m - das neue Magazin des Martinsclubs Bremen e. V.

 

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m - das neue Magazin des Martinsclubs Bremen e. V.

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das magazin vom m|c wir machen zeitung ausgabe 1 2013

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klick wieso brauchen manche sachen sooo lange bis aus einer guten idee eine gute sache wird michel vom hofatelier bei einem treffen der arbeitsgruppe im m|centrum foto frank scheffka

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wir wünschen ihnen gute unterhaltung ihr team von m p s wie gefällt ihnen m wir freuen uns über ihre meinung schreiben sie uns gerne per e-mail an m@martinsclub.de und was erwartet sie sonst noch in diesem heft pünktlich zum frühling haben wir das fahrradfahren zum thema gemacht und auf keinen fall verpassen sollten sie die reportage über unser projekt in kattenturm haben sie schon ihren urlaub gebucht nein dann lesen sie ab seite 42 über eine tolle segeltour vielleicht haben sie ja lust dabei zu sein an dieser stelle möchten wir uns bei allen die uns im entwicklungs-prozess mit ihrem know-how unterstützt haben ganz herzlich bedanken frank scheffka hat mit seiner kamera unsere vielen treffen begleitet felicitas blech hat tolle illustrationen für die probeausgabe gemalt prof andrea rauschenbusch von der hochschule für künste hat sich zeit für uns genommen und uns gute denkanstöße gegeben ein lieber gruß geht an wolfgang behnken der kundige magazin-macher war lange jahre art-direktor und mitglied der chefredaktion vom stern und der zeitschrift max er hat die probeausgabe unseres magazins gelesen und uns wertvolles feedback gegeben herr behnken wie gefällt ihnen die erste ausgabe liebe leserinnen und leser liebe durchblätterer und angucker stolz und auch ein bisschen aufgeregt präsentieren wir ihnen das neue m wir berichten über bremen erzählen ihnen von uns haben tipps gesammelt und interessante geschichten recherchiert das finden wir zumindest ­ und wir hoffen dass sie es genauso sehen werden in m stecken eine menge herzblut schweiß ideen gedanken und diskussionen vom gesamten team und eine gute portion mut denn m ist ein experiment m ist neu wirklich total neu weshalb m ist inklusiv und m wurde nicht am grünen tisch von einer handvoll fachleuten entwickelt wie genau diese zeitung entstanden ist wer wir sind und wie wir arbeiten lesen sie im titelthema ab seite 4 m guten tag 1

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in dieser ausgabe 2 selbsthilfe-werkstatt einmal ausprobieren ob ich mein rad auch selbst prüfen und reparieren kann dachte sich petra zornhagen sie hat für m eine selbsthilfe-werkstatt getestet 12 6 zeitung machen ein magazin für alle bremer inklusiv und bunt m ­ ein magazin stellt sich vor m hat seine eigene art in artikel reportagen und interviews erfährt der leser viel darüber wie andere menschen tikken das kann spannend sein manchmal überraschend oder auch amüsant lesen sie wer die macher von m sind und was sie sich vorgenommen haben meinung machen das kunstwerk dieser ausgabe kommt von frank scheffka 45 jahre der freischaffende fotograf lebt und arbeitet in bremen und wenn er gerade nicht im raum ­ atelier für fotografie in der Überseestadt ist ­ dann ist frank scheffka in der welt unterwegs auf der suche nach spannenden menschen gesichter sind die besten motive 23

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32 experten in eigener sache politiker haben 299 menschen mit behinderung eingeladen um über barrierefreiheit und inklusion zu sprechen hat es was gebracht lesen sie was oliver ewig zu berichten hat fragen an den rechtsanwalt unterhaltspflicht /prozesskostenhilfe titelthema menschen meinungen wir machen zeitung rad fahren ­ gemütlich oder sportlich wie ist ihr fahrstil news und tipps immer in m segeltörn ausblick zum schluss machen sie mit getestet selbsthilfe-werkstatt für fahrräder kurse für alle bremer tanzen/quiz/fußball kunstwerk frank scheffka fotograf zum thema meinung machen autoren dieser ausgabe/impressum m|colleg fortbildung und tagung barrierefreie frauenarzt-praxis blick zur taz ­ blick auf m blickwinkel meine breminale ab in den süden das entsteht in kattenturm wir sind die experten menschen mit behinderung diskutieren in berlin 16 30 34 38 12 18 20 26 28 42 23 46 47 48 3 4 8

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titelthema wir machen zeitung ein experiment inklusion lebendig und konkret text uta mertens die durchblicker foto frank scheffka martinsclub wer 4 t mit mach

