Informationsmappe Waldkindergarten Lohr

 

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informationsmappe des waldkindergarten lohr a main e.v 1

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informationsmappe ­ waldkindergarten lohr am main e.v inhalt 1 was ist ein waldkindergarten 2 die geschichte des lohrer waldkindergartens bis zur staatlichen anerkennung 3 kindergarten im wald 3.1 Überblick 3.2 die aktuelle lebenswelt vieler kinder 4 erziehung bildung 4.1 der wald ein lebendiger lebensraum selbstgestalteter spielraum 4.2 schulvorbereitung im waldkindergarten 4.3 projektarbeit 5 informationen zu den pädagogischen fachkräften 6 organisation des kindergartenalltags tagesablauf 7 ausstattung 7.1 ausstattung des handwagens der päd fachkräfte 7.2 ausrüstung der kinder 8 der waldkindergarten gestützt durch elternmitarbeit 8.1 anforderungen an die eltern 8.2 aufgabenbereiche der eltern 8.3 aufgaben und arbeiten im rahmen der vereinsarbeit 8.4 elternmitarbeit beim waldkindergarten lohr a main e.v modell einer tragfähigen selbstverwaltung 9 hygiene sicherheitsvorkehrungen gesundheitsaspekte im waldkindergarten 9.1 hygiene 9.2 sicherheitsvorkehrungen gesundheitsaspekte 2

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1 was ist ein waldkindergarten der waldkindergarten ist ein kindergarten der dem bayerischen kindergartengesetz entspricht die betreuungszeit beträgt täglich 4-6 stunden für kinder vom 3 bis zum 6 bzw 7 lebensjahr die gruppe von maximal 25 kinder wird von 3-5 pädagogischen fachkräften betreut das besondere am waldkindergarten ist dass der kindergartenalltag draußen im wald ohne türen und wände abläuft die kinder legen am vormittag je nach wetterlage eine strecke zwischen einem und drei kilometern zurück sie spielen im wald mit dem was sie in der natur vorfinden basteln mit fantasie und kreativität mit naturmaterialien und können ihrem bewegungsdrang freien lauf lassen dänemark war das erste land in dem das projekt waldkindergarten in den siebziger jahren umgesetzt wurde inzwischen gibt es auch in deutschland weit mehr als 1.000 waldkindergärten und das konzept findet immer mehr resonanz es stellt eine interessante alternative zum regelkindergarten dar nach außen hin sind die kinder und eltern vertreter des waldkindergartens und tragen die idee des waldkindergartens weiter im sommer 1995 haben engagierte lohrer eltern die dänische idee aufgegriffen und 1996 den waldkindergarten lohr a main e.v als elterninitiative gegründet seit mai 2000 ist der waldkindergarten lohr staatlich anerkannt gerade die stadt lohr am main bietet durch ihre landschaftliche vielfalt optimale voraussetzungen für einen abwechslungsreichen waldkindergarten lohr das tor zum spessart hat mit über 4000 ha den zweitgrößten kommunalwald in bayern der einer der schönsten und artenreichsten laubmischwälder europas ist 2 die geschichte des lohrer waldkindergartens bis zur staatlichen anerkennung die geschichte des lohrer waldkindergartens begann im september 1995 als in der zeitschrift spielen und lernen der flensburger waldkindergarten vorgestellt wurde diese kindergartenform mit ihrem eigenen lernkonzept begeisterte einige mütter so sehr dass sie die idee entwickelten solch einen kindergarten in lohr zu eröffnen zeitgleich gründete sich im oktober 1995 die parteiunabhängige elterninitiative kinderlobby die sich als forum für die belange kinder und jugendlicher verstand unter dem dach der kinderlobby richtete sich der arbeitskreis waldkindergarten ein erste reaktionen aus der Öffentlichkeit auf diese kindergartenform fielen jedoch sehr verhalten ja eher ablehnend aus und bremsten jäh die euphorie des arbeitskreises daraufhin beschlossen die initiatorinnen sich hilfe von außen zu holen im april 1996 führte der arbeitskreis mit der finanziellen unterstützung der schutzgemeinschaft deutscher wald ein zweitägiges waldkindergartensymposium in der lohrer forstschule durch die resonanz mit über 100 teilnehmerinnen aus ganz bayern war überwältigend in ihren referaten stellten die beiden waldpädagoginnen petra jäger leiterin des flensburger waldkindergartens und die schweizerin andrea fickenwirth die pädagogischen und gesundheitlichen vorteile der waldkindergärten vor die praktische demonstration eines waldkindergartenvormittags im lohrer stadtwald überzeugte auch die letzten zweifler an der umsetzbarkeit dieses projektes und führte zu einem meinungsumschwung in der Öffentlichkeit es folgten unzählige interviews presseartikel anfragen aus ganz bayern bis hin zu einem auftritt in einer sendung des regionalfernsehens 3

