vdw magazin 5-2010

 

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vdw verband der wohnungs und immobilienwirtschaft in niedersachsen und bremen magazin 03 i stehende o vatio ne n j o ach im gauck beim vdw-ve rban ds tag 18 i wo hnen fÜ r ein l an ge s l e be n m in is te rin ko mmtz um auf ta kt 11 38 i refo rm geht i ns l e e re en twur f zum m iet rec ht un zure ich e n d 44 i erfo lg i st si c htba r i n te r vie w m it bi r gi t rosenb auer auftakt 11 und neujahrsempfang 11 januar 2011 in hannover 0510 zeitschrift des vdw niedersachsen bremen in zusammenarbeit mit dem verband norddeutscher wohnungsunternehmen e v.

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höherer wohnwert zufriedene mieter attraktivere wohnobjekte mit multimedia1 aus dem kabelanschluss kabel anschluss mehr wohnqualität bei bestandsimmobilien ohne großen kostenaufwand der kabelanschluss macht es möglich er bietet technik fürs leben einfach unkompliziert und alles aus einer hand · digitales fernsehen · schnelles internet1 · günstige telefonie1 · mobil telefonieren und surfen2 erfahren sie mehr über die multimedialen möglichkeiten des kabelanschluss bei ihrem persönlichen geschäftskunden-partner ihr kabelanschluss für fernsehen internet und telefon 1 in immer mehr ausbaugebieten und mit modernisiertem hausnetz verfügbar 2 nur in verbindung mit einem kabel deutschland internet phone vertrag möglich en ternehm ungsun wohn and.de eutschl beld www.ka

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in ha lt tite lfo to lÄ ng st n icht Üb erallfindetmanindeneinsti gen industri el l en hoc hbu r gen en gl an d s mod er n e w ohn u n g sba u a rc hi tekt ur sowiehierim os tteil von man c hes t er vi el fac h p r Ägen s ehr t r os t l os e r ei hen haus z e ile n d ie q u a rt iere w i e gr ossdiepr ob l e me i m s ozi al en w ohn u n gs bau i n s bes on d er einli ver p ool sind hat e in e re isegr up pedesvdwimsepte mb e r er fahr en fot o d etl ef d ür r ast ma ga z in 0510 02 03 07 09 10 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii vdw vo r wo rt ve rban ds tag studie n re is e a us bilde rtag lan de s p räve n tio n s rat t hema i ba ham burg i n te n s ivs e m in ar en e rgie e f f izie n z s c hwerpu n kt wo hnenf ür e in lan ge s le be n auf takt 11 lan de s in itiative li nga ve rn e tzte s wo hnent hema ge das ch ko wird gdw-präs ide n t le rn in s e l 2010 m an age m e n tf o rum 2011 u n te rn ehmenspo rträt bauve re in de r elbge m e in den ge n trif izie run g m ie tre ch ts re f o rm immo bilie n -le be n s zy klus i n te r vie w k un de n o rie n tie run g ve rbe s s e rn vdw ge m e in s ch af tlich wo hnena bris s un d ne ubau null-em is s io n s -sie dlun g j ubiläum in ham e ln nam e n un d nach rich te n ste lle n m arkt inhalt 11 14 18 21 22 24 27 28 0510 29 30 34 38 40 44 47 48 49 51 52 56

