen im Schulbereich mit Nachmittagsunterricht und gestiegener Wissensvermittlung, der demographische Wandel und das veränderte Aufwachsen von Kindern in unserer Gesellscha . Kinder sind nicht unsere Zukun , sie haben das Recht auf IHRE eigene ZUKUNFT und, dass wir Sie auf diesem Weg begleiten. + + + Hav i x b e c k i s t G RÜ N + + + G RÜ N tut g ut + + + + + + Hav i x b e c k i s t G RÜ N + + + G R

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Ausgabe 10 – Mai 2014 BrennNessel Danke an Klaus Gerd Greiff Ein Interview nach 30 Jahren Ratsarbeit Lieber Klaus Gerd – 30 Jahre Mitglied in der Partei BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN – 30 Jahre aktive Politik in und für Havixbeck. Und jetzt heißt es Abschied nehmen. Wie geht es dir mit dieser Entscheidung? Auf der einen Seite freue ich mich, dass ich jetzt mehr Zeit für meine acht Enkelkinder habe. Auf der anderen Seite werde ich die aktive Beteiligung in den politischen Ausschüssen vermissen. Als kritischer Beobachter werde ich auf jeden Fall die Entwicklung in Havixbeck weiter verfolgen. Was hat dich vor 30 Jahren motiviert, dich für GRÜNe Politik in Havixbeck stark zu machen? Ämter übernommen. Von 1989 bis 1999 war ich als Fraktionssprecher aktiv. Seit 2013 bin ich Vorsitzender des Umweltausschusses und seit immerhin 30 Jahren bin ich nun Ratsmitglied. Was waren für Dich die wichtigen Stationen GRÜNer Politik hier in Havixbeck? 1971 bin ich mit meiner Frau und einem Kind nach Havixbeck gezogen, im Laufe der Jahre bekamen wir weitere vier Kinder. Es war mir von Anfang an wichtig, unseren Ort aktiv mit zu gestalten. Der Umweltgedanke stand damals wie heute für mich im Mittelpunkt. Neben der konventionellen Landwirtscha sollten auch die Aspekte der Ökologie stärker berücksichtigt werden. Wie erinnerst du dich an die Gründung der Havixbecker GRÜNen? Die wichtigste Entscheidung war für mich der Antrag auf Gründung der Anne-Frank-Gesamtschule. Über zwei Jahre haben BÜNDNIS90/ DIE GRÜNEN dafür gekämp und am Ende mit Unterstützung einer Bürgerinitiative genügend Anmeldungen für das Schuljahr 1990/91 zusammen bekommen. Meine jüngsten Kinder gehörten zu den Gründungsschülern. – Der Bau des Windrades am Klärwerk war einer unserer ersten Anträge im Rat. Es wurde auf unser Drängen errichtet und erzeugt nun schon seit vielen Jahren umweltfreundlichen Strom. Was möchtest du der neuen GRÜNen Fraktion mit auf den Weg geben? Der Ausbau der regenerativen Energien muss auch weiterhin ak- tiv gefördert werden. Vielleicht scha en wir es auch in Havixbeck, in einigen Jahren energieautark zu werden. Das Klimakonzept wurde ja bereits vorgestellt. Jetzt muss die Umsetzung der Klimaziele unbedingt weiter verfolgt werden. Ein Klimamanager könnte hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten. Die Flächenversiegelung durch Neu-Be- bauung sollte auf das Notwendigste reduziert werden. Ich wünsche der neuen Fraktion, dass sie die gute und konstruktive Arbeit von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN durch ein gutes Wahlergebnis fortsetzen kann. Für ein GRÜNes und lebenswertes Havixbeck. Das Interview führte Dirk Eikmeyer Aus der Friedensbewegung in Havixbeck kannte ich einige Leute, die ähnliche Interessen wie ich hatten. Und so gründeten wir 1983 einen Ortsverband der GRÜNen. 