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ermutigt von so viel zuspruch beschlossen die initiatorinnen die idee eines lohrer waldkindergartens weiter voranzutreiben erste gespräche mit den behördenvertretern der regierung von unterfranken und dem kreisjugendamt ergaben die notwendigkeit einer bedarfsermittlung und der erstellung eines pädagogischen konzeptes mitte juni 1996 lud der arbeitskreis die interessierte Öffentlichkeit für eine erste bedarfsermittlung ein es fanden sich auf anhieb 15 elternpaare die ihre kinder in einen waldkindergarten schicken würden gleichzeitig begann der arbeitskreis unter einbeziehung der eltern ein kindergartenkonzept zu erarbeiten dazu nahmen die lohrer kontakt zu anderen waldkindergärten auf und beteiligten sich anfang november 1996 an dem 1 treffen aller waldkindergärten deutschlands in kaufungen dieses treffen brachte entscheidende impulse und wichtige informationen zur betriebsführung eines waldkindergartens diskutiert wurden vor allem finanzielle und organisatorische fragen schnell wurde klar dass vorrangig die trägerschaft und die finanzierung des personals geklärt werden mussten einig waren sich die eltern und der arbeitskreis dass man einen reinen waldkindergarten in eigener verantwortung also keine kombination mit einer anderen einrichtung eröffnen wollte als träger kamen folgerichtig nur noch die kinderlobby oder ein eigener verein in frage nachdem die kinderlobby die Übernahme der trägerschaft ablehnte wurde noch im november 1996 der waldkindergarten lohr e v aus der taufe gehoben 14 eltern schrieben gründungsgeschichte der arbeitskreis waldkindergarten wurde aufgelöst eine eigene satzung beschlossen und ein dreiköpfiger vorstand gewählt der sich vorrangig um die finanzierung der päd fachkräfte kümmern sollte an öffentliche gelder im rahmen des kindergartengesetzes war zu diesem zeitpunkt nicht zu denken gefördert werden in bayern nur staatlich anerkannte kindergärten die den anforderungen des bayerischen kindergartengesetzes entsprechen und über die zustimmung der kommune verfügen allen beteiligten war klar dass es bis dahin noch ein steiniger und weiter weg werden würde aber ihnen war auch klar dass nur das laufende projekt seine existenzberechtigung beweisen könnte der verein arbeitete fieberhaft an allen details ein geeignetes waldstück wurde ausgesucht und seine nutzung mit pächtern und eigentümern abgestimmt das pädagogische konzept wurde zu ende geschrieben und öffentlich vorgestellt die ausstattung des kindergartens in angriff genommen parallel dazu begann die suche nach einer geeigneten erzieherin und deren finanzierung die lösung des problems hieß lohnkostenzuschuß west mit dieser maßnahme des arbeitsamtes wurden befristet arbeiten gefördert die der verbesserung der umwelt der sozialen dienste oder der jugendhilfe dienen wir hatten glück unser projekt fand bei den zuständigen sachbearbeitern gefallen und gelangte in die zuteilung wir hatten noch einmal glück es wurde uns eine erzieherin zugewiesen die sich als absoluter glücksfall herausstellte bianca herrmann nur 6 monate nach der vereinsgründung war es dann soweit der historische moment am 5 mai 1997 startete der lohrer waldkindergarten um 9.00 uhr bei strömendem regen seinen betrieb am sendelbacher romberg mit 15 kindern einer erzieherin und einer mutter als helferin im juli 1997 kam die praktikantin sybille stockburger zu uns die bis dahin notwendigen elterndienste konnten entfallen das öffentliche interesse an unserem projekt war überwältigend aus ganz bayern kamen fortbildungsgruppen in unseren kindergarten die medien begleiteten uns regelmäßig in den wald und berichteten ausführlich über alle entwicklungsstufen wir unsererseits hielten vorträge an fachakademien volkshochschulen kindergärten kreisjugendämtern und vor interessierten elterngruppen in ganz unterfranken 4

