Mensch und Mund 4_2013

 

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Der erste Zahnarztbesuch für Kinder

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2. Jahrgang · Ausgabe 4/2013 Mensch & Mund Ganzheitliche ZahnMedizin für interessierte Patienten Der erste Zahnarztbesuch für Kinder Hier finden Sie hilfreiche und nützliche Tipps. Fotoquelle: © Sergiy Bykhunenko - Fotolia.com

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Der erste Zahnarztbesuch für Kinder: Gute Vorbereitung prägt fürs Leben Schon für die Jüngsten gilt: Gesunde Zähne sind wichtig. Sorgfältige Zahnpflege und regelmäßige Untersuchungen beim Zahnarzt fördern die Zahngesundheit. Umso wichtiger ist es, dass der erste Zahnarztbesuch in einer lockeren, freundlichen Atmosphäre abläuft. Das Verhalten der Eltern prägt die Einstellung der Kinder zum Zahnarzt. Deshalb sollten Sie den ersten Besuch beim Zahnarzt mit Ihrem Kind sorgfältig planen. Das ist so wichtig, weil hier der Grundstein für ein lebenslanges Verhältnis gelegt wird – zur Zahnärztin oder zum Zahnarzt, und zur eigenen Zahngesundheit – als Kind, Jugendlicher und Erwachsener. 2 Systemische Orale Medizin · 2. Jahrgang 4/2013 Bildquelle: Dr. Gisela Zehner

