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praxis empirie theorie programm internationale tagung der fachsektion didaktik der biologie fddb im vbio 16.09 ­ 20.09.2013 · universität kassel theorie · empirie · praxis

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impressum didaktik der biologie universität kassel inhalt layout julia arnold kathrin klöpfel jürgen mayer nicole wellnitz claudia wulff logo meike brinkmann cover christin armbrecht cover-bild © universität kassel fotograf dario lafferte druck und verarbeitung docupoint gmbh barleben wir bedanken uns für die unterstützung der co.tec gmbh ­ ihr softwarefachhändler im bildungsbereich der deutschen forschungsgemeinschaft dfg der dr josef raabe verlags-gmbh der ernst klett verlags gmbh der friedrich verlags gmbh der hagemann partner bildungsmedien verlagsgesellschaft mbh der hütt-brauerei bettenhäuser gmbh co kg der springer-verlags gmbh und der universität kassel nachschlagen ­ finden

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inhalt grußworte 1 geladene vorträge 5 tagespläne 11 informationen zum tagungsrahmenprogramm 20 exkursionen 23 allgemeine informationen von a bis z 25 essen und trinken in kassel 29 lageplan holländischer platz 33 ihr team vor ort julia arnold yvonne becker meike brinkmann anne erichsen kerstin grebe marit hoch andrea kämmerer claudia klippert heike klippert kathrin klöpfel anna koik kerstin kremer jürgen mayer monique meier felix papsch ulrike röder mariella roesler lara schellberg rebecca schleich melanie werner nicole wellnitz claudia wulff

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1 liebe kolleginnen und kollegen die empirische biologiedidaktik hat in den letzten jahren wissensbestände geschaffen die maßgeblich dazu beitragen dass bei der planung durchführung und auswertung von biologieunterricht und in der ausbildung angehender biologielehrerinnen und biologielehrer evidenzbasierte entscheidungen getroffen werden können die thematischen gruppierungen der vorträge der diesjährigen fddb-tagung zeigen die vielfalt der unterschiedlichen forschungszugänge auf uns erwartet ein reichhaltiges programm unterschiedlicher vorträge und wir dürfen gespannt sein welche neuen erkenntnisse seit unserer letzten tagung in bayreuth gewonnen wurden auf tagungen wie diesen besteht die gelegenheit neue ergebnisse zu präsentieren und zu diskutieren darin liegt ein besonderer reiz ich möchte aber auch anregen das große gebäude empirisch gesicherten wissens über das lernen und lehren in der biologie nicht aus dem auge zu verlieren nach 30 jahren empirischer forschung ist es auch wichtig wissensbestände zusammenzuführen zu strukturieren zu sichern kritisch zu überprüfen und an der theoriebildung weiter zu arbeiten hierfür muss das große ganze in den blick genommen werden dies mag weniger reizvoll sein als die präsentation neuer einzelbefunde ­ es ist aber ebenso wichtig ich hoffe dass es auch auf dieser tagung zu angeregten diskussionen über die forschungsergebnisse kommt auch ist es wichtig die ergebnisse zu kommunizieren und in die schulpraxis hineinzuwirken ich freue mich daher dass es gelungen ist mit dem forum wissenschaft und schule eine basis für ein gemeinsames gespräch mit biologielehrerinnen und biologielehrern über die weiterentwicklungsmöglichkeiten für den biologieunterricht zu führen empirische ergebnisse können dazu führen dass bestehende praktiken überdacht und alternativen entwickelt und erprobt werden im englischen wird hierfür der begriff research reforming practice verwendet also forschungsergebnisse die den biologieunterricht verändern aber auch in der schulpraxis werden wesentliche erkenntnisse über die möglichkeiten der weiterentwicklung des biologieunterrichts gewonnen ich möchte deshalb daran erinnern dass es wesentlich ist die verschiedenen wissensbestände zusammenzuführen und im gemeinsamen gespräch fortschritte zu erzielen seit sinus ist es bekannt dass das zusammenwirken aller an der unterrichtsentwicklung beteiligten akteure fruchtbar sein kann wenn es gelingt a zeit und raum für die zusammenarbeit zu schaffen und b ein gemeinsames gespräch zu führen in dem verschiedene wissensarten z b evidenzbasiertes wissen erfahrungsbasiertes wissen gleichberechtigt angesehen werden wir wissen noch immer zu wenig über den biologieunterricht und auf dieser tagung soll ein beitrag geleistet werden durch vorträge und diskussionen dieses wissen zu vergrößern dabei ist es unwesentlich ob das wissen aus der forschung oder der schulpraxis stammt im namen des vorstands der fddb wünsche ich uns allen ein gutes gelingen und bin gespannt auf die beiträge und diskussionen die uns erwarten ihr marcus hammann 1 vorsitzender der fddb im vbio

