90er Jahre

 

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Chronik der 90er Jahre RSplus

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Chronik der 90er Jahre

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IDAR-OBERSTEIN.' Die »Auf der Hauptschule Hohl« in Idar-Oberstein ist seit Jahren eine feste Größe im Schwimmen bei »Jugend trainiert für Olympia« .. Nachdem 1990 ein guter vierter Platz beim Bundesfinale. in' Berlin erreicht wurde, klappte es 1991 besser: Platz drei und das nur knapp zwei Sekunden hin- ' ter dem Zweiten. Alle auf den ersten drei Plätzen beim Bundesfinale eingekommenen. Schulmannschaften wurden jetzt Mannschaft geehrt von Dr. Rose Götte, Ministerin für Bildung und Kul- . . tur sowie von Karl-Adolf Orth, dem Präsidenten des Sparkassen- und Girover.bandes, in der Sparkassenakademie Schloß Waldthausen in Mainz-Budenheim geehrt. Die erfolgreichen Schüler erhielten Buchpreise und Urkunden, die Schulen Sportgerätegutscheine .. Durch das Programm für die mehr als 220 Gäste., das vom Weltmeister im Diskuswerfen Lars RiedeI, . dem Zauberer Hans Walter Dillenberg und von Aktiven aus der Kinderrockgruppe der· Rockwormels aus Worms sowi einer Band aus Schülern von Gutenberg-Gymnasium, Rabanus-Maurus-Gymnasium Mainz und dem Gymnasium Mainz-Gonsenheim gestaltet wurde, führte Hans E. Lorenz vom Südwestfunk. r

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IDAR-OBERSTEIN. SK. "Ich bitte Sie, sich im Interesse unserer Schüler und Schülerinnen im Rat dafür einzusetzen, daß das Lehrschwimmbecken der Hohlschule nicht geschlossen und das der Heidensteilschule schnellstens saniert wird." Mit dieser Forderung schließt ein offener Brief des Fachberaters sei, da diese hier zu kaltes Wasser, Schulsport an Grund- und Haupt- =zu geringe' Lufttemperatur und schulen, Helmut Lange, der die nicht geeignete Wassertiefe vorEinsparungen im Bereich des finden, gab Birgit Purper zu beSchulsports für "von der Sache her denken. schwer nachvollziehbar hält" und Die Mitglieder waren sich einig, se~schmerzlich". Er reiht sich daß in vielen Bereichen des städtida in die immer lauter werden- sehen Haushaltes der Rotstift anden Stimmen ein, die sich gegen gesetzt werden muß, jedoch diese eine Schließung der Lehr- Art des Sparens die falsche Politik schwimmbecken in der Hohlschule und in der Heidensteilschule. sei. Sie riefen a.Ile Ratsmitglieder dazu auf, in der Sitzung am 29. JaIn einer Sitzung beschäftigten nuar sich für einen weiteren Besich jetzt auch CDU-Ausschu~mit-. trieb der Bäder einzusetzen. glieder mit der Problematik. Die in der jüngsten HauptausschußsitLehrer listen Nachteile auf zung empfohlene' Schließung der beiden Lehrschwimmbecken in Weite Anfahrten und dadurch der Hohl- und Heidensteilschule bedingt ein Zeitverlust beim kann nach eingehender RückspraSchwimmunterricht, Aufsichtsche mit den hiervon Betroffenen probleme, da zwei Lehrer, einer von uns auf keinen Fall mitgetradavon mit Rettungsschwimmer, eigen werden, stellte Ausschußmitner mit Freischwimmer, die Klasglied Irmgard Bender fest. sen begleiten müssen, außerdem Bei einer Auslastung der beiden Bäder sei es ein Unding, diese vie- das kältere Wasser im Hallenschwimmbad, das gerade für die len Übungsstunden ins Hallenbad Schwimmanfänger eine große zu verlegen, sagte die Politikerin. Man sollte auch nicht verges- Hürde darstelle, keine Treppen, seu...... aß die Möglichkeit des diedie Kinder behutsam ins Wasd ser führen - dies sind auch die S \mmenlernens für Kleinkinde m Hallenbad nicht gegeben Nachteile, die der Sportlehrer 1356 Kinder pro Woche 'betroffen Sportlehrers Lehrschwimmbecken erhalten lern während des regulären Unterrichts besucht und von 466 Kill' dern, die von den Vereinen ausgebildet werden, also 1356 Kindern insgesamt.", bilanzierte Wäldchen, der die Zahlen der Stadt bereits vor über einer Woche mitgeteilt hatte, so daß "man sich nun nicht auf mangelnde Informationen beWäldchen von der Hohlschule ge- rufen kann." An die Verschlechterung der genüber ·dem Stadtvorstand vorGesundheit und der körperlichen trug. Er legte zudem Zahlen vor, die Leistungsbereitschaft der Schüler die ganze Auswirkung der Schlie- erinnert der Fachberater für den ßung der Lehrbecken verdeutli-· Schulsport an Grund- und Hauptschulen, Helmut Lang. chen: Weiterer Motivationsabfall geIn der Hohlschule allein werden rade für eher schwächere Schüler, 414 Kinder im Schwimmen unterrichtet. 216 kommen davon aus die im zumindest- Schwimmunterdieser Schule, der Rest setzt sich richt Erfolgserlebnisse hätten und aus Kinder der Struth-, Flur- und Frust abbauen .könnten, sei ein' Bollenbachtalschule und noch ei- 'weiterer Punkt, der ihn veranlaße, nigen anderen Mädchen und Jun- von der Stadt den Erhalt der Lehrgen verschiedener Schulen zusam- schwimmbecken zu fordern. men. Nicht vergessen werden dürfen, so der Sportlehrer, auch die Probleme bei der Aufsicht insgesamt 30 Kinder des KinderGleichzeitig hätte eine Verlehortes und der Spielstube. Dazuzuzählen seien auch die zirka 17 gung des Schimmunterrichts ins Hallenbad wegen der dort anderen Gruppen der Nichtschwimmerausbildung, schon jetzt lange Warte- Wassertiefe auch Auswirkungen auf die Zahl und Ausbildung der zeiten haben. Doch auch am Abend ist das die Schüler begleitenden und beBad belegt: In der Hohlschule sind treuenden Lehrer: Lehrkräfte, die es von Schulen und den Schwimm- keine Rettungsschwimmer sind, sport treibenden Vereinen insge- dürften danach nur im Nichtunterrichten: samt 235 Schwimmer, in der Hei- schwimmerbecken densteilschule kommen dazu noch- Ein Unterricht, wie er im Lehrschwimmbecken möglich wäre, ist mals 642 hinzu. ,;Die beiden Schwimmbecken danach, so' Lang, nicht mehr mögwerden wöchentlich von 890 Schü- lich. "Auch unsere Kinder sind betroffen" SPD kritisierte beabsichtigte Schließung der Schul-Lehrschwimmhecken in Idar-Oberstein VG HERRSTEIN. HM. Großes efremden herrschte während der Sitzung der S'PD-Fraktion des Ver. bandsgemeinderates der Verbandstl'emeinde Herrstein: Die Stadt IdarOberstein entziehe nicht nur den städtischen Kindern ein feststehendes Lehr- und Lernangebot, sondern auch vielen Kindern innerhalb der ;Verbandsgemeinde Herrstein. Verbandsgemeinde-Ratsmitglied Fred Stein (Vollmersbach) kritisier· te in einer Fraktionssitzung die Verhaltensweise der Stadt Idar-Oberstein, weil erst aUS der Presse zu erfahren war, wie es um die Schul.Lehrschwimmbecken steht, denn auch viele Kinder und Schüler aus dem Bereich der Verbandsgemeinde Herrstein seien von der beabsichtigten Schließung der Lehrschwimmbecken in Idar-Oberstein betroffen. 60 'Prozent der Schüler der Idarbachschule kommen aus dem Bereich der Verbandsgemeinde Herrstein, so Fred Stein, der es bedauerlich finde, daß keine Gespräche mit der Verbandsgemeinde Herrstein gesucht Wurden, zumal die Verbandsgemeinde mit über einer halben Million Mark finanziell zur Unterhaltung der Schule beitrage. Ein vom Herrsteiner SPD-Frak· tionsvorsitzenden Horst Elz angeregtes und inzwischen auch geführtes Gespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden der SPD-Stadtratsfraktion, Dieter Heinz, sei leider ergebnislos verlaufen . Trotzdem beziehe die SPD-Fraktion der Verbands gemeinde Herrstein weiter eine andere Position und könne sich durchaus eine Kürzung der finanziellen Beiträge vor. stellen, wenn es zu einer endgültigen' Schließung kommen sollte, so Elz.