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k e rs t in m a l lw itzi vor s i t ze n d e de s vdw-ve rban ds rate s ma ga z in 0510 es sind komplizierte zeiten für die wohnungswirtschaft sie soll das klima retten den demografischen wandel mitgestalten unsere städte und gemeinden entwickeln die regionale wirtschaft mit aufträgen unterstützen und ­ natürlich ­ für möglichst geringe mietpreise top-wohnungen zur verfügung stellen wie kann das funktionieren wenn jetzt auch noch der staat auf wichtigen politikfeldern nur noch mitredet aber nicht mitgestaltet die haushaltsberatungen im bundestag haben zu tage gefördert was längst befürchtet worden war zwei der bedeutendsten förderprogramme der vergangenen jahre wurden kräftig zusammengestrichen die städtebauförderung von 535 millionen euro in diesem jahr auf 455 millionen euro in 2011 und das co2-gebäudesanierungsprogramm auf 936 millionen euro gegenüber zwei milliarden euro im vorigen jahr beide entscheidungen treffen natürlich auch niedersachsen und bremen gerade die städtebauförderung hat vielerorts wichtige impulse gesetzt das teilprogramm die soziale stadt war 1999 mit dem ziel gestartet die abwärtsspirale in benachteiligten stadtteilen aufzuhalten und die lebensbedingungen vor ort umfassend zu verbessern nun soll das programm um 67 auf nur noch rund 28,5 millionen euro gestutzt werden gdw-präsident lutz freitag hat recht wenn er sagt diese entscheidung widerspricht den prinzipien politischer klugheit sozialer nachhaltigkeit und ökonomischer vernunft die verbände der gdw auf bundesebene unser vdw in niedersachsen und bremen haben in den zurückliegenden monaten intensiv für den erhalt der städtebauförderung und eine aufstockung der entscheidenden programme für die energetische gebäudesanierung gekämpft unabhängig von den ergebnissen hat sich dabei stets gezeigt wir haben eine starke wohnungswirtschaftliche interessenvertretung der vdw niedersachsen bremen ist aber nicht nur für politik und verwaltung ein wichtiger partner das hauptaugenmerk des verbandes gilt den mitgliedsunternehmen ob ehrenamtlich geführte genossenschaft oder kommunales großunternehmen ­ der vdw und seine mitarbeiter wollen allen gerecht werden bei tagungen in seminaren und bei beratungen in vielen fachbereichen ­ immer wieder setzt der verband neue impulse derzeit wird die regionale wohnungsmarktanalyse erneut fortgeschrieben die ergebnisse der ersten studien waren für viele unternehmen leitplanken bei der strategischen ausrichtung auch die themen energetische modernisierung und wohnen im alter konnten die vdw-mitglieder dank der aufmerksamen unterstützung durch den verband frühzeitig aufgreifen und sich dadurch wettbewerbsvorteile verschaffen der vdw braucht starke mitgliedsunternehmen aber die mitgliedsunternehmen brauchen auch den verband und das wohnungswirtschaftliche netzwerk in wenigen tagen geht meine berufliche karriere zu ende das betrifft sowohl meine geschäftsführertätigkeit bei der neuland in wolfsburg als auch mein engagement als verbandsratsvorsitzende beim vdw in wolfsburg wird mein nachfolger manfred lork das kommunale wohnungsunternehmen als wichtigen dienstleister weiterentwickeln beim verband übernimmt rüdiger warnke von der nibelungen in braunschweig mein amt beiden wünsche ich alles erdenklich gute ich selbst freue mich nun auf den ruhestand und halte es dabei mit hermann hesse der geschrieben hat jedem anfang wohnt ein zauber inne der uns beschützt und der uns hilft zu leben vorw ort » wenn es morgens um sechs uhr an meiner tür läutet und ich kann sicher sein dass es der milchmann ist dann weiß ich dass ich in einer demokratie lebe.« 2 wi n s to nchu rc hill ehema lig e r br it is cher po lit ik e r 1 8 7 4 1 9 6 5

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ma ga z in 0510 verb andstag vd w n ie d e rs ac hs enbr em en trif ft s i ch zumv erba ndsta g i n celle standing ovations für joachim gauck celle freiheit sagte joachim gauck beim vdw-verbandstag in celle sei für ihn der größte wert umso bemerkenswerter vielleicht sogar befremdlicher mute es daher an wie freiheit als möglichkeit der individuellen selbstbestimmung in unserer gesellschaft scheinbar selbstverständlich zur kenntnis genommen werde denn gerade in der jüngeren deutschen geschichte sei freiheit doch ein seltener gast gewesen niemand kann derzeit in deutschland authentischer und glaubwürdiger über das thema freiheit sprechen insbesondere in verbindung mit dem thema deutsche einheit als der frühere bürgerrechtler dr joachim gauck bereits vor dessen kandidatur zum bundespräsidenten hatte der vdw niedersachsen bremen mit dem amtierenden sprecher des vereins gegen vergessen ­ für demokratie einen auftritt beim diesjährigen verbandstag vereinbart eine hervorragende entscheidung denn schon bei der signierstunde im anschluss an den rund einstündigen vortrag war bei vielen zuhörern von einer sternstunde die rede ist zusammengewachsen was zusammengehört mit blick auf den 20 jahrestag der deutschen einheit vertrat gauck vor den gästen des vdw in der congress union celle eine durchaus differenzierte position vieles sei erreicht vieles bedürfe aber noch intensiver arbeit dabei warb gauck für verständnis dass ostdeutsche im umgang mit der freiheit schwierigkeiten haben für ihre lebensplanung sind die menschen nun selbst zuständig ­ aber zu dieser eigenverantwortung sind einige nicht mehr und andere noch nicht fähig dies dürfe auch nicht verwundern schließlich hätten viele menschen fast 60 jahre in diktatorischen verhältnissen gelebt mit einer guten prise humor und vielen lebendigen geschichten und anekdoten aus seinem lebensumfeld zeichnete gauck ein vielschichtiges bild der zusammenwachsenden teile deutschlands wir sind das volk ­ noch nie habe es in der deutschen geschichte einen kraftvolleren satz gegeben diese vier worte hätten die menschen in ostdeutschland geeint ein großes ziel zu verfolgen freiheit gauck erinnerte zum abschluss an seine erste demokratische wahl ich musste 50 jahre alt werden um das zu tun so kam ich am vormittag des 18 märz 1990 mit glückstränen aus dem wahllokal und sagte zu dem menschen neben mir was er doch schon weiß ,ich habe gewählt ich wusste nie und nimmer wirst du auch nur eine wahl versäumen die gäste des vdw-verbandstages verabschiedeten gauck mit standing ovations nicht wenige unter den rund 350 zuhörern mussten mit den tränen kämpfen rund um diesen emotionalen höhepunkt beherrschten natürlich die aktuellen wohnungswirtschaftlichen themen die zweitägige veranstaltung gdw-präsident lutz freitag gab sich bei seinem letzten offiziellen besuch eines verbandstags in niedersachsen und bremen gewohnt kämpferisch die verdienste der wohnungsunternehmen in sachen klimaschutz seien von der politik nicht angemessen gewürdigt worden schlimmer noch die anforderungen würden weiter verschärft ­ ausschließlich zu lasten der vermieter dabei seien die wohnungsgesellschaften und 3

