Vereinszeitung des SC Impuls e.V. 3 -2013

 

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Vereinszeitung des SC Impuls e.V. 3 -2013

Popular Pages


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Zeitschrift des sc im·puls erfurt e.V. Nummer 3-2013 Ansturm beim Radmarathon Sommerfest im Wintergarten Anne Nonstop über den Rennsteig Rennsteigradtour im Wetterhoch Mitteldeutscher Marathon mit besten Bedingungen Impulser in Königsee auf der Erfolgsleiter Volksfest beim Treffurter Stadtlauf

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sc im·puls – Nachrichten Aus der Vorstandssitzung In den Vorstandssitzungen Juli und August standen die Vorbereitung und die Auswertung der Veranstaltungen: - Rennsteigstaffellauf - Zweitage-Rennsteig-Radtour - Erfurter RTF und Radmarathon im Mittelpunkt der Arbeit. Weitere Themen waren der Vereinsstammtisch, das Sommerfest, Ankauf von Vereinskleidung, Änderungsantrag zur Satzung, Nutzungszeiten Sportstätten und das Frauenaktiv-Wochenende. Zur Absicherung der Maßnahmen wurden auf der Grundlage des Haushaltsplanes die notwendigen Beschlüsse gefasst. Der Kommentar Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag Hallennutzungszeiten Fairness Im Sport geht es fair zu. Im Sport geht es fair zu? Spätestens seit Ben Johnson, dem des Dopings überführten kanadischen Sprinters aus den Achtzigern des vergangenen Jahrhunderts, habe ich meine Zweifel. Und damit ich nicht erneut blauäugig auf die Welt des Sports blicke, erneuern in schöner Regelmäßigkeit einige Radfahrer, Schwimmer, Leichtathleten ihre mehr oder weniger gekonnten Betrugsversuche. Doch auf den Leistungssport herabblicken von den sauberen Höhen des Freizeitsports, das traue ich mich denn doch nicht. Einige Mails an den Verein oder an einzelne Mitglieder sind dafür einer von vielen möglichen Beweisen. In diesen Mails wird entsprechend ordentlicher Stammtischrunden-Manier geschimpft, gewettert, gelogen. „Blindhuhn“ ist in diesem Kontext beinahe noch ein sachliches Wort. Selbst von Betrug ist die Rede und von Taschenspielertricks. Vielleicht sind die Absender ja tatsächlich Mitglied eines Stammtisches irgendwo im schönen Thüringer Land. Als ich die ersten derartigen Mails las, war ich entsetzt. Das sollen Menschen mit sportlichen Ambitionen sein? Das sollen Menschen sein, die außerhalb des Lauf- oder Radtrainings ganz normale Kleidung tragen, in gut dotierten Berufen und im öffentlichen Leben zu Hause sind? Inzwischen bin ich ganz ruhig geworden. Ein chinesisches Sprichwort hat mir dabei geholfen: „Wenn du im Recht bist, kannst du es dir leisten, Ruhe zu bewahren.“ Und so sitze ich am Ufer des Flusses meines Lebens und sehe jene in den Fluten vorbeirasen, die mein Leben stören wollten. Vielleicht geht es im Freizeitsport nicht immer fair zu. Aber daran glauben will ich immer noch. Esther GoLDBERG 2 Für das Jahr 2013/2014 haben wir zur Absicherung unseres Trainings nachfolgende Hallennutzungszeiten vom Erfurter Sportbetrieb erhalten: Dienstag, Leichtathletik-Halle, 18:30 – 20:00, 01.10.13 - 30.04.14, ÜL Birgit Münch Dienstag, Turnhalle RS 07, 18:30 – 20:00, 03.09.13 - Juli 2014, ÜL Manuela Siegfried Donnerstag, Sporthalle Rieth (KraR), 18:00 – 20:00, 03.09.13 – Juli 2014, ÜL Jens Batschkus Donnerstag, Leichtathletik-Halle, 18:30 – 20:00, 01.10.13 – 30.04.14, ÜL Olaf Kleinsteuber Oktober 2013 Höhn, Martina Siegfried, Manuela Münch, Birgit Sparbrod, Moritz Goebel, Peter Teitge, Bärbel Peters, Marion Jesche, Silvo Spangenberg, Annegret November 2013 Hohberg, Sophie Theres Kleb, Elke Gauder, Hartwig Höhn, Ralf Sommer, Martin Traut, Gisela Lehmann, Frank Dezember 2013 Kämmer, Ursula Jesche, Dagmar Grüning, Peter Bennemann, Mark Naumann, Frank Schrock, Sabine Ratzlow, Cordula Pohle, Doris Dawson, Berith 04.10. 05.10. 07.10. 09.10. 10.10. 23.10. 25.10. 29.10. 29.10. 04.11. 06.11. 10.11. 14.11. 22.11. 28.11. 29.11. 01.12. 06.12. 11.12. 19.12. 24.12. 25.12. 26.12. 30.12. 31.12. 50 Dienstag Lauftreff Den ort unseres Lauftreff dienstags am Waldkasino, zu dem alle Mitglieder aber auch Nichtmitglieder des sc im·puls herzlich eingeladen sind, wechseln wir der Jahreszeit angepasst zum 29.10.2013. Bis zum 22.10. treffen wir uns 18:00 am Waldkasino. Ab dem 29.10. laufen wir auf der ega. Treff ist 18:00 am Wirtschaftseingang (Gothaer Platz). Eine erforderliche Berechtigungskarte für das Betreten des ega-Parks gibt es in der Geschäftsstelle des sc im·puls. 65 Athletik-Kurs für Im·pulser In den Monaten November bis Februar werden wir wieder ein gesondertes AthletikTraining durchführen. Es wird jeweils Donnerstag von 19:00 – 20:30 unter Anleitung erfahrener Übungsleiter/innen in der LA-Halle durchgeführt. Eine Teilnahme am Kurs ist nur nach vorheriger Anmeldung in der Geschäftsstelle möglich. Späte Ehrung Im Rahmen des 15.Rennsteigstaffellaufes war der sc im·puls erfurt als Veranstalter noch ein Ehrung schuldig geblieben. Diese galt der Mannschaft mit der größten Laufzeit. Den eigens gestifteten Sonderpokal „Die Lahme Ente“ konnte nachträglich Holger Zscharnt für die Mannschaft K rie chströme in Empfang nehmen. Spende an SV Concordia Erfurt Auch Erfurter Sportvereine haben durch das Juni-Hochwasser Schäden an Gebäuden und Ausrüstung zu beklagen. Einer, der bedingt durch seine Sportart, nah an der Gera gebaut hat, ist der SV Concordia Erfurt. Der sc im·puls erfurt hat den Verein mir einer Spende bei der Beseitigung der Hochwasserschäden unterstützt. im·puls Nummer 3 - 2013

