Geschäftsbericht 2010 Spitex Zürich Limmat

 

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spitex zürich spitex zürich limmat rückblick mit ausblick geschäftsbericht 2010

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die kraft der netzwerke der begriff soziales netzwerk ist eine beschreibung sozialer interaktionen beliebiger art und wurde zuerst in der englischen social anthropology benutzt um lose selbstorganisationen von zuwanderern in kolonialen industriestädten zu ermitteln und zu erklären heute ist der begriff in aller munde erwiesen ist dichte netzwerke mit einem hohen unterstützungsgrad fördern die sicherheit und gesundheit des einzelnen auch wir von spitex zürich limmat sind auf netzwerke angewiesen sie bestehen aus unseren partnern wie spitäler Ärztinnen und Ärzte apotheken oder auch die stadt zürich als unsere auftraggeberin und natürlich unseren kundinnen und kunden stellvertretend für die vielen menschen und organisationen die uns in unserer arbeit unterstützen stellen wir im vorliegenden geschäftsbericht einige unserer partner vor wissenschaftliche analyse des menschen als ein soziales lebewesen quelle wikipedia.com geschäftsbericht 2010

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das haben wir 2010 erreicht ­ abschluss der fusion der städtischen spitex-organisationen in die zwei einheiten spitex zürich limmat und spitex zürich sihl diese strukturelle vereinfachung macht die abläufe schneller und den austausch effizienter zum nutzen der kundinnen und kunden ­ einführung einer einheitlichen telefonnummer und aufbau eines contact centers damit spitex zürich limmat für die kundinnen und kunden einfacher erreichbar ist ­ zusammenzug aller fachstellen in der neuen geschäftsstelle von spitex zürich limmat an der nordstrasse im kreis 6 ­ umfassende kundenbefragung bezüglich zufriedenheit ­ einrichtung von sec-e-mail-adressen damit sensible informationen wie patientendaten sicher elektronisch übermittelt werden das sind unsere pläne für die nahe zukunft ­ einführung von spitexpress dank intensiverer spitex-begleitung werden spitalaustritte an sechs tagen pro woche auch kurzfristig möglich ­ und zwar auch für kunden mit komplexen pflegesituationen ­ ausbau unserer kompetenz im umgang mit dementen kunden ­ umsetzung des dienstleistungsmarketing-konzeptes für höheren kundennutzen ­ umfassende befragung der mitarbeitenden ­ umsetzung der anforderungen der neuen pflegefinanzierung ­ realisierung eines eigenständigen internetauftritts 4 spitex zürich limmat

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vorwort bericht des präsidenten und des ceo projekte und entwicklungen kunden und partner corporate governance jahresthema marketing zahlen fakten revisionsbericht spenden und legate 3 8 10 14 20 26 30 36 37 geschäftsbericht 2010 5