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2 liebe kolleginnen und kollegen herzlich willkommen auf der 19 tagung der fachsektion didaktik der biologie fddb im vbio das fachgebiet didaktik der biologie der universität kassel freut sich sie auf unserer diesjährigen tagung begrüßen zu können mit dem tagungsthema theorie empirie praxis hat sich unsere fachsektion einen anspruchsvollen wissenschaftlichen rahmen gegeben der zu einer standortbestimmung unserer forschung auffordert biologiedidaktische forschung hat in den vergangenen jahren einen beachtlichen aufschwung erlebt die empirischen methoden sind sehr elaboriert und zahlreiche arbeitsgruppen arbeiten in anspruchsvollen forschungsverbünden das generieren von empirischen befunden ist jedoch nie selbstzweck sondern dient der entwicklung und prüfung von modellen und theorien nur durch deren systematische und kritische weiterentwicklung kann wissenschaftlicher fortschritt gelingen insofern soll das tagungsthema dazu anregen über die einbettung von forschungsbefunden in größere theoretische aber auch spezifisch fachdidaktische modelle sowie forschungsprogramme zu diskutieren biologiedidaktische forschung ist jedoch letztlich auf die praxis gerichtet sie ist die berufs wissenschaft der biologielehrerinnen und -lehrer gerade dieses spannungsverhältnis zwischen theorie und praxis ist für alle biologiedidaktikerinnen und biologiedidaktiker eine immer währende aufgabe dabei hat eine grundlagenorientierte forschung ebenso ihre berechtigung wie die ausrichtung von forschung auf die unmittelbare verbesserung der qualität von biologieunterricht und lehrerbildung wissenschaftliche relevanz und praxisrelevanz sind keine sich ausschließenden aspekte fachdidaktischer forschung sondern befruchten sich im günstigen fall gegenseitig um die praxisorientierung und praxisrelevanz biologiedidaktischer forschung deutlich zu machen und fachdidaktikerinnen und lehrkräfte aus der schulpraxis miteinander ins gespräch zu bringen ist in die tagung das forum wissenschaft schule integriert in kooperation mit dem arbeitskreis schulbiologie des vbio werden in diesem forum praxisnahe forschung sowie best practice-beiträge vorgestellt wir hoffen sehr dass dies zu einer weiteren intensivierung des austausches zwischen forschung und schulischer praxis beiträgt auf der tagung erwarten sie geladene keynotes und plenarvortrag 56 vorträge neun thematische symposien sowie 40 poster ich möchte mich an dieser stelle bei allen teilnehmerinnen und teilnehmern für die vielzahl der eingereichten beiträge bedanken und wünsche allen beteiligten anregende und fruchtbare diskussionen neben der wissenschaftlichen diskussion dient eine tagung auch immer dem aufbau und der stärkung des persönlichen austausches zwischen den beteiligten personen insofern haben wir uns bemüht mit einem ansprechenden begleitprogramm von exkursionen und gesellschaftsabend auch plattformen für den kommunikativen austausch am rande des wissenschaftlichen programms zu sorgen in diesem sinne wünsche ich ihnen allen im namen der kasseler arbeitsgruppe eine fruchtbare und erlebnisreiche tagung jürgen mayer universität kassel didaktik der biologie