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2 0 0 9 ­ einjahr dasbewegt und herausfordert ma ga z in 0510 ­genossenschaften unter dem dach des gdw besten willens und in vielen bereichen innovative vorreiter es mangele nur an verlässlichen rahmenbedingungen vdw-verbandsdirektor bernd meyer überreichte freitag zum abschied einen großen kompass du hast stets kurs gehalten auch bei schwerer see und dies soll auch künftig gelingen bei der gelegenheit erinnerte meyer daran dass freitags amtszeit beim vdw niedersachsen bremen begonnen hat und zwar beim gemeinsamen verbandstag von gdw und vdw während der weltausstellung expo 2000 in hannover schon traditionell hatte der verbandstag mit dem treffen der genossenschaften begonnen im mittelpunkt stand ein vortrag von prof jörg erpenbach der den vorständen und aufsichtsräten die neuesten trends im internet vorstellte bei der anschließenden mitgliederversammlung gab heiner pott staatssekretär im niedersächsischen sozialministerium seine visitenkarte beim vdw ab pott lobte das breite engagement der wohnungsunternehmen in allen bereichen der stadtentwicklung und sagte den unternehmern zu dass das land auch künftig an den programmen der städtebauförderung festhalten werde siehe auch nebenstehenden kasten auf breites interesse stießen die fünf arbeitsgruppen in denen aktuelle fachliche themen aufgegriffen und intensiv diskutiert wurden dabei ging es multimedia soziales management vernetztes wohnen regenerative energien und bilanzpolitik referenten und teilnehmer zeigten sich von der vielfalt des angebots begeistert gleiches dürfte auch für die begleitende fachausstellung gelten im foyer der congress-union konnten sich die verbandstagsbesucher bei rund 25 ausstellern über neue produkte und dienstleistungen informieren blickfang war diesmal ein auto-prototyp von ewe der stromkonzern stellte mit dem e3 ein voll funktionsfähiges und alltagstaugliches elektrofahrzeug auf basis eines vw polo der nächste verbandstag des vdw niedersachsen bremen findet am 30 31 august 2011 in bremerhaven statt m i tgli ederv ersa m m lu ng i n cel l e wer fordert muss auch fÖrdern verbandsdirektor bernd meyer gab in seiner rede vor den vertretern der mitgliedsunternehmen einen Überblick über die arbeit des vdw in den vergangenen monaten dabei hätten die politischen debatten über energieeffizienz und städtebauförderung im mittelpunkt gestanden wer nur fordert und nicht fördert so wie es die politik derzeit tue könne seine ziele nicht erreichen betonte meyer der verbandsdirektor verwies darauf dass der vdw gemeinsam mit gewos im kommenden jahr eine fortschreibung seiner regionalen wohnungsmarktanalyse vorlegen werde die ergebnisse liefern wichtige ergebnisse für die strategische ausrichtung der wohnungsunternehmen vor ort meyer erinnerte zudem an die zahlreichen gelungenen aktionen die der vdw aus anlass seines 100-jährigen bestehens im jahr 2009 initiiert habe das jubiläumsjahr ist vollauf gelungen prüfungsdirektor gerhard viemann berichtete über die kooperationserfolge mit dem vnw insbesondere im prüfungsbereich nicht zuletzt die prüfungsqualität und das beratungsangebot hätten sich spürbar verbessert mit breiter mehrheit stimmte die mitgliederversammlung einer beitragsanpassung zu diese erhöhung war in den monaten zuvor in allen arbeitsgemeinschaften diskutiert worden 4

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ma ga z in 0510 verb andstag 5