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dennoch war uns klar dass uns die feuerprobe noch bevorstand der erste winter ungläubige stimmen in der bevölkerung wurden laut das halten die kinder nie aus und die eltern nicht durch jeden tag bei eisiger kälte oder regen draußen im wald ganz lohr verfolgte mit skepsis die kindergartenarbeit in den wintermonaten doch unsere kinder und päd fachkräfte ließen sich nicht abschrecken und meisterten diese naturgegebene herausforderung mit bravour jetzt brach auch das eis bei den letzten skeptikern und der waldkindergarten wurde akzeptiert im januar 1998 beschlossen die eltern eine zweite erzieherin einzustellen die stelle wurde öffentlich ausgeschrieben unter den vielen bewerbungen entschieden wir uns für ute welsch deren arbeit ebenfalls vom arbeitsamt gefördert wurde trotz aller erfolge zeit zum ausruhen gab es nicht um die langfristige finanzierung des kindergartens zu sichern musste die staatliche anerkennung erreicht werden die jedoch nach dem bayerischen kindergartengesetz an feste räumlichkeiten gekoppelt ist ein erster anlauf über eine petition im bayerischen landtag dieses kriterium für waldkindergärten streichen zu lassen ging im april 1998 gründlich daneben die staatsregierung war nicht bereit die anerkennungskriterien zu gunsten der waldkindergärten abzuändern das bedeutete für uns wir mussten geeignete räumlichkeiten finden sollte der kindergarten eine langfristige Überlebenschance haben zwischenzeitlich konnten wir über eine erneute jedoch letzte zuteilung in die arbeitsamtsförderung die finanzierung unserer päd fachkräfte bis mai 2000 sicherstellen doch nicht nur die gesuchten räumlichkeiten waren voraussetzung für die anerkennung sondern auch die zustimmung des lohrer stadtrates um die pädagogische bedeutung der waldkindergärten zu unterstreichen veranstaltete der verein neben vielen anderen aktivitäten im oktober 1998 ein zweites waldpädagogisches seminar an der lohrer forstschule das erneut großen anklang fand parallel dazu wurden gespräche mit allen politischen fraktionen geführt die suche nach geeigneten räumlichkeiten konnte im juli 1999 im lohrer bezirkskrankenhaus nach positiver begutachtung aller zuständigen behörden erfolgreich abgeschlossen werden der weg für die anerkennung war frei im august 1999 wurde die anerkennung beim kreisjugendamt offiziell beantragt jetzt fehlte nur noch die zustimmung des stadtrates die mit spannung erwartet wurde anfang november 1999 war es dann soweit mit einstimmigem votum des lohrer stadtrates wurde der lohrer waldkindergarten der zweite staatlich anerkannte seiner art in bayern mit bescheid des kreisjugendamtes vom 26 april 2000 wurde die staatliche anerkennung rechtskräftig 3 kindergarten im wald 3.1 Überblick in unserem kindergarten ohne türen und wände gehen päd fachkräfte und kinder täglich in den wald um gemeinsam zu spielen zu lernen zu entdecken und zu erleben zugleich vermitteln wir unseren kindern zugänge zu umweltgerechtem handeln unser waldkindergarten bildet eine alternative zum bestehenden regelkindergarten durch seine organisationsform als elterninitiative werden alle anfallenden aufgaben wie betriebsführung und verwaltung finanzierungsplanung Öffentlichkeitsarbeit und bereitstellung des alltagsbedarfes von den eltern erfüllt 5

