DSDL Magazin 1/2014

 

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DSDL Kundenmagazin 1/2014

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DSDL Magazin Die Kundenzeitschrift der Donau-Stadtwerke Dillingen-Lauingen Ausgabe 3 1/2014 Alles im Fluss Seite 4 Erdgas im Netz Seite 12 Fibre to the home Seite 14 Noch mehr Badespaß Seite 18

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Impressum Herausgeber DSDL Donau-Stadtwerke Dillingen-Lauingen, Regens-Wagner-Str. 8, 89407 Dillingen, Tel. (09071) 50 39-0, www.dsdl.de Konzept, Gestaltung, Redaktion musselmann wulz intermedia gbr, Röhmstraße 4, 89407 Dillingen, www.m-w-i.de Druck Roch-Druck, Einsteinstraße 21, 89407 Dillingen, www.roch.de Bildnachweis: Stadt Dillingen a. d. Donau Seite 3 (1); Stadt Lauingen Seite 3 (1); Donau-Stadtwerke Dillingen-Lauingen Seite 12 (1); alle weiteren Bildrechte bei mwi. Urheberrechte für den gesamten Inhalt, soweit nicht anders angegeben, bei mwi. Reproduktion und elektronische Verbreitung sowie jede andere Wiedergabe nur mit ausdrücklicher Genehmigung. Keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos. Druckfehler unter Vorbehalt.

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Editorial Mit den Donau-Stadtwerken Dillingen-Lauingen können sich unsere Städte auf einen heimatnahen, leistungsfähigen und flexiblen Versorger vor Ort verlassen. Sie sind sichere Arbeitgeber und Garant für eine regionale Wertschöpfung. Über ihre Pflichtaufgaben, wie die Versorgung mit Trinkwasser hinaus, tragen die DSDL beispielsweise mit dem Betrieb der Hallen- und Freibäder zur Lebens- und Freizeitqualität unserer Städte bei. Denn die DSDL sehen sich schon lange als weit mehr als nur ein reiner Energieversorger. Neben den bewährten Sparten wie Strom und Wasser beschreiten sie daher Schritt für Schritt neue Wege: Ganz aktuell etwa mit der Kooperation beim Betrieb des Erdgas-Netzes sowie in Dillingens Stadtteil Donaualtheim mit dem Ausbau des Breitband-Internets. Auf diese Weise machen sich unsere Stadtwerke fit für die Zukunft – ganz getreu ihrem Leitspruch: „Alles aus einer Hand“. Wolfgang Schenk Bürgermeister von Lauingen Verbandsvorsitzender Frank Kunz Oberbürgermeister von Dillingen Stellv. Verbandsvorsitzender Inhalt 4 11 12 14 16 18 Alles im Fluss Andrea Fischer, Bereichsleiterin Wasser und Abwasser, ihr Team und jede Menge Projekte Beratung vor Ort Neues Kundencenter im Rückgebäude der Zenetti-Passage in Lauingen Erdgas im Netz Kooperation mit erdgas schwaben sichert die Versorgung mit der Wunschenergie Nummer 1 Fibre to the home In Donaualtheim wird das innovative Glasfasernetz erstmals auch ins Haus gelegt Strahlt hell und günstig LED-Straßenleuchten sind auch im Netzgebiet der DSDL auf dem Vormarsch Noch mehr Badespaß Neugestaltung des Kleinkinderbeckens bringt Farbe in das Hallenbad 3

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Alles im Fluss Andrea Fischer, Bereichsleiterin „Wasser und Abwasser“ sorgt mit ihrem Team für klare Verhältnisse und appelliert an das Umweltbewusstsein der Bevölkerung „Wer frisches, sauberes Wasser haben will, der muss auch mal die ein oder andere Baustelle akzeptieren. Das am besten überwachte Lebensmittel der Welt sollte uns das wert sein!“ Andrea Fischer weiß, wovon sie spricht. Viele Jahre war sie als Ingenieurin im Tiefbau beschäftigt. Und auch als Bereichsleiterin der DSDL bleibt das eine ihrer Hauptaufgaben. Mit ihrem Team verantwortet sie zwei Geschäftsbereiche: Wasser und Abwasser – und jede Menge Projekte. 22 fachgeschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass reines Wasser aus den Brunnen in die Haushalte kommt und Schmutzwasser in die andere Richtung abgeführt wird. Dort, wo die Kanäle im Leitungsnetz ein Gefälle haben, läuft das Wasser von ganz alleine. An anderen Stellen bringen Pumpen die Fortbewegung und sauber gemacht wird in den Kläranlagen. Ganz so einfach ist es freilich nicht. Das zeigen Großbaustellen wie die „Kleine Donau“ mit Investitionen von mehreren Millionen Euro. Da wurden nicht nur Löcher gegraben und Rohre verlegt, sondern intensive Planungsarbeit geleistet, Bodenproben 4 genommen, Tonnen von Erdmassen bewegt und Pfahlwände errichtet. Am aufwändigsten war der Einsatz der rechteckigen Freispiegelkanäle aus Stahlbeton. Dank der Sonderprofile konnte die geringe Bodentiefe kompensiert und ein ausreichendes Gefälle erzielt werden. Der wirtschaftlichste Transport von Abwasser war damit möglich, ganz ohne teure Pumptechnik. Andrea Fischer hat Verständnis dafür,

