DOPO 125

 

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Langendreerer kostenlos Dorfpostille Jahrgang 33 Ausgabe 125 Frühjahr 2014

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DORFPOSTILLE 125 3 Liebe Leserinnen, liebe Leser, „gezz is aba gut!“ – so oder ähnlich hätten „Schmitti und Zacha“ sich wohl geäußert, hätten sie in den letzten drei Wochen vor dem DOPO-Rechner gesessen: Da kamen immer neue Artikel, Nachfragen, Vorschläge und Anzeigen für die Frühlingsausgabe der DOPO an. Na ja, seit der Nr. 124 Mitte November letzten Jahres ist auch einige Zeit vergangen – da hat sichEtliches an Wünschen und Bedürfnissen angesammelt. Wie dem auch sei! Wir haben kalkuliert und diese Ausgabe über unsere bisherige Traumzahl von 100 Seiten verlängert. 112 sind es geworden! Hatten wir noch nie! Und trotzdem ist noch was liegen geblieben. Aber einmal muss Schluss sein! Es gibt auch noch eine nächste DOPO! Hier also die 125. (!) Ausgabe – eigentlich ein Grund zu feiern! Wir verzichten drauf und belassen es bei innerer Freude. Glückwünsche Ihrerseits sind natürlich herzlich willkommen! Zum Inhalt: Wir trauern um Maria Rasch, die seit 10 Jahren mit ihren Gedichten unsere DOPO schmückte (s.S.104) - Wir nehmen uns wie versprochen der Flüchtlingsthematik an und werden auch weiterhin darauf eingehen (s.S. 74 ff.). – Und dann gibt es viel Geschichtliches zu Langendreer, aber mindestens so viel zur aktuellen Lage, zu Veranstaltungen, Projekten, zu Visionen und Hoffnungen für unseren Stadtteil, in dem ganz schön was los ist – nicht nur wegen der Baustelle! Tja, und schließlich verabschieden wir unseren Bezirksbürgermeister Norbert Busche in den Ruhestand (s.S. 38). Nicht immer war die Beziehung zwischen der SPD-Mehrheitsfraktion in der Bezirksvertretung mit ihm an der Spitze und der DOPO so ungetrübt und entspannt wie momentan, obwohl die DOPO-Redaktion der ersten Tage in den achtzigern des letzten Jahrhunderts ausschließlich aus SPD-Jungsozialisten bestand. Das alles ist erstmal Geschichte und wir wünschen unserem Norbert alles Gute! Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünschen wir einen schönen und friedlichen Frühling – ohne dabei zu vergessen, wie unfriedlich sich die Welt in diesen Tagen zeigt. Ihre Redaktion P.S. Wir begrüßen all die neuen Anzeigenkunden ganz herzlich, die mit unseren „Stammkunden“ die Finanzierung von 3000 DOPOs sichern. Ihnen allen herzlichen Dank! Das Titelfoto von der blühenden Wildkirsche im Volkspark stammt von Andreas Schmitt. Impressum: Herausgeber: Laden e. V. V. i. S. d. P.: Paul W. Möller Redaktion und Mitarbeiter dieser Ausgabe: Jörg Borgards, Barbara Crombach, Karsten Höser, Gabriele Köchling, Erdmann Linde, P. W. Möller, Wilfried Reit, Andreas Schmitt, Rolf Schubeius, Rafael Zawada Druck: DL Druck und Logistik, 46395 Bocholt,Schlavenhorst 10 Redaktionsadresse: DOPO, Oberstraße 100, 44892 Bochum Internet: www.dorfpostille.de E–Mail: redaktion@dopo–online.de Redaktionstermine für die nächste Ausgabe: Mo. 14.4., 12.5., 26.5.,2014 Nr. 126 erscheint ab 13.6.2014 Die DOPO erscheint dreimal im Jahr. Die Treffen der Redaktion finden nach Vereinbarung im Cafe Endstation bzw. im Clubhaus von Langendreer 04, Am Leithenhaus 14, ab 19 Uhr statt. Alle namentlich gekennzeichneten Artikel müssen nicht unbedingt der Meinung der Redaktion entsprechen.