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Mensch & Mund Mensch & Mund M ami, Mami, er hat gar nicht gebohrt!“ Dieser Werbespruch klingt uns heute noch in den Ohren: Welche Erleichterung! So gut hätte man es selbst auch gerne gehabt. Stattdessen waren Zahnarzttermine nur allzu oft mit Angst behaftet. Wer selbst solche Erlebnisse durchmachen musste, läuft Gefahr, dies später unbewusst an seine eigenen Kinder weiterzugeben. Hier ist aktives Gegensteuern wichtig, damit Kinder heute und in Zukunft angstfrei zum Zahnarzt gehen können. Denn Zahngesundheit ist schließlich in hohem Maße eine Frage von Vernunft und Vertrauen. Stimmen Sie Ihr Kind positiv ein Es hängt viel von Ihnen ab, ob der erste Zahnarztbesuch eine gute Erfahrung für Ihr Kind ist. Mit solchen oder ähnlichen Sätzen können Sie Ihr Kind sinnvoll darauf vorbereiten: „Beim Zahnarzt ist es interessant und spannend.“ „Das ist etwas Neues, das wir gemeinsam entdecken können.“ „Unsere Zahnärztin ist total nett, sie freut sich schon darauf, Dich kennenzulernen.“ Wenn Ihr Kind fragt, ob es wohl wehtun wird, können Sie es mit Sätzen wie diesem versuchen: „Andere Kinder finden manchmal, dass es kitzelt oder drückt.“ „Stell Dir vor, Du würdest barfuß über kleine Steinchen laufen – das ist doch eher spannend.“ Sie sollten immer bei der Wahrheit bleiben, aber Sie brauchen auch nichts aufbauschen. Lassen Sie Ihrem Kind die Chance, seine eigenen, positiven, Erfahrungen zu machen. Denken Sie daran: Auch in der Zahnmedizin hat sich, verglichen mit Ihrer eigenen Kindheit, vieles zum Besseren entwickelt! normale Sache, vor allem wenn er früh genug stattfindet. Vielleicht können Sie mit Ihrem Kind auch selbst vor dem Zähne putzen „Zahnarzt“ spielen, bevor die eigentliche Kontrolle durch den fremden Zahnarzt stattfindet. Wenn Sie es schon frühzeitig zu Hause an das „Mund aufmachen“ und „Zähne nachschauen“ gewöhnt haben, wird es für Ihr Kind zu einem normalen und alltäglichen Ritual. Deshalb gehen Sie am besten mit Ihrem Kind das erste Mal zum Zahnarzt, bevor überhaupt eine medizinische Notwendigkeit besteht, die Zähne zu untersuchen oder gar zu behandeln. Sobald Ihr Kind zwei Jahre alt ist, können Sie mit Ihrem Zahnarzt besprechen, wie und wann der erste Besuch ablaufen kann. Bestimmt ist es möglich, dass Ihr Kind ein Kuscheltier oder eine Puppe zum Zahnarzt mitnehmen darf. Wenn Sie mit dem Zahnarzt besprechen, dass er zuerst bei dem mitgebrachten Lieblingstier oder der Puppe mit dem kleinen Zahnspiegel nachschaut, ob alles schön sauber ist, wird es Ihrem Kind leichter fallen, die eigenen Zähne kontrollieren zu lassen. Wichtig: eine positive Einstellung Die allermeisten Kinder stehen dem Zahnarzt zunächst neutral bis interessiert gegenüber. Sie haben noch keine eigenen Erfahrungen gemacht, und deshalb gibt es keinen Grund, Angst zu haben – es sei denn, Sie oder jemand in der Familie, Verwandtschaft oder im Kindergarten spricht negativ über den Zahnarzt. Das sollten Sie, so weit Sie es beeinflussen können, unbedingt vermeiden. Stattdessen können Sie viel dafür tun, den ersten Zahnarztbesuch gut vorzubereiten. Verneinungssätze Bedenken Sie bitte, dass bei Ihrem Kind Sätze wie „Du brauchst keine Angst zu haben“ und „das ist nicht schlimm, es tut bestimmt nicht weh“ genau das Gegenteil von dem bewirken, was Sie damit bezwecken. Statt das Kind zu beruhigen, lenken diese Sätze die Wahrnehmung Ihres Kindes auf „Angst“, „schlimm“ und „weh tun“. Sprechen Sie deshalb zu Ihrem Kind nur mit positiven Sätzen, beispielsweise: „das wird ganz lustig beim Zahnarzt, Du darfst sogar Deine Puppe mitnehmen“ oder „ich bin ja gespannt, was der Zahnarzt für tolle Zaubertricks kennt“ bzw. bei der eigentlichen Zahnbehandlung „atme immer schön in den Bauch und lass alles ganz locker, dann verspürst Du nur ein Kitzeln am Zahn“. Bei solchen Sätzen werden die Kinder auf positive Erlebnisse fokussiert, die kindliche Neugier wird geweckt und sie können sich bei der Zahnbehandlung besser entspannen. Vor dem ersten Zahnarztbesuch Legen Sie den Termin so, dass Ihr Kind ausgeruht ist und Sie selbst stressfrei sind. Vertrauen aufbauen braucht Zeit und Zuwendung: Geben Sie Ihrem Kind beides, dann wird dieser wichtige erste Termin viel einfacher. Besprechen Sie am besten schon im Vorfeld mit Ihrem Zahnarzt, wie er oder sie vorgehen will. Wenn Ihr Kind Sie dann fragt, was es zu erwarten hat, können Sie wahrheitsgemäß antworten. Ganz wichtig: Machen Sie keine falschen Versprechungen und übertreiben Sie nichts – eigentlich ist ein Zahnarztbesuch eine ganz Bei der ersten Behandlung Der erste Besuch beim Zahnarzt ist für Ihr Kind ein Kennenlerntermin: Was macht ein Zahnarzt überhaupt? Wie sieht es in der Praxis aus? Welche Geräte gibt es dort? Wie gehen Arzt und Team auf das Kind ein? Es gibt so viel Neues zu ent- Systemische Orale Medizin · 2. Jahrgang 4/2013 3

