Burek,Städte,Begegungen

 

Embed or link this publication

Popular Pages


p. 1

burek städte begegnungen mit interrail unterwegs durch südosteuropa teresa broich

[close]

p. 2

Über mich ich bin 1992 geboren und wohne in embrach schweiz zurzeit besuche ich das gymnasium in bülach ein foto von mir ist vorne auf dem buch wenn ich gerade nicht auf reisen bin engagiere ich mich als leiterin im kinder und jugendverband jungwacht blauring jubla

[close]

p. 3

burek städte begegnungen mit interrail unterwegs durch südosteuropa teresa broich

[close]

p. 4

impressum 1 auflage erschienen im januar 2011 im rahmen meiner maturarbeit an der kantonsschule züricher unterland bülach schweiz umschlagsgestaltung teresa broich umschlagsabbildung niko broich abbildungen im text teresa broich druck rüegger wirz die buchmanufaktur winterthur 2

[close]

p. 5

3

[close]

p. 6

4

[close]

p. 7

warum seit einigen jahren unternehmen wir grössere reisen auf verschiedene arten zu fuss auf dem jakobsweg mit dem fahrrad die donau entlang mit dem auto durch polen die baltischen staaten und ganz skandinavien dabei europäische städte zu entdecken gefällt uns und langsam haben wir es auch raus eine stadt in einem tag oder manchmal nur an einem abend gesehen zu haben manchmal sitzen wir zu hause zusammen beim mittagessen und plötzlich kommt eine neue idee auf wie wär s denn mal mit dem zug zu reisen und dann geht s los wir schauen alle gespannt auf die europakarte in unserem esszimmer und überlegen welche länder wir noch nicht gesehen haben und welche uns interessieren meistens steht die grundidee von so einer reise nach ein paar minuten im raum und wenn es keinen grossen widerspruch von jemandem gibt fangen alle bereits an sich darauf zu freuen und so war es auch im winter 2009/2010 mit der idee für unsere interrailreise durch südosteuropa Übrigens wir das sind niko 14 philipp 14 hännes papa 49 martina mama 51 teresa ich 17 auf dem jakobsweg waren auch noch meine älteren brüder johannes 22 und dominik 25 dabei kurz nachdem unsere interrailidee entstanden war musste ich mir das thema für meine maturarbeit überlegen und es ging nicht lange bis ich bei meiner leidenschaft dem reisen und somit bei unserer nächsten grossen reise im sommer angelangt war viele haben mich gefragt ob ich vor dieser arbeit denn auch schon geschrieben hätte doch dieses buch ist meine erste grössere literarische 5

[close]

p. 8

arbeit eigentlich seltsam dass ich ziemlich schnell genau auf diese idee gekommen bin ein buch schreiben ich habe es bis heute nicht bereut klar gab es auch krisen aber grundsätzlich hat mir das schreiben sehr viel spass gemacht 6

[close]

p. 9

7

[close]

p. 10

8

[close]

p. 11

freitag 30.07.2010 21:40 eine stunde lang fährt der zug seit zürich jetzt schon und zehn stunden haben wir noch vor uns ich liege im obersten von drei betten im liegewagen 302 platz 66 endlich kann ich entspannen und über den ganzen tag nachdenken bis zur letzten minute haben wir gepackt hosen regenjacke sackmesser vorhängeschloss pässe immer wieder hab ich mir die frage gestellt brauche ich das wirklich wie viel muss ich davon mitnehmen dann habe ich den rucksack auch immer wieder aufgesetzt um zu schauen ob ich ihn überhaupt noch tragen konnte im ersten moment ist er mir ziemlich leicht erschienen aber wie ich mich dann nach einem ganzen tag mit rucksack fühlen werde kann ich mir noch nicht so ganz vorstellen wir waren zwar mit der familie mal zwei wochen in spanien auf dem jakobsweg aber erstens ist das schon eine ewigkeit her und zweitens haben wir damals unsere rucksäcke viel durchdachter gepackt von allem das leichteste und zum beispiel nur zwei oder drei unterhosen konnte man ja waschen zum planen und entscheiden hatten wir heute gar nicht wirklich zeit es galt nur alles rein und los ein anstrengender tag im moment kann ich aber nur noch an meine verstopfte nase und meinen verspannten rücken denken naja fit fühlt sich anders an gerade kommt eine frau zu uns ins sechser-abteil es wird noch enger wir haben doch eben schon sicher eine halbe stunde lang das gepäck geschoben und gequetscht bis wir uns in diesem abteil wieder so halbwegs bewegen konnten ich muss gähnen lange bleiben meine augen nicht mehr auf und gleich habe ich schon meine erste taschentuchpackung aufgebraucht 9