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4 Frühjahr 2014 arst k G am Markt INHALT Wir führen für Sie Lotto, Toto, Zeitschriften und Raucherbedarf. W. Garstka Hauptstr. 188 44892 Bochum-Langendreer Telefon: 280115 Anzeigenformate und -preise Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 Preis 25 € 45 € 25 € 30 € 40 € 45 € 40 € 45 € 50 € 60 € 85 € 40 € 60 € 75 € 130 € Breite x Höhe 90 x 58 mm 90 x 120 mm 58 x 90 mm 58 x 120 mm 58 x 182 mm 58 x 260 mm 120 x74 mm 120 x 90 mm 120 x 120 mm 120 x 168 mm 120 x 260 mm 182 x 58 mm 182 x 90 mm 182 x 120 mm 182 x 260 mm a Aktion „Bänke vors Haus“, S. 26 Stromkästen gestalten, S.24 DOPO-Intern 3 Liebe Leserinnen, liebe Leser 3 Impressum 4 Anzeigenformate / Preise 68 Fehlersuche in der DOPO 104 Wir trauern um Maria Rasch 110 Hier gibt‘s die DOPO 32  „Selbst sein Wohlbefinden Langendreer 6  „Langendreer hat‘s!“: 8 „Alter Bahnhof“ im Visier 10  U 35 nach Langendreer? 12 Stricken für den guten Zweck 13 Das war‘s mal wieder 14 Was wird mit der Lutherkirche? 16 Der Fahrradflyer ist da! 1  8  Langendreer im Focus Mitgliederversammlung von „Langendreer hat‘s!“ 20 Auch Bücher für‘s Dach 20 Gemeinsam für ein neues Dach 22 Die Werbegemeinschaft Alter Bahnhof 23 Jetzt mit Stadtteilmanager! 24 Bitte melden! Stromkastengestaltung in Langendreer möglich 26 Bänke raus - vors Haus! 27 Jetzt auch Mittagstisch im Haus an der Grabelohstraße 28 Lieblingskino e.V. 29 Neue Kita im Dorf 32 Das fehlt in Langendreer! 9. Weihnachtsmarkt im Dorf Chronik der Ereignisse steigern!“ - Neues Therapieangebot im Dorf 35 Unterstützung gesucht Inklusionsprojekt in Langendreer 36 Neues Leben auf altem Bahnhof am „Alten Bahnhof“ 38 „Ich bleibe ein beratender Ansprechpartner.“ Bezirksbürgermeister Busche wird verabschiedet. 40 Das Tierheim lädt ein 41 Herbstfest beim Bahnsozialwerk 42  Spielplätze in Langendreer 45 Programm Männerkreis Langendreer Dorf 46 Langendreerer Senioren aktiv im Stadtteil 48 Neues Buch der Dorfpostille „Bochumer Erinnerungen“ von Anne Haas 49 „Geh und trag dein altes Schätzchen...“ 50 Kulturzentrum Bunkerg 50 Termine der Ev Kirchengemeinde Langendreer 52 Rock in den Mai Zur Kontaktpflege: Vorschläge, Kritik und Artikel bitte an redaktion@dopo-online.de anzeigen@dopo-online.de Anzeigen bitte an Auch digitale Lektüre der DOPO möglich unter www.dorfpostille.de

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DORFPOSTILLE 125 5 INHALT Was wird mit der Lutherkirche? -S.14 Flüchtlinge unter uns, S. 74 ff. 53 54 „Kolping“ sucht Paten! Das Straßenbahntagebuch, März 2014 56 Übrigens... 56 Neu in Langendreer! Baustelle macht Sorgen 58 KulTurm-Termine 2014 61 Figurentheaterkolleg Kurskalender 2014 62 Das läuft im „Cheese“ 64 Früher „Carow“ - jetzt Friese im Dorf 66 VHS-Veranstaltungen in Langendreer 68 Liebe Geschäftsleute, liebe Gastwirte: Aktion „Bücherbrett für Langendreer“ 70 Erzählcafe Bahnhof Langendreer 72 Neueröffnung am „Alten Bahnhof“: „Schmuckkästchen“ 74 Willi Wachsam: Kommen wir endlich unseren verdammten Verpflichtungen nach! 76 „Ich schäme mich fremd!“ Besuch an der Krachtstraße 78 Der Evang. Arbeitskreis Asyl 82  „Mien laiwet Langendreehöltken“ Marianne Muthmann erzählt von Langendreerholz 88  Schmitti und Zacha: Anne Tanke 90 Sozialdaten zu Langendreer 92 17. Werner Wahnsinn 94  Die Freiwillige Feuerwehr im Ortsteil Langendreer-Dorf 95 „Zeitreise Langendreer“ 98 Verkehrs- und Geschichtsverein Langendreer-Werne: Veranstaltungsprogramm 2014 Die Freie evang. Gemeinde lädt ein 102 Fauna und Flora in Langendreer: Der Aronstab 104 Jetzt neu: „Historische Wertpapiere aus Bochum“ 105 Der Schutzmann Heinz Schuran auf Streife 106 Wieder dabei: Helmut Schönig 106 Augentest 98 ...und darüber hinaus 92 Die Sprache im Revier 100 Jetzt kommt der Frühling: 103 „Ihre Farben möchten Das DOPO-Menü besänftigen...“ - Zu Eckart Fischers neuer Publikation 107 Demonstrationen am 22. März 108 Zur Europawahl Frühling im Krähenwald

