CHAMpions, Ausgabe 1

 

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Weltweit erfolgreich - Unternehmen aus dem Landkreis Cham

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Wirtschaftsförderung und Regionalmanagement 1. Ausgabe CHAMpions Weltweit erfolgreich – Unternehmen aus dem Landkreis Cham www.landkreis-cham.de

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Herausgeber Herausgeber: Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Cham mbH und Landratsamt Cham (Rachelstr. 6, 93413 Cham) Dieses Projekt ist eine Maßnahme im Rahmen des Interreg IVa-Projektes „impulz - Impulse zur gemeinsamen Entwicklung des grenznahen ländlichen Wirtschaftsraumes.“ Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie fördert diese Aktivitäten im Rahmen des Regionalmanagements mit Mitteln aus dem EFRE-Programm „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ Bayern 2007-2013 der Europäischen Union. 2|

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Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Industrie Stoll electronic GmbH Tischer-Fahrzeugbau GmbH Otto Beier Waffelfabrik GmbH FLABEG A-Z Formen- und Maschinenbau GmbH Feiner Betonwerk GmbH & Co. KG Maschinenfabrik Herbert Meyer GmbH Ludwig Schierer GmbH p&s Maschinenbau GmbH UVEX SPORTS GmbH & Co. KG Schindler Fenster + Fassaden GmbH DELTEC Automotive GmbH & Co. KG LEONI Draht GmbH ELOTEC Fischer Elektronik GmbH CD-Lux GmbH GS Lasertec GmbH Seite 8, 9 Seite 10, 11 Seite 12, 13 Seite 14, 15 Seite 16, 17 Seite 18, 19 Seite 20, 21 Seite 22, 23 Seite 24, 25 Seite 26, 27 Seite 28, 29 Seite 30, 31 Seite 32, 33 Seite 34, 35 Seite 36, 37 Seite 38, 39 Handwerk Pelz & Design Hofstetter Lefima GmbH Firma Josef Neumeyer ARA Kunst Dr. Fritz Albrecht GmbH & Co. KG TEREDO GmbH Bayerschmidt Kunststoffe GmbH ML Case GmbH Seite 42, 43 Seite 44, 45 Seite 46, 47 Seite 48, 49 Seite 50, 51 Seite 52, 53 Seite 54, 55 Dienstleistung AASW GmbH ULRICHSHOF Baby & Kinder Bio-Resort project H GmbH Druck+Verlag Ernst Vögel GmbH Seite 58, 59 Seite 60, 61 Seite 62, 63 Seite 64, 65 Handel Josef Reinl Schmuckfedern Import-Export GmbH & Co. KG Bad Kötztinger Bärwurzquelle Schnapsbrennerei Drexler Bekleidungshaus Gruber am Eck GmbH Motorradzubehör Hornig GmbH Motorrad Dirnberger Seite 68, 69 Seite 70, 71 Seite 72, 73 Seite 74, 75 Seite 76, 77 |3

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Einleitung Wirtschaftsförderung und Regionalmanagement im Landkreis Cham „Ausgezeichnete“ Region der Zukunft Die „Berufwahltage“ im Landkreis Cham – die größte Ausbildungsinitiative in Bayern und ein Markenzeichen für die berufliche Ausbildung in der Region. Der weltweit größte vierbeinigeL aufroboter (Further Drache). Entwickelt im Landkreis Cham. Innovativ Der Landkreis Cham präsentiert sich heute als innovativer und dynamischer Wirtschaftsstandort in einer traditionsreichen Kulturlandschaft. Die einst strukturschwache Grenzregion unterhält seit vielen Jahren beste Beziehungen zum Nachbarland Tschechien. Bereits 1.700 tschechische Bürger arbeiten im Landkreis Cham, das entspricht einem Anteil von 15 Prozent aller tschechischen Arbeitskräfte in Bayern. Gerade in den letzten beiden Jahrzehnten hat die Region eine bemerkenswerte Entwicklung genommen. Der Landkreis Cham genießt als Kultur- und Naturraum und als High-Tech-Standort gleichermaßen ein hohes Ansehen in ganz Deutschland. „Wenn 4| heute die weltweit größten Solarwärmekraftwerke in Spanien und den USA mit Parabolspiegeln aus dem Landkreis Cham bestückt werden und der weltweit größte vierbeinige Laufroboter (Further Drache) im Landkreis Cham entwickelt werden konnte, dann ist das der beste Beleg für das technologische Potenzial dieser Region“, so Landrat Franz Löffler. Zukunftsorientiert Dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg gibt es, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Dies gilt sowohl für die Unternehmen als auch die (zukünftigen) Arbeitskräfte in der Region.

