Ab in die Mitte Dokumentation - 2013

 

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Ab in die Mitte Dokumentation - 2013

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STADT MITTENDRIN – STATT AUSSEN VOR. Dokumentation 2013 „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“ 1

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Wir danken allen Sponsoren und Initiatoren! Mit freundlicher Unterstützung von: Sächsisches Staatsministerium des Innern Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Fleischerei Richter 2

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INHALT Grußwort des Staatsministers Unsere Hauptsponsoren 10 Jahre „Ab in die Mitte!“ - eine Erfolgsgeschichte Teilnehmerstädte Übersichtskarte Preisträger Annaberg-Buchholz: KUNST STA(d)TT BAD Eilenburg: Heinzelmännchen auf der Spur – Burg mittendrin statt außen vor Oederan: Kreative Dörfer – Ortsteile genial zentral Pirna: Straßengärten á la carte – Pirna handelt grün Görlitz: Die neue Marktwirtschaft Mügeln: Markt 10 – komm her – verweile und genieße Bad Brambach: Kleine Quellen für unsere Quellenzwerge Arzberg: Altertümlicher Bauernhof Kathewitz - ländliche Traditionen wiederbeleben Die Wettbewerbsbeiträge der Teilnehmer 2013 „Ab in die Mitte!“-Fotowettbewerb Evaluierung Jurysitzung Breites Engagement seit 2004 Aus den anderen Bundesländern Nordrhein-Westfalen Berlin Hessen Niedersachsen Michael Fischer Art Meilensteine 2014 Impressum 4 6 8 14 15 16 20 24 28 32 36 40 44 47 68 70 75 78 80 82 84 86 88 90 91 3

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GRuSSwort des Staatsministers Geleitwort von Herrn Staatsminister Markus Ulbig zum Wettbewerb „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“ 2013 Markus Ulbig Sächsischer Staatsminister des Innern Der Wettbewerb „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“ wurde im Jahr 2004 erstmals als Public Private Partnership Initiative ausgelobt. Sein Ziel ist, die Multifunktionalität in den sächsischen Städten und Gemeinden zu erhalten und sie dort, wo sie nicht in dem Maße sichtbar wird, durch beispielgebende Lösungen zu fördern. In unseren Innenstädten ist Vielfalt, Vitalität und öffentliches Leben noch immer am stärksten gebündelt, aber hier sind auch die größten Herausforderungen, wenn wir nur an den Leerstand und die Konzentration von Großhandelseinrichtungen am Stadtrand denken. Das gemeinsame Handeln von Bürgern, privaten Initiativen, der Wirtschaft und der öffentlichen Hand ist der zentrale Kern der Initiative. Ein Kriterium des Wettbewerbs ist die Bürgerbeteiligung. Unter dem Dach des Wettbewerbs werden zwei Dinge verbunden, die zueinander gehören: Eigeninitiative und gemeinschaftliches Handeln verwirklichen sich in einem greifbaren Projekt. Dieses Vorhaben muss in Sachsen stets aus einem nicht investiven und einem investiven Teil bestehen. Im Jahr 2013 ist der Wettbewerb „Ab in die Mitte!“ zum zehnten Mal in Sachsen ausgelobt worden. Wie in den vergangenen Jahren haben sich auch im Jahr 2013 viele Städte und Gemeinden an ihm beteiligt. Die Jury hat aus den eingereichten Beiträgen acht Projekte nominiert. Diese Beiträge sind dann auf der Abschlussveranstaltung des Wettbewerbs im Tom-Pauls-Theater in Pirna ausgezeichnet worden. Die Preisgelder in Höhe von 4