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6 Frühjahr 2014 Chronik der Ereignisse Seit Redakti der Orangeonsschluss Route DOPO Mitte November 1. 124, Dorfmeile 2013,2.ist wieder eine Menge Christuskirche 3. Carl-von-OssietzkyWasser die Ruhr runter geflosPlatz sen und unser 4. Alter Bahnhof Stadtteilverein 5. Ümminger See „Langendreer hat’s!“ kann selbst nach trübem Herbst und und umgekehrt verhindertem Winter wieder auf etliche Aktivitäten verweisen, die das Stadtteilleben in Langendreer befruchteten. Hier eine Übersicht der Reihe nach: Wie angekündigt fand am 19. November die Nachlese zum bemerkenswerten Studentenworkshop des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (September 2013) im Saal der Gaststätte Hiby an der Baroper Straße statt. Es ging um die Frage, was denn von den Konzeptvorschlägen für den „Alten Bahnhof“ seitens der Studenten kurz-, mittel- und langfristig realisiert werden könnte – so man es wollte (s.S.8). Auch die 4. Stadtteilkonferenz 2013 am 26. November im Saal der Gaststätte „Zur alten Zeit“ hatte natürlich Langendreer im Blick. Stadtbaurat Dr. Kratzsch referierte zu Entwicklungen und Planungen für den Bochumer Osten (s.S.12). Beim 9. Weihnachtsmarktim Dorf präsentierte sich „Langendreer hat’s!“ mit Infos und Produkten in den Räumen der ehemaligen Parfumerie Dömer und – nicht zu vergessen – war bei der Vorbereitung und Durchführung dieser „Rheinische Esel“ einzigartiDer gen Veranstaltung im Dorf personell erheblich beteiligt (s.S.13). – Die Bahnstrecke „Rheinischer Esel“ war als Erschlie-  Blaue Route ßung großer Zechen der einstigen Kohlestädte Witten und Bochum und als Verbindung wichtiger HauptstreEs folgte die „Luthergeplant. Konferenz“ cken des Ruhrgebietes 1880 wurde sie von der „Rheinischen am 4. Februar Eisenbahn-Gesellschaft“eröffnet. 2014, zu der die Ev. Zechen wie Siebenplaneten/Langendreer, Vereinigte Walfisch/ Kirchengemeinde und „Langendreer Stockum und Annener Zechen konnten von niedrigeren hat’s!“ eingeladen hatt e. „Was wirdwie mit Frachtraten profitieren und Industriebetriebe Mannesmann und Dynamit siedelten sich an der der Lutherkirche?“ war Nobel die Frage des neuenEs Strecke an. Marktfrauen benutzten die ZugverAbends. kam zu Ergebnissen (s.S.14). bindung und transportierten ihre Waren zu den umlie– genden Marktplätzen, statt wie früher den Esel zu neh- daher wohl der Name Rheinischer Esel. Arbeiter Endemen Februar ging der Fahrradfl yer nutzten die Strecke zum Erreichen ihrer Arbeitsplätze. in Druck und liegt nun zu Beginn Aber das liegt lange zurück. 1979 wurde der Personender Fahrradsaison vor: Radlerinnen verkehr, 2004 die letzte Teilstrecke zwischen WittenStockum und Bochum-Langendreer stillgelegt. und Radler, aber auch fußläufi ge Die Städte Bochum und Witten brachten den „Esel“ Besucherinnen und Besucher, können wieder auf Trab. Mit der Fertigstellung des 5,6 Kilosich nun mitt els dieses Faltblatt es, meter langen Verbindungsstückes von der Wittener Innenstadt bis nach Bochum-Langendreer das an den beiden Schautafeln anwurde der 2012 das zweite Teilstück fertig gestellt, nachdem das 1. Wittener Straße und im Oberdorf oriTeilstück zwischen Witten und Dortmund-Löttringhauentiert der „Orange“ oder „Blauen“ zur sen ist, bereits 1990 als Fahrrad- und Fußgängertrasse Verfügung stand. und Langendreer genieRoute hingeben Heute nutzen Radfahrer und Fußgänger den Rheißen (s.S.16). nischen Esel zwischen Dortmund-Löttringhausen und Langendreer mit einer Gesamtstrecke von 13,3 Km. Rad- und duRch WandeRWege LangendReeR 1. Haus Langendree 2. Kulturbahnhof 3. Volkspark 4. Langendreerer Ba 5. Ümminger See und umgekehrt Seit März verfügbar: der Rad- und Liebe Radler und Fußgänger, Wanderwegfl yer„Langendreer von „Langendreer hat‘s!“ der Stadtteilverein hat’s!“ lädt Sie ein Bochumergestaltet Osten. Vereinen werden können Wir bieten Ihnen 2 Routen an, die Ihnen die Tour (s.S.24.). durch Langendreer zu einem Erlebnis machen werDer nächste Trödelmarkt von den. Beide Routen (orange und blau) führen Sie vom „Rheinischen Esel“ zum Anschluss an den „Langendreer hat‘s!“ soll am 9. RuhrtalMai am Radweg an der Wittener Straße und umgekehrt. Ümminger See stattf inden. Die Stationen der beiden Routen und deren Verlauf stellen wir Ihnen mit diesem Flyer vor. Darüber hiBitt e auf Ankündigungen achten! naus liefern wir Ihnen einige Infos zum Fahrradweg „Rheinischer Esel“. Wir wünschen Ihnen gute Fahrt durch Langendreer und freuen uns auf weitere Besuche, „Langendreer hat’s!“ zu einer Tour durch unseren „7-Sterne-Stadtteil“ im Die Mitgliederversammlung 2014 folgte am 26. Februar (s.S.18) Die 1. Bücherbörse von „Langendreer oder nehmen Sie Kontakt zu uns auf: Homepage: www.langendreer-hats.de hat’s!“ fand am 8.März im Ev. E-mail: kontakt@langendreer-hats.de Gemeindehaus an der Alten hat‘s!, Post an: Langendreer 44892 Bochum, Am sorgte Leithenhaus 14 Bahnhofstraße statt und für Verantwortlich für den Flyer: gute UmsätzeVerein bei den Beteiligten „Langendreer hat‘s!“ und für Spenden für die Dachsanierung der Christuskirche im Dorf (s.S.20) und für „Langendreer liest“. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann besuchen Sie uns doch in Langendreer Schließlich kam es am 11. März zur 1. Stadtteilkonferenz 2014 im Saal der Gaststätte „Zur alten Zeit“ . Andreas Halwer vom Stadtarchiv-Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte trat mit einem reich bebilderten Vortrag unter dem Thema „Der Bochumer Osten – ein geschichtlicher Spaziergang“ auf. Darüber berichten wir in der nächsten Ausgabe, weil die Konferenz nach Redaktionsschluss stattfand. Zur Zeit gibt es Kontakte mit den Eigentümern des Müser-Turms („Matrix“ und „real“) und der Denkmalschutzbehörde hinsichtlich der Illumination dieses Langendreerer Denkmals, und die Stadtwerke Bochum haben „Langendreer hat’s!“ zehn Stromkästen freigestellt, die von Kindergärten, Schulen, Initiativen und Vereinsvetreter Jörg Czwikla (links) und Frank Müller am Stand von „Langendreer hat‘s!“ im Raum der ehemaligen Parfumerie Dömer beim Weihnachtsmarkt Demnächst illuminiert? Der Müserturm im Dorf