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Sommerfest im Wintergarten sc im·puls – Bericht zu entfalten. Im vergangenen Jahr war Wissen zur olympischen Bewegung gefragt. In diesem Jahr mussten die Teilnehmer aus durchgewürfelten Buchstabenfolgen die entsprechenden Tiere erkennen. Sieger in diesem Quiz war Birgit Münch. Einen besonderer Höhepunkt des Abends waren wieder die von olaf geschossenen Fotos, die aufgrund von Sprechblasen einen ganz neuen Inhalt ergaben. Gemütlich wurde am Abend noch geschunkelt, getanzt und mitgesungen zu den verschiedenen Liedern, die uns der Alleinunterhalter Gerhard gespielt hat. Am späten Abend ging das Sommerfest bei bestem Sommerwetter zu Ende. Text: Andree JEZIoRSKI Ulrike und Heinz neue Champions 45 Mitglieder unseres Vereins feierten am 14. September das traditionelle Sommerfest. In den Tagen vor dem Fest war es sehr kühl und nass. Deshalb wurde alles dafür getan, dass keiner friert und sich alle wohl fühlen. So wurde die Terrasse mit den Seitenteilen unserer Zelte abgehangen und die Heizstrahler aus der Garage geholt. Was wäre aber ein Sommerfest ohne sportliche Aktivitäten. So wurden in diesem Jahr die Champions im Gummi-Stiefel-Weit-Ziel-Wurf ermittelt. Nach einem Stechen konnten als Sieger Ulrike Knappe und Heinz Krone gekürt werden. Die Eröffnung unseres Sommerfestes erfolgte dann aber nicht auf der Terrasse sondern vor der neuen, von Heinz geschaffenen Immobilie. Wir sind gespannt, wer die ersten Mieter im Insekten-Hotel sein werden. Bestellungen nimmt Heinz immer gern entgegen. In Gesprächen wurden die Sport- und Urlaubserlebnisse des Sommers ausgetauscht und die Höhepunkte des Restjahres besprochen. Sehr gefreut haben wir uns auch, dass Ronny Gerbach mit seiner Familie zum Sommerfest gekommen war. So konnten wir alle den kleinen Ronny begrüßen, der sich sofort in unserem Kreis wohlfühlte. Pünktlich zur Abendzeit wurde dann durch den Party-Service Bösleben das vielfältige und leckere Buffet geliefert. Es war für jeden Geschmack sowie für den kleinen und großen Hunger etwas dabei. Nach dem Essen galt es wieder, sich aktiv Pokale gespendet Die Pokale aus dem zum Sommerfest durchgeführten GummistiefelZiel-Weitwurf Wettbewerb hatten Ulrike und Heinz für einen guten Zweck gespendet. Über die Stiefel konnte sich Luzie, gemeinsame Enkeltochter von Rosi und Gabi, freuen. Ein erster Testlauf war erfolgreich! im·puls Nummer 3 - 2013 3

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sc im·puls – Bericht Hitzeschlacht mitten im Wald Im·pulser zahlreich beim Schneekopflauf vertreten Die Veranstalter des diesjährigen Schneekopflaufes hatten auch wieder mit dem Wettergott einen Vertrag geschlossen. Dieser beinhaltete Sonnenschein, Hitze und kaum kühlenden Wind. Trotz der späten Startzeit um 16:00 Uhr herrschten noch 27 Grad am Start in Schmiedefeld. Mit der Aussicht auf kühlenden Laufwind stürzten sich auch wieder 13 Aktive unseres Vereins in das Rennen. Bereits am ersten Anstieg in der ortschaft Schmiedefeld zog sich das Feld in die Länge. Eine kleine Erholungsphase war mit dem Erreichen des Rennsteiges erreicht. Im Wald war es von den Temperaturen her angenehm, aber da gab es noch die fliegenden Plagegeister, die, so der Eindruck, extra an diesem Tag auf uns gewartet hatten. Also hieß es, flinke Füße zu machen und denen davon zu laufen. Spätestens am Eisenberg war aber das schnelle Laufen vorbei. Nur wenige konnten den steilen Anstieg laufen. Viele erwanderten eher den Berg, auf dem es endlich die erste Erfrischung gab. Besonderer Höhepunkt ist immer die Besteigung des Turmes, auf dem die Zwischenzeiten genommen werden. So werden Abkürzungen unterbunden, falls jemand den Gedanken hegt, um die Tortur des Anstieges zu umgehen. Auf dem Weg zur Schmücke stand wie in den Jahren zuvor schon traditionell die Dusche der freiwilligen Feuerwehr, die sich in diesem Jahr keiner entgehen ließ. Aber Ausruhen war nicht möglich, danach ging es weiter bergan in Richtung Schmücke. Die Veranstalter hatten auch in diesem Jahr wieder eine zusätzliche Getränkestelle am Herbert-Roth-Gedenkstein eingerichtet, sehr zur Freude der vielen Aktiven. Nach dem Passieren der Schmücke war der Sprecher am Zieleinlauf auf dem Schneekopf zu hören. Dadurch wurden nochmals letzte Kräfte für die verbleibenden 2 Km freigesetzt. Geschafft, aber zufrieden erreichten auch alle gestarteten Impuls-Aktiven das Ziel. Auf das Treppchen bei der Siegerehrung in Schmiedefeld schafften es in diesem Jahr wieder Michael Herrmann als Erster in seiner Altersklasse und David Münch als 3. Weiter platzierten sich bei den Frauen: 4. Birgit Münch 4. Heike Franke 4. Susanne Philippus 5. Dagmar Jesche 7. Cordula Ratzlow Und bei den Männern: 5. Moritz Sparbrod 6. Heiko Münch 7. Günther Münch 10. Eckhard Föhr 15. Silvo Jesch 18. Andree Jeziorski Als Verein haben wir aufgrund der vielen guten Einzelplatzierungen auch die Vereinswertung an diesem Tag gewinnen können und somit die Mannschaftswertung im Thüringer Klassikercup ausgebaut. Text: Andree JEZIoRSKI Fotos: Theo SCHWABE 4 im·puls Nummer 3 - 2013

