UDHZ - Ehrenburg

 

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UDHZ - Ehrenburg

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Gemeinde Ehrenburg Unser Dorf hat Zukunft

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Titelbild "Was fällt dir ein zu E H R E N B U R G ?" Über 35 Teilnehmer eines UDHZ-Treffens schrieben spontan Begriffe zu den Buchstaben auf. Je größer ein Wort im Bild, desto häufiger wurde es notiert. Zu Gunsten einer besseren Lesbarkeit (Schriftgröße) haben wir auf eine Einhaltung der vorgegebenen Seitenzahl verzichtet.

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Historisches zur Gemeinde Ehrenburg „Ab 1 447 wird das Gericht Ehrenburg erwähnt. Die Grafen von Hoya oder ihre Beamten sprachen hier Recht. 1 859 wurde das Gericht aufgelöst und kam nach Sulingen. Der Amtsbezirk Ehrenburg umfasste bis dahin die Orte Twistringen, Heiligenloh, Neuenkirchen, Schmalförden, Scholen, Schwaförden, Sulingen, Varrel und Barenburg. Der Ort wurde nach der im Wald verschütteten Ehrenburg benannt. Sie hat bereits im 1 4. Jahrhundert bestanden und lag im Herrschaftsbereich der Grafschaft Altbruchhausen (heute Bruchhausen-Vilsen), die Mitte des 1 4. Jahrhunderts an die Grafschaft Hoya überging. Während der Hildesheimer Stiftsfehde wurde die Ehrenburg zerstört. 1 546 bauten die Grafen von Hoya die Burg als starke Festung wieder auf, da sie gegen das Niederstift Münster eine Grenzburg war. Mit der Burg konnte die Straße Nienburg-Vechta kontrolliert werden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg abermals beschädigt, aber bereits der Merianstich von 1 654 zeigt eine als prächtige Drostei reparierte Burg. Diese ist in der Folgezeit verfallen, denn um 1 740 wurde ein neues, kurfürstlich hannoversches Amtshaus einige hundert Meter westlich Burg auf dem Domänengut erbaut. Zu dem vergleichsweise großen Amt gehörte Sulingen als sein bedeutendster Ort. 1 828 wurde das Amt Barenburg an Ehrenburg angeschlossen. Das hannoversche Amt Ehrenburg wurde 1 852 vom neu gebildeten Amt Sulingen übernommen. Das Amtshaus in Ehrenburg ist später verschwunden, die ehemalige Burg heute nur noch anhand des Burghügels lokalisierbar.“ (Quelle: Wikipedia) Die Gemeinde Ehrenburg ist ein Zusammenschluss der selbstständigen Gemeinden Schweringhausen, Stocksdorf, Wesenstedt und Schmalförden im Rahmen der niedersächsischen Gebietsreform 1 974. Jeder Ortsteil hat seine eigene Historie und sein individuelles Profil. Ein wichtiges Bindeglied der Ortschaften ist die Kirchengemeinde, auf deren Grundlage die politische Gemeinde Ehrenburg entstanden ist.

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Willkommen in der Gemeinde Ehrenburg. Radwandergruppen durchfahren Ehrenburg Gäste im Garten des „Kleinen Schuhcafés“ Dörferwettbewerb zum „1 00Jährigen“ des TV Schmalförden Gemeinde Ehrenburg - Unser Dorf hat Zukunft

