genuss magazin no.2

 

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genuss magazin no.2

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genuss magazin Echtes Bäckerhandwerk seit 1812 Viel genascht Wir waren bei der Pralinenherstellung in der Konditorei Viel erlebt Senior Karl Wanner und seine spannende Lebensgeschichte 1. Juli 20 12 steigt – am unser Fest zum 200-jähr großes Jubiläum igen a Holzgerl m Stammhaus, ingen Ze ntrum Einladun g! Feiern Si e mit Erst die Arbeit... ...dann das Vergnügen Rezepte, Produkttipps und Freizeitideen Unsere Auszubildenden im Portrait

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100 95 75 25 5 0 100 95 75 25 5 0 knapp_anz_wanner_rz_02 Freitag, 24. Februar 2012 17:03:06 Siemensstraße 1 ∙ 71088 Holzgerlingen Tel. 0 70 31 / 60 57 86 Wir freuen uns auf Ihren Besuch in unseren neuen Verkaufsräumen. 71139 Ehningen Schmale Gasse 9 w w w.roehm-sales-symbolik.de

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Fotos: Vorname Name (X), Bildagentur (X) XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX Und es wird Sommer... GUTER START! Mit unserem Frühstück in den Filialen „Vis-a-Vis“ (Holzgerlingen) und „Wanner‘s“ (Weil im Schönbuch) starten Sie genussvoll in den Tag! Freuen Sie sich auf unsere neue Frühstückskarte mit Leckerbissen wie dem Genussfrühstück für zwei, unserem Fit-Frühstück oder zünftig mit drei Rühreiern und Speck. Langschläfer müssen sich nicht beeilen – unser Frühstück gibt es den ganzen Tag... Tut das gut! Die warme Frühlingssonne weckt die Lebensgeister. Kalte Getränke lösen warme Jacken ab, Eis muss man nicht mehr vom Auto kratzen, sondern darf es von der Waffel schlotzen, und Schnee wollen wir nur noch als Ei-Schnee auf der Torte sehen! In der Backstube tüfteln wir neben der Pflege unser vielen traditionellen Familienrezepten an neuen Backideen für die Open-Air-Saison. „Vielleicht sollten wir ein BBQB machen – ein Barbecue-Brot?“, fragt sich unser Backstuben-Leiter Harald Delker. Wer rastet, der rostet. Zum Rasten kommen wir in unserem Jubiläumsjahr nur selten. Doch die vielen Glückwünsche zum 200-Jährigen, schon bei unserer Silvester-Party auf dem Marktplatz, bestärken uns darin, Ihnen – als Dank für Ihre Treue – dieses Jahr echte Highlights zu bieten. Feiern Sie mit uns mit zahlreichen Jubiläumsangeboten in den Filialen oder bei unserem großen Jubiläumsfest. Wir freuen uns auf Sie! Ihre Ursula und Helmut Wanner Lecke r tück rühs mit F und gesund: Start in den Tag en in d nn Wa B er- ist s ro VOR­ MERKEN! Man muss die Feste feiern, wie sie fallen: Wir möchten Sie schon jetzt ganz herzlich zu unserem großen Jubiläumsfest für die ganze Familie am 1. Juli 2012 einladen! Start: 11.00 Uhr vor unserem Stammhaus und im Holzgerlinger Zentrum. 3

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Klein aber fein – Wanners Trüffelpralinen haben eine treue Fangemeinde... Gruppenbild mit Torte: Die Mitarbeiter der Konditorei mit Mohammed Ahmed, Regina Rau, Leiter Andreas Kaiser und Natthaphan Ruangmanee (v. l.) 4 Hochzeitstorte, Pralinen oder Kuchen – Feines aus der WannerKonditorei