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sc im·puls – Bericht Spendenmarathon von Paris bis Neuss „Ich will in diesem Jahr neue Bestzeiten über 10 km und den Halbmarathon“ Ingo Thurm (43) liebt den Sport und die Vielseitigkeit. Seit seinem 11. Geburtstag ist der aktiv. Im·puls fragte ihn nach seinen Zielen in den kommenden Monaten Warum liebst du den Sport? Sport spielt für mich eine wichtige Rolle im Leben. Von meinem 11. bis zum 33. Lebensjahr spielte ich Handball beim SSV Nord (ehem. UT Erfurt). Ab 2004 wollte ich es dann r uhiger angehen lassen und kickte bei den „Alten Herren“ SSV Nord und in Windischholzhausen. Nach einer Knieverletzung stieg ich aufs Rad um. 2006 begeisterte mich mein „Trainer“ Ralf Kurtz für das Laufen. Im Winter fahre ich auch gern mal Ski (alpin) und mache Langlauf. Du kannst nie die Füße still halten? Oh doch. Ich gehe ganz gern ab und an angeln. Welche sportlichen Ziele hast Du? Ich möchte den Thüringer Klassikercup wieder in meiner Altersklasse gewinnen. Weiterhin will ich meine persönlichen Bestzeiten über die 10-Kilometer-Distanz und im Halbmarathon verbessern. Im Sommer warst Du sportlich in ernster Angelegenheit unterwegs. Du warst mit der „Global Biking Initiative“ unterwegs. Was ist das für eine Initiative? Die Initiative ist eine sportliche Spendenaktion zur Unterstützung von Kindereinrichtungen. Hierbei wird jedes Jahr eine Strecke zwischen 600 und 1000 Kilometern in einer Woche mit dem Rad zurückgelegt. Ich bin mit dem erfahrenen GBI-Fahrer Hardy Schmidt gestartet. Dieses Jahr ging es von Paris nach Neuss. Die Tagesetappen betrugen im Durchschnitt 130 Kilometer. Für die Startfreigabe musste jeder Teilnehmer neben der Organisationsgebühr eine Spende von 300 Euro aufbringen. Vielen Dank nochmals allen Spendern, die mich hierbei unterstützt haben und ein großes Dankeschön an Hardy Schmidt für seine Mühe bei der Vorbereitung. Mit welchem Ergebnis habt ihr die Aktion beenden können und gibt es ein neues Projekt? Es wurde nicht um Pokale gefahren, sondern nur für den guten Zweck. Wir haben viele Erfahrungen und Eindrücke über Land und Leute gesammelt. Letztendlich sind durch die Aktion knapp 58.000 Euro zusammen gekommen. Davon wurde im Rahmen des RTLSpendenmarathons ein Scheck in Höhe von 50.000 Euro an die RTL-Stiftung „Wir helfen Kindern“ übergeben. Im nächsten Jahr führt die Strecke vom 15. bis 21. Juni von Budapest nach München (www.gbi-event.org). Das Gespräch führte Andree JEZIORSKI im·puls Nummer 3 - 2013 5

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sc im·puls – Bericht Hauptsache, ins Ziel. Nur eine Verletzung hätte sie stoppen können. Die Blasen unter allen Zehnägeln hat sie erst später entdeckt. Später werden die Nägel ausgehen. „Aber sie wachsen schon wieder nach“, sagt sie. „Der Im·puls und die Post haben mich toll unterstützt“, bedankt sie sich im Ziel. „Die Post hat die Autos zur Verfügung gestellt und einige Post-Mitarbeiter haben mich begleitet. Das fand ich toll.“ Ronny Gerbach und Steffen Pohl vom Im·puls waren mit durch die Nacht unterwegs, als Stock und Stein auf dem Rennsteig nicht mehr zu erkennen gewesen wären. Doch die beiden hatten extra noch Technik geholt und ihr in der Dunkelheit den Weg beleuchtet. Auch andere aus dem Verein waren mit dem Rad dabei. David Münch kam extra aus Leipzig. Auch Heiko Münch fuhr mit. Birgit Münch und einige andere liefen sogar Teilstrecken. Teils waren es 40 Kilometer. „Die sahen alle so leichtfüßig aus“, war Anne Bodenstein neidisch. Der Grund, warum Anne Bodenstein dieses Wagnis eingegangen ist, den Rennsteig am Stück zu erlaufen, ist banal: Sie fand den Supermarathon gut. Warum also nicht auch die gesamte Strecke? Die Idee hatte sie erstmals vor zwei Jahren. Nun hat sie es geschafft. Über neue Herausforderungen denkt sie kaum nach, kommt stattdessen dienstags wieder zum Lauftreff in den Steiger. „Keinesfalls will ich nach New York oder in die Wüste. Ich liebe Thüringen. Irgend etwas findet sich immer“, sagt sie. Die Familie war übrigens recht stolz auf ihre verrückte Partnerin und Mutter. Nur die beiden Kleinen, Gerda und Lotte, die haben mit ihren drei und vier Jahren nicht wirklich verstanden, warum Mama ein paar Tage lang nicht mit ihnen durch den Garten getobt ist. Text: Esther Goldberg Fotos: Esther Goldberg, olaf KLEINSTEUBER Verrückte Premiere mit fröhlichem Ausklang Anne Bodenstein (40) vom sc im·puls lief als erste Frau am 4. und 5. August den gesamten Rennsteig im Original Anne Bodenstein ist verrückt. 28:26 Stunden laufen, laufen, laufen. Von Blankenstein nach Hörschel. Begleitet wird sie von Lebenspartner Maik Mattig, teils von ihren beiden Großen, von einigen aus dem Verein und von ihrem Arbeitgeber, der Post. „Die ersten 155 Kilometer lief es super“, sagt sie. Und meint das ganz ernst. Selbst die geplante Pause um Mitternacht hat sie ausgelassen, hat sich nicht hingelegt. „Es lief doch gut“. An der „Hohen Sonne“ aber hat ihr Körper gesagt, dass es ihm reicht. Dabei waren es bis ins Ziel nur noch 15 Kilometer. „Es war, als wäre mir sämtliche Energie abgestellt worden“, sagt Anne Bodenstein. Vielleicht war sie dehydriert, obwohl sie glaubte, genug getrunken zu haben. olaf Kleinsteuber feuert sie an und behauptet sogar, dass es nur noch zwei kleine Berge sind bis zum Ziel. Anne Bodenstein will es glauben, obwohl sie es besser weiß. Doch die gnadenvolle Lüge hilft ein paar Meter weiter. „Dennoch waren diese 15 Kilometer bis Hörschel die schlimmsten in meinem Leben“, sagt die Sportlerin. Drei Stunden hat sie 6 dafür gebraucht. Aber aufgeben? Niemals. Das gibt es nicht. Notfalls auf allen Vieren. Anne Bodenstein mit Familie im eigenen Garten nur zwei Tage nach ihrem Superlauf. im·puls Nummer 3 - 2013