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DORFPOSTILLE 125 7 HIER HILFT . H C I S N A M DA ALLES GAR TEN FÜR HAUS UND Bochum Wallbaumweg 53 - 75 Tel. 02 34/92 66-0 Oberhausen F.W. Ziesak GmbH & Co. KG, Mülheimer Str. 25, 46049 Oberhausen Mülheimer Straße 25 Tel. 02 08/43 77-0 Am Wasserturm Nähe Centro Nähe Opel Werk 2 + 3

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8 Frühjahr 2014 „Alter Bahnhof“ im Visier LWL-workshop-Nachbetrachtung bei Hiby der Evang. Kirchengemeinde, der „Dorfpostille“ und der Freien evangelischen Gemeinde Langendreer. Nach der Begrüßung durch Karsten Höser, 1. Vorsitzender von „Langendreer hat’s!“, skizzierte Dr. Kratzsch zunächst den größeren Kontext, in dem die Ergebnisse des studentischen Projekts in Augenschein zu nehmen sind, nämlich den „Untersuchungsraum Ost“, in dem städtische Initiativen stattfinden – dies auf vier Ebenen: 1. demografische Entwicklung, 2. Strukturwandel, 3. energetische Optimierung, 4. Masterplan Einzelhandel. Der Studentenworkshop des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz fand in diesem Jahr vom 9. bis 14. September im Langendreerer Stadtteil „Alter Bahnhof“ statt. Fachlich begleitet wurde die 20-köpfige Studentengruppe von der Fachhochschule Dortmund und der LWL-Denkmalpflege, Landschaftsund Baukultur in Westfalen. Die DOPO berichtete ausführlich darüber in der letzten Ausgabe. Eine Nachbetrachtung der Ergebnisse des Workshops hinsichtlich ihrer Relevanz für den Stadtteil und ihrer Realisierbarkeit fand am 19.11.2013 auf Einladung von „Langendreer hat’s!“ im Saal der Gaststätte Hiby an der Baroper Str. 27 statt. Der Einladung gefolgt waren Stadtbaurat Dr. Kratzsch, Wolfgang Otto vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt und Leiter der Unteren Denkmalbehörde, LWLDenkmalpflegerin Saskia Schöfer und Vertreter und Vertreterinnen der „Werbegemeinschaft Alter Bahnhof“, von „Langendreer hat’s!“, des Verkehrsund Geschichtsvereins LangendreerWerne, der Bezirksvertretung, wie auch die Lutherkirche. Die „energetische Modernisierung“ des Stadtteils solle anlaufen und werde in Zukunft durch „gezielte Kampagnen“ vorbereitet. Drei Radwegetrassen zwischen Ruhr-Uni und Langendreer seien ein weiteres Planungselement in diesem Umbaugebiet. In der folgenden Diskussionsrunde wurde der Fokus zunächst auf die Lutherkirche gelegt, die auch ein Schwerpunkt des studentischen Workshops darstellte. Lutherkirche... Dr. Kratzsch verwies darauf, dass die Stadt Bochum ihrerseits momentan keinen Handlungsbedarf sehe, solange die Eigentümerin Evang. Kirchengemeinde Langendreer noch keine Nutzungskonzeption für die Kirche habe. Da auch noch nicht klar sei, ob die Kirchengemeinde weiterhin als Eigentümerin tätig sein wolle oder ein anderer „Handlungsträger“ gefunden werden solle, könne sich die Stadt zurzeit nur als Ratgeberin unterstützend einschalten. Pfarrerin Vogtmann widerspricht und macht deutlich, dass die Kirchengemeinde sich bereits beschlussmäßig festgelegt hat: Zum einen hat sie eine zukünftige gemeindeinterne Nutzung ausgeschlossen, zum anderen ist entschieden, die Kirche zu veräußern. Richtig sei, dass die Gemeinde selbst bislang kein mögliches zukünftiges Nutzungskonzept entwickelt hat, für das sie konkret Investoren suchte. Sie führt bisher inhaltlich offene Gespräche mit externen Personen über potentielle Nutzungsideen. In diesem Rahmen sieht sie auch die derzeitigen Gespräche im Nachgang des DNK-Workshops mit den lokalen Akteuren in Langendreer. Im Ansatz: Haushaltsmittel Darüber hinaus seien städtische Haushaltsmittel 2014 für „Umbaugebiete“ zu erwarten, nämlich einerseits für Bochum-Werne (was den Stadtteil „Alter Bahnhof“ mit einbezieht) und für Steinkuhl. „Maßnahmepakete“ für diese Gebiete seien in Planung. Eine Rolle spielen dabei sowohl das geplante islamische Kulturzentrum am „Alten Bahnhof“, der Bereich des ehemaligen „Zwischenfall“ Spezialisiert auf Verwaltung von Eigentumswohnungen Wir kümmern uns! persönlich zuverlässig kompetent Eschweg 71, 44892 Bochum Tel.: 0234-58835648 Fax: 0234-6233579 E-Mail: info@hausverwaltung-grunwald.de ...und ihre Nutzung Im Blick auf die von den Studenten entwickelten zwei Nutzungskonzepte („Markt- und Veranstaltungshalle“, „Kletterhalle“) riet Dr. Kratzsch dazu, diese sowohl im Rahmen der Kirchengemeinde wie auch im Stadtteil zu beraten und gegebenenfalls einen Handlungsträger zu finden, der solche Konzepte realisieren könnte. Dr. Kratzsch verwies auch auf die Möglichkeit, einen Handwerksbetrieb