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ZUM ANBEISSEN Helmut Wanner ließ uns einen Tag in sein Reich, die Konditorei im Holzgerlinger Stammhaus, und zeigte uns, wie die beliebten Wanner-Pralinen gemacht werden... H Es gibt Momente, da ist man sich absolut sicher, den richtigen Beruf zu haben. Als ich in der Konditorei vor geschätzten 300 Pralinen stehe und mir Helmut Wanner – meine Gedanken lesend mit einem Augenzwinkern – versichert, die nächsten zehn Sekunden wegzuschauen, greife ich Pralinendieb zu und lasse mir den weißen Trüffel auf der Zunge zergehen. Doch der Reihe nach, bis zu dieser zartesten Versuchung, seit es Trüffelpralinen gibt, war es ein weiter Weg... Dass der gelernte Konditor Feuer und Flamme für Pralinen ist, zeigt sich früh morgens in der Konditorei im Wortsinne: Helmut Wanner zündet die Gasflamme an und gibt eine Messing-Schüssel auf den kleinen Herd. „Jetzt machen wir die Ganache. Das Herzstück einer Praline.“ Richtig, Ganache ist die cremige, auf der Zunge so wunderbar schmelzige Füllung. Manche sagen schreiben es mit „C“, ausgesprochen wird es „Kanasch“. Helmut Wanner schmilzt langsam und behutsam unter ständigem Rühren Schokoladen-Kuvertüre, Sahne und Butter. Es ist ein Gerücht, dass Männer nicht Multi-Tasking können – Helmut Wanner rührt und beantwortet gleichzeitig meine Fragen. Weil ihn Pralinen und Schokolode schon immer faszinierten, zog es ihn in jungen Jahren in die Schweiz, dem Schlaraffenland für alle Naschkatzen. Nach seiner Konditorlehre im Stuttgarter Café Reinsburg arbeitete Helmut Wanner im renommierten Café Bauer in Zürich. Dort und in seiner Zeit bei der Schokoladen-Institution Lindt & Sprüngli in Zürich wurde der Schwabe von den Schweizern in die hohe Kunst der Pralinenherstellung eingeführt. „Liebe Nachbarn in der Schweiz – vielen Dank dafür!“, will man beim Biss in die außen knackige und innen butterweiche Praline sagen. Genug gerührt und geredet, die Ganache ist fertig, Helmut Wanner nimmt den Kupferkessel – Kupfer deshalb, weil es am besten Wärme leitet und so schnell auf Temperaturregelungen am Gasherd reagiert – vom Herd. Wir müssen warten, Männer am Herd: Konditor Helmut Wanner führt Journalist Felix Krohmer in die Kunst der Pralinenherstellung ein Fotos: Annette Nüßle www.baeckerei-wanner.de 5

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1 bis die Masse auf 20 Grad abgekühlt ist – die ideale Temperatur zum Weiterverarbeiten. Helmut Wanner gibt die Masse in einen Portionierer (eine Art Trichter, die auf Knopfdruck eine definierte Menge abgibt, sozusagen eine mechanische Spritztüte). Jetzt ist Fingerspitzenarbeit gefragt: Der Holzgerlinger Konditormeister füllt die Pralinenhohlkörper. Warum diese unter einer Edelstahlplatte mit Löchern versteckt sind, wird beim nächsten Arbeitsgang klar: Helmut Wanner zieht mit einem Spachtel die überschüssige Ganache ab. Jetzt nimmt er die Lochplatte ab und verschließt die Pralinen mit einem Deckel. Es fehlt noch etwas – Trüffelpralinen sehen anders aus... Ihren Namen haben sie vom gleichnamigen Pilz bekommen, der mehr oder minder die gleiche – runde und kleine – Form hat. Apropos Form: Ob glatt und in Kakao gewendet oder mit charakteristischem „Igelmuster“ entscheidet jeder Konditor selbst. Neben den Klassikern Vollmilch, Zartbitter, Weiße Schokolade, ChampagnerTrüffel, Marc de Champagne sind der Phantasie des Konditormeisters kaum Grenzen gesetzt. „Nichts gegen bunte Experimente. Aber manche Dinge muss man nicht zwanghaft neu erfinden – ein Trüffel aus weißer Schoklade ZUM DAHINSCHMELZEN: DIE GANACHE Die Ganache ist die Füllung der Trüffelpralinen. Die Zutaten sind fast immer gleich – Schokoladenkuvertüre, Sahne, evtl. in Wasser aufgekochter Zucker und Aromen. Doch jeder Konditor schwört auf sein ganz eigenes Mischungsverhältnis aus Kuvertüre und Sahne. „Entscheidend ist viel mehr die hohe Qualität der Zutaten. Wer zum Beispiel an der Schokolade spart, wird keine guten Trüffel machen können.“ Neben besten Zutaten ist auch echte Handwerkskunst gefragt, weiß der Konditor: „Um die perfekte Praline herzustellen, braucht es viel Zeit beim Schmelzen der Zutaten und viel Erfahrung.“ 2 3 Butter, Sahne, Schokoladenkuvertüre und geschmolzener Zucker sind die Zutaten für die Pralinenfüllung, die Ganache (1). Die Pralinenhohlkörper werden mit der Ganache befüllt (2), überschüssige Masse wird abgestrichen (3) und mit der Pralinengabel werden die Trüffel gerollt, um das charakteristische „Igelmuster“ zu erhalten 4

