Orthopädie und Unfallchirurgie - Mitteilungen und Nachrichten 02/2012

 

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orthopädie und unfallchirurgie mitteilungen und nachrichten april 2012 einladung nach berlin einladung nach baden baden metall-metallpaarungen in der kritik nachwuchswerbung in der unfallchirurgie praxismarketing so gehts

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editorial team-pausen im op erhalten die leistungsfähigkeit so titelt die chirurgische allgemeine vom februar 2012 und zitiert damit eine studie der klinik für kinderchirurgie an der medizinischen hochschule hannover mit naturwissenschaftlichen methoden unter anderem messung der herzfrequenz messung der kortison adrenalin und testosteronwerte im speichel konzentrations und leistungstests wurde dort nachgewiesen dass chirurgen die zwischen den eingriffen eine kurzpause im team einlegen weniger fehler machen und länger leistungsfähig sind brauchen wir tatsächlich eine studie um zu erkennen dass Überbelastung zu erhöhter abnutzung ­ nicht nur der gelenke ­ führt diese Überbelastung ist systematisch und wir unterlassen nichts um sie nicht in zeitschriften auf kongressen und berufspolitischen workshops ständig mit beispielen aus unserem klinik und praxisalltag zu untermauern wir wissen das alles längst und auch was daraus resultiert fehler unerwünschte ereignisse frustrationserlebnisse ­ und dennoch machen wir umfragen und sammeln daten gerade so als ob der gesunde menschenverstand evidenz bräuchte vielleicht würde es uns weiter bringen stattdessen auch einmal eine schöpferische pause einzulegen unreflektierte zahlen können in die irre führen vor wenigen monaten wurde das thema wir operieren zu viel laut vielfältige erwiderungen studienergebnisse argumente und schuldzuweisungen waren die folge sagt uns nicht unser gesunder menschenverstand dass unerwünschte ereignisse das ergebnis vieler kleiner fehler patzer organisationsmängel sind manche ursachen die sich nicht mit dem gesunden menschenverstand allein erklären lassen bedürfen zum beispiel im fall des scheinbar zu vielen operierens umfangreicher und sorgfältiger untersuchungen prof dr hartmut siebert generalsekretär der dgou und der dgu um ihnen auf die spur zu kommen schauen sie in die von der dgooc und partnern im krankenhaus-report 2011 vorgelegte studie zur regionalen häufigkeit bestimmter eingriffe aus unserem fach eine zusammenfassung des entsprechenden kapitels lesen sie auf seite 148 woher kommen die unterschiedlichen operationszahlen auch das bundesgesundheitsministerium bmg lieferte mitte februar ein beispiel des unwissenschaftlichen unsorgfältigen und unverantwortlichen umgangs mit sensiblen daten in seiner antwort auf die anfrage eines abgeordneten zur fehlerhäufigkeit der patientenbehandlungen in deutschland gab es an dass ein anstieg der behandlungsfehler zu verzeichnen sei das bmg bezog sich dabei auf eine vom statistischen bundesamt veröffentlichte todesursachen-statistik die vorhersagbare folge war ein trommelfeuer von vorwürfen und behauptungen die krankenhäuser und Ärzte in kliniken und praxen in die kriminelle ecke stellten was war geschehen eine fehlerhafte interpretation sogenannter routinedaten aus dem drg-abrechnungssystem wurde weil es so schön ins bild passt ungeprüft publiziert eine team-pause davor hätte dies vermieden lesen sie dazu auch die mhh-studie bezieht sich auf rund 60 komplexe laparoskopische operationen bei kindern für die studie wählten die mediziner aus hannover ein pausenschema von 25 zu fünf das heißt alle 25 minuten legte das op-team eine fünfminütige auszeit ein die studie zeigt dass kurze unterbrechungen durchweg positive auswirkungen haben chirurgen die pausen machen schütten deutlich weniger stresshormone aus die menge an kortison beispielsweise ist um 22 prozent geringer als bei denen die auf pausen verzichten auch die leistungsfähigkeit bleibt erhalten darauf weist unter anderem die ausgeglichene herzfrequenz hin die bei den pausierenden chirurgen gemessen wurde operateure die ihre arbeit regelmäßig unterbrechen machen außerdem dreimal weniger fehler als kollegen die durchoperieren foto foto kaiser/mhh orthopädie und unfallchirurgie mitteilungen und nachrichten april 2012 121

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editorial fehlerstatistik skandalisierung schadet der patientensicherheit seite 170 es klappt nicht alles so wie wir uns das vorstellen systematische Überforderung des einzelnen wie des systems hat seine negativen folgen dies spüren wir auch in unserer verbands und vereinsarbeit bei unseren bemühungen noch schneller noch umfassender das fach orthopädie und unfallchirurgie auf allen ebenen mit dem von uns gewünschten und notwendigen stellenwert einzurichten wir sind davon überzeugt dass es angesichts sich ändernder rahmenbedingungen im gesundheitssystem und der demografischen entwicklung unsere gesellschaftliche verantwortung ist diese aufgabe für unsere patienten zu meistern doch wir erkennen defizite in unseren fachgesellschaften im zusammenleben und bei der umsetzung von zielen und stellen fest es klappt nicht so wie wir es uns vorstellen die eine oder der andere wird nicht wahrgenommen sieht unsere priorisierung von themen völlig anders beispiele aus unserer erfahrungswelt sind mannigfach globale oder regionale regelungen der bedarfsplanung im gebiet chirurgie oder im fach qualität unserer weiterbildung zu viel oder zu wenig konservative inhalte fachund sachgerechte leistungsabbildung in praxis und klinik chefarzt-boni knebelverträge masse statt klasse in der ruhe liegt die kraft die eingangs zitierte studie aus der medizinischen hochschule hannover zeigt uns ­ im übertragenen sinne ­ einen weg aus diesen debatten heraus vielleicht sollten wir die wir verantwortung tragen auch mal als team eine pause einlegen und das sagt einer der seit jahren auf die tube drückt wir können es eine pause im team einlegen das hat die bildungsklausur vor wenigen tagen in berlin mit vertretern aller bereiche aus unserem fach gezeigt wir haben analysiert diskutiert team-pausen eingelegt und schlussendlich einen konsens gefunden wie wir die weiterbildung un serer jungen kolleginnen und kollegen optimieren und an das system anpassen müssen um den erfahrungen aus der praxis und den künftigen entwicklungen gerecht zu werden fazit vieler worte wir sollten was unsere tägliche arbeit unser zusammenleben als orthopäden und unfallchirurgen betrifft uns tatsächlich manchmal die zeit nehmen um in einer schöpferischen pause auch wegen des auf uns ausgeübten drucks ­ in unserem lokalen regionalen wie globalen soziotop ­ zusammen als team risikomanagement betreiben um unerwünschte ereignisse zu vermeiden ich wünsche ihnen und uns diese chance und verbleibe mit besten grüßen ihr hartmut siebert 122 orthopädie und unfallchirurgie mitteilungen und nachrichten april 2012