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sc im·puls – Bericht Im·pulser liefen um Sekunden und Siege Stadtwaldlauf Königsee war professionell organisiert und brachte gute Ergebnisse Zum 33. Stadtwaldlauf in Königsee Ende August waren wieder zahlreiche Läufer des sc im·puls am Start, um Punkte für den Thüringer Klassikercup zu sammeln. Der SV Thuringia Königsee hat es auch diesmal wieder mit viel Liebe und Engagement geschafft, eine bestens organisierte Laufveranstaltung darzubieten. Entgegen der Wettervorhersage herrschten ausgezeichnete Laufbedingungen, 20° und kein Regen. Start und Ziel war das Waldseebad. Die 230 Aktiven wurden pünktlich auf die verschiedenen Distanzen geschickt, traditionell mit ohrenbetäubenden Böllerschüssen. Auf der anspruchsvollen, aber gut zu laufenden Strecke wurde ordentlich um Sekunden und Meter gekämpft. Die Aktiven lieferten sich so einige Zweikämpfe. David Münch hing Ingo Thurm die gesamte Strecke über an den Fersen. Doch Ingo behauptete seinen Vorsprung von sechs Sekunden bis ins Ziel. Susanne Philippus und Günter Münch rangen kilometerlang um einen Vorsprung. Erst auf dem letzten Teilabschnitt konnte Susanne das Gefälle der Wegstrecke nutzen und sich absetzen. So staunte olaf Kleinsteuber nicht schlecht über den Zieleinlauf unserer starken Läufer und Läuferinnen und feuerte in der letzten Kurve nochmals lautstark an. Sieger des Hauptlaufes über 10 km bei den Männern wurde Christoph Brandt aus Ilmenau in 36:14. Doch gleich danach überquerten die Im·pulser Ingo Thurm, David Münch und Peter Grüning als Zweiter, Dritter und Vierter die Ziellinie. Auch Heiko Münch kam als Neunter noch unter die ersten Zehn. Bei den Frauen siegte einmal mehr Ina oschmann aus Gotha in einer Zeit von 45:14, gefolgt von Anett Krambehr (IfL Hof) in 46:45 und Silvia Bärwolf vom Lauftreff Breitungen in im·puls Nummer 3 - 2013 46:52. Auf Grund der zahlenmäßig stärkeren Teilnahme des FSV 1950 Gotha e.V. ging der Gesamtsieg in der Vereinswertung diesmal an die Konkurrenten. Hier die Einzelergebnisse unserer Vereinsmitglieder: Männer 10 km Ingo Thurm David Münch Peter Grüning Heiko Münch Michael Herrmann Dirk Bomberg Moritz Sparbrod Günter Münch Frauen 10 km Birgit Münch Susanne Philippus Heike Franke Männer 20 km Andree Jesiorzski AK 40 AK M AK 55 AK 45 AK 55 AK 55 AK U 16 AK 60 AK 45 AK 50 AK 55 AK 50 Platz 1 Platz 2 Platz 1 Platz 1 Platz 2 Platz 3 Platz 2 Platz 6 Platz 4 Platz 4 Platz 3 Platz 7 00:38:49 00:38:55 00:39:58 00:42:33 00:43:09 00:46:53 00:47:56 00:55:53 00:52:45 00:55:33 01:01:06 01:50:33 2014 Thüringen läuft, radelt, und… Tipps Termine Trainingstagebuch Laufkalender 2014 in Arbeit Unter der Adresse www.sc.impuls.de können Laufveranstalter ihre Veranstaltungstermine für 2014 eintragen. Die einfache Veröffentlichung im Kalender „Thüringen läuft, radelt und … 2014“ ist kostenlos. Auch Fotos der Veranstaltung können mit eingereicht werden. 7

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sc im·puls – Bericht Am 13.Juli 2013 hieß es für 230 Starter, pünktlich im verschlafenen Blankenstein zu sein, denn um 08:30 Uhr erfolgte der Start zur 12. Zweitage-Rennsteig-Radtour. „Was ist denn heute hier los“? Das war die meist gestellte Frage der Einwohner beim Anblick der bunten Teilnehmerschar. Freunde und Betreuer halfen den Startern, nochmals die Technik und die Ausrüstung auf Funktionsfähigkeit und Vollständigkeit zu prüfen. Pünktlich schickte olaf Kleinsteuber die Teilnehmer auf die Strecke, bevor er sich zum Schluss selbst in das Teilnehmerfeld einreihte. Inmitten des Teilnehmerfeldes waren aber auch die Scouts unseres Vereins, die für Hilfe und Unterstützung stets zur Verfügung standen aber auch manch guten Tipp zur Strecke gegeben hatten. Unterstützung gab es zudem von den Begleitern des Autohauses Gitter, den Technikern von Rad-Art und dem ASB. Eigentlich waren alle gut vorbereitet, aber die Defekthexe hat bei einem Starter ca. 100 Meter nach dem Start schon zugeschlagen. Eine defekte Kette erforderte den ersten Einsatz der Techniker. Während das Feld sich nach dem Start sehr schnell in die Länge zog, galt es für die Sportfreunde Martina und Ralf Höhn, den ersten Versorgungspunkt aufzubauen. Hier waren die Teilnehmer sehr dankbar, dass kühle Getränke zur Verfügung standen. Denn unser besonderer Sponsor hatte schon ganze Arbeit geleistet. Nun galt es, die nächsten bergigen Passagen bis Neuhaus anzugehen. Am ortsausgang von Neuhaus wartete traditionell der üppigste Verpflegungspunkt, auf den unsere Teilnehmer sich immer ganz besonders freuen. Die Vielfalt der angebotenen Speisen und Getränke verleitet manchen Teilnehmer zu einer ausgiebigen Rast. Das Feld hatte sich zu diesem Zeitpunkt schon sehr weit auseinandergezogen. Besonders deutlich wurde dies, als die Schlussfahrer in Neu- Rennsteig-Radtour mit Defekthexe und Sturzteufel 12. Auflage der zwei Tage auf dem Höhenkamm dennoch ein tolles Erlebnis haus eintrafen (das war 18.30 Uhr), und wir gleichzeitig die Meldung erhielten, dass die Spitzenfahrer um 13:30 in oberhof angekommen sind. In dieser Spitzengruppe war ein Testfahrer. Er hatte den Auftrag, im Rahmen der Veranstaltung ein E-Mountain-Bike zu testen. Das war zu diesem Zeitpunkt bereits gut gelungen. Nachdem die Schlussfahrer Dagmar und Silvo Jesche sowie Birgit und Heiko Münch sich der nächsten Etappe stellten, wurden die Materialreserven aufgestockt, denn die Schläuche waren zu diesem Zeitpunkt bereits aufgebraucht. Über eine Stunde mussten bei einigen Teilnehmern die Schläuche geflickt werden. Beim Abbauen des Versorgungspunktes konnte erfreut festgestellt werden, dass in diesem Jahr nicht viele Brötchen übrig geblieben waren. Dafür hatten wir Glück, dass wir mehr Melonen hatten als gewünscht. Da sich unser besonderer Sponsor aktiv am Rennen beteiligte, waren diese Erfrischungen natürlich auch sehr gefragt. Die beliebtesten Erfrischungen erwarteten unsere Teilnehmer im Ziel in oberhof. Um 18:30 rollten unsere letzten Teilnehmer durch das Ziel und hatten dabei wie alle anderen auch ein Lächeln im Gesicht. Glücklich und geschafft wurden nicht nur Radler sondern auch das eine und andere Bier getrunken. Durch die am Abend milden Temperaturen wurde noch sehr lange im Freien gesessen und Erlebnisse der Tour ausgetauscht. Aufgrund der zu erwartenden Anstrengungen des nächsten Tages hieß es aber auch rechtzeitig ins Bett zu gehen. Der morgendliche Weckruf mit dem Rennsteiglied trieb auch den letzten Langschläfer in oberhof aus dem Bett. Nach dem Früh-stück mussten die Taschen gepackt und die Ausrüstung für den zweiten Tag geprüft werden. Vor dem Start um 9 Uhr galt es noch Ehrunim·puls Nummer 3 - 2013 8