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ma ga z in 0510 studienreise lo hnendes tu d i en reised es vdwn ach engla nd das megathema heißt sozialverhalten vier tage waren wohnungsunternehmer aus niedersachsen und bremen im nordwesten englands unterwegs ­ dort wo einst das industrielle herz des landes geschlagen hat mittlerweile sind liverpool und manchester auf dem beschwerlichen weg moderne dienstleistungsmetropolen zu werden wie dramatisch schwierig dieser strukturwandel ist lässt sich insbesondere anhand des in beiden städten ausgeprägten sozialen wohnungsbaus erkennen in diesen quartieren ­ von nachbarschaften im besten sinne kann vielfach nicht die rede sein ­ türmen sich die probleme derartig dass am ende der studienreise eine frage unbeantwortet blieb hat man nun eigentlich etwas gelernt auf jeden fall gab es eine unzahl an eindrücken die haften bleiben und letztlich für ein beruhigendes fazit sorgten wohnen in deutschland spielt sich auf einem wesentlich höheren niveau ab klimaschutz wohnen im alter demografischer wandel die megathemen für die wohnungswirtschaft hierzulande spielen in england ­ etwas zugespitzt formuliert ­ kaum eine rolle energetische modernisierung im bestand ist wenn einfach verglaste fenster durch doppel-verglasungen ersetzt werden und ein vorzeigeprojekt für seniorenwohnen zeichnet sich durch einen neuen zaun rund ums gelände und einen springbrunnen im garten aus außerdem verspricht das wohnungsunternehmen no anti-social-behaviour-cases soll heißen rund um dieses wohnprojekt sind gewalttätigkeiten vandalismus und sonstige auswüchse nicht zu erwarten tatsächlich scheint social behaviour ­ also das soziale verhalten der mieter kunden gegenüber anderen nachbarn vermieter etc ­ so etwas wie ein leitthema der housing associations in manchester und liverpool zu sein man könnte angesichts der immensen problemlage auch von einem leid-thema sprechen besonders anschaulich wurde dies der besuchergruppe um vdw-verbandsdirektor bernd meyer rund um das fußballstadion des fc liverpool vor augen geführt praktisch rund herum nur verfallene reihenhaus und ladenzeilen die für teile des sozialen wohnungsbaus zuständige vicinity-group versucht dem elend mit kleinen schritten herr zu werden eine von den anwohnern angelegte rasenfläche ­ rund 100 qm groß und unmittelbar neben dem stadion gelegen ­ mit einem schotterweg einigen dürftigen neuanpflanzungen und einer modellierten kuh wird als erfolg nachbarschaftlichen gemeinschaftssinns gefeiert wir müssen den bewohnern beibringen wie man wohnt und sich in nachbarschaften sozial verhält sagten vertreter von vicinity das unternehmen verwaltet rund 20.000 wohnungen in 15.000 davon wohnen arbeitslose mit ähnlichen bedingungen muss sich auch die irwell valley housing association in manchester auseinandersetzen unter der führung des charismatischen ceo dr tom manion versucht das unternehmen in enger abstimmung mit den mietern problematische wohnquartiere nachhaltig zu entwickeln den kunden und seine bedürfnisse 7

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studienreise ma ga z in 0510 in den mittelpunkt zu stellen ist für die englische wohnungswirtschaft nicht weniger als ein paradigmenwechsel manion gilt als vorreiter der bewegung und ist mit seinen ideen zu personalführung mieterbeteiligung und sicheren nachbarschaften mittlerweile ein international gefragter fachmann manion war seinerseits mit englischen kollegen auch schon auf studienfahrt in hannover was ihn dabei besonders beeindruckt habe wurde er nun gefragt seine antwort klingt banal verdeutlicht aber die großen unterschiede zwischen dem sozialen wohnungsbau in england und deutschland blumen auf den balkonen ­ diese idee aus hannover versuchen wir so oft es geht jetzt auch in unseren beständen umzusetzen port sunlight am ende der studienreise stand ein wirkliches ahaerlebnis so stellt man sich england vor adrette häuschen getrimmte rasenflächen unter hohen bäumen und zwischendurch gepflegte blumenbeete was kurz vor den toren liverpools wie ein kleinod anmutet ist vermutlich eines der vorbildlichsten sozialbau-projekte englands denn in port sunlight hat lord william hesketh lever im 19 jahrhundert eine siedlung für 900 seiner arbeiter errichtet das unternehmen das heute als unilever bekannt ist produzierte nur wenige meter von der wohnsiedlung entfernt seife und ähnliche dinge lever war der damals exklusiven ansicht dass auch arbeiter ein recht auf eine menschenwürdige wohnung haben 8