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Mensch & Mund decken! Deshalb ist es wichtig, dass Sie dabei sind und Ihrem Kind helfen können, die neuen Eindrücke aufzunehmen und zu verarbeiten. Natürlich gehen Sie zusammen mit Ihrem Kind ins Behandlungszimmer. Wenn Sie dabei ruhig und positiv sind, ist das für Ihr Kind eine große Hilfe. Denken Sie immer daran: Ihr Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin hat viel Erfahrung in der Behandlung von Kindern – er oder sie hat schon bei vielen Kindern positive Neugier wecken können und damit eine gute Grundlage für lebenslange Zahngesundheit gelegt. Selbst falls Ihr Kind ausgerechnet jetzt einen schlechten Tag hat, vielleicht stur ist und weint, ist das kein Grund, ärgerlich zu werden. So etwas kommt vor, Kinder sind auch nur Menschen, und manchmal ist aller Anfang schwer. Nehmen Sie es deshalb leicht, dann wird es auch für Ihr Kind leichter. Denken Sie immer daran: Ihr Zahnarzt hat schon ganz anderes erlebt. Beachten Sie bitte auch, dass jeder Mensch eine „intime Distanzgrenze“ hat, die normalerweise nur von eng vertrauten Menschen unterschritten werden darf. Kleine Kinder sollten deshalb immer auf dem Schoß der Mutter sitzen, bevor der Zahnarzt dem „Intimbereich Mundraum“ zu nahe kommt. Das gibt den Kindern Sicherheit und verringert die intime Distanzgrenze, sodass sie eine Untersuchung besser zulassen können. Besonders ängstlichen Kindern hilft es, wenn sie zuerst bei anderen Kindern zuschauen dürfen. Besprechen Sie das mit Ihrem Zahnarzt, falls Ihr Kind zu den kleinen Angsthäschen gehört. Der Zahnarzt wird mit Ihrem Kind sprechen und die Zähne untersuchen – wahrscheinlich ist dabei gar keine Behandlung notwendig. Falls doch, ist es sinnvoll, das an einem späteren Termin zu machen – damit der erste Kontakt nicht gleich mit Bohren oder gar Schmerzen verbunden wird. Überhaupt: der „Bohrer“. Das klingt nach Heimwerken, Lärm, Staub und Löchern in der Wand. Keine schöne Vorstellung für Ihr Kind. Wahrscheinlich wird Ihr Zahnarzt stattdessen lieber kindgerech- te Wörter verwenden – diese Ausdrücke sollten Sie sich merken und später auch benutzen, wenn Sie mit Ihrem Kind über die Zähne sprechen. Wie geht es weiter? Fragen Sie am Ende der ersten Sitzung Ihren Zahnarzt, was das nächste Mal gemacht werden soll. Dann können Sie Ihr Kind realistisch darauf vorbereiten – d. h. nichts übertreiben, keinen Druck aufbauen und keine falschen Erwartungen wecken. Und selbst falls es dann später irgendwann einmal wehtun sollte – was nie ganz auszuschließen ist – ist es umso wichtiger, dass bis dahin zwischen Ihrem Kind und Ihrem Zahnarzt ein starkes Vertrauensverhältnis gewachsen ist. Also fangen Sie früh genug an – im Interesse Ihres Kindes. Ganzheitliche Zahngesundheit für Kinder Wie bei Erwachsenen auch, haben die Zähne eine wichtige Bedeutung für die gesamte Gesundheit Ihres Kindes. Angefangen bei den Milchzähnen: Die sind keineswegs nur „Platzhalter“ für die späteren, „richtigen“ Zähne. Milchzähne fördern die ordentliche Sprachbildung; nur mit ihnen kann Ihr Kind richtig kauen; und wenn die Milchzähne gesund sind, ist das die beste Startvoraussetzung für gesunde bleibende Zähne. Ein ganzheitlich ausgebildeter Zahnarzt wird sich nie die Zähne allein anschauen, sondern auch immer das Kind insgesamt betrachten. Je früher das passiert, umso leichter können eventuelle Situationen gelöst werden, bevor sie zu Problemen werden. Homöopathie, Akupressur und andere Naturheilverfahren können in bestimmten Situationen die Zahnbehandlung Ihres Kindes erleichtern. Mit den Methoden der systemisch-ganzheitlichen Kieferorthopädie kann bei Ihrem Kind eine harmonische Entwicklung des Mundraumes erreicht und das Ziehen von bleibenden Zähnen in vielen Fällen verhindert werden. Ganzheitlich orientierte Zahnärzte arbeiten immer im Netzwerk mit anderen Ärzten und Therapeuten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen – zum Wohle Ihres Kindes. 4 Systemische Orale Medizin · 2. Jahrgang 4/2013 Fotoquelle: Prodente