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sc im·puls – Bericht Inselsberges war die Strecke doch etwas lang und die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigte, dass die Spitzengruppe recht schnell die doch anspruchsvolle Strecke bewältigt. Doch in diesem Jahr war es doch etwas anders. Durch einen Sturz in der Spitzengruppe verzögerte sich die Ankunft an diesem Versorgungspunkt. Nicht nur der ASB war schnell zur Stelle, auch viele Mitfahrer halfen sofort. Nach dieser Aufregung konnten sich alle Aktiven und Helfer an der schon traditionell zum Rennen gehörenden Kartoffelsuppe stärken. Das war auch notwendig, denn jetzt hieß es, den Inselsberg zu bezwingen. Dabei versuchten sich einige an dem direkten Aufstieg. Andere umkurvten den Berg und näherten sich so gemäßigter dem Gipfel. Die nachfolgenden Aufstiege und Abfahrten wurden dann schon im Genuss des nahenden Zieles auch mit etwas Wehmut gefahren. Um 16:30 Uhr war unsere 12. Zweitage-Rennsteig-Radtour auch schon wieder Geschichte. Bei Kaffee und Kuchen klang gemeinsam mit unserem besonderen Sponsor das Rennen aus. Dankbar und geschafft wurden die Räder verladen, die Ausrüstung verstaut und sich auf die Heimfahrt begeben. Besonderer Dank aber ging von allen Teilnehmern aber an den besonderen Sponsor. Er hatte wesentlich dazu beigetragen, dass wir an beiden Tagen bei herrlichen Bedingungen und erstmals seit Jahren ohne Regen und Kälte das Radsportereignis durchführen konnten. Danke lieber Wettergott – Wir laden dich schon heute für das nächste Jahr als unseren besonderen Sponsor ein. Text: Andree JEZIoRSKI Fotos: olaf KLEINSTEUBER gen vorzunehmen. Zwei Teilnehmer feierten im Rahmen der Veranstaltung ihren Geburtstag und das Geburtstagslied, gesungen von 260 Aktiven und Helfern, klang schon sehr eindrucksvoll und dürfte wohl nicht allzu oft vorkommen. Eine besondere Ehrung wurde von olaf vorgenommen. Er dankte im Namen aller Teilnehmer dem Koch des gastgebenden Hotels, der wie in jedem Jahr eine ausreichend vielfältige und abwechslungsreiche Versorgung gewährleistet hatte. Auch, wenn in diesem Jahr das Rührei fehlte, auf das sich einige besonders gefreut hatten. Die letzte Ehrung galt dem anonymen Kilometerfresser des ersten Tages. Er brachte es auf 134 Kilometer statt vorgesehener 104. Pünktlich zum Start, den olaf vollzog, war auch wieder unser besonderer Sponsor wieder mit am Start. Er ließ es sich nicht nehmen, ständig und überall dabei zu sein. Parallel zum Start der Radfahrer machten sich auch die Helfer auf den Weg. Bis zum Fuß des im·puls Nummer 3 - 2013 9

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sc im·puls – Bericht Alle Jahre wieder auf Schusters Rappen serfällen, vorbei an blühenden Waldwiesen. Einen kurzen kulinarischen Stopp gab es an der Marienglashöhle. Im Kurpark in Friedrichroda haben wir mit dem Talentewettbewerb der Musikschüler aus Friedrichroda auch noch Kultur erlebt. Einige Frauen nutzten das schöne Wetter für einen Besuch im kleinen Schwimmbad des Hotels. Schön war es, den Samstagabend in gemütlicher Runde bei netten Gesprächen und einem Glas Wein ausklingen zu lassen. Das genießen wir immer sehr. Einen lieben Dank an Ursel, die in diesem Jahr das Ziel ausgesucht und die organisation übernommen hat. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr und sind gespannt, wo die Reise dann hingeht. Ulrike Knappe Gymnastikfrauen wanderten von Friedrichroda zur Tanzbuche Das Ziel des 12. Sportwochenendes der Gymnastikfrauen war das Ahorn Berghotel Friedrichroda. Die hohe Teilnehmerzahl (18 Frauen) spricht für die Beliebtheit dieses Treffens. Die weiteste Anfahrt hatte Karin, die aus der Bundeshauptstadt anreiste. Sie wurde auf dem Bahnhof Friedrichroda gebührend mit lautem Gesang empfangen, „schön, dass Du gekommen bist, wir haben Dich schon sehr vermisst“. Zur Freude der anderen Passagiere gab es als Zugabe noch das Rennsteiglied. Ein Rundgang nach dem Abendessen führte uns in den Kurpark, wo wir den schönen Sommerabend gemütlich ausklingen ließen. Immerhin ein Drittel der Gruppe war schon vor dem Frühstück am nächsten Tag sportlich aktiv. Mit Rucksack und Wanderschuhen ausgestattet, ging es unter kompetenter Führung von zur Tanzbuche. Immerhin 250 Höhenmeter galt es zu überwinden. Der Besitzer des einzigen dort geparkten Fahrrades wartete auf uns. Es war olaf. Die Überraschung war gelungen. Der Weg zurück führte durch den ungeheuren Grund mit winzigen Was- 10 im·puls Nummer 3 - 2013