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den hausarzt marco zoller fasziniert es nahe bei den menschen zu sein und wissenschaftliche informationen mit emotionalen welten zu verknüpfen seine kraftquellen familie und freunde sowie streifzüge durch natur und kultur was assoziieren sie mit dem begriff netzwerk und welcher stellenwert hat er in ihrer tätigkeit ein netzwerk bedeutet verknüpfungen mit partnern die gemeinsam ein ziel verfolgen da unsere aufgaben in der patientenversorgung vielfältig sind kann ich mir die arbeit gar nicht ohne netzwerke mit anderen fachleuten im gesundheitswesen vorstellen welche schnittstellen beinhaltet ihre kooperation mit spitex zürich limmat aufträge und bestätigungen werden oft per fax verschickt kommentare mündlich ausgetauscht für fragen und feedbacks hat das telefon einen hohen stellenwert dank verschlüsseltem system hat auch das e-mail an bedeutung gewonnen goldstandard bleibt natürlich der persönliche kontakt wie werden sich die demografischen veränderungen wie Überalterung oder migration in ihrem bereich auswirken ich rechne mit intensiverer betreuung chronisch kranker und grösserem druck durch akute probleme mit patienten welche künftig nicht mehr stationär sondern schnell ambulant behandelt werden zunehmen wird die auseinandersetzung mit anderen kulturen und deren erwartungen an die gesundheit und das gesundheitswesen auch beim personal wie wird sich die gesundheitsversorgung und betreuungssituation ihrer meinung nach in zukunft verändern es dürfte auch in der schweiz schwieriger werden alle bestmöglich zu behandeln fragen der ethik und sozialen gerechtigkeit werden an bedeutung zunehmen die gesundheitsindustrie verkauft ihre produkte wie konsumgüter was einen enormen erwartungsdruck schürt da fühlen sich viele hausärzte oft etwas als don quijote wir werden uns vermehrt mit gegenseitiger unterstützung wie freiwilligenarbeit wohngemeinschaften etc auseinandersetzen müssen die am 1 januar 2011 in kraft getretene neuordnung der pflegefinanzierung betrifft auch die spitalexterne krankenpflege wie beurteilen sie deren auswirkungen bezüglich ambulant vor stationär die stärkere beteiligung der öffentlichen hand bei der ambulanten pflege dürfte diesen grundsatz stärken es kann gut sein dass in den gemeinden neue wohnformen oder strukturen entstehen um zur entlastung der langzeitpflege in den heimen beizutragen ich hoffe dass es nicht zum blamablen wettbewerb zwischen den gemeinden um gute risiken kommt wie bei den krankenversicherern was wünschen sie sich für die weitere zusammenarbeit mit spitex zürich limmat wenn uns fortschritte in richtung eines onlinepatientendossiers gelingen hätten wir eine informationsplattform die zusammenarbeit aktualität und sicherheit verbessert geschäftsbericht 2010 7

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liebe vereinsmitglieder ganisation sowie des dienstleistungsmarketings eingeleitet mit der konzentration auf drei vereine wurde die zusammenarbeit auf städtischer ebene vereinfacht bereits sind einige fachstellen vereinsübergreifend und gesamtstädtisch tätig diese kooperation wollen wir künftig noch verstärken um den steigenden herausforderungen und der konkurrenz durch private spitex-organisationen gewachsen zu sein neu ist auch die vorsteherin des städtischen gesundheits und umweltdepartements stadträtin claudia nielsen die im frühling 2010 das amt von robert neukomm übernahm bei einem treffen im herbst hatten beide seiten gelegenheit ihre wünsche und erwartungen zu formulieren wir freuen uns auf die weitere zusammenarbeit mit der stadträtin und den vertrauten partnern im spitex kontraktmanagement angesichts der knappheit der öffentlichen mittel ist dies besonders wichtig um den gesetzlichen versorgungsauftrag gut zu erfüllen auswirkungen hatte die fusion insbesondere auf die jahresrechnung die mit einem deutlich höheren ausgabenüberschuss als geplant abschliesst auch 2011 wird eine finanzielle herausforderung werden die anhaltende personalknappheit schwierig einzuschätzende auswirkungen der am 1 januar 2011 in kraft getretenen neuen pflegefinanzierung die noch nicht ganz abgeschlossenen umstrukturierungen und einige investitionen werden die kommende rechnung belasten umso mehr sind wir dankbar für spenden und legate die uns helfen das eine oder andere projekt zu finanzieren mein dank für das im vergange nen jahr geleistete gilt allen mitgliedern spendern partnern den mitarbeitenden und nicht zuletzt der geschäftsleitung und dem vorstand ich hoffe auch im neuen jahr auf ihr wohlwollen ihr vertrauen und ihre unterstützung zählen zu dürfen wieder blicken wir zurück auf ein ereignisreiches jahr in der städtischen spitex-landschaft die konzentration auf neu noch drei öffentliche spitex-leistungserbringer in der stadt zürich wurde mit beginn des jahres 2010 tatsache neben saw der städtischen stiftung für alterswohnungen und dem neu gegründeten verein spitex zürich sihl entstand mit spitex zürich limmat einer der grössten spitex-vereine der schweiz dass der aufbau der neuen organisation allen beteiligten ein grosses mass an engagement energie und geduld abverlangte versteht sich von selbst auch ist der anpassungsprozess noch nicht abgeschlossen erstmals wurde eine mehrköpfige geschäftsleitung unter der führung von ceo christina brunnschweiler gebildet diese ist verantwortlich für das operative geschäft des neuen vereins im neuen siebenköpfigen vorstand bürgen die präsidenten der vier fusionierten vereine für kontinuität mit drei neuen vorstandsmitgliedern konnte aber auch eine sinnvolle ergänzung und erweiterung der kompetenzen vollzogen werden vorstand und geschäftsleitung haben sich in verschiedenen workshops mit den auswirkungen der fusion und der zukünftigen entwicklung des vereins auseinander gesetzt und die nötigen schritte zur umsetzung der neuen or peter ramer präsident 8 spitex zürich limmat