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ist ein Klassiker, rundum ein Genuss und braucht keinen geschmacklichen Firlefanz mit künstlichen Aromen “, findet Helmut Wanner und greift zur Gabel. Eine Mitarbeiterin in der Konditorei tunkt die Pralinen in erwärmte Schokolade und reicht sie Helmut Wanner auf das vor ihm liegende Gitter. Jetzt kommt es auf Sekunden an: Es muss genau der richtige Zeitpunkt (die Schokolade darf weder zu warm noch zu kalt sein) gefunden werden, um die Praline mit der Gabel einmal nach rechts und einmal nach unten über das Gitter zu rollen – so ensteht das tpische Muster. Die beiden arbeiten Hand in Hand, hoch konzentriert. Besser jetzt keine Fragen stellen – und warten, bis die Trüffel abgekühlt und bereit zum Probieren sind. Leeeeecker!!! UNSER REZEPT FÜR SIE: JOGHURTTÖRTCHEN Nicht zu habhaft und erfrischend – unser Joghurttörtchen ist ideal für die warme Jahreszeit. Und es sieht komplizierter aus, als es zu backen ist... BODEN CREME Wer zählt denn schon gerne Kalorien – wir zählen lieber Pralinentrüffel in der Konditorei Wanner in Holzgerlingen • 150 g Butter (weich) • 175 g Zucker • 2 mittelgroße Eier • 100 g Mehl • 50 g Speisestärke • ½ TL Backpulver • 6 Blatt Gelatine • 300 g Joghurt • 200 g Schlagsahne • 1 Packg Vanillezucker • Saft von ½ Zitrone Fotos: Vorname Name (X), Bildagentur (X) XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX 1 Für den Boden Butter und Zucker sehr schaumig rühren. Eier unterrühren. Mehl, Stärke und Backpulver mischen und unterrühren. 2 Kleine Springformen mit Backpapier auslegen. Teig darin verstreichen. Im vorgeheizten Backofen bei 200°C ca. 25 Min. backen. Auskühlen lassen. 3 Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Ausdrücken und bei milder Hitze in Zucker und Zitronensaft auflösen; Joghurt unterrühren. Sahne und VanillinZucker steif schlagen und unter die Joghurtmasse ziehen. 4 Springform schließen. Creme auf den Boden streichen. Mindestens 3 Stunden kalt stellen. Nach Bellieben dekorieren – z.B. mit einer halben Erdbeere. 7