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Konkurrenz der Enkel Der Mitteldeutsche Marathon mit seinen Disziplinen lockte Aktive aus ganz Deutschland an Laufen ohne Schnaufen und mit Lachen. So hatten sich Birgit Timm und Esther Goldberg ihren Wettkampf in Halle gedacht. Das Lachen hatten sie sich Tage vorher organisiert – indem sie ihre Laufshirts mit Fotos ihrer Enkel schmückten und die beiden sagen ließen: „Meine oma ist schneller als Deine…“ Tatsächlich haben sich einige Mitläuferinnen und vor allem Mitläufer auf der Halbmarathon-Strecke am 1. September darüber gefreut. Denn an diesem Tag wurde zum 12. Mitteldeutschen Marathon eingeladen. Die Marathonis liefen von Spergau bis Halle. Für die Im·pulserinnen war der Händel-Halbmarathon das richtige Maß auf dem Weg zum Berlin-Marathon. Zumindest empfiehlt der Zeit- und Trainingsplan von Herbert Steffny einen derartigen Wettkampf drei bis vier Wochen vor dem Marathon. 280 Frauen und 782 Männer starteten auf dem Hansering, ehe sie durch den Park entlang verschiedener Rad- und Fußgängerwege und sogar an der Burg Giebichenstein, also der Kunsthochschule der Stadt, wieder auf dem Hansering ins Ziel liefen. Die Bedingungen waren perfekt: 20 Grad, leichte Bewölkung, wenig Wind. Das Lauffestival war perfekt organisiert, die Hallenser jubelten Aktiven zu und feierten alle, die ins Ziel kamen. im·puls Nummer 3 - 2013 Nach 21,1 Kilometern siegte bei den Frauen Sandra Boitz (1:19:45), bei den Männern gab Falk Cierpinski (1:05:18) den Ton an. Da hatten die Im·pulserinnen noch nicht einmal zehn Kilometer in den Beinen. Dennoch waren sie mit ihrer Platzierung (8. Und 9. Platz von 15 in der Altersklasse) und ihren Zeiten (2:14:25 und 2:14:55) zufrieden. Die beiden Erstplatzierten in der W 55 haben nach den 21,1 Kilometern ein kleines Kunststück vollbracht: Sie liefen auf die Sekunde genau dieselbe Zeit (1:57:32). Und wie haben die beiden Enkel auf ihre Großmütter reagiert? Gar nicht. Sie wissen noch nichts von ihrer Berühmtheit. Esther GoLDBERG 11

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sc im·puls – Bericht Kleine Veranstaltung langsam erwachsen Vierte Radtourenfahrt und dritter Radmarathon ein großer Erfolg Es ist Sonntag, 11. August 2013 05:45 Uhr – der erste Ansturm von Radmarathonis vor der Anmeldung erfolgt. Wir haben alle Hände voll zu tun. Da nur 130 Voranmeldungen vorlagen – dann aber noch 140 Sportfreunde sich kurzfristig entschlossen hatten teilzunehmen, mussten die Ärmel richtig hochgekrempelt werden. Das gelang, somit starteten kurz nach 07:00 Uhr am Erfurter Sport-Zentrum das Feld von 140 Radmarathonfahrerinnen und -fahrern. Sie nehmen an diesem 3. Radmarathon unseres Vereins, 210 Kilometer und über 2.500 Höhenmeter unter ihre schmalen Reifen. Die ersten von Ihnen sind um 13:22 Uhr wieder zurück. Ab 8:00 Uhr folgen ihnen 130 weitere Radler auf 4 unterschiedlichen Strecken zwischen 50 und 150 Kilometern. Es geht für alle den Steiger hinauf nach Werningsleben, Kirchheim und Marlishausen… Dann teilen sich die Strecken. Für viele wird es ein echter Ast. Das Wetter ist zwar trocken aber der Wind heftig. Und es ist nur 17 Grad warm. An sechs Kontrollpunkten quittieren unsere Vereinsmitglieder den Radlern ihre Streckenfortschritte und reichen süßes, herzhaftes, saures, salziges und jede Menge Flüssigkeit. Das ist nicht nur eine logistische Herausforderung; auch das Treffen unterschiedlicher Geschmäcker kann man als solche bezeichnen. Da gibt es überzeugte Anhänger der herzhaften „Leberwurstfraktion“ oder aber Verfechter des süßlichen „Nutella-Stils“. Beide sind überzeugt, dass das jeweils andere „überhaupt gar nicht geht“ und der Veranstalter „so was“ „unter geschmacklichen Gesichtspunkten“ keinesfalls anbieten dürfe. Egal. Es herrscht gute Laune an den Ständen. Mancher Radler, der sich zuviel Zeit gelassen hat muss feststellen, dass der Appetit der schnelleren gründlich war. Doch im Ziel angekommen konnte der Blutzucker schnell wieder stabilisiert werden. Unsere Im·pulsfrauen können nicht nur schnell laufen. Andere sind gymnastisch aktiv. Aber Kuchen backen – da sind sie unangefochten Spitze – warum veranstalten wir nicht einen Backmarathon der Thüringer Sportvereine? Der Sieger würde schon vorher feststehen. Für die gelungene organisation der Veranstaltung zeichnen sich 42 „Im·pulser“ verantwortlich. Sie waren von Freitag bis Sonntag im Einsatz um diese Veranstaltung zu gestalten und abzusichern. Für den einen oder die andere RadfahrerIn wurden die 50, 80, oder eben auch über 100 oder sogar 200 Kilometer sehhhhhr lang und schwer. Insgesamt gab es jedoch nur drei Aufgaben. Wenn jemand Spaß und Gesundheit vor Rekordjägerei stellt, ist das eine Reaktion der Stärke! Wir sind sehr froh, dass wir auch in diesem Jahr wieder Unfall- und Verletzungsfrei die Veranstaltung durchführen konnten. Nicht nur bei dem Straßenniveau, das wir mancher orten zwischenzeitlich (wieder?) erreicht haben. Eine andere gute Nachricht ist, dass uns auch in diesem Jahr wieder Freunde und Partner bei der Durchführung der Veranstaltung unterstützt und damit auch ihren Beitrag für diese Veranstaltung beigetragen haben. ob die Sparkassen in Erfurt, Ilmenau, Saalfeld und Schleiz, Radshop Lutzke, RadArt, die alte Parteischule… – herzlichen Dank. Und wir danken allen Aktiven unseres Vereins, die diesen 11. August 2013 wieder zu einem tollen Radtag gemacht haben. Text : Torsten Schulz, Andree Jeziorski Fotos: Torsten Schulz, Fototeam MÜLLER im·puls Nummer 3 - 2013 12