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3 liebe kongressteilnehmer wir lehrer versuchen tag für tag unseren schülern die welt der wissenschaft zu erklären das kann aber nur erfolgreich gelingen wenn ein lehrer zuvor auch selber einmal versucht hat die welt der wissenschaft zu verstehen in anlehnung an martin wagenschein sind deshalb verstehen lehren und verstehen lernen für mich zwei seiten einer medallie ein guter lehrer muss beides durchlebt haben und in beiden welten verankert sein aus diesem grunde engagiere ich mich auch im vbio weil hier im vbio die welt der forschung und die welt der bildung und schule miteinander im ständigen dialog stehen und forscher sowie lehrer gemeinsam für die biowissenschaften streiten ich bin überzeugt dass dies nicht nur für die zukunft der wissenschaft sondern auch für die zukunft unseres landes bedeutsam und wichtig ist die biologiedidaktik hat in diesem dialog zwischen wissenschaft und schule eine zentrale mittlerrolle und es freut mich deshalb sehr dass es im rahmen des diesjährigen kongresses nun erstmalig ein forum wissenschaft und schule geben wird in diesem sinne wünsche ich ihnen einen erfolgreichen und inspirierenden kongress herzlich ihr matthias bohn vbio präsidium und schulleiter in melsungen hessen

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4 notizen

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5 professor dr harald gropengießer universität hannover keynote 1 das forschungsprogramm der didaktischen rekonstruktion untersuchungspläne zur verbesserung des lernens und lehrens von biologie das modell der didaktischen rekonstruktion mdr ist als kern eines forschungsprogramms entwickelt worden welches genuin fachdidaktische fragen in den blick nimmt dabei geht es um fachliches lernen und lehren und damit um didaktische forschungsfragen die fach und inhaltsspezifisch sind leitend ist dabei eine theorie des verstehens die sich auf erfahrung und imagination stützt an beispielen wird erläutert wie das mdr in recht unterschiedliche forschungspläne umgesetzt werden kann dabei werden immer drei zentrale untersuchungsaufgaben fachdidaktischer lehr-lernforschung methodisch kontrolliert bearbeitet 1 die fachliche klärung als kritische analyse wissenschaftlicher aussagen aus fachdidaktischer perspektive 2 die erfassung von lernpotenzialen über die lerner vor während oder nach der vermittlung verfügen sowie 3 die didaktische strukturierung von lernangeboten dies geschieht in den unterschiedlichen forschungsplänen entsprechend der jeweiligen ziele mit anderen schwerpunktsetzungen die drei untersuchungsaufgaben können nur unter beachtung ihrer interdependenz bearbeitet werden dies verlangt ein rekursives vorgehen welches über die reine planung hinaus auch vermittlungsexperimente und unterrichtsversuche einschließen kann das funktionale zusammenwirken der drei aufgaben im mdr führt zu einer neuen qualität fachdidaktischer forschung und kann sehr flexibel zur verbesserung des lernens und lehrens von biologie eingesetzt werden schließlich werden parallelen aber auch unterschiede zur forschungsrichtung des educational design research herausgearbeitet dr harald gropengießer ist professor für didaktik der biologie an der leibniz universität hannover und geschäftsführender leiter des instituts für didaktik der naturwissenschaften forschungsschwerpunkte sind lernervorstellungen und deren entwicklung aufgrund von theoriegeleitet entwickelten lernangeboten im rahmen des modells der didaktischen rekonstruktion sowie die anwendung und weiterentwicklung der theorie des erfahrungsbasierten verstehens.