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editorial team-pausen im op erhalten die leistungsfähigkeit 121 tr aumane t z werk webkonferenz qualitätszirkel für alle vso u jahres tag u n g 162 impressum nachrichten kurz und bündig xx gibt Ärztinnen tipps für beruf und familie rund 150 anfragen eprd kommt bei kliniken an 126 einladung zum frühjahrskongress nach baden-baden efort ko ngre ss 2012 164 einladung nach berlin 128 leserbri ef 166 generalisten versus spezialisten 128 leserbri ef 167 metall-metall-paarungen als giftige kunstgelenke sind sie erneut in die diskussion geraten die dggoc warnt jedoch vor einer allgemeinen verurteilung von metall-metallhüftgelenken die zu einer verunsicherung von hüftendoprothesenträgern führe 146 130 konservative orthopädie ist teil des ganzen 168 deutscher journalistenpreis orthopädie unfallchirurgie 2012 130 qualität und sicherheit fehlers tati stik politik weiterbildung skandalisierung schadet der patientensicherheit 132 170 wahltertial muss erhalten bleiben v e r so rg u n gss t ruk t u rg esetz recht und wirtschaft pr a xismarke ting was ändert sich tatsächlich neue unter suchungs und behandlungsme thoden 134 meine praxis die marke 172 unterwegs 142 e s te s -stipendium innovationen auf herz und nieren geprüft an invaluable experience 176 aus unserem fach hÜf tgelen ker sat z namen personalia 146 preise stipendien 179 178 erhöhte fehlerrate bei metall-metall-paarungen 158 nachwuchs gewinnen damit kann man gar nicht früh genug anfangen glaubt man an der klinik für unfallchirurgie der kliniken sindelfingen und bietet deshalb unter anderem führungen für kindergartengartenkinder und malprojekte für schüler an v e r so rg u n gsat l a s woher kommen die unterschiedlichen operationszahlen 148 weiterbildung prof dr helmut rössler feiert 90 geburtstag nachrufe 180 180 für eine renaissance der konservativen orthopädie und unfallchirurgie 150 orthopÄdische technik für sie gelesen für unsere mitglieder service/preise kursangebote 214 orthopädie reha-technik 2012 tumororthopÄdie 152 ein medizinisches baukastensystem 156 per sonalge winnung 216 217 170 124 praxismarketing es gibt legale mittel und wege patienten auf die eigene praxis aufmerksam zu machen und sie an sich zu binden wir legen beispielhaft dar wie das funktionieren kann früh übt sich wer unfallchirurg werden will 158 orthopädie und unfallchirurgie mitteilungen und nachrichten april 2012

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editorial bvou kurzbericht von der januartagung des bvou 27 28.01.2012 in berlin 188 dgou grußwort des präsidenten 196 zukunftsworkshop der dgou 2011 der patient im mittelpunkt 199 neue mitglieder 200 gelungener dgooc-kurs knie 2012 204 geschenk zur einschulung erfolgreiche aktion der schwenninger krankenkasse und des bvou e v 190 neugegründete kompetenznetze weichen für eine sichere zukunft stellen neue mitglieder mitgliederangebote 191 spezielle orthopädische chirurgie das denken absolventen 205 neue mitglieder 209 dgooc 192 193 194 status quo von eprd und endocert 201 netzwerk registerforschung gegründet dgu grußwort des präsidenten 210 buchbesprechung handchirurgie 212 203 neue mitglieder die dgu trauert um ihre toten 213 213 orthopädie und unfallchirurgie mitteilungen und nachrichten april 2012 125

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impressum herausgeber für den berufsverband der fachärzte für orthopädie und unfallchirurgie e v präsident helmut mälzer für die deutsche gesellschaft für orthopädie und orthopädische chirurgie e v generalsekretär prof dr med fritz uwe niethard für die deutsche gesellschaft für unfallchirurgie e v generalsekretär prof dr med hartmut siebert schriftleitung dgooc prof dr med fritz uwe niethard v.i.s.d.p geschäftsstelle dgooc luisenstr 58/59 10117 berlin tel 0 30 84 71 21 31 fax 0 30 84 71 21 32 e-mail funiethard@dgooc.de schriftleitung bvou prof dr med karsten dreinhöfer v.i.s.d.p abt orthopädie und unfallchirurgie medical park berlin humboldtmühle an der mühle 2 ­ 9 13507 berlin tel 0 30 30 02 40 92 12 fax 0 30 30 02 40 92 19 berufsverband der fachärzte für orthopädie und unfallchirurgie e v vorstand präsident helmut mälzer berlin vizepräsident dr med andreas gassen düsseldorf vizepräsident prof dr med karsten dreinhöfer berlin schatzmeister dr med peter heppt erlangen vorstandsmitglied dr med helmut weinhart starnberg vorstandsmitglied prof dr med karl-dieter heller braunschweig vorstandsmitglied dipl med frank-ullrich schulz brandenburg generalsekretär der dgou prof dr med hartmut siebert schwäbisch hall geschäftsstelle des bvou kantstr 13 10623 berlin tel 0 30 79 74 44 44 fax 0 30 79 74 44 45 e-mail bvou@bvou.net www.bvou.net deutsche gesellschaft für orthopädie und unfallchirurgie geschäftsführender vorstand präsident und präsident der dgooc prof dr wolfram mittelmeier rostock stellv präsident und präsident der dgu prof dr christoph josten leipzig deutsche gesellschaft für orthopädie und orthopädische chirurgie e v geschäftsführender vorstand präsident prof dr med wolfram mittelmeier rostock 1 vizepräsident prof dr med dieter kohn homburg saar 2 vizepräsidenten von dgu und dgooc 2 vizepräsident prof dr med bernd kladny prof dr reinhard hoffmann herzogenaurach frankfurt/main prof dr bernd kladny herzogenaurach generalsekretär prof dr med fritz uwe niethard berlin generalsekretär und generalsekretär der dgu prof dr hartmut siebert schwäbisch hall schatzmeister prof dr med werner e siebert kassel stellv generalsekretär und präsident des berufsverbandes bvou generalsekretär der dgooc helmut mälzer berlin prof dr fritz uwe niethard aachen schatzmeister prof dr werner e siebert kassel vertreter der nichtselbständigen Ärzte aus dem nichtständigen beirat dr kai dragowsky berlin leiter des ausschusses versorgung qualität und sicherheit prof dr reinhard hoffmann frankfurt/main leiterin des ausschusses bildung und nachwuchs prof h.c dr almut tempka berlin leiter des wissenschaftsausschusses prof dr dr h.c joachim grifka bad abbach vertreter des berufsverbandes der fachärzte für orthopädie und unfallchirurgie helmut mälzer berlin leiter der ordinarienkonferenz prof dr med joachim grifka bad abbach 2 vorsitzender des vlou prof dr med volker ewerbeck heidelberg geschäftsstelle der dgooc langenbeck-virchow-haus luisenstr 58/59 10117 berlin tel 0 30 84 71 21 31 fax 0 30 84 71 21 32 e-mail info@dgooc.de www.dgooc.de schriftleitung dgu prof dr med hartmut siebert joachim arndt geschäftsstelle der dgu luisenstr 58/59 10117 berlin tel 0 30 20 21 54 90 fax 0 30 20 21 54 91 e-mail hsiebert@office-sha.de redaktion jana ehrhardt-joswig tel 0 30 84 71 21 31 e-mail jana.ehrhardt@gmx.de verlag georg thieme verlag kg kathrin jürgens rüdigerstr 14 70469 stuttgart tel 07 11 89 31 617 fax 07 11 89 31 623 e-mail kathrin.juergens@thieme.de verantwortlich für den anzeigenteil christine volpp thieme media pharmedia anzeigen und verlagsservice gmbh rüdigerstr 14 70469 stuttgart tel 07 11 89 31 603 fax 07 11 89 31 569 e-mail christine.volpp@thieme.de erscheinungsweise 6 x jährlich februar/april/juni/august oktober/dezember zur zeit gültiger anzeigentarif nr 16 vom 1 oktober 2011 issn 2193-5254 satz und layout georg thieme verlag kg druck grafisches centrum cuno gmbh co kg gewerbering west 27 39240 calbe deutsche gesellschaft für unfallchirurgie geschäftsführender vorstand präsident prof dr christoph josten leipzig erster vizepräsident prof dr tim pohlemann homburg/saar zweiter vizepräsident prof dr reinhard hoffmann frankfurt/main dritter vizepräsident prof dr bertil bouillon köln generalsekretär prof dr hartmut siebert schwäbisch hall schatzmeister prof dr joachim windolf düsseldorf schriftführer und schriftleiter der website www.dgu-online.de prof dr andreas seekamp kiel geschäftsstelle der dgu luisenstr 58/59 10117 berlin tel 0 30 20 21 54 90 fax 0 30 20 21 54 91 e-mail office@dgu-online.de www.dgu-online.de vertreter des berufsverbandes deutscher chirurgen dr jörg-a rüggeberg bremen vorstand präsident prof dr stefan nehrer krems/Österreich 1 vizepräsident prim dr josef hochreiter linz/Österreich 2 vizepräsident prim dr peter zenz wien/Österreich generalsekretär univ prof dr alexander giurea wien Österreich kassierer prim univ prof dr karl knahr wien Österreich schriftführer prof dr catharina chiari wien/Österreich fachgruppenobermann dr rudolf sigmund oberwart/Österreich sekretariat der Ögo c/o wiener medizinische akademie alserstraße 4 a-1090 wien kontakt silvia konstantinou tel +43-1 405 13 83 21 fax +43-1 405 13 83 23 e-mail sk@medacad.org dgou-geschäftsstelle luisenstr 58/59 10117 berlin tel 030 20 21 54 80 fax 0 30 20 21 54 81 office@dgou.de www.dgou.de mitglied der arbeitsgemeinschaft la-med kommunikationsforschung im gesundheitswesen e v mitglied der informationsgesellschaft zur feststellung der verbreitung von werbeträgern e v mitglieder dieser vereine erhalten die zeitschrift im rahmen der mitgliedschaft 126 orthopädie und unfallchirurgie mitteilungen und nachrichten april 2012