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Wirtschaftsförderung und Regionalmanagement im Landkreis Cham Einleitung Mit den seit 1994 jährlich stattfindenden Berufswahltagen, der größten regionalen Initiative zur Berufsorientierung in Bayern, widmet der Landkreis Cham seinen Schülern und Ausbildungsfirmen ein ganz besonders hohes Augenmerk. Mit mehr als 150 Aktionen, wie z.B. der Ausbildungmesse „Azubi-live“, werden jedes Jahr mehr als 5.000 Schüler und Eltern mit den zahlreichen Unternehmen vor Ort in Kontakt gebracht. Die Studienwahlmesse „Academicus-live“ ergänzt dieses Angebot um die Studienwahlberatung und informiert dabei auch über die dualen Studienmöglichkeiten in Kooperation mit den regionalen Unternehmen. Strategisch In vielen Netzwerken können Unternehmer und Bürger ihre Vorstellungen aktiv einbringen und die Region mit gestalten. Motor der Regionalentwicklung ist der „Aktionskreis Lebens- und Wirtschaftsraum Landkreis Cham e.V.“ mit rund 300 Mitgliedern aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Gesellschaft. Er hat sich erfolgreich als „runder Tisch“ der Region etabliert und zahlreiche Projekte wie die Berufswahltage, die Innovations- und Gründerzentren, die Leitbildentwicklung oder die Regionalmarketingstrategie auf den Weg gebracht. Das „Kompetenznetzwerk Mechatronik in Ostbayern“, ein Verbund von über 30 mittelständischen Unternehmen aus dem Bereich Maschinenbau, Industrieelektronik und Kunststofftechnik, fördert seit über zehn Jahren den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit der Firmen in der Region. Zu den Kernbereichen der Netzwerkarbeit zählen hierbei die Bereiche „Qualifizierung“, „Forschung und Entwicklung“ sowie „Marketing und Service“. Zwei besonders bemerkenswerte Erfolge der Netzwerkarbeit stellen die Ansiedlung des Technologiecampus Mechatronik in Cham und die regelmäßige Beteiligung als Partner beim Internationalen Fachforum Mechatronik (IFM) in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz dar. „Beste Aussichten“ – mit diesem Slogan in der gemeinsamen Dachmarke werben der Landkreis Cham und eine Vielzahl von Unternehmen und Institutionen seit dem Jahr 2000 für die Region. Darüber hinaus stellen rund 800 ehrenamtliche „Botschafter für den Landkreis Cham“ aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens aktiv ihren Lebens- und Wirtschaftsraum vor. Der Technologiecampus Mechatronik in Cham ist der beste Beweis dafür, dass die enge Zusammenarbeit von Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft von Erfolg gekrönt ist. Erfolgreich Der Landkreis Cham bietet beste Rahmenbedingungen für Unternehmen, angefangen von lukrativen Förderprogrammen bis hin zur aktiven Unterstützung bei der Fachkräfteakquise oder der Technologieentwicklung. Die Bilanz der letzten Jahre zeigt den Erfolg: rund 13.000 neue Arbeitsplätze, eine der höchsten Ausbildungsplatzquoten in Deutschland und eine Arbeitslosenquote von rund zwei Prozent. Dazu eine Wirtschaftsstruktur, die geprägt ist durch einen breit aufgestellten Mittelstand mit den Schwerpunkten Maschinenbau, Elektrotechnik, Automotive und Kunststofftechnik. So hat sich die Wirtschaftskraft seit den 90er Jahren mehr als verdoppelt. Auszeichnungen wie beispielsweise „Region der Zukunft“ oder der UNESCO-Preis für die Ausbildungsinitiative „Berufswahltage“ bestätigen die erfolgreiche Arbeit in der Region. Und regelmäßig zählen Studien wie der „Zukunftsatlas Deutschland“ oder der „Chancenindex Bayern“ den Landkreis Cham zu den Regionen mit der dynamischsten Wirtschaftsentwicklung. |5