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Garantieren die Ver- und Entsorgungssicherheit für das Netzgebiet der DSDL: Abwassermeister Erwin Morloher, Wassermeister Josef Link und Wassermeister Steffen Schneider (Bild links, von links) und Bereichsleiterin Andrea Fischer (Bild oben). dass solche Großprojekte Ärger bei den Anwohnern hervorrufen. Denn oft sind sie über lange Zeit den unangenehmen Begleiterscheinungen der Baumaßnahmen ausgesetzt. Aber nur ein intaktes und zukunftsfä- higes Leitungsnetz, so die Bereichsleiterin, stelle die optimale Grundversorgung sicher. Bei einer Gesamtlänge von fast 800 Kilometern Wasser- und Abwasserleitungen sei das schon eine Herausforderung. Immer wieder wä- ren deshalb Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten notwendig, die aber mit viel Umsicht und so zeitnah wie möglich bewältigt werden. Gebaut wird nicht nur am Leitungsnetz. Auch Brunnen, Rechenanla5

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gen und Klärbecken, Hochbehälter, Pumpwerke, Labore und Leitwarten müssen auf dem neuesten Stand der Technik gehalten werden. Hier wird die ganze Komplexität des Systems deutlich, das am Ende auch den strengen Verordnungen der Wasserwirtschaftsbehörden unterworfen ist, und den Auflagen, die die Wasserschutzgebiete an die Betreiber stellen. „Gesetzliche Vorgaben, die wie in Dillingen noch den Rückbau 6 von Brunnenanlagen erfordern, beschäftigen unser Team zusätzlich“, erklärt Wassermeister Josef Link. Dem technischen Renovierungsbedarf, aber auch der gesetzlich neugefassten Ausdehnung der Schutzzonen ist der Bau der neuen Wasserwerke in Lauingen und Dillingen (siehe Seite 9) zuzuschreiben. Mit einem sechsstelligen Investitionsvolumen gehören sie zu den größeren Herausforderungen des Zweckbetriebs. Außerhalb der Eigenanlagen sind es dagegen private und gewerbliche Bauprojekte, die mit genauso viel Engagement betreut werden. Allein im vergangenen Jahr wurden im Versorgungsgebiet der DSDL fast 150 Bauanträge gestellt. Die Koordination solcher Projekte ist ein weiteres Aufgabengebiet der 46-jährigen Ingenieurin, die nun seit zwei Jahren ihre Erfahrung als Planerin bei DSDL einbringt: „Wir sind Schnitt-

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Großes Bild links: Stippvisite auf dem Faulturm der Lauinger Kläranlage mit Bereichsleiterin Andrea Fischer und Harald Leoni, Vorarbeiter Kanal. Ganz oben: Im Belebungsbecken der Dillinger Anlage erfolgt der Abbau der organischen Verschmutzung und die Oxidation des Stickstoffs zu Nitrat. Oben: Robert Geiser nimmt eine Wasserprobe aus dem Nachklärbecken im Lauinger Werk. Links: Matthias Klett im Labor der Kläranlage Dillingen. 7