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nachrichten kurz und bündig zielvereinbarungen in chefarztverträgen während in der gewerblichen wirtschaft bonuszahlungen und ähnliche variable gehaltsbestandteile bereits seit längerer zeit regelmäßig vereinbart werden finden sie sich in chefarztdienstverträgen erst seit einigen jahren vermehrt in ihrer 2007 veröffentlichten und noch immer aktuellen beratungs und formulierungshilfe chefarztvertrag der deutschen krankenhausgesellschaft schlägt die dkg die vereinbarung von zielvereinbarungen mit chefärzten vor was es dabei zu beachten gilt hat rechtsanwalt torsten nölling aus der kanzlei wienke und becker köln in einem ausführlichen beitrag dargelegt bvou-mitglieder finden den artikel zielvereinbarungen in chefarztverträgen im bvou.net auch auf den homepages der dgu und der dgooc steht der text zum download für sie bereit red yy gehalt topthema nach geschlecht lh &khilq ² hlq vhowhqhv hpsodu ,qwhuylhz hu 3rnhu xpv hog lh =hlwvfkuliw iu udxhq lq ghu 0hgl]lq :dv yhuglhqhq bu]wlqqhq xqg bu]wh lq hxwvfkodqg xxxxxxx unternehmen doppelkarriere =x ]zhlw ]xp uiroj xxxxxxx nicht aspirin ist gleich aspirin hvfkohfkwhuxqwhuvfklhgh lq ghu 3kdupdnrorjlh xx gibt Ärztinnen tipps für beruf und familie was frauen in der medizin interessiert unterstützt und vorwärts bringt macht der thieme verlag jetzt in seinem neuen magazin xx ­ die zeitschrift für frauen in der medizin zum thema xx erscheint ab sofort fünfmal im jahr in einem begleitenden blog berichten zwei Ärztinnen eine davon eine schwangere orhopädin regelmäßig über ihren berufsalltag gehalt nach geschlecht ist das topthema der ersten ausgabe von xx ­ die zeitschrift für frauen in der medizin leserinnen erfahren darin fakten zu geschlechtsspezifischen lohnunterschieden und deren ursachen außerdem bekommen sie tipps für gehaltsverhandlungen personalexpertinnen informieren darüber was frauen für eine führungsposition in der klinik stärkt in jeder ausgabe von xx finden Ärztinnen beiträge wie sie sich beruflich weiterentwickeln und ihre karriere planen können erfahrungsberichte aus familie und beruf zeigen welche modelle Ärztinnen das familienleben erleichtern könnten in den rubriken geld und karriere informiert xx über themen wie die eigene praxisgründung oder welche verdienstmöglichkeiten welche klinik bietet doch es geht nicht nur um die anliegen der Ärztinnen im beruf auch medizinische fragen werden in der rubrik genderperspektiven thematisiert beiträge zum thema gesund bleiben recht und politik und ein Ärztinnen-portrait runden jede ausgabe ab namenhafte herausgeberinnen als herausgeberinnen konnte thieme für die neue zeitschrift erfolgreiche frauen aus der medizin gewinnen dr astrid bühren ist seit 1993 als fachärztin für psychosomatische medizin und psychotherapie in murnau tätig und ist ehrenpräsidentin des deutschen Ärztinnenbundes dr anja haas ist seit 2009 fachärztin für innere medizin am klinikum ludwigsburg prof dr doris henne-bruns leitet seit 2001 die klinik für allgemein viszeral und transplantationschirurgie am universitätsklinikum ulm prof dr marion kiechle führt seit 2000 die frauenklinik am klinikum rechts der isar der technischen universität münchen dr sandra lipovac ist seit 2009 oberärztin für orthopädie und unfallchirurgie am altonaer kinderkrankenhaus in hamburg und ist die erste vorsitzende des vereins die orthopädinnen quelle georg thieme verlag stopp für elektronische gesundheitskarte arnim candidus präsident der deutschen gesellschaft für versicherte und patienten dgvp fordert den stopp der elektronischen gesundheitskarte egk deren derzeitiges sicherheitsniveau entspräche in etwa dem zur online-beantragung einer mülltonne da ihre schutzbedarfsklasse für die sensiblen medizinischen daten die sie enthält zu niedrig sei heißt es in einer pressemitteilung so benötige jede neue karte mit foto des versicherten eine qualifizierte elektronische signatur und eine bestätigung der identität des abgebildeten versicherten durch eine benutzerunabhängige instanz dies erfolge jedoch nicht ohne die persönliche zuordnung einer egk zur person ist die karte weder für notfalldaten noch für erklärungen zur organspende zulässig auch die viel zitierte missbrauchsverhinderung ist nicht zu erreichen wenn keiner prüft ob das foto den versicherten darstellt so candidus quelle dgvp bild gematik s3-leitlinie versorgung peripherer nervenverletzungen an der s3-leitlinie versorgung peripherer nervenverletzungen haben seitens der dgooc pd dr andreas eisenschenk und dr martin lautenbach beide aus berlin mitgearbeitet diese leitlinie weist primär auf die problematik der verletzung peripherer nerven hin diese sind häufig und treten überall gerade auch im rahmen sogenannter bagatellverletzungen auf sie werden immer wieder übersehen viele einrichtungen verfügen nicht über geeignete operateure nach vielen gemeinsamen sitzungen der gesamten gruppe und umfangreichem mail-kontakt konnte die leitlinie im konsens erstellt werden eine patienteninformation wurde ebenfalls entwickelt eisenschenk und lautenbach haben mitgeteilt dass sie den erreichten ergebnissen zustimmen quelle dgooc xx bloggt www.thieme.de/fz/xx.html 128 orthopädie und unfallchirurgie mitteilungen und nachrichten april 2012