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Baufi_Cube 4c 182x260.pdf DORFPOSTILLE 125 1 04.03.14 14:00 9 C M Y CM MY CY CMY K Im Handumdrehen zum Eigenheim. . Die Sparkassen-Baufinanzierung. Top-Konditionen. Individuelle Lösungen. Faire Beratung. Ganz einfach: Erfüllen Sie sich Ihren persönlichen Traum vom Wohnen! Egal ob Sie kaufen, bauen oder umbauen wollen, zusammen mit unserem Partner LBS stehen wir Ihnen in allen Fragen kompetent zur Seite. Von der Finanzierung bis zur Absicherung Ihrer Immobilie erhalten Sie alle Infos in Ihrer Geschäftsstelle Bärendorf. Wenn’s um Geld geht – Sparkasse. Rubik’s Cube® used by permission of Seven Towns Ltd.

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10 zu finden, der als Eigentümer der Kirche selbige für seine geschäftlichen Aktivitäten nutzen könnte. Als besonders problematisch erwies sich im Gespräch die Tatsache, dass erhebliche Kosten zur Sanierung der Kirche anstehen, bevor an eine weitere umfassende Nutzung zu denken ist. Dass die Kirche unter Denkmalschutz steht, erhöht den Finanzbedarf bei einem Umbau oder einer anderweitigen Nutzung nicht unerheblich. Die „städtebauliche Einbindung“ des Lutherkirchenareals, wie sie von den Studenten in Ansatz gebracht worden ist, könnte dereinst in Kooperation mit städtischen Stellen eine Rolle spielen, wenn dann klare Verhältnisse hinsichtlich der Eigentums- und Nutzungsfrage hergestellt worden sind – auch dies eine in der Gesprächsrunde geäußerte Anmerkung. Frühjahr 2014 und empfehlenswert, die unter den Hauseigentümern und Anwohnern die Wertschätzung für ihre Baulichkeiten und ihren Stadtteil steigert und somit die Bereitschaft erhöht, Sanierungen und Erhaltungsmaßnahmen im Gründerzeitquartier vorzunehmen – im Rahmen des dann entschiedenen „Denkmalbereichs“. Ihre Arbeit wirkt noch mach: Studenten beim workshop im September 2013 „Haus des Monats“ In der Gesprächsrunde wurden die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Stadtteilvereine und -gemeinden dazu ermuntert, Initiativen zu ergreifen, um das Bewusstsein für den Stadtteil „Alter Bahnhof“ und seinen Wert bei den Eigentümern und Anwohnern zu schärfen. Aktionen wie „Haus des Monats“ oder die Erstellung von Haus-Postkarten wurden im Gespräch vorgeschlagen. Auch die Einbeziehung lokaler Medien in solch eine „Wertschätzungskampagne“ wurde empfohlen. Die anwesenden Vertreter von Stadt und Denkmalpflege sicherten ihre Beratung und Unterstützung für solche und andere Stadtteilaktivitäten zu. pawimö Denkmalbereich „Alter Bahnhof“? Ein weiterer Schwerpunkt war schließlich das von den Studenten vorgeschlagene Konzept, den Stadtteil „Alter Bahnhof“ zum „Denkmalbereich“ erklären zu lassen.. Da im „Denkmalbereich“ das äußere Erscheinungsbild des Stadtteils erhal- ten und geschützt wird, werden die Möglichkeiten der Hauseigentümer zu baulichen Veränderungen eingeschränkt, andererseits aber sind Sanierungs- und Umbauarbeiten im gesetzten Rahmen steuerlich absetzbar. Vorgaben durch den Denkmalschutz für das Gebäudeinnere werden nicht gesetzt und die Beratung durch die Untere Denkmalbehörde ist gewährleistet. Die