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NAHE-ZEITUNG Nr. 20 - Freitag, 24. Januar 1992 Kehrtwende innerhalb der SPD: Beide Becken bleiben offen Die Argumente der Gegenseite akzeptiert gestellt werden könnten. Die dagegen geäußerten Argumente und Bedenken "haben wir vorher im einzelnen nicht bedacht", räumten Heinz und Dickenschied ein. Eine langfristige Bestandsgarantie wollen beide jedoch nicht geben: Zunächst soll jetzt das Becken in Mit diesem Entschluß habe man der Heidensteilschule wieder funkden letztlich überzeugenden Argu- tionsfähig gemacht werden. Danach bleiben beide Einrichtungen offen, menten der Vertreter von Vereinen und Schulen Rechnung getragen, er- bis eine größere Reparatur notwendig wird. Über diese Investition klärten gestern Oberbürgermeister müßte dann der Stadtrat neu entOtto Dickenschied und der Fraktionsvorsitzende Dieter Heinz ge- scheiden. Es sei mit einem Finanzgenüber der NZ. Entscheidend seien bedarf von insgesamt 1,1 Millionen Mark für die in den nächsten Jahvor allem die vorgebrachten Sicherheitsbedenken gewesen: "Ein ord- ren nötige Sanierung der Becken zu nungsgemäßer Schwimmunterricht . rechnen. Von den Vereinen erwarte für Anfänger und Kleinkinder ist im man jetzt unabhängig davon eine Hallenbad problematisch oder sogar höhere Kostenbeteiligung für die Benutzung der Becken und des Halunmöglich", betonte Heinz. Mit dieser Einsicht innerhalb der lenbades, teilte Dieter Heinz mit. Die gute Nachricht, daß beide Fraktion war ßie Grundlage für den im Dezember im Hauptausschuß ge- Becken offen bleiben, wurde den Schwimmsport treibenden Vereinen faßten Beschluß hinfällig: Damals war man davon ausgegangen, daß gestern abend bei einer damit hinfällig gewordenen Protest-Veranden Vereinen und Schulen Ersatzstaltung in Idar mitgeteilt. zeiten im Hallenbad zur Verfügung IDAR-OBERSTEIN. . KUK. Kehrtwende im Stadtvorstand und in der SPD-Fraktion: Die. beiden Lehrschwimmbecken in der Hohlschule und in der Heidensteilschule werden jetzt doch nicht geschlossen.