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sehr geehrte damen und herren zusammenzuführen mitarbeitende in neue funktionen einzuarbeiten und kommunikationsgefässe der neuen organisationsgrösse anzupassen hierbei sind wir in den ersten zwölf monaten bereits weit fortgeschritten aber auch 2011 wird hier noch viel zu tun sein für die räumlichkeiten des zentrums unterstrass erhielten wir auf mitte 2011 die kündigung dies gab anlass sich gedanken über eine ausgewogene verteilung der standorte unserer zentren zu machen in die analyse einbezogen wurden neben der statistisch erwarteten demografischen entwicklung der einzelnen quartiere auch die zukünftigen anforderungen unserer kundinnen und kunden an das wissen und können der mitarbeitenden dies wird 2011 zu einer zusammenführung einzelner vor allem kleinerer zentren führen deren vorbereitungsarbeiten bereits das zweite halbjahr 2010 prägten aber nicht nur räumlich und infrastrukturell wurden zukunftsorientierte aufgaben angepackt gemeinsam mit der gesamtstädtischen fachstelle bildung machten wir insbesondere im ausbildungsbereich wichtige schritte sodass die qualität und quantität unserer ausbildungsplätze deutlich gesteigert werden kann in verschiedenen projekten mit der gesamtstädtischen fachstelle qualität und teilweise auch in zusammenarbeit mit der stadt wurde intensiv an der weiterentwicklung der qualität gearbeitet dass diese bereits sehr hoch ist und auch im eher turbulenten fusionsjahr nicht abnahm belegen die ergebnisse der kundinnen und kundenbefragung vom september 2010 sie zeigt dass 90 von ihnen mit unseren leistungen sehr zufrieden sind erfreulich ist auch die entwicklung unserer verrechneten stunden erneut wurden gegenüber dem vorjahr 3 mehr leistungen für unsere kundschaft erbracht im finanziellen jahresergebnis spiegelt sich der grosse aufwand der notwendig war um die mit der fusion verbundenen hoch gesteckten ziele zu erreichen es schliesst deutlich negativ ab einerseits aufgrund höherer sachkosten als budgetiert und andererseits weil der aufbau sehr viele stunden mehrarbeit erforderte unserer kundschaft sei an dieser stelle ein herzliches dankeschön für das uns entgegengebrachte vertrauen ausgesprochen jede einzelne mitarbeiterin und jeder einzelne mitarbeiter hat ­ sei es im direkten kontakt mit den kundinnen und kunden oder durch die arbeit im hintergrund ­ dazu beigetragen dass wir unsere kundinnen und kunden in der geforderten qualität betreuen und viele menschen länger zuhause wohnen bleiben können ihnen allen ein grosser dank meine geschäftsleitungskolleginnen haben gemeinsam mit mir die neue spitex zürich limmat gestaltet und geführt der vorstand setzte gemeinsam mit uns die wichtigsten ziele und rahmenbedingen fest ihnen allen gebührt ein herzliches dankeschön für ihren wesentlichen beitrag zum guten gelingen das erste jahr von spitex zürich limmat war geprägt von intensiven und spannenden aufbau und zusammenführungsaufgaben hier gebührt ein grosses dankeschön den mitarbeitenden die stets dafür sorgten dass auch in hektischen zeiten alle kundinnen und kunden im vereinbarten umfang und mit hoher qualität betreut wurden ihr grosser einsatz wurde mit drei zusätzlichen freitagen verdankt in den ersten monaten stand die zusammenführung der technischen infrastruktur im vordergrund die integration von elf datenbanken in eine einzige gelang unter grossem einsatz termingerecht war aber sowohl für unsere mitarbeitenden wie auch unsere informatikpartner eine grosse herausforderung da vieles neu war und abläufe angepasst werden mussten gleichzeitig führten mehrere zentren die elektronische planung ein dies war eine notwendige voraussetzung für den start unseres contact centers am 1 september 2010 damit ist nun die gesamte spitex zürich limmat unter einer einzigen telefonnummer für unsere kundinnen und kunden erreichbar und dank der integration unseres planungsund administrationssystems erledigen unsere kundenadministratorinnen viele fragen direkt und kompetent gleichzeitig galt es auch die neue organisation auf allen ebenen kulturell christina brunnschweiler ceo geschäftsbericht 2010 9

