Kickoff 2/2013 swisspor deutsch Kundenmagazin

 

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Kickoff 2/2013 swisspor deutsch Kundenmagazin

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• kickoff Kundeninformation der swisspor AG · Ausgabe Nr. 2 · 2013 vizra S S hweiz c se Suis s era vizz

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4 Svizra S chweiz se Suis s 12 20 ch lachda kurs F in Dulliken Fach er n rarbeit sunge illö r Ve – Deta kurs fü Tages rBIKUTOP o swissp era vizz 16 g reibun Aussch Fachkurs hinterlüftete Fassade Tageskurs für Bauführer & Projektleiter in Dulliken Ausschreibung herung Fachkurs Absturzsic Ausschreibung Tageskurs PSAgA in Dulliken 22

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8 Inhalt 4 swisspor, das ist Swiss pur swisspor steht für erstklassige Dämmstoffe und Abdichtungen und die Verbundenheit mit dem Wirtschaftsstandort Schweiz 8 Wir sehen uns als Innovationsdrehscheibe Interview mit Messeleiter Rudolf Pfander 12 Mission Sportpark Bergholz erfüllt Enorme Energieleistung aller Beteiligten ermöglicht einzigartigen Erfolg 16 Logistische Meisterleistung für den Logistikexperten Logistik-Center 2 in Pratteln: swisspor bewies aufs Neue seine millimetergenaue und minutengenaue Präzision 20 Von der Baustelle zur Schaustelle swisspor und seine Verarbeitungspartner machen sich sichtbar 24 22 Wir bringen Sie weiter – Fachkurse mit swisspor Interessante und lehrreiche Fachkurse 24 Vorhang auf Swissbau in Basel 2014

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‘‘ 4 swisspor, das ist Swiss

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pur ’’ vizra S S swisspor steht für erstklassige Dämmstoffe und Abdichtungen und die Verbundenheit mit dem Wirtschaftsstandort Schweiz. Unsere Produkte produzieren wir in der Schweiz und sichern so langfristig Arbeitsplätze und garantieren beste Qualität in unserem gesamten, vollumfänglichen Produktsortiment. Wir bei swisspor leben Swissness. Wenn Arbeitsplätze in der Schweiz verloren gehen, dann ist das oft das Resultat einer Produktionsverlagerung. Für viele Unternehmen scheint die Verlagerung der Produktion in die Eurozone oder nach Asien ein unausweichlicher Schritt zu sein, um wettbewerbsfähig zu bleiben oder die Erträge zu steigern. Das hat wieder zur Folge, dass das BIP-Potenzial beeinträchtigt wird. Von 1993 bis 2004 ist die Beschäftigung im schweizerischen Industriesektor um 13 Prozent zurückgegangen. In Zahlen gesprochen bedeutet ein Minus von 140 000 Arbeitsplätzen. In derselben Zeit wurden hingegen im Ausland von Schweizer Unternehmen rund 200 000 Industriearbeitsplätze geschaffen (Quelle: Bundesamt für Statistik BFS). Diese Tendenz blieb in den letzten Jahren beständig. Wie das Bundesamt für Statistik in diesem September kommuniziert hat, nahm die Produktion in der Industrie im zweiten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,1 Prozent ab. Für die swisspor Schweiz war und ist die Verlagerung der Produktion ins Ausland kein Thema. Ganz im Gegenteil: Unsere Strategie ist es, in der Schweiz weitere Stellen zu schaffen und so den Wirtschaftsstandort Schweiz zu fördern und zu sichern. Mit sieben Produktionsbetrieben in der Deutsch- und Westschweiz, in welchen insgesamt rund 485 Personen beschäftigt sind, setzen wir ein klares Zeichen und bekennen uns zur Schweizer Wirtschaft. Davon profitieren nicht nur Arbeitskräfte und Gemeinden dank Steuereinnahmen, sondern auch wir als swisspor. 5 hweiz c se Suis s era vizz

