Unsere Wärme Ausgabe 3/2013

 

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Unsere Wärme

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Ausgabewww.iwo-austria.at 3·2013 Österreichische Post AG Firmenzeitung 12Z039355 F Retouren an Postfach 555, 1008 Wien Die Heizsaison beginnt thinkstock HMÖ-FÖRDERUNG Jetzt umsteigen ÖltaNks Heizöl richtig lagern ÖlHEizUNG voN MoRGEN Was bringt die Zukunft?

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umfrage Ihre Meinung war uns wichtig! Im letzten „unsere Wärme“ hAben WIr sIe um Ihre meInung zum themA ÖlheIzung gefrAgt. über 400 ÖlheIzungsbesItzer hAben geAntWortet. dAs sInd dIe ergebnIsse. ber 90 Prozent gaben an, mit ihrer Heizung sehr zufrieden bzw. zufrieden zu sein. Gründe für diese bemerkenswerten Werte sind vor allem der geringe Verbrauch moderner ÖlBrennwertheizungen, der mit dem einwandfreien Betrieb verbundene Komfort sowie die hohe Zuverlässigkeit des Heizsystems. Ü Umfrage Im Einzelnen: Sparsam im Verbrauch Bitte neh füllen Si men Sie Sich ein pa per poSt e daS formular au ar minuten Zeit an reiSnerStr die heiZen mit S und Senden Sie , eS per e-mai . 3/7 oder per fa Öl GmBh, 1030 Wien, x: l: foerde runG@hei 01/890 90 36-50, Zenmitoe l.at. fr Ihre Meinu ng aGeBoGen ist uns wich tig! einsenden. Als Danke verlosen wir schön 3 x 500 Lite r Heizölgut Die restlichenscheine. Teilne erhalten ein hmer Überraschu ngs­ geschenk. DANKE! bitte bis Jul Wichtigstes Bewertungskriterium für Ölheizungsbesitzer ist der Verbrauch. Über 80 Prozent sehen hier den größten Vorteil moderner Öl-Brennwerttechnik. 75 Prozent der Befragten schätzen vor allem die Zuverlässigkeit und 70 Prozent den hohen Komfort einer Ölheizung. Die Hälfte der Befragten gab als wichtigsten Berater bei der Entscheidung für eine Heizungsmodernisierung den Installateur ihres Vertrauens an. 1. 2. 3. i 2013 aus Haben Sie die Heizen mit Öl (HMÖ Erneuerun )-Förderun g Ihrer Ölh g bei der eizung in An spruch gen Ja ommen? Nein der Förder ung weiter e Informatio nen? füllen bzw. ankreuzen und Wünschen Sie zu Ja Nein 4. Wie zufrieden 5. Wie haben Sie über die Förderung GmbH erfa der Heizen hren?  mit Öl Zeitung Plakat Radio Freunde/B Installateur ekannte 10. 11. sind Sie mit Ihrer Ölheiz ung? 1 (sehr) 2 3 4 5 (wenig) Baujahr Ihre r Ölheizung : Die Ergebnisse sprechen für sich 45 Prozent der Befragten wünschen sich die Mitgliedschaft bei einer Organisation, die die Interessen der Mitglieder gegenüber Politik und Medien vertritt, sowie persönliche Vorteile wie Informationsdienste, Versicherungsleistungen, Energieberatungen, etc. bringt. Davon wäre mehr als die Hälfte bereit einen Mitgliedsbeitrag zu leisten. Dieser sollte laut 80 Prozent der Befragten bei unter 30 Euro Welche Fak toren ziehen Sie zu der Ihrer Ölheiz Beurteilun ung heran? g (Mehrfachne nnung möglic Ölverbrauch h): Einschätzung des Rauchf angkehrers Zuverlässig keit Komfort anderes 12. 13. 6. Wie sehr hilft 7. Ihnen die Ber atung durch bei der Ent scheidung den Install für eine neu ateur e Ölheizung 1 (sehr) ? 2 3 4 5 (wenig) Welches He izsystem wär e statt einer noch für Sie Ölheizung infrage gek ommen? Gasheizung Fernwärme Pelletsheizun Holzheizung g Wärmepump e Vorname, Nach name Postleitzahl, Ort Straße, Hau snummer E-Mail Telefon Datum/Unters chrift in den Medie man den Eindruck, das s die Ölheiz n negativ dar ung davon bee gestellt wir influsst? d. Fühlen Sie sich 1 (sehr) 2 3 4 5 (wenig) Lassen Sie Ihre warten/insta Ölheizung regelmäßi g nd halten? Ja Haben Sie Nein einen Servic evertrag? Ja Angenomme Nein n es gäbe ein Sie als Ölh e Organisat eizungsbesitz ion, bei der er Mitglied und die Ihr werden kön e Interesse n geg nten vertritt sow ie persönlich enüber Politik und Me e Vorteile (In die te, Versicher formationsdi n ungsleistu ngen, Energie ensbringt, würde beratungen n Sie Mitgli etc.) ed werden? Ja Wie viel wä Nein ren Sie ber eit, bei dieser Jahr Mitgli Organisation edsbeitrag zu bezahlen? im 0 Euro 1 bis 20 Eur 41 bis 60 Eur o o 21 bis 40 Eur über 60 Eur o o Haben Sie Interesse an einer kostenlosen Energieber atung? Ja Nein 8. Manchmal hat 9. Mit meiner Unterschrift stimme ich IWO-Österre zu, dass die ich, Institut Daten aus für Wärme und Marketin dem Fragebog und Oelt gzwecken und en von für Verwaltun echnik, zur Auswertung gsmaßnahm , zu Kontroll en verwend et werden dürf en. Fragebogen aus Ausgabe 02/2013 liegen, 16 Prozent würden bis zu EUR 40,- Mitgliedsgebühr zahlen, vier Prozent halten auch einen Mitgliedsbeitrag darüber für angemessen. Dieses große Interesse zeigt die Wichtigkeit einer solchen Vertretung. Die Redaktion der „unsere Wärme“ wird sich daher für die Umsetzung der Wünsche der Leser stark machen. Info Bitte richten Sie etwaige Rückfragen an Heizen mit Öl GmbH, tel.: 01/890 90 36, foerderung@heizenmitoel.at, www.heizenmitoel.at