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nachrichten rund 150 anfragen eprd kommt bei kliniken an haus und im vergleich zum durchschnitt aller teilnehmenden kliniken erfahrungen aus anderen ländern zeigen zudem dass sich mithilfe eines registers die zahl der implantate die wegen problemen ausgewechselt werden müssen deutlich senken lässt das erhöht die patientensicherheit ist aber auch ein erfolg für alle krankenhäuser die ja eine bestmögliche behandlung ihrer patienten anstreben die zehnköpfige bqs-projektgruppe um franz-josef grothaus prüft aktuell in mehreren schritten ob die entwickelte datentechnik und die verfahrensabläufe wie gewünscht funktionieren fünf kliniken haben die neu entwickelte eprd-software bereits installiert oder wollen dies demnächst tun im rahmen der testphase kommen fiktive daten zum einsatz sie werden per mausklick an die registerstelle am bqs-institut übermittelt deren mitarbeiter sie dann mit informationen der krankenkassen und hersteller verknüpfen und anschließend auswerten wichtig ist dass sich die daten wie gewünscht zusammenfügen lassen und die schnittstellen funktionieren sagt projektleiter franz-josef grothaus vom bqs-institut zu dessen gruppe informatiker und biometriker ebenso gehören wie pflegefachkräfte und mediziner software kann in kis integriert werden grothaus führt weiter aus unsere software entspricht allgemeinen standards sie kann als stand-alone-lösung aufgebaut oder auch in ein bestehendes krankenhaus-informationssystem integriert werden eine individuelle anpassung an die wünsche der kliniken ist in jedem fall möglich läuft alles nach plan wird das eprd erste analysen bereits ende 2013 an die teilnehmenden kliniken liefern quelle eprd das endoprothesenregister deutschland eprd stößt bereits vor dem start auf reges interesse bei den krankenhäusern schon jetzt haben rund 150 kliniken informationen angefordert oder signalisiert dass sie sich am eprd beteiligen wollen sagt dr christof veit leiter des bqs instituts für qualität und patientensicherheit bqs-institut in hamburg das bqs-institut testet im auftrag des endoprothesenregisters derzeit die dokumentation und den datenfluss zwischen den krankenhäusern den beteiligten krankenkassen und der registerstelle der endgültige startschuss für das neue bundesweite register fällt voraussichtlich mitte 2012 um den ursachen für wechseloperationen von künstlichen hüft und kniegelenken auf den grund zu gehen greift das register zum einen auf informationen zurück die den kliniken krankenkassen und implantat-herstellern bereits vorliegen zum anderen werden krankenhäuser die am eprd teilnehmen den hersteller und den typ des eingesetzten implantats sowie drei kleine zusatzinformationen dokumentieren und an das eprd weiterleiten aufwand lohnt sich für die krankenhäuser lohnt sich dieser aufwand eprd-kliniken erhalten exklusiv einmal im jahr einen klinikspezifischen bericht der aufschluss darüber gibt welche art von prothese bei welchen patienten bevorzugt eingebaut wird wie sich die zahl der wechseloperationen entwickelt hat und warum es zu wechseloperationen gekommen ist ­ bezogen auf das eigene mehr infos www.eprd.de deutscher journalistenpreis orthopädie/unfallchirurgie 2012 der berufsverband der fachärzte für orthopädie und unfallchirurgie bvou und die deutsche gesellschaft für orthopädie und unfallchirurgie dgou loben im jahr 2012 zum 3 mal den journalistenpreis orthopädie/unfallchirurgie aus mit einer würdigung herausragender publikationen aus printmedien hörfunk und fernsehen möchten die gesellschaften die qualität der berichterstattung über orthopädisch-unfallchirurgische themen fördern und die wachsende bedeutung des faches in der Öffentlichkeit sichtbar machen der preis wird im rahmen des deutschen kongresses für orthopädie und unfallchirurgie dkou in berlin verliehen er ist mit 5.000 euro dotiert quelle dgou/bvou foto starface der journalistenpreis o+u 2011 ging an volker weinl und kerstin quassowski von der bild am sonntag orthopädie und unfallchirurgie mitteilungen und nachrichten april 2012 130

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politik klare absage die medizinstudierenden hängen an ihrem wahltertial der nachwuchsmangel in der medizin könne mittels eines viermonatigen pflichtabschnitts in einer hausärztlichen praxis nicht behoben werden heißt es in einer gemeinsamen stellungnahme der medizinstudierenden deutschlands des marburger bundes und des hartmannbundes weiterbildung wahltertial muss erhalten bleiben die bundesregierung will in der neuen approbationsordnung ein pflichttertial allgemeinmedizin festschreiben im gegenzug soll das wahltertial im praktischen jahr abgeschafft werden diese pläne stoßen auf widerstand in der Ärzteschaft und bei den medizinstudierenden auch die ordinarienkonferenz und das junge forum der deutschen gesellschaft für orthopädie und unfallchirurgie beziehen stellung dagegen stärkung der allgemeinmedizin nicht zulasten der anderen fächer das junge forum der dgou als vertreter der weiterbildungsassistenten im fach orthopädie und unfallchirurgie spricht sich gegen pläne der landesregierungen aus ein pflichttertial allgemeinmedizin im praktischen jahr des medizinstudiums zu verankern damit bezieht es sich auf den entsprechende Änderungsantrag im gesundheitsausschuss des bundesrates zur geplanten novelle der approbationsordnung darin wird unter anderem die einführung eines verpflichteten tertials allgemeinmedizin unter abschaffung des bisherigen wahltertials gefordert eine einseitige ausrichtung auf die allgemeinmedizin verschärft die probleme in anderen disziplinen nachwuchs zu gewinnen der derzeitige versuch die allgemeinmedizin und damit die primärversorgung zu stärken ist sicherlich richtig auf keinen fall darf dies zu lasten anderer medizinischer fachdisziplinen unternommen werden eine umfassende und breite ausbildung im studium sowie flexible wahlmöglichkeiten entsprechend den interessen der studierenden müssen unbedingt beachtet werden die vertretungen der medizinstudierenden deutschlands bestehend aus der bundesvertretung der medizinstudie 132 orthopädie und unfallchirurgie mitteilungen und nachrichten april 2012 foto universitätsmedizin mannheim