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Dulliken Rothrist Boswil Steinhausen Bilten 6 Châtel-St-Denis Turtmann Wir produzieren da, wo wir Steuern zahlen Steuereinnahmen sind für Bund, Kantone und Gemeinden zentral für Wirtschaftswachstum, Wohlstand und Beschäftigung. Je mehr Unternehmen ihre Steuern im Ausland bezahlen, desto stärker wird auch jeder Einzelne als Steuerzahler in der Schweiz in Mitleidenschaft gezogen und muss für den Ausgleich in der Steuerkasse sorgen. Die swisspor hat sich entschieden, Verantwortung zu tragen und den Wirtschaftsstandort Schweiz zu stützen. Deshalb investieren wir in unsere sieben Produktionsstandorte in der Schweiz, generieren Mehrwert und schaffen Arbeitsplätze. Denn nur so können wir als Unternehmen auch von der erstklassigen Infrastruktur und dem hohen Bildungsstandard in der Schweiz profitieren. Das wiederum wirkt sich auf unsere Leistungen und unsere Produkte positiv aus. Schweizer Qualität ist unser Versprechen Mit dem Begriff «Schweizer Qualität» wird oft und gerne geworben. Die Schweiz hat nicht nur im Inland, sondern auch global ein gutes Image und steht für Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit. Das Credo wird aber gerne auch überstrapaziert und nicht überall, wo Schweiz draufsteht, ist auch wirklich Schweiz drin. Dasselbe gilt für den Begriff «Qualität», der viel Interpretationsspielraum zulässt. Wir bei swisspor haben eine klare Philosopie und Vorstellung, was echte Swissness und hervorragende Qualität bedeuten. So sind wir nach ISO-9001 und ISO-14001 zertifiziert. Jährlich werden von der externen, unabhängigen Zertifizierungsstelle (DQS) Qualitätsaudits in unseren Betrieben durchgeführt. Unser internes Qualitätsmanagement fühlt zudem mit eigenen Audits den

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Die Vielfältigkeit der Schweiz ist der Motor für die Innovationskraft von Schweizer Unternehmen wie swisspor! 7 Puls unserer Arbeit, um sicherzustellen, dass Qualitätsrichtlinien eingehalten werden und sich der Kunde am Schluss über ein perfektes Produkt freuen kann. Nicht nur bei den Produkten, die wir fertigen, achten wir auf höchste Qualität. Auch unsere Produktionsanlagen und -maschinen wählen wir sorgfältig aus und setzen wenn immer möglich auf schweizerische oder zumindest europäische Hersteller. Dabei berücksichtigen wir stets Lieferanten, die selbst genauso Wert auf Qualität legen, wie wir dies tun. Fehler zu reduzieren und auf ein Minimum zu beschränken ist einer unserer wichtigsten Qualitätsfaktoren. Wir automatisieren unsere Produktionsanlagen deshalb so weit wie möglich und unsere Labors führen regelmässig Stichproben während des Produktionsprozesses durch. Dabei wird geprüft, ob Material und Verarbeitung den swisspor Qualitätsanforderungen entsprechen. Durchdachte Prozesse und smarte Mitarbeiter für beste Dämmstoffe In den letzten Jahren hat sich swisspor vertieft mit den Produktionsprozessen im Unternehmen auseinandergesetzt, die- se immer weiter optimiert und den Bedürfnissen des Marktes angepasst. Was der Markt verlangt, sind einwandfreie Produkte, die zum gewünschten Zeitpunkt verfügbar sind. Eine Just-in-time-Produktion und -Lieferung ist Alltag im Hause swisspor. Auch dank der hohen Automatisierung der Produktion können wir diesen Bedürfnissen Rechnung tragen. Sämtliche Produktionsschritte werden mittels Steuerungen überwacht, welche der Lieferant der jeweiligen Produktionsanlage gemäss unseren Ansprüchen programmiert hat. Unsere Produktionsanlagen werden oftmals rund um die Uhr und bis zu sieben Tage in der Woche betrieben. Dies hat zur Folge, dass grosse Serien gefahren werden können, womit wiederum eine hohe Kontinuität und Prozessstabilität im Produktionsprozess sichergestellt werden kann. Aber nicht nur Maschinen, sondern in erster Linie die Menschen, die an den Maschinen und überhaupt bei uns arbeiten, sind das Erfolgsrezept für hervorragende Dämmstoffprodukte. Langjährige Erfahrung im Umgang mit den Produktionsanlagen und fundierte Kenntnisse in der Materie machen sie zu unserem wertvollsten Gut und einem Garant für Schweizer Qualität. Wir sind swisspor und Swiss pur.