Herren Dr. Kratzsch und Otto berichteten von zwei Denkmalbereichen in Stahlhausen und im Stadtparkviertel, wo nach einer Phase der Information und Bürgerbeteiligung die Quartiere als Ganzes mit Zustimmung der Anwohner zum Denkmal erklärt wurden. Für den Bereich „Alter Bahnhof“ wäre zunächst eine „Kampagne“ sinnvoll Neuigkeiten bei der 4. Stadtteilkonferenz 2013 Dr. Kratzsch stellte zunächst die zukünftige Standortstruktur Bochums vor, ging mit Bezug auf zwei Folien auf die voneinander abgegrenzten Stadtteilzentren Langendreer Alter Bahnhof und Langendreer Dorf ein, um schließlich Planungen zum Untersuchungsraum Ost vorzustellen. In dem Zusammenhang nahm natürlich die zukünftige Entwicklung der Opel-Flächen breiten Raum ein. Interessant dabei die Überlegungen zur Ruhr-Uni-Erweiterung im Blick auf das Gelände von Opel Werk 1 an der Wittener Straße. Bemerkenswert auch die Planung, die Stadtbahn U 35 nicht an der Uni enden zu lassen, sondern bis zum S-Bahn-Haltepunkt Langendreer-West weiter zu bauen, was zu einer Belebung des Ortsteils Alter Bahnhof führen könnte. Darüber hinaus erfuhren die Anwesenden, dass die Stadt mit den Betreibern der zukünftigen Moschee bzw. des islamischen Kulturzentrums am Alten Bahnhof planungsmäßig gut voran komme und dass allerdings die Zukunft des ehemaligen Zwischenfall-Gebäudekomplexes nach wie vor offen sei. Wie es mit der entwidmeten Lutherkirche weitergehen wird, sei zunächst Sache der Ev. Kirchengemeinde, so Dr. Kratzsch. Sie müsse zunächst ein Nutzungskonzept vorlegen bzw. die Eigentumsfrage entscheiden, bevor sich die Stadt wie auch immer einschalten könne. Der Ablauf auch dieser Stadtteilkonferenz mit einem inhaltlichen Schwerpunkt und begleitender Diskussion bestärkte „Langendreer hat’s!“ darin, dieses Veranstaltungskonzept auch 2014 weiter zu verfolgen. pawimö U 35 nach Langendreer? Überraschte mit Neuigkeiten: Stadtbaurat Dr. Kratzsch (stehend vor dem Fenster) bei der 4. Stadtteilkonferenz im November 2013 Zur 4. Stadtteilkonferenz 2013 von „Langendreer hat’s!“ am 26.11.2013 im Saal der Gaststätte „Zur alten Zeit“ war Stadtbaurat Dr. Kratzsch eingeladen, der sowohl zum „Masterplan Einzelhandel“ als auch allgemeiner zum „Untersuchungsraum Bochum-Ost“ referierte. Wie zu erwarten war, stießen seine power-point gestützten Ausführungen auf so großes Interesse bei den fast 50 Anwesenden, dass über die Projektarbeit von „Langendreer hat’s!“ nur noch ansatzweise gesprochen werden konnte.

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DORFPOSTILLE 125 11 REISEBÜRO am markt Bequem verreisen zu günstigen Preisen Wir vergleichen für Sie die günstigsten Reisen aller großen Veranstalter Skireisen Top Badereisen Städtereisen Familienreisen AIDA Das Clubschiff Derpart Reiseüro am Markt Oberstrasse 2 • 44892 Bochum Montags - Freitags: 9:00 bis 13:00 Uhr und 14:30 bis 18:00 Uhr Samstags: 9:00 bis 12:00 Uhr Öffnungszeiten: Jetzt noch schnell Lastminute Urlaub in die Sonne buchen! Haben Sie Fragen? Unsere Hotline hilft weiter! Tel: 0234 - 922 62 0 Fax: 0234 - 922 62 62 http://www.derpart-am-markt.de/ mitarbeiter@derpart-am-markt.de