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stelle für die Zusammenarbeit von Ämtern, Kommunen, Bauherren und Planungsbüros, übernehmen die Beratung für die Genehmigung von Bauherrenmappen, vereinbaren VorOrt-Termine mit dem Meister und sind schließlich für die technische Bereitstellung und Wartung der Kanalanschlüsse zuständig.“ Versorgt werden im Netzgebiet der Stadtwerke über 30.000 Kunden mit rund 8.000 Hausanschlüssen. Damit nicht genug, stehen die Teams von Wasser und Abwasser auch mit einem rund um die Uhr besetzten Störungsdienst bereit. Wassermeister Josef Link kennt die Tücken der Systeme aus dem FF: Da lecken Wasserleitungen aufgrund von Materialverschleiß, versagen Pumpen oder Steuerungen Andrea Fischer • geb. 01.09.1967 in Wertingen • wohnhaft: Dillingen • Beruf: Zimmerin • Studium: Bauingenieurwesen / Projektmanagement • Abschlüsse: Dipl.-Ing. (FH) / Master of Engineering • ab 1998 Bauingenieurin Dippold & Gerold, Dillingen • ab 2005 Planungsingenieurin Tiefbauamt Kempten • seit 2011 Bereichsleiterin Wasser / Abwasser DSDL • Hobbys: Lesen, Fotografieren, Yoga – die DSDL helfen schnell und zuverlässig. Damit die Arbeitsprozesse in Zukunft noch besser greifen, teilt sich künftig Wassermeister Link die Arbeit mit einem zweiten Meister. Neu im Team ist Steffen Schneider und hier vollzieht sich auch gleich der Generationswechsel. Der 25-jährige Installateur übernimmt die Bereiche „Wassergewinnung“ und „Wasseraufbereitung“, Josef Link ist für „Netzkontrolle“ und „Leitungsbau“ zuständig. Acht Mitarbeiter sind insgesamt im Geschäftsbereich „Wasser“ im Einsatz, 12 Mitarbeiter regeln die Prozesse für den Geschäftsbereich „Abwasser“. Neben personellen und kaufmännischen Führungsaufgaben, der konzeptionellen Netz- und Anlagenentwicklung und der Sicherstellung kontrollierter Ver- und Entsorgung ist Andrea Fischer auch für das strategische Erhaltungsmanagement verantwortlich. Ganz besonders am Herzen liegen der Altenmünsterin die ökologischen Aspekte ihrer Arbeit. Nicht ohne Grund hat sie während ihres Studiums eine Zusatzqualifikation in „Umwelttechnik und Immissionsschutz“ absolviert. „Was mich etwas wundert“, so Fischer, „ist, dass das „grüne“ Gewissen in der Bevölkerung doch erheblich abgenommen hat.“ Noch vor Jahren sei es wichtig gewesen, Müll peinlich genau zu trennen, „grüner Punkt“ und „Bio“ in aller Munde. „Heute beobachten wir, dass doch sehr viel mehr scharfe Reiniger in unseren Klärbecken landen und der Aufwand für die Klärung von Abwasser deutlich gestiegen ist. Dank unserer hervorragenden Technik, ausreichender Kapazitäten und guter Perspektiven durch den Bau neuer Anlagen können wir erfolgreich gegensteuern. Dennoch richten wir einen Appell an die Bevölkerung, den Umweltgedanken wieder stärker im Alltag zu berücksichtigen.“ Wie das bereits in Schule und Ausbildung funktioniert, zeigt die Initiative der DSDL in Sachen Lehrlingsförde- rung. Die anspruchsvollen Abläufe und Stationen auf einer Kläranlage lernen die Auszubildenden mit einem innovativen Ausbildungskasten, in dem auf 60 Magnetkarten alle wichtigen Stationen der Abwasserreinigung einprägsam und innovativ dargestellt sind. Am Whiteboard lassen sich schnell und einfach die Abläufe „nachbauen“, Wissensfragen kontrollieren oder Gruppenarbeiten gestalten. Auf der Rückseite der Lernkarten finden die Jugendlichen alle wichtigen Informationen wie Richtwerte oder Berechnungsformeln. Abwassermeister Erwin Morloher bringt es auf den Punkt: „Interessierten Schulabgängern bieten wir bei den DSDL nicht nur methodisch, sondern auch vom Arbeitsklima und den Karrieremöglichkeiten her optimale Bedingungen.“ Kein Zweifel – Wasser und Abwasser haben bei den Donau-Stadtwerken Dillingen-Lauingen Zukunft. Bild oben: Die Grafik zeigt das geplante Wasserwerk in der Ostansicht. Bild rechts: Im Grundriss erkennt man gut die kompakte Bauweise, die Kosten spart und kurze Wege für den Betrieb der Anlage schafft. (Abb. zur Verfügung gestellt von der Projektgesellschaft für die kommunale Ver- und Entsorgungstechnik GmbH, Ansbach). 8