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Stoll electronic GmbH Tischer-Fahrzeugbau GmbH Otto Beier Waffelfabrik GmbH FLABEG A-Z Formen- und Maschinenbau GmbH Feiner Betonwerk GmbH & Co. KG Maschinenfabrik Herbert Meyer GmbH Ludwig Schierer GmbH p&s Maschinenbau GmbH UVEX SPORTS GmbH & Co. KG Schindler Fenster + Fassaden GmbH DELTEC Automotive GmbH & Co. KG LEONI Draht GmbH ELOTEC Fischer Elektronik GmbH CD-Lux GmbH GS Lasertec GmbH

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Industrie

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Industrie Stoll electronic GmbH Strickmaschinen für die ganze Welt Seit 130 Jahren ist die Firma Stoll einer der erfolgreichsten Hersteller von Flachstrickmaschinen. Bereits 1870 hatte Heinrich Stoll das Unternehmen im baden-württembergischen Reutlingen gegründet. Mit der Entwicklung der weltweit ersten Links/Links-Flachstrickmaschine revolutionierte er den Markt. Dieser Technologievorsprung hält bis heute an: Das Unternehmen ist, nicht zuletzt dank der Unterstützung der Oberpfälzer Tochter Stoll electronic, in seiner Branche Weltmarktführer. Zwischen 7.000 und 9.000 Steuergeräte werden jährlich ausgeliefert. Heute umfasst das Reutlinger Produktprogramm neben modernen Musteraufbereitungsanlagen mehr als 20 verschiedene Flachstrickmaschinen mit Arbeitsbreiten von 50, 72, 84 oder 96 Zoll. Die elektronischen Steuergeräte dazu kommen aus Waldmünchen. In der Kleinstadt nahe der tschechischen Grenze wurde im Jahr 1979 das Tochterunternehmen Stoll electronic GmbH aus der Taufe gehoben. Dass die Baden-Württemberger sich in der Oberpfalz unternehmerisch engagieren, hat zwei Ursachen. „Damals boomte die Region um Reutlingen. Arbeitskräfte waren absolute Mangelware“, erinnert sich Franz Bierl, der 27 Jahre lang die Stoll-Filiale im Landkreis Cham geleitet hatte. Außerdem war dem früheren Geschäftsführer dieses schöne Stück Bayern aufgrund mehrerer Urlaubsaufenthalte bestens bekannt. Als ihm das ehemalige Schulhaus in der Ortschaft Ast zum Kauf angeboten wurde, griff er zu. Heute zählt die Stoll-Tochter nahezu 100 Beschäftigte. Und auch räumlich hat man in Waldmünchen-Ast weiter expandiert: Derzeit werden auf 2.800 Quadratmetern neben der kompletten Fertigung der elektronischen Komponenten für das Mutterunternehmen Nischenmärkte bedient. In der Oberpfalz werden zum Beispiel Schaltschränke und Steuerungen zur Kunstschneeerzeugung oder Steuereinheiten für medizinische Anlagen hergestellt. Zum Produktportfolio gehören zudem Steuerungsmodule für Webmaschinen, die in der Automobil-Zulieferindustrie oder zur Fertigung medizinischer Bandagen zum Einsatz kommen. Ferner werden Flachbaugruppen und Kabel für Textilmaschinen produziert. Dass man das elektronische Herz der Strickmaschinen in Eigenregie produziert, hat ganz entscheidende Gründe: „Die Anlagen müssen extrem zuverlässig arbeiten“, erläutert Christoph Zistler, der am 1. Januar dieses Jahres die Nachfolge von Franz Bierl übernommen hat. Zwischen 7.000 und 9.000 dieser Steuergeräte werden Jahr für Jahr von Waldmünchen nach Reutlingen geliefert. Und die werden in dem Oberpfälzer Tochterunternehmen vorher auf Herz und Nieren überprüft. Automatische Inspektionssysteme Stoll electronic sorgt auch für Kunstschnee auf den Pisten Mit fünf Mitarbeitern nahm man zunächst auf einer Fläche von 500 Quadratmetern die Produktion auf. 8 | Stoll electronic GmbH