1984 kandidierten wir erstmalig bei der Kommunalwahl und bekamen als neue Partei auf Anhieb ca. 10 % der Stimmen. So waren wir mit drei Ratsmitgliedern im Gemeinderat vertreten. Bis heute habe ich zahlreiche politische Aufgaben und Die kurze Sicht von Schwarz-Gelb Zur Ablehnung eines Klimamanagers für Havixbeck durch die Mehrheitsfraktionen Alle vier Fraktionen im Havixbecker Rat betonten in den vergangenen Jahren stets, dass der Klimaschutz ihnen am Herzen liege. Diese Gemeinsamkeit darf zumindest angezweifelt werden, seit die schwarz-gelbe Mehrheit im Rat es Anfang 2014 abgelehnt hat, eine befristete Halbtagsstelle für einen Klimamanager einzurichten. Die CDU lehnte mit der Begründung ab, dass der Kreis Coesfeld einen Klimamanager einrichten solle. Immerhin sei das Geld knapp im Gemeindesäckel. Diese Argumentation halten wir für kurzsichtig und falsch. Der Kreis Coesfeld ist im Münsterland der einzige Kreis ohne Klimaschutzkonzept. Es wurde bisher nicht einmal beschlossen, eines erstellen zu lassen. Sollte sich trotz der erfahrungsgemäß ambitionslosen Haltung des Kreistages Coesfeld in Umweltfragen dennoch eine Mehrheit für ein Klimaschutzkonzept nden, wäre mit der Einrichtung eines Klimamanagers frühestens in zwei Jahren zu rechnen. Der Coesfelder Klimamanager könnte bei seinem Einstieg auf zwei Jahre Erfahrungen aus Havixbeck zurückgreifen. Die Entscheidung von CDU und FDP gegen einen Klimamanager für Havixbeck bedeutet: Ein kreisweiter Manager fängt in zwei Jahren bei Null an. Und: Er wird nicht vorrangig für Havixbeck zuständig sein, sondern er wird zunächst einmal die Verwaltungsstrukturen des Kreises Coesfeld auf Einsparpotentiale durchforsten müssen. Was auch nötig ist. Dank einer umfassenden Förderung durch das Land NRW hätte der Havixbecker Teilzeit-Klimamanager die Gemeinde lediglich 10.000 € im Jahr gekostet. Diese NRW-Fördermittel werden nun verfallen. Soweit die Kostenseite. Und was hätte der Klimamanager an Nutzen gebracht? – Allein durch das professionelle Aufdecken von kleinen, preiswerten Energiesparmaßnahmen prognostiziert das (CDU-geführte) Bundesumweltamt Einsparpotentiale für den Gemeindehaushalt in Höhe von mindestens 10-15%. Wenn also das Nahwärmezentrum in Havixbeck derzeit Aufwendungen in Höhe von 260.000 Euro erfordert, wäre der Klimamanager in der Lage, an der Stelle jährlich 26.000 Euro einzusparen. Selbst wenn ein Klimaschutzmanager in seiner 3-jährigen Beschä igungszeit nicht über ein gutes Energiemanagement hinaus käme, hätten sich die Investitionen bereits nach gut zwei Jahren für die Gemeinde amortisiert. Und in der Folge stünden jedes Jahr 26.000 Euro an Energieeinsparungen auf der Haben-Seite. Fassen wir zusammen: CDU und FDP zeigen an dieser Stelle Kurzsichtigkeit und schaden dem Prozess der Haushaltskonsolidierung genau so wie dem Klimaschutz in Havixbeck. Klimaschutz: Wie geht es weiter? Klimaneutral Wohnen und Arbeiten in Havixbeck und Hohenholte Im Zentrum unseres GRÜNen Engagements der letzten 5 Jahre stand das Ziel, den Klimaschutz in den örtlichen Strukturen zu verankern. Initiiert und inhaltlich voran getrieben von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN entstand das Integrierte Klimaschutzkonzept als das erste – und wichtigste – überfraktionelle Erfolgsprojekt des Umweltausschusses dieser Legislaturperiode. Ziel des gemeinsamen Arbeitskreises war es, ö entlich für die Belange des Klimaschutzes mit Projekten und Gewinnaktionen wie „Ich hol meine Brötchen mit dem Rad“ zu sensiblisieren. In den Bereichen Energiesparen im Haushalt, beim Wohnen, im Bereich Mobilität und bei klimaschonendem Energieverbrauch wurden einzelne kleinere Maßnahmen aus dem Klimakonzept seit 2012 umgesetzt. Für eine nachhaltige Strategie der Umsetzung des Klimakonzeptes fehlte den Freiwilligen aus den Parteien, der Verwaltung und der Wirtscha trotz des teils hohen persönlichen Engagements jedoch das Fachwissen. Die – befristete – Einstellung eines professionellen Klimamanager lehnte die Ratsmehrheit aus CDU und FDP jedoch Anfang 2014 ab. Was nun? – Für uns GRÜNen bleibt die Priorität Klimaschutz auch in der neuen Legislaturperiode erhalten. Unser Ziel heißt: klimaneutral Wohnen und Arbeiten in Havixbeck und Hohenholte. Ob der Arbeitskreis Klimaschutz wieder zustande kommen kann, wird sich zeigen. Und wie e ektiv er arbeiten kann, steht in den Sternen. Ü N tut g ut + + + + + + Hav i x b e c k i s t G RÜ N + + + G RÜ N tut g ut + + + + + + Hav i x b e c k i s t