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6 professor dr sibel erduran university of bristol uk bogazici university turkey epistemic and communication practices in science highlighting the role of evidence in science education traditionally science teaching and learning are not consistent with the epistemic and communicative practices of science epistemic practices are characterized as discursive activities that involve ways of proposing justifying and evaluating knowledge claims communication practices involve the ways in which scientists interact with peers and the wider public in the validation sharing and dissemination of scientific knowledge studies of classroom interactions including analyses of discourse in educational settings allow us to examine what counts as science in a given context or how the epistemic and communication practices of science are manifested at the level of the classroom in this presentation i review some of the arguments for the inclusion of epistemic and communication practices of science in science education and illustrate some potential strategies for enabling their implementation in the science classroom the particular epistemic practice reviewed will be focused on argumentation ­ or the coordination of theory and evidence i will highlight some work conducted with secondary teachers and students to promote argumentation in science classrooms the communication practice will focus on experimental practices and how reproducibility of experimental procedures can be reinforced through video data in this example i draw from a contemporary innovative multimedia science journal called journal of visualised experiments to illustrate how visualisation is used in the reporting and validation of experimental procedures i conclude with implications for science education which include the need for the design of learning environments and teacher professional development programs to problematise the use of epistemic and communication practices of science sibel erduran is professor of science education at university of bristol uk where she is the director of the centre for interdisciplinary studies in science education she is the chair of the narst international coordinator and chair of the international committee she has had visiting professorships at kristianstad university sweden and bogazici university turkey she has also worked at university of pittsburgh and king s college university of london she is an editor for international journal of science education and section editor for science education her higher education was completed in the usa at vanderbilt phd science education philosophy cornell msc food chemistry and northwestern biochemistry universities she has worked as a chemistry teacher in a high school in cyprus her research interests focus on the applications in science education of epistemic perspectives on science in general and in chemistry in particular she has co-edited a book erduran jimenez-aleixandre 2008 springer on argumentation in science education an area of research for which she has received an award from narst in 2013 she guest edited science education consisting of 17 articles with the editorial entitled philosophy chemistry and education an introduction she is currently co-authoring a book to be published by springer on the nature of science in science education with zoubeida dagher keynote 2

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7 professor dr frank lipowsky universität kassel keynote 3 lehrerprofessionalisierung durch lehrerfortbildungen befunde und desiderate der empirischen bildungsforschung die forschung zur wirksamkeit von lehrerfort und -weiterbildungen hat in den letzten jahren deutlich an bedeutung gewonnen die vorliegenden forschungsarbeiten verweisen darauf dass fortbildungsmaßnahmen durchaus das potenzial haben lehrerwissen und -handeln zu erweitern und sich bis auf die ebene der schüler innen auszuwirken die wirksamkeit von lehrerfortbildungsmaßnahmen scheint aber abhängig zu sein von bestimmten strukturellen und inhaltlich-didaktischen merkmalen der fortbildungsangebote strukturell gesehen erstrecken sich erfolgreiche lehrerfortbildungen auf einen längeren zeitraum und beziehen dabei externe experten ein inhaltlich-didaktisch haben erfolgreiche fortbildungen häufig einen engen fachlichen fokus der die lernprozesse der schülerinnen und schüler sowie deren fachbezogene konzepte vorstellungen und denkweisen in den vordergrund rückt und hierdurch das fachdidaktische und diagnostische lehrerwissen erweitert im rahmen des vortrags werden aktuelle forschungsbefunde und bestehende desiderate vorgestellt und diskutiert frank lipowsky ist seit 2006 professor für empirische schul und unterrichtsforschung an der universität kassel mit den forschungsschwerpunkten unterrichtsforschung und lehrerforschung 1988 hat er das lehramtsstudium in heidelberg mit dem 1 staatsexamen für grund und hauptschulen beendet und war nach dem 2 staatsexamen mehrere jahre im schuldienst tätig nach seinem diplom in erziehungswissenschaft wurde er 2003 von der ph heidelberg mit einer dissertation zum beruflichen erfolg von lehramtsabsolventen in der berufseinstiegsphase promoviert von 2002-2006 war er wissenschaftlicher mitarbeiter am dipf im sog deutsch-schweizerischen pythagoras-projekt.