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‘‘ Wir sehen uns als Innovationsdrehscheibe Die Schweizer Baubranche trifft sich alle zwei Jahre auf der Swissbau in Basel. Im nächsten Januar ist es wieder so weit. «kickoff» im Gespräch mit Messeleiter Rudolf Pfander. bau und Gebäudehülle. Ergänzt werden diese drei Segmente durch den Bereich «Konzept und Planung», wo vor allem baubezogene Softwarelösungen gezeigt werden. Diese Gliederung hat sich bewährt und ist auf die verschiedenen Hallen des Messeplatzes in Basel abgestimmt. Interview: Jost Dubacher; Bilder: Ben Huggler kickoff: Die Swissbau ist die drittgrösste Fachmesse der Schweiz; hinter der Uhren- und Schmuckmesse Basel World und der Art Basel. Spiegelt sich darin die volkswirtschaftliche Bedeutung der Bauwirtschaft wider? Rudolf Pfander: Das ist so. Gemäss Statistik trägt das Baugewerbe 10 Prozent zum Schweizer Bruttoinlandsprodukt bei. Ausserdem gehörte die Baubranche gerade in den letzten – für die Exportwirtschaft schwierigen – Jahren zu den Stützen der Konjunktur und war ein Garant für Wachstum und Beschäftigung. Die Swissbau bezeichnet sich als Schweizer Leitmesse und als eine der führenden Fachmessen Europas. Worauf stützt sich diese Aussage? Leitmessen sind dadurch charakterisiert, dass die Hersteller und Markenartikler selber mit eigenen Ständen auftreten; dass sie sich also nicht von ihren lokalen oder regionalen Vertriebspartnern vertreten lassen. Bei uns ist das der Fall. Für die europäische Bedeutung spricht die Tatsache, dass knapp 20 Prozent der Aussteller aus dem Ausland kommen; wobei die Schweizer Niederlassungen von ausländischen Grossfirmen in dieser Zahl nicht eingerechnet sind. Wer die Swissbau besucht, erhält Einblick in die Entwicklung des europäischen Baumarkts. Was tun Sie, damit der Besucher in der überwältigenden Fülle der Produkte und Informationen nicht den Überblick verliert? Wie seit Jahren präsentiert sich auch die Swissbau 2014 mit den Bereichen Gebäudetechnik, Innenausbau sowie Roh- Es gab eine Zeit, da galt es als schick, das Messewesen als Auslaufmodell zu bezeichnen. Das Internet – so wurde gesagt − werde die Vernetzungsfunktionen der Messen über kurz oder lang an sich ziehen. Wie stehen Sie dazu? Ich persönlich sehe kein Entweder-oder von physischer Messe und Internet. Es braucht beides. Wir betreiben unter dem Jahr zum Beispiel die Branchenplattform swissbau24 oder den Swissbau-Focus-Blog und sind gleichzeitig davon überzeugt, dass die fünf Messetage Ende Januar unverzichtbar sind. Auf der letzten Swissbau 2012 haben Sie die Ausstellung erstmals um den Fachkongress «Swissbau Focus» erweitert. Warum? Wir verstehen die Swissbau mehr und mehr als Innovationsdrehscheibe. Dies übrigens gestützt auf Besucherumfragen. Kein anderes Thema wird bei der Frage nach den Messebesuchszielen mehr genannt als «Neuerungen/Neuheiten». Deshalb wollen wir auf unserer Kompetenzplattform Focus einen Blick in die Zukunft werfen. Wir wollen die Vertreter von Industrie, Hochschulen, Verbänden und öffentlicher Hand miteinander ins Gespräch bringen. ’’ 9 Lesen Sie weiter auf Seite 10 ➔ ➔ ➔