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BrennNessel Wahlkreis 001: Südost Ulrich Niehoff Geb. 1970, verh., 3 Kinder So wareentwickler in der Finanzbranche Listenplatz: 14 Politische Interessensgebiete: Umwelt | Energiee zienz | regionale Erzeugung regenerative Energien | Landwirtscha Ausgabe 10 – Mai 2014 Wahlkreis 002: Alter Sportplatz Andrea Wengerter-Toloczyki Geb. 1960, 4 Kinder Lehrerin und Lerntherapeutin Listenplatz: 23 Politische Interessensgebiete: Schulpolitik | Elternarbeit an der AFG | Förderung benachteiligter SchülerInnen | Minderheiten- und Flüchtlingspolitik | Frauenpolitik Wa Rut Geb Sch ting List Bish Ö verb Politische Interessensgebiete: Jugend | Umweltschutz | Wirtsch wicklung Wahlkreis 006: Gennerich / Flothfeld West Dr. Friedhelm Höfener Geb. 1966 in Havixbeck, verh., 2 Kinder Geschä sführer im Bereich Kinder- und Jugendhilfe Listenplatz: 2 Politische Funktionen bisher: > seit 2005 Sachkundiger Einwohner für den Gemeindeelternrat im Ausschuss für Schule, Soziales, Jugend und Sport > seit 2013: Sachkundiger Bürger im Ausschuss für Schule, Soziales, Jugend und Sport Politische Interessensgebiete: Familie und Soziales | Bildung | Energie und Umwelt | Finanzen | Bürgerbeteiligung, Transparenz und Kommunikation Wir machen Manches möglich Als ich vor 13 Jahren nach Havixbeck zog und nach Krabbelgruppen fragte, bekam ich zur Antwort: „Ja, auch das organisieren wir hier und machen es möglich“. – Aus Hamburg kommend hatte ich solche Serviceleistungen noch nie in Frage gestellt. Es gibt sie, man braucht sie – und damit Punkt. Mittlerweile sehe ich das anders. Seit 11 Jahren engagiere ich mich freiwillig in der Havixbecker Politik. Ich sehe in den Kirchengemeinden, im Sport, bei der Musik, im Umweltschutz, in der Heimatp ege, in der Hospizarbeit – einfach in allen Bereichen des täglichen Miteinander: Es läu nicht viel ohne Freiwillige. Auch, dass es ein starkes GRÜNes Team hier in Havixbeck gibt, ist nicht selbstverständlich. Alte Hasen wie Klaus Gerd Grei und der bisherige Fraktionssprecher Dieter Skirde treten kürzer. Ihnen gilt der Dank des Ortsverbandes für die geleistete Arbeit. Wa Jut Geb e Kin List Pol > se > se für > seit 2009: Sprecherin des Ortsve bis 2009: Ausschuss für Schule, S bis 2012: Ausschuss für Wirtscha Politische Interessensgebiete: Ortsentwicklung | Wirtscha sför fragen | Landscha sschutz | Fam Wahlkreis 009: Hohenholte Heribert Overs Geb. 1961 in Hohenholte, verh., 3 junge Erwachsene Tischler, Fachkra für Arbeitsund Berufsförderung, Nebenerwerbslandwirt Listenplatz: 6 Politische Interessensgebiete: Landscha sschutz | Bauen | Umwelt und Energie | Ortsentwicklung | Inklusion | Energie sollte da erzeugt werden, wo sie benötigt wird Wahlkreis 010: Herkentrup / Masbeck Elisabeth Annas Geb. 1958 in Havixbeck Lehrerin, Nebenerwerbslandwirtin Listenplatz: 3 Polit. Interessensgebiete: Umwelt- und Klimaschutz | Erhalt der Parklandscha | Förderung von Obstwiesen | Artenschutz | Ausbau der gymn. Oberstufe der Gesamtschule Wa Wi Geb Dip List Pol Kul wel + + + Hav i x b e c k i s t G RÜ N + + + G RÜ N tut g ut + + + + + + Hav i x b e c k i s t G RÜ N + + + G R

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Ausgabe 10 – Mai 2014 Wahlkreis 004: Unterdorf Dieter Skirde Geb. 1960, verh., 2 Kinder Referatsleiter Informationstechnologie mit den Arbeitsschwerpunkten IT-Strategie, IT-Controlling, Projektmanagement und Organisationsentwicklung Listenplatz: 19 Bisherige politische Funktionen: > seit 2009: Sprecher der Fraktion > seit 2009: Haupt- und Finanzausschuss Politische Interessensgebiete: Finanzpolitik | Renten- und Gesundheitspolitik | Erneuerbare Energien BrennNessel Wahlkreis 005: Oberdorf Dr. Anja Schirmacher Geb. 1967, verh. Diplom-Biologin Spezialgebiet Neurologie