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InHalt edItorIal Liebe Leserinnen und Leser, in der Hitze des Sommers haben im Vorfeld der Nationalratswahlen einzelne Politiker sehr eigenartige Ideen zum Verbot unserer Förderung geäußert. In Osttirol will eine Gemeinde ihre Mitbürger per Gemeindebeschluss auffordern, freiwillig auf eine andere Brennstoffart umzusteigen. Und alle diese „hitzigen“ Vorschläge basieren auf Grundlage alter Studien, die sich bis heute hartnäckig behaupten können. Die Studie über „Peak-Oil“ meinte, dass wir um die Jahrtausendwende immer weniger Öl zur Verfügung haben. Aktuelle Studien belegen genau das Gegenteil. Wir sind der Meinung, dass das die falschen Ansätze sind. Fördermodelle, die dem Kunden Geld sparen helfen, können nicht verkehrt sein. Es geht um den sinnvollen Einsatz von Ressourcen und hier helfen wir gerne. Viel Spaß beim Lesen wünscht 06 neWs 02 Kurzmeldungen geschIchte 05 erdöl – wissenswerte fakten WIssensWertes 06 ein vielseitiger rohstoff Ölreserven 07 geht uns bald das erdöl aus? KulturmIx 08 mariazell: der Weg ist das ziel! 09 buchtipps heIzen mIt Öl 10 förderung boomt! sAnIerung 11 energieersparnis durch Kesseltausch ÖlheIzung 12 heizöl richtig lagern ÖlheIzung 13 Wie heizen wir morgen? efIIzIentes heIzen 14 energie sparen mit brennwerttechnologie 15 energielabel für effiziente heiz-technik denKsPort 16 für schlaue füchse zAhl des QuArtAls 07 08 13 Mag. Martin Reichard Geschäftsführer Heizen mit Öl GmbH Impressum Medieninhaber und Herausgeber: Heizen mit Öl GmbH, 1020 Wien, Untere Donaustr. 13–15/ 3. OG., Tel.: 01/890 90 36, Fax: 01/890 90 36-50 Geschäftsführer: Mag. Martin Reichard Unternehmensgegenstand: Förderung des Austausches von Ölheizungsanlagen durch Anreizbildung für den umwelt- und klimafreundlichen Ersatz von alten Heizungsanlagen durch moderne, sparsame und effiziente Ölheizungsanlagen. verleger: Österreichischer Wirtschaftsverlag GmbH, Grünbergstraße 15, 1120 Wien, Telefon: (01) 546 64-0, E-Mail: office@wirtschaftsverlag.at Geschäftsführung: Thomas Zembacher Für den inhalt verantwortlich: Mag. Martin Reichard (HMÖ) koordination: Ing. Kersten Viehmann Fotos: IWO-Österreich, IWO-Deutschland, iStockphoto, flickr, Thinkstock, Andi Bruckner, Petra Spiola, Messe Frankfurt Exhibition Gmbh/Petra Welzel/Pietro Sutera, Marktgemeinde Maria Taferl, Alpenregion Nationalpark Gesäuse, Festspiele Reichenau/Carlos de Mello, Bregenzer Festspiele/M.Tretter, Andreas Kolarik, photo graphic art Druck: LEYKAM Let’s Print, Bickfordstraße 21, 7201 Neudörfl auflage: 111.853 Stück 27.000 Anträge für die HMÖHeizungssanierungs-Förderung wurden seit 2009 eingereicht. unsere wärme | 03·13 1

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neWs Österreicher 2012 für 54 minuten ohne strom Insgesamt haben die Österreicher im Vorjahr im Durchschnitt für 54,34 Minuten keinen Strom gehabt. 34,73 Minuten ohne Energie entfielen auf ungeplante Stromausfälle, geplante Versorgungsunterbrechungen, beispielsweise wegen Wartungsarbeiten, machten 19,58 Minuten aus, teilte der Regulator E-Control kürzlich mit. „Österreich hat nach wie vor eine äußerst hohe Versorgungssicherheit im europäischen Spitzenfeld“, so E-ControlVorstand Walter Boltz. Damit waren 61,4 Prozent der Stromausfälle ungeplant, 38,6 Prozent gewollt. „Die Zuverlässigkeit des Stromsystems in Österreich wird hauptsächlich von witterungsbedingten Faktoren wie Regen, Schnee und Gewitter beeinflusst“, so Boltz. Polen droht energiekollaps Polen droht ab 2016 ein Stromdefizit. Darauf weist ein aktueller Bericht des Wirtschaftsministeriums hin. Hauptgrund sind die veralteten Kraftwerke – 60 Prozent von ihnen sind bereits seit über 30 Jahren am Netz, so der Bericht. In den kommenden drei Jahren müssen daher Anlagen mit einer Gesamtleistung von 4,4 Gigawatt aus Altersgründen abgeschaltet werden, das entspricht 11,9 Prozent der gegenwärtigen Leistung aller Kraftwerke. Ein weiterer Grund für die drohenden Probleme ist der veränderte Energiebedarf. Zu Spitzenzeiten wird deutlich mehr verbraucht als früher. Das gilt vor allem für heiße Tage im Sommer, wenn Klimaanlagen eingeschaltet werden. So lag der Bedarf 2012 zu Spitzenzeiten bei 21,2 Gigawatt und damit um 25 Prozent über dem Wert zehn Jahre zuvor. 2016 werde Polen deshalb eine Leistung von 800 Megawatt fehlen, im Jahr darauf sogar von 1,1 Gigawatt, so der Bericht. die neuen trends am Öl- und gasmarkt Der Jahresbericht der BP fasst die globale Energieproduktion und den Energieverbrauch für das jeweils zurückliegende Jahr zusammen. Ein zentrales Ergebnis der ausgewerteten Daten des Jahres 2012 ist der bisher stärkste Anstieg der jährlichen US-Ölproduktion. Ebenso zeigt der Bericht auf, wie flexibel das weltweite Energiesystem auf die bedeutenden globalen Veränderungen im Bereich der Energieträgergewinnung, der Energieerzeugung und des Verbrauchs reagiert. Aufgrund der zunehmenden Förderung von fossilen Energieträgern aus unkonventionellen Lagerstätten verzeichneten die USA 2012 den weltweit stärksten Produktionsanstieg von Öl und Gas. 2012 war außerdem das Jahr mit dem bislang stärksten Rückgang bei der Erzeugung von Strom aus Kernenergie. in der OECD sank um 1,2 %, angeführt von den USA, die mit 2,8 % den weltweit stärksten Rückgang verzeichneten. Öl bleibt mit einem Anteil von 33,1 % am globalen Energieverbrauch der wichtigste Energieträger, verliert jedoch im 13. Jahr in Folge an Bedeutung. Damit erreicht Öl den niedrigsten Marktanteil seit der Erhebung der Daten (1965). Die globale Ölproduktion zog um 2,2 % an. Etwa 75 % dieser Mehrproduktion entfiel auf die OPEC, obwohl internationale Sanktionen einen Einbruch der iranischen Förderung um 680.000 b/d verursacht hatten. Libyen erreichte mit einer Mehrproduktion um 1 Mio. b/d fast wieder das Niveau von 2010. Im zweiten Jahr in Folge vermeldeten Saudi- Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar neue Förderrekorde. Auch in Kuwait und dem Irak kam es zu deutlichen Produktionsanstiegen. Weltweit sank die Erzeugung von Kernenergie um 6,9 %, davon fielen 82 % des Rückgangs auf Japan. Quelle: Energiedienst solarbranche trotz chinaAusgleich unter druck Der Handelskrieg ist ausgeblieben: Nach monatelangen Spannungen haben die EU und China jüngst ihren Streit um Billigimporte chinesischer Solarpaneele beigelegt. Mindestpreise und hohe Strafzölle schützen damit aus Brüsseler Sicht Europas Hersteller vor unfairer Konkurrenz aus Fernost. Auf weitere Strafmaßnahmen, diesmal wegen möglicher Staatshilfe für chinesische Paneele-Hersteller, verzichtet die EU-Kommission vorläufig. Während die Politik aufatmet, klagt Europas Solarbranche über die Krise. Denn staatliche Fördermittel sinken – und ein Teil der Industrie stellt die Anti-Dumping-Vereinbarung mit China als zu lasch infrage. Außerdem mussten in den südeuropäischen Krisenländern wie Italien und Spanien Solarsubventionen wegen der Euro-Krise gedeckelt werden. So fehlen bisher neue, große Absatzmärkte. Einige Kernaussagen Der weltweite Primärenergieverbrauch stieg 2012 um 1,8 % und lag damit deutlich unter dem Zehnjahresmittelwert von 2,6 %. Der Verbrauch 2 03·13 | unsere wärme