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b e im ausb il der tag d es fai undvdw werden neue ru ngen an derbbssprin ge v o r gestellt unterricht wird praxisnäher springe seit 27 jahren werden an der bbs springe nach dem springer modell auszubildende der wohnungswirtschaft unterrichtet bis 2006 angehende kaufleute der grundstücks und wohnungswirtschaft werden sie jetzt im vierten jahr zu künftigen immobilienkaufleuten ausgebildet die neuordnung des berufsbildes wurde durch veränderungen in der branche notwendig in den betrieben gibt es im dritten ausbildungsjahr eine spezialisierung das kam vielen unternehmen außerhalb der ehemals gemeinnützigen wohnungswirtschaft entgegen die dadurch verstärkt in die ausbildung eingestiegen sind in berufsschulunterricht bewegt man sich ebenfalls auf neuen pfaden die prozesse in den unternehmen und somit in der betrieblichen wirklichkeit sollen durch die neuen lernfelder abgebildet werden man ist weg vom reinen fächerkanon wie mietrecht baurecht grundstücksrecht oder marketing stattdessen sollen anhand von fallbeispielen alle aspekte eines vorgangs beispielsweise in der vermietung lernfeld 4 erörtert werden während des ausbildertags des vdw und fai wurden die reforminhalte förderverein in der immobilienwirtschaft von vertretern des europäischen bildungszentrums in bochum detailliert vorgestellt die schulleiterin des berufskollegs annegret buch ging auf das planen gestalten und umsetzen von lernsituationen in der schule ein anette pfaffenhöfer ausbildungsleiterin der gagfah immobilien management gmbh aus essen berichtete über die umsetzung der handlungssituationen im betrieb der leiter der ebz akademie rüdiger grebe stellte das neue lehrmaterial für die bbs springe dass als grundlage den bewährten fernlehrgang des ebz beinhaltet und die neuen lernfelder besser abzubilden hilft vor die anschließende diskussion mit den 50 vorständen geschäftsführern und ausbildern aus den unternehmen brachte wichtige hinweise für die einführung des neuen lehrmaterials an der bbs springe die ergebnisse wurden von den vertretern der berufsschule um schulleiter michael krampe registriert sie werden in die neugestaltung einfließen der zweite teil des ausbildertags widmete sich dem thema führung und förderung von auszubildenden die hannoversche trainerin iris kadenbach machte deutlich wie vorgesetzte auf die unterschiedlichen charaktere von mitarbeitern und auszubildenden gezielt eingehen können nur richtig eingesetztes personal könne volle leistung bringen so das ergebnis ma ga z in 0510 9 ausb ildertag

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prävention braucht einen langen atem von sigrid maier-knapp-herbst a u sz Ü g e au s i hr er rede zu m ab s c hi ed voma mt dervorsit ze n d en d es n i ed er sÄ chsi sch enlandespr Äv en tionsr at es am 26 september 1995 hat das kabinett auf initiative des damaligen innenministers ­ gerhard glogowski beschlossen einen landespräventionsrat einzurichten die erklärten ziele waren zum einen das subjektive sicherheitsgefühl der bürger zu verbessern und zum anderen das kriminalitätsaufkommen zu verringern diese gründung trug der erfahrung und erkenntnis rechnung dass allein mit repressiven maßnahmen kriminalität nicht nachhaltig bekämpft werden könne prävention ist damit teil einer sicherheitspolitik die weniger auf die symptome als vielmehr auf die wurzeln von kriminalität abzielt prävention ist eine haltung die abhängig ist von unserem menschenbild und unserem demokratieverständnis und die um das empfindliche gleichgewicht von freiheit und sicherheit weiß wenn demokratie wenn unser demokratischer staat gelingen soll braucht es den gestaltungswillen von uns allen und unsere fähigkeit mit dem gegenüber dem nachbarn und der mitbürgerin zu ringen um das was wahr und wahrhaftig was schön und wertvoll was richtig und falsch ist und es braucht unsere bereitschaft für die gemeinsamen ziele und für die miteinander verabredeten grundwerte aktiv einzustehen und verantwortung für unser gemeinwesen den staat und die gesellschaft zu übernehmen prävention hat nicht nur die aufgabe kriminalität zu verhindern sondern auch das ziel dafür sorge zu tragen dass menschen sich wohl fühlen in ihrer haut und in ihrer engeren und weiteren umgebung zum wohlfühlen gehört das gefühl angenommen zu sein wertgeschätzt zu werden einen platz zu haben und sich ohne angst frei bewegen zu können dies gilt für alte und junge inländer und ausländer jungen und mädchen sind normen klar definiert ist auch die normabweichung klar zu erkennen werden jedoch verletzungen der geltenden normen von großen teilen der gesellschaft ignoriert oder gar toleriert treten verunsicherungen auf eine gesellschaft in der jener zum trottel wird der sich an die regeln hält und jener zum sieger der sich vorrangig an eigenen bedürfnissen vorteilen und materiellem erfolg orientiert gibt ihre sicherheit auf verliert ihre konturen und orientierungen ist in der tat aus den fugen prävention braucht geduld und einen langen atem das war immer eine große herausforderung ­ und wird es bleiben der strafrechtsreformer v liszt formulierte 1905 die beste kriminalprävention ist eine gute sozialpolitik sozialpolitik ist jedoch nicht die spezialität von professionellen minderheiten sondern eine gesamtgesellschaftliche aufgabe die stimmung in unserer gesellschaft ihr umgang mit not angst aggression und beziehungslosigkeit geht uns alle an ma ga z in 0510 vdw zieht sich aus lpr-vorstand zurück hannover wenn es um erfolgreiche präventionsarbeit in quartieren und stadtteilen geht sind die wohnungsunternehmen wichtige partner das hat vdw-verbandsdirektor bernd meyer bei der podiumsdiskussion während des diesjährigen landespräventionstages in hannover betont sicherheit im städtebau sei für die wohnungswirtschaft seit jahren ein wichtiges thema fügte meyer hinzu deshalb engagiere sich der verband auch tatkräftig im landespräventionsrat und sei gründungsmitglied der sicherheitspartnerschaft an der gesprächsrunde nahmen außerdem unter anderem ministerin aygül Özkan und prof dr christian pfeiffer leiter des kriminologischen forschungsinstituts niedersachsen teil 10 zuvor hatte bereits justizminister bernd busemann die engagierte präventionsarbeit der im land aktiven vereine und institutionen gelobt sein ganz besonderer dank galt sigrid maier-knapp-herbst die präsidentin der klosterkammer hatte den lpr seit seiner gründung mitte der 1990er jahre geleitet mit ablauf der wahlperiode übergab sie ihr amt an prof dr ute ingrid haas die mit breiter mehrheit gewählt wurde auch der vdw hat sich aus dem vorstand des lpr zurückgezogen carsten ens hatte den verband fast zehn jahre in dem gremium vertreten