Listenplatz: 5 Politische Interessensgebiete: Umwelt- und Naturschutz | ökologische Landwirtscha | Klima | Energiee zienz | Regionale Vermarktung landwirtscha licher Erzeugnisse | Migrationspolitik ahlkreis 003: Am Schlautbach th Feldbrügge b. 1969 in Havixbeck, 3 Kinder hri setzermeisterin / Markeg-Managerin tenplatz: 15 herige politische Funktionen: entlichkeitsarbeit für den Ortsband ha sförderung und Ortsent- ahlkreis 007: Flothfeld Mitte tta Bergmoser Unsere Stärken Die Stärken unseres neuen Teams sehe ich zum einen im Bereich Schule/Familie/Generationen/Soziales und zum anderen im Bereich Umwelt/Energie/Bau/Wirtscha . Wir wollen für – und mit – unseren WählerInnen Dinge in Havixbeck und Hohenholte voran treiben. B E T E I L I G U N G wird bei uns groß geschrieben. Wenn I H N E N Dinge auf den Nägeln brennen, die in der Kommune zu regeln sind: Wenden sie sich gerne an uns. Wir können nicht alles möglich machen, aber doch manches. Und vielleicht kommen Sie dann ja auf den Geschmack – und arbeiten gemeinsam mit uns an GRÜNen Zielen. In einem aktiven Ortsverband wollen wir der Fraktion zuarbeiten und eigene Projekte verfolgen. Wahlkreis 008: Flothfeld Ost Dirk Eikmeyer Geb. 1965, verh., 2 Kinder Lehrer, Lehrerbildung an der WWU Münster Listenplatz: 4 Politische Funktionen bisher: > seit 2013 Ratsmitglied > seit 2013 Ausschuss für Schule, Soziales, Jugend und Sport > seit 2013 Beisitzer des Ortsverbandes Politische Interessensgebiete: Schulentwicklung | Familien- und Jugendpolitik | Ortsentwicklung | Energiepolitik | Umweltpolitik | demographischer Wandel b. 1961, verh., 4 Kinder eologische Fachredakteurin, nderbuchautorin tenplatz: 1 litische Funktionen bisher: eit 2004: Ratsmitglied eit 2012: Mitglied im Ausschuss Umwelt, Feuerwehr und Friedhof erbandes und des Kreisverbandes Soziales, Jugend und Sport a sförderung und Kultur rderung | Umwelt- und Energiemilienpolitik | Jugend | Kirchen Jutta Bergmoser, Sprecherin des Ortsverbandes ahlkreis 011: Pieperfeld Wahlkreis 012: Tilbeck / Brock / Natrup Anja Postruschnik Geb. 1968, verh., 1 Kind Einzelhandels-Kau rau Listenplatz: 9 Politische Funktionen bisher: > seit 2013: stellv. Sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Wirtscha sförderung und Kultur Politische Interessensgebiete: Ortsentwicklung | Handel | Wirtscha sförderung | Tourismus Wahlkreis 013: Lasbeck / Poppenbeck Uwe Tchorz Geb. 1965 in Havixbeck, verh., 3 junge Leute Techn. Aufsichtsbeamter im Bereich Gesundheit/ Prävention Listenplatz: 7 Politische Interessensgebiete: Ortsentwicklung und Wirtscha sförderung | Umwelt- und Landscha sschutz | Kultur und Soziales | Finanzen | demographischer Wandel ilfried Brüggemann b. 1960, verh., 2 junge Leute pl. Sozialpädagoge tenplatz: 8 litische Interessensgebiete: ltur | Soziales | Bauen und Umlt Ü N tut g ut + + + + + + Hav i x b e c k i s t G RÜ N + + + G RÜ N tut g ut + + + + + + Hav i x b e c k i s t

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BrennNessel Ausgabe 10 – Mai 2014 Nicht auf meinem Acker! Wie soll die Parklandscha der Baumberge in 20 Jahren aussehen? Die Rahmenbedingungen dazu wurden jetzt im Regionalplan für den Regierungsbezirk Münster entwickelt. Für den Bereich Havixbeck gab es dazu den Plan der Naturschutzverbände, zusätzlich zur vorhandenen Unterschutzstellung weitere 297 ha Land entlang von Hecken und Bachläufen in einen Biotop-Verbund zum Schutz der Natur mit aufzunehmen. Der Plan beruhte auf einem landesweiten Vorhaben der Naturschutzverbände zum Schutz der Artenvielfalt. Im Abwägungsprozess der Bezirksregierung behielten allerdings die wirtscha lichen Interessen der Landwirte in Havixbeck und Hohenholte die Oberhand. Aber das ist kein Einzelfall, sondern der Trend des Regionalplanes insgesamt. Und das, obschon sich der Zustand von Natur und Landscha in den letzten Jahren vor allem auch