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Stoll electronic GmbH Industrie mit hoch aufl ösenden Kameras nehmen die Elektronik-Teile genauestens unter die Lupe. „Dank dieser Zuverlässigkeit und der Qualität genießt die Firma Stoll weltweit hohes Ansehen“, so der Betriebsleiter. Ein anderer Pluspunkt ist die Flexibilität, die man bei der Stoll-Tochter an den Tag legt: „Wir können im Bedarfsfall schnell reagieren und sind in der Lage, sowohl Kleinstmengen als auch Chargen mit 10.000 Teilen zu produzieren“, so Zistler. Ein weltweit einzigartiges Servicemanagement, das bei Produktionsstörungen zeitnah Hilfestellung leistet, und der hohe Feinheitsbereich, der mit den Textil-Maschinen made in Reutlingen abgedeckt werden kann, machen diese für die Textilhersteller weltweit so interessant. „Damit kann man sowohl Meterware als auch Fully Fashion oder Fertigartikel herstellen“, erläutert der Betriebsleiter. Übrigens: Das Waldmünchner Tochterunternehmen ist anerkannter Ausbildungsbetrieb. Neun Azubis absolvieren derzeit ihre Lehre als Industrieelektroniker für Geräte und Systeme. Und genau dieses Personal ist es, das sowohl für Bierl als auch Zistler den Firmenstandort im Landkreis Cham so interessant macht: „Unsere Mitarbeiter zeichnet ein hohes Maß an Loyalität zum Unternehmen aus“, betonen die beiden Manager. Nicht wenige sind seit der Aufnahme der Produktion in Waldmünchen im Jahr 1980 schon mit dabei. Unsere Mitarbeiter zeichnet ein hohes Maß an Loyalität zum Unternehmen aus. Eckdaten » Branche: Elektronische Steuerelemente » Mitarbeiter: In Waldmünchen 100, am Hauptsitz » Unternehmensgründung: in Reutlingen sind es ca. 700 Das Mutterunternehmen H. Stoll GmbH & Co. KG wurde 1873 in Reutlingen gegründet. Das Tochterunternehmen Stoll electronic GmbH wurde 1979 aus der Taufe gehoben. (Waldmünchen), Flachstrickmaschinen (Reutlingen). „Dank der hohen Qualität und der Zuverlässigkeit unserer Produkte genießen wir weltweit hohes Ansehen“ Franz Bierl und Christoph Zistler Betriebsleiter Stoll electronic GmbH Ast 44 93449 Waldmünchen Telefon: Fax: Mail: Web: +49 (0)9972 / 9402 0 +49 (0)9972 / 9402 29 vertrieb@stollelectronic.de www.stollelectronic.de Stoll electronic GmbH | 9