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u lihe lwe g uli helweg wurde 1948 in dortmund geboren er studierte architektur und städtebau an der rwth aachen verschiedene berufliche stationen führten ihn nach i gelsenkirchen berlin und kassel 1996 wurde er geschäftsführer der wasserstadt gmbh in berlin seit 2006 leitet er die geschicke der iba hamburg gmbh woh nqua rtier edes 2 1 j ahr hu n d er t s konzepte und projekte der internationalen bauausstellung hamburg 2013 ma ga z in 0510 wie man wohnt so lebt man auf diese einfache formel könnte man das ergebnis einer jüngst erschienen studie im auftrag der bertelsmannstiftung bringen die forscher fanden heraus dass kinder und jugendliche in wohnquartieren mit schlechten städtebaulichen bedingungen deutlich öfter krank übergewichtig und weniger lernfähig waren als in quartieren mit bewegungsmöglichkeiten und großzügigen grünflächen auch bei den müttern wurden deutliche unterschiede festgestellt in den schlechten quartieren lag der anteil der frauen die in der schwangerschaft rauchen deutlich über denen des durchschnitts und erst recht über der entsprechenden quote in den quartieren mit guter städtebaulicher qualität der clou in der untersuchung ist jedoch dass der zusammenhang zwischen quartiersqualität und gesundheit und bildungschancen unabhängig vom sozialen status der bewohner gilt so sitzen mittelschichtskinder in belasteten quartieren deutlich häufiger vor dem computer und bewegen sich weniger als der nachwuchs der gleichen sozialen gruppe in guten wohnquartieren der einfluß der wohnquartiere auf das leben der menschen bestimmt die städtebauliche diskussion nicht erst seit heute zille hatte angesichts der skandalösen hygienischen zustände in den mietskasernen des 19 jahrhunderts den viel zitierten satz von der wohnung geprägt mit der man einen menschen erschlagen kann die frage ist also wie müssen die wohnquartiere der zukunft aussehen um ihren bewohnern insbesondere aber auch den kindern und jugendlichen optimale entwicklungschancen zu bieten die antwort auf diese frage ist nicht ganz einfach da ­ wie die geschichte zeigt ­ städtebau und architektur sehr eng mit den formen und der organisation von arbeit und produktion zusammenhängen die mietskasernenquartiere des 19 jahrhunderts waren eine direkte folge der sich überstürzenden industrialisierung in den großstädten und eines sozialpolitisch desinteressierten nachwächterstaates ­ wie ferdinand lassalle den staat des manchester-kapitalismus nannte die gartenstadtbewegung der genossenschaftliche und soziale wohnungsbau und die charta von athen waren die sozialpolitisch fortschrittlichen antworten darauf schon früh spielten dabei übrigens bauausstellungen eine große rolle so zeigte beispielsweise die bauausstellung in stuttgart 1924/27 nicht nur moderne wohnungen die viel licht luft und sonne boten die aktivisten des neuen bauens waren öffentliche und genossenschaftliche wohnungsunternehmen die nicht nur zu den träger des sozialen wohnungsbaus des 20 jahrhunderts wurden sondern auch zu den motoren neuer wirtschaftlicher bauweisen soziale und technologische innovationen gingen bei den pionieren der moderne zusammen ib a von der aufgelockerten und gegliederten zur urbanen und geteilten stadt die großen wohnsiedlungen der moderne seit den 20er jahren waren die sozialpolitische antwort auf die wohnungsnot des industriearbeiters die aus der gartenstadtbewegung kommenden einfamilienhausgebiete am stadtrand versprachen die idylle vom ordentlichen familienleben des wohlhabenden mittelstandes im letzten drittel des 20 jahrhunderts verloren die traditionellen milieus der industriegesellschaft in den städten zunehmend an boden die klassische familie stellt heute in den großen städten nur noch eine minderheit dar die soziale struktur in den städten hat sich im zuge der ökonomischen globalisierung der entindustrialisierung der städte der zunehmenden qualifizierung und beruflichen mobilität von frauen und der internationalen migrationsbewegungen deutlich diversifiziert die siedlungskonzepte des 20 jahrhunderts wussten auf die veränderten wohn und lebensbedürfnisse keine angemessene antwort der neue heimat skandal 1982 muss aus heutiger sicht wie ein menetekel an den wänden der großsiedlungen der moderne gelesen werden zumal gleichzeitig die alten urbanen quartiere durch hausbesetzer künstler migranten wieder entdeckt wurden auch hier spielte eine iba eine nicht unwesentlich rolle die iba berlin 1984/87 die sich die kritische rekonstruktion josef paul kleihues und die stadtreparatur hardt-waltherr hämer der stadt des 19 jahrhunderts auf die fahnen geschrieben hatte plötzlich trat auch ein neuer in wahrheit alter bauherr wieder auf den plan der stadtbürger er war es der im 18 und 11