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Freihändig durch Stuttgart , Aufbauarbeit in Holzgerlingen IM PORTRAIT: Karl Wanner Mit seinem Engagement und ansteckender Energie hat Karl Wanner ein wichtiges Kapitel zur 200-jährigen Erfolgsgeschichte der Bäckerei Wanner geschrieben... Jeden Tag im Betrieb: der umtriebige Senior Wanner W 8 Wenn man ein echtes Holzgerlinger Urgestein kennen lernen und viel über vergangene Zeiten erfahren möchte, dann ist man bei Karl Wanner genau richtig. 1926 geboren, weiß der umtriebige Senior – nicht nur zur Unternehmensgeschichte der Firma Wanner – viel zu berichten. „Das Leben war sehr viel härter als heute. Schon als Kind war man bei der Arbeit mit eingespannt. So richteten sich damals die Schulferien nicht nach dem Kalender, sondern nach der Erntezeit“, erinnert sich Karl Wanner. Selbstversorgung war damals angesagt, fast jeder besaß seinen kleinen Acker. Was über den Eigenbedarf hinaus geerntet wurde, konnte verkauft werden. Das Geld wurde gebraucht, um Dinge wie Kleidung oder Kohle fürs Heizen zu kaufen. Noch immer denkt Karl Wanner gerne an die Zeiten zurück, die er zusammen mit seinem Vater verbrachte. „Wenn wir hinter dem Pflug liefen, unterhielten wir uns, und mein Vater hat mir mit einer Engelsgeduld alles Mögliche erklärt. Von diesen Gesprächen profitiere ich noch heute.“ Mit 14 Jahren startete er 1938 in Stuttgart seine Bäckerlehre. Sein Vater hatte ihm diesen Beruf ans Herz gelegt und „damals wurde auch gemacht, was der Vater wollte“, sagt Karl Wanner, dem sein erlernter Beruf von Anfang an Freude machte. „Abends wurde in der Backstube ein kleines Feuer im Ofen geschürt und der Vorteig für den kommenden Tag gerichtet. Nur so konnte am nächsten Tag in aller Herrgottsfrühe mit dem Backen gestartet werden.“ Wer damals als Bäcker eine Ausbildung machte, der musste aus hartem Holz geschnitzt sein: „In meiner Lehre wogen die Mehlsäcke 100 Kilogramm!“ Heute wird das Mehl bequem aus dem Silowagen in die Bäckerei gepumpt – und ein Sack mit z. B. Sesamsaat wiegt „nur“ 25 Kilogramm. Wen wundert es also, dass für den Stuttgarter Kraftsportverein Stuttgartia besonders viele Bäcker in ihrer Freizeit Ringermedaillen holten. „Der Teig wurde von Hand geknetet – das gab Muskeln“, lacht Bäckermeister Wanner. Mit Teig kneten und backen war es natürlich nicht getan. Die Brötchen wurden „per pedes“ an die Haustüre gebracht und verkauft. Zu Karls „Revier“ gehörten Teile der Schlossstraße, der Sophienstraße, des Heusteigs und des Bopsers. Waren die Brötchen verkauft, kamen die Wirtshäuser dran, die mittels Fahrrad beliefert wurden. „Ich konnte freihändig von der Heusteigstraße bis zum Hauptbahnhof radeln. Nur beim Überqueren der Straßenbahnschienen musste ich aufpassen…“ Zehn Sorten Brot wurden in seiner Lehrbäckerei gebacken. Kuchen gab es kaum, die meisten Kunden www.baeckerei-wanner.de Fotos: Fotostudio van Munster (1), Wanner (6)

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Wie die Zeit vergeht – Karl Wanner konnten sich so etwas nicht leisten. Auch der Holzgerlinger verdiente nicht die Welt: Eine Reichsmark im ersten Lehrjahr, zwei im zweiten und im dritten Jahr gab es dann fünf Reichsmark – „aber nur, weil ich sehr hart gearbeitet habe, sonst wäre es weniger gewesen.“ Alle drei bis vier Wochen fuhr der junge Karl mit der Bahn nach Hause. Am 16. April 1942 hatte er dann seinen Bäckerbrief in der Tasche. Statt in die Backstube ging es dann jedoch in die Armee. Ostfront, Westfront – Karl Wanner hat alles durchgemacht. Ab und an durfte er im Krieg für seine Kameraden backen. Unvergesslich ist für ihn eine dramatische Episode, als er für seine Einheit Kuchen machen sollte: „Nach Tagen des Eingekesseltseins kam Hilfe, wir bekamen Butter, Zucker, Mehl und Hefe, weshalb ich zur Feier des Tages Streuselkuchen backen sollte. Während des Backens fielen die russischen Soldaten ein…“ Bei den Kämpfen starben viele seiner Kameraden, „mich hätte es auch erwischt, wäre ich nicht zum Backen abkommandiert worden. Es starben so viele, dass jeder zwei Stücke des Kuchens bekam.“ Nach dem Krieg kam die Gefangenschaft. Aber der heute 86-Jährige ließ sich nie entmutigen. Und baute anschließend die Holzgerlinger Bäckerei auf. In die Backstube geht er immer noch täglich. „Da bruddel ich meistens und sag, dass die jungen Leute pünktlicher werden müssen“, lächelt er und scheint zufrieden mit seiner Rolle. KARLS GESCHICHTE(N) Karl Wanner bekommt eine eigene Kolumne und bringt ab der nächsten Ausgabe seine Erinnerungen zu Papier... ZEITGEMÄSSE LANDSCHAFTSARCHITEKTUR UND GARTENDESIGN ALS MARKENZEICHEN. Kompetente Beratung und professionelle Planung für : Private und öffentliche Bauherrn sowie für Firmen und Institutionen • Gärten • Parkanlagen • Gewerbe und Firmenareale • Öffentliche Anlagen info@kubus-freiraum.de www.kubus-freiraum.de fon 0 6441-948599