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Industrie Tischer-Fahrzeugbau GmbH Tischer Fahrzeugbau hat deutschen Markt gut im Griff In dem Waldmünchner Unternehmen werden in Handarbeit Lkw in Abschlepp- und Bergefahrzeuge verwandelt. Der Marktanteil des mittelständischen Betriebs liegt in der Bundesrepublik bei stolzen 65 Prozent. Die hohe Qualität und die lange Lebensdauer der Tischer-Produkte machen sich bezahlt. Werner Eichenseher, geschäftsführender Gesellschafter der Tischer Fahrzeugbau GmbH, ist zufrieden: „Unsere Auftragsbücher sind voll!“ Eben erst wurde ein Großauftrag abgeschlossen. 60 Fahrzeuge wurden in den Irak und nach Abu Dhabi ausgeliefert. Vor zwei Jahren hatte der Münchner Unternehmer, der in der weiß-blauen Landeshauptstadt die größte Abschlepp- und Bergungsdienst-Firma in Bayern leitet, die Geschicke des Oberpfälzer Betriebs übernommen. Das im Jahr 1988 von Axel Teicher aus der Taufe gehobene Unternehmen musste Insolvenz anmelden. Eichenseher rettete den Betrieb vor dem endgültigen Aus. „Ich war von den Produkten und dem Know-how überzeugt“, erzählt er. Und er sollte recht behalten: Die Umsatzkurve steigt seitdem wieder stetig an. Sogar die Zahl der Beschäftigten konnte von 27 auf 39 erhöht werden. Version angeboten hat und bei dem die Plattformen und Aufbauten aus Edelstahl oder Aluminium gefertigt wurden. Die hohe Qualität und die lange Lebensdauer der Tischer-Produkte machen sich bezahlt. Der Marktanteil in Deutschland beträgt immerhin stolze 65 Prozent. Zwölf Prozent des Umsatzes wird innerhalb der Europäischen Union generiert. Rund 30 Prozent der Spezialfahrzeuge treten ihre lange Reise in den Nahen Osten an. Vier Fahrzeuge verlassen pro Woche das Waldmünchner Firmenareal. Die Lieferzeiten belaufen sich auf zwei bis drei Monate. Praxiserfahrung fließt in die Produktentwicklung ein In der 6.000 Quadratmeter großen Firmenzentrale wird kontinuierlich weitergetüftelt. Erfahrungen aus der Praxis, die Eichenseher etwa aus seinem Abschleppdienst-Unternehmen mit einfließen lassen kann, helfen bei der Produktentwicklung. „Dadurch, dass wir alles selber herstellen, können wir neue Ideen gleich umsetzen“, betont der Geschäftsführer. Beispielweise werden jetzt Zusatzstützen, die bei den Nahost-Fahrzeugen fast schon serienmäßig installiert werden, auch an die Abschleppbrummis, die für den deutschen Markt bestimmt sind, montiert. „Damit wollen wir verhindern, dass gerade im Winter der Lkw beim Aufladen oder Bergen wegrutscht.“ Spezialaufbauten werden in Handarbeit hergestellt In dem Unternehmen, das im Oktober 2007 im Waldmünchner Gewerbepark eine neue Produktionsstätte bezogen hat, werden quasi in Handarbeit Lkw in Abschlepp- und Bergefahrzeuge umgewandelt. Tischer war das erste Unternehmen in der Branche, das serienmäßig Hilfs- und Kipprahmen und sämtliche Anbauteile seiner Aufbauten in einer feuerverzinkten 10 | Tischer-Fahrzeugbau GmbH

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Tischer-Fahrzeugbau GmbH Industrie Tischer-Fahrzeugbau GmbH Gewerbepark 1 93449 Waldmünchen Telefon: Fax: Mail: Web: +49 (0)9972 / 3003 0 +49 (0)9972 / 3003 200 info@tischer-fahrzeugbau.de www.tischer-fahrzeugbau.de Die Handarbeit, die in Waldmünchen geleistet wird, hat noch einen dicken Vorteil, den die Kunden zu schätzen wissen. „Wir können Vorschläge, Ideen oder Wünsche unserer Auftraggeber sofort realisieren“, so Eichenseher. Dazu braucht es aber eine Mannschaft, die an einem Strang zieht. Und die steht dem Tischer-Chef auch zur Verfügung: „Wir haben gute Leute, die nicht auf die Uhr schauen, wenn ein Auftrag noch schnell abgewickelt werden muss.“ Und Eichenseher lässt seine Mannschaft etwa in Form von Bonuszahlungen und Prämien am Firmenerfolg teilhaben. Auch sonst ist er um ein gutes Arbeitsklima bemüht. Weihnachtsfeiern oder Spanferkelessen stärken den Zusammenhalt. Kein rasantes, aber ein kontinuierliches Wachstum, das peilt Werner Eichenseher für die Zukunft an. „Wir werden uns bei der Zahl der Mitarbeiter dauerhaft bei 40 einpendeln“, macht er deutlich. Und er will noch stärker in Italien und Frankreich Fuß fassen. In diesen beiden Ländern haben die stärksten Mitbewerber der Waldmünchner ihren Sitz. „Aufgrund unserer hohen Qualität haben wir dort gute Chancen, uns Marktanteile zu sichern.“ Eckdaten » Branche: Spezialfahrzeugbau » Geschäftsführer: Werner Eichenseher » Mitarbeiter: 39 » Unternehmensgründung: 1988 von Axel Tischer „Ich habe, als ich mich vor zwei Jahren bereit erklärt hatte, das Unternehmen zu übernehmen, nur jeden denkbaren politischen Rückhalt auf kommunaler und LandkreisEbene erfahren. In einer Großstadt wie München hätte ich wohl kaum mit so einer breiten Unterstützung von Seiten der Politik rechnen können.“ Werner Eichenseher Geschäftsführer Bis zu vier Spezial-Lkw verlassen pro Woche den Betrieb in Waldmünchen. Tischer-Fahrzeugbau GmbH | 11