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Neue Sichtweise :"Informationen reichten nicht aus ff Becken sollen bleiben CDU-Fraktion löst sich vom Beschluß des Hauptausschusses IDAR-OBERSTEIN. "Der Beschluß des Hauptausschusses, die Lehrschwimmbecken Hohl und Heidensteil zu schlie.ßen, sollte vom Stadtrat in seiner nächsten Sitzung aufgehoben werden." Mit diesen Worten faßte Peter Simon, Vorsitzender derCDU-Stadtratsfrak.tion, die Betatungen mit seinen Fraktionskollegen zu diesem kritischen Thema zusammen. An den im Hauptausschuß gefaßten Beschluß fühle man sich darum nicht mehr gebunden, weil dieser nur auf dem Hintergrund nicht ausreichender Informationen über die Wirklichen Auswirkungen einer Schließung zustande gekommen sei. Die CDU-Fraktion halte es für dringend angebracht, sich zukünftig vor einer Entscheidung mit davon Betroffenen zu unterhalten und sie in den Entscheidungsprozeß informativ einzubinden. Ausschlaggebend für eine andere Sichtweise dieses Problems seien Schul- und Vereinsnutzung addiert ....: Ersatzzeiten im Hallenbad bezum einen die von den Schulleiterinnen und Schulleitern der Grund- reitgestellt werden sollen, ohne daß und Hauptschulen im Stadtgebiet damit andere Hallenbadbenutzer einhellig vorgetragenen Gegenarguweichen müßten. Auch die zwimente, mit denen 'sowohl hinsichtschenzeitlich ins Gespräch gebrachlich der Organisation als auch te Nutzung des Bundeswehrbades in schwimmethodischer Fragestellunder Rilchenberg-Kaserne halten die gen aufgezeigt werde, daß das Hal- CDU-Räte nicht für ratsam, da dort lenbad keine brauchbare Altemarinur wenige Stunden zur Verfügung ve~zum gegenwärtigen Schwimmunstünden. Außerdem solle man Kinterricht darstelle. der und Soldaten nicht zu KonkurAuf der anderen Seite hätten aber renten machen .. auch die Vertreter der schwimmDie CDU-Stadtratsfraktion wisse, sporttreibenden Vereine deutlich daß angesichts der Haushaltssituagemacht, daß es besonders im Betion Sparen oberstes Gebot sei. Bei reich des Kleinkinderschwimmens müsse jekeine sinnvolle Alternative zu den allen Sparmaßnahmen Lehrschwimmbecken gebe. Es war . doch der Spareffekt mit den von ihm für die CDU-Vertreter wichtig zu er- verursachten Auswirkungen verglichen. werden. In der Frage der Lehrfahren, mit wieviel ehrenamtlichem schwimmbecken stehe der mit einer Engagement· auch hier gearbeitet Schließung erzielte Effekt in keiwird, und. daß für verschiedene nem vertretbaren Verhältnis mit Schwimmgruppen bis ins nächste Jahr reichende ,Wartleisten existie- den zu erwartenden Negativfolgen, zumal die eingesparten Haushaltsren. Es sei nicht nachzuvollziehen, wie mittel wohl weitaus niedriger anzufür über 1300 Kinder in der Woche setzen sind, als noch in der Haupt- diese Zahl ergibt sich, wenn man ausschußsitzung behauptet. Protest auf allen Ebenen Ein Punkt aus dem Sparkonzept des Stadtvorstandes sorgt derzeit für besonders viel Gesprächsstoff: die geplante Schließung der Lehrschwimmbecken in Idar-Oberstein. Kritik daran gibt es von vielen Seiten. Auch bei dNhrung der besten Nach· wuc" rtler im KSK-Casino ! wurde-gegen die Schließung pro, testiert. PEZ./Foto: Hosser . ./7# ,;Jetzt dauerhafte Lösung sichern" Rücklage für Beckensanierung gefordert IDAR-OBERSTEIN. EB. Eine "dauerhafte Lösung" fordern die Elternbeiräte der Idar-Obersteiner Grund- und Hauptschulen nun von der Stadtverwaltung. Die Zusage,· die Lehrschwimmbecken in der Hohlschule und der Heidensteilschule offenzuhalten, müsse die Sorge 'des Stadtvorstandes um die in den nächsten Jahren notwendigen Sanierung der beiden Anlagen , einschließen, heißt es in einem Offenen Brief der Elternvertreteran den Oberbürgermeister und den Schuldezernenten sowie die Vorsitzenden der Stadtrats. fraktionen. Die Protest-Reaktionen auf die beabsichtigte Schließung, die hohe Zahl der seinerzeit übergebenen, aber der dem neuerlichen Schreiben beigefügten Unter' schriften verdeutlichten das starke Interesse eines großen Teils der Bevölkerung an der weiteren Nutzung der Lehrschwimmbecken, heißt es in dem Offenen Brief. Es zeige aber auch, daß ein unerwartet hoher Anteil der . Idar-Obersteiner Bürger bereit gewesen wäre "und auch in Zukunft bereit sein wird", die Interessen besonders der Kinder und Jugendlichen engagiert und mit Nachdruck demonstrativ zu vertreten. Die Elternbeiräte fordern die Verantwortlichen im Stadthaus auf, entsprechende Rücklagen für eine anstehende Sanierung der Lehrschwimmbecken zu bilden. Angesichts anderer millionenschwerer Projekte stelle sich sicherlich die Frage der Prioritäten: "Wir sehen Ausgaben für Kindergärten, Schulen und allgemeine Jugendarbeit als unerläßliehe Investitionen in unser aller Zukunft", heißt es in dem Offenen Brief. !