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12 Frühjahr 2014 Stricken für den guten Zweck Jeden Donnerstag Nachmittag trifft sich unter der Leitung vom Gudrun Weitkamp eine kleine Gruppe von Frauen aus Langendreer, um ihrem gemeinsamen Hobby nachzugehen - zu stricken. Initiiert von Frau Weitkamp entstand die Idee, aus Wollresten Patchwork-Decken zu erstellen. Dabei werden gleichgroße Quadrate gestrickt, die anschließend zu einer Decke zusammengenäht werden. Das Ziel der fleißigen Strickerinnen ist es, diese bis zu den Wintermonaten fertig gestellt zu haben, damit sie an bedürftige Menschen kostenlos weitergegeben werden können. Zu diesem Zweck werden noch Wollreste benötigt, die z. B. bei eigenen Handarbeiten übrig geblieben sind und nicht mehr gebraucht werden. Wer Lust hat, kann die Damen auch beim Stricken unterstützen- entweder nach vorheriger Absprache auf den gemeinsamen, wöchentlich stattfindenden Treffen oder in eigenen Strickgruppen. Die Strickgruppe um Frau Weitkamp freut sich über jede Unterstützung und Wollspenden. Infos und Abgabe von Wollresten bei Elektro Weitkamp Alte Bahnhofstr. 5 44892 Bochum Langendreer 0234/288263 Sinnvolle Resteverwertung betreiben die Damen oben im Bild, die offensichtlich viel Spaß dabei haben: Patchworkdecken entstehen, die später an Bedürftige verschenkt werden. Das rechte Foto zeigt ein mögliches Endprodukt! Wir wünschenfrischt Ihnen Der Frühjahrsputz dieein Wohnung für den Frühling auf. frohes Weihnachtsfest Wir frischen die Elektrik für die und ein glückliches neues Zukunft auf, weil wir alle sicher leben wollen. Jahr. Elektro Weitkamp Seit Seit 1979 1979 sind sind wir wir im im Einsatz Einsatz und und mittlerweile mittlerweile in in der der 2. 2. Generation Generation für für unsere unsere Kunden Kunden da da gerne gerne auch auch für für Sie. Sie. Alte Bahnhofstr. 5 44892 Bochum 0234/28 82 63 info@elektro-weitkamp.de www.elektro-weitkamp.de

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DORFPOSTILLE 125 13 Folgende Sponsoren ermöglichten mit ihren Spenden die Weihnachtsbeleuchtung im Dorf Wir bedanken uns herzlich bei: Adler-Apotheke Bäckerei Löscher Backhaus am Markt Ballett Balancè Bogestra 310 Brillenfabrik 24 Bruno´s Fahrschule Buchhandlung Gimmerthal Dorfpostille Langendreer Dr. Calapotlis Elektro-Weitkamp Frank-Dagobert Müller Kieferorthopädie Dr. Ryll KiTa „Krümmelkiste“ Langendreer hat`s Schmuddelwetter? Kein Problem beim Weihnachtsmarkt im Dorf Das war’s mal wieder! Riesenandrang beim 9. Weihnachtsmarkt im Dorf Trotz Schmuddelwetter ließen sich auch im Jahr 2013 die Langendreerer nicht daran hindern, ihren Weihnachtsmarkt zu besuchen. Gegen 15 Uhr gab es kaum noch ein Durchkommen auf der Marktmeile mit ihren über 60 Ständen zwischen Markt und Ovelacker Straße. Die frisch installierte Baumbeleuchtung, für die unter der Initiative von Geschäftsmann Bernd Sohn 3etliche Sponsoren mit den Stadtwerken an der Spitze gesorgt hatten, gab dem Markttreiben seinen Glanz von oben angesichts des wolkenverhangenen Himmels. Zum Aufwärmen und Besinnen sorgte das Programm in der Christuskirche, in der auch erstmals ein Cafe zum Verweilen einlud, das von emsigen Damen der Ev.Kirchengemeinde betrieben wurde. Draußen beglückte der Weihnachtsmann mit seinem Knecht Ruprecht die Kinder mit süßen Geschenken und sorgten die eifrigen Losverkäufer der Tombola für etliche Überraschungen. Den Hauptgewinn, nämlich zwei Eintrittskarten in die VIP-Lounge des VfL Bochum zu einem Bundesligaspiel, gewann eine junge Frau, die – welch ein Zufall – als VfL-Fan bereits äußerlich erkennbar war. Bereits um 16 Uhr wurde an einigen Ständen das Essen knapp, das sich Hunderte Besucherinnen und Besucher an verschiedenen Ständen schmecken ließen. Als um 18 Uhr das Glockengeläut der Christuskirche das Ende des Weihnachtsmarkts markierte, verweilten dennoch etliche an den diversen Glühweinständen, um noch ein Stündchen die vorweihnachtliche Atmosphäre auf der Alten Bahnhofstraße zu genießen. Die fünf Organisatoren des Weihnachtsmarkts – Ulli Birk, Pfarrer Geldmacher, Karsten Höser, Paul Möller und Andreas Schmitt – atmeten erleichtert tief durch, als schließlich auch der Standabbau ohne Probleme gegen 20 Uhr vollzogen war und nur noch die aufgestellten Halteverbotsschilder und vollgestopfte Abfalleimer an diesen Höhepunkt der Langendreerer Vorweihnachtszeit erinnerten. Große Freude auch bei der Ev. Kirchengemeinde Langendreer: Hatte doch die Tombola 3265 € eingespielt, die mit den erwirtschafteten 550 € aus dem Kirchencafe den Topf für die Sanierung des Kirchendachs weiter füllten. Großen Dank sagt das Organisationsteam allen Besucherinnen und Besuchern und allen am Weihnachtsmarkt Mitwirkenden. Der 10. Weihnachtsmarkt im Dorf/ Langendreer soll am 6. Dezember 2014 stattfinden. Bitte vormerken! Für das Organisationsteam: Paul Möller Markt-Börse Braun+Röpke Optik Haarmann Physiotherapie Lindemann Ralannika - Unikate aus Stoff Redemann Tabakwaren Restaurant Landau Sohn&Sohn-Cosmetics Sparkasse Bochum Stadtwerke Bochum Steinmüller Fußpflege Tintenklecks Papeterie Tomaszewski Sigrid Volksbank Bochum Witten Wallhöfer-Brillen Weihnachtsmarkt Langendreer Weritz-Meißner Zweirad Posdziech Gute Stimmung bei der DORFPOSTILLE Aufwärmen bei Kaffee und Kuchen im Kirchencafe