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Industrie Otto Beier Waffelfabrik GmbH Süßes für die Naschkatzen in 40 Ländern der Erde Die Otto Beier Waffelfabrik GmbH in Miltach gehört zu Europas größten Produzenten von Waffeln für Industrie und Handel. Auf einer Gesamtbetriebsfläche von mehr als 41.000 Quadratmetern werden täglich 400.000 Waffelblätter produziert. Auf nicht weniger als elf modernen Backlinien werden täglich bis zu 400.000 Waffelblätter produziert. Mit dem Anspruch, feinste Waffeln und Lebkuchen herzustellen, gründete der Lebzelter und Zuckerbäcker Otto Beier zusammen mit seiner Frau Irma 1933 in Pilnikau im ehemaligen Sudetenland eine kleine Waffel- und Lebkuchenfabrik. Damit legten die beiden den Grundstein für die Erfolgsgeschichte des Unternehmens. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs musste die florierende Feinbäckerei 1946 umziehen und siedelte zunächst nach Blaibach über. Noch im selben Jahr wurde die Produktion aufgenommen. Um die Produktionsfläche zu vergrößern, wurde im Nachbarort Miltach ein 3.333 Quadratmeter großes Grundstück erworben. Im Jahre 1950 zog der Betrieb dorthin um. 1990 wurde in Wilsdruff bei Dresden ein zweiter Betrieb erworben. Im Jahr darauf wurden Produktion und Vertrieb der bekannten Schaumwaffelmarke Hansematz übernommen. und erweitert. So wurden ab dem Jahr 2000 zwei neue Fertigungshallen errichtet, das Bürogebäude wurde vergrößert, außerdem wurden ein Labor, ein Waschhaus, ein Rohstoff- und ein Kartonagenlager geschaffen. Aktiver Umweltschutz und der sparsame Umgang mit den Ressourcen werden in dem Familienbetrieb groß geschrieben. Es wurde ein Zieh- und Schluckbrunnensystem erstellt und ein betriebseigenes Blockheizkraftwerk und Photovoltaikanlagen installiert, um alle Energie-Quellen optimal zu nutzen. Im kommenden Jahr wird das Miltacher Unternehmen seinen Strombedarf zu 100 Prozent aus regenerativen Energien decken. Heute wird die Firma in der dritten Generation geführt. Mit einer aktuellen Gesamtbetriebsfläche von mehr als 41.000 Quadratmetern und 120 Mitarbeitern gehört sie damit zu den größten Waffelherstellern Deutschlands. Unternehmen wurde kontinuierlich ausgebaut Mit fast schon jährlichen Um- und Neubauten wurde das Unternehmen kontinuierlich modernisiert 12 | Otto Beier Waffelfabrik GmbH Kunden in 40 Ländern weltweit Durch Kontinuität und Innovationen haben sich die Miltacher als Spezialist mit einer einmaligen Vielfalt an Waffelprodukten einen Namen gemacht. Die erstklas-