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SPÜRBARER PULS Das Herz der Bäckerei Wanner schlägt im Stammhaus im Zentrum Holzgerlingens. 20 Mitarbeiter sorgen dafür, dass man es bei Wanner „gebacken kriegt“... SERIE: DIE WANNER-FILIALEN DAS STAMMHAUS Kira Schölzke, Christina Schuster, Gülhan Cebe, Neslihan Bayrak, Claudia Dieterle (v.l.) können wir auch kurz mal einen Konditor um Rat fragen.“ Wer den Puls der Bäckerei Wanner spüren möchte, ist im Haupthaus im Holzgerlinger Zentrum genau richtig. Hier fing alles an, hier wird in Backstube und Konditorei überlieferte Backtradition mit neuen Rezepturen fit für die Zukunft gemacht, hier ist man goldrichtig „GUTEN MORGEN!“, schmettert der für das belegte Brötchen zwischendurch Chef in den Laden und begrüßt einen genauso wie fürs Ordern eines exklusiven Kunden pers Handschlag. Nach einem Caterings. Gestatten Sie mir, lieber Leser, kurzen Plausch verabschiedet sich Hel- persönlich zu werden: Ich (Felix Krohmer) mut Wanner wieder in die angrenzende kam vor vielen Jahren das erste Mal ins Backstube – im Stammhaus wird für alle Stammhaus und kaufte Pralinen. Dabei Filialen frisch und in echter Handarbeit lernte ich Ursula Wanner kennen. Ihre gebacken. Am Stehcafé philosophieren Herzlichkeit und ihr ansteckendes Lachen zwei Damen über die Vorteile des energe- sind für mich seitdem mit dem Stammmtisierten Wassers, das man sich kostenlos haus verbunden. Und die weißen Praliam Wasserbrunnen abzapfen kann. Un- nentrüffel natürlich auch – Kalorien zum terdessen ist sich Filialleiterin Kira Schölz- Verlieben! ke mit einer Kundin einig: Hefekranz mit Brombeermarmlade ist einfach ein Hoch- HAUPTHAUS: genuss! Ihre Stellvertreterin Claudia Die- Bäckerei Wanner, Tübinger Straße 23, terle nimmt eine Bestellung für eine Torte 71088 Holzgerlingen, Tel.: 07031-74930, am Telefon entgegen. „Hochzeitstorten be- Mo-Fr 6.00-18.30 Uhr, Sa 6.00-13.00 sprechen wir am besten hier vor Ort. Dann Uhr, So 8.00-11.00 Uhr 10 www.baeckerei-wanner.de

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Wanners Fetz PRODUKT IM PORTRAIT Wie kann man das schwäbische „Du Fetz“ am besten ins Hochdeutsche übersetzen? „Du Lump!“ steht im Internet mit dem Zusatz „liebevoll gemeint“. Schwaben jedenfalls wissen, welchen Frechdachs sie so titulieren. Die Grundlage für den beliebten „Wanner's Fetz“ ist ein Baguette-Teig. Eine lange Teigruhe von mindestens vier Stunden oder mehr ist die Voraussetzung für den feinen Geschmack. Erst aufgrund dieser langen Ruhezeit bekommt dieses Brötchen seinen besonders intensiven, kräftigen Eigengeschmack und die saftige Konsistenz. „Zeit ist überhaupt DAS Geheimnis in der Bäckerei. Das weiß jede gute Hausfrau“, sagt Backstuben-Leiter Harald Delker. „Unser Fetz wird nahezu so gebacken, wie die Landfrauen früher den Teig für ihre Brote angesetzt haben.“ Das bedeutet: Zutaten mischen, kneten, lange ruhen lassen, wieder kneten, ausformen, ruhen lassen und dann backen. Beim Fetz kommt als letzter Schritt vor dem Backen noch das Laugebad. 2002 erfand Helmut Wanner den Fetz. Inzwischen werden täglich zwischen 600 und 800 Stück verkauft. Wen wundert´s, denn in Kombination mit einem guten Käse oder Schinken, vielleicht noch ein Gürkchen – und einem Glas Bier bereitet das freche Brötchen echten Genuss... 11 11