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politik renden dem marburger bund und dem hartmannbund sprechen sich in einer gemeinsamen erklärung ebenfalls gegen die geforderten Änderungen der länder aus eine einseitige ausrichtung auf die allgemeinmedizin verschärfe die probleme in anderen disziplinen nachwuchs zu gewinnen durch die abschaffung des wahltertials fielen zudem wichtige orientierungsmöglichkeiten für studierende in der wahl der später einzuschlagenden fachweiterbildung weg und verschärfe so die situation zudem sei mehr als fraglich ob ein zwang die attraktivität der allgemeinmedizin steigern könne hinzu kämen erhebliche logistische und praktische probleme in der umsetzung und gewinnung von lehrpraxen sowie der sicherung der qualität der lehre das junge forum der dgou stimmt mit diesen positionen überein und unterstützt uneingeschränkt diese position zu hinterfragen ist auch der grundsätzliche sinn eines pflichttertials allgemeinmedizin so setzt sich dieses fach in der weiterbildungsordnung zu zwei dritteln aus stationärer basisweiterbildung in innere medizin und chirurgie zusammen im praktischen jahr werden diese beiden bereiche jedoch schon bereits von den jeweiligen pflichttertialen abgedeckt das junge forum der dgou fordert daher den bundesrat auf diese Änderung zurückzuweisen und das bisherige wahltertial im praktischen jahr beizubehalten zubringen und auf diesem wege künftige hausärzte zu rekrutieren für das wahltertial darf nicht verkannt werden dass es für viele studierende zum ende des studiums die möglichkeit darstellt das fachgebiet ihres beabsichtigten weiterbildungsganges genauer kennenzulernen und damit die entscheidung für die künftige berufswahl zu treffen dieses element der weichenstellung für den späteren werdegang darf nicht verlorengehen auf der suche nach alternativen für einen pflichtabschnitt allgemeinmedizin könnte gut ein famulaturturnus herangezogen werden dies hätte noch dazu den organisatorischen vorteil dass die studierenden einen solchen abschnitt selbst organisieren und die plätze nicht durch die fakultät vorgehalten werden müssen dr matthias münzberg sprecher des jungen forums weichenstellung für späteren werdegang die gemeinschaft der ordinarien der orthopädie sieht mit großer sorge den wegfall des wahltertials im praktischen jahr stattdessen soll dieses tertial offensichtlich als verpflichtender abschnitt für die allgemeinmedizin eingeführt werden wir verstehen die bemühungen den studierenden die allgemeinmedizin näher prof dr dr joachim grifka leiter der ordinarienkonferenz rettetdas wa h lt ertial auf der homepage der bundesvertretung der medizinstudierenden deutschlands können sie jhjhq glh $evfkd xqj ghv :dkowhuwldov yrwlhuhq :hqq 6lh ghp /lqn http bvmd.de/news rette_mit_ein_paar_klicks_das_wahltertial folgen können sie auf einer elektronischen postkarte ihre meinung kundtun die dann automatisch an das gesundheitsministerium des bundeslandes in dem sie studieren weitergeleitet wird orthopädie und unfallchirurgie mitteilungen und nachrichten april 2012 133

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politik versorgungsstruk turgesetz was ändert sich tatsächlich das versorgungsstrukturgesetz ist ende des vergangenen jahres vom bundestag beschlossen und vom bundesrat gebilligt worden seit jahresbeginn 2012 sind wesentliche teile des gesetzes in kraft nachfolgend stellen wir die wesentlichen Änderungen im krankenversicherungsrecht sgb v sowie im zulassungswesen der Ärzte Ärzte-zv vor delegation ärztlicher leistungen § 28 absatz 1 satz 2 sgb v der gemeinsame bundesausschuss gba hat am 20 oktober 2011 die richtlinie zur heilkundeübertragung im rahmen von modellvorhaben und damit die substitution ärztlicher leistungen auf angehörige der kranken und altenpflegeberufe beschlossen die neufassung des § 28 absatz 1 satz 2 sozialgesetzbuch v sgb v sieht demgegenüber vor dass die partner der bundesmantelverträge eine liste von delegationsfähigen leistungen erstellen sollen nach auffassung des gesetzgebers würden die bestehenden möglichkeiten zur delegation noch nicht in ausreichendem umfang genutzt daher soll für die ambulante versorgung beispielhaft festgelegt werden bei welchen tätigkeiten und unter welchen voraussetzungen nichtärztliches kranken und pflegepersonal ärztliche leistungen erbringen kann grundsätzlich gilt zwar bei der ärztlichen behandlung in der gesetzlichen krankenversicherung die pflicht zur persönlichen leistungserbringung das bedeutet allerdings nicht dass der arzt alle leistungen in vollem umfang eigenhändig erbringen muss vielmehr kann er ärztliche leistungen an nichtärztliches personal delegieren die letztverantwortung des arztes bleibt dabei ­ im gegensatz zur substitution ­ jedoch erhalten was bedeutet dass er die hilfsperson je nach den erfordernissen überwachen und anleiten muss entlassmanagement § 39 sgb v mit einer ergänzung in § 39 sgb v wurde ein verbindlicher anspruch der versicherten auf das entlassmanagement nach einem krankenhausaufenthalt eingeführt der gesetzgeber sah die bisherige vorschrift als nicht ausreichend an ziel des entlassmanagements sei es die kon 134 orthopädie und unfallchirurgie mitteilungen und nachrichten april 2012 montage fotolia/joswig