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IWO-SYMPOSIUM 21. Oktober 2013 Anmeldung: Schriftliche Anmeldung bis 14. Oktober 2013 per Mail an: anmeldung@iwo-austria.at oder per Fax an: 01/710 68 99-50. Aufgrund der beschränkten Sitzplatzkapazität werden die Anmeldungen in der Reihenfolge des Eintreffens berücksichtigt. Die Teilnahme ist mit persönlicher Einladung kostenlos. Nahe Parkmöglichkeit finden Sie in der Tiefgarage Zelinkagasse. Zufahrt über Schottenring und Gonzagagasse. Wie wird Österreichs langfristige Energieversorgung gesichert? neWs freie Wahl des heizsystems! In Virgen (Osttirol) sollen laut Gemeinderat ab 2014 keine neuen Ölheizungen mehr installiert werden. Zahlreiche zufriedene Ölheizungsbesitzer werden dazu aufgefordert, auf Heizsysteme mit erneuerbaren Energien umzusteigen, anstatt die Ölheizung zu sanieren. Freilich auf freiwilliger Basis, der gesellschaftliche Druck wird jedoch nicht selten zum „Zwangsumstieg“ führen. IWOÖsterreich rät allen Betroffenen, sich ausführlich beraten zu lassen, um nicht in bestimmte Heizsysteme und Investitionen gedrängt zu werden. Hier die wichtigsten Fakten: • Egal ob flüssige, feste, gasförmige oder leitungsgebundene Brenn- Wien stoffe: Jede Energienutzung hat Einflüsse auf die Umwelt. Die sauberste Energie ist jene, die erst gar nicht erzeugt und verbraucht wird. Energieeffizienz lautet also das Gebot der Stunde. Und eine moderne Öl-Brennwertanlage ist eine solche Effizienzmaßnahme. Hotel Palais Hansen Kempinski Veranstalter: IWO-Österreich Untere Donaustraße 13-15 3. OG, 1020 Wien Tel.: 01/710 68 99 Fax: 01/710 68 99-50 wien@iwo-austria.at www.iwo-austria.at © Kepinski • Moderne Öl-Brennwertanlagen verbrauchen bis zu 40 Prozent weniger Energie als alte Ölheizungen. Die hocheffiziente Technik nutzt jeden Liter Heizöl extra leicht optimal aus. So lassen sich jährlich mehrere 100 Liter Heizöl sparen. • Der Umstieg auf ein anderes Heizsystem ist oftmals mit Kosten von 20.000 Euro oder mehr verbunden. Staatliche Förderungen tilgen nur einen Bruchteil dieser Investitionskosten. einladung zum IWo-symposium Wie wird Österreichs langfristige Energieversorgung gesichert? 21. Oktober 2013, 10 bis 12 Uhr Schottenring 24, 1010 Wien Hotel Palais Hansen Kempinski Programm: • 10 bis 10.05 Uhr: Begrüßung durch Mag. (FH) Michael Sattler, Vorstandsvorsitzender des IWO-Österreich • 10.05 bis 11.55 Uhr: Podiumsdiskussion „Wie wird Österreichs langfristige Energieversorgung gesichert?“; Diskussionsrunde mit DI Wolfgang Anzengruber, Vorstandsvorsitzender des Vorstands der Verbund AG, Rudolf Eigl, Geschäftsführender Gesellschafter der Firmengruppe Eigl, DI Dr. Christian Rakos, Geschäftsführer proPellets Austria, DI Christian Schönbauer, Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend, Sektion Energie und Bergbau, emer. O. Univ.-Prof. Dr. Gero Vogl, Universität Wien, Fakultät für Physik, DI Dr. Susanna Zapreva, Geschäftsführung Wien Energie • 11.55 bis 12 Uhr: Schlussworte von Mag. Martin Reichard, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik • 12 bis 13 Uhr: Mittagsbuffet und Networking Moderation: Gerald Gross, Mediencoach und ehemaliger ZiB-Moderator Schriftliche Anmeldung bitte bis 14. Oktober 2013 per Mail an: anmeldung@iwo-austria.at oder per Fax an: 01/710 68 99-50. Die Teilnahme ist kostenlos. unsere wärme | 03·13 hybridheizung senkt energiekosten Moderne Öl-Brennwerttechnik und Solarthermie sparen gemeinsam bis zu 50 Prozent Heizöl. Hybride Heizsysteme verbinden die Vorteile versorgungssicherer Energieträger, moderner Technik und regenerativer Energien. Die Vorteile der zweisäuligen Wärmeversorgung: niedrigere Energiekosten und mehr Unabhängigkeit von externen Einflüssen wie Preisschwankungen oder Witterungsbedingungen. Zudem lässt sich das System schrittweise aufbauen, wodurch die Investitionskosten aufgeteilt werden können. Die Ölheizung dient als Fundament eines Hybridsystems, wie Martin Reichard, Geschäftsführer der Heizen mit Öl GmbH (HMÖ) erklärt: „Ölheizungen wurden über Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt und verbessert. Moderne Öl-Brennwertanlagen entsprechen heute dem neuesten Stand der Technik, arbeiten umweltschonend und höchst energieeffizient. So sparen neue Brennwertgeräte im Vergleich zu alten Ölkesseln bis zu 40 Prozent Heizöl.“ Die Einbindung einer thermischen Solaranlage sorgt vor allem in den Sommer- und Übergangsmonaten für die Aufbereitung des Warmwassers. Wenn der Wärmebedarf nicht mehr abgedeckt werden kann, schaltet sich automatisch die Ölheizung dazu. Auf diese Weise können Einfamilienhäuser pro Jahr durchschnittlich nochmals 200 bis 300 Liter Öl einsparen. Im ersten Schritt empfiehlt das IWOÖsterreich eine Erneuerung der Ölheizung, sofern diese älter als zehn Jahre ist. Inklusive Kaminsanierung ist eine Umstellung auf moderne ÖlBrennwertgeräte bereits ab 7000 Euro erhältlich. 2000 bis 3000 Euro davon werden von der Heizen mit Öl GmbH gefördert. 3