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sc im·puls – Bericht Einziger Schönheitsfehler steckte im Ü 10. Stadtlauf Treffurt mit 400 Aktiven und guter Stimmung Schon der Wetterbericht sagte ungewöhnlich hohe Temperaturen für das erste Septemberwochenende voraus, doch es wurde an diesem Samstag noch heißer als gedacht. Somit herrschten mit gefühlt 30 Grad ungewöhnliche Bedingungen für den 7. Lauf zum Thüringer Klassikercup. Doch auch die gesamte organisation der Veranstaltung zeigte professionelles Management. Am Start und Ziel rund um die Normannsteinhalle herrschte Volksfeststimmung. Mehrere hundert Gäste kamen, fast die gesamte Stadtverwaltung rund um Bürgermeister Michael Reinz und der SV Normannia Treffurt waren auf den Beinen, spendierfreudige Sponsoren waren nicht zu übersehen. Die musikalische Umrahmung übernahm der Mühlhäuser Spielmannszug. Fast 400 Teilnehmer waren auf den verschiedenen Distanzen unterwegs. Es gab einen Kinderlauf, einen 1,7 km Lauf, einen 5 km Lauf, den 10,22 km langen Geländelauf sowie eine Nordic-Walking-Strecke. Die Wertungsstrecke für den Thüringer Klassikercup, der Geländelauf, führte aus dem schmucken Fachwerkstädtchen steil hinauf über die Berge über dem Werratal an der aufwändig sanierten Burg Normannstein vorbei in Richtung der Höhe Adolfburg. Die Läufer mussten bei diesem stark profilierten und anspruchsvollen Gelände immerhin einen Höhenunterschied von 190 Meter überwinden. Der höchste Punkt war nach 7,3 km erreicht und dann hieß es, auf den steil abwärts führenden Passagen wieder das Ziel zu erreichen. Das habe ich mir bei diesen Bedingungen sehnlichst herbei gesehnt. Belohnt wurden die Aktiven von dem kommen, was einem Fehler der Computertechnik zu schulden war. Schon bei der Anmeldung wunderte ich mich, dass mein Name nicht auf der Meldeliste stand. So erging es auch anderen Starten mit Umlaut im Namen. Beim Zieleinlauf bekam David auf der Zwischenauswertung signalisiert, dass er in der AK M 45 den 1. Platz errang. Aha?? Und auf den Urkunden waren statt der Umlaute merkwürdige Zeichen zu erkennen, aber eben kein „ü“. So wunderte sich unter anderem auch Peter Gr~ning. Was aber dem Gesamterfolg der Veranstaltung keinen Abbruch tat und nur zum Schmunzeln anregte. Männer 10,22 km David Münch AK M 20 Peter Grüning AK M 55 Heiko Münch AK M 45 Michael Herrmann AK M 55 Dirk Bomberg AK M 55 Silvo Jesche AK M 45 Platz 6 Platz 1 Platz 1 Platz 3 Platz 6 Platz 10 00:39:45 00:41:33 00:44:07 00:45:20 00:50:51 00:55:58 kräftigen Beifall der begeisterten Zuschauer, die regelrecht Spalier standen. Zudem gab es für jeden eine riesige Medaille aus Schokolade und Nugat, sowie zur schnellen Regeneration frisches obst und isotonische Getränke. Das besondere an diesem Lauf ist, dass hier Weltklasseskiläufer und die Laufamateure gemeinsam antreten sowie Aktive vom Sportgymnasium und olympiastützpunkt oberhof. Somit war ein hochklassiges Läuferfeld unterwegs. Prämiiert wurde in den unterschiedlichen Wertungen: für die Schülerläufe, die Treffurter Stadtmeisterschaften und für den Thüringer Klassikercup. Die Ersten und Platzierten wurden mit Blumen, Preisgeldern und Sachpreisen geehrt. Gesamtsieger auf der langen Strecke bei den Männern wurde Marcus Schöfisch vom ASV Erfurt in 00:35:15, gefolgt von Thomas Bing vom Rhöner WSV in 00:35:48. Als Dritter überquerte Roy Meingast vom SC Steinbach Hallenberg in 00:36:11 das Ziel. Einen beachtlichen 7. Gesamtplatz erkämpfte sich David Münch. Als erste Frau lief Anett Horna vom LC Rehlingen in 00:40:13 vor Theresa Eichhorn, SV Biberau, in 00:43:14 ins Ziel. Dritte Frau wurde die für unseren Verein startende Silvia Renz in 00:45:37. Auch die anderen teilnehmenden Im·puls-Aktiven waren wieder flott dabei. Die Vereinswertung ging diesmal an den ausrichtenden Verein SV Normania Treffurt. Kein Wunder, denn der gesamte Verein trug hier seine Meisterschaften aus. Ach ja, da war ja noch die Sache mit dem „Ü“. Trotz vor tref flicher organisation und gelungenem Event kann es dann doch einmal zu einen kleinen „Schönheitsfehler“ Frauen 10,22 km Silvia Reinz AK W 40 Platz 1 00:45:37 Birgit Münch AK W 45 Platz 6 00:58:50 Dagmar Jesche AK W 50 Platz 2 01:02:54 Birgit MÜNCH im·puls Nummer 3 - 2013 13