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GRuSSwort des Staatsministers insgesamt 90.000 EUR waren ein weiterer Anreiz, dass sich 21 Städte am Wettbewerb beteiligt haben. Die über die Jahre hohe Wettbewerbsbeteiligung - 120 Kommunen in zehn Jahren - ist nur ein Aspekt, der zeigt, dass dieser Städtewettbewerb von den Kommunen positiv gesehen wird. Die Akzeptanz des Wettbewerbs wird in zwei Dingen sichtbar: Viele Städte und Gemeinden haben bereits mehrfach am Wettbewerb teilgenommen. Sie wird aber auch darin sichtbar, dass sich neben den zahlreichen Mittelstädten regelmäßig die sächsischen Großstädte beteiligen. Selbst kleinere Gemeinden, die mit einem weitaus höheren Aufwand einen Beitrag erarbeiten müssen, sind vertreten. Der Wettbewerb „Ab in die Mitte“ ist vor allem ein Ideenwettbewerb! Auch das zehnte Jahr zeigt, wie viele Ideen, welche Energie und welches Engagement entfaltet werden, wenn in den Städten gemeinsam über attraktive Innenstädte nachgedacht wird. Die privat-öffentlichen Kooperationen bewirken genau das, wofür sich die sächsische Politik auf dem Feld der Stadtentwicklung einsetzt: nachhaltige, strukturelle Veränderungen in den Innenstädten einzuleiten, die langfristig dazu führen, dass attraktive, wirtschaftlich „stabile“, aus sich heraus lebende Innenstädte entstehen. Wir haben das Ziel, dass sich die Bewohner der sächsischen Innenstädte dort weiterhin wohlfühlen. Dazu sind Anstrengungen erforderlich, die darauf abzielen, dass in den Innenstädten Mieteinnahmen erzielt und Gebäude instandgesetzt werden und die Bewohner Grundversorgungseinrichtungen leicht erreichen können. Attraktive Innenstädte haben für die nahe und weite Umgebung eine Bindungs- und Erlebnisfunktion. Besucher, Bewohner und Touristen wollen heute gern etwas erleben. Überall dort, wo lebensfähige Innenstädte, inhabergeführte Geschäfte und ein hoher Wohnbevölkerungsanteil den Innenstädten wirtschaftliche Stabilität verleihen, bestehen gute Entwicklungsmöglichkeiten. Davon profitiert immer auch die Gesamtstadt. So ist es aus meiner Sicht erforderlich, dass der Wettbewerb in das zweite Jahrzehnt geht. Mein Dank gilt natürlich zuerst den Preisträgern und den Teilnehmern am Wettbewerb im Jahr 2013. Aber das zehnjährige Jubiläum ist für mich zugleich ein besonderer Anlass, allen Wettbewerbsteilnehmern des vergangenen Jahrzehnts und all denjenigen, die in der Initiative seit dem Jahr 2003 mitgewirkt haben, zu danken. Wir wollen - bei aller Unterstützung durch den Freistaat Sachsen - nicht vergessen, dass es die Sponsoren waren, die mit ihrem finanziellen und inhaltlichen Engagement maßgeblich dafür verantwortlich sind, dass der Wettbewerb heute stattfinden kann. Markus Ulbig Sächsischer Staatsminister des Innern 5

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Unsere Hauptsponsoren Sächsische Volksbanken Raiffeisenbanken Zehn Jahre lassen sich nun schon die Städte und Gemeinden in Sachsen durch „Ab in die Mitte!“ inspirieren, an der Attraktivität ihrer Zentren zu arbeiten. Dabei sind Projekte realisiert worden, die in den jeweiligen Kommunen die Innenstadtentwicklung nachhaltig prägten. Wir Volksbanken Raiffeisenbanken in Sachsen sind stolz darauf, von Anfang an diese Initiative unterstützen zu können. Unsere Mitwirkung ist nur konsequent, da unsere Filialen mittendrin in der „Mitte“ liegen. Genau dort erreichen wir unsere Mitglieder und Kunden, und das soll zukünftig auch so bleiben. Deshalb haben wir ein grundlegendes Interesse daran, dass die Innenstädte mit ihrer exponierten Lage und all ihren Vorzügen für die Menschen aus der jeweiligen Region Anziehungspunkte bleiben. Andreas Woda Vorstand Volksbank Leipzig eG Wir unterstützen sehr gerne alle Bemühungen in den Gemeinden und Stadtverwaltungen, die Attraktivität dieser Zentren aufrechtzuerhalten und auszubauen, die Lebensqualität zu steigern und das Bedürfnis der Menschen, „in die Stadt gehen zu wollen“ anzuregen. Ob schwierige finanzielle Ausgangssituationen oder ein Jahrhunderthochwasser, nichts kann diese Bemühungen wirklich stoppen. Ohne das persönliche Engagement der Menschen vor Ort geht es dabei natürlich nicht. Der Wettbewerb leistet einen wichtigen zusätzlichen Beitrag zur Motivation, innenstadtfördernde Projekte in Angriff zu nehmen. Das ist es auch, was uns antreibt, die City-Offensive in Sachsen weiterhin aktiv zu unterstützen. EDEKA Grundstücksgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen mbH Das 10-jährige Jubiläum ist  ein runder, aber noch jugendlicher Geburtstag. Dabei ist die Initiative „Ab in die Mitte“ längst erwachsen und tatsächlich in der Mitte der Kommunen und der Bürger angekommen. Für die Edeka Nordbayern-Sachsen-Thüringen ist es eine Herzensangelegenheit, die Initiative weiterhin zu unterstützen, da wir uns mit den Zielen voll identifizieren können und durch unsere Kaufleute vor Ort seit vielen Jahren die Verbundenheit zur Region deutlich dokumentieren. Christoph Grundmann Prokurist, Geschäftsbereichsleiter Immobilien und Expansion 6