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Findet der Austausch zwischen diesen Gruppierungen nicht ohnehin statt? Ich denke da an die Fachgremien des Branchendachverbandes bauenschweiz, des SIA oder der diversen Label-Organisationen. Selbstverständlich gibt es verschiedene Foren, in denen an der Weiterentwicklung des Bauens in der Schweiz gearbeitet wird. Ich denke aber, dass wir als Messe einen entscheidenden Vorteil haben: Wir können auf einer Kompetenzplattform die Probleme diskutieren und in der Ausstellung die entsprechenden Lösungen präsentieren; und zwar entlang der ganzen Wertschöpfungskette: von der Planung über die Erstellung bis zum Betrieb eines Gebäudes. Können Sie ein Beispiel dafür nennen? Spontan kommt mir das Thema Sonnenenergie in den Sinn: Im Rahmen der Swissbau Focus 2012 wurde über das Haus als Kraftwerk diskutiert, und in der Ausstellung konnte man die Anbieter von Dachziegeln mit integrierter Photovoltaik antreffen. Im Rahmen der ersten Swissbau Focus haben Sie 50 Veranstaltungen durchgeführt. Wie war das Echo? Wir zählten rund 6000 Besucher. Ein beachtlicher Erfolg und ein Zeichen, dass die Plattform sowohl für die Branchenverbände und Institutionen wie auch für die Besucher einem echten Bedürfnis entspricht. Diesen Steilpass nehmen wir gerne auf. Das Leitmotiv 2014 wird erneut das nachhaltige Bauen und Erneuern sein; dies in der festen Überzeugung, dass die ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit für die Bauwirtschaft eine zentrale Herausforderung darstellt. Was erwartet die Messebesucher? Wir haben die Thematik auf vier Teilaspekte runtergebrochen, für die jeweils ein Tag reserviert ist. Bildung und Bauwirtschaft, Immobilien im Lebenszyklus, Energiestrategie 2050 und Verdichtung. Gehen wir der Reihe nach. Wie sieht es mit der Ausund Weiterbildung in der Baubranche aus? Die Baubranche leidet unter einem starken Fachkräftemangel. Es fehlen uns namentlich Profis mit Cleantech-Kompetenzen zur Umsetzung der Energiewende. Walter Steinmann, der Direktor des Bundesamtes für Energie (BFE) sagte dazu in einem Interview auf Ihrem Blog swissbau.ch/blog: «Ich wünsche mir, dass es in Zukunft unmöglich ist, dass jemand am Ende des Studiums sich nicht umfassend mit Fragen der Energieeffizienz in Gebäuden befasst hat.» Eine deutliche Kritik an den Hochschulen. Tatsächlich stellt sich die Frage, ob man die Berufsbildung und die Studiengänge an den Hochschulen nicht vermehrt und schneller den Herausforderungen und Bedürfnissen der Gesellschaft und der Wirtschaft anpassen müsste. Welche Ansätze bringt die Swissbau zum Thema Energiestrategie 2050? Die Hälfte der in der Schweiz verbrauchten Energie fliesst in den Unterhalt von Gebäuden. Wenn die Energiewende gelingen soll, muss dieser Verbrauch bis 2050 halbiert werden. Es handelt sich hier um eine politische Vorgabe, der sich die Branche stellen muss; genauso wie der vom Volk am 3. März dieses Jahres angenommenen Revision des Raumplanungsgesetzes. Hier stellt sich die Frage, wie die viel zitierte «Verdichtung nach innen» konkret aussehen könnte. Das vierte Thema ist: «Immobilien im Lebenszyklus». Wo liegt der Bezug zur Nachhaltigkeit? Grundlage der Diskussion ist eine Faustregel: Bloss ein Drittel der Gesamtkosten eines Gebäudes fällt in der Bauphase an. Oder anders gesagt: Der Betrieb einer Immobilie ist heute doppelt so teuer wie die Erstellung. Vor diesem Hintergrund ist nachhaltiges Bauen ein Bauen, das zu hohen Folgekosten – zum Beispiel für die Heizung und Kühlung – führt. Mit solch komplexen Themen sprechen Sie in erster Linie Fachleute an. Ist das gewollt? Absolut. Nur gut 20 Prozent unserer weit über 100 000 Besucher weisen sich als Privatpersonen aus, denn natürlich sind wir als Fachmesse grundsätzlich auf den professionellen Besucher ausgerichtet. Erheben Sie die Zusammensetzung des Fachpublikums? Die grösste Gruppe sind die Handwerker, die sich bei uns einen Überblick über die neuesten Trends verschaffen wollen. Dann kommen die Architekten, die 19 Prozent der Besucher stellen, gefolgt von den Ingenieuren und Fachplanern mit je rund 10 Prozent. Wichtiger als diese Prozentzahlen scheinen mir indes die absoluten Zahlen, vor allem im Hinblick auf die Vertretung der Architekten. Es gibt in der Schweiz rund 30 000 Architekten, von denen mehr als die Hälfte einen oder mehrere Tage auf der Swissbau verbringen. 10