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t ------:----:-----NAHE-ZEITUNG Nr. 49- Donnerstag, 27. Februar 1992 Die drei Kreis-Besten.imSchüler- Wettbewerb des Deutschen Buchhandels wurden ermittelt Junge Inderinlas allen etwas Vor 'Knappe Jury-Entscheidung nach zwei Stechen , ID~R-OBERSTEIN. KPM. Aprajita -Iain, das Mädchen . mit-dem für deutsche 'Zungen' fast>' unaussprechlichen Na~ men, überwand am souveränsten die sprachlichen Klippen , des unbekannten Textes, den die Jury ausgesucht hatte. Wie die kleine Inderin aus Idar, die die sechste Klasse des Heinzenwies-Gymnasiums -Heinzenwies besucht, I!.US Ottfried Preußlers Buch "Krabat" vorlas, überzeugte alle; Aprajita wurde in Gruppe der Weiterführenden Schulen Kreissiegerin im diesjährigen Vorlese-Wettbewerb des deutschen Buchhandels. ''Durch Vorlesen die Lust am Lesen und die Freude an Büchern zu wecken, sei eines der Ziele dieses seit 1959 stattfindenden Wettbe· werb, erläuterte Manfred Lorenz, Rektor der auch in diesem Jahr wieder' gastgebenden Grund·' und Hauptsdh;ule "Aufder Hohl", in seiner Begrüßung, 350 000 Sechstkläßler-aus mehr als 5000 Schulen machten im vergangenen Ja4r mit. Diese Woche galt es auf der Obersteiner Hohlim 1992er Wettbewerb die Best;en auf Kreisebene zu ermitteln. Zehn Mädchen und vier Jungen stellten sich der Jury, der neben Rektor' Lorenz die Lehrerinnen Pielczyk (Heinzenwies-Gymnasium) und Schmitz (Heidensteil-Schule) sowie' Wolfgang Grun, Leite.r .der Stadtbücherei 'und NZ-Redakteur . Klaus-Peter Müller angehörten. Rund vier Minuten mußten die Kandidaten zunächst, aus einem Buch ihrer Wahl vorlesen. Bewertet wurden nicht nur deutliche Aussprache und sinngemäße Betonung, sondern auch Textverständnis und -gestaltung. Schauspielerische Talente waren nicht gefragt, wohl aber die Fähigkeit, Atmosphäre zu vermitteln. Sabrina Vogt (GHS Algenrodt) versuchte mit einer Gespenster-Geschichte die rund 100 Zuhörer im Musiksaal der Hohl-Schule das VierzehnSechstkläßlerhatten sich für den Kreis-Entscheidim Vorlese-Wettbewerbdes DeutschenBuchhandels qualifiziert,der Gruseln zu lehren. Daniela Schmidtwiederum in der Obersteiner Hohl-Schuleausgetragen'\vumep.Aprajita Jain(Heinzenwies-Gymnasium),Jennifer Schug (GHS berger (GHS Niederbrombach) und Westrich)und Patrick Zimmer(Schulefür Lembe,hinderteBirkenfeld)hießen schließlichdlaSleger, Foto:Hosser der Breitenthaler Andreas Fell' (GHS Fischbachtal Herrstein) hielNadine Loch aus Oberreidenbach große Probleme, denn nach der Ein Sieger stand bereits fest, beten einen neuen Fall für "TKKG" be- (HSBein) und Jennifer Schug aus "Kür" waren Aprajita Jain (Hein- vor an die -erste Buchseite aufgereit. Rebecca Grösser (GHS Idar- Reichenbach (HS Westrieh) aber er- zenwies-Gymnasium), Sascha Fehse ' schlagenwurde: Patrick Zimmer aus bachtal Tiefenstein) und Sabrina hielten im Wettbewerb der, Haupt(Realschule M*.Ql?erstein), .Danilo, Hattgenstein., der die Schule für Eckardt (HS Hohl) 'lasen, "klassi- schulen die 'meisten. Punkte auf den .Tepse: (Göttenbach-Gymnasium) Lernbehinderte in Birkenfeld besche" Jugendliteratur von Enid ßiy- ' Wertungsbögen der 'Jury und 'mußund' Nina.'KÜting (G~nasiuht, .Bir· :.'sucht; war einziger Starter im Wettton und Erich Kästners, Carmen ten um den Sieg stechen. Nach fünf kerlfeld) fast punktgleich, I\prajita, - bewerb der Sonderschüler. :Trotz· Fellenzer (GHS Heidensteil) aus Minuten Vorlesen- aus einem unbeund' Nina aber hatten diß Nase ein ' 'dem kein "geschenkter"' Sieg: "PaKlaus Doderers "Zukunftsgeschich- . kannten Text war die Entscheidung bißeben- vorne: Sie d):1rft!in-ins Ste- trick hat sehr gut gelesen", war die ten", Und Jasmin Jeske aus. Abent- gefallen: Sieg und-Buchpreis gingen chen. Einstimmig' Jury-:E-ntschei- einhellige Meinung aller fünf Juroheuer, die die Birkenfelden.Haupt-: an Jel'lnifer.' " ' schule Am Berg besucht, hatte ein Vier Kandidaten bewarben:sich in .dung daniich: Aprajita war die Beste ren. Ein Urteil, das für alle 14 Teil.und soll den"Landkreis beim Be- nehmer gilt. Gut gelesen haben alle, Kapitel aus Annelie Ottens "Kopf . der Gruppe der weiterführenden hoch, Nora" ausgesucht. Schulen. Und stellten die ,Jury vor zirks-Wettbewerb vertreten. " gewinnen konnten leider-nur drei. _._-- •.•.... -.

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~ 3".9~ Fraktion besucht alle Schulen SPD will sich genauer über die Situation in Oberstein informieren IDAR-OBERSTEIN_ EH. Der Vor· sitzender Dieter Heinz stellte in ei· ner Arbeitssitzung der SPD-Fraktion einen mit dem Fraktionsvorstand abgestimmten kommunalpolitischen Themenkatalog vor, der folgende Schwerpunkte enthält: 1. Uberprüfung der Möglichkeiten ei· ner Schulneuorganisation im Bereich der Grundschulen im Stadtteil Oberstein, 2_Situation der Kindergärten innerhalb des Stadtgebietes, • 3_ Beratung über den Zustand und die Nutzung der Freibäder Kammerwoog und Staden sowie des Hallenbades, 4_Fortschreibung des Stadtentwicklungsprogrammes unter Beachtung der finanziellen Möglichkeiten im Rahmen des Haushaltes, 5_Verkauf städtischer Liegenschaften, 6. Wasserversorgung. Dieter Heinz bemerkte hierzu, daß es sich um ein Arbeitsprogramm.handele, das die kommunalpolitische Arbeit der Fraktion jetzt und in den nächsten Jahren maßgebend bestimmen werde. Als erster Punkt wurde die Grundschulsituation in Oberstein behandelt. Grundlage hierfür war die Darstellung des Ist-Zustandes im Stadtteil durch den Beigeordneten Schneider. Bürgermeister Becker und Heide Hess-Gorschlüter verwiesen unter dem Stichwort Regionalschulen darauf, daß alle Anzeichen auf Landesebene so zu deuten seien, daß Bewegungen in das gesamte Schulwesen gerate und man diesen Gesichtspunkt nicht außer acht lassen dürfe. Fritz Hoffmann merkte an, daß letztlich die Kinder im Mittelpunkt stehen müßten, woraus sich eine grundsätzliche Position .der Fraktion ergab: "Es können keine Veränderungen vorgenommen werden, die eine Beeinträchtigung und Ver· schlechterung der schulischen Verhältnisse mit sich bringen." Oberbürgermeister Dickenschied stellte klar, daß mögliche Veränderungen nur mit Zustimmung der Bezirksregierung in Übereinstimmung mit der Landesregierung und unter (:§ Berücksichtigung des Elternwillens erfolgen können. Nach langer Diskussion kam man zu dem Ergebnis, daß zur abschließenden Meinungsbildung noch zusätzliche Informa· tionen eingeholt werden müssen. An den Stadtvorstand erging die Bitte, zur besseren Beurteilung der Schulsituation in Oberstein und der einzelnen Schulen eine Standortbeschreibung jeder Schule vorzunehmen. Sie soll zum Beispiel enthalten: Lage, Bauzustand, Baujahr, Erreichbarkeit, derzeitige außerschulische Nutzung usw. Die SPD-Fraktion will am Montag, 16. März, alle Schulen in Oberstein besichtigen. Davon verspricht man sich eine große Hilfe bei der Beurteilung der einzelnen Standorte. Bevor diese zusätzlichen Informationen nicht vorliegen, sehe sich die SPD-Fraktion außerstande, eine Entscheidung über eine Schulneu· organisation im Bereich der Grundschulen des Stadtteiles - ganz gleich weIcher Art - zu treffen.