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neue quartiere braucht die stadt im rahmen der iba hamburg wird unter dem leitthema metrozonen ­ stadt in der stadt bauen der versuch unternommen neue attraktive urbane räume für die quartiersentwicklung innerhalb der stadt zu erschließen die coolen gründerzeitquartiere à la ottensen schanzenviertel eppendorf usw sind nun einmal nicht vermehrbar aber auch die alten rezepte der moderne ­ ein zweites oder drittes allermöhe ­ versprechen keine entlastung vom aufwertungsdruck in den szenevierteln die quartiere des 21 jahrhunderts müssen aus vielerlei ökologischen und ökonomischen gründen innerhalb der gewachsenen stadt liegen das heißt es muss in zukunft mehr stadt in der stadt gebaut werden in hamburg lassen sich gegenwärtig drei flächenmäßig bedeutende räumliche potentia ma ga z in 0510 19 jahrhundert als kaufmann handwerker arzt notar unsere städte gebaut hatte und der nach der okkupation der stadt durch industrie verkehr und spekulation in der 2 hälfte des 19 jahrhunderts in die villen und einfamilienhausvororte geflohen war seit den 80er jahren des letzten jahrhunderts sind es die unzähligen baugemeinschaften privatanleger baugruppen einzelbauherrn bgb-gesellschaften kleingenossenschaften usw die sich um die historischen quartiere gekümmert haben aber auch die traditionellen wohnungsbaugesellschaften und genossenschaften haben ihre lektionen nach dem neue heimat skandal gelernt und sind zu wichtigen akteuren der stadterneuerung geworden heute allerdings so sieht man nicht nur in hamburg werden auch die grenzen der renaissance der stadt deutlich immer häufiger klagen eingesessene mieter in den angesagten szenevierteln über mietsteigerung und verdrängung verschärft wird der sozialpolitische konfliktstoff durch die in den letzten jahren kontinuierlich gesunkene zahl von neubauwohnungen in hamburg ­ und nicht nur hier ­ zeichnet sich eine doppelte polarisierung ab auf der einen seite steigen die mieten und preise für eigentumswohnungen kontinuierlich während die immobilienpreise im umland seit jahren rückläufig sind zum anderen öffnet sich eine schere zwischen attraktiven und vernachlässigten gebieten innerhalb der stadt während in der letzten dekade die mieten grundstückspreise und kaufpreise in stadtteilen wie st pauli oder ottensen explodierten siehe nebenstehende grafik sind sie in städtebaulich und sozial benachteiligten räumen wie wilhelmsburg ebenso signifikant gefallen man muss den eindruck gewinnen dass das idealbild der stadt der moderne die aufgelockerte und gegliederte stadt göderitz einem neuen gewichen ist nämlich der urbanen und geteilten stadt dass dieses neue ­ und hier in der kürze notwendigerweise verkürzt ­ dargestellte entwicklungsmodell einer sozial und immobilienwirtschaftlich polarisierten stadt auf dauer nicht gut gehen kann liegt auf der hand preisentwicklung eigentumswohnungen im bestand 2000 ­ 2009 quelle lbs marktberichte internationale bauausstellung iba hamburg gmbh preisentwicklung eigentumswohnungen im bestand 2000 ­ 2009 ­ angaben in euro/m² quelle lbs-marktberichte 2009 2000 2009 2000 2009 2000 2009 2000 2009 2000 internationale bauausstellung iba hamburg gmbh 12