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3.2 die aktuelle lebenswelt vieler kinder der alltag vieler kinder weist oftmals entwicklungshemmende merkmale auf er ist gekennzeichnet durch oft uneingeschränkten zu und umgang mit medien reizüberflutung bewegungsmangel und sozialer isolation beim unkontrollierten aufenthalt im freien können die kinder täglich in gefahrensituationen geraten die sich nicht meistern sondern nur vermeiden lassen straßenverkehr umweltverunreinigung usw eltern können diese mangel situation kaum ändern ihre arbeits und wohnsituation hindert sie häufig daran ihren kindern andere lebensbedingungen zu bieten vielfach diskutiert sind negative folgen beeinträchtigungen der gesundheit und des lernvermögens eine eingeschränkte soziale kompetenz mangelhaft entwickelte kreativität anfälligkeit für suchtmittel konzentrationsstörungen wir sind überzeugt dass die betreuung im waldkindergarten viele dieser defizite kompensiert und hilfe zur bewältigung dieser negativen lebensbedingungen gibt 4 erziehung bildung 4.1 der wald ein lebendiger lebensraum selbstgestalteter spielraum täglich erleben die kinder denselben wald und doch verändert er sich ständig wachsen und vergehen sind konkret spürbar der bogen spannt sich vom neuen laub im frühling und vielen krabbeltieren bis zu kahlen Ästen und wenigen vogelschreien im winter im wechsel der jahreszeiten werden religiöse feste mit einbezogen wie zum beispiel das wiedererwachen der natur im frühling ostern erntedank sankt martin und weihnachten.vielfältige laute gehen vom waldleben aus die differenziert wahrgenommen und zugeordnet werden können blätterrauschen vogelstimmen knackende Ästchen usw gerade jüngere kinder lernen unmittelbar mit ihren sinnen die einander ergänzen hören sehen riechen schmecken und fühlen hinterlassen bei ihnen einen umfassenden eindruck ihrer umwelt jedes lebewesen jedes ding hat sein aussehen fühlt sich besonders an und hat seinen eigengeruch der wald ist nicht aufgeräumt und doch herrscht hier ordnung jedes lebewesen hat seinen platz die tiere brauchen die pflanzen und umgekehrt durch den täglichen kontakt knüpfen die kinder beziehungen zu ihnen und übernehmen verantwortung für sie am anfang der kindergartenzeit ist der wald unbekannt ungewohnt vielleicht sogar unheimlich auf einem festgelegten weg wird er unter führung der päd fachkräfte und der älteren kinder erkundet sie sind stolz und gewinnen zutrauen zur neuen umgebung wenn sie mit der zeit bekanntes wiederfinden die kinder fragen erkunden beobachten ihre orientierungsfähigkeit im raum wird geschult wenn nötig regen die päd fachkräfte zu spielen an balancieren auf dem liegenden baumstamm malen mit stöckchen in der lockeren erde usw bald bilden sich stellen im gelände heraus an denen die kinder besonders gerne spielen sie geben ihren spielplätzen namen umgefallener baum feenwald u.ä die kinder können das tun was sie zu ihrer grobmotorischen entwicklung brauchen sie wippen auf stämmen rutschen und rollen hänge hinunter springen in weiche laubhaufen schwingen an Ästen oder klettern auf bäume sie erleben dabei ihre grenzen aber auch ihr können im wechsel von wärme und kälte nässe und trockenheit lernen die kinder auf ihre körperempfindungen zu achten und angemessen mit den wetterverhältnissen umzugehen ihr immunsystem stabilisiert sich dank der weite des waldes können die kinder ganz unterschiedliche beziehungsstrukturen wählen sie spielen alleine mit päd fachkräften in der zweier klein oder 6