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politik tinuität der versorgung zu gewährleisten die kommunikation zwischen den beteiligten ambulanten und stationären versorgungsbereichen zu verbessern sowie einen möglichen drehtüreffekt zu vermeiden daher sollen in den verträgen der landesverbände der krankenkassen und der ersatzkassen mit der landeskrankenhausgesellschaft oder mit den vereinigungen der krankenhausträger im land zukünftig einzelheiten zum entlassmanagement festgelegt werden zuweisungsverbot § 73 absatz 7 sgb v das bereits berufsrechtlich bestehende verbot der zuweisung gegen entgelt ist jetzt auch in das sgb v aufgenommen worden § 73 absatz 7 sgb v sieht eine § 31 der ärztlichen berufsordnung vergleichbare regelung vor wonach es vertragsärzten nicht gestattet ist für die zuweisung von versicherten ein entgelt oder sonstige wirtschaftliche vorteile sich versprechen oder sich gewähren zu lassen oder selbst zu versprechen oder zu gewähren damit hat der gesetzgeber klargestellt dass ein verstoß gegen das zuweisungsverbot gleichzeitig immer auch einen verstoß gegen vertragsärztliche pflichten darstellt durch die regelung soll insbesondere ermöglicht werden im rahmen der zulassung von teil berufsausübungsgemeinschaften zu prüfen ob diese nicht allein zu dem zweck gegründet wurden unzulässige zuweisungen gegen entgelt oder sonstige wirtschaftliche vorteile zu verschleiern honorarverteilung § 87 b sgb v das vertragsärztliche vergütungssystem wird flexibilisiert und regionalisiert mit dem versorgungsstrukturgesetz erhalten die kassenärztlichen vereinigungen wieder die kompetenz die honorarverteilung eigenständig und nur noch im benehmen mit den krankenkassen festzulegen zugleich soll der einheitliche bewertungsmaßstab ebm durch eine bedarfsgerechtere verteilung der vergütungen schrittweise weiterentwickelt werden um dem speziellen versorgungsbedarf der patienten und dem leistungsspektrum der niedergelassenen Ärzte besser gerecht zu werden damit geht die kompetenz für die honorarverteilung von der bundesebene auf die landesebene über der bewertungsausschuss wird zukünftig nur noch unverbindliche empfehlungen abgeben die vertragsärztliche vergütung erfolgt wieder im rahmen eines regionalen honorarverteilungsmaßstabs durch die kassenärztlichen vereinigungen wobei die trennung nach haus und fachärztlichen versorgungsbereichen beibehalten wird ab dem jahr 2013 erhalten die kassenärztlichen vereinigungen auch bei der regionalen verhandlung über die höhe der gesamtvergütung mit den krankenkassen mehr gestaltungsspielräume bis die vergütungssystematik durch die kassenärztlichen vereinigungen umgesetzt worden ist gelten die alten regelleistungsvolumina allerdings noch fort um weitere anreize für eine vertragsärztliche tätigkeit in unterversorgten gebieten zu fördern hat der gesetzgeber in diesen gebieten auf eine mengenbegrenzung verzichtet und leistungen von maßnahmen zur fallzahlbegrenzung und fallzahlminderung ausgenommen zudem werden die kassenärztlichen vereinigungen verpflichtet auf der basis von einzelfallprüfungen bei bedarf weitergehende ausnahmen vorzusehen zum beispiel ausnahme von der abstaffelung des punktwertes darüber hinaus wird die deckelung für extrabudgetäre leistungen wieder aufgehoben wodurch insbesondere das ambulante operieren als ambulante leistung gefördert werden soll neubewertung von behandlungsmethoden ­ § 92 abs 7 d sgb v vor der beschlussfassung zu einer nichtmedikamentösen untersuchungs oder behandlungsmethode erhalten zukünftig neben den Ärztekammern auch die jeweils einschlägigen medizinischen fachgesellschaften ein recht zur stellungnahme neben der bereits bisher auf der grundlage der verfahrensordnung erfolgenden beteiligung der fachkreise am anfang eines neuen beratungsverfahrens bedarf es auch vor der abschließenden beschlussfassung im gba der einbeziehung der einschlägigen fachgesellschaften das recht zur stellungnahme und anhörung soll nach dem willen des gesetzgebers die gewähr dafür erhöhen dass die entscheidungen des gba über neue untersuchungs und behandlungsmethoden auf einer fachlich fundierten und die realen versorgungsaspekte berücksichtigenden grundlage getroffen werden maßgeblicher ansprechpartner für den gba wird nach der zwischenzeitig bereits überarbeiteten verfahrensordnung die arbeitsgemeinschaft wissenschaftlicher medizinischer fachgesellschaften awmf sein medizinische versorgungszentren § 95 absatz 1 1 a 6 sgb v bereits nach geltendem recht handelt es sich bei medizinischen versorgungszentren um ärztlich geleitete einrichtungen nun wird vorgegeben dass der ärztliche leiter im mvz selbst als angestellter arzt oder als vertragsarzt tätig sein muss und in medizinischen fragen keinen weisungen unterliegen darf hierdurch soll die ärztliche therapie und weisungsfreiheit gewährleistet werden darüber hinaus werden die gründungsvoraussetzungen für medizinische versorgungszentren neu gefasst künftig können medizinische versorgungszentren nur noch von zugelassenen vertragsärzten und von zugelassenen krankenhäusern gegründet werden die gründungsberechtigung wird dadurch auf leistungserbringer konzentriert die den großteil der ambulanten und stationären ärztlichen versorgung der versicherten leisten sonstige leistungserbringer nach dem sgb v die nicht an der vertragsärztlichen versorgung teilnehmen sind künftig nicht mehr berechtigt medizinische versorgungszentren zu gründen eine ausnahme gilt nur für gemeinnützige trägerorganisationen zudem sind künftig als zulässige rechtsformen für medizinische versorgungszentren nur noch personengesellschaften also gesellschaften bürgerlichen rechts partnerschaftsgesellschaften oder Ärztegesellschaften nach der musterberufsordnung der Ärzte sowie gesellschaften mit beschränkter haftung gmbh zugelassen ziel des gesetzgebers ist es durch den ausschluss von aktiengesellschaften als zulässiger rechtsform für medizinische versorgungszentren die unabhängigkeit ärztlicher entscheidungen von reinen kapitalinteressen zu gewährleisten allerdings gibt es einen umfassenden bestandsschutz für bereits zugelassene medizinische versorgungszentren diese zulassungen gelten unabhängig von der rechtsform und der trägerstruktur des bestehenden medizinischen versorgungszentrums unverändert fort davon ausgenommen ist lediglich die neue vo orthopädie und unfallchirurgie mitteilungen und nachrichten april 2012 135

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politik raussetzung dass der ärztliche leiter eines medizinischen versorgungszentrums auch in diesem tätig sein muss kommen bestehende medizinische versorgungszentren dieser voraussetzung nicht bis zum 30 juni 2012 nach droht der entzug der zulassung rückumwandlung von arztstellen § 95 abs 9 b sgb v i.v.m § 32b Ärzte-zv nach bisher geltendem recht war die rück umwandlung einer genehmigten angestelltenstelle in einen eigenständigen vertragsarztsitz nicht möglich zukünftig soll es vertragsärzten ermöglicht werden eine genehmigte anstellung zu einem späteren zeitpunkt in eine zulassung umwandeln zu lassen hierzu sieht die vorschrift vor dass die genehmigte anstellung vom zulassungsausschuss auf antrag des anstellenden vertragsarztes in eine zulassung umzuwandeln ist als inhaber der bisherigen arztstelle für einen angestellten arzt kann der anstellende vertragsarzt entscheiden ob der bisher angestellte arzt inhaber der neuen zulassung werden soll oder ob er die durchführung eines nachbesetzungsverfahrens möchte so dass er eine nicht mehr benötigte arztstelle im zuge des nachbesetzungsverfahrens wirtschaftlich verwerten kann beantragt der anstellende vertragsarzt keine nachbesetzung hat der zulassungsausschuss dem bisher angestellten arzt die zulassung zu erteilen hierdurch erhalten vertragsärzte die flexible möglichkeit nach einer bewährungsphase und bei entsprechendem interesse zunächst angestellte Ärzte als vertragsärzte gleichberechtigt in die praxis zu integrieren diese regelung gilt entsprechend für mvz so dass auch ein vertragsarzt der in einem gesperrten planungsbereich auf seine zulassung verzichtet hat um in einem mvz als angestellter arzt zu arbeiten die angestelltenstelle zu einem späteren zeitpunkt in eine zulassung zurück umwandeln kann befristung von zulassungen § 98 sgb v i.v.m § 19 Ärzte-zv es ist nun erstmals möglich zulassungen zur vertragsärztlichen versorgung zu befristen die voraussetzungen für eine befristung von zulassungen werden in § 19 absatz 4 der zulassungsverordnung für Ärzte Ärzte-zv geregelt diese regelung soll nach der auffassung des gesetzgebers dem ziel dienen perspektivisch die entstehung und festschreibung von Überversorgung zu reduzieren daher ist eine befristung von zulassungen nur in offenen planungsbereichen möglich in denen der allgemeine bedarfsgerechte versorgungsgrad mindestens 100 prozent erreicht Über die befristung einer zulassung soll der zulassungsausschuss nach pflichtgemäßem ermessen entscheiden insoweit macht das gesetz keine vorgaben über den befristungszeitraum daher ist auch dieser nach pflichtgemäßem ermessen des zulassungsausschusses festzulegen dabei sollen neben den versorgungsbedürfnissen die interessen des zugelassenen vertragsarztes berücksichtigt werden da es ihm möglich sein soll die mit der praxisgründung typischerweise verbundenen investitionskosten während der dauer der zulassung zu refinanzieren daher hat der zulassungsausschuss die möglichkeit die befristung an das erreichen eines bestimmten lebensalters des vertragsarztes oder das ende der beruflichen tätigkeit zu knüpfen bedarfsplanung §§ 99 ff sgb v den beteiligten wird ein größerer gesetzlicher gestaltungsspielraum für die bedarfsplanung eingeräumt um regionale besonderheiten zum beispiel regionale demografische entwicklung oder morbiditätsstrukturen für eine bedarfsgerechte versorgung berücksichtigen zu können zu diesem zweck kann von der bedarfsplanungsrichtlinie des gba abgewichen werden zum beispiel abweichende abgrenzungen der planungsbereiche oder abweichende verhältniszahlen für den bedarfsgerechten versorgungsgrad daneben wird in der bedarfsplanung auch der mit dem versorgungsstrukturgesetz eingeführten ambulanten spezialärztlichen versorgung vgl § 116 b sgb v rechnung getragen an der vertragsärztlichen versorgung teilnehmende Ärztinnen und Ärzte die spezialärztliche leistungen erbringen stehen eingedenk dieser leistungen nicht mehr im vollen umfang zur versorgung der versicherten mit vertragsärztlichen leistungen zur verfügung so dass diese tätigkeit bei der berechnung des versorgungsgrades abgezogen werden muss der gba erhält deshalb den auftrag in der bedarfsplanungsrichtlinie bestimmungen über den umfang der berücksichtigung dieser tätigkeit zu treffen umgekehrt sollen zukünftig neben zugelassenen und bei einem vertragsarzt oder in einem medizinischen versorgungszentrum angestellte Ärzte alle an der vertragsärztlichen versorgung teilnehmenden Ärzte in der bedarfsplanung erfasst werden daher hat der gba den auftrag in der bedarfsplanungsrichtlinie bestimmungen zur berücksichtigung auch der durch ermächtigung an der vertragsärztlichen versorgung teilnehmenden Ärzte bei der berechnung des versorgungsgrades zu treffen dies betrifft sowohl Ärztinnen und Ärzte die über eine individuelle ermächtigung verfügen zum beispiel nach § 116 ermächtigte krankenhausärzte als auch Ärztinnen und Ärzte die in einer ermächtigten einrichtung zum beispiel in einem krankenhaus einer psychiatrischen institutsambulanz oder einem sozialpädiatrischen zentrum tätig sind letztlich wird die bisherige regelung die vorschreibt dass die regionalen planungsbereiche den stadt und landkreisen entsprechen sollen durch eine flexiblere regelung ersetzt daher ist es künftig auch möglich bei der größe der planungsbereiche nach arztgruppen oder auch nach hausärztlicher allgemeiner fachärztlicher und spezialisierter fachärztlicher versorgung zu differenzieren diese neuregelung soll zum 1 januar 2013 wirksam werden vorkaufsrecht von zulassungen durch die kven ­ § 103 sgb v für viele diskussionen hat bereits die ankündigung gesorgt den kassenärztlichen vereinigungen die möglichkeit einzuräumen nach beendigung eines ausschreibungsverfahrens zur nachbesetzung eines vertragsarztsitzes ein vorkaufsrecht auszuüben zwar sieht auch die endgültige fassung des versorgungsstrukturgesetzes ein solches vorkaufsrecht der kassenärztlichen vereinigungen vor allerdings erhält der zulassungsausschuss die aufgabe im vorfeld über die nachbesetzung eines vertragsarztsitzes in einem planungsbereich in dem wegen Überversorgung zulassungsbeschränkungen angeordnet sind zu entscheiden endet künftig die zulassung eines vertragsarztes in einem planungsbereich 136 orthopädie und unfallchirurgie mitteilungen und nachrichten april 2012