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Die Auftaktveranstaltung der »Frühstücksaktion mit Biß« brachte erste Erfolge: Etwa' 150 Eltern, Lehrer und Schüler waren der Einladung des Gesundheitsamtes Idar-Oberstein und der Staatlichen Beratungsund Weiterbildungsstelle für Land- und Hauswirtschaft Birkenfe'd gefolgt. Nach der Begrüßung durch die Schulrätin Frau Wendling, .stellte 'Frau Höttemann (Diplom Sozialarbeiterin) noch<, mals die Ziele der Aktion "Frühstück mit Biß- vor. Gefragt seien keine Einzelaktio. nen, zum Beispiel einmaliges Frühstück, sondern eine bewußte Verhaltensänderung der Schüler und Lehrer im Bezug auf eine gesunde Ernährung. Die Milch machts wieder Frühstücksaktion verbucht erste Erfolge Konzentrations-und Leistungsfähigkeit wurden durch ein richtig zusammengestelltes Pausenfrühstück gefördert. Motivationsmöglichkeiten für Eltern, Lehrer und Schüler wurden anhand praktischer Beispiele von Frau Ort Hahm aufgezeichnet: vom gemeinsamen Pausenfrühstück in der Schule bis hin zu Ausstellungen und Aufarbeitung im Unterrichtsplan. . Die Gegenüberstellung von Frischmilch und Ultrahocherhitzter Milch und der Vergleich Tetra-Pack und Flasche, eröffnete eine lebhafte Diskus- sion mit den Vertretern der Milchwerke Thalfang. Die Hochwald-Werke stellten nach eigenen Aussagen die' Frischmilch-Lieferung der Mehrwegflaschen aufgrund der geringen Nachfrage in Schulen ein. Eine Umfrage an sämtlichen Schulen im Kreis im Rahmen des Projektes »Frühstück Leben retten mit Biß« ergab jedoch das Ge- KREIS. Der DRK-Kreisvergenteil: von insgesamt 36 Schu- .band führt am Samstag, 12. len meldeten 20 Schulen ihr In- Oktober, um 7.30 'Uhr, im teresse an einer Milchlieferung DRK-Heim Oberstein, Bahnan. Dies sind über 50 Prozent hofstraße 3"einen vier Doppelper Schulen im Kreis: Die von. stunden umfassenden Lehrden Milchwerken geforderte gang in »Lebensrettende SoMenge wäre somit-erreicht. fortmaßnahmendurch. Dieser Tatsache konnten' sich die Vertreter der Milchwerke nicht entziehen. Nach der konkreten Erfassung der Milchbedarfsmengen der einzelnen Schulen wird die Milchlieferung wieder aufgenommen ohne Einhaltung einer Mindestabnahmemenge. Der Bedarf von Frischmilch und Kühlvorrichtungen wird in diesen Tagen vom ,Gesundheitsamt und der Stattlichen Beratungsstelle erfaßt. Schulen würden.lielJer frische Milch verkaufen Gesundheitsamt machte Umfrage - DIskussionsrunde Das Gesundheitsamt Idar-Oberstein hat eine erfreuliche Zunahme des Umwelt- und Gesundheitsbewußtseins an den Schulen im Krei~ Birkenfeld 'festgestellt. . Eine im Juni dieses Jahres durchgeführte Umfrage zum Stand der Frischmilchversorgung ergab, daß die. Schulen zur Zeit noch überwiegend H-Milch-Produkte beziehen, jedoch am Bezug von Frischmilch interessiert sind, ~oSchulen würden dabei Frischmilch In Flaschen: bevorzugen, sechs 'Schulen die Abgabe der Milch aus Dispensern .: Zu Beginn des neuen Schuljahres .' überraschte nun 'die Mitteilung, daß die Hochwald-Milchwerke 'in Thalfang die Lieferung der Mehrweg-Milchflaschen an Schulen aus. wirtschaftlichen Gründen eingestellt habe. Das Land bezuschußt die Abgabe der Schul milch und schreibt somit die Menge (0,25 Liter) und den Preis (35 Pfennig) vor. , Das Gesundheitsamt Idar-Oberstein und die ä6 geplant Staatliche Beratungsstelle für Land- und Hauswirtschaft haben Vertreter der Hochwaldmilchwerke Thalfang sowie Lehrer und EIternvertreter zu einer Informations- und Diskussionsrunde zum Thema "Frühstück mit Biß" am 18. September 1991 um 20 Uhr in die Aula der Flurschule in Idar-Oberstein eingeladen. Bei dieser Gesprächsrunde soll die Zielsetzung des Projektes erläutert sowie Möglichkeiten der Motivation zur gesunden Ernährung erörtert werden.

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~Vermeidenstaft verwerten SchOler·8oykoUaktion für umwelHreundliches Angebot am Kiosk Ein gesünder~s und umweltfreundlicheres Angebot am Schulkiosk ist das Ziel einer landesweiten Boykottaktion gegen Einwegverpackungen, die jetzt auch an IdarObersteiner Schulen gestartet wird. Dazu trafen sich am Mittwoch im Haus der Jugend Vertreter der Umwelt-AG'sund sonstige im Umweltschutz engagierte Schüler und Lehrer, um eine Konzeption für das Vorgehen gegen die umweltfeindlichen Einwegartikel auszuarbeiten. Unterstützt wird die von der SAU. (Schülerinnen Aktion Umwelt) ins Leben gerufene Aktion von der .BUNDjugend Kreis Birkenfeld, die darüber hinaus ständige Treffen der Umweltschutzgruppen der Schulen koordinieren will. Die SA.U., ein, Bündnis von aktiven UmweltAG's, das von der Naturschutzjugend Rheinland -Pfalz und -der Landesschülervertretung getragen wird, fordert unter dem Motto "Müll vermeiden ist besser als Müll 'verwerten", unter anderem, Getränke und Eßwaren am Schulkiosk ausschließlich in . Mehrwegverpackungen abzugeben, Vorbild hierzu sei zum Beispiel die Stadt Mainz, die den Verkauf von Einwegartikeln in Schulen, Kindergärten und Kantinen bereits verboten hat. Die Umweltvertretet der hiesigen Schulen wollen nun zusammen mit dem ,,Arbeitskreis Müll" der BUNDjugend ein Rundschreiben an die Schulen im Stadtgebiet verschicken, in dem sowohl Schulleitung, als auch SMVund Elternbeirat aufgefordert werden, der Einrichtung eines Pfandsystems:zuzustimmen, So soll der ',Hochwald AG ,in Thalfang ein Antrag auf . .'Belieferung. mehrerer Schulen mit Milch .'~us ; Mehrwegflaschen vorgelegt werden können. Falls: genug Schulen mitmachen, könnte der Müllberg, der tagtäglich durch den Verkauf von Wegwerfartikeln am Schulkiosk entsteht, erheblich reduziert werden. Im September soll erneut ein Treffen der aktiven Schüler stattfinden, um über die Ergebnisse des Projekts zu berichten, sowie die aufgenommenen Kontakte zu vertiefen.