aufgrund der intensiven Landbewirtscha ung erheblich verschlechtert hat. In Havixbeck el ein Bereich an der Münsterschen Aa (Hohenholte Richtung Süd/Osten) aus der Schutzwürdigkeit Biotopverbund-Stufe 1 heraus. – Auch die Forderung der Naturschutzverbände, die Münstersche Aa im westlichen Teil als schutzwürdig anzuerkennen, wurde mit Nachdruck vom Landwirtscha lichen Ortsverband Havixbeck und Hohenholte zurück gewiesen. In Zukun legt die Bezirksregierung den Au au eines möglichen Biotop-Verbundsystems zum Schutz der Arten lieber in die Hände der unteren Landscha sbehörde beim Kreis Coesfeld, im Rahmen der Aufstellung von Landscha splänen. Helmut Fehr von der Fraktion BÜNDNIS90/ DIE GRÜNEN im Regionalrat zitiert einen Mitarbeiter der Bezirksregie- Wallhecken schützen Leben Wallhecken gehören seit Jahrhunderten zu den typischen Landscha selementen der münsterländischen Parklandscha . Ursprünglich wurden sie angelegt, um die Felder und Weiden vor Sturm, Wind und Sonne zu schützen und die Erosion der Felder zu verringern. Sie zeigten auch Gebietsgrenzen an. Als solche waren sie mehrere Meter breit, mit einem Graben in der Mitte, der zur Entwässerung der Felder und Wiesen diente. Sie bestanden aus heimischen Gehölzen wie Schlehe, Weißdorn, Holunder, Faulbaum, Haselnuss oder Weiden, die zur Gewinnung von Brennholz benutzt wurden. Die Sträucher dienen bis heute als Schutz für Vögel und als Rückzugsgebiete und Ruhezonen für das Wild. Seit Jahren verschwinden sie immer mehr aus der Landscha oder werden in ihrem Umfang erheblich verkleinert oder gar geschli en. Das ist zum Teil auf unsachgemäße P ege zurückzuführen. Auch starre Vorgaben der EU wirken sich kontraproduktiv aus. Wenn man von einer 3m breiten Hecke 5 m Spritzabstand halten muss und von einer 1m breiten Hecken nur 1 m Spritzabstand, führt das in der Logik einer rein wirtscha lichen Entscheidung dazu, die Hecke zu verschmälern. rung, der sich während der Erörte- rungstermine folgendermaßen äußerte: „Wie ich den Kreis Coesfeld kenne, wird er auf seiner Planungsebene alles zur Zufriedenheit der Landwirte regeln!“ Sie als unsere Wähler können die GRÜNen auf Kreisebene stärken, damit der Natur in Zukun ein stärkeres Gewicht beigemessen wird. Ohne Wild keine Jagd Die Jagdverpachtung aussetzen? – Dieses ema sprach niemand am 03. April bei der Genossenscha sversammlung der Mitglieder der Jagdgenossenscha Havixbeck an. Dabei haben sich die Voraussetzungen für die Neuverpachtung der Jagdreviere völlig verändert: Die Jäger in Havixbeck beobachten nämlich zur Zeit, dass Ihnen nur noch wenige Hasen und Fasanen vor die Flinte kommen. Auch der Rebhuhnbestand ist im Münsterland um 94% gesunken. Diese Arten verschwinden zunehmend, weil ihnen geeigneter Lebensraum fehlt. Lediglich das Rehwild gibt es noch in nennenswerter Zahl im Bezirk Havixbeck und Hohenholte. In Nottuln sind die Pachtpreise für die Jagdreviere deshalb in der Vergangenheit bereits massiv eingebrochen. Auch an diesem Abend stand die Frage auf der Agenda: Was sind die Jagdpächter noch bereit, für leer geräumte Reviere an die Landeigentümer – in der Regel Landwirte – zu bezahlen? Bei der 2. Artenschutzkonferenz von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN und den Naturschutzverbänden in Münster war zuvor im März der Verlust von Brach- und Grün ächen als das Hauptproblem für den Artenschutz dargestellt worden. „Erst verschwindet das Rind von den Wiesen in den Stall und dann werden die Wiesen umbrochen, um Platz zu scha en für Maisfelder,“ so Norwich Rüße, der GRÜNe Abgeordnete des Münsterlandes im Landtag NRW, in einem Gespräch mit dem Ortsverband Havixbeck. Auch das Spritzmittel Glyphosat, das immer mehr vorherrschend wird, steht im Verdacht krebserregend zu sein und den Nachwuchs der Tiere zu schädigen. © fotolia Unzählige Radtouristen zieht es wegen der abwechslungsreichen