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neWs neue brennwertkessel für Öl und gas Der Logano plus SB325/SB625 von Buderus kann ohne bauliche Änderungen mit unterschiedlichen Brennstoffen betrieben werden. Diese neue Generation von Brennwertkesseln kann wahlweise mit Heizöl EL schwefelarm, Heizöl EL A Bio 10 oder Gas betrieben werden. Die neuen Dichtungen des Kesselblocks sind für Öl und Gas geeignet, so kann der Anlagenbetreiber im Betrieb den Energieträger ohne Aufwand wechseln. Ein Zweistoffbrenner erlaubt sogar die Kombination von Gas und Öl. Mit den neuen Edelstahl-Brennwertkesseln deckt Buderus ein Leistungsspektrum von 50 bis 640 kW ab. Die Anlagen erreichen einen Normnutzungsgrad von bis zu 109 Prozent bei Gas, bezogen auf den Heizwert. Im laufenden Betrieb wird eine Optimierung des Nutzungsgrades durch zwei thermodynamisch getrennte Rücklaufanschlüsse für die Hoch- und Niedertemperatur-Heizkreise erreicht, dadurch können bis zu 4 Prozent Heizkosten eingespart werden. Alle heizgas- und kondenswasserberührenden Bauteile bestehen aus Edelstahl und sind deshalb besonders robust und langlebig. Die Brennwertkessel sind je nach Ausführung mit dem Regelsystem Logamatic EMS plus oder Logamatic 4000 und mit unterschiedlichen Buderus-Speichern kombinierbar. Auf die jeweiligen Anlagen hydraulisch abgestimmte Regelfunktionen und die bewährte Einstellung durch Drücken und Drehen erleichtern die Inbetriebnahme. Durch Zusatzmodule können die jeweiligen Regelgeräte individuell erweitert werden. IbAn statt Kontonummer – der countdown läuft! Mit 1. Februar 2014 müssen europäische Banken ihren bargeldlosen Zahlungsverkehr nach den Regeln der Single European Payments Area (SEPA) vereinheitlichen. Durch die SEPA-Vereinbarung soll der bargeldlose Euro-Zahlungsverkehr innerhalb des EWR (EU-27 plus Island, Liechtenstein, Norwegen) und der Schweiz standardisiert werden. Das Ziel ist, dass es keinen Unterschied zwischen nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungen mehr gibt. Dadurch werden Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen einfacher und zusätzlich auch sicherer. Statt „Kontonummer und Bankleitzahl“ werden bei SEPA-Zahlungsaufträgen nun die internationale Kontonummer IBAN (International Bank Account Number) und die internationale Bankleitzahl BIC (Bank Identifier Code) verwendet. Mit spätestens 1. Februar 2014 werden alle nationalen Überweisungs- und Lastschriftverfahren durch die neuen SEPA-Verfahren abgelöst. Jede IBAN ist weltweit einzigartig und enthält eindeutige Informationen über Staat, Bank, Institut und Kontonummer. Eine österreichische IBAN besteht aus 20 Stellen und ist folgendermaßen aufgebaut: So sieht die neue Zahlungsanweisung aus. • 2-stelliges ISO-Länderkennzeichen (AT für Österreich), • 2 Prüfziffern, • 5-stellige Bankleitzahl • und schließlich • die 11-stellige Kontonummer. Neu: Zahlungsanweisung Es gibt nunmehr einen einzigen und einheitlichen Zahlungsbeleg, die sogenannte Zahlungsanweisung. Auf diesem neuen Überweisungsbeleg werden IBAN und BIC eingetragen. Die Zahlungsanweisung ersetzt die bisher verwendeten Belege (Zahlschein, Erlagschein, Überweisung, EU-Standard-Überweisung) vollständig bis Ende Jänner 2014. Automatische Umstellung bestehender Aufträge Bestehende Daueraufträge und Einzugsermächtigungen für Endverbraucher bleiben dabei gültig. Diese werden automatisch auf das neue SEPA-System umgestellt. Wie bisher werden die Kontodetails für den Empfänger von diesem bekanntgegeben. Die korrekte IBAN der Empfängerin bzw. des Empfängers und der BIC der Empfängerbank befinden sich beispielsweise auf Rechnungen. 4 03·13 | unsere wärme

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gescHIcHte Erdöl – wissenswerte Fakten erdÖl WIrd seIt der AntIKe genutzt, der systemAtIsche AbbAu begAnn AllerdIngs erst In der zWeIten hälfte des 19. JAhrhunderts er wichtige Rohstoff Erdöl entstand nach herrschender Meinung aus abgestorbenen Meeresorganismen (z. B. Plankton), die sich vor rund 200 Millionen Jahren am Meeresgrund abgesetzt haben. Im Laufe der Zeit wurden diese Organismen von Sand- und Tonschichten überlagert. Unter dem Einfluss von hohen Temperaturen und Druckverhältnissen entwickelten sich aus der Planktonbiomasse neue Kohlenwasserstoffe. Diese wandern durch die Gesteinsschichten nach oben, bis sie auf eine undurchdringliche Sperrschicht treffen. Hier entsteht nun eine Erdöllagerstätte. Sobald das Erdöl an die Oberfläche geholt wurde, spricht man von Rohöl. Dieses wird in die Raffinerien transportiert, wo es in einem mehrstufigen Produktionsprozess unter anderem zu Heizöl verarbeitet wird. Dank des technischen Fortschritts wurden in den letzten Jahren immer neue Lagerstätten erschlossen und bestehende Ölfelder besser ausgeschöpft. D Weise kommt man auch an Ölvorkommen, die unter besiedelten Gebieten oder am Fuß von Gebirgen liegen. Wenn ein Ölfeld angebohrt ist, wird das Bohrloch auszementiert und ein Steigrohr installiert. Durch den natürlichen Druck in der Lagerstätte fließt das Öl zunächst von alleine. Wenn der Druck Muttergestein Erdöl gerstättenwasser und Sand befreit. Gasanteile und Salze werden ebenfalls herausgefiltert. Auch dann noch sieht das Rohöl je nach Förderstätte ganz unterschiedlich aus: Rohöl aus Algerien beispielsweise ist dünnflüssig und gelb, das aus Venezuela ist dick und fast schwarz. Erdgas undurchlässige Erdschicht Förderanlage Durch den Druck neuer Erdschichten und Faltung der Erdkruste entstehen Erdöllagerstätten. Vom Erdöl zum Heizöl Erdöl wird entweder auf dem Festland (onshore) oder auf dem Meer (offshore) gefördert. Große Erdölvorkommen liegen vor allem in küstennahen und flacheren Meeresgebieten, zum Beispiel im Golf von Mexiko, in der Nordsee und im Karibischen Meer. Um das Öl zu gewinnen, müssen die Lagerstätten angebohrt werden, wobei es unterschiedliche Verfahren gibt. Ausgefeilte Fördertechnik Beim Rotary-Verfahren graben sich riesige Bohrmeißel mit rotierenden Bewegungen senkrecht durch die Erdschichten. Beim sogenannten Richtbohren wird um die Ecke gebohrt. Auf diese sinkt, übernehmen Pumpen den Transport. Anders als beim Kohlebergbau bilden sich keine Hohlräume. Denn wenn Öl gefördert wird, strömt aufsteigendes Wasser, das sich unterhalb des Öls gesammelt hat, in die Poren des Speichergesteins. Dieses Wasser verhindert das Absinken von Erdschichten. Experten rechnen damit, dass künftig der Großteil des Öls in der Tiefsee gefördert wird. Das wird durch moderne Halbtaucherplattformen und Bohrschiffe ermöglicht. Durch neue Fördertechnik können zunehmend auch alternative Öllagerstätten erschlossen werden: In Poren von Gesteinen befindet sich zum Beispiel Ölsand und in porösen Gesteinsschichten gibt es Ölschiefer. Ölsande werden beispielsweise in Kanada ziemlich aufwendig im Tagebau gefördert. Ölschiefer ist bislang wirtschaftlich kaum zu gewinnen. Vorbereitung auf die Raffinerie Bevor das Rohöl auf die Reise in Richtung Raffinerie geht, wird es von La- Wie auch immer: Das gesäuberte Öl fließt durch lange Pipelines oft unterirdisch zur Raffinerie oder es wird auf Tankschiffe verladen. Damit aus Rohöl Heizöl wird, muss es in der Raffinerie diverse chemische und physikalische Prozesse durchlaufen. Der grundlegende Verarbeitungsprozess ist die Destillation. Dabei wird das Rohöl in der Raffinerie auf 400 Grad erhitzt. Leichte Kohlenwasserstoffe werden dadurch gasförmig. Die leichtesten wie Flüssiggas und Rohbenzin steigen in den oberen, kühleren Bereich des 50 Meter hohen Destillationsturms auf. Die schwereren, sogenannten Mitteldestillate wie Heizöl EL und Diesel sammeln sich bei rund 170 bis 370 Grad weiter unten. Das Rohöl wird so in seine einzelnen Fraktionen aufgespaltet. Diese kühlen ab und fließen dann über Rohrleitungen in Lagertanks, bevor sie je nach Verwendungszweck noch veredelt werden. Quelle: IWO Deutschland unsere wärme | 03·13 5