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NAHE·ZEITUNG Nr. n· Dienstag, 31. März 1992 Mit Bestzeit für das Finale qualifiziert Hohl-Schwimmer siegten auf Landesebene IDAR-OBERSTEIN. FB. Beim Landesentscheid des Bundeswettbewerbs von "Jugend trainiert für Olympia" im Schwimmen in Bad Bergzabem konnte die Mannschaft der Hohl-Schule zum dritten Mal den Sieger in der Gruppe III/2 (15 Jahre und jünger) stellen. Die Obersteiner gewannen die Einzel- und Staffelwettbewerbe in einer Gesamtzeit von 11:45,2 Minuten vor der GSS Jünkerath (Bezirkssieger Trier) mit 12:48,6, der HS Kirchberg-S, Pirmasens (Bezirkssieger Neustadt) in 12:50,3 und der HS Rheinböllen, die auf 13:03,6 Minuten kam. Der Vorsprung fiel recht deutlich aus, war es doch die beste Zeit, die je eine Hauptschulmannschaft seit Beginn der Wettbewerbe vor 22 Jahren geschwommen hat. Ein ganzes Jahr haben die Jungs unter Sportlehrer E. Wäldchen sich intensiv auf das Ziel vorbereitet, das da heißt, noch einmal beim Finale Anfang Mai in Berlin dabeizusein und wieder auf dem Sreppchen" zu stehen. Zur 92er Mannschaft gehören: Marco Wolff, Daniel Kuhar, Heiko Fuchs, Christian Römer, Sascha Moosayer, Sascha HilI, Jan- Peter Borr, Kay Merker, Mario Wobito, Marcel Knab und Zafer Mustafalic.

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Filmkulisse steht nun in der Hohlschule Felsenkirche verschenkt Mehr als 1000 Stunden an Alt-Oberstein "enminiature" gebaut IDAR-OBERSTEIN.RED.Als der Filmclub "anno 1981" anläßlich der 500-Jahr-Feier der Felsenkirche einen Film über das Obersteiner Wahrzeichen drehen wollte. ahnten dessen Mitglieder kaum. welche umfangreichen Arbeiten notwendig sein würden. um das Projekt zu realisieren. Und wohl keiner der •.Bosseier" des Vereins, die dann begannen. ein zwei mal zwei Meter hohes Modell des alten Obersteins zu bauen; ahnte wohl. daß. ihre Filmkulisse mehr als zehn Jahre später als besonderes Kleinod die Sammlung der Grundund Hauptschule "Auf der Hohl" bereichern würde. Wer unter den Filmclub-Mitgliedern besonders geschickt war. baute seinerzeit aus kleinen Blöcken 15 bis za Zentimeter hohe. phantasievoll gestaltete Fachwerkhäuser. Beachtlich die exakte Nachbildung der Kirche und des Schlosses. Um die verschiedenen Bauabschnitte der Felsenkirche nachher im Film darzustellen zu können. wurden insgesamt vier Modelle der einzelnen Phasen gefertigt. Rund 1000 Arbeitsstunden mußten die Mitglieder des Clubs bis zur Fertigstellung leisten. Die Farbgestaltung hat H. Petry vorgenommen. "Da bis heute niemand genau weiß. wie das Schloß einmal ausgesehen hat, haben wir uns nach unserer Phantasie ver- Um einzelne Bauphasen der Felsenkirche dokumentieren zu können. wurden vier Modelle gebastelt. Mehr als 1000 Arbeitsstunden investierten die Filmclub-Mitglieder in die Ausstattung ihres Streifens. halten". erzählter. Fest stand nur: Modell in ihrer Schule aufzustelAn der Stirnseite des Kirchfelsens len. So hat es denn einen neuen mußte ein 'Palast stehen. damit ehrenvollen Platz erhalten und •• yrich von Daun-Oberstein" sei- kann auch im GeschichtsunterW nen Bruder Emich aus dem Fen- riebt, verwendet werden. Gleichster hinab auf den Platz vor der zeitig wurde der Schule ein Video damals .noch.nicht existierenden mit der Verfilmung der Sage der Kirche stürzen konnte. Felsenkirche übergeben. Als nach den Filmaufnahmen Damit das Modell vor Beschädidas Modell nicht mehr benötigt gungen geschützt wird. hat die wurde. erklärten sich zunächst Kirner Firma Simona eine Plexidie "Heimatfreunde Oberstein" glas-Umhüllung gestiftet. Auch bereit. das Modell solange unter der Förderverein' der Hohlschule Verwahr zu nehmen. bis ein ge- hat seinen Teil zu einer angemeseigneter Platz gefunden wurde. senen Präsentation des Modell Da im Museum permanent Platz- beigetragen. indem er dafür sorgmangel herrscht. hat sich die te, daß eine Beleuchtungsanlage Hohlschule nun bereit erklärt. das installiert werden konnte. Einen neuen Platz fand das Modell von Alt-Oberstein nebst Felsenkirche und Kirchfelsen nun in der Hohlschule. Die "Obersteiner Heimatfreunde" hatten für die die vor mehr als zehn Jahren entstandene Filmkulisse in ihrem Museum keinen geeigneten Platz. Fotos: Hasser