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8 professor dr dietmar höttecke universität hamburg der experimentbegriff im lichte der wissenschaftsforschung ­ analyse und didaktische implikationen für forschendentdeckenden unterricht keynote 4 die fachdidaktische literatur weist überwiegend einhellig darauf hin dass der inquiry-begriff unscharf verwendet wird zahlreiche autoren/innen stellen inquiry-based learning in einen engen zusammenhang mit dem lernen über nature of science daraus ergibt sich die frage nach der authentizität von lernumgebungen die forschenden und entdeckenden charakter tragen sollen naturwissenschaftliche forschungspraxis ist einer von mehreren möglichen bezugspunkten für authentisches schülerhandeln zur klärung dieses bezugspunktes werden jüngere arbeiten aus wissenschaftsgeschichte -theorie und -soziologie aufgearbeitet es zeigt sich dass der experiment-begriff der wissenschaftsforschung ebenso schillernd ist wie der inquiry-begriff der fachdidaktiken eine große erzählung der art experimentieren ist kann es nicht geben statt dessen soll anhand prägnanter beispiele aus verschiedenen disziplinen erörtert werden welche geschichten sich über das experimentieren als naturwissenschaftliche arbeitsweise erzählen lassen dietmar höttecke ist seit 2010 als professor für erziehungswissenschaften unter besonderer berücksichtigung der didaktik der physik tätig frühere berufliche stationen umfassen u.a eine professur für physikdidaktik an der tu kaiserslautern eine vertretungsprofessur physikdidaktik der universität oldenburg und eine dreijährige postdoc-phase an der universität bremen sein studium umfasste die fächer physik und deutsch die er auch als lehrer unterrichtet hat er hat im bereich der geschichte der physik und des lernens über nature of science mit geschichte promoviert weitere forschungs und entwicklungsschwerpunkte umfassen die förderung von bewertungskompetenz mit besonderem bezug zur bildung für nachhaltige entwicklung.

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9 professor dr bernd fakler universität freiburg plenarvortrag forum wissenschaft schule wie proteine und proteinkomplexe hören und denken ­ erkenntnisse der modernen molekularen neurobiologie was geschieht in nervenzellen wenn wir denken sehen oder hören warum kann das so schnell gehen und mit so hoher empfindlichkeit und präzision und wie funktioniert eigentlich lernen solche fragen neugieriger schüler und/oder wissenschaftler sind das zentrale anliegen der molekularen neurobiologie ­ einer forschungsrichtung die versucht den funktionsmechanismen unseres gehirns auf der ,ebene der moleküle auf die spur zu kommen dazu wurden und werden im labor die struktur organisation und funktion von proteinen und proteinkomplexen sog nano-maschinen analysiert ­ in-vitro aber auch in zellen hirnpräparaten und modellorganismen der vortrag soll einblicke in ausgesuchte methoden und erkenntnisse der modernen molekularen neurobiologie geben und damit die grundlage für die diskussion schaffen ob und wie dieses wissen in den schulunterricht integriert werden kann bzw soll herr prof fakler ist 49 jahre alt vater von vier schul kindern und seit 2001 direktor des instituts für physiologie an der universität freiburg http www.physiologie.uni-freiburg.de sein wissenschaftliches interesse gilt der ,schnellen informationsübertragung und -verarbeitung an den membranen erregbarer zellen insbesondere den nervenzellen des gehirns zu deren erforschung wird an seinem institut ein breites spektrum von methoden eingesetzt das von der modernen proteomforschung und hochauflösender mikroskopie bis zur elektrophysiologie an zellen und hirnschnitten reicht herr fakler ist sprecher des sonderforschungsbereichs 746 funktionelle spezifität durch kopplung und modifikation von proteinen und leiter eines forschungsbereichs im exzellenzcluster bioss centre for biological signalling studies