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genstärkste tageszeitung deutschlands in welche themen interessieren die menschen soll es informieren meinung machen unterhalten wie soll die äußere form sein wie groß die schrift und sen geplant und auch einiges wieder verworfen nach rund zwei jahren arbeit ist nun gute laune an diesem projekt arbeiten ganz unterschiedliche menschen mit los die einfach lust haben eine zeitung zu machen pädagogen hinderung das redaktionsteam die durchblicker und journalisten gestalter und natürlich auch menschen mit be ein wenig dabei geht es in wirklichkeit aber um die wichtige frage ist die auflameinung sagen seine ideen einbringen denn die arbeitsgruppe entwickelt sprache geschrieben das will die arbeitsgruppe testen fast 20 menschen sind das team stimmt über den magazinnamen ab montag 16 uhr im tagungsraum dom michael peuser hat eine einfach zu verstehender stehen bereit es gibt angeregte diskussionen ­ jeder ist gefragt jeder soll seine bild-zeitung mitgebracht ellen stolte und regina dietzold veräppeln ihn deshalb neues magazin ­ ein magazin für alle bremer wer soll es lesen wie soll das magazin heißen es wird diskutiert beschlos auch dieses mal zum treffen gekommen neben der bild liegen auch andere zeitungen und magazine auf dem tisch auch kaffeebecher wassergläser und kekse menschen von anfang 20 bis mitte 60 männer und frauen norma die erste ausgabe gedruckt m ­ das magazin vom m|c m gibt einblicke m zeigt blickwinkel auf m ist kritisch m entdeckt das alltägliche auch mal neu m überrascht und macht michael peuser mit der bild-zeitung ein 5

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1 titelthema 5 6 eine besondere herausforderung für kontinuierliche arbeit an den 4 ausgaben pro jahr wird die arbeit in dem sehr gemischten team sein bei der themenauswahl und der art der aufbereitung sollen auch in zukunft alle mitdenken mitreden und mitschreiben wer kann was leisten wie viel vorlauf benötigen die einzelnen personen es kam vor dass wir ganz angeregt über ein thema diskutieren mittendrin kam dann ein vorschlag der so gar nichts mit dem gerade diskutierten zu tun hatte etwas völlig anderes so als wenn man vom urlaub erzählt und einer wirft spontan eine idee zur weihnachtsdeko in den raum das verwirrt wir mussten erst lernen was das bedeutet das heißt alarmsignal wir haben gerade zumindest ein team-mitglied abgehängt banger blick in die runde ist da 6 wir machen zeitung 2 1 das redaktionsteam begutachtet die ersten entwürfe 2 thomas bretschneider pädagogischer leiter prüft das druckpapier 3 ellen stolte die durchblicker hat da noch eine anmerkung 4 marco bianchi sozialraummanager kattenturm gefallen die ideen sichtlich 3 fortsetzung 5 nina marquardt m|colleg wartet gespannt auf die titelentwürfe 6 nikolai goldschmidt inklusive stadt bremen hat eine idee für eine Überschrift 7 christina ruschin team Öffentlichkeitsarbeit möchte gerne noch mehr bilder im blatt haben 8 joachim haupt pflegedienst m|c fragt ob die ansprechpartner einen festen platz bekommen auch zukünftig will sich das redaktionsteam regelmäßig treffen neben den durchblickern und den fachbereichsleitern brüten 7 menschen intensiv an m die feste stamm-redaktion besteht aus mitarbeitern des m|c der gruppe die durchblicker einer externen redakteurin und einer gestalterin artikel werden aber auch von anderen personen geschrieben von fachleuten wie rechtsanwälten und menschen die etwas spannendes zu den themen von m berichten wollen so sollen immer wieder neue blickwinkel gezeigt werden und die bunte mischung garantiert werden 7 7 noch jemand abgetaucht erinnert sich uta mertens hofatelier an den prozess ungewohnte rahmenbedingungen gerade für erfahrene zeitungsmacher text uta mertens die durchblicker foto frank scheffka martinsclub 4 .