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politik für den zulassungsbeschränkungen angeordnet sind durch tod verzicht oder entziehung und soll die praxis von einem nachfolger weitergeführt werden haben der vertragsarzt oder seine erben einen antrag beim zulassungsausschuss auf durchführung eines nachbesetzungsverfahrens zu stellen liegt dem zulassungsausschuss ein solcher antrag vor hat er zu prüfen ob auf eine nachbesetzung des vertragsarztsitzes aus versorgungsgründen verzichtet werden kann im rahmen seiner prüfung hat der zulassungsausschuss jedoch auch wirtschaftliche gesichtspunkte zu berücksichtigen hat er zum beispiel darüber zu entscheiden ob ein vertragsarztsitz innerhalb einer berufsausübungsgemeinschaft nachbesetzt werden soll sind auch die auswirkungen seiner entscheidung auf die berufsausübungsgemeinschaft zu berücksichtigen haben der vertragsarzt oder seine erben dargelegt dass sich als praxisnachfolger eine oder mehrere personen bewerben werden bei denen es sich um den ehegatten lebenspartner beziehungsweise ein kind oder um einen angestellten arzt des bisherigen vertragsarztes handelt muss ein nachbesetzungsverfahren durchgeführt werden im Übrigen kann der zulassungsausschuss das unterlassen eines nachbesetzungsverfahrens nur mit der mehrheit der stimmen im zulassungsausschuss beschließen hat der zulassungsausschuss beschlossen kein nachbesetzungsverfahren durchzuführen hat die kassenärztliche vereinigung dem vertragsarzt oder den erben eine entschädigung zu zahlen allerdings wird aufgrund der paritätischen besetzung des zulassungsausschusses mit je drei vertretern der Ärzte und der kassen in der regel nicht mit der ablehnung eines nachbesetzungsverfahrens zu rechnen sein beratung vor regress § 106 abs 5 e sgb v bei erstmaliger Überschreitung des richtgrößenvolumens um mehr als 25 prozent soll zukünftig zunächst kein regress festgesetzt werden bevor den betroffenen vertragsärzten nicht zuvor zumindest eine einmalige beratung angeboten wurde damit das wirtschaftliche risiko infolge einer Überschreitung des richtgrößenvolumens kalkulierbar bleibt und insoweit rechtssicherheit besteht wird vertragsärzten dabei zudem die möglich keit eingeräumt in begründeten fällen bereits im rahmen dieser beratung eine feststellung der prüfungsstelle über die anerkennung von praxisbesonderheiten zu beantragen ein feststellungsinteresse kann beispielsweise für geltend gemachte praxisbesonderheiten bestehen die nicht vorab anerkannt oder bereits gegenstand von prüfungsverfahren gewesen sind vor und nachstationäre behandlung § 115 a sgb v § 115 a sgb v richtet sich an die krankenhäuser und regelt die gesetzlichen voraussetzungen der vor und nachstationären behandlung im krankenhaus und deren abgrenzung zur vertragsärztlichen versorgung die auslagerung von leistungen auf niedergelassene vertragsärzte durch krankenhäuser im rahmen der vor und nachstationären behandlung des krankenhauses nach § 115 a war bereits bisher auf der grundlage einer ausdrücklichen beauftragung des niedergelassenen vertragsarztes durch das behandelnde krankenhaus möglich bei der neuregelung handelt es sich daher um eine gesetzliche klarstellung zur flexibilisierung der zusammenarbeit von krankenhäusern und vertragsärzten im rahmen von kooperationen bei der vorund nachstationären behandlung ambulante operationen im krankenhaus § 115 b sgb v nach der rechtsprechung des bundessozialgerichts ließ die bisherige regelung zum ambulanten operieren im krankenhaus nach § 115 b in verbindung mit dem dreiseitigen aop-vertrag nur zu dass ambulante operationen durch operateure des krankenhauses oder durch belegärzte jeweils in verbindung mit einem anästhesisten des krankenhauses erbracht werden danach durften weder niedergelassene vertragsärzte ohne belegarztstatus ihre patienten ambulant im krankenhaus operieren noch durften krankenhäuser zur durchführung ihrer ambulanten operationen solche Ärzte einsetzen insbesondere waren vereinbarungen zwischen krankenhäusern und niedergelassenen vertragsärzten mit dem ziel solche kooperationen zu ermöglichen nach der rechtsprechung des bundessozialgerichts mit der geltenden rechtslage nicht vereinbar da der gesetzgeber auch in diesem bereich eine flexibilisierung der zusammenarbeit von krankenhäusern und vertragsärzten herbeiführen möchte hat er nun eine ausdrückliche gesetzliche vorgabe an die parteien des aop-vertrages aufgenommen wonach ambulant durchführbare operationen im krankenhaus auch auf der grundlage derartiger vertraglicher kooperationen des krankenhauses mit niedergelassenen vertragsärzten erfolgen können vertragsarztrechtliche vorschriften stehen einer solchen regelung nun nicht mehr entgegen daher ist es zukünftig möglich ambulante operationen im krankenhaus auch vor vertragsärzten auf der grundlage von honorararztverträgen erbringen zu lassen diese neuregelung lässt allerdings offen ob auch stationäre krankenhausleistungen durch honorarärzte erbracht werden dürfen daher ist bei stationären leistungen bis zu einer entscheidung des bundessozialgerichtes beim einsatz von honorarärzten zurückhaltung geboten ambulante spezialfachärztliche versorgung ­ § 116 b sgb v an die stelle des bisherigen § 116 b sgb v ambulante behandlung im krankenhaus tritt eine völlig neu konzipierte ambulante spezialfachärztliche versorgung damit soll stufenweise eine ambulante spezialfachärztliche versorgung für erkrankungen mit besonderen krankheitsverläufen seltenen erkrankungen und hochspezialisierten leistungen als eigenständiger versorgungsbereich sowohl für niedergelassene vertragsärzte als auch für krankenhausärzte unter gleichen qualitäts und vergütungsbedingungen eingeführt werden nach heftiger kritik an der im referentenentwurf vorgesehenen regelung hat der gesetzgeber die regelung noch einmal entsprechend überarbeitet in dem bereich der ambulanten spezialfachärztlichen versorgung sollen seltene erkrankungen und erkrankungen mit schweren verlaufsformen wie krebs hiv/aids mukoviszidose und multiple sklerose behandelt werden wobei die versorgung sowohl in der praxis des vertragsarztes als auch im krankenhaus ambulant erfolgen kann nicht erfasst sind dagegen ambulante operationen und stationsersetzende eingriffe voraussetzung für die spezialfachärztliche behandlung am krankenhaus ist ein vertragsärztlicher orthopädie und unfallchirurgie mitteilungen und nachrichten april 2012 137