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Öl-WIssensWertes Ein vielseitiger Rohstoff erdÖl Ist nIcht nur dIe grundvorAussetzung, um unsere fAhrzeuge AnzutreIben und es Im WInter WArm zu hAben, sondern Auch verAntWortlIch für eIne vIelzAhl von Anderen ProduKten. o hat zum Beispiel nicht nur der Treibstoff für unsere Autos und Motorräder, sondern ebenso der Belag, auf dem diese sich fortbewegen, mit Erdöl zu tun: Auch Asphalt entsteht aus Erdöl oder Ölsanden. Fast 90 Prozent aller Chemieprodukte werden aus Halbfertigprodukten von Erdöl und Erdgas erzeugt. Tau- S sende Alltagsgegenstände, aber auch Kraft- und Schmierstoffe, Bitumen und Heizöl haben einen Ausgangsstoff: Erdöl. Die Sonne brennt heiß und Sie möchten Ihre Haut vor einem Sonnenbrand schützen? Die Creme, die Sie dazu verwenden, wird wahrscheinlich Paraffin enthalten, ein Erdöl-Nebenprodukt. Genau so findet man Paraffine aber auch in an- deren Kosmetikartikeln wie Parfüms und Lippenstiften. Sogar schon am frühen Morgen benutzen wir ein Produkt, welches das schwarze Gold enthält: Die Zahnbürste. Aber auch die Couch, auf der wir es uns abends zum Fernsehen bequem machen, ist unter Umständen mit einer Polsterung aus Polyurethan versehen, diese wiederum wird ebenfalls aus Erdöl hergestellt. ProduKte, dIe mIt dem vIelseItIgen rohstoff zu tun hAben © Thinkstock Erdöl ist der Ausgangsstoff für zahlreiche Produkte. 6 03·13 | unsere wärme

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VersorgungssIcHerHeIt Geht uns bald das Erdöl aus? dIe „PeAK oIl“-these beJAht dIese frAge. AKtuelle dAten der InternAtIonAlen energIeAgentur soWIe der bundesAnstAlt für geoWIssenschAften und rohstoffe sPrechen Jedoch gegen eIne solche entWIcKlung. fe (BGR) belegen, dass der Welt das Öl noch lange nicht ausgeht. Obwohl der weltweite Verbrauch kontinuierlich steigt, haben sich die gesicherten Vorkommen seit 1940 regelmäßig erhöht und liegen derzeit bei rund 217 Milliarden Tonnen – das sind 77 Milliarden Tonnen mehr als noch zur Jahrtausendwende. Hinzu kommen weitere geschätzte 410 Milliarden Tonnen in geologisch noch nicht erfassten oder technisch schwer zugänglichen Gebieten. Diese Mengen reichen selbst bei einem weiterhin steigenden Bedarf für mehr als 100 Jahre. duzenten vor Russland und den Ländern im Nahen Osten. Verantwortlich dafür sind technologische Fortschritte. So ermöglicht beispielsweise das sogenannte „Fracking“ die Erschließung großer Schieferölvorkommen. Dabei wird der Rohstoff aus dichtem Schiefergestein gewonnen. An diesem Beispiel zeigen sich die Schwächen der „Peak Oil“-Theorie: Sie lässt die Entdeckung weiterer Vorkommen sowie neue Möglichkeiten der Förderung außer Acht und bezieht sich nur auf die Summe aller bekannten Ölfelder. Das Zeitalter des Erdöls neigt sich angesichts der großen Vorräte also keineswegs dem Ende entgegen. „Öl wird auch in 50 Jahren noch einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung leisten müssen. Es bleibt damit fester Bestandteil unseres Energiemixes“, erklärt Professor Christian Küchen, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Oeltechnik (IWO-Deutschland). © IWO © IWO Falsche Propheten Neue Daten lassen den Schluss zu, dass das globale Fördermaximum von Erdöl noch in weiter Ferne liegt. Selbst ein steigender Bedarf kann noch mindestens 100 Jahre gedeckt werden. atürliche Rohstoffe wie Metalle und Erdöl sind im Laufe der Jahrhunderte zu einem unverzichtbaren Bestandteil unseres Lebens geworden. Umso größer ist deshalb die Sorge, dass ihr Vorrat irgendwann erschöpft ist. Vor allem im Falle des Erdöls hält sich hartnäckig die sogenannte „Peak Oil“-These, nach welcher die weltweit förderbare Menge an Öl bald ihren Höhepunkt erreicht hat und anschließend stetig abnimmt. N Dennoch warnen Verfechter von „Peak Oil“ seit Jahrzehnten vor dem Versiegen der Ölquellen. „Peak Oil“ bezeichnet den Punkt, an dem das Fördermaximum eines einzelnen Ölfeldes erreicht ist. Der Geophysiker Marion King Hubbert übertrug dieses ursprünglich nur für typische konventionelle USÖllagerstätten konzipierte Rechenmodell auf die globale Erdölproduktion – und prophezeite 1974 das Erreichen des weltweiten Fördermaximums zur Jahrtausendwende. Diese und weitere Vorhersagen haben sich als falsch erwiesen. Fracking erweitert Förderung Gesicherte Vorkommen erhöht Die Auswertungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstof- Mit dem neuesten Energiebericht der Internationalen Energieagentur (IEA) hat sich die Hypothese um ein Fördermaximum einmal mehr ad absurdum geführt. So hatte Hubbert das Fördermaximum der USA für 1970 berechnet. Die IEA sieht das Land in zehn bis 15 Jahren jedoch als weltgrößten Ölpro- Die sicheren Ölreserven der Welt sind in den vergangenen Jahrzehnten beständig gestiegen – trotz eines gleichzeitig erhöhten Verbrauchs. unsere wärme | 03·13 7