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so wollen wir s carolin scheurell regina dietzold so ist s so war s jorn engel jörn engel verwaltungsleiter maren bolte die durchblicker regina dietzold vorstand carolin scheurell nahbei maren bolte 7

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titelthema taz blick zur taz ­ blick auf m die taz ist in hohem grade unabhängig wir sind nicht so stark von anzeigen und wirtschaftlichen interessen abhängig wie andere zeitungen das liegt auch daran dass es für uns geld gibt von einer genossenschaft das sind viele menschen die die taz mögen und finanziell unterstützen wollen dadurch müssen wir als journalisten kaum rücksicht nehmen auf das was anzeigen-kunden interessieren könnte und was die taz noch besonders macht ist der täglich neue comic-strip touché so etwas gibt es glaube ich in keiner anderen zeitung teamtreffen bei der taz was macht ihre zeitung besonders im unterschied zu anderen zeitungen um mal zu sehen wie andere zeitungen entstehen haben die durchblicker den schreibenden kollegen von der tageszeitung taz in bremen über die schulter geschaut sie sprachen mit benno schirrmeister der schon seit zehn jahren bei der taz arbeitet die gleichen fragen hat sich dann auch das team der m selbst gestellt lesen sie was beide zeitungen gemeinsam haben und was sie unterscheidet m text uta mertens m|c durchblicker foto frank scheffka martinsclub 8 wir wollen alle für m interessieren ­ auch über die klassischen grenzen wie alter bildungsniveau und soziale herkunft hinaus die themenmischung die leicht verständliche sprache und die lebendige gestaltung sollen neue leser bringen wir haben ein neues konzept entwickelt das ist aber nicht in stein gemeißelt im laufe der arbeit an den ausgaben wird sich m weiterentwickeln verändern udo barkhausen michael peuser und regina dietzold schauen sich mögliche zeitungsformate an

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nein das ist eine schwierige sache für zeitungen auch bei euch ist ja nicht immer alles hundert prozent leichte sprache es gibt verschiedene probleme leichte sprache nimmt relativ viel platz weg zeitungen haben immer nur einen begrenzten platz zur verfügung außerdem haben zeitungs-journalisten gelernt möglichst verdichtet zu schreiben also komplizierte sachen knapp zusammenzufassen da fallen dann viele erklärungen unter den tisch es gibt auch ein vorurteil viele journalisten sagen leichte sprache ist eine doofe sprache und denen wäre es peinlich in leichter sprache zu schreiben aber es gibt viele menschen die durch leichte sprache besser ansprechbar wären taz mir persönlich ist es wichtig über agrarwirtschaft zu schreiben ich interessiere mich aber auch sehr für kultur bildende kunst und theater wichtig ist dass es eine große vielfalt an themen gibt benno schirrmeister von der taz taz haben sie auch artikel in leichter sprache welche themen liegen ihnen am herzen m m wir bemühen uns die artikel in verständ licher sprache zu schreiben schwere wörter wollen wir erklären und besonders lange artikel bekommen eine kurzfassung ­ für alle die nicht gerne viel lesen informationen über inklusives leben sind uns wichtig und alles was bremer bewegt alles was sich in bremen bewegt unsere reportagen möchten wir immer sehr persönlich machen es sollen menschen und ihre persönlichen blickwinkel und wünsche im vordergrund stehen matthias meyer maren bolte und michael peuser auf dem weg zum interview marco bianchi leitet ein teamtreffen zum thema leichte sprache 9

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titelthema taz bremen die taz ist eine tageszeitung sie erscheint seit 1978 sie wurde als links orientiertes zeitungsprojekt gegründet die hauptredaktion sitzt in berlin für die regionale berichterstattung im norden sorgen lokale redaktionen an der pieperstraße in bremen sitzen 7 journalisten zwischen computern papier und zeitungsstapeln sie schreiben über das was in unserer stadt passiert jeden morgen setzen sie sich dazu an einen tisch und unterhalten sich per telefon mit den redaktionen in hamburg und hannover das muss sein weil sie zusammen den nord-teil der taz vorbereiten matthias meyer maren bolte und michael peuser von den durchblickern 10 zuerst besprechen sie die ausgabe die morgens erschienen ist was war gut was schlecht danach werden themen für die nächste ausgabe gesammelt es wird gefragt wer hat einen aufmacher ein aufmacher ist so etwas wie das titelthema nachdem alle themen zusammengetragen wurden wird nach wichtigkeit entschieden wenn jeder weiß was er zu tun hat eilen alle an ihre computer oder machen sich auf zu gesprächspartnern in der ganzen stadt oder im umland text uta mertens m|c durchblicker foto frank scheffka martinsclub