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le für diesen neuen urbanen stadtbau ausmachen konversionsflächen wie z b die hafencity oder der bahnhof altona untergenutzte gewerbe und hafenflächen wie z b die harburger schlossinsel oder in zukunft der kleine grasbrook oder innerstädtische peripherien und randbereiche sog metrozonen wie z.b wilhelmsburg die veddel oder große teile des östlichen innenstadtrandes die aufgabe besteht darin hier neue innerstädtischen quartiere zu entwickeln die einerseits urbane qualitäten wie gute verkehrsanbindung wasserbezug attraktive grün und freiflächen gute bildungs und versorgungseinrichtungen bezahlbare wohnungen und häuser bieten andererseits soll jedoch auch eine gute nachbarschaft zu den dort jetzt vorhandenen meist arbeitsplatzwirksamen nutzungen wie hafen industrie und gewerbe gesucht werden es geht also darum die neuen urbanen orte in der stadt als quartiere des sowohl-als-auch der arbeit und des wohnens der städtischen mobilität und des rückzugs des urbanen und des vorstädtischen des nachbarschaftlichen und globalen zu entwickeln dafür müssen neue nicht nostalgisch am klischee des 19 jahrhunderts klebende städtebauliche und architektonische konzepte und bilder von stadt entworfen werden die die besonderen begabungen des jeweiligen ortes unterstützen und nutzbar machen ­ wie in wilhelmsburg zum beispiel das wasser und die großartigen grün und naturräume die vorhandenen industriellen infrastrukturen müssen aktiv in den urbanisierungsprozess einbezogen und neu bewertet werden so wird im rahmen der iba rund um den spreehafen ein bisher durch den zollzaun abgeschottetes hafenbecken für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht aus einer ehemaligen mülldeponie wird ein energieberg mit aussichtsplattform ein alter flakbunker wird zu einem regenerativen kraftwerk mit café und dokumentationszentrum umgebaut die den stadtteil durchschneidende bundesstraße b4/b75 wird verlegt und für alle anwohner der lärmschutz verbessert die durch industrie und logistiknutzungen versperrten ufer der elbe werden zumindest punktuell zugänglich gemacht eine attraktive fläche im hafengebiet am reiherstieg wird dauerhaft für ein open air musikfestival dockville genutzt um nur ein paar beispiele zu nennen die neuen urbanen wohnquartiere des 21 jahrhunderts müssen ein neues verhältnis zu arbeit und produktion in der stadt finden sowie umgekehrt die bastionen der industrieepoche sich der neuen stadt einer zweiten ökologischen moderne öffnen müssen ansätze dazu sind in hamburg ­ z b was das verhältnis von hafen und stadt angeht ­ in den letzten jahren durchaus zu erkennen ist für eine neue stadtverträglichkeit von arbeit und wohnen müssen auch innovative städtebauliche und architektonische lösungen gefunden werden die neuen quartiere brauchen eine urbane architektur mit hohen freiraumqualitäten und exzellenter infrastrukturversorgung mit einfamilienhaustypologien des umlandes lässt sich keine stadt in der stadt bauen die hafencity hat am beispiel des lärmschutzes beispielhafte lösungen für ein solches nebeneinander von wohnen und arbeiten erarbeitet die bundesweit schule gemacht haben die neue architektur bietet neue antworten auf die bedürfnisse und lebenssituationen der stadtbewohner die häuser müssen vielfältig nutzbar individuell ökologisch verantwortlich und wertbeständig sein die iba hamburg versucht in vier themenfeldern auf diese neuen anforderungen an die architektur in den quartieren des 21 jahrhunderts einzugehen im themenfeld smart material houses werden häuser gebaut die nicht nur im energieverbrauch sondern in der gesamten betrachtung des lebenszyklus nachhaltig und energieeffzient sind bei den smart price häusern soll gezeigt werden dass auch in urbanen lagen mit höherer dichte attraktiver und preiswerter wohnraum für menschen mit mittlerem oder niedrigem einkommen geschaffen werden kann die hybrid houses reagieren auf wechselnde lebenssituationen des städters singlehaushalt wachsen und schrumpfen der familie wohnen und arbeiten mehrgenerationenwohnen ­ alles im selben haus schließlich zeigen die waterhouses dass es möglich ist auch in temporär überschwemmungsgefährdeten oder sogar ständig überfluteten gebieten attraktiv zu wohnen und zu leben insgesamt werden in der neuen wilhelmsburger mitte am eingang zur internationalen gartenschau 2013 ca 150 wohneinheiten in modellhäusern gebaut es entsteht ein modellquartier des 21 jahrhunderts in unmittelbarer nähe zu s-bahnstation und einkaufszentrum wilhelmsburg umgeben vom wilhelmsburger inselpark mit schwimmbad kletter und basketballhalle kanukanälen und joggingstrecken die neue stadt in der stadt ist eine chance den trend zurück in die stadt aufzugreifen und auf die gebiete zu lenken die bisher eher auf der schattenseite der stadt lagen nur so lassen sich die tendenzen zur polarisierung der stadtquartiere aufhalten und die sich abzeichnenden konflikte um das recht auf stadt um gentrification ­ also aufwertung durch verdrängung in den historischen quartieren ­ entschärfen historisch ist diese aufgabe ebenso anspruchsvoll wie die erfindung des modernen siedlungsbaus vor hundert jahren damals wie heute sind es die pioniere der neuen stadt die verantwortung übernehmen und voran gehen wäre der aufbruch in diese neue zweite moderne der europäischen stadt nicht auch eine aufgabe für die pioniere der ersten 13 ma ga z in 0510 ib a

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