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Unsere Hauptsponsoren Landesarbeitsgemeinschaft der Sächsischen Industrie- und Handelskammern Wir freuen uns, dass auch nach 10 Jahren ein ungebrochenes Interesse an „Ab in die Mitte!“ besteht. Die Sächsischen Industrie- und Handelskammern sind von Anfang an Mitinitiatoren und darüber hinaus auch Hauptsponsoren der Initiative. Dies tun wir sehr gern, sind doch viele IHKMitgliedsunternehmen direkt oder indirekt von attraktiven Innenstädten abhängig, z. B. die dort ansässigen Handels-, Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe. Zum Anderen zählen anziehende und abwechslungsreiche Angebote in Handel, Gastronomie, Bildung, Kunst und Kultur zu den weichen Standortfaktoren der Städte und Gemeinden. Es ist eine Tatsache, dass Unternehmen in Kommunen mit solchen Angeboten leichter Arbeitskräfte gewinnen können und auch eher bereit sind, zu investieren. Zudem sind attraktive und funktionierende Innenstädte als Wirtschaftsfaktor nicht zu unterschätzen. Der Wettbewerb „Ab in die Mitte!“ ist und bleibt ein wichtiger Baustein im IHK-Engagement für unsere Innenstädte! Hans-Joachim Wunderlich Hauptgeschäftsführer IHK Chemnitz Fleischerei Richter Die Fleischerei Richter ist mit mehr als 140 Filialen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen präsent. Oft trifft unser Unternehmen in sächsischen Städten dabei auf Initiativen, die dem „Ab in die Mitte!“-Wettbewerb entstammen. Für uns zeigt sich somit aus erster Hand das grundsätzlich positive Wirken der „City-Offensive“. Für die sächsischen Städte macht gerade die Kombination aus nichtinvestiver und aus investiver Wettbewerbskomponente eine Teilnahme attraktiv und sinnvoll. Wer auf dieser Basis klug die vererbten Traditionen und die überkommene innerstädtische Bausubstanz mit architektonischer Modernität und einer lebendigen Gemeinschaft von Verwaltung, Wirtschaft und Bevölkerung verbindet, stärkt die Zukunftsfähigkeit seiner Stadt. Wenn für das Stadtzentrum zugleich eine sich gegenseitig befruchtende Funktionalität beachtet wird, schafft dies für die Fleischerei Richter sowie für andere Unternehmen attraktive Standortfaktoren. Dieter Richter Geschäftsführer Fleischerei Richter 7