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Mensch & Mund Mensch & Mund Diabetesgefahr durch Bauchfett Starkes Übergewicht (Adipositas) erhöht das Risiko beträchtlich, an Diabetes zu erkranken. Deshalb führt die steigende Zahl der Menschen mit Adipositas hierzulande auch zu immer mehr Diabetikern. Dennoch haben rund 15 Prozent der adipösen Frauen und Männer trotz überschüssiger Kilos einen gesunden Stoffwechsel. Wissenschaftler haben erkannt, dass die Funktion und Verteilung des Fettgewebes stark mitentscheidet, wer Diabetes bekommt. Runder Po ist besser als runder Bauch Vor allem die bauchbetonte Adipositas ist mit einem erhöhten Risiko für Diabetes und Herzkreislauferkrankungen verbunden. Neben dem Bauch- oder viszeralen Fett, kommt es auch zu Fettablagerungen in Leber, Muskeln und der Bauchspeicheldrüse. Diese Fettverteilung geht meist einher mit einer nachlassenden Wirkung von Insulin in den Körperzellen. So entwickelt sich eine Insulinresistenz und in der Folge ein Diabetes mellitus Typ 2. Krankmachende Prozesse im Fettgewebe Gerade im Fettgewebe des Bauchraums kommt es zu verschiedenen Fehlfunktionen der Fettzellen und der zellulären Zusammensetzung, die letztlich krank machen. Forscher konnten im Fettgewebe adipöser Menschen mit Diabetes vergrößerte Fettzellen, entzündliche Prozesse sowie eine gestörte Ausschüttung von Fettgewebshormonen nachweisen. Die entzündlichen Prozesse vor allem im viszeralen Fettgewebe begünstigen die Entwicklung einer Insulinresistenz, Arteriosklerose und Fettleber. im Körper. Deshalb ist das Fettgewebe Teil des menschlichen Immun- und Hormonsystems. Bei Adipositas kann die Ausschüttung solcher Hormone gestört sein, was die Entwicklung von Stoffwechsel- und Herzkreislauferkrankungen begünstigt. Gesunde Ernährung, Bewegung, Normalgewicht Die Forscher der National Institutes of Health identifizierten fünf Faktoren, die das Risiko für Diabetes deutlich senden. Dies sind eine gesunde, gemüse- und obstreiche Ernährung, Bewegung, Normalgewicht, der Verzicht aufs Rauchen sowie nur mäßiger Alkoholkonsum. Weitere Informationen: www.ifb-adipositas.de Quelle: idw Hormone aus dem Fettgewebe Das Fettgewebe produziert verschiedene Eiweißhormone (Adipokine), die in Immunabwehr und Stoffwechsel aktiv sind. Adipokine spielen eine wichtige Rolle bei der Regulation der Insulinempfindlichkeit, des Appetits und der Sättigung, des Energiestoffwechsels, aber auch von Entzündungsreaktionen Systemische Orale Medizin · 2. Jahrgang 4/2013 5 Bildquelle: Wikipedia