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sc im·puls – Laufsplitter 12. Hasentallauf Gute Resonanz bei den Aktiven Äußere Bedingungen mit 15°C waren zum Laufen sehr angenehm. Über 273 Teilnehmer kamen zum Hasentallauf und stellten sich den 10 km. Am Ende gab es für jeden die Keramik-Plakette und die Möhre. Bei den Frauen siegte Astrid Hartenstein (1. SV Gera) in 40:24min. Ihr folgten Katrin Wewetzer (TSV Flöha) in 44:56min und Christine Fischer (Group Ecohydrology) in 46:18min. Bei den Männern setzte sich Stefan Thorand in 35:13min durch. Platz 2 erreichte Christian Ritter (SC DHFK Leipzig) in 35:47min und als Drittplatzierter überquerte Markus Göttert (1. SV Gera) in 36:45min. die Ziellinie. Mommelsteinlauf 37. Auflage Sehr gutes Laufwetter. Eine anspruchsvolle Strecke lag vor den Aktiven für die beiden längeren Strecken von 16 und 8 km, wobei sich die Teilnehmerzahl von 105 Startern fast gleichmäßig auf die beiden Strecken verteilte. Der Mommelsteinlauf ist eingebunden in den Landschaftscup und Thüringencup. Die 16km-Distanz gewann im Männerbereich Marcel Knape (USV Erfurt) in 58:43min. vor Christian Marquardt (LAC Rudolfstadt) in 01:01:54h und Holger Tschaar (Sportteam STEINBACH Meiningen) in 01:02:19h. Maria Füldner gewann bei den Frauen souverän in 01:16:38h. Ihr folgten Diana Schmidt (Powerteam mit Biss) in 01:23:57h und Luise Krieghoff (Erfurt) in 01:24:29h. Die 8km entschied bei den Männern Jörg ostertag (Ruhla) mit 32:11min. für sich. Zweiter wurde Axel Peter in 33:12min. Als Dritter kam Reinhardt Löppen (SV Emsetal) in 33:41min. ins Ziel. Bei den Frauen siegte über diese Distanz Sarah-Alicia Krause (Sportteam STEINBACH Meiningen) in 35:52min. Dies war Ihr dritter Sieg in Folge. Platz 2 ging an Romana Krause (Sportteam STEINBACH Meiningen, 36:52min). Dritte wurde Jacqueline Volk (Lauftreff Breitungen) in 39:12min. Ein Impulser war mit Dirk Bomberg auch über 8km am Start. In 37:49min überquerte er die Ziellinie und wurde Zweiter seiner AK und im Gesamteinlauf Dreizehnter. Glückwunsch. 34. Flößgrabenlauf Veranstaltung mit Tradition Sehr gute äußere Bedingungen, 20°C und sonnig, hatten die Aktiven auf der sehr anspruchsvollen 16,8 km-Strecke, wobei auf den ersten 7km etwa 260 HM zu überwinden waren. 48 Läufer-/Innen stellten sich dieser Herausforderung. André Fischer (USV Erfurt) erwies sich auf der langen Strecke als der Schnellste. In 1:03:55h konnte er einen ungefährdeten Start-/Ziel Sieg für sich verbuchen. Den zweiten Platz sicherte sich Stefan Neidhardt in 01:05:52h. Platz 3 belegte Denny 14 im·puls Nummer 3 - 2013 Holland-Moritz (beide Rennsteiglaufverein LG Süd) in 01:10:35h. Bei den Frauen setzte Carolin Müller (SG Motor Arnstadt) in 01:22:23h durch. Uta Jurkschat (WSV Schmiedefeld) erreichte knapp danach das Ziel 01:23:02h, gefolgt von Petra Knoblich (LT Alteburg Arnstadt) in 01:25:28h. 7. GEBA-Berglauf Landschaftslauf mit Rekordfeld 244 Starter stellten sich den vier angebotenen Distanzen, mit 3, 6 und 21,1 km sowie einer Walkingstrecke. Dieser Lauf ist ein Panoramalauf zwischen Rennsteig und Hoher Rhön. Start und Ziel, Hohe Geba, liegt 751 ü.NN. Der anspruchsvolle 21,1-km Hauptlauf wird auf einem Rundkurs absolviert mit einem anspruchsvollem Höhenprofil von ca. 510HM. Die äußeren Bedingungen waren gut, zumal die an haltenden Regenschauer zum Start hin nachließen. Holger Tschaar (Sportteam-STEINBACH Meiningen) überquerte als erster nach 21,1 km in 01:21:22h die Ziellinie. Ihm folgten mit größerem Abstand Ralf Mehr (PSV Meiningen) in 01:27:32h als Zweiter. Den dritten Platz belegte Chris oemus (Dröbischau Team-Lauf-Rad) in 01:27:57h. Im Frauenbereich siegte auf dieser Strecke Monika Schmalz (TSV Meiningen) in 01:44:02h. Platz 2 ging an Christine Schmidt (KMG-Laufgruppe, 01:53:05h). Das Podest vervollständigte als Drittplatzierte Heike Koch (TSSC Erfurt, 01:55:34h). Sieger über 6,1 km wurde bei den Männern erneut Jens Winkler (Pummpälz e.V.) in 23:16 min gefolgt von Kai Sievers (SportteamSTEINBACH Meiningen, 24:47min.) und Lars Fritzlar (PSV Meiningen) in 25:27min. Bei den Frauen siegte Cindy Kamler (Rhöner WSV) in 30:42min. vor den zeitgleichen Läuferinnen Elke Hasenstab (TV Goldbach) und Rita Dittmann (Kaltensundheim) in 32:19min. Ralf HÖHN Zeitraum 01.10.13-28.03.14 18:00-21:00 Lauf Einlass über Personaleingang/Wirtschaftzufahrt am Gothaer Platz von 18:0020:00 gegen Vorlage der Laufberechtigungskar te –Karte im Laufladen Erfurt erhältlich Winterlauftreff im ega-Park

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sc im·puls – Schlemmerecke Lecker Zwetschgenkuchen (Blech) Zutaten Teig: 1 Würfel frische Hefe 400 g Mehl 100 g Zucker 100 ml Milch, 100 ml Wasser warm machen (mischen) 1 Eierbecher Öl Prise Salz Mehl in eine Schüssel geben, eine Vertiefung in der Mitte machen und die Hefe darin zerbröseln. Etwas Zucker darüber streuen. Etwas vom Wasser mit der Milch vorsichtig einrühren und gehen lassen. Restlichen Zucker, Öl, Salz und das Wasser mit Milch zugeben. Alles zu einem Teig kneten und gehen lassen. Ist der Teig genug gegangen, nochmals durchmengen und auf einem gefetteten Blech ausrollen. Teig mit einer Gabel einstechen. 2 kg Zwetschgen entsteinen und vierteln. Den Teig damit belegen. Guss: 2 Becher Schmand 3 Eier 1 Van. Puddingpulver 150 g Zucker Alles gut verrühren und auf die Zwetschgen gießen. Streuseln: 150 g weiche Butter 150 g Zucker 200 g Mehl Zimt nach Belieben Alles zu Streusel verarbeiten und auf den Kuchen krümeln. Bei 170° Umluft 50 -60 min. backen Mit Zimtsahne anrichten. Gutes Gelingen und guten Appetit wünscht Bärbel KLEINSTEUBER sc im·puls erfurt e.v. Herausgeber: sc im·puls erfurt e.v. Schützenstraße 4, 99096 Erfurt Tel.: 0361/7443655, Fax: 7443654 sc-impuls-erfurt@t-online.de www.sc-impuls.de Redaktion: Esther Goldberg, Ralf Höhn, olaf Kleinsteuber, Andree Jeziorski Titelfoto: olaf Kleinsteuber Layout: Frank Naumann, Arnstädter Straße 14, 99096 Erfurt, Tel.: 0361/6435751 FrankNaumann-Erfurt@t-online.de www.art-franknaumann.de Anzeigen und Druck: Handmann Werbung GmbH Vertrieb: Zeitungsgruppe Thüringen Erscheinungsweise: alle drei Monate Einzelbezugspreis: 1,40 im·puls Nummer 3 - 2013 15

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