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großgruppe ohne aggressionen die durch räumliche enge und aus der sicht der kinder durch willkürliche begrenzungen verursacht werden lernen sie sich in unterschiedlichen sozialen gefügen zu behaupten und sich aus eigenem antrieb einzufügen bei der eroberung des waldes als spielraum erleben die kinder regeln als hilfe nicht als einschränkung sie üben ihr gedächtnis indem sie sich fundstellen materialeigenschaften und bearbeitungsweisen merken die kinder steigern beim spielen ihren einfallsreichtum und ihre phantasie grenzenlos können die kinder ihre kreativität ausleben sie lernen aus dem scheinbaren nichts jederzeit etwas zu machen damit erhalten sie sich ihren natürlichen ideenreichtum und ihre motivation beste voraussetzungen langeweile zu überbrücken und nicht in übersteigertes konsum oder gar suchtverhalten abzurutschen ohne vorgegebenes spielzeug müssen sich die kinder miteinander verständigen um miteinander spielen zu können sie benennen und erklären spielideen das gerade aktuelle spielmaterial seine funktion und den spielablauf sie nehmen anregungen anderer kinder auf versuchen sie zu verstehen und geben ihre eigenen ideen weiter aufgrund der gemeinsamen freude am spiel bemühen sich die kinder meinungsverschiedenheiten konstruktiv zu klären dank dieser sehr kommunikativen spielweise ist bei unseren waldkindern eine geradezu erstaunliche steigerung der sprechfertigkeit und sprachfähigkeit zu beobachten im ausgiebigen freispiel wird ihnen genügend zeit gegeben ihre spiele zu erfinden und auszubauen denn freispiel ist wenn die kinder tun müssen was sie möchten 4.2 schulvorbereitung im waldkindergarten die schulvorbereitung ist teil des kindergartenalltags während der gesamten kindergartenzeit daneben sind schwerpunkte erkennbar die mit den besonderheiten des naturraumes wald zusammenhängen zusätzlich initiieren die päd fachkräfte lernangebote die auf den bedarf der älteren kinder zugeschnitten sind dazu weitere die die gruppe auch mit arbeitsbereichen des gemeinwesens bekannt machen 4.3 projektarbeit der rahmenplan umfasst das jahr mit seinen jahreszeiten einzelne projekte werden sowohl von den päd fachkräfte vorgegeben als auch den aktuellen bedürfnissen der kinder angepasst sie werden mit liedern bilderbüchern fingerspielen kreisspielen bastelangeboten ausschnitten aus der elementaren musikerziehung und ausflügen bauernhof polizei imker krankenhaus spessartmuseum feuerwehr vertieft an diesen unternehmungen nimmt die gesamte kindergruppe teil 5 informationen zu den pädagogischen fachkräften zwei erzieherinnen eine leitung und eine stellvertretung 2-3 kinderpflegerinnen sowie stundenweise eine einzelintegrationshilfe und bei bedarf der fachdienst mobile sonderpädagogische hilfe msh arbeiten mit den kindern im wald je nach qualifikation führen sie mit den kindern schwerpunktmäßige angebote wie z.b hören ­ lauschen lernen yoga seilkonstruktionen etc durch grundlage der pädagogischen arbeit mit den kindern ist der bayerische bildungs und erziehungsplan bep 7