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Ziel erreicht Finale in Sicht Hohl-Schwimmer gewannen Landesentscheid auf 13:03,6 Minuten kam. Der Vorsprung fiel recht deutlich aus, war es doch die beste Zeit, die je eine Hauptschulmannschaft seit Beginn der Weftbe er e vor 22-rahfel) geschwommen hat. Ein ganzes Jahr hatten die Jungs unter Sportlehrer Wäldchen sich intensiv auf das Ziel vorbereitet, . beim Finale Anfang Mai auf dem "Treppchen" zu stehen. Zur 92er Mannschaft gehören Marco Wolff, Daniel Kuhar, Heiko Fuchs, ChristianRömer, Sascha Moosayer, Sascha Hili, Jan-Peter Borr, Kay Mer_ker, Mario Wobito, 'Marcel Knab und Zafer Mustafalic. IDAR-OBERSTEIN. Beim Landesentscheid im Bundeswettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" im Schwimmen in Bad Bergzabern wurden die MlÜmscliaft 'der Hobl-ScDule" zum drittenmal Sieger in der Altersgruppe 15 Jahre und jünger. Die Obersteiner gewannen die Einzel- und Staffelwettbewerbe in einer Gesamtzeit von 11.45,2 Minuten vor der GSS Jünkerath mit 12:48,6, der Hauptschule Kirchberg-S, Pirmasens, in 12:50,3, und der Hauptschule Rheinböllen, die Beim Finale in Berhn wollen sie -aufdem "Treppchen" stehen: die Schwimm-Mannschaft der Hohl-Schule, die auf Landesebene in der Gruppe 15 Jahre und jünger gewonnen hat.

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Fünftklässler anmelden IDAR·OBERSTEIN_ Die Hauptschule "Auf der Hohl" Idar-Oberstein macht auf die' Termine zur Anmeldung für die Orientierungsstufe auf-: merksamn. ' Eltern, deren Kinder im Anschluß an die Grundschulzeit in die Klasse fünf der Hauptschule eintreten, können folgende Anmeldetermine (jeweils 8 bis 12 Uhr im, Sekretariat der Hauptschule Auf der Hohl) wahrnehmen: Montag, 30. März, Mittwoch, 1. April, Donnerstag, 2. April. Die Erziehungsberechtigten werde gebeten, die Anmeldung persönlich vorzunehmen und die Geburtsurkunde, das gelbe Anmeldeblatt der Grundschule und das letzte Halbjahreszeugnis mitzubringen. Da die Schulbücher zu Schuljahresbeginn kostenlos ausgeliehen werden, wird um termingerechte Anmeldung gebeten. ' Zur Schule anmelden I{, IDAR-OBERSTEIN_ FB. Eltern, deren Kinder im Anschluß an die Grundschulzeit in die Klasse 5 der Hauptschule .Auf der Hohl" eintreten möchten, können jetzt folgende Anmeldetermine wahrnehmen: Montag, 30. März, Mittwoch, 1. April, und Donnerstag, 2. April. Das Sekretariat der Hauptschule wird im diesen Tagen jeweils in der Zeit von 8 bis 12 Uhr besetzt sein. Die Erziehungsberechtigten werden gebeten, die Anmeldung persönlich vorzunehmen und die"iie-" burtsurkunde (Familienstammbuch), das gelbe Anmeldeblatt der Grundschule und das letzte Halbjahreszeugnis mitzubringen. Da die Schulbücher zu Schuljahresbeginn kostenlos ausgeliehen werden, ist eine termingerechte Anmeldung erforderlich. '

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"Weniger Stunden, größere Belastung" Elternbeiräte gegen Mainzer Sparvorschrift IDAR-OBERSTEIN_ FB. Eine neue Verwaltungsvorschrift der Landesregierung, die vorsieht, daß ab dem Schuljahr 1992/93 für alle 5. bis 10. Klassen die Unterrichtszeit allein aus finanziellen Erwägungen heraus um zwei Stunden pro Woche gekürzt werden soll, erregt derzeit die Eltern. . Die Schulelternbeiräte der Grund- und Hauptschulen aus dem Stadtgebiet Idar-Oberstein trafen sich dieser Tage, um diese Problematik zu erörtern. Die aus dieser Stundenkürzung resultierenden Folgen gehe zu Lasten einer individuellen und intensiven Förderung der Kinder, war ein Fazit dieser Diskussion. Die Inhalte, die künftig in weniger Stunden erarbeitet werden müßten, bedeuteten. keine echte Arbeitszeitverkürzung für die Kinder, sondern seien vielmehr eine enorme Mehrbelastung für sie. . , Die Schulelternbeiräte erkennen somit einen dringenden tIan~lungs- 11 bedarf und werden von ihrem "Recht auf mehr Mitbestimmung", wie es im Entwurf des Achten Gesetzes zur Änderung des Schulgesetzes formuliert ist, Gebrauch machen, kündigen Christine Bitterlich und Helga Pohl, zwei Sprecherinnen der Idar-Obersteiner Schuleltembeiräte, an. I~ Geplant sind Zusammenkünfte lauch mit den Schulleitern und Kontaktaufnahme mit dem Landeselternbeirat, um gemeinsam gegen die vorgesehene Stundenkürzung vorzugehen. Was beschert uns morgen eine Finanzpolitikzu Lasten der Kinder und Jugendlichen' heute, fragen die Eltern. Sie erinnern in diesem Zusammenhang. an die von Ministerpräsident Rudolf Scherping in seiner Ansprache zur jüngsten Jahreswende geforderten "mehr Sensibilität für die, die bei der Wahl keine Stimme haben". . ,Stunden -Kürzung vertagt Mainzer Kablnett eiItscbeUlet nach FDP..Parteitag - Korrekturen MAINZ. WJK. Die Stundentafelkürzungen in den Klassen 5 bis 10 der. rheinland-pfälzischen Schulen wird mit weiteren schulorganisatorischen Änderungen gekoppelt. Das zeichnet sich ab, nachdem das Mainzer SPDIFDP-Kabinett die von Kultusministerin Rose Götte (SPD)für diese Woche geplante Entscheidung über die Kürzung des Pflichtunterrichts um zwei Wochenstunden auf den 7. April verschoben hat. Regierungssprecher Herbert Bermeitinger (SPD) teilte dazu mit, bei der Entscheidung solle "die Einführung .der 5-Tage-Woche ebenso sis gegenübersieht, die Kürzung bis entscheidend sein wie die Stärkung zur Umsetzung einer Neuorganisader inneren Leistungsfähigkeit der tion und einer Revision der LehrpläSchulen". Außerdem sollten Infor- ne abzulehnen. Bildungsministerin mationen über Entwicklungen in Rose Götte (SPD), die für eine Zuanderen Bundesländern vervoll- stimmung des gesamten Kabinetts ständigt werden. Festgehalten wer- wohl zumindest einen Teil dieser den solle auf jeden Fall an der ver- Bedingungen erfüllen muß, betonte bindlichen Stundentafel ohne Spiel- gestern: "Die Stundentafelkürzung kommt zum Schuljahr 1992/93." In raum für die einzelnen Schulen. In .der Koalitionsregierung hat den Lehrplänen gebe es "noch viel CDU-Landesvorsitzender sich damit offenbar die FDP durch- . Luft". gesetzt, deren Parteichef Rainer Werner Langen sprach von "peinliBrüderle sich beim Landesparteitag chem Verwlrrspiel". (Siehe Kommentar Seite 2) am Samstag der Forderung der Ba-