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10 professor dr marcus hammann dr roman asshoff universität münster abschlussvortrag schülervorstellungen im biologieunterricht einblicke in einen wichtigen forschungsbereich schülervorstellungen sind ein klassisches thema psychologischer und fachdidaktischer lehr lernforschung ohne deren detaillierte kenntnis ist es kaum möglich an das vorwissen der schülerinnen und schüler anzuknüpfen und biologie effektiv zu unterrichten dennoch werden die forschungsergebnisse zu schülervorstellungen bisher selten in der unterrichtspraxis genutzt obwohl dies aus der perspektive konstruktivistischer lerntheorien sinnvoll wäre in diesem vortrag wird dargestellt welche erkenntnisse wir über diesen forschungsbereich gewinnen konnten als wir schülervorstellungen aus verschiedenen bereichen der biologie nos zytologie stoffwechsel genetik Ökologie evolution organismische biologie beschrieben und mit beispielen aus der forschung belegten dieser forschungszweig hat wichtige schülervorstellungen hervorgebracht und mit anschaulichen beispielen belegt die sich gut kommunizieren lassen darüber hinaus wurden übergreifende themen beschrieben z.b teleologische vorstellungen anthropomorphismen essentialismus naiver realismus bei der zusammenschau ergaben sich aber auch einsichten in möglichkeiten der weiter entwicklung der schülervorstellungsforschung interessanterweise ergaben sich diese bei dem versuch die ergebnisse der schülervorstelllungsforschung den lehrkräften mit einer zusammenfassung zu kommunizieren insbesondere sollten methodische ansätze weiter entwickelt werden um z.b zu differenzieren · zwischen schülervorstellungen die aus dem unterricht bzw aus anderen quellen stammen · zwischen schülervorstellungen verschiedener qualität z.b tief verankert vs nicht tief verankert instruktionsresistent vs leicht veränderbar · zwischen schülervorstellungen und spezialisiertem faktenwissen prof dr marcus hammann ist professor am zentrum für didaktik der biologie der westfälischen wilhelms universität münster forschungsschwerpunkte sind einstellungen schülervorstellungen pisa-kompetenzen kompetenzen von lernenden im bereich der erkenntnisgewinnung und pck erkenntnisgewinnung dr roman asshoff ist wissenschaftlicher mitarbeiter am zentrum für didaktik der biologie seine forschungsschwerpunkte sind einstellungen und vorstellungen von lernenden zu aktuellen themen aufgabenentwicklung und kompetenzdiagnostik montag

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11 montag 10:00-13:00 13:00-13:30 13:30-14:30 anreise registrierung ort tagungsbüro s 26 eröffnung ort hs 1 keynote 1 professor dr harald gropengießer das forschungsprogramm der didaktischen rekonstruktion untersuchungspläne zur verbesserung des lernens und lehrens von biologie ort hs 1 14:30-15:00 kaffeepause chair j schwanewedel chair j zabel chair p schmiemann vorträge 01 professionswissen ort hs 4 15:00-15:30 vorträge 02 schülervorstellungen ort hs 5 k niebert s dannemann h gropengießer g hellberg-rode m hemmer g schrüfer ort hs 6 m remmele a martens vorträge 03 kompetenzförderung kompetenzerfassung bne-spezifisches professionswissen von lehrkräften 15:30-16:00 die rolle der erfahrungsstiftung im biologieunterricht b unger h gropengießer wirkungsstudie zum einsatz von 3-d-lernmodulen mit humanbiologischen inhalten s schaal w mittag d mahler j großschedl u harms welche beziehung besteht zwischen den bereichen des professionswissens angehender biologielehrkräfte 16:00-16:30 wie lerner den mikrokosmos verstehen eine theoriegeleitete entwicklung von lernangeboten zur keimtheorie a schneider k g collatz k kromeyer-hauschild schulentwicklung und gesundheitsförderung ­ ergebnisse einer dreijährigen interventionsstudie und implikationen für den biologieunterricht p duske m ewig k reitschert meine schüler sollen in bezug auf natur und nachhaltigkeit lernen dass 16:30-17:00 was ist in mir ­ wie kinder und jugendliche sich ihr körperinneres vorstellen und welchen einfluss der biologieunterricht daran hat m buß c hößle bilingualer biologieunterricht ­ eine vergleichende erhebung zum lernerfolg im kompetenzbereich fachwissen k h nowak a upmeier zu belzen a nehring r tiemann y schachtschneider v pfeiffer s wenning a sandmann eingangsvoraussetzungen biologiestudierender im Übergang schule hochschule 17:00-17:30 schülervorstellungen zum vogelzug schülerleistungen im bereich erkenntnisgewinnung ­ ein vergleich zwischen biologie und chemie c patzke d krüger a upmeier zu belzen t buck-dobrick biodiversität im kontext universitärer bildungs prozesse das visuelle zuordnungsverfahren 17:30-19:00 entwicklung von modellkompetenz im biologieunterricht chair k klingenberg chair r asshoff postersession a professionswissen experten novizen exkursionsdidaktik ort r 109/110 ab 19:00 postersession b erkenntnisgewinnung ort r 113/114 welcome reception ort rondell/amphitheater welcome reception s 21