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Ostansicht Neues Wasserwerk im Lauinger Vogelhölzle mit innovativen Trinkwasserspeichern Die Planungen für das neue Wasserwerk in Lauingen (Vogelhölzle) laufen auf Hochtouren. Die Innovation der Anlage steckt in vielen Details. Die beiden geplanten Wasserkammern (1) werden mit jeweils 150 m³ Speicherinhalt als glasfaserverstärkte Kunststoffröhren errichtet und erdüberdeckt, wobei deren vordere Enden zum Anschluss und zur Begehbarkeit in das Wasserwerksgebäude untergeschossig hereinragen. Die GfK-Wasserspeicher, die werkseitig vorgefertigt angeliefert werden, weisen mit ihrer porenfreien, SCHNITT A - A glatten Oberfläche innen beste hygienische Eigenschaften gegenüber dem gespeicherten Trinkwasser auf, und bedürfen dabei eines sehr stark verminderten ReinigungsmittelV 150 m³ einsatzes bei der jährlich wiederkehrenden Wasserkammerreinigung. Das unter- und erdgeschossige Wasserwerk 25,00 NUTZ 25,00 in Ortsbetonbauweise besticht durch seine ökonomische und zugleich klare Strukturierung, wobei aus dem Schaltanlagenraum als Bedienzentrale (4) der Blick auf die Teile der Aufbereitung (2) sowie die Hauptförderpumpen (3) und deren Druckbehälter (5) gewährleistet ist. Zusätzlich sind Räumlichkeiten für die Aufstellung der Aggregate (unterhalb des Schaltanlagenraumes) und für sanitäre Einrichtungen (6) geplant. Bei der Errichtung der Gesamtanlage, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen wird, steht neben der techmax. WSP nischen Zuverlässigkeit und einer modernen Bedienbarkeit, gepaart mit einer zeitgemäßen intelligenten Steuerung, vor allem die Energieeffizienz der Aufbereitung und der Hauptförderung im Vordergrund. GOK ,18 ,25 3,14 2,75 ,18 ,25 3,50 ,20 8,00 1,24 ,20 2,37 ,25 1 25,00 3 ,25 2 8,00 7,50 ,25 Grundriss ,25 WZ VNUTZ150 m³ D = 1,30 m H = 3,80 m 6,50 2,11 12,0° 6 A 13,50 14,00 4 A UG VNUTZ150 m³ D = 1,40 m H = 3,00 m EG WZ 5 9 ,25

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Wasser und Abwasser – ein Kreislauf im Dienst von Energieversorung, Gesundheit und Umweltschutz Die Reinigung des Abwassers erfolgt stufenweise, zuerst mechanisch, dann biologisch. Über die Kanalisation und das Einlaufhebewerk erreicht das Abwasser die Abwasserreinigungsanlagen. Die Rechenanlage befreit das Abwasser von großen Sperrstoffen, Textilien, Papier oder Plastikteilen. Im Sandfang werden Sand- und Splittanteile aus der Straßenentwässerung abgetrennt. Danach wird das im Abwasser enthaltene Fett abgeschieden. Jetzt können die Durchflussmengen gemessen und zur Schaltwarte übertragen werden. Das Vorklärbecken dient als Absetzbecken vor der biologischen Reinigung. Ein Zwischenhebewerk fördert das Abwasser aus der mechanischen in die biologische Stufe. In der Belebung wird das Abwasser von Mikroorganismen gereinigt. Dabei wird der Kohlenstoff zur neuen Zellsubstanz verarbeitet. Der Stickstoff wird zusätzlich im Belebungsbecken weitestgehend entfernt. Die Phosphorelimination wird durch simultane Fällung, derzeit mit Aluminiumsalzen, erzielt. Im Nachklärbecken setzen sich die Schlammflocken am Boden ab und das gereinigte Abwasser kann mit einer Abbauleistung von ca. 98 % in der Vorfluter Donau eingeleitet werden. Der anfallende Schlamm wird zu einem Teil zur Belebung zurückgefördert und ein Teil wird über eine maschinelle Entwässerung abgezogen und dem Faulturm der Kläranlage zugegeben. Dabei entsteht Klärgas, das zu Strom und Wärme verarbeitet wird und so der Versorgung der Kläranlage dient. Soweit dieser Schlamm nicht als Nassschlamm an die Landwirtschaft abgegeben wird, erfolgt auf der Anlage die maschinelle Entwässerung und eine vorübergehende Lagerung auf der betriebseigenen Stapelfläche. Danach kann der Schlamm ebenfalls landwirtschaftlich oder zur Rekultivierung ausgebracht werden. Biogas Methan Gereinigtes Abwasser Pumpstation Humus Faulturm Schlammtrocknung Nachklärbecken Grobreinigung Sandfang Absetzbecken Belebungsbecken 10