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KulturmIx st © Thinkstock Das Mariazellerland liegt in einem Tal in der Obersteiermark nahe der niederösterreichischen Grenze. Hauptort ist Mariazell, der mit Abstand wichtigste Wallfahrtsort Österreichs. Der Weg ist das Ziel! nAch mArIAzell, eInem der beKAnntesten WAllfAhrtsorte ÖsterreIchs, führen vIele Wege, eIner dAvon Ist dIe vIA sAcrA, dIe heIlIge strAsse, Auf der PIlger schon seIt 800 JAhren WAndern. ährend einer Wallfahrt geht es nicht nur darum, unberührte Natur zu genießen oder entlang des Weges kulturelle Kleinode zu entdecken, sondern vor allem auch eine Reise in das eigene Innere anzutreten. Das Gehen in der Stille hilft dabei, dem Alltagsstress zu entfliehen und aus der Natur Inspiration und neue Kraft zu schöpfen. Das Mariazeller Wallfahrerwegesystem 06 wurde 1980 eröffnet. Die Wege verlaufen durch die Bundesländer Wien, Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich, Salzburg, Kärnten und Steiermark und setzen sich W aus mehreren traditionellen Wallfahrerwegen, die nach Mariazell führen, zusammen. Dieses Wegesystem stellt gleichzeitig auch eine Verbindung der Landeshauptstädte Wien, St. Pölten, Eisenstadt, Salzburg, Linz, Klagenfurt und Graz mit Mariazell dar. Der Wiener Mariazellerweg (Via Sacra, ca. 125 km) Den Ausgangspunkt bildet der südwestliche Wiener Stadtrand bei WienRodaun bzw. Perchtoldsdorf (265 m). Von dort geht es durch den südlichen Wienerwald nach Heiligenkreuz. Dann führt die Strecke über Mayerling und den Wallfahrtsort Hafner- berg. Über St. Ägyd am Neuwalde gelangt man hinunter in die Walster und zum Hubertussee sowie durch das Halltal in den Gnadenort Mariazell. Die Via Sacra, die Wallfahrtsroute, gilt als ältester Pilgerweg Österreichs. Schon im Mittelalter, als Mariazell gegründet wurde, belebten Pilger die Orte entlang der Via Sacra. tipp am Weg: Klein-Mariazell ist ein ehemaliges Benediktinerkloster und eine bedeutende Wallfahrtsstation an der Via Sacra. Das Gebäude ist ein beeindruckendes Zeugnis romanischer Baukunst aus der Mitte des 13. Jahrhunderts mit faszinierenden Fresken von Johann Wenzel Bergl. 8 03·13 | unsere wärme

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KulturmIx Der Oberösterreichische Mariazellerweg (ca. 175 km) Ausgangspunkt dieses Weges ist der Pöstlingberg bei Linz. Er zieht über die Landeshauptstadt Linz, das Stift Florian, den weltberühmten Ort Christkindl, die alte Bezirksstadt Steyr über die Ötschergräben und Mitterbach am Erlaufsee nach Mariazell. tipp am Weg: Besuchen Sie die „Christkindlkirche“: 1695 stellte der schwerkranke Türmer und Kapellmeister Ferdinand Sertl ein kleines Jesukind aus Wachs in die Höhlung einer Fichte. Mehrmals in der Woche ging er dorthin, um zu beten. Als er von der Epilepsie geheilt wurde, kamen so viele Wallfahrer, dass der Bau einer Kirche notwendig wurde. Es entstand der Name „Zum Christkindl unterm Himmel“. zellerweg weiter bis Mariazell fortgesetzt wird. Ab St. Gilgen besteht die Möglichkeit, den Schafberg und das Höllengebirge auf lokalen Wegen zu umgehen. tipp am Weg: Entspannen Sie bei einer Zillenfahrt am Fuschlsee. Die Fahrt führt sie über den glasklaren See, vorbei an den unzähligen Buchten und dem Schloss Fuschl, wo in unmittelbarer Nähe der Schloss-Fischerei angelegt wird. buchtipps Warum Erdgas und Erdöl unerschöpflich sind. Hans-Joachim Zillmer, Verlag Herbig. ISBN: -10: 3776650397, EUR 9,99 Bestsellerautor Hans-Joachim Zillmer stellt mit wissenschaftlich fundierten Thesen etablierte Denkmodelle infrage, präsentiert innovative Ideen und widerlegt energie- und klimahysterische Angstprognosen. Warum die Klimakatastrophe nicht stattfinden. Fritz Vahrenholt, Sebastian Lüning, Verlag: Hoffmann und Campe, ISBN-10: 3455502504, ISBN13: 978-3455502503, EUR 24,99 Der Weltklimarat ist sich sicher: Die Klimaerwärmung ist vom Menschen verschuldet. Doch sind die Treibhausgase tatsächlich vornehmlich für unser Klima verantwortlich? Vahrenholt und Lüning haben sich im Laufe ihrer Untersuchungen intensiv mit den verschiedenen Klimamodellen beschäftigt. Sie kommen zu der Auffassung, dass die Erderwärmung der letzten 150 Jahre Teil eines natürlichen Zyklus ist. Wanderführer (Wegbeschreibung): E. und F. Käfer: Pilgerwege nach Mariazell, Band Ost + Nord, 6. völlig erneuerte Auflage 2009, Verlagsgruppe Styria, 144 Seiten, EUR 14,95 Der Wanderführer enthält die Mariazellerwege von Wien, NÖ und Burgenland. Erhältlich im Fachbuchhandel, bei Freytag & Berndt. unsere wärme | 03·13 Der Kärntner Mariazellerweg (ca. 135 km bis Eibiswald, dann weitere 215 km) Der Kärntner Mariazellerweg zieht von der Landeshauptstadt Klagenfurt durch die kulturhistorisch bemerkenswerten Orte Maria Saal und den Magdalensberg. Dann in den Sonnenort Diex über Griffen und den Martinikogel nach Lavamünd und weiter in den bekannten Grenzort Eibiswald. Von hier verläuft er auf dem „Steirischen Mariazellerweg“ in den Gnadenort Mariazell. tipp am Weg: Besuchen Sie den Magdalensberg: An seinem Südhang (nordöstlich von Klagenfurt) wurde eine frührömisch-keltische Siedlung ausgegraben. Der Magdalensberg war der wichtigste Handelsplatz der Römer für Eisen aus der Provinz Noricum. An der Stelle des keltisch-römischen Heiligtums steht am Gipfel heute eine gotische Wallfahrtskirche. Der Niederösterreichische Mariazellerweg (ca. 255 km) Dieser führt vom Waldviertler Freiwald über die Kamptalseen, den Horner-, Gföhler- und Dunkelsteinerwald sowie die Türnitzer Alpen ins Mariazellerland. tipp am Weg: Die spirituellen Zentren auf diesem Weg sind das Stift Heiligenkreuz, das weltweit zweitälteste Zisterzienserkloster (1133 gegründet). Das „mystische Herz des Wiener Waldes“ ist täglich geöffnet. Auch die Übernachtung ist hier möglich. Wer die Rückfahrt entspannt genießen möchte nutzt die Mariazellerbahn – eine Schmalspurbahn, die mehrmals täglich von Mariazell nach St. Pölten fährt (Fahrdauer etwa 2,5 Stunden). Die Strecke verläuft durch die eindrucksvolle Landschaft im Naturpark Ötscher-Tormäuer und durch das Pielachtal. Der Burgenländische Mariazellerweg (ca. 145 km) Von der Landeshauptstadt Eisenstadt zieht der Weg über Großhöflein zur bekannten Burg Forchtenstein im Rosaliengebirge. Weiter geht es nach Puchberg am Schneeberg, um schließlich durch das Obere und Untere Halltal in den Gnadenort zu gelangen. tipp am Weg: Die Burg Forchtenstein ist eines der bedeutendsten Wahrzeichen des Burgenlandes, ein Besuch der wechselnden Ausstellungen lohnt sich, auch für Kinder wird viel Unterhaltung geboten. Quelle: OeAV-Sektion Weitwanderer Der Salzburger Mariazellerweg (ca. 310 km) Er verläuft von Salzburg aus auf der Trasse des Voralpenweges 04 über den Gaisberg Faistenau – Fuschl am See – St. Gilgen bis in den Bereich des Willeitenberges, wo die Wanderung auf dem oberösterreichischen Maria- 9