Landscha in unsere Region. Dazu gehörten einst auch blühende Acker- und Wegesränder, die aber fast vollständig aus unserem Landscha sbild verschwunden sind. Bei der Landbearbeitung werden sie o als unwirtscha lich weggefräst oder aber durch den massiven Einsatz von Dünger in Mitleidenscha gezogen. Denn: Wildblumen brauchen nährsto arme Böden. Wo keine Blumen, da keine Bienen. Der massive Pestizideinsatz auf den Feldern stellt zusätzlich eine akute Bedrohung der Wildbienen, Insekten und Schmetterlinge dar. Von den nützlichen Wildbienenarten in Deutschland steht über die Häl e auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Sie ist zwar nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt, aber durch die Zerstörung der Lebensräume dennoch stark gefährdet. Mittlerweile zeigen einige Landwirte Einsicht. Der LOV Havixbeck berichtet, dass in diesem Jahr eine Strecke von 8 km mit Wildkräutern eingesät wurde. Immerhin: Für die Anlage eines Blühstreifens gibt es Subventionen von der EU. Blühende Ackerrandstreifen + + + Hav i x b e c k i s t G RÜ N + + + G RÜ N tut g ut + + + + + + Hav i x b e c k i s t G RÜ N + + + G R

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Ausgabe 10 – Mai 2014 BrennNessel tiv zu gestalten. Das hat für BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN klare Priorität vor der Ausweisung neuer Baugebiete: Beim Kauf von älteren Häusern durch Familien mit Kindern soll die Gemeinde für die energetische Sanierung einen nanziellen Anreiz setzen. Gute Erfahrungen damit hat bereits die Gemeinde Hiddenhausen gemacht. Daneben wollen wir in einem Wohnquartier – im engen Gespräch mit den Bewohnern – exemplarisch den Bebauungsplan an moderne Wohnformen anpassen, damit junge Familien ermutigt werden, ältere Häuser zu kaufen. An- und Umbauten sowie zusätzliche Wohneinheiten im Haus müssen erleichtert werden, damit Wohnen bezahlbar bleibt. So schaffen wir den demographischen Wandel. Junge Familien in alten Häusern Kaum ist das Baugebiet Habichtsbach fertig bebaut, erö net die Gemeinde Havixbeck nun die Erweiterung: „Habichtsbach 2“. Und das nicht ohne Grund: Denn ohne die Einnahmen aus dem Zwischenverkauf der Grundstücke stünde die Gemeinde Havixbeck nanziell noch deutlich schlechter da. Wie es scheint, stehen die Bauwilligen nach wie vor Schlange. Der Ort ist für junge Familien attraktiv. Und das soll auch unbedingt so bleiben. Trotzdem gibt es gute Gründe, Bedenken gegen die ständige Ausweisung von Neubaugebieten anzumelden: Wollen wir immer weiter unsere grüne Landscha zubauen und Flächen versiegeln? Was passiert mit den älteren Baugebieten in der Zukun ? – Viele Senioren leben schon jetzt allein in ihrem Haus, das einst für eine größere Familie geplant war. Eine energetische Sanierung dieser Häuser für moderne Wohnstandards werden ältere Menschen in der Regel wohl nicht mehr angehen wollen. Es steht zu erwarten, dass in den nächsten Jahren sehr viele gebrauchte Häuser verkau werden. Aus Sicht einer jungen Familie bedeuten allerdings hohe Sanierungskosten der älteren Häuser zunächst ein Kau indernis. – Droht uns also der Leerstand von älteren Häusern? Das ist nicht zuletzt eine Preisfrage. Das wollen wir voran bringen: Unser klares Ziel muss es deshalb sein, für junge Familien die Ansiedlung in gebrauchten Häusern attrak- © contrastwerkstatt Carsharing – Initiative stockt Seit Oktober 2013 bemüht sich der interfraktionelle Arbeitskreis Klimaschutz intensiv darum, einen Standort für Carsharing in Havixbeck zu installieren. Das hat sogar die Regionale-Agentur auf den Plan gerufen. Sie hat in Havixbeck am 9. April eine Tagung für klimaschonende Mobilität abgehalten für Planer und Interessierte aus dem gesamten Gebiet der Regionale 2016. Allerdings muss derzeit als Resümée der Carsharing-Initiative in Havixbeck festgehalten werden, dass trotz intensiver