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10 Jahre „Ab in die Mitte!“ 10 Jahre „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“ – eine Erfolgsgeschichte Seit 2004 wird in Sachsen der Innenstadt-Wettbewerb ausgelobt. 125 Städte und Gemeinden haben bisher daran teilgenommen, viele auch mehrfach. Insgesamt 330 Projekte wurden eingereicht. Oft stehen dahinter Ideen und konkrete Planungen für nachhaltige Stadtentwicklungsprojekte in Millionenhöhe. So ist der Wettbewerb zu einer echten Plattform der kreativen Entwicklung von Ideen und Konzepten für die Zentren der Städte und Gemeinden in unserem Land geworden. Die Möglichkeit zur Beteiligung privat organisierter Unternehmen, Interessensgruppen, Verbände, Vereine sowie auch einzelner Bürger ist nicht nur gewünscht, sondern sogar gefordert. Damit haben „Public Private Partnership“ und Bürgerbeteiligung eine neue Qualität auf Landesebene erreicht. Dank der Sponsoren und Initiatoren wurde über die jährliche Auszeichnung der besten Beiträge ein Anreiz geschaffen, der auch zur Projektumsetzung beiträgt. Mit 30.000, 20.000, 10.000 Euro oder weiteren Anerkennungspreisen in vierstelliger Höhe wird eine Position im Haushalt vorzusehen sein, über die auch Rechenschaft in der Verwendung abzulegen ist. So konnten aus den Sponsorenbeiträgen über 10 Jahre Preisgelder für über 100 Beiträge von insgesamt über 1 Mill. Euro ausgegeben werden. Die beiden Warenhausunternehmen Karstadt und Kaufhof als Mitbegründer dieses Wettbewerbs in Nordrhein-Westfalen und dann auch in Sachsen hatten sicherlich dieses Ziel im Blick, einen nachhaltigen Anstoß zur Verbesserung der Situation in den Zentren unserer Städte zu geben. Dass dies aber in fünf Bundesländern zu dieser permanenten „Bewegung“ führte, ist auch sicherlich dem sich immer weiter ausbreitendem Engagement verschiedenster Akteure zu verdanken. In Sachsen hat sich der Wettbewerb „Ab in die Mitte!“ durch eine kontinuierliche Aufbau- und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren auf Landesebene zu einem festen Bestandteil öffentlich-privater Partnerschaft für kreative Stadtentwicklungsprojekte herausgebildet. Jährlich vorgegebene Mottos lassen immer wieder neue Blickwinkel, Betrachtungsebenen und Ideenansätze zu. Die Wettbewerbsmottos von „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“ (2004 bis 2013): 2004: Neue/alte Stadtidentitäten 2005: Gastgeber Stadt – Kommen, Sehen und Erleben 2006: Erlebnis Stadt – FreiZeitRaum 2007: FamilienLeben – InnenStadt 2008: Prima-Stadt-Klima 2009: Integration Stadt – statt Barrieren 2010: Treffpunkt Stadt – Leben und Verweilen 2011: Kreatives Stadt(Er)Leben 2012: Aktive Stadt – Mitte(n) in Bewegung 2013: Stadt mittendrin – statt außen vor 8