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megatrend gesundheitsmarkt und wie er uns beeinflusst menschen werden immer älter und leiden dabei immer öfter an einer oder mehreren chronischen erkrankungen das führt nicht nur zur kostenexplosion im gesundheitswesen sondern bei der zunehmenden Überalterung der bevölkerung ungleichgewicht zwischen menschen die 65 jahre oder älter und personen die erwerbsfähig sind zu einem massiven mangel an pflegepersonal auch die regulatorischen und politischen rahmenbedingungen haben sich stark verändert all diese faktoren führen dazu dass das gesundheitswesen zurzeit unter einem enormen veränderungsdruck steht ­ und dieser betrifft die spitex in hohem masse politik und wirtschaft haben die wichtigkeit der ambulanten pflege erkannt vor allem die politik respektive die öffentliche hand erhofft sich aus dem vielerorts propagierten und gelebten grundsatz ambulant vor stationär eine eindämmung weiterer kostensteigerungen auch haben die privatwirtschaft und ihre dienstleister die senioren als wichtige zielgruppe erkannt und entwickeln laufend neue angebote für diese die einführung der neuen pflegefinanzierung rief viele private spitex-organisationen ins leben die ­ ähnlich wie auch privatspitäler ­ für die erbringung ihrer leistungen von staatlichen beiträgen profitieren können für die öffentliche spitex ist die neue regelung der pflegefinanzierung mit viel administrativem aufwand verbunden da die finanzierung durch die öffentliche hand sehr differenziert erfolgt das ist auch auf die föderalistischen grundstrukturen in der schweiz zurückzuführen aufgrund derer gemeinden und kantone eine hohe gestaltungsautonomie in der erteilung von leistungsaufträgen und der finanzierung der ambulanten versorgung geniessen was zu vielen sehr unterschiedlichen lösungen führt für unsere kundschaft bringt die neue regelung mehr kosten der politische wille die ambulante versorgung zu hause zu fördern ist jedoch so stark dass die neu zu erhebende patientenbeteiligung nur halb so gross ist wie jene bei stationären aufenthalten im heim die heraufsetzung der vermögensgrenze und die neuregelung der hilflosenentschädigung entlasten verstärkt pflegebedürftige menschen die zu hause betreut werden die ab dem jahr 2012 geltende neuregelung der spitalfinanzierung wird zu weiteren veränderungen in der ambulanten versorgung führen dabei wird die pflegerisch hochstehende spitalexterne nachsorge durch die spitex signifikant an bedeutung gewinnen wie dies bereits in deutschland zu beobachten ist die einführung der swissdrg diagnosis related groups fallpauschalenverrechnungs-modell wird nicht nur eine höhere pflegerische kompetenz sondern auch mehr einsatzflexibilität im bereich der ambulanten versorgung verlangen denn patienten werden nach immer kürzeren spitalaufenthalten vermehrt am wochenende oder abends nach hause entlassen hier sind wir künftig doppelt gefordert einerseits gilt es die schnelle und unkomplizierte zusammenarbeit mit den spitälern sicherzustellen andererseits müssen wir die flexibilität schaffen patienten rund um die uhr und während der ganzen woche inkl wochenende aufzunehmen und zu betreuen um diesen erhöhten anforderungen gerecht zu werden hat spitex zürich das projekt spitexpress initiiert die neue spitalfinanzierung soll den wettbewerb fördern in deutschland ist zu beobachten dass dies eine deutlich konsequentere ausrichtung am kunden mit sich bringt bereits heute richten viele private spitex-organisationen ihr angebot nach klaren kundengruppen aus spitex zürich limmat hat sich im rahmen des projekts dienstleistungsmarketing ebenfalls intensiv gedanken gemacht und wird in 2011 erste pilotprojekte umsetzen ein weiterer politischer vorschlag zur eindämmung der kosten das managed-care-modell modell der integrierten versorgung wird ebenfalls auswirkungen auf die ambulante pflegerische versorgung haben auf bundesebene wird intensiv über die förderung dieses modells diskutiert insbesondere chronisch kranke könnten von einer verbesserten integrierten versorgung profitieren vermehrt übernehmen spezialisierte pflegefachpersonen wichtige aufgaben bei der betreuung und begleitung in diesen integrierten versorgungsnetzen und können so in enger partnerschaft die hausärzte entlasten auch die pflegewissenschaft und forschung setzt sich vermehrt mit der entwicklung der ambulanten pflege auseinander die rolle von nurse practitioners pflegefachpersonen mit klinischer hochschulbildung welche 10 spitex zürich limmat