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MITARBEITER Zukunft erfolgreich gestalten – eine Ausbildung bei Wanner 14 junge Menschen sind momentan in ihrer Ausbildung bei Wanner. Wir haben einige davon nach ihren Erfahrungen befragt. Zuvor stellen wir Ihnen den neuen Juniorchef – und einen ehemaligen Mitarbeiter vor... ALEXANDER WANNER juniorchef JOCHEN WIER ehemaliger mitarbeiter 2004 machte Alexander Wanner in Stuttgart seinen Realschulabschluss und absolvierte die Berufsfachschule mit Schwerpunkt Metall. Aber die Arbeit mit Metall machte ihn nicht glücklich. „Ich brauche die Arbeit mit natürlichem Grundmaterial“, verrät Alexander Wanner. Die Entscheidung, in die Fußstapfen von Vater und Großvater zu treten, war gefällt. In Betrieben in Filderstadt, Frankfurt und am Bodensee sammelte er Erfahrungen, 2010 machte er seinen Bäckermeister an der BundesbäckerFachschule in Weinheim. 2012 folgte die Abschlussprüfung zum Konditormeister in Heidelberg, den Betriebswirt des Handwerks hat er schon in der Tasche. „Jetzt krempel ich die Ärmel hoch und leg mich in der Bäckerei richtig ins Zeug!“ 2010 änderte sich Jochen Wiers Leben dramatisch. Dem angehenden Konditor von Wanner, wurde, wie juristisch bewiesen, ein un- Zeit zu Zeit hilft er auch in der Konditorei aus. „Vollzeit kann ich in meinem Beruf nicht mehr arbeiten – acht Stunden auf Prothesen ste- „Jetzt krempel ich die Ärmel hoch und lege mich in der Bäckerei richtig ins Zeug!“ Alexander Wanner tergeschobener Amphetamin-Mix zum Verhängnis: „S-Bahn-Surfen“ nennt sich der lebensgefährliche Irrsinn, den er bei vollem Bewusstsein sicherlich nie gemacht hätte. Starke Verletzungen waren die Folgen. Unterkriegen ließ sich der junge Mann nicht: 2011 beendete er seine Konditor-Lehre. Von hen ist unmöglich!“ Im Juni startet er sein Studium zum Fachwirt für Marketing und Organisation. Wenn er später als Eventmanager arbeitet, dann wird er sein Lieblingsgebäck – Petit Fours – nicht selbst zubereiten, aber seinen Kunden empfehlen... Wir liefern auch für die Gastronomie. 12 Hauptgeschäft: Postplatz 12 - 71032 Böblingen Filiale: Bahnhofstraße 3 - 71032 Böblingen http://www.obstgemuese-bb.de