Werbeanstrengungen die für den Partner STADTTEILAUTO notwendigen 30 Interessenten in Havixbeck bisher nicht zusammen gekommen sind. Auch die Gemeinde Havixbeck wird sich an dem Projekt nicht für die eigenen Bediensteten beteiligen, weil durch Sponsoring konkurrenzlos günstig ein Fahrzeug bereit steht. Soll der Arbeitskreis Klimaschutz nun die Schlussfolgerung ziehen: Auf dem Land ist carsharing schwierig – in Havixbeck ist kein Bedarf? Dagegen sprechen die Erfahrungen einer Eifelgemeinde, von der wir bei dem Dialogforum der Regionaleagentur erfuhren. In der Eifel konnte mithilfe von LEADER-Mitteln, einigen Sponsoren und ehrenamtlichen Leuten zunächst für ein halbes Jahr ein „Dorfauto“ angescha werden. Sobald das Auto zum Teilen einmal da war, wurde es intensiv genutzt. Zwei weitere Beispiele wurden bei dem Regionale-Workshop vorgestellt, wo Autohäuser oder Pannenhilfe-Firmen Autos verleihen und so ihren vorhandenen Fuhrpark besser auslasten. Besonders viel versprechend für Langstrecken-Fahrer erscheint aber das Modell der internet-Plattform tamyca, bei der private Autobesitzer ihre Wagen verleihen können, Versicherungsschutz genießen und sogar ein wenig Miete kassieren. Sobald sich der Arbeitskreis Klimaschutz nach der Wahl neu konstituiert hat, wird man verschiedene Modelle für Havixbeck neu prüfen müssen. Endlich attraktivere Spielplätze Erfolgreich haben sich BÜNDNIS90/ DIE GRÜNEN für einen Arbeitskreis Spielplatz eingesetzt. Erste Projekte konnten in 2013 umgesetzt werden, so dass der Verwahrlosung der Spielplätze im Ort Einhalt geboten wird. Denn: Wer Familienfreundlichkeit im Leitbild trägt, muss dafür auch etwas tun. Bereits im Jahr 2008 hat der Gemeindeelternrat auf die desolate Situation vieler Spielplätze hingewiesen. Durch beharrliches Engagement von Eltern und mit politischem Rückenwind durch uns GRÜNe gelang es Anfang 2013 endlich, das ema anzupacken. Mit einer breit angelegten Beteiligung von Kindern und Eltern ist das Interesse für das ema geweckt worden und im positiven Sinn wurden aus den Betro enen Beteiligte. Somit konnten am Haferlandweg und an der Pater-Hardt-Straße das gewünschte Trampolin, der „Doublecross-Trainer“, zwei Jugendbänke (Haferlandweg) sowie ein Rutschturm mit Balance-/Kletteranbauten angescha werden. Außerdem wurden für weitere Spielplätze zwei Rutschtürme, eine Rutsche, eine Sechseck-Kletterkombination und zwei Urwaldhäuser eingekau . Jetzt im Frühjahr geht es mit zwei weiteren Spiel ächen im Flothfeld (Fasanenring und Bolzplatz bei den Kleinspielfeldern) weiter: Die Eltern und Kinder sind gefragt: Was soll hier entstehen? Gibt es p ge Ideen? Doch damit nicht genug. Wir werden uns im nächsten Rat weiterhin dafür stark machen, attraktive Spiel- und Begegnungsmöglichkeiten in Havixbeck zu scha en. Das Integrierte städtebauliche Handlungskonzept bietet einen guten Anknüpfungspunkt hierfür. Wir sehen es als gute Möglichkeit, die Ortsmitte (z. B. Bestenseeplatz und Fußgängerzone) u.a. mit Spielmöglichkeiten aufzuwerten. Wir bleiben dran! Ü N tut g ut + + + + + + Hav i x b e c k i s t G RÜ N + + + G RÜ N tut g ut + + + + + + Hav i x b e c k i s t

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BrennNessel Ausgabe 10 – Mai 2014 Für Havixbeck in den Kreistag Mit dieser neuen Wahlperiode möchten wir Havixbecker GRÜNen uns auch wieder im Coesfelder Kreistag engagieren. Die politischen Ebenen greifen an vielen Stellen ineinander. Damit streben wir eine bessere Vernetzung mit den Entscheidungen der Kreisebene an. Als Kandidatin hat sich die Havixbeckerin Anja Postruschnik (46) aufstellen lassen. Als selbständige Einzelhandelskauffrau kennt Anja Postruschnik den Strukturwandel im Handel durch das online-Geschä aus eigener Erfahrung und möchte daran mitwirken, die Innenstädte im Kreis Coesfeld zu stärken. Ihr zweites Interesse gilt der Kinder-, Familien- und