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meine meinung ist man sollte nicht so tun als hätte man keine meinung dieses neutral schreiben ist glaube ich gar nicht möglich auch wenn andere zeitungen das von sich behaupten in deren scheinbar neutralen artikeln ist meistens schon durch die auswahl des themas irgendeine meinung drin oder durch die auswahl der menschen die man zu dem thema befragt und deren worte man dann in den artikel einfließen lässt meinung lässt sich nicht verleugnen und ich glaube es ist ehrlicher zu zeigen welcher meinung man ist ob das die leser beeinflusst weiß ich nicht das ist aber auch nicht das haupt-ziel die leser sollen sich zu dem was du schreibst gedanken machen wenn du eine meinung äußerst dann ruft sie oft viel schneller eine gegen-meinung hervor als wenn du so tust als hättest du gar keine meinung taz möchten sie die meinung ihrer leser beeinflussen oder möchten sie lieber neutral berichten taz was mögen sie gerne an bremen und was nicht so gerne m m an bremen mag ich dass es genau die richtige größe hat man kann gut zu fuß überall in der innenstadt hingehen die innenstadt ist wunderschön was ich nicht mag dass die politik in bremen den bruch zwischen arm und reich nicht in den griff bekommt dass die kinder mit armen eltern oft keinen guten schulunterricht bekommen auch m will meinung machen auf seine eigene art wir wollen mit berichten tipps meinungen und neuigkeiten dem leser immer wieder andere blickwinkel bieten da gehen 2 menschen in die gleiche kunstausstellung sehen sie das gleiche da fahren menschen mit behinderung einen tag nach hamburg was war für sie das wesentliche was hat sie besonders beeindruckt in diesen artikeln reportagen und interviews erfährt der leser viel darüber wie andere menschen ticken das kann spannend sein manchmal überraschend oder auch amüsant doch auf alle fälle wollen wir mit m das verständnis und die wertschätzung füreinander fördern ein magazin das den prozess der inklusion auf seine art begleiten will denn für eine inklusive gesellschaft braucht es verständnis achtung und respekt für jeden ­ von jedem bremen hat viel grün und die weser mitten in der stadt das ist toll man kann den bürgermeister auf dem marktplatz treffen nicht so gut finden wir dass manche sachen sooo lange brauchen bis aus einer guten idee eine gute sache wird 11

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news &tipps hilfe selbsthilfe mit den ersten sonnenstrahlen nehmen viele bremer ihr fahrrad genauer in den blick hat es den winter gut überstanden alles okay petra zornhagen präventions-beauftragte im martinsclub ging es genauso selbst ist die frau dachte sie sich dieses jahr ­ und probierte eine selbsthilfe-werkstatt aus ich fahre mein ganzes leben lang schon fahrrad und mache fahrradtouren bisher war jederzeit jemand da der sich um mein fahrrad gekümmert hat das ist schön bequem aber ich konnte bisher selber noch nicht mal ein loch flicken ist schon blöd am seitenrand zu stehen und zu warten bis einer das macht das ist mir bisher noch nie passiert aber was nicht ist kann ja noch werden 12 deshalb bin ich in die selbsthilfe-werkstatt von der zionsgemeinde gegangen fahrradselbsthilfe-werkstätten sind räume in denen werkzeug bereitgestellt wird ­ und in der regel ist auch jemand da der etwas raten kann wenn man mal nicht weiterweiß als totale anfängerin hatte ich glück in der werkstatt stand gerade siegfried wurstner der den raum für seine holzarbeiten nutzt und er war gleich bereit mir ein paar dinge zu zeigen wir haben am fahrrad die bremsen das licht die reifen geprüft geschaut ob die kette gut gespannt ist und ein paar schrauben angezogen das ergebnis alles tipptopp in der selbsthilfe-werkstatt ist also im zweifelsfall einer den man ansprechen kann dieses prinzip hat mir gut gefallen ich hab schon lust am basteln bekommen wenn das nächste mal etwas ist gehe ich zuerst in die selbsthilfe-werkstatt und schaue ob ich das vielleicht alleine reparieren kann und den gedanken unterwegs einen platten zu haben finde ich gar nicht mehr so schlimm für größere geschichten ist aber für mich klar meinem fahrradladen um die ecke bleibe ich treu zum vergleich im fahrradladen selber machen und dazulernen ist gut aber spart man auch zeit und geld wir haben den fahrradladen vom martinshof zum frühlingscheck befragt worauf prüfen sie die fahrräder bei einem typischen frühlings-check manfred winkler gruppenleiter wir schauen ob die bremsen okay sind ob die schaltung funktioniert ob die reifen vielleicht risse haben oder die räder eine acht haben und zentriert werden müssen dann sprechen wir mit unseren kunden ab was gemacht werden muss in ordnung trotzdem habe ich die kette geölt und auch den reifen abgenommen um das wechseln zu üben herr wurstner hat mir die werkzeuge gezeigt und mir anweisungen gegeben text petra zornhagen christina ruschin foto frank scheffka

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petra zornhagen in der selbsthilfe-werkstatt siegfried wurstner zeigt ihr wie sie das vorderrad an und abbaut 13

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