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6 organisation des kindergartenalltags tagesablauf bringzeiten 7.30 bis 8.15 uhr zur frühgruppe am bauwagenplatz 8.30 uhr gemeinsamer treffpunkt unterhalb des hundeverein-platzes beginn der kernzeit abholzeiten 12.30 uhr zum ende der kernzeit und 13.00 oder 13.30 uhr für die mittagsbetreuung jeweils am jeweiligen treffpunkt nachdem sich die eltern verabschiedet haben und die beiden gruppen am bauwagenplatz zueinandergestoßen sind findet der morgenkreis statt zur begrüßung wird ein lied gesungen werden die anwesenden kinder gezählt die abwesenden benannt und die besonderheiten und der ablauf des tages angesprochen der waldgang beginnt jedes kind trägt einen gut sitzenden rucksack in dem sich regenkleidung ggf ersatzhandschuhe und ersatzsocken eine thermo flasche und die vesperdose befinden eine kleine isomatte wird außen am rucksack befestigt oder innen verstaut jeder tag ist rhythmisiert durch morgenkreis freispiel frühstück ­ pädagogische angebote abschlusskreis die kinder legen einen bestimmten weg zurück der durch stopppunkte rote bänder an den bäumen in abschnitte unterteilt ist die kinder dürfen selbständig immer nur bis zum jeweils nächsten band gehen und warten dort bis auch die letzten kinder dort angekommen sind an der spielstelle gemeinsam angekommen suchen die kinder in sichtweite ihre spielstellen auf für die sie namen erfinden matschwurzel umgefallener baum etc sie spielen miteinander allein oder nutzen ein offenes angebot einer päd fachkraft es bilden sich kleine gruppen die sich nach einiger zeit wieder neu zusammensetzen die kinder sprechen miteinander und unterhalten sich intensiv erklingt der gong sammeln sich die kinder wieder um die päd fachkräfte die pädagogischen angebote z.t in kleingruppen ­ sind z.b finger und kreisspiele bilderbuchbetrachtungen vorlesen basteln mit und ohne naturmaterialien malen tonen schnitzen lieder lernen kindgerechtes eingehen auf den jahreslauf mit seinen weltlichen und religiösen festen etc um ca 10 uhr ertönt die klangschale zur frühstückszeit nach dem toilettengang waschen sich die kinder die hände und setzen sich am frühstücksplatz im kreis auf ihre matten bei regen wird eine plane zwischen die bäume gespannt gegen stechmücken hilft ein moskitonetz bei extremen minusgraden wird der bauwagen zum essen aufgesucht zum ende der frühstückszeit liest eine päd fachkraft eine geschichte vor oder es wird gereimt und gerätselt wenn die klangschale um 12 uhr ertönt wird aufgeräumt und der abschlusskreis gebildet nach einer tagesreflexion bei der jedes kind auch seine gefühle und gedanken zum vergangenen vormittag mitteilen kann wird ein abschlusslied gesungen die ersten kinder werden um 12.30 uhr am treffpunkt abgeholt die kinder der mittagsbetreuung um 13.00 oder 13.30 uhr 7 ausstattung ausrüstung 7.1 ausstattung des handwagens der päd fachkräfte · handwagen mit wasser nagelbürste handtüchern wechselkleidung erste-hilfeausrüstung liste mit telefonnummern der eltern und notrufnummern handy schaufel oder klappspaten und toilettenpapier plane moskitonetz bestimmungsbücher lupengläsern tüten markierungsband klangschale 8