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Mensch & Mund Zahn-App V on A wie Aphte bis Z wie Zungenreinigung: Die Zahn-App für Smartphones und Tablets der kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg ist ein hilfreiches Lexikon rund um das Thema Zahngesundheit. In kurzen, informativen Artikeln gibt sie Antworten rund um den Mund. Das Programm für Android- sowie für Applegeräte ist kostenfrei in den jewei- ligen Appstores unter dem Suchbegriff „Zahn-App“ herunterladbar. Aber Vorsicht: „Im Notfall kann die App den Besuch beim Zahnarzt nicht ersetzen“, heißt es in einer Warnung, die beim erstmaligen Starten der Applikation erscheint. Denn: Der persönliche Rat beim Zahnarzt ist kompetenter und auf den Patienten zugeschnitten. Xylitol gegen Karies Das kariesreduzierende Xylitol (auch Xylit) wurde Anfang der 1970er-Jahre entdeckt. An der Universität Turku (Finnland) wurden in den Jahren 1972 bis 1975 zwei klinische Studien durchgeführt, die eine Reduktion von Karies belegen konnten. Bildquelle: Wikipedia B 6 ereits geringe Mengen an Xylitol reichen aus, eine komplette Umstellung des Süßmittels ist nicht notwendig. Die kariesreduzierenden Effekte werden dadurch erklärt, dass die kariogenen Streptococcus mutans das Xylitol nicht verstoffwechseln können und damit absterben. Weiterhin werden sie auch daran gehindert, als Plaquebakterien an der Zahnoberfläche anzuheften. Als optimale Xylitolmenge wurden zwischen 5 und 10 Gramm pro Tag in mehreren Portionen ermittelt. Beispielsweise kann sie mittels Das Wappen von Besenbüren im Kanton Aargau zeigt eine Birke. In Birkenholz ist Xylitol zu finden. Kaugummi oder Lutschpastillen aufgenommen werden. Außerdem regt Xylitol die Speichelproduktion an und fördert die Remineralisation der Zahnhartsubstanz. In der Natur ist Xylitol in Birkenholz, Gemüse und Früchten zu finden. Meist wird das Xylitol in unseren Zahnpasten, Lutschbonbons, Kaugummis im Labor aus Mais hergestellt. Ein übermäßiger Genuss von Xylitol kann bei empfindlichen Menschen zu Blähungen und Durchfällen führen. Systemische Orale Medizin · 2. Jahrgang 4/2013 Bildquelle: Screenshot Zahnlexikon auf dem Smartphone

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Mensch & Mund Mensch & Mund Meilenstein des Mitgefühls Multimedia-E-Book präsentiert Erfahrungsschatz von Wissenschaftlern, Praktikern und Therapeuten A uf Fragen nach dem Unterschied zwischen Empathie und Mitgefühl sowie nach der Trainierbarkeit von Mitgefühl gibt ein neu erschienenes E-Book erstmals Antworten. Herausgegeben von Tania Singer und Matthias Bolz vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, beschreibt das Buch auch, wie sich das Gehirn durch mentales Training verändert, und dass Mitgefühl schmerzhemmend wirken kann. Das E-Book „Mitgefühl. In Alltag und Forschung“ ist aktuell erschienen und kostenfrei zugänglich. Es fasst spannende wissenschaftliche Ergebnisse zum Thema Mitgefühl zusammen und beschreibt Trainingsprogramme sowie Erfahrungen aus der Praxis. Ein wesentlicher Teil des E-Books beschäftigt sich mit der Wissenschaft des Mitgefühls. Die Forscher erklären, wie meditationsgestützte Mitgefühlspraxen Schmerzen reduzieren können, und wie Mitgefühlstraining positive Emotionen erhöhen und soziale Nähe fördert, was wiederum die seelische und körperliche Gesundheit stärken kann. Beispielsweise beschreibt der Endokrinologe Charles Raison, dass Mitgefühlstraining eine Reduzierung stressrelevanter Hormone wie Kortisol verursacht. Das E-Book ist als kostenfreier Download erhältlich unter: www.compassion-training.org Weniger Allergien durch Probiotika Probiotika werden in der Erfahrungsheilkunde seit Jahrzehnten bei Allergien eingesetzt. Heute rücken Probiotika immer mehr in den Fokus der wissenschaftlichen Forschung. Systemische Orale Medizin · 2. Jahrgang 4/2013 Bildquelle: Wikipedia I n Studien wurde festgestellt, dass bei Schwangeren mit einer Allergie-Anamnese die Einnahme von Probiotika zwei bis vier Wochen vor der Geburt das Ekzemrisiko bei ihren Kindern reduziert. In einer anderen Untersuchung senkte die Beigabe der Bakterien zum Brei zwischen dem 4. und 13. Lebensmonat das Auftreten von Ekzemen um die Hälfte. Stehen also bei einer Schwangeren probiotische Milchprodukte auf dem Speiseplan, senken sie damit das Allergierisiko ihres Kindes. Nimmt später auch der Nachwuchs solche Lebensmittel zu sich, umso besser. 7