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Rudolf Pfander durchlief eine kaufmännische Grundausbildung und absolvierte ein Nachdiplomstudium in Business Management. Seit 2000 ist der 48-Jährige bei der MCH Messe Schweiz (Basel) AG beschäftigt und seit 2007 Leiter der Swissbau. Während der Messetage führt er ein Team von 200 Mitarbeitern. Pfander lebt in den eigenen vier Wänden im Basler Vorort Riehen. Das spricht für die Relevanz der Swissbau als Beschaffungs- und Informationsplattform ... … und ist natürlich auch sehr attraktiv für die ausstellenden Firmen, denn die Architekten stehen in der Entscheidungskette sehr weit oben. Unsere Erhebungen zeigen, dass drei Viertel der Aussteller gezielt Architekten und Planer ansprechen – nebst ihren direkten Kunden natürlich. Die Architekten nehmen in der Schweizer Bauwirtschaft eine sehr starke Stellung ein; eine weit stärkere als ihre Kollegen im Ausland. Was sind Ihrer Meinung nach die Gründe dafür? Man muss sehen, dass 75 Prozent des Schweizer Immobilienbestandes im Besitz von Familien und Einzelpersonen sind. Diese Eigentümer sind angesichts der steigenden Komplexität des Bauwesens auf einen professionellen Interessenvertreter angewiesen, diese Rolle übernimmt in der Schweiz sehr oft der Architekt. So kommt es, dass den Architekten, die im Ausland oft nur Entwerfer sind, hierzulande immer mehr Planungs- und Entscheidungsfunktionen zuwachsen. Die Kapitalmärkte kriseln, die Nachfrage nach Wohn-, Büro- und Gewerberaum ist zumindest in der Schweiz sehr stabil. Das zieht Investoren an. Wie stark sind sie auf der Swissbau vertreten? Bei der Swissbau 2012 lag die Quote bei 8 Prozent, worin wir natürlich eine Bestätigung unserer Strategie sehen. Aber eines möchte ich bei aller Freude über Quantität und Qualität des Besucheraufkommens betonen: Im Zentrum der Swissbau stehen unsere Aussteller. Sie sind es, die − zusammen mit den Branchenverbänden, Behörden, Hochschulen und Referenten im Swissbau Focus – die Messe attraktiv machen. Als Messeleiter bin ich auf Aussteller angewiesen, die sich mit ihren Ständen von der besten Seite zeigen; so wie es die swisspor-Gruppe bisher immer getan hat. Diese Blumen nehmen wir gerne entgegen … Ich darf sagen, dass der swisspor Stand jeweils ein Highlight darstellt und insofern auch ein Aushängeschild der Messe ist. Für die Swissbau 2014 arbeiten wir mit dem bekannten Architekten Stefan Cadosch zusammen. Er hat einen Stand entworfen, der zweistöckig und begehbar ist, und wir hoffen natürlich, dass er unseren Gästen gefallen wird. Umgekehrt sind wir natürlich gespannt auf das neue Messegebäude von Herzog & de Meuron. Was bedeutet der Neubau für Sie? Wir haben deutlich mehr Raum und bieten Ausstellern und Besuchern eine moderne Infrastruktur, wie sie an keinem anderen Ort in der Schweiz zu finden ist. Ich bin überzeugt, dass die Swissbau 2014 ein voller Erfolg wird. 11