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· material für spiel und beschäftigung papier stifte bilderbücher werkzeug zum schnitzen und sonstiges material je nach beschäftigungsangebot 7.2 ausrüstung der kinder grundsätzlich gilt alle gegenstände sollten wegen der großen verwechslungsgefahr mit namen gekennzeichnet sein · rucksack gut sitzend am besten mit brustgurt mit isomatte thermoflasche für warmes getränk oder bruchsicherer trinkflasche für kaltes getränk kein purer saft zur wespenzeit vesperbehälter für vollwertiges frühstück keine süßigkeiten vliesjacke regenjacke im winter ersatzhandschuhe und ersatzsocken karabinerhaken zum befestigen der isomatte und der abholscheiben zeigen an zu welchem abholzeitpunkt das kind geht kleidung im zwiebellook d.h mehrere schichten kleidung übereinander die je nach temperatur ausgezogen werden können ganzjährig mütze oder kappe buddel oder spielhose je nach witterung gummistiefel mit dicker sohle feste schuhe oder winterschuhe handschuhe mit wasserfestem Überzug und befestigungsmöglichkeiten an der jacke auch im heißesten hochsommer langärmeliges oberteil lange hose feste schuhe · 8 der waldkindergarten gestützt durch elternmitarbeit 8.1 anforderungen an die eltern die eltern müssen sich bewusst für den waldkindergarten entscheiden denn es bedeutet aktive mitarbeit und die bereitschaft das projekt nach besten kräften zu unterstützen im waldkindergarten übernehmen die eltern organisatorische und administrative verantwortung für den kindergartenbetrieb die kindergartenarbeit wird aktiv mitgestaltet deshalb bringt sich jeder gemäß seiner fähigkeiten und kompetenzen ein die grundsätze der elternarbeit sind transparenz effizienz und engagement 8.2 aufgabenbereiche der eltern · · · · · · · · verantwortung der eltern für die kinder wie witterungsbedingte kleidung gesundes frühstück sicherheit in den fahrgemeinschaften pünktliches bringen und abholen um den kindergartenbetrieb nicht zu stören organisation von kindergartenaktionen koordination von elterndiensten bei ausfall einer erzieherin d.h mitgehen während der kindergartenzeit und das beaufsichtigen und betreuen der kinder im kindergartenbetrieb bei ausfall einer päd fachkraft wartung reinigung und instandhaltung des kindergarteneigenen bestands wie handtücher bollerwagen bauwagen klohäuschen etc verpflichtende teilnahme an den elternabenden mitgestalten des kindergartenalltages durch einbringen und umsetzen neuer ideen mitarbeit im elternbeirat vorstand oder bei arbeitsgruppen zuverlässige informationsweitergabe erfolgt in der regel per email auf elternabenden oder in wichtigen fällen mündlich oder telefonisch 8.3 aufgaben und arbeiten im rahmen der vereinsarbeit · · ansprechpartner für Ämter und interessierte Öffentlichkeitsarbeit durch veranstaltungen wie vorträge tag der offenen tür basar aktionstage pressearbeit ferienbetreuung 9

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· · · · budget verwalten fördergelder verwalten anmeldungen neuer kinder beratung und begleitung der eltern zukunftsstrategien entwickeln etablieren und stabilisieren 8.4 elternmitarbeit waldkindergarten lohr a main e.v modell einer tragfähigen selbstverwaltung grundsätze transparenz durch informationsaustausch effizienz durch arbeitsteilung engagement durch konsensfindung und innovationsfreude 10

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9 hygiene sicherheitsvorkehrungen waldkindergarten gesundheitsaspekte im 9.1 hygiene · · seife bürste handtuch und wasserbehälter zum reinigen der hände urinieren etwas abseits der gruppe an festgelegten plätzen nach stuhlgang wird in sicherer entfernung der gruppe der stuhl mit einem klappspaten vergraben und die stelle gekennzeichnet 9.2 sicherheitsvorkehrungen gesundheitsaspekte · · · · · · · nachweis und regelmäßiges auffrischen von einem erste-hilfe-kurs allgemein und am kind der päd fachkräfte mitführen einer erste-hilfe-ausrüstung und eines mobiltelefons kein verzehr von pilzen beeren und pflanzen aus dem wald vergiftungen fuchsbandwurm feste regeln für den umgang mit allen natürlichen gefahrenquellen z.b den gebrauch von stöcken das erklettern von bäumen etc regelmäßige aufklärung der eltern und anderer interessierter personen über gesundheitliche risiken z.b zecken impfungen fuchsbandwurm etc bei starkem wind sturm und gewitterböen und kälteeinbruch wird der wald wegen astbruchgefahr verlassen bei witterungseinbrüchen sturm gewitter hagel stehen zwei bauwagen oder räumlichkeiten in der forstschule zur verfügung 11

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verantwortlich für den inhalt vorstandschaft des waldkindergartens lohr a main e.v © 2013 waldkindergarten lohr e.v 12

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