[close]

p. 12

die zugestiegene frau zwischen dreissig und vierzig quatscht noch ein wenig mit meinen eltern sie fährt mit ihrem neffen für zwei wochen nach kroatien in ihre heimat die beiden mussten sich auf zwei abteile verteilen weil der zug anscheinend ausgebucht ist das beunruhigt sie aber als sie dann ein abteil mit einer familie für den jungen gefunden haben geht es ihr deutlich besser ich versuche zu entspannen es ist so eng hier oben morgen früh sind wir schon in ljubljana das wird bestimmt schön vor einigen jahren war ich schon einmal in maribor auch eine slowenische stadt ich denke dass diese beiden städte ähnlich sind mit so einem gewissen südländischen flair aber eigentlich habe ich keine ahnung ich sehe es ja dann jetzt wo ich an die stadt und nicht mehr an meinen blöden schnupfen denke kommt die vorfreude auch wieder diese riesige reise die wir jetzt ein halbes jahr lang geplant haben liegt jetzt direkt vor uns also eigentlich sind wir ja schon mitten drinnen ich bin aufgeregt ich gähne schon wieder und mache die augen zu meine nase nervt gute nacht samstag 31.07.2010 bei der ankunft in ljubljana erwartet uns zuerst einmal ein trister bahnhof wir tauschen die ersten gefühle nach dieser nacht aus einige haben gut geschlafen mama aber sogar noch weniger als ich ich fühl mich klebrig und dreckig meine eltern hatten die glänzende idee in den kleidern zu schlafen weil das viel praktischer sei das werde ich nie wieder tun war das eine schreckliche nacht ich konnte gerade so liegen am fussende lag meine umhängetasche über meinem kopf ragte der obere teil meines rucksacks aus dem gepäck-fach weil das einfach zu klein war für fünf riesenrucksäcke ich bin immer wieder aufgewacht nase zu husten 10

[close]

p. 13

dazu kam noch dass ich mich beim husten gar nicht aufsetzen konnte der abstand zwischen liege und dach war zu eng horror nachdem ich nach einer kleinen suchaktion etwas zu trinken gefunden hatte war ich auch endlich wach genug um meinen rucksack nach meinem retter dem nasenspray zu durchsuchen das alles musste ich extrem langsam und leise machen damit ich niemanden weckte es reicht wenn eine person nicht schlafen kann als ich den spray gefunden hatte klappte es dann auch mit dem schlafen müde genug war ich ja in der bahnhofsunterführung begegnen uns vier interrailreisende am boden ich erschrecke ein bisschen als ich merke dass die wahrscheinlich dort am harten kaugummiverklebten und nach urin stinkenden unterführungsboden geschlafen haben ich mag zwar die abenteuerstimmung und ich schlafe deshalb auch gerne mal in einer bruchbude aber so etwas geht für mich zu weit das würde ich erst im äussersten notfall machen wir gehen schnell weiter wo ist der nächste bankomat stimmt die abfahrtszeit von heute nachmittag mit unserem plan überein wo wollen wir frühstücken alle sind ziemlich geschafft und jetzt kommt einer von insgesamt zwei tagen auf uns zu an dem wir den rucksack überall mit hinschleppen müssen heute ist das deshalb so weil wir in ljubljana kein quartier haben wir wollen an diesem abend noch nach zagreb aber im moment kommt uns das rucksacktragen eigentlich noch ganz easy vor auf dem weg in die innenstadt werden die häuser immer schöner und gepflegter ich bin immer noch total müde dann übersehe ich auf dem bürgersteig ein loch stolpere und das gewicht vom rucksack drückt mich mit voller wucht auf den boden das tut echt weh und ist vor allem ziemlich peinlich zum glück sind um diese zeit noch nicht so viele 11