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12 postersessions montag 17:30-19:00 chair roman asshoff postersession a professionswissen experten novizen exkursionsdidaktik id förtsch christian werner sonja sczudlek melanie neuhaus birgit chair konstantin klingenberg postersession b erkenntnisgewinnung id kompetenzorientierung und aufgabenkultur im beeinflusst zeichnen die wahrnehmung von natur-und-technik-unterricht a01 formen als mögliche grundlage für biologische formenkenntnisse von kindergartenkindern b01 werner sonja förtsch christian sczudlek melanie neuhaus birgit eine videostudie zur professionalität von schrenk marcus bongard catherine döft carolin rahe babette biologielehrkräften prowin a02 können schülerinnen und schüler der 1 grundschulklasse nach durchführung mehrerer upmeier zu belzen annette nitz sandra blömeke sigrid analoger versuche das phänomen der paralaxe biologieunterricht durch die expertenbrille ­ daumensprung bei der visuellen wahrnehmung möglichkeit zur förderung des fachdidaktischen b02 wissens von angehenden lehrkräften a03 erklären enzingmüller carolin prechtl helmut pareigis johanna harms ute diagnose von modellkompetenz entwicklung diagramme im biologieunterricht ­ entwicklung eines instruments auf der basis eines eines instruments zur erfassung von b03 lehrerüberzeugungen a04 kategoriensystems aus schüleraussagen wenning silvia hülsken annika sandmann angela gogolin sarah krüger dirk modellverständnis in den naturwissenschaften lehrerfortbildungen für biologie interessen einfluss des fachbezugs in testaufgaben b04 erwartungen und erfahrungen von biologielehrkräften a05 stiller cornelia hahn stefan stockey andreas wilde matthias selbststeuerung beim experimentieren im hilfert-rüppell dagmar looß maike naturwissenschaftskurs notwendig oder fachseminarleiter im interview welche basis b05 braucht die zweite phase a06 verzichtbar radkowitsch annemarie schmidt katrin martens andreas belzen annette vermittlung biologischer vielfalt in der praxis validierung eines modells zur experimentier erfolgsfaktoren am beispiel des fachdidaktischen kompetenz von lehramtsstudierenden qualifikationslehrgangs nadiquak a07 lutze michaela zabel jörg hasse sascha hammann marcus kambach meta patzwaldt kerstin tiemann rüdiger upmeier zu reinisch bianca krell moritz krüger dirk b06 faszination biologie wie verleihen lerner biologischen phänomenen sinn und zusammenhang lindner martin heynoldt benjamin vermittlungskompetenzen zum experimentieren modellierung validierung und b07 a08 messinstrumententwicklung joachim cora bögeholz susanne studie lauten denkens mit angehenden outdoor-education international ­ analyse von lehrkräften zu beurteilungskompetenzen zum lehrerbildung und praxis in verschiedenen experimentieren b08 englischsprachigen ländern a09 groß jorge affeldt svenja carstens mimke ein tag im wald ­ eine fallstudie zu drei umweltbildungsangeboten im nationalpark naturwissenschaftliche erkenntnisgewinnung ­ a10 struktur und entwicklung von kompetenzen bei lehramtsstudierenden ko-wadis b09 kunz hagen mathesius sabrina upmeier zu belzen annette krüger dirk professionswissen von lehrkräften im kompetenzbereich erkenntnisgewinnung b10

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