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direkt in der arztpraxis eigene sprechstunden abhalten oder bagatellfälle eigenständig behandeln wird vielerorts diskutiert und institutionsübergreifende behandlungspfade werden gefordert entsprechend haben sich die ausbildungen in den letzten jahren verändert pflegefachpersonen erlernen evidenzbasiertes wissen der ausbildungslehrgang zur fachangestellten gesundheit fage wurde weiter angepasst dank der unterstützung der neu geschaffenen städtischen spitex-fachstelle bildung sind wir in der lage unseren lernenden und studierenden hoch stehende ausbildungen auf neuestem wissenschaftlichen stand anzubieten und sie in weiterbildungsfragen zu beraten so dass unsere kundinnen und kunden immer vom aktuellsten wissen unserer mitarbeitenden profitieren können um den künftigen herausforderungen zu begegnen starteten wir in den vergangenen monaten verschiedene initiativen und projekte sie werden uns dabei unterstützen die dienstleistungsund organisationsqualität zum wohle unserer kundinnen und kunden zu steigern und gleichzeitig unseren mitarbeitenden weiterhin attraktive arbeitsplätze anzubieten spitexpress beim projekt spitexpress geht es um die optimierung des managements beim Übertritt vom spital zur ambulanten versorgung zuhause durch die spitex dieses projekt werden wir gemeinsam mit unserer partnerorganisation spitex zürich sihl der stiftung für alterswohnungen und dem gesundheits und umweltdepartement der stadt zürich einführen durch schaffung einer zentralen telefonischen koordinationsund anmeldestelle für die spitäler kann der spitalaustritt schneller und flexibler von montag bis samstag gehandhabt werden da patienten immer früher nach hause entlassen werden benötigen sie meist anspruchsvollere pflege und betreuung was von unseren mitarbeitenden eine hohe fachliche kompetenz erfordert um die qualität und die effizienz des informationsflusses zu steigern werden wir gemeinsam mit den spitälern behandlungspfade definieren und die zusammenarbeit intensivieren demenz wissen und erfahrung im umgang mit dementen menschen wird hinsichtlich der demografischen entwicklungen immer wichtiger mit diesem projekt wollen wir sicherstellen dass wir die betreuung und versorgung nach neuesten wissenschaftlichen erkenntnissen und erfahrungen vornehmen zudem sorgen wir dafür dass unsere mitarbeitenden bestens geschult sind und wir eine hohe personelle konstanz in der betreuung gewährleisten weitere projekte fokussieren auf mitarbeiterförderung und verbesserung der betrieblichen abläufe im frühjahr 2010 haben die führungskräfte von spitex zürich limmat eine prozesslandschaft erstellt und danach in verschiedenen arbeitsgruppen an der ausarbeitung der einzelnen prozesse gearbeitet dazu zählte auch die entwicklung der dafür notwendigen richtlinien standards arbeitsanweisungen und weiterer hilfsmittel ab frühsommer 2011 werden die prozesse implementiert und damit wesentliche fortschritte in der umsetzung unseres qualitäts und risikomanagements gemacht technisch stehen wir 2011 vor der herausforderung unsere leistungserfassung neu zu konzipieren da sie sich als wenig konstant fehleranfällig und aufwändig erwiesen hat dank dem technischen fortschritt können unsere mitarbeitenden auf bedienerfreundliche geräte wechseln die einführung und schulung ist jedoch bei rund 850 mitarbeitenden eine grosse logistische herausforderung in der weiterbildung setzen wir einen schwerpunkt auf die ausbildung unserer führungskräfte gemeinsam mit einem externen partner und spitex zürich sihl organisieren wir eine betriebswirtschaftliche führungsausbildung zusammen mit spitex zürich sihl machen wir uns im projekt skill grademix gedanken über den richtigen personalschlüssel das heisst dass wir die aufgaben und kompetenzen unserer pflegenden und betreuenden überdenken noch gibt es keine empfehlungen oder erfahrungen in der spitex dazu die anwendung finden können daher werden wir das konzept zuerst in einem pilot überprüfen bevor es in allen zentren umgesetzt wird geschäftsbericht 2010 11