[close]

p. 14

menschen auf den strassen unterwegs ein paar minuten pause dann geht s weiter jetzt fängt der rucksack schon etwas an zu drücken und der ganze tag liegt noch vor uns der grosse presernov trg trg heisst platz mit der barocken rötlichen franziskanerkirche der fluss ljubljanica die drei hellen brücken tromostovje ­ das erste bild der innenstadt das wir zu sehen bekommen nach dem tristen einstieg beim bahnhof mit den hohen blöcken und heruntergekommenen wohnsiedlungen rings herum ist das schon ganz schön wir wechseln die flussseite und finden dort ix bäckereien die in einer langen schlauchartigen halle aneinander gereiht sind das sieht lustig aus papa und ich suchen für alle gebäck kirschquarktaschen aus und die anderen drei setzen sich schon in ein strassen-café von dem man ausblick auf den fluss hat so der erste kaffee auf dieser reise und es wird bestimmt nicht der letzte sein neben uns setzt sich eine alte frau die gerade vom markt kommt ihre kleider sind aus mehreren jahrzehnten zusammengewürfelt auch sie bestellt einen kaffee und schlurft diesen genüsslich während sie eine zigarette nach der anderen ansteckt sie fasziniert mich darf ich sie fotografieren frage ich mich es endet dann in einem versteckten fotoversuch weil ich einfach zu schüchtern bin ich denke noch lange darüber nach ob ich sie besser gefragt hätte nach unserer kleinen frühstückspause sind alle um einiges munterer und wir machen uns auf den weg ljubljana in wenigen stunden zu entdecken wir schlendern über einen riesigen gemüsemarkt auf dem vodnikov trg der von vielen roten schirmchen überdacht ist ich amüsiere mich über einen milchautomaten der auch noch rege benutzt wird die leute holen ihre flaschen aus den taschen und halten sie an die quelle nachdem sie ein paar münzen eingeworfen haben 12

[close]

p. 15

an blumenhändlern und ein paar ecken vorbei haben wir gleich unsere zweite lustige begegnung dort laufen zwei männer in anzugshose weissem hemd und fliege die strasse entlang wir brauchen alle einige augenblicke bis wir merken was die da tun die strasse putzen mit eimer und greifarm bewaffnet ziehen sie durch die strassen der innenstadt und befreien diese vom schmutz der vorbei laufenden leute und dabei sehen sie aus als wären sie auf dem weg in die oper und hier klappt es dann auch meine schüchternheit zu überwinden und ich frage die beiden herren ob ich ein foto machen dürfe sie willigen ein und ich frage mich ob das nicht sogar teil vom job ist für passanten modell zu stehen egal ein tolles bild 13

[close]

Other Publications

Der Mensch als Haustier/Rolf Hofer

Der Mensch als Haustier/Rolf Hofer


Tags:
Wichtel Walti

Wichtel Walti


Tags:
Kurzinfo/Buchmanufaktur

Kurzinfo/Buchmanufaktur


Tags: Digitaldruck, Buch, handgemacht, Buchbinder, Winterthur, Druckerei, Prägen, drucken, Kleinauflage, Lagerplatz30, binden
Buch Klemenz

Buch Klemenz


Tags:
Das Salongedicht

Das Salongedicht


Tags:

Comments

no comments yet

YOUBLISHER
About
What Others Say
Sitemap
Impressum

PUBLISHERS
Login
Signup
Tutorials
FAQ
Support

BUSINESS
Overview
Advertising
Support

DEVELOPERS
API

LEGAL
Report a Copyright Violation
Copyright FAQ
Terms of Use
Privacy Policy