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12 Mission Sportpar Bergholz erfüllt

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‘‘ Ein Hallenbad mit Fussballstadion und Eishalle sowie ein Freibad zu bauen ist eine Sache. Das Ganze in nur 16 Monaten zu bewältigen, eine andere. Ein (fast) abschliessender Bericht über eine einzigartige Herausforderung inklusive innovativer MinergieZertifizierung, Montage in eiskalten Kellern und einer energetisch optimalen Wärmedämmung mit swissporXPS. 13 rk Enorme Energieleistung aller Beteiligten ermöglicht einzigartigen Erfolg Auch wenn mit dem Abschluss des Projekts Sportpark Bergholz im Herbst 2013 nochmals eine heisse Phase beginnt: Die wichtigsten Meilensteine sind geschafft. Das Fussballstadion und die Eishalle wurden rechtzeitig zum jeweiligen Saisonstart übergeben und auch bei der Inbetriebnahme des Hallenbades ist man auf Kurs. Entscheidend für das Gelingen dieser einmaligen Herausforderung in dem extrem kurzen Zeitraum von nur 16 Monaten war vor allem das intensive Engagement aller beteiligten Mitarbeiter: Nur dank der ausserordentlichen Unterstützung und dem Extraplus an Leistung der vielen beteiligten Bau-Unternehmer war das äusserst enge Timing zu schaffen. Lesen Sie weiter auf Seite 14 ➔ ➔ ➔

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Das neue Fussballstadion 14 Extra-Engagement aller Unternehmer und schnelle Behörden Jeder Bau braucht eine ordentliche Planung und diese lief bei diesem Projekt äusserst schnell: Schon einen Monat nach Einreichung wurden die Pläne mündlich genehmigt, im Januar erfolgte dann die schriftliche Bestätigung der Genehmigung. «Niemand hätte gedacht, dass in dieser kurzen Frist ein so komplexes Bauwerk genehmigt wird», erzählt der Projektleiter des für den Bau verantwortlichen Unternehmens Implenia Schweiz AG Ralf Kern. Hier wurde wohlwollend Rücksicht auf die Wünsche von Bürgern und Anwohnern genommen: Schliesslich wollten diese möglichst bald wieder Fussball spielen, eislaufen und schwimmen gehen. Zur schnellen Genehmigung der Planungen trug natürlich auch die detaillierte und qualitativ sehr gute Ausarbeitung der Planunterlagen bei. Montage der Haustechnik in vereistem Keller Der nächste Stresstest für das ambitionierte Projekt war der relativ lange und harte Winter 2012/13, der insbesondere bei der Erstellung des Rohbaus enorme Schwierigkeiten bereitete. So musste zum Beispiel die Haustechnikfirma in einem vereisten Keller montieren – bei einem entspannten Zeitplan hätte man damit wohl das wärmere Frühjahr abgewartet. Zudem wurden für die Schneeräumung und Enteisung zusätzlich rund 250 000 Schweizer Franken investiert, um den Betrieb im Hochbau überhaupt zu gewährleisten. Ein personeller und finanzieller Mehraufwand, der die Arbeit überhaupt möglich machte – und dennoch hinkte man Ende März dem Zeitplan leicht hinterher. Dementsprechend galt es jetzt für alle Beteiligten, noch mehr «Gas» zu geben und mit viel Engagement den Zeitverlust wieder zu kompensieren. «Eine unglaubliche Leistung aller Beteiligten», meint Ralf Kern anerkennend. Insbesondere die Zusammenarbeit der einzelnen Unternehmen in den Bereichen Elektro, Sanitär, Lüftung und Heizung im Winter sei bemerkenswert reibungslos verlaufen. Trotz schwieriger Wetterbedingungen wird das Timing gehalten Trotz der schwierigen Wetterbedingungen, die das Projekt mit einem nassen Frühjahr über den Winter hinaus begleiteten, konnten die Vorgaben durch das enge Timing doch erfüllt werden: Die Übergabe des Fussballstadions erfolgte wie geplant bereits im Juli, das Eisstadion wurde Ende August zum Trainingsbetrieb freigegeben. Am 15. Oktober erfolgte dann die Gesamtübergabe des Eisstadions sowie des Fussballstadions mit allen Peripherie-Räumen und schlussendlich steht am 4. Dezember die Übergabe des Hallenbades an. «Diese letzte Phase wird nochmals enorm aufwändig», gibt Ralf Kern zu bedenken, ergänzt aber gleich optimistisch: «Wir sind auf einem guten Weg.» Überwachung des Energieverbrauchs für ein weiteres Jahr Ohnehin wird die Fertigstellung des Projekts wohl ein Abschied auf Raten: Gemeinsam mit der Stadt Wil wird überlegt, das Freibad erst im Frühjahr 2014 zu übergeben. Zudem soll das Objekt hinsichtlich des Energieverbrauchs ein Jahr lang von Implenia überwacht werden. Auch in dieser Hinsicht ist das Projekt durchaus aussergewöhnlich: Die MinergieZertifizierung der zentralen energetischen Versorgung eines Hallenbads mit Wellness-Einrichtung, einer Eishalle und eines Fussballplatzes wurde so noch nie konzipiert. So wurde für den Sportpark Bergholz während des Projekts ein völlig neuer Minergie-Standard geschaffen. Ganz nebenbei wurde in enger Abstimmung mit den zuständigen Experten erstmalig ein verbindlicher Minergie-Standard für eine solche Anlage entwickelt. Genauer betrachtet wird im Sportpark Bergholz die Abwärme der Kühlung des Eisstadions zur Beheizung des Hallenbades genutzt, dazu werden zwei grosse Wärmespeicher bewirtschaftet. Speziell diese energetische Wechselwirkung der