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politik § 99 § 116b § 98 §28 § 115b § 106 § 87 § 128 § 73 § 92 § 95 § 24 § 39 § 103 § 115a die wichtigsten Änderungen in kÜrze 1 delegation ärztlicher leistungen Ärzte können ärztliche leistungen an nichtärztliches personal delegieren müssen jedoch die hilfspersonen je nach den erfordernissen überwachen und anleiten die partner der bundesmantelverträge sollen eine liste von delegationsfähigen leistungen erstellen 2 entlassmanagement das entlassmanagement nach einem stationären aufenthalt muss verbindlich geregelt werden da patienten zukünftig einen gesetzlichen anspruch auf eine organisierte entlassung in die ambulante versorgung haben 3 zuweisungsverbot die annahme von geld oder anderen vorteilen für die zuweisung von patienten stellt einen verstoß gegen yhuwudjvlu]wolfkh 3Álfkwhq gdu 4 regionalisierung der honorarverteilung die honorarverteilung geht von der bundes auf die landesebene über das heißt die kassenärztlichen vereinigungen regeln künftig wieder die verteilung des ärztlichen honorars autonom ohne die ausdrücklich erforderliche zustimmung der krankenkassen 5 neubewertung von behandlungsmethoden bevor der gemeinsame bundesausschuss eine neue nichtmedikamentöse untersuchungs oder behandlungsmethode bewertet muss er den jeweils einschlägigen medizinischen fachgesellschaften gelegenheit zur stellungnahme geben 6 medizinische versorgungszentren medizinische versorgungszentren dürfen künftig nur noch von zugelassenen vertragsärzten und zugelassenen krankenhäusern gegründet werden außerdem muss der ärztliche leiter in dem medizinischen versorgungszentrum selbst als angestellter arzt oder als vertragsarzt tätig sein 7 rückumwandlung von arztstellen genehmigte arztstellen dürfen zu einem späteren zeitpunkt in eine zulassung umgewandelt werden 8 befristung von zulassungen ,q r hqhq 3odqxqjvehuhlfkhq lq denen der versorgungsgrad 100 prozent erreicht können zulassungen befristet vergeben werden 9 bedarfsplanung die bedarfsplanung soll kleinräumiger werden xp Áh[leohu dxi ghq 9huvrujxqjvehgdui yru 2uw uhdjlhuhq ]x n|qnen um das zu erreichen darf gegebenenfalls die bedarfsplanungsrichtlinie des gemeinsamen bundesausschusses außer acht gelassen werden 10 vorkaufsrecht von zulassungen für die kven scheidet in überversorgten regionen ein praxisinhaber aus seinem berufsleben aus und möchte seine zulassung abgeben erhält die kv ein eingeschränktes vorkaufsrecht 11 beratung vor regress Überschreitet ein vertragsarzt erstmals das richtgrößenvolumen um mehr als 25 prozent muss ihm eine beratung angeboten werden bevor ein regress festgesetzt werden darf 12 vor und nachstationäre behandlung kooperationsmöglichkeiten von krankenhäusern und vertragsärzten bei der vor und nachstationären behandlung werden gesetzlich verankert 13 ambulante operationen im krankenhaus ambulante operationen im krankenhaus können auf der grundlage vertraglicher kooperationen des krankenhauses mit niedergelassenen vertragsärzten erfolgen 14 ambulante spezialfachärztliche versorgung für seltene erkrankungen und erkrankungen mit schweren verlaufsformen wie krebs hiv/aids mukoviszidose und multiple sklerose wird sowohl für niedergelassene vertragsärzte als auch für krankenhauslu]wh hlq hljhqvwlqgljhu 9huvrujxqjvehuhlfk jhvfkd hq 15 beteiligungen an unternehmen einkünfte von vertragsärzten aus beteiligungen an unternehmen von leistungserbringern gelten als unerlaubte zuwendungen wenn der vertragsarzt durch sein verordnungs und zuweisungsverhalten die höhe der einnqiwh vhoevw ehhlqÁxvvhq ndqq 16 erprobung von behandlungsmethoden wenn das potenzial einer neuen untersuchungs oder behandlungsmethode noch nicht hinreichend belegt ist muss der gemeinsame bundesausschuss eine erprobungsphase veranlassen erst wenn dabei der medizinische nutzen oder zusatznutzen nicht hinreichend belegt wird kann er die methode aus der krankenhausversorgung streichen .hlqh 5hvlghq]sÁlfkw phku der wohnort kann unabhängig vom praxissitz gewählt werden die teilnahme am notdienst bleibt davon unberührt =zhljsud[hq n|qqhq ohlfkwhu hu qhw zhughq eine geringfügige beeinträchtigung der versorgung am vertragsarztsitz kann durch eine verbesserung der versorgung am ort der zweigpraxis aufgewogen werden 19 sitzverlegung wird schwerer wenn der umzug einer praxis von einem stadtteil in den anderen zu versorgungsproblemen im bisherigen stadtteil führen würde muss der zulassungsausschuss die verlegung des praxissitzes ablehnen 20 teil-berufsausübungsgemeinschaften berufsausübungsgemeinschaften dürfen nicht dazu dienen das zuweisungsgebot zu umgehen das heißt dass zum beispiel ein orthopäde und ein radiologe die eine gemeinschaftspraxis haben sich die patienten nicht gegenseitig zuweisen dürfen 138 orthopädie und unfallchirurgie mitteilungen und nachrichten april 2012

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