Jugendpolitik im Kreis. Anja Postruschnik ist seit 2013 stellvertretende Sprecherin des Ortsverbandes Havixbeck und hat sich als stellvertretende sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Wirtscha sförderung und Kultur in die politischen Entscheidungsprozesse hier im Ort bereits eingearbeitet. Was im Kreistag zählt Seit 30 Jahren sind BÜNDNIS90/ DIE GRÜNEN im Kreis Coesfeld D I E starke Stimme für Natur und Umwelt. Wir sind eine kleine Truppe – und bei vielen wichtigen Themen kann die Mehrheit im Kreistag uns noch leicht ignorieren. Wir wollen jedoch nicht nur mitreden, sondern auch mit gestalten. Denn es muss sich vieles ändern, damit Zukunft gelingen kann. Wir hoffen darauf, dass Sie uns J E T Z T stärken. Wir haben das Ziel, nach dem 25. Mai mit einem größeren Team im Kreistag vertreten zu sein. Warum das wichtig ist? Regionale Energiewende Der Klimawandel erfordert eine Abkehr von den fossilen Energieträgern Kohle und Öl. Wir GRÜNen im Kreis Coesfeld wollen die Energiewende regional – dezentral – CO2-neutral ausrichten. Leider ist der Kreis Coesfeld im Münsterland der einzige Kreis ohne Klimaschutzkonzept und ohne erkennbare Zielstellung. Verwaltung und politische Mehrheit weigern sich bisher, hier als Motor einer Entwicklung zu wirken. Dabei sind die wirtscha lichen Möglichkeiten, die in der Energiewende liegen, enorm. Alleine für Energie geben die Menschen in Kreis Coesfeld jährlich ca. 600 Mio. EURO aus. Dieses Geld soll in der Region bleiben und unsere Wirtscha stärken. Umweltschutz wird im Kreistag belächelt Natur-, Umwelt- und Artenschutz werden von den derzeitigen Entscheidungsträgern wie eine lästige P ichtaufgabe behandelt, nicht wie eine Herzensangelegenheit. Der Kreis Coesfeld hat aber die Möglichkeit und Zuständigkeit, mehr zu tun, als die Bodenversiegelung oder den Verlust natürlicher Lebensräume für Flora und Fauna in knappen Nebensätzen zu beklagen. Zum Beispiel könnten wieder neue Obstbäume, Solitäreichen und Kleingewässer in die Landscha gebracht werden. Wir fordern ein P egekonzept für die ökologisch wertvollen Gewässerrandstreifen. Erst eine stärkere GRÜNe Fraktion im Kreistag kann die Impulse aus den Naturschutzverbänden im Kreis Coesfeld durchsetzen. Straßen und Wege sanieren Wir brauchen keine weiteren Umgehungsstraßen. Die Bodenversiegelung muss endlich ein Ende nden. Die Finanzmittel müssen stattdessen in die Instandhaltung der Straßen und Gebäude gelenkt werden. Doch hier hat der Kreis in den letzten Jahren die erforderlichen Re-Investitionsquoten deutlich verfehlt. – Das Münsterland ist die Region der Radfahrer. Durch den Boom der E-Bikes hat diese Form der umweltfreundlichen Fortbewegung einen weiteren Schub erhalten. Daher wollen wir lieber den Ausbau des Radwegenetzes weiter vorantreiben. Wir GRÜNen im Kreistag von Coesfeld würden viele politische Schwerpunkte anders setzen, als es bislang geschieht. Sie haben am 25. Mai zu bestimmen, wie gut wir unsere Ideen umsetzen können. Wir brauchen Ihre Stimme für den Kreistag. Das GRÜNe Team für den Kreistag. Impressum Herausgeberin: BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Havixbeck Michaelstr. 40 · 48329 Havixbeck e-mail: ortsverband@gruene-havixbeck.de Redaktion: Jutta Bergmoser, Andreas von Rosenberg Lipinsky, Dirk Eikmeyer MitarbeiterInnen dieser Ausgabe: Dr. Friedhelm Höfener, Heribert Overs, Dr. Anja Schirmacher, Norbert Vogelpohl (Coesfeld) Auflage: 5.300 Stück Layout, Satz: Ruth Feldbrügge BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN im Internet: www.gruene-havixbeck.de www.gruene-coe.de Diese BrennNessel wurde auf RecylingPapier und mit Bio-Druckfarben auf pflanzlicher Basis, Isopropylalkoholfrei gedruckt. + + + Hav i x b e c k i s t G RÜ N + + + G RÜ N tut g ut + + + + + + Hav i x b e c k i s t G RÜ N + + + G R

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