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10 Jahre „Ab in die Mitte!“ So motivierte auch 2013 nicht zuletzt das Jahresmotto „Stadt mittendrin – statt außen vor“ 21 sächsische Städte und Gemeinden zur Teilnahme am Wettbewerb. Zum Auftakt in Oederan am 27. Februar 2013 wurde nun schon traditionell das Wettbewerbsmotto durch den Schirmherrn der diesjährigen Initiative, Innenminister Markus Ulbig, bekannt gegeben. Fachbeiträge zur Stadtentwicklung, zu aktiver Stadtentwicklungspolitik und der Besuch von umgesetzten Projekten durch „Ab in die Mitte!“ in der Kleinstadt sollten die Teilnehmer „einstimmen“. Die Entscheidung zu den besten eingereichten Projekten fällt jedes Jahr schwer. Die Qualität aller Beiträge ist sehr hoch. Es ist spürbar, wie viel Engagement, Kraft und Zeit von vielen Personen sowie oft auch schon konkreter finanzieller Aufwand in der Projektentwicklung steckt. Eine Jury trägt die Verantwortung, hier die besten Beiträge auszuzeichnen. So entsteht oft die Frage „Warum ist unser Beitrag nicht unter den Preisträgern?“. Dieser Frage wollen wir mit einer näheren Erläuterung in dieser Dokumentation zur Entscheidungsfindung durch die Jury nachgehen (s. S. 75). Die Abschlussveranstaltung stand ganz im Zeichen des Jubiläums 10 Jahre „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“. Zahlreiche Beispiele aus umgesetzten Projekten zeigen, wie wichtig und wirkungsvoll der Wettbewerb für neue, attraktive Projekte in den Innenstädten ist. Vertreter aus den anderen „Ab in die Mitte!“-Bundesländern Berlin, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen berichteten über interessante Projekte in ihren Städten. In der Dokumentation informieren wir ebenfalls regelmäßig kurz über diese Initiativen (s. S. 80). Der Veranstaltungsort im Tom-Pauls-Theater, mitten in der Stadt Pirna, war selbst einmal „Ab in die Mitte!“-Projekt. Tom Pauls referierte über Sachsen, sächsische Mundart und unser Verhältnis zu anderen Bundesländern, womit er auf sein neues Buch (in Partnerschaft mit Bernd-Lutz Lange) „Nischd wie hin“ Interesse weckte. Höhepunkt einer jeden Abschlussveranstaltung ist die Bekanntgabe der Preisträger sowie die Übergabe der Teilnahmeurkunde durch den international bekannten Künstler Michael Fischer-Art aus Leipzig. Am Schluss dieser Dokumentation sind nochmals alle zehn Teilnahmeurkunden der vergangenen Wettbewerbe abgebildet, zusammen mit einem Statement des Künstlers selbst. Anhand der jährlich erscheinenden Dokumentation zum Wettbewerb, zu den Beiträgen der Preisträger sowie vielen 9