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Das neue Eisstadion Abwärme für die Beheizung soll im Betrieb beobachtet und für einen möglichst niedrigen Verbrauch gegebenenfalls noch optimiert werden. Einzigartiges Minergie-Konzept, unterstützt von swissporXPS Ein weiterer, entscheidender Bestandteil des Minergie-Konzepts ist natürlich der richtige Einsatz des entsprechenden Dämmstoffes für den Perimeterbereich. Die Implenia entschied sich für den in der Schweiz produzierten Dämmstoff XPS. Ausschlaggebend waren die bereits mehrfach bewährte und ausgezeichnete Qualität unseres Dämmstoffs sowie die flexiblen Liefermöglichkeiten: Da eine Lagerung des Materials nicht infrage kam, musste das Material nach der Anlieferung sofort verbaut werden. Realisiert werden konnte dies dank unserem bewährte Entladesystem BIG MAMMA. Somit wurden die Standzeiten der swisspor Lkw auf der Baustelle auf ein absolutes zeitliches Minimum reduziert. Insgesamt wurden 10 000 Quadratmeter des Dämmstoffs XPS verbaut. Enormes Interesse der Bevölkerung Nach dem Ablauf der Frist zur Überwachung des Energieverbrauchs heisst es auch für Ralf Kern Abschied nehmen, was ihm vermutlich schon mal leichter gefallen sein dürfte: «Ganz zum Schluss wird es schmerzlich sein, so ein Projekt nach Planung und Umsetzung abzugeben. Es steckt sehr viel Herzblut drin», sagt Ralf Kern. Neben den technischen Gegebenheiten hat ihn auch das enorme Interesse der Bevölkerung am Projekt fasziniert: Die Führung verschiedener Interessengruppen war dabei ebenso spannend wie der Tag der offenen Tür, der bei den Wiler Bürgern auf ein reges Interesse gestossen ist. 15 Projektleiter: Ralf Kern, Implenia am Eingang Ost

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