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Mensch & Mund Bildquelle: Wikipedia Autor: Furmanj: Nanostars of vanadium(IV) oxide www.nanopartikel.info U Wie riskant sind Nanopartikel? Online-Plattform gibt Antworten. nter www.nanopartikel.info werden aktuelle Ergebnisse zu den Auswirkungen von Nanomaterialien auf Mensch und Umwelt wissenschaftlich fundiert und leicht verständlich erklärt. Unter der Leitung der DECHEMA dokumentiert ein interdisziplinäres Gremium von Wissenschaftlern die Forschungsergebnisse zur Toxikologie von Nanomaterialien und baut die bereits bestehende Plattform weiter aus. Durch die enge Zusammenarbeit von Ökotoxikologen, Humantoxikologen, Biologen und Chemikern ist eine korrekte und objektive Darstellung der Sachverhalte gewährleistet. Mittlerweile spielen Nanopartikel nicht nur als Katalysatoren in der Verfahrenstechnik eine Rolle. Sie haben auch Einzug in unseren Alltag gehalten. Wir finden sie in Pflegeprodukten, Medikamenten und Nahrungsmitteln wieder. Auch in Textilien, Wand- und Fassadenfarben sowie in PET-Flaschen und vielen anderen Gegenständen des täglichen Gebrauchs begegnen sie uns. In den letzten Jahren hat deshalb die Diskussion zu potentiellen Risiken von Nanomaterialien in den Medien und bei Verbraucherverbänden zugenommen. Die Datenbank stellt die Forschungsergebnisse im Bereich synthetische Nanomaterialien, Toxikologie und Risiken allgemeinverständlich dar. Sie bietet damit der Öffentlichkeit eine Plattform, sich fundiert und wertfrei über synthetische Nanomaterialien und deren Anwendungen zu informieren. Quelle: idw GZM – Sicherheit durch gezielte Qualitätsorientierung Die Internationale Gesellschaft für Ganzheitliche ZahnMedizin (GZM) fördert die Kooperation zwischen Zahn-Medizin und Medizin und setzt sich stark für die Realisierung regionaler Netzwerke ein. Dazu organisiert und veranstaltet die GZM regelmäßig internationale Symposien und Kongresse. Die GZM fördert intensiv die Erforschung ergänzender Diagnose- und Therapiekonzepte und arbeitet aktiv daran mit. Qualifizierte Mitglieder der GZM haben eine umfangreiche Weiterbildung in verschiedenen Diagnose- und Therapieverfahren absolviert und sich einer Prüfung unterzogen. Eine Liste der Qualifizierten GZM-Mitglieder nach PLZ-Bereichen finden Sie im Internet unter www.gzm.org Wenn Sie 2,80 € in Briefmarken an die Geschäftsstelle schicken, erhalten Sie die Liste gerne auch per Post zugesandt. Dort sind auch weitere Broschüren zu verschiedenen Themen sowie Infopakete erhältlich. Bitte schreiben Sie an: Internationale Gesellschaft für Ganzheitliche ZahnMedizin e.V. Kloppenheimer Str. 10 68239 Mannheim Tel.: +49 (0)621 48179730 Fax: +49 (0)621 473949 E-Mail: gzm@gzm.org www.gzm.org 8 Systemische Orale Medizin Herausgeber & Verlag: Internationale Gesellschaft für Ganzheitliche ZahnMedizin e.V. Kloppenheimer Straße 10 68239 Mannheim · 2. Jahrgang 4/2013 Tel.: +49 (0)621 4824300 Fax: +49 (0)621 473949 Internet: www.gzm.org E-Mail: info@gzm-org.de

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