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10 Jahre „Ab in die Mitte!“ weiteren Informationen rund um die Initiative lässt sich die Vielfalt der Aktivitäten nachvollziehen. All dies kann man auch über den Internet-Auftritt www.abindiemitte-sachsen.de zurückverfolgen. Eine sehr eindrucksvolle, aktionsgeladene Dokumentation des Wettbewerbs stellen auch die „Ab in die Mitte!“-Filme der MOB Multimedia in Taucha dar. Sicher könnten diese nun schon zu einer umfangreichen, mehrstündigen Dokumentation zusammengestellt werden. Die Erstausstrahlung der jeweils letzten Beiträge zu jeder Veranstaltung des Wettbewerbs auf Landesebene illustriert die Dynamik in eindrucksvoller Weise. Auch diese Beiträge können kostenfrei über die Homepage eingesehen oder direkt vom Produzenten nochmals bestellt werden “AB IN DIE MITTE! DIE CITY-OFFENSIVE SACHSEN” DOKUMENTATION 2004 1 In regelmäßigen Abständen wurden die Teilnehmer am Wettbewerb gefragt, wie wichtig dieser ist, was er für die eigene Arbeit bedeutet und was in Zukunft besser gemacht werden könnte. Ergebnisse der aktuellen Evaluierung sind in einem eigenen Beitrag in dieser Dokumentation nachzulesen (s. S. 70). Wenn auch nicht jeder Preise erhalten kann, so hat doch jeder schon gewonnen, wenn er am Wettbewerb teilgenommen hat. Denn es ist ja schon der erste wichtige Schritt, gemeinsam eine Idee entwickelt zu haben, diese weiterzuverfolgen und sie somit auch unabhängig von Preisgeldern umsetzen zu können. Das haben ebenfalls schon viele Teilnehmer bewiesen. 10 Jahre „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“ war auch Anlass, auf umgesetzte Projekte aus einer anderen Perspektive aufmerksam zu machen. Über einen Fotowettbewerb wurden die schönsten Eindrücke zu umgesetzten Projekten prämiert. Aus den 12 besten Motiven entstand erstmals ein „Ab in die Mitte!“-Fotokalender (s. S. 68). Vielleicht wird auch daraus wie aus anderen Aktivitäten rund um den Wettbewerb und die Initiative selbst eine schöne Tradition. 10 Jahre Rückblick heißt zugleich Ausblick – der Wettbewerb geht auch ins nächste Jahrzehnt! Dies haben wir treuen und Jubiläumsbroschüre 5 Jahre Neue/Alte StAdtideNtitäteN GAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN lebeNSGefühl StAdt – freiZeitrAum fAmilieNlebeN-iNNeNStAdt PrimA-StAdt-KlimA Neue/Alte StAdtideNtitäteN GAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN lebeNSGefühl StAdt – freiZeitrAum fAmilieNlebeN-iNNeNStAdt PrimA-StAdtNeue/Alte StAdtideNtitäteN KlimA Neue/Alte StAdtideNtitäteN GAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN lebeNSGefühl StAdt – freiZeitrAum fAmilieNlebeN-iNNeNStAdt PrimA-StAdt-KlimA Neue/Alte StAdtideNtitäteN GAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN lebeNSGefühl StAdt – freiZeitrAum fAmilieNlebeN-iNNeNStAdt PrimA-StAdtGAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN KlimA Neue/Alte StAdtideNtitäteN GAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN lebeNSGefühl StAdt – freiZeitrAum fAmilieNlebeN-iNNeNStAdt PrimA-StAdt-KlimA Neue/Alte StAdtideNtitäteN GAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN lebeNSGefühl StAdt – freiZeitrAum fAmilieNlebeN-iNNeNStAdt PrimA-StAdtKlimA Neue/Alte StAdtideNtitäteN GAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN lebeNSGefühl StAdt – freiZeitrAum fAmilieNlebeN-iNNeNStAdt PrimA-StAdt-KlimA Neue/Alte StAdtideNtitäteN GAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN lebeNSGefühl StAdt – freiZeitrAum fAmilieNlebeN-iNNeNStAdt PrimA-StAdtlebeNSGefühl – freiZeitrAum KlimA lebeNSGefühl StAdt – StAdt freiZeitrAum Neue/Alte StAdtideNtitäteN GAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN lebeNSGefühl StAdt – freiZeitrAum PrimA-StAdt-KlimA Neue/Alte StAdtideNtitäteN GAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN fAmilieNlebeN-iNNeNStAdt lebeNSGefühl StAdt – freiZeitrAum fAmilieNlebeNfAmilieNlebeN-iNNeNStAdt iNNeNStAdt PrimA-StAdt-KlimA Neue/Alte StAdtideNtitäteN GAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN lebeNSGefühl StAdt – freiZeitrAum fAmilieNlebeN-iNNeNStAdt PrimA-StAdt-KlimA Neue/Alte StAdtideNtitäteN GAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN lebeNSGefühl StAdt – freiZeitrAum fAmilieNlebeN-iNNeNStAdt PrimA-StAdt-KlimA Neue/Alte StAdtideNtitäteN GAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN lebeNSGefühl StAdt – freiZeitrAum fAmilieNlebeN-iNNeNStAdt PrimA-StAdt-KlimA Neue/Alte StAdtideNtitäteN GAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN lebeNSGefühl StAdt – freiZeitrAum fAmilieNlebeN-iNNeNStAdt PrimAStAdt-KlimA Neue/Alte StAdtideNtitäteN GAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN lebeNSGefühl StAdt PrimA-StAdt-KlimA – freiZeitrAum fAmilieNlebeN-iNNeNStAdt PrimA-StAdt-KlimA Neue/Alte StAdtideNtitäteN GAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN lebeNSGefühl StAdt – freiZeitrAum fAmilieNlebeN-iNNeNStAdt PrimA-StAdtKlimA Neue/Alte StAdtideNtitäteN GAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN lebeNSGefühl StAdt – freiZeitrAum fAmilieNlebeN-iNNeNStAdt PrimA-StAdt-KlimA Neue/Alte StAdtideNtitäteN GAStGeber StAdt – KommeN, SeheN uNd erlebeN lebeNSGefühl StAdt – freiZeitrAum fAmilieNlebeN-iNNeNStAdt PrimA-StAdt-KlimA 2004 2006 2005 2008 2007 10