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Beratung vor Ort Das neue Kundencenter im Rückgebäude der Zenetti-Passage ist die zentrale Anlaufstelle für alle Energiefragen Ein modernes DSDL-Kundencenter gibt es jetzt auch in der Herzog-Georg-Straße 67 in Lauingen. Im Rückgebäude der Zenetti-Passage empfangen die Mitarbeiterinnen des örtlichen Energieversorgers seit Herbst letzten Jahres alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Edith Uhl und Sigrid Föll stehen für alle Anliegen in den Sparten Strom, Wasser, Abwasser und Erdwärme, neuerdings auch für die Themen Glasfasernetz und Erdgas bereit. Sie beraten ganz allgemein, geben Auskünfte zu Gebühren, sind beim Ausfüllen von Formularen behilflich oder vermitteln Kontakte an die Fachleute der DSDL. Bei einem Kurzbesuch freute sich Bürgermeister Wolfgang Schenk über den gut ausgestatteten und zentralen Standort in der Mitte Lauingens. Werkleiter Richard Frech hob die Barrierefreiheit des neuen Kundencenters hervor. Auch die Parkplatzsituation mit Kurzzeitparkplätzen in der Herbergsstraße sei ein echter Pluspunkt. Bild oben: Sigrid Föll bei der Beratung im neuen Kundencenter in Lauingen. Bild links: Im Rückgebäude der Zenetti-Passage hat das Kundencenter der DSDL einen attraktiven Standort gefunden. Die Außenfassade (hier eine Visualisierung) wird demnächst renoviert und im Erscheinungsbild der DSDL gefasst. 11

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Erdgas im Netz Die Kooperation mit erdgas schwaben bringt wirtschaftliche Sicherheit für die Wunschenergie Nummer 1 Die Donau-Stadtwerke DillingenLauingen erweitern ihre Tätigkeit in der Energieversorgung – gemeinsam mit dem Partner erdgas schwaben, der große energiewirtschaftliche Kompetenz mitbringt. Viele Hände haben am erfolgreichen Vertragsschluss mitgewirkt. „Wir haben uns für eine Kooperation mit erdgas schwaben entschieden, da die Energiewende und regionale Wertschöpfung für uns an vorderster Stelle steht“, bestätigt Wolfgang Schenk, 1. Bürgermeister der Stadt Lauingen und Verbandsvorsitzender der DSDL. „Damit die Energiewende in unserer Region gelingt, werden die Stadtwerke neben den bisherigen Sparten Strom und Wärme künftig auch im Bereich Gas aktiv sein. Gemeinsam mit erdgas schwaben wurde dafür eine eigene Netzgesellschaft gegründet: Die Gasnetz Dillingen Lauingen GmbH“, erklärt Frank Kunz, Oberbürgermeister der Stadt Dillingen an der Donau und stellvertretender Verbandsvorsitzender. Ende Oktober fand die offizielle Vertragsunterzeichnung statt. Die Gasnetz Dillingen Lauingen GmbH ist nun Eigentümerin und Verantwortliche für die Entwicklung des Erdgasnetzes. Der Gesellschaft vorausgegangen waren erhebliche Anstrengungen bei der Prüfung und Gestaltung des Vertragswerks durch Werkleiter Richard Frech und Rechtsdirektor Bernd Nicklaser. Klaus-Peter Dietmayer, Geschäftsführer erdgas schwaben, betont: „Wir 12 sind ein verlässlicher Partner. Dies gilt gleichermaßen für Versorgungssicherheit und einen wirtschaftlichen Betrieb als auch im Sinne einer nachhaltigen Investitionssicherheit.“ Für den operativen Betrieb bleibt schwaben netz zuständig, die 100prozentige Netztochter von erdgas schwaben. Sie ist auch weiterhin Ansprechpartner für Kunden. „Unsere Aufgabe ist es, wie gehabt, für einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb zu sorgen“, so Anselm Pfitzmai- er, Geschäftsführung schwaben netz. Für Erdgas-Kunden in Dillingen und Lauingen bleibt es bei der gewohnt hohen Serviceleistung und Versorgungssicherheit. Erdgas ist heute Wunschenergie Nummer 1. Sowohl öffentliche Einrichtungen wie private Haushalte nehmen die Leistungen von erdgas schwaben in aktuell 185 Städten und Gemeinden in Anspruch. Im Landkreis Dillingen-Lauingen nutzen rund 18.000 Menschen derzeit Erdgas. Bild oben: Enormen Einsatz bei der Vertragsgestaltung leistete Richard Frech. Mit dem Ergebnis ist der Werkleiter der Donau-Stadtwerke Dillingen-Lauingen sichtlich zufrieden. Bild rechts: Freuen sich über die erfolgreiche Gründung der Erdgasnetz-Gesellschaft für Dillingen-Lauingen (v. l. n. r.): Lauingens Bürgermeister Wolfgang Schenk, Klaus-Peter Dietmayer, Geschäftsführer erdgas schwaben und der Dillinger Oberbürgermeister Frank Kunz.