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Otto Beier Waffelfabrik GmbH Industrie Otto Beier Waffelfabrik GmbH Bahnhofstraße 31 93468 Miltach Telefon: Fax: Mail: Web: +49 (0)9944 / 3414 0 +49 (0)9944 / 3414 25 service@beier-waffeln.de www.beier-waffeln.de sige Qualität und die flexible, kundenorientierte Fertigung zeichnen das Unternehmen als leistungsstarken Lieferanten aus. Mehr als 500 Kunden in über 40 Ländern beziehen die Süßwaren aus dem Bayerischen Wald. Über 300 Produkte werden in Miltach hergestellt. 2009 wurde die Sortimentsvielfalt weiter ausgebaut. Seitdem laufen unter anderem auch Cerealien-, Frucht- und Karamell-Riegel vom Band. ben und genießen. Auf einer Ladenfläche von 180 Quadratmetern können zweibeinige Naschkatzen aus mehr als 500 Süßwaren-Artikeln auswählen. Eckdaten » Branche: Süßwaren-Produktion » Mitarbeiter: 120 » Unternehmensgründung: 1933 in Pilnikau / Sudetenland Neuen Produkten auf der Spur „Wir entwickeln natürlich ständig neue Produktideen“, betont Johannes Beier, einer der beiden Söhne des Unternehmensgründers, der sich heute gemeinsam mit seinem Neffen Markus um den kaufmännischen Bereich des Betriebs kümmert. Die technische Leitung obliegt Dieter Beier und dessen Sohn Alexander. Eigene Lebensmitteltechniker tüfteln an neuen Rezepturen, Zutaten und Inhaltsstoffen. In enger Zusammenarbeit mit dem Anlagenbau werden alle Einzelkomponenten ausgearbeitet, um Produktmuster bis zur Serienreife zu entwickeln. Heute werden bei Beier zudem Vollkorn-, Bio- und Diät-Süßwaren hergestellt. Auch glutenfreie, eiweißarme und koschere Beier-Produkte werden in Miltach auf die Brummis verladen. Übrigens: Die Beier-Leckereien kann man im eigenen Fabrikverkauf zu günstigen Preisen käufl ich erwerJohannes Beier Geschäftsführer „Cham ist ein innovativer Landkreis. Das Botschafterkonzept etwa, das jetzt verschiedene andere Landkreise übernehmen wollen, ist hier entstanden. Ich bin selbst einer dieser Botschafter, der zum Beispiel in Gesprächen für den Landkreis sehr gerne wirbt.“ Seit zwei Jahren werden bei Beier auch die verschiedensten Riegel produziert. Die Füllungen dazu werden auf diesem Band zur nächsten Maschine weitertransportiert. Otto Beier Waffelfabrik GmbH | 13

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Industrie FLABEG Wurzeln des Weltmarktführers liegen in Furth im Wald FLABEG – der Name steht für Glasveredelung. Ein Weltmarktführer, dessen Geschichte zurückreicht bis ins 19. Jahrhundert. Heute zählt das Unternehmen zu den führenden Anbietern für glasveredelte Produkte weltweit. USA, Brasilien, Europa, Asien – ein Blick auf die FLABEG-Weltkarte zeigt, wo der Global Player überall zu Hause ist. Als führender Hersteller von Spiegeln sorgt FLABEG für mehr Sicherheit und weniger Stress auf den Straßen. Die Wurzeln allerdings liegen in Furth im Wald. Der Ort blickt auf eine lange Glastradition zurück. Seit der Gründung der Further Glashütte im Jahr 1882 hat er eine imposante Entwicklung durchlaufen. Aus dem innovativen Gedankengut der Gründerväter wurde durch stetige Weiterentwicklung eine technologische Pole-Position im globalen Wettbewerb erreicht. Das FLABEG-Werk in Furth im Wald zählt zu den Trendsettern der Branche. Hier war und ist man immer einen Schritt voraus. dungen und Präzisionsspiegel für Solarkraftwerke. Als führender Hersteller von Spiegeln und unsichtbaren Abdeckgläsern für Anzeigeinstrumente sorgt FLABEG für mehr Sicherheit und weniger Stress auf den Straßen der Welt. Auf dem Know-how aus der Oberpfalz basieren wegweisende Innovationen wie die StrahlteilerTechnologie. Mit ihr können wichtige Informationen – Navigation, Einparkhilfe, Warnsignale – auf dem Innen- oder Außenspiegel angezeigt werden. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Bereich Technical Glass. Spezielle Dünnschicht-Technologien machen Glas unsichtbar. Zum Einsatz kommt es dort, wo die Eigenschaften von Glas bei uneingeschränkter Durchsicht gefordert sind: Reflexionsfreie Vorsatzscheiben für Kommunikations- und Unterhaltungselektronik zum Beispiel für Flachbildfernseher, Displays oder ent- Solar, Automotive und Technical Glass Heute produziert FLABEG Spiegel für die Automobilindustrie, Technical Glass für spezialisierte Anwen14 | FLABEG