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für claudia nielsen zürcher stadträtin und vorsteherin des gesundheits und umweltdepartements ist es eine schlüsselfrage wie man mit kranken pflegebedürftigen und sozial schlechter gestellten menschen umgeht sie will dazu beitragen dass zürich eine gerechte gesundheitsversorgung bietet was assoziieren sie mit dem begriff netzwerk und welchen stellenwert hat er in ihrer tätigkeit ein netzwerk lebt von den beziehungen zwischen den verschiedenen knotenpunkten und ist in ständiger entwicklung in meiner politischen arbeit bewege ich mich in verschiedenen netzwerken was produktiv ist und viele impulse gibt welche schnittstellen beinhaltet ihre kooperation mit spitex zürich limmat es sind drei wichtige schnittstellen die politischen ziele die tägliche zusammenarbeit mit spitälern altersheimen und pflegezentren und die rolle als auftraggeberin der spitex auf politischer ebene fördert das gesundheits und umweltdepartement die integrierte gesundheitsversorgung u.a durch die mitarbeit im verein gesundheitsnetz 2025 als auftraggeberin interessiert mich die qualität und quantität der dienstleistungen sowie die strategische ausrichtung der spitex für die bewohnerinnen und bewohner unserer stadt wie werden sich die demografischen veränderungen wie Überalterung oder migration in ihrem bereich auswirken die altersstruktur wird natürlich auswirkungen auf die nachfrage im gesundheitswesen haben die migration trägt schon heute wesentlich dazu bei dass wir genügend pflegepersonal in den städtischen altersheimen pflegezentren und spitälern haben wie wird sich die gesundheitsversorgung und betreuungssituation ihrer meinung nach in zukunft verändern die menschen wollen länger in ihren vier wänden alt werden auch dürfte die vielfalt an wohnund betreuungsformen zunehmen weil sich die bedürfnisse ändern ich nehme an dass die künftigen alten mit dem wunsch nach autonomie vermehrt punktuelle unterstützung durch die spitex verlangen die am 1 januar 2011 in kraft getretene neuordnung der pflegefinanzierung betrifft auch die spitalexterne krankenpflege wie beurteilen sie deren auswirkungen bezüglich ambulant vor stationär zurzeit ändert sich so viel in der finanzierung des gesundheitswesens dass gesicherte aussagen über die entwicklung schwierig sind wir beobachten die entwicklungen genau und setzen uns weiterhin für eine starke ambulante versorgung ein was wünschen sie sich für die weitere zusammenarbeit mit spitex zürich limmat ich freue mich dass spitex zürich limmat ihre angebote dienstleistungen und abläufe weiter entwickelt und sicherstellt dass die bewohnerinnen und bewohner der stadt jederzeit eine professionelle und menschliche unterstützung erhalten geschäftsbericht 2010 13

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unsere kundinnen und kunden unsere partnerinnen und partner gut funktionierende netzwerke sind für unsere arbeit elementar ­ so schildern es auch unsere partnerinnen und partner in den interviews wie sich das in zahlen präsentiert entnehmen sie den folgenden seiten kundenstruktur 815 953 1230 männer bis 64 männer 64 bis 79 männer 80 frauen bis 64 frauen 64 bis 79 574 frauen 80 2350 500 im ersten jahr als fusionierte organisation betreute spitex zürich limmat in 15