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Fibre to the home Glasfaser bis ins Haus bringt für private Bauherren geldwerte Vorteile / Pilotprojekt in Donaualtheim gestartet Fibre to the home – Glasfaser bis ins Haus liefern die Donau-Stadtwerke Dillingen-Lauingen nicht nur für Gewerbekunden, sondern vor allem auch für private Bauherren. Die Vorteile liegen auf der Hand: Hohe Verbindungsgeschwindigkeiten im Internet und Wertsteigerungen für die Immobilie. Down- und Uploads im Home Office, Filmeabend im Wohnzimmer, Online-Games bei den Kids, dazu noch Cloud-Computing und das Ganze über eine einzige Anlage – alles kein Problem mehr, zumindest technisch. Die Dienste dafür bietet DSDL bereits seit geraumer Zeit in Kooperation mit dem regionalen Telefon- und Internetanbieter M-net an. Pilotprojekt ist das Baugebiet „Kreuzstraße“ im Süden Donaualtheims. Hier werden im Rahmen der Erschließungsarbeiten neben den Strom- und Wasseranschlüssen auch sogenannte „Speed-Pipes“ verlegt. Durch sie wird das Glasfaserkabel direkt bis ins Haus verlegt, was im ersten Schritt Verbindungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s ermöglicht. Auch die Familie Brandl, die dort ein Haus baut, wird die innovative Technik nach dem Einzug nutzen können und demnächst auch alle anderen Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Donaualtheim. Denn in einem weiteren Schritt wollen die DSDL die Möglichkeit schaffen, über das bereits bestehende Kupfernetz die rund 300 Haushalte des Dillinger Ortsteils mit einer Bandbreite von bis zu 50 Mbit/s zu versorgen – ohne dass dafür größere Erdbauarbeiten nötig sind. Lediglich die zwei vorhandenen sogenannten Kabelverzweiger (KVZ) werden dafür entsprechend aufgerüstet. Besonders erfreut von der Kooperation zwischen DSDL und M-net zeigte sich Oberbürgermeister Frank Kunz. „Nach Fristingen, Kicklingen und Steinheim erhält jetzt auch Donaualtheim Anschluss ans schnelle Internet. Für Innovation Glasfaser • Übertragungsraten im Giga- bis Terabit-Bereich • Sehr große Reichweiten • Leichtere Kabel, weniger Platzbedarf, weniger Zwischenverstärker • Erhebliche Reduzierung der Installations- und Wartungskosten • Einfache Verlegung in bestehende Schächte, Rohre oder Kanäle • Hohe Abhörsicherheit

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diesen eigenwirtschaftlichen Ausbau danke ich unseren Stadtwerken ganz ausdrücklich!“ Anders als beim staatlich geförderten Breitbandausbau, dessen Förderprogramm in Dillingen gerade läuft, kostet das hier vorgestellte Projekt durch die DSDL die Stadt und den Steuerzahler keinen Cent. Bis Juni 2014 wollen die DSDL die technischen Voraussetzungen für das schnelle Internet in Donaualtheim schaffen. Während die Stadtwerke dann das Leitungsnetz betreiben, wird M-net als „Provider“ die Telefon- und Internet-Dienste anbieten. Bild rechts: In einfache Patchfelder werden die Glasfaserkabel in den Netzwerkschränken der DSDL-Zentrale gesteckt. Schon steht die Verbindung. Bild unten: Start für die Glasfasertechnik im Neubaugebiet „Kreuzstraße“ in Donaualtheim. Bei der Planung mit den Bauherren Christian und Sabine Brandl (Mitte) beraten Netzmeister Bernhard Weber (links) und stellvertretender Werkleiter Wolfgang Behringer.

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