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10 Jahre „Ab in die Mitte!“ neuen Sponsoren und Initiatoren zu verdanken. Aber auch dem andauernden, sich wiederholenden oder auch neuen Engagement der „Zielgruppen“, den sächsischen Städten und Gemeinden und deren tiefem Verständnis für schöne, erlebenswerte Treffpunkte zur Bereicherung des gesellschaftlichen Lebens – in der Gemeinschaft. In diesem Sinne wünschen wir allen viel Freude beim Lesen der Dokumentation, Motivation für Neues, Interessantes – und damit vielleicht auch der Teilnahme an „Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen“ aus Ihrer Stadt oder Gemeinde! Ihr Organisationsbüro 1. Preis des Wettbewerbs 2013 - Annaberg-Buchholz v.l. Hauke Haensel (Volksbank Pirna eG), Sylvia Graupner (Graupner Illustration), Barbara Klepsch (Oberbürgermeisterin), Michael Fischer-Art 11

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Stimmen UND Meinungen O-Töne – aus dem neuen „Ab in die Mitte!“-Film Immer mehr und immer häufiger sind wir „online“. Auch der neue „Ab in die Mitte!“-Film ist nicht nur zur Auftaktoder Abschlussveranstaltung zu sehen, sondern kann über unsere Homepage oder den Hersteller, MOB Multimedia Taucha, von der Homepage abgerufen werden. Einige Auszüge daraus sollen aber auch hier wiedergegeben werden, denn: Neben vielen interessanten Beiträgen aus Teilnehmer- und Preisträgerstädten wurden aufschlussreiche Statements von den Akteuren aus den Städten zum Wettbewerb insgesamt abgegeben. Die entsprechenden Auszüge stellen wir nachfolgend vor: Wir sind jetzt in diesem Jahr 2013 das sechste Mal bei „Ab in die Mitte!“ dabei. Es sind alles wunderbare Projekte, die die Erlebnisqualität, die Attraktivität der Stadt erhöht haben. Dieser Wettbewerb hat Leute zusammen gebracht, die für die Stadt kreativ, innovativ waren. Man sieht es auch hier zum Erntedankfest auf unserem Stadtanger: ein Projekt aus dem Jahr 2007, wo viele Leute nicht nur in der Vorbereitung tätig, sondern auch in der Umsetzung waren. Man hat wie Trümmerfrauen Steine geklopft, selbst dieses Backhaus aufgebaut und diesen Festplatz hergerichtet. Deshalb sollte man an diesem Städtewettbewerb einfach teilnehmen, weil es der Stadt sehr viel bringt. Volkmar Winkler Bürgermeister der Stadt Mügeln Barbara Klepsch Oberbürgermeisterin der Stadt Annaberg-Buchholz Dank „Ab in die Mitte!“ haben viele Projekte dazu beigetragen, die Attraktivität von Annaberg-Buchholz zu verbessern. Das Projekt „Leben, Wohnen, Arbeiten im Töpferviertel“ wurde als historisches Töpferviertel der Altstadt von Annaberg aufgewertet und saniert. Die Sanierung der Bergkirche war ein weiteres Projekt. Gemeinsam mit der Kirchgemeinde St. Annen haben wir die Bergkirche saniert und hier die Bergmännische Krippe aufgebaut, eine Krippendarstellung aus dem 17. Jahrhundert mit 32 Figuren. Gemeinsam mit Holzbildhauern aus unserer Region und mit Sponsoren konnte das Projekt letztlich umgesetzt werden. Ganz ehrlich, ich bin begeistert von „Ab in die Mitte“, bin davon überzeugt, dass es ein gutes Projekt ist und hoffe und wünsche mir natürlich, dass auch in den nächsten Jahren die Initiatoren, die Sponsoren weiter mit zur Verfügung stehen, um „Ab in die Mitte!“ auch in Zukunft durchzuführen. 12