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Bitte lächeln – trotz Kälte beim Fototermin mit den WannerAuszubildenden auf dem neuen Holzgerlinger Spielplatz. Juniorchef Alexander Wanner (mitte) steigt in den elterlichen Betrieb ein; Jochen Wier (rechts) lässt sich trotz seines schweren Unfalls nicht entmutigen Die Wanner-aZubiS: MICHAEL SOHN auS altDorf, lehrjahr Zum bÄcKer: GIULIA STORINO DettenhauSen, 21 jahre, DritteS 22 jahre, im Dritten lehrjahr bÄcKereifachVerKÄuferin: „Mir macht der Bäckerberuf viel Spaß – vor allem, weil man das Entstehen eines Produkts schön verfolgen kann. Das gibt ein gutes Gefühl: Ich weiß, was in den Teig rein muss, ich kenne die richtige Bearbeitungsweise und ich freue mich, wenn die Kunden dann „mein“ Produkt lecker finden. Chef und Kollegen sind wirklich nett.“ „Ich bin eher zufällig über eine Freundin zu dem Beruf gekommen, aber es macht mir viel Spaß. Die Arbeit besteht ja nicht – wie mancher vielleicht denkt – nur daraus, Brot einzupacken und zu kassieren. Ich richte zum Bei- nur mit dem Herzen, sondern auch mit dem Kopf bei der Sache ist. Die Ausbildung macht mir Spaß. Ich bekomme viel erklärt und gezeigt. Auch wenn ich selbst etwas mache, dann ist immer jemand in der Nähe der sich auskennt, um zu helfen, wenn ich unsicher bin. Die Zusammenarbeit und das Team ist wirklich KLASSE!“ „Wir unternehmen auch privat viel zusammen – letztes Jahr sind wir mit dem gesammelten Trinkgeld ins Musical“ Regina Anna Rau REGINA ANNA RAU auS holZgerlingen, 18 jahre, spiel auch Brötchen, die für Meetings in Firmen ausgeliefert werden und ich berate auch die Kunden, wenn Sie spezielle Brote suchen. Gerade der Kontakt zu den Kunden gefällt mir.“ ZWeiteS lehrjahr Zur KonDitorin: NESLIHAN BAYRAK „Als Konditorin kann ich kreativ arbeiten – das ist mir wichtig. Natürlich muss die Basis stimmen, aber etwa bei Sahnetorten kann ich mich bei der Dekoration auch persönlich einbringen. Die Arbeit macht mir aber auch wegen des guten Teamzusammenhalts viel Spaß. Wir unternehmen auch privat viel zusammen – wie im letzten Jahr mit dem gesammelten Trinkgeld ins Musical gegangen.“ 18 jahre, im ZWeiten lehrjahr Zur bÄcKereifachVerKÄuferin: „Ich arbeite in unserer Filiale im Hornbach und im Vis-á-Vis. Für mich zählt besonders der Teamgedanke: Der Zusammenhalt bei Wanner ist ausgesprochen gut, wir sind ein tolles Team! Es macht Freude, frische und leckere Produkte verkaufen zu dürfen. Und zum Teil hat man ja so seine Stammklientel, die man schon fast wie gute Freunde jeden Tag sieht.“ MARIE-CHRISTIN GÖTZ auS maichingen, ten lehrjahr Zur KonDitorin: 18 jahre, im erS- „Konditorin war schon immer mein Traumberuf, daheim habe ich oft und gerne gebacken. Bei Wanners backe ich momentan am liebsten „Amerikaner“. Wichtig ist aber, dass man nicht www.baeckerei-wanner.de 13

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3 Eine Zeitreise in vergangene Zeiten bietet das Freilichtmuseum in Beuren am Rande der Schwäbischen Alb Open Air 2 Vier Tipps für den Frühling... Die Sonne weckt die Lebensgeister. Wenn dazu noch frische Luft kommt, ist die Frühlingsmüdigkeit wie weggeblasen! Wie wäre es also mal mit einem ausgedehnten Spaziergang in der Frühlingssonne? Der Panoramaweg Richtung Altdorfer Mühle bietet sich dazu an. Tipp: Parkplätze gibt es am Wasserturm bei Altdorf. Wenn zum Abschluss noch Kaffee und Kuchen im „Wanner‘s Vis-à-Vis“ (Holzgerlingen) oder im „Wanner‘s“ (Weil im Schönbuch) locken, dann macht´s noch einmal so viel Spaß... 3 4 14 Mama, mir ist langweilig! Kennen Sie das? Dann ab in den Wald und „Räuber und Gendarm“ spielen oder im Tümpel nach den ersten Kaulquappen Ausschau halten! Oder haben Sie schon einmal eines der Freilichtmuseen in Süddeutschland besucht? Das Freilichtmuseum Beuren in der Nähe von Nürtingen und Kirchheim unter Teck ist ab April wieder geöffnet und bietet Klein und Groß einen unvergesslichen Nachmittag. Info: www.freilichtmuseum-beuren.de Apropos Garten: Wer einen Balkon oder einen Garten sein eigen nennt, der kann jetzt schon mal anfangen, im Frühbeet auszusäen. Nach den Eisheiligen im Mai kann dann ausgepflanzt werden. Sie sind Neuem gegenüber aufgeschlossen? Dann probieren Sie doch einmal ein paar Wildkräuter. Gänseblümchen und Kapuzinerkresse geben einem Salat noch zusätzlichen Pfiff, frittierte Holunderblüten sind ein köstliches Dessert und Holunderblütensirup im Sekt oder Sprudel ist eine prickelnde Erfrischung. www.baeckerei-wanner.de Fotos: Freilichtmuseum Beurer, Gerhard Eisele (1), istockphoto (1), Annette Nüßle (1) 1 2 3 4 Heute schon gebastelt? Zeitlos schön sind weiße Eier, die mit Hilfe von Serviettentechnik beklebt werden. Die Gestaltung ist einfach: Motiv aus der Serviette herausreißen, die oberste bedruckte Schicht ablösen, auf das hartgekochte Ei legen und mit Spezialkleber aus dem Bastelgeschäft befestigen. Tipp: Aufgetragener Sprühlack sorgt für eine längere Haltbarkeit. Wer es puristischer mag, lässt die Eier weiß und bohrt mit der Kleinbohrmaschine Minilöcher in die Schale.