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HeIZen mIt Öl Förderung boomt! heIzen mIt Öl: dIe zAhl der fÖrderAnträge Ist Im ersten hAlbJAhr um 10 Prozent gestIegen. 2013 WIrd dIe hälfte der gePlAnten energIeeInsPArung von 2100 gWh bIs 2016 erreIcht. Kosten noch nicht berücksichtigt und wird bei korrekter Antragstellung rückerstattet. „Durch die Heizölersparnis von bis zu 40 Prozent amortisiert sich die Anschaffung bereits nach wenigen Jahren“, so Reichard weiter. © Thinkstock Energieeinsparung nach Plan er auf ein modernes Öl-Brennwertgerät umsteigt, wird von der „Heizen mit Öl GmbH“ mit einer einmaligen, nicht rückzahlbaren Förderung belohnt. Ein schöner Anreiz für eine Heizungssanierung, so wurden im ersten Halbjahr 2013 stolze 2317 Anträge eingesandt. Das entspricht einer Steigerung von 10 Prozent zum Vergleichszeitraum des Vorjahres. Seit 2009 wurden insgesamt mehr als 26.000 Förderungen beantragt. Aufgrund der zuverlässigen Technik und der relativ stabilen Heizölpreise, die inflationsbereinigt auf dem Niveau von 2007 liegen, besteht auch im fünften Jahr der HMÖ-Initiative W weiterhin großes Interesse an der Ölheizungsmodernisierung. Niedriger Verbrauch und geringe Schadstoffemissionen Martin Reichard, Geschäftsführer der Heizen mit Öl GmbH, erklärt die Hintergründe der anhaltenden Ölheizungsnachfrage: „Moderate Investitionskosten, niedriger Heizölverbrauch und geringe Schadstoffemissionen – das sind die Hauptargumente, die für den Umstieg auf moderne ÖlBrennwertgeräte sprechen.“ Inklusive Kaminsanierung ist eine Erneuerung bereits ab 7000 Euro möglich. Die HMÖ-Förderung in der Höhe von 2000 bis 3000 Euro ist bei diesen Gemäß EU-Effizienz-Richtlinie unterzeichneten die Fachverbände der österreichischen Mineralölwirtschaft gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium im November 2009 die freiwillige Vereinbarung, bis 2016 im Ölheizungsbereich 2100 GWh Energie einzusparen. Durch die Umstellung auf moderne Öl-Brennwertanlagen wird die Hälfte davon heuer erreicht, wie Reichard erklärt: „Bereits im Jänner wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend die Einsparung von 990 GWh Energie bestätigt. Aufgrund der seither umgesetzten Modernisierungen liegen wir derzeit etwa bei 1050 GWh und haben somit gut die Hälfte unseres Solls erreicht.“ Jetzt Antrag stellen! In Österreich heizen rund 740.000 Haushalte mit Öl. Viele davon besitzen Ölheizungen, die älter als 20 Jahre sind und schon lange nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entsprechen. Noch bis 2016 unterstützt die Heizen mit Öl GmbH den Umstieg von alten, ineffizienten Kesseln auf moderne ÖlBrennwertgeräte. Die HMÖ-Initiative wurde heuer als einzige österreichische Energieeffizienzmaßnahme von der Internationalen Energie Agentur (IEA) ausgezeichnet. 10 03·13 | unsere wärme

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sanIerung Energieersparnis durch Kesseltausch! Auch In tIrol und der steIermArK freuen sIch AnlAgenbetreIber über dIe beeIndrucKenden ergebnIsse Ihrer heIzungssAnIerung. Anlage Ferbar, Wien Beheizte Nutzfläche vor/nach der Sanierung: 460 m2 Anzahl der Bewohner: 2–3 Kessel-Nennleistung Altanlage: 70 kW Kessel-Nennleistung Neuanlage: 50 kW Heizölverbrauch vor der Sanierung: 3500 l Heizölverbrauch nach der Sanierung: 2600 l Maßnahmen: Öl-BW-Kessel neu Investition: 15.9o0 Euro Investionskosten: 619 Euro/Prozent Einsparung Einsparung: 900 Liter/26 % Anlage Grabner, Vorarlberg Beheizte Nutzfläche vor/nach der Sanierung: 140 m2 Anzahl der Bewohner: 2 Kessel-Nennleistung Altanlage: 22 kW Kessel-Nennleistung Neuanlage: 18 kW Heizölverbrauch vor der Sanierung: 2000 l Heizölverbrauch nach der Sanierung: 1100 l Maßnahmen: Öl-BW-Kessel neu Investition: 10.5o0 Euro Investionskosten: 234 Euro/Prozent Einsparung Einsparung: 900 Liter/45 % Energieersparnis von 2000 geförderten Haushalten: … unter 10 Prozent … 20 bis 29 Prozent … über 40 Prozent • 5 % • 24 % • 29 % … 10 bis 19 Prozent … 30 bis 39 Prozent • 15 % • 27 % unsere wärme | 03·13 11