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Wechselbad fürSchwimmerherzen "Jugend trainiertfür Olympia": Schüler der Hohlschule siegten beim Wettbew~rbin Berlin IDA BERSTEIN/BERLIN. RED. Durch ein Wechselbad der Gefühle mußten die Schüler der Hauptschule Auf der Hohl und ihr Sportlehrer Erhard Wäldchen in Berlin beim Bundesfinale im Schwimmen des Wettbewerbs "Ju-' gend trainiert für Olympia", Mit der besten Vorkampfleistung von 1:45,2Minuten, aufgestellt beim Rheinland-Pfalz Landesfinale, lagen sie 14 Sekunden vor ihren Hauptkonkurrenten aus Bayern und Baden-Württemberg. Sie waren also die Favoriten, eine Rolle, dje sie zum ersten Mal einnahmen 'und die zunächst eine große Nervosität auslöste. Die Mannschaft hatte sich zwar gezielt auf dieses Finale vorbereitet, fleißig jede Woche zwei bis drei Stunden trainiert, aber, wenn auch das eigene Können bekannt war, so blieb doch die Leistung der Konke 1Z, die große Unbekannte. Wie gt..~ mochten die Gegner in Form sein? Aus fünf Disziplinen besteht der Wettkampf, Sieger wird, wer am Ende die niedrigste Gesamtzeit erzielt hat. Erster Teil: Drei Rückenschwimmer müssen je 50 Meter zurücklegen, wobei die zwei schnellsten in die Wertung kommen. Die Hauptschule aus Brühl (NRW)legte ~ Vier Brustschwimmer pro Mannschaft gingen an den Start, wiederum drei davon sollten in die Wertung kommen. Kay Merker, Mario Wobito, Christian Römer und Daniel Kuhar gaben ihr Bestes. 2:01,0 Minuten ergab die Addition der drei schnellsten. Tuttlingen aber legte 1:59,52vor und Waldsassen kam auf 2:03,33Minuten, so daß vor der abschließenden alles entscheidenden 8 Spannende Begegnung Mal 50 Meter Kraulstaffel der Abstand zur führenden Mannschaft Doch nach dem zweiten Wettaus Tuttlingen jetzt 99 Hundertstel kampf, der 4 Mal 50 Meter BrustSekunden betrug. Die, oder in etwa staffel, sah, es wieder besser aus. 80 Z~ntimeter Schwimmstrecke waKay Merker, Daniel Kuhar, Mario ren aufzuholen. War das zu schafWobito und Christian Römer fen? Aus der Erfahrung des verganschwammen 2:39,62 Minuten und genen Jahres - hier war die Mannwurden nur von Tuttlingen in 2:39,24 schaft, bis dahin führend, in der Minuten besiegt. Die neue Addition Kraulstaffel um 13 Sekunden von der Zeiten ergab folgenden Zwi- Waldsassen geschlagen worden schenstand: 1.Tuttlingen 3:54,28Mi- hatten die Jungs von der Hohlschunuten, 2. Hohlschule 3:55,80 Minu- le gelernt, und besonders großen ten, 3. Waldsassen 4:04,72Minuten. Wert auf diese Staffel gelegt. Das Beim Kraulschwimmen (50 Meter) Bangen und Hoffen beginnt: Die hatte jede Mannschaft vier Schwim- Jungs von der Hohlschule gehen mer im Einsatz, wovon drei gewertet vom Start weg in Führung, halten wurden. Etwas schwächer als im den Vorsprung, der letztlich bis Vorkampf schwammen Marco sechs Meter betrug, bis ins Ziel. Kay Wolff, Marcel Knab, Sascha Moos- Merker, Daniel Kuhar, Sascha Hill, mayer und Jan Peter Borr. Im Zwi- Sascha Moosmayer, Christian Röschenstand ging die Hohlschule in mer, Heiko Fuchs, Marcel Knab und Führung. Marco Wolffhatten es geschafft. Sie 1:11,73 Minuten vor, Tuttlingen (BAW) folgte mit 1:15,03 Minuten. Nach der Hauptschule aus Hatten (NIS) in 1:15,49Minuten kamen erst die Hohlschüler, mit Marco Wolff und Heiko Fuchs, mit einer Gesamtzeit von 1:16,11Minuten. Die Stimmung sackte in den Keller, das Selbstvertrauen schwand. hatten insgesamt 4,70 Sekunden Vorsprung herausgeschwommen und den Gesamtsieg gesichert. Großer Jubel 'Im Team der Hohlschule und bei den .in anderen Klassen schwimmenden Mannschaften aus Rheinland-Pfalz. War es doch der erste Sieg in der 23jährigen Geschichte dieses Wettbewerbs, den eine rheinland-pfälzische Mannschaft im Schwimmen bei "Jugend trainiert für Olympia"erzielt hat. Aufs Siegertreppchen Hier· das Endresultat der ersten drei Mannschaften: 1. Hauptschule Auf der Hohl Idar-Oberstein (759/RHP) 11:42,72,2.GHS Wilhelmschule Tuttlingen (749/BA W) 11:47,42,3.Hauptschule Waldsassen (7650/BA 12:00,4. Y) Wie immer war die Siegerfeier in der Deutschlandhalle, wo der Mannschaftskapitän, Marco Wolff, ganz oben auf dem Treppchen vor 3000 Sportlern die Medaille in Empfang nahm und anschließend ein 3-Stunden-Non-Stop-Programm mit Artisten, Künstlern und Pop-Live-Musik ablief, der Abschluß einer diesmal sehr erfolgreichen Teilnahme an "Jugend trainiert für Olyrnpia",

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