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GANZ IN WEISS 07.03.12 10:57:43 SERVICE [Motiv '421949(1-1)/Die Blumenstube' - KRZ-Produktion Vier Stockwerke mit Erdbeer- desto persönlicher wird die Torte“, sagt creme, weiße Zuckerglasur und Kaiser. „Sofern technisch machbar, wird kandier te Rosenblüten – es alles umgesetzt.“ Der Phantasie sind ein Traum, die Traumhochzeit! Andreas nahezu keine Grenzen gesetzt. Warum Fingerspitzengefühl: Natthaphan RuangmaHerzliche Einladung Kaiser, Leiter der Wanner-Konditorei, und Mitarbeiterin Natthapan Rnangmanee sind zufrieden mit ihrem Werk. „Die Kunst besteht darin, die individuellen Wünsche des Brautpaars kreativ umzusetzen“, weiß Andreas Kaiser. Vier bis sechs Wochen vor dem großen Tag sollten die Kunden sich mit dem Konditor treffen. „Je mehr Ideen und Wünsche wir von unserem Kunden erfahren, Wenn Nostalgie auf Gegenwart trifft zu unserer Ausstellung zum Advent also nicht einmal eine eckige Hochzeit- nee und Andreas Kaiser legen letzte Hand an einer Hochzeitszorte an storte mit einem essbaren Bild des Brautpaares?! Kein Problem. Übrigens: Die Bäckerei Wanner bietet freude. Ob süß mit z. B. Sahnecremeam Samstag, 19. November 2011 auch ein Hochzeits-Catering an: Das Eclairs und Mini-Törtchen (Petit Fours) „Rundum-Sorglos-Paket“ beinhaltet ei- oder salzig mit Käsegebäck und von 16.00–20.00 Uhr nen Sektempfang voram Kirche oder Lachs-Häppchen – das entscheidet der Sonntag, 20. November 2011 dem Standesamt. An liebevoll gedeckten das Brautpaar. Infos zum Hochzeitsvon 11.00–17.00 Uhr Stehtischen erwartet die Gäste ein Catering im Holzgerlinger StammAmuse-Gueule, eine Wir freuen uns auf Ihren Besuch! kleine Gaumen- haus. Ihr Blumenstuben-Team Blumenstube Inh. U. Teichmann Gerne gestalten wir in unseren Räumlichkeiten ( bis zu 170 Personen) Ihre Feier, ob Hochzeit, Geburtstag, Taufe oder Jubiläen. Wir haben für Sie das passende Ambiente vereint mit freundlichem Service. Böblinger Str. 38 - 71088 Holzgerlingen - Telefon 07031/748 40 www.waldhorn-holzgerlingen.de BLUMEN FÜR JEDEN ANLASS MODERNE FLORISTIK Holzgerlingen, Tübinger Str. 3 Tel. & Fax (0 70 31) 60 40 20 Wir sind für Sie da: Dienstag - Freitag 9.00 - 12.30 Uhr und 14.30 - 18.00 Uhr Samstag 8.00 - 13.00 Uhr Montag geschlossen 1887 Firmengründung 1935 Sektkellerei kront Ihre Feierstunde www.rillingsekt.de

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