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ÖltanK Heizöl richtig lagern der energIevorrAt Im eIgenen ÖltAnK gIbt eIn sIcheres gefühl. dIe vorteIle: energIelIeferAnt, lIefermenge und lIefertermIn KÖnnen selbst bestImmt Werden. • Austretender flüssiger Brennstoff muss zurückgehalten, die ordnungsgemäße und schadlose Verwertung oder Beseitigung ermöglicht werden. • Abhängig vom zulässigem Lagervolumen (bundesländerspezifisch nicht einheitlich geregelt) und vom Aufstellraum müssen Öltanks in einer dichten und ölbeständigen Auffangwanne ohne Abläufe aufgestellt werden, sofern sie nicht doppelwandig mit Leckanzeigegerät oder mit integrierter Auffangwanne und Leckageerkennungssystem versehen sind. Die Transparenz bei oberirdischen Öltanks aus Kunststoff, die eine visuelle Leckageerkennung zulässt, ersetzt das Leckageerkennungssystem. © IWO D Befüllung von Öltanks ur längerfristigen Erhaltung der gelieferten Produktqualität sind bei der Heizöllagerung einige Faktoren zu berücksichtigen. Prinzipiell ist es wichtig, den Tank und die Ölleitungen frostfrei zu halten und keinen extremen Temperaturschwankungen oder direkter Sonneneinstrahlung auszusetzen. Außerdem sollte der Öltank immer möglichst voll sein, um die Tankatmung und die Kondenswasserbildung gering zu halten. Z Öltank Generelle Anforderungen an Öltanks und deren Aufstellung sind: • Einwandige unterirdische Öltanks sind unzulässig. Eine Nachrüstung mit Leckschutzauskleidung (Innenhülle) und Leckanzeigegerät ist jedoch im Rahmen der gesetzlichen Regelungen zulässig. • Unterirdische Öltanks müssen generell doppelwandig und mit Leckanzeigegerät ausgestattet sein. • Öltanks müssen dicht, standsicher und gegen die zu erwartenden mechanischen, thermischen und chemischen Einflüsse hinreichend widerstandsfähig sein. • Undichtheiten aller mit flüssigem Brennstoff in Berührung stehenden Anlagenteile müssen schnell und zuverlässig erkennbar sein. Bei der Befüllung von Öltanks wird empfohlen, den Ölbrenner (Heizkessel) außer Betrieb zu nehmen und erst nach einem Zeitraum von vier bis fünf Stunden wieder in Betrieb zu nehmen. So ermöglicht man das Absetzen eventuell aufgewirbelter Alterungsprodukte. Kontrolle des Öltanks Zumindest einmal pro Jahr und bei jeder Heizölanlieferung ist eine Sichtprüfung der Öllageranlage (Öltank inklusive der Leitungen und aller eingebauter Armaturen) durch den Betreiber durchzuführen. Dadurch können Beschädigungen und eventuelle Undichtheiten rechtzeitig erkannt und beseitigt werden. 12 03·13 | unsere wärme

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studIe © Thinkstock Studie aus Deutschland: Wie heizen wir morgen? dIe hAusWärmestudIe von shell und bundesIndustrIeverbAnd deutschlAnd hAus-, energIe- und umWelttechnIK e. v. (bdh) zeIgt, WIe sIch dAs heIzverhAlten In zuKunft verändern WIrd. ie Modernisierung häuslicher Wärmeerzeuger liegt seit 2007 bei nur etwa 3 Prozent pro Jahr. Hält das geringe Modernisierungstempo an, wird ein Großteil der Heizungen im Jahr 2030 über 30 oder gar 40 Jahre alt und entsprechend ineffizient sein“, unterstrich Andreas Lücke vom BDH. Dabei seien von den aktuell 21,3 Mio. Wärmeerzeugern schon 2,7 Mio. über 25 Jahre alt. Nur 20 Prozent aller Heizgeräte in deutschen Kellern entsprächen dem Stand der Technik. D der Solarwärmeanlagen könnte sich von heute 1,6 Millionen auf über sieben Millionen fast verfünffachen. Erneuerbare Energien Diversifizierung von Heiztechnik und Energieträgern 86 Prozent der heute vorhandenen Wärmeerzeuger in Wohngebäuden sind Gas- oder Öl-Heizkessel. Bis 2030 werden sich laut Studie die Heiztechnik und damit auch die Heizenergieträger zunehmend diversifizieren. Die Zahl alternativer bzw. erneuerbarer Wärmeerzeuger wie Wärmepumpen, Kraft-Wärme-Kopplung oder Holzfeuerung werde sich von heute weniger als drei Millionen auf 6,3 Millionen mehr als verdoppeln. Die Zahl Mit der Zunahme alternativer bzw. neuer Heiztechniken wachse auch der Anteil erneuerbarer Energien. Heute liege der Anteil erneuerbarer Energien bei 12,5 Prozent, bis 2030 könnte er aus Sicht der Studienersteller je nach Rahmenbedingungen auf bis zu 31 Prozent zulegen. Holz ist und bleibe der mit Abstand bedeutendste erneuerbare Energieträger. Solarwärme und Umweltwärme würden jedoch an Bedeutung gewinnen. ihre Maßnahmen zur Realisierung der Energiewende verstärken, könne der Anteil von Gas- und Ölheizungen bis 2030 sogar auf 72 Prozent zurückgehen. Gleichzeitig werde sich die Zahl der Brennwertgeräte nahezu verdreifachen. „Brennwerttechnik wird bis 2030 Schlüsseltechnologie bleiben. Systeme, die zusätzlich erneuerbare Energien einkoppeln, werden stark an Bedeutung gewinnen“, führte Lücke aus und bestätigt damit den Ansatz von IWO, sich verstärkt mit Hybridheizungen zu befassen. Forderungen Schlüsseltechnologie Gasund Öl-Brennwerttechnik Trotz Entwicklung der Erneuerbaren würden auch im Jahr 2030 zentrale Gas- und Öl-Heizkessel das Rückgrat der Hauswärmeversorgung stellen. Ihr Anteil an den zentralen Hauswärmeerzeugern liege heute bei 85 Prozent. Bei einer Fortsetzung des heutigen Trends sinke der Wert nach Ansicht des HWWI leicht auf 81 Prozent im Jahr 2030. Sollte die Politik „Um die Ziele der Energiewende im Hauswärmesektor zu erreichen, müssen deutlich mehr Heizungen modernisiert werden“, unterstrich Lücke. Von zentraler Bedeutung sei es, Planungssicherheit für die Haushalte zu schaffen und dabei realistische Ziele einschließlich eines ausgewogenen Energiemixes anzustreben. Von der Politik verordnete Maßnahmen müssten das Wirtschaftlichkeitsgebot beachten, gleichzeitig müsse die Akzeptanz der Verbraucher sichergestellt werden. Quelle: IWO Deutschland unsere wärme | 03·13 13

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