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FLABEG Industrie spiegeltes Glas mit UV-Schutz für Museumskunst sind nur einige Beispiele. FLABEG entwickelt innovative Glaskonzepte für jede Anwendung. stellen. Das aus der innovativen Tradition aufgebaute Know-how über die heutigen Kernkompetenzen – Biegen und Beschichten von Glas – macht FLABEG zum Weltmarktführer. Die Produktionsprozesse werden ständig optimiert, die Weiterentwicklung des technischen Know-how blieb in all den Jahren eine feste Größe. „Das ist die Basis des Erfolges“, ist sich die Geschäftsführung einig. Solarthermie wird zum Aushängeschild für FLABEG Zu einem bedeutenden Aushängeschild von FLABEG hat sich die Solarthermie entwickelt.1976 begann man in der Drachenstichstadt mit der Entwicklung von Solarreflektoren und gebogenen Präzisionsspiegeln für Solarkraftwerke. Die ersten Solarkraftwerke in Kalifornien und Nevada (USA) arbeiten noch heute sehr zuverlässig mit Spiegeln aus dem Bayerischen Wald. FLABEG produziert verschiedenste Spiegeltypen für Concentrating Solar Power (CSP) und Concentrating Photovoltaics (CPV). Auch die neueste Entwicklung, ein besonders kosteneffizienter Solarkollektor namens Ultimate Trough, stammt aus dem Hause FLABEG. Den technologischen Vorsprung weiß die Further Geschäftsführung als „das große Plus“ herauszu- Eckdaten » Branche: Glasveredelung » Geschäftsführer: Franz Reimer (FLABEG GmbH), » Mitarbeiter: FLABEG GmbH: 228 Mitarbeiter, » Unternehmensgründung: 1882 » Geschäftsbereiche: Solar, Automotive, Technical Glass Jóska Kulcsár (FLABEG Deutschland GmbH), Holger Klimaschewski (CFO) davon 22 Auszubildende, FLABEG Deutschland GmbH: 294 Mitarbeiter, davon 8 Auszubildende „Als mittelständisches Unternehmen verfügen wir über ein hohes Maß an Flexibilität, um mit unseren Kunden und Partnern zeitnah neue Anwendungen und Techniken zu erschließen. Engagiert und kompetent realisieren wir mit höchster Präzision die Anforderungen unserer Kunden und beliefern den Markt mit den bestmöglichen Produkten. Dies erreichen wir durch die umfassende Einbeziehung unserer qualifizierten Mitarbeiter, die in eigenverantwortlichen Gruppen den kontinuierlichen Verbesserungsprozess vorantreiben.“ Geschäftsführung Das FLABEG-Werk in Furth im Wald zählt zu den technologischen Trendsettern in der GlasveredelungsBranche. FLABEG Deutschland GmbH Automotive/Technical Glass Glaserstraße 1 • 93437 Furth im Wald Telefon: Fax: Mail: Web: +49 (0)9973 / 858 0 +49 (0)9973 / 858 180 info@flabeg.com www.flabeg.com FLABEG GmbH Solar Glaserstraße 1 • 93437 Furth im Wald Telefon: Fax: Mail: Web: +49 (0)9973 / 8052 0 +49 (0)9973 / 8052 119 info@flabeg.com www.flabeg.com FLABEG | 15

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