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Leitbild der Gemeinde Ehrenburg Generationsübergreifendes Miteinander Wir setzen alles daran, dass unsere Gemeinde zukunftsfähig bleibt. Oberstes Gebot ist ein respektvolles Miteinander aller Generationen und gesellschaftlicher Gruppen, in der sich jeder Einzelne verstanden und angenommen fühlt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Interessen der Kinder und Jugendlichen und den Bedürfnissen von Senioren und Menschen mit Behinderungen. Neubürger werden offen empfangen und in die Gemeinschaft integriert. Ziel ist eine familienfreundliche Gemeinde, in der man „groß und alt“ werden kann. Aufgabe für die Zukunft ist die Entwicklung generationsübergreifender Wohn- und Lebensformen. Bürgerbeteiligung und Kommunikation Jeder Bürger hat die Möglichkeit, an der politischen Entscheidungsfindung mitzuwirken. Die Gemeinde informiert die Einwohner frühzeitig über anstehende Entscheidungen. Anregungen aus der Mitte der Einwohner sind ebenso willkommen wie Eigeninitiative von Privatpersonen und Vereinen. Ehrenamtliches Engagement wird gewürdigt und unterstützt, etwa Vereinsaktivitäten in den Bereichen Sport, Kultur, Traditions- und Heimatpflege, in der Kirchengemeinde sowie in privaten Initiativen zur Kinder- und Jugendbetreuung. Infrastruktur Die Grundversorgung mit Lebensmitteln und Dienstleistungen sowie die medizinische Versorgung muss in der Gemeinde Ehrenburg selbst gesichert oder mittels eines bedarfsgerechten öffentlichen Personalverkehrs erreichbar sein. Ziel ist es, den Bedarf weitestgehend vor Ort zu decken. Gleiches gilt für das Angebot an Bildung und Ausbildung. Die Mobilität von und zu den Nachbargemeinden und -städten trägt wesentlich zur WohlfühlAtmosphäre in Ehrenburg bei. Im Sinne aller Altersgruppen soll der Anschluss an die Bahnlinie Osnabrück-Bremen durch öffentlichen Personalverkehr optimiert werden. Aktiv unterstützt werden Projekte wie das Anruf- Sammel-Taxi. Vereinsleben Ehrenburg ist eine familienfreundliche Gemeinde mit einem lebendigen Vereinsleben. Die Vereine sind Träger der Jugendarbeit und vieler gemeinschaftsstiftender Aktivitäten. Sie bieten attraktive Freizeitmöglichkeiten und sind somit wichtige Bestandteile der dörflichen Identität. Die hohe Bereitschaft von Ehrenamtlichen, sich für die Allgemeinheit zu engagieren, wird anerkannt und gefördert. Bauliche Entwicklung Der Charakter der einzelnen Ortsteile Ehrenburgs soll hinsichtlich der Bebauungsart und der Gesamtgröße der Gemeinde bewahrt werden. Ehrenburg bietet eine gute Wohnqualität zum attraktiven Preis. Über eine bedarfsgerechte Bauleitplanung werden Baumöglichkeiten am Rande der gewachsenen Siedlungsstruktur eröffnet. Die Gemeinde schafft Anreize, Kaufwillige für ältere Wohngebäude zu interessieren („Alte Häuser für junge Familien“). Umnutzungen von landwirtschaftlichen Gebäuden werden ebenso ermöglicht wie das Bauen im Außenbereich auf eigenem Grund und Boden. Ziel ist es, junge Familien zu gewinnen für die Entwicklung einer gesunden Altersstruktur in der Bevölkerung. Wirtschaft und Landwirtschaft Eine gesunde Wirtschaft ist die Basis für die Gemeinde, für Unternehmen und viele Familien. Die Gemeinde Ehrenburg schafft hierfür die Rahmenbedingungen. Dazu gehören die Förderung der Breitbandinfrastruktur sowie die Ausweisung von Gewerbeflächen in naturund landschaftsverträglicher Weise und maßvoll im Verhältnis zur Ortsgröße. Dabei ist

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Schützenumzug im Ortsteil Schweringhausen Grünes Klassenzimmer auf dem Hof Meyer in Stocksdorf Kinderkarneval im Gasthaus Kastens in Schmalförden Besichtigung der Pension Rieder Hof in Wesenstedt Gemeinde Ehrenburg - Unser Dorf hat Zukunft

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insbesondere die Vereinbarkeit mit Wohnbebauung, Ortsbild, Landschaft und Natur zu berücksichtigen. Ziel ist es, örtlichen Unternehmen Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen und weitere anzusiedeln. Gleiches gilt für Betriebe im Bereich der Landwirtschaft. Natur und Landschaft Natur und Landschaft sind unser Kapital und unser Vermächtnis an nachfolgende Generationen. Sie zu schützen ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Ein wichtiger Aspekt ist der Erhalt von Wäldern, Mooren und Wiesen in der Gemeinde Ehrenburg als Naherholungsbiete und Biotope. Um dieses zu erreichen, müssen die Interessen aller Nutzer berücksichtigt werden. Nachdrücklich unterstützt wird eine Flächenbewirtschaftung zum Erhalt der Kulturlandschaft und die Erzeugung gesunder, genunveränderter Nahrungsmittel. Eine Direktvermarktung wird ausdrücklich begrüßt. Energie In der Gemeinde Ehrenburg wird mehr regenerative Energie (Biogas, Wind- und Sonnenenergie) erzeugt als vor Ort benötigt wird. Das Ziel ist eine autarke Gemeinde, die sich unabhängig von fossilen Energieträgern (Öl, Gas, Kohle) und Kernenergie aus lokalen, erneuerbaren Energiequellen unter weitestgehender Schonung der natürlichen Umwelt selbst versorgen kann. Im Sinne des nachhaltigen Klimaschutzes fördert die Gemeinde umweltschonende und energieeffiziente Mobilitätsformen sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien. Wunsch und Ziel ist, dass die Ortsteile der Gemeinde Ehrenburg weiter zusammenwachsen, ohne dass sie ihre Individualität verlieren. Wir arbeiten daran, dass unsere Gemeinde zukunftsfähig bleibt - das schaffen wir nur gemeinsam. Beschluss des Rates der Gemeinde Ehrenburg vom 1 9.03.201 4 4.3.2 Planungskonzepte zu Dorfentwicklung, Infrastruktur, Klimaschutz, zur Gesamtökologie sowie zur Nachhaltigkeit Die Ortsteile der Gemeinde waren und sind unterschiedlich strukturiert. Die „Ortskerne“ der Ortsteile Schmalförden, Schweringhausen und Wesenstedt sind laut Baugesetzbuch als „Innenbereiche“ definiert, der Ortsteil Stocksdorf sowie zahlreiche kleine Siedlungen innerhalb der übrigen Ortsteile gelten als „Außenbereiche“. Da es dort keine (größeren) Siedlungs- oder Neubaugebiete gibt, ist das historisch gewachsene Ortsbild weitgehend erhalten. Ab 1 970 wurden konkrete Bauleitplanungen durchgeführt. Sie konzentrierten sich auf den Ortskern Ehrenburg sowie auf Wesenstedt. Bei den Planungen wurde darauf Wert gelegt, dass die vorhandenen dörflichen Strukturen erhalten bleiben. In der Vergangenheit konzentrierte sich die Bauleitplanung auf die Randbereiche, angesichts des demografischen Wandels beschränkt sich die Planung aktuell auf die Begleitung einiger individueller Bauprojekte. Es wird Aufgabe der Gemeinde sein, die Umnutzung leer stehender Gebäude zu ermöglichen. Weitere Wohn- und Gewerbegebiete werden ausgewiesen, um den Bestand der Gemeinde zu sichern.

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Fertigstellung der neuen Ortsdurchfahrt Schmalförden Einweihung der neuen Austellungshalle des Autohauses Treffen von Gewerbetreibenden, Vereinen und Gemeinderat Gesponserter Defibrillator für die Sporthalle in Ehrenburg Gemeinde Ehrenburg - Unser Dorf hat Zukunft

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Sämtliche Ortsteile der Gemeinde sind durch ein ausgedehntes Wege- und Straßennetz erschlossen, wobei deren Ausbau und Erhaltung eine hohe Priorität genießt. Bausteine der Daseinsvorsorge sind die Oberschule, der Kindergarten Stocksdorf sowie die Seniorenbetreuung im ehemaligen Geschäftshaus Runge (Schmalförden 1 2). Nachholbedarf besteht in der Gemeinde im Bereich des Ausbaues der „Datenautobahn“; nicht in allen Häusern kann gegenwärtig eine schnelle Internetverbindung realisiert werden. Bedeutsam ist die Unterstützung von erneuerbaren Energien bzw. deren Gewinnung. Aktuell produzieren die vorhandenen vier Biogasanlagen, 29 Windkraft- sowie zahlreiche private Solaranlagen jährlich ca. 1 .359.500 MWh „Öko-Strom“. Die Einwohner verbrauchen lediglich ca. 1 2.800 MWh/Jahr. Mit 1 .090 % EEG-Strom ist Ehrenburg aktuell der Spitzenreiter bei der Produktion erneuerbarer Energien im Landkreis (Quelle: EnergyMap.info). 4.3.3 Wirtschaftliche Entwicklung Traditionell war die Landwirtschaft der Wirtschaftszweig mit den meisten Beschäftigten in der Gemeinde Ehrenburg. Die Zahl der Betriebe - Milchviehhaltung, Ackerbau und Veredlung zu etwa gleichen Teilen - hat sich alle 30 Jahre halbiert. Im Jahre 201 0 gab es noch 35 Haupt- und 26 Nebenerwerbsbetriebe. Nur etwa jeder zweite Betrieb wird von einem Nachfolger fortgeführt. Starke Einbußen gibt es parallel dazu im vor- und nachgelagerten Bereich der Landwirtschaft. Biogas-, Photovoltaik- und Windkraftanlagen sind in den letzten zehn Jahren zu einem wichtigen Standbein der landwirtschaftlichen Betriebe geworden. Starken Veränderungen unterliegt auch der Handelssektor. Die Einkaufsmärkte in den Mittelzentren stellen für die örtlichen Anbieter eine starke Konkurrenz dar. Die Gemeinde versucht, Anreize für den Einkauf vor Ort zu schaffen. Die hiesigen Läden sichern nicht nur die Grundversorgung, sondern erfüllen als Treffpunkt auch eine soziale Funktion. Die meisten Einwohner haben heute ihren Arbeitsplatz jenseits der Gemeindegrenzen. Angesichts der geographischen Lage in der Mitte der Mittelzentren Sulingen, Twistringen und Bassum und den Oberzentren Bremen, Hannover und Osnabrück ist Ehrenburg ein attraktiver Wohnort und ein interessanter Standort für Firmen. Die Versorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs ist gesichert. Geschäfte, Dienstleister und eine Arztpraxis sind in Ehrenburg vorhanden. Die freundliche Gastronomie ist weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekannt und beliebt. Die Gewerbetreibenden arbeiten seit drei Jahren an einer positiven Außendarstellung der Gemeinde. Erstes Ergebnis sind die Werbetafeln an den Ortseingängen. Hand in Hand mit Vereinen und Vertretern des Gemeinderats wollen die Unternehmer bis zum Spätsommer 201 4 eine Internetseite entwickeln. Angedacht ist der gemeinsame Auftritt auf regionalen Messen und Ausstellungen. 4.3.4 Soziales und kulturelles Leben Das soziale und kulturelle Leben in Ehrenburg ist geprägt von einem aktiven Vereinsleben. Der von allen Vereinen gemeinsam herausgegebene Veranstaltungskalender (siehe Anhang) gibt einen Überblick über die Aktivitäten der vier Schützenvereine und vier Feuerwehren, der Sportvereine, der Kirchengemeinde sowie der weiteren Vereine (siehe

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Gesangverein Schmalförden vor dem Gasthaus Kastens „Churchville“ in der Kirchengemeinde Schmalförden Geschäftshaus Runge heute u. A. Seniorenwohnanlage Seit 25 Jahren jedes Jahr „Spiel und Spaß“ für Ferienkinder Gemeinde Ehrenburg - Unser Dorf hat Zukunft

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Anhang). In der Gemeinde gibt es noch das typisch dörfliche „soziale Miteinander“ und eine positive „soziale Kontrolle“: Man achtet aufeinander und man unterstützt sich gegenseitig. Darüber hinaus existieren in Ehrenburg einige besondere soziale und kulturelle Angebote, die in der Form nicht überall zu finden sind. Angeregt in den Vorbereitungstreffen für die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wurde die Einrichtung einer FacebookGruppe, um insbesondere die Meinung von jüngeren Menschen zur dörflichen Entwicklung in Erfahrung zu bringen. In der Gruppe mit inzwischen über 230 Teilnehmern werden Besonderheiten der Gemeinde Ehrenburg genannt, Anregungen gegeben und lebhaft über Verbesserungsvorschläge diskutiert. 4.3.4.1 . Kulturelles Angebot Der Gesangverein Schmalförden ist mit den Sparten „Gemischter Chor“, Shantychor „Schmalver Buddelschippers“, „KulturGut“ und „Schmalver Plattschnackers“ eine feste Institution im Dorfleben. Mit Engagement, Einfallsreichtum und Enthusiasmus erweitern sie das traditionelle kulturelle Angebot (Präsentation). Weitere musikalische Aktivitäten - auch für Neueinsteiger - bieten die Musikgruppen der Kirchengemeinde: Die Nicolaier (Damenchor mit Gitarrenbegleitung), die Nicolinchen (Kinderchor), der Posaunenchor und diverse Flötenkreise begleiten das kirchliche und gesellschaftliche Leben. Ein Highlight im Jahresverlauf ist der musikalische Adventsgottesdienst aller kirchlichen Gruppen und des Gesangvereins, der mit einem Fest auf dem Hof von Kastens Gasthaus ausklingt. Seit rund zwei Jahren gibt es in Öftinghausen einen „Ableger“ des renommierten Düsseldorfer Kunstverlags „Art Edition Fils“. In Zusammenarbeit mit KulturGut werden in der „Kleinen Kunsthalle“ auch kulturelle Veranstaltungen geboten. Unter dem Motto „Klassik unterm Scheunendach“ finden seit 1 996 in der Gutsscheune der Domäne auf private Initiative hin regelmäßig Konzerte mit bis zu 600 Besuchern statt. 4.3.4.2. Soziale Angebote Ein zentrales Projekt im sozialen Bereich in der Gemeinde Ehrenburg war und ist das ehemalige Runge-Haus in Schmalförden mit der heute vorhandene Arztpraxis, altengerechten Wohnungen sowie der Tagespflegeeinrichtung des DRK. (Präsentation). In Wesenstedt wurde von einer betroffenen Mutter die Selbsthilfegruppe „Leben mit Autismus“ gegründet. 4.3.4.3. Angebote für Kinder und Jugendliche Kinder und Jugendliche finden in den örtlichen Vereinen Angebote für jedes Alter und jedes Interesse. Aktive Jugendarbeit betreiben der TV Schmalförden, der SC Ehrenburg, die Schützenvereine, die Reitersportgemeinschaft Meeresberg und der Tennisclub Ehrenburg. Die Jugendfeuerwehr Schmalförden und Umgebung - getragen von den vier Feuerwehren der Gemeinde - akquiriert Nachwuchs im Feuerwehrwesen (Feuerwehrtechnik, Sport, Theater, Kreiszeltlager). Ein weiterer „Aktivposten“ in der Kinder- und Jugendarbeit ist die Kirchengemeinde. Bereits vor 25 Jahren wurden von Ehrenamtlichen aus den Reihen von Eltern- und Lehrerschaft die „Ehrenburger Ferienspiele“ aus der Taufe gehoben - ein nachhaltiges Projekt. Ein umfangreiches Ferienprogramm für Kinder sorgt mit zwei bis vier Angeboten pro Ferienwoche für Abwechslung. Unterstützt werden die Aktionen seit Beginn von Privatpersonen, Vereinen, der Kirchengemeinde und einem Umweltverband (Präsentation).

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Seniorennachmittag im DRK-Kirchenstübchen Die BWH-Gruppe bei der Sportwerbewoche Ausritt an der Reitanlage Meeresberg Pflege des Ehrenburger Burggartens Gemeinde Ehrenburg - Unser Dorf hat Zukunft

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Ein Bauwagen, der vor 1 5 Jahren angeschafft und von erwachsenen Förderern in Zusammenarbeit mit heranwachsenden potentiellen Nutzern ausgebaut wurde, dient mittlerweile der fünften Generation Jugendlicher als Treffpunkt (Präsentation). Das „Grüne Klassenzimmer“ auf dem Hof Meyer in Stocksdorf steht für erlebnisorientiertes Lernen zum Thema Landwirtschaft. 4.3.4.4. Angebote für ältere Menschen 2008 führte die Gemeinde eine Seniorenbefragung durch. Daraus abgeleitet wurden die bereits realisierten Projekte „Anrufsammeltaxi“, ein Radweg zwischen Ehrenburg und Anstedt sowie altengerechte Wohnungen und die Arztpraxis. Im Turnverein gibt es im Rahmen des Gesundheits- und Präventionssport-Programms drei Gruppen für ältere Mitbürger, Vereine wie DRK, SoVD, Heimatverein, Feuerwehren, Schützenvereine, Gemischter Chor oder KulturGut richten sich mit Angeboten gezielt an die ältere Generation (VA-Kalender). Die Kirchengemeinde unterhält einen Besuchsdienst zu den Geburtstagen für alle Menschen über 80. Einmal monatlich findet ein kirchlicher Frauenkreis mit thematischen Angeboten statt. In der DRK-Tagespflegeeinrichtung im Runge-Haus gibt es zusätzlich zur sehr guten Betreuung der älteren Menschen auch regelmäßig Begegnungen zwischen den Senioren und einer Kindergartengruppe. 4.3.4.5. Sport- und Freizeitaktivitäten Der Turnverein Schmalförden hat sein sportliches Angebot in seiner 1 00-jährigen Geschichte stets an den Interessen und dem Bedarf ausgerichtet. Die Sporthalle der Schule bietet dafür gute Möglichkeiten. Auf Initiative des Turnvereins hin wurde dort ein Fitnessraum eingerichtet, der heute von vielen Gruppen genutzt wird. Für die Sportart „Boule“ - sie ist die jüngste Sparte - wurde 201 2 in Eigeninitiative in Schmalförden eine Anlage errichtet. Tennisverein, Fußballverein und Reitersportgemeinschaft bieten die Möglichkeit zu Aktivitäten auf ihren mit Engagement gepflegten Sportanlagen. Ein Höhepunkt im Dorfleben ist die vom SC Ehrenburg jährlich ausgerichtete Sportwerbewoche. An sechs Tagen finden parallel Freundschaftsspiele und ein ElfmeterWettbewerb statt, an dem sich traditionell rund 50 Vereine und Initiativen beteiligen. Diese Veranstaltung ist ein Treffpunkt für die gesamte Dorfgemeinschaft. 4.3.4.6. Pflege von Dorftradition und Einrichtungen des Dorfes Der 1 987 gegründete Heimatverein Kirchspiel Schmalförden widmet sich der Pflege des Brauchtums, des Heimatgedankens und der Plattdeutschen Sprache. Schwerpunkt war zunächst die Herrichtung und später die regelmäßige Pflege des Ehrenburger Burggartens. Der Heimatverein gab zwei Heimatbücher heraus, die die Geschichte des Kirchspiels Schmalförden und die Genealogie der Höfe ausführlich beschreiben - federführend waren zwei Vorstandsmitglieder. Auf dem Vereinskalender stehen regelmäßige Ausstellungen zu wechselnden Themen. In einem privaten Museum in Wesenstedt wurde eine umfangreiche Sammlung dörflicher und landwirtschaftlicher Ausstellungsstücke zusammengetragen. Eine Besichtigung ist auf Anfrage möglich. Die Ortsfeuerwehren und die Schützenvereine pflegen eine gute Kooperation untereinander, was sich unter anderem an der gemeinsamen Jugendfeuerwehr und der gemeinsamen

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Kunsthandwerkmarkt in Wesenstedt „50 Jahre Schule Ehrenburg“ Hochzeit auf der Domäne in Ehrenburg Blick in einen Privatgarten in Wesenstedt Gemeinde Ehrenburg - Unser Dorf hat Zukunft

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Nutzung des Schießstands in Stocksdorf durch den SV Stocksdorf und den SV Ehrenburg zeigt. Die Spielplätze in Ehrenburg und am Kindergarten in Stocksdorf wurden in der Vergangenheit attraktiv gestaltet. Die Dorfbewohner brachten sich mit umfangreichen Eigenleistungen ein. Weitere Elterninitiativen sorgten für Bau bzw. Erneuerung diverser Buswartehäuschen für Schulkinder. Die Kirchengemeinde organisiert jedes Jahr ein Gemeindefest, den Weltgebetstag und den Lebendigen Adventskalender. Der viermal jährlich an alle Haushalte verteilte Gemeindebrief spiegelt das Gemeindeleben, informiert über relevante Themen, Geburtstags- und Ehejubiläen, Beratungs- und Unterstützungssysteme und Veranstaltungen in der Kirchengemeinde. 4.3.5 Bauliche Gestaltung und Entwicklung und Erhaltung der Gebäudesubstanz Ältestes Gebäude der Gemeinde Ehrenburg ist die Kirche St. Nicolai. Der gotischromanische Bau stammt aus dem 1 3. Jahrhundert. Der ursprünglich hölzerne Kirchturm wurde im 1 8. Jahrhundert ersetzt, als Baumaterial dienten Steine der alten Ehrenburg. Kirche und Pastorenhaus wurden in den Jahren 201 1 und 201 2 umfassend saniert. Der Grundstein für das Schulgebäude, heute Domizil der Oberschule Schwaförden, wurde 1 960 gelegt. Zu dem Komplex gehören eine Turnhalle und zwei Sportplätze. Das Gebäude wurde in Teilabschnitten energetisch saniert. Die ehemalige Dorfschule in Stocksdorf beheimatet seit 1 976 den Kindergarten. Die Sportstätten der Vereine (unter Punkt 4.3.4.4. genannt) werden ehrenamtlich gepflegt und in Stand gehalten. Mehrere Gebäude in der Gemeinde stehen unter Denkmalschutz (s. Anlage). Sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum gibt es zahlreiche Beispiele für vorbildliche Sanierungen. Landwirtschaftliche und gewerblich genutzte Gebäude passen sich weitgehend in das Ortsbild ein. Interessant ist die vielerorts gelungene Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude - etwa der Umgestaltung eines Resthofes zum „Kleinen Schuhcafé“ oder der Umbau eines Stallgebäudes zu einer Pension. Beispiele für Konzepte in größerem Stil sind der Umbau der alten Molkerei zu 1 6 Wohneinheiten (1 991 ) oder die energetische Sanierung und Umgestaltung des ehemaligen Geschäftshauses Runge zu einem Wohnhaus mit sieben Einheiten, Landarztpraxis und Tagespflegeeinrichtung für Senioren - beide durch private Investoren. 4.3.6 Das dörfliche Grün und Freiflächen Bei der Gestaltung und Bepflanzung im öffentlichen sowie im privaten Bereich hat ein Umdenkungsprozess stattgefunden. Es finden sich überwiegend standortgerechte und heimische Gehölze als Straßenbegleitgrün und als Hecken- und Gruppenpflanzungen (Sichtund Windschutz oder zur Biotopbereicherung). Die öffentlichen Grünanlagen werden größtenteils von Einwohnern und Vereinsmitgliedern angelegt und gepflegt. Prägendes Fließgewässer ist der Kuhbach. Er streift auf seinem Weg durch die Gemeinde (6,3 km) alle Ortsteile. Die angrenzenden Feuchtwiesen, Erlenbruchwälder, Biotope und Fischteiche machen den besonderen Reiz unserer Landschaft aus. Um die Möglichkeiten vor Ort zur Naherholung noch besser nutzen zu können, wäre eine Ausweisung und Anlage von

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