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Stimmen UND Meinungen Steffen Schneider Bürgermeister der Stadt Oederan Über den langen Zeitraum betrachtet hat „Ab in die Mitte!“ eine ganze Menge gebracht. Wir haben mit der Familien- und Erlebniswelt eine innerstädtische Oase geschaffen. Wir haben aber auch solche Projekte wie z.B. die Wasserwelten umgesetzt, die eine Verbindung von unserer Touristenattraktion „Klein Erzgebirge“ in die Innenstadt bieten. Für die Jugend entstand ein neues Domizil in der Nähe der Schule und der Sporthallen, wo letztlich auch unsere Sportwelten dort mit genutzt werden. Das ist eine ganze Menge, was wir geschaffen haben. Der Wettbewerb hat sich bewährt und hat auch aus meiner Sicht eine gute Zukunft, einfach weil er eine Chance ist, dass Kommunen kreativ tätig werden können. Das ist nicht überall selbstverständlich. Ich glaube, hier ist man relativ frei und ungebunden. Dennoch hat man durch das jeweilige Jahresmotto immer eine gewisse Vorgabe. Sich damit auseinander zu setzen, nach Lösungen zu suchen, ist für jede Stadt interessant. Siegfried Deinege Oberbürgermeister der Stadt Görlitz Die Idee „Entdecke die Ecke!“ bedeutet, dass acht Eckgebäude aus der Gründerzeit ausgesucht und über eine „Eck-Akademie“ mit der TU Dresden in das Projekt involviert wurden. Planungsbüros haben die Eckgebäude kreativ bewertet und Vorschläge gemacht, was man daraus Neues entwickeln kann. Danach wurden hiesige Immobilienunternehmen und Architekten mit den Stadtplanungsbüros eingebunden, um Entwicklungsmöglichkeiten zu konkretisieren. In den brachliegenden Gebäuden fanden schon Veranstaltungen statt. So ist eine gute Verbindung von Ideenreichtum, Kreativität und auch Event spürbar. Kreativität sollte ja nicht nur lokal bedingt sein, sondern sich ja fortpflanzen. Es ist bestimmt viel davon für die Umsetzung zu übernehmen. Schön, dass wir damit einmal den ersten Preis gewonnen haben. Ich würde empfehlen, dass man sich einmal über Bundesländergrenzen hinweg verständigt, welche guten, kreativen Ideen man anderen vermitteln bzw. sich austauschen kann. 13

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TEILNEHMERSTÄDTE Annaberg-Buchholz / Kunst Sta(d)tt Bad Arzberg / Altertümlicher Bauernhof Auerbach i. V. / Aktiv Mitte(n) in Auerbach Bad Brambach / Freiraumprojekt „Generationenpark“ Belgern-Schildau / Hier braut sich was zusammen! Eilenburg / Heinzelmännchen auf der Spur - Burg mittendrin statt außen vor Görlitz / Die neue Marktwirtschaft Kirchberg / Kirchberg verbindet - Generationsübergreifende Verweilbereiche beleben die Stadt Lugau / Ein Bild kehrt zurück - „Schichtungen“ in die grüne Mitte Mittweida / Zeichen der Stadt - Stadt(geschichte) mittendrin Mügeln / Markt 10 - komm her - verweile und genieße Mulda/Zethau / Vom Arsch der Welt zum Nabel Europas Oederan / Kreative Dörfer - Ortsteile genial zentral Oelsnitz i. V. / Die Oelsnitzer Postmeilensäule - Treffpunkt von Gestern, Heute und Morgen Penig / Rückzug! Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt zentral? Pirna / Straßengärten á la carte - Pirna handelt grün Stollberg / Geschäfte mit Tradition - Stollberger Meilensteine Weißwasser / O.L. / Innenstadt mit mehr Gewicht Werdau / Werdau - mit Energie in die Mitte! Wurzen / Wurzener Einkaufsgutschein „StattGeld“ Zwönitz / Innenstadt Zwönitz - das Generationskaufhaus mittendrin = Unsere Preisträger 2013 14

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TEILNEHMERSTÄDTE Arzberg Eilenburg Wurzen Belgern-Schildau Mügeln Görlitz Weißwasser Penig Mittweida Oederan Chemnitz Stollberg Mulda Zethau Pirna Werdau Lugau Kirchberg Auerbach Zwönitz Annaberg-Buchholz = Unsere Preisträger 2013 Oelsnitz Bad Brambach = Teilnehmer 2013 15

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