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14 „Alles, was genäht werden muss“ Frühjahr 2014 Was wird mit der Lutherkirche? Dieser Frage stellten sich fast 50 Anwesende aus Langendreer am 4.2.2014 im Ev. Gemeindehaus an der Wittenbergstraße. Eingeladen hatte die Ev. Kirchengemeinde und „Langendreer hat’s!“ Vertreterinnen und Vertreter Langendreerer Vereine, Gruppen, Initiativen und Einrichtungen, aber auch Kulturschaffende und interessierte Einzelpersonen aus Langendreer, um mit ihnen abzuklären, ob es einen Bedarf an der Nutzung der entwidmeten Lutherkirche gebe. Es ging also primär um die Frage: Können Sie sich vorstellen, die Kirche in Zukunft zu Ihren Zwecken zu nutzen? Wurden in einer ersten Gesprächsrunde eher Vorschläge gemacht, wie z.B. die Nutzung als Generationen übergreifende Begegnungsstätte, der Ausbau zu Studenten- bzw. Seniorenwohnungen, die Errichtung einer Freizeitstätte z.B. mit einer Kletterwand (so auch ein Vorschlag des Studentenworkshops vom September 2013), so wurden bald Stimmen laut, die doch erhebliche Zweifel ausdrückten an der Realisierung einer öffentlichen Nutzung durch Vereine, Gruppen, Initiativen, Einrichtungen und Künstler. So wiesen Norbert Kurtz als Konzertveranstalter und Gerd Spiekermann vom Kulturbahnhof auf die Schwierigkeiten hin, den Kirchenraum z.B. als Aufführungsstätte für Rockkonzerte zu nutzen. Lärmschutzmaßnahmen müssten vorgenommen werden, die Parkplatzfrage stelle sich und die angemessene Innenraumstruktur müsse erstellt werden (Toiletten, Fluchtwege usw.). Im Laufe der Gesprächsrunde wurde immer deutlicher, dass auch angesichts des erheblichen Sanierungsbedarfs des Kirchengebäudes die Kostenfrage von entscheidender Bedeutung sei. Durch die Nutzung durch Langendreerer Gruppen, Vereine und Künstler könnten weder die Sanierung noch die laufenden Kosten beglichen werden. Und da die Kirchengemeinde keine eigene Nutzung mehr intendiert, sei es wohl am sinnvollsten, einen neuen Handlungsträger zu finden, der sowohl die notwendige Sanierung als auch ein sich rechnendes Konzept schultern kann. Die Runde war sich schließlich einig darin, dass die Kirchengemeinde sich einerseits kundig machen sollte, wie in ähnlichen Situationen (Kirchenschließung) andernorts verfahren wurde (siehe z.B. die Eventkirche in Langenberg oder die Kreuzkirche in Essen). Andererseits sollte sie sich bemühen, einen Käufer für die Kirche und das umgebende Areal zu gewinnen, der möglicherweise eine wirtschaftliche Lösung parat hat, die eine öffentliche Nutzung – wenn auch nur in Teilen – nicht ausschließt. pawimö Atelier Erika Lammek Wittenbergstraße 3 44892 Bochum – Langendreer Tel.: 0234/295934 Mo – Frei 9.00 – 18.00 12 TINTENKLECKS Jahre Papeterie Schreibwaren Bürobedarf Geschenkartikel Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9:00 -13:00 u. 15:00 -18:00 Uhr Sa: 9:00 -13:00 Uhr Inh.: Ivana Rolovic Alte Bahnhofstr. 11 Telefon 0234 / 2970640 Groß ist das Interesse in Langendreer an der Frage nach der weiteren Nutzung der Lutherkirche - was die „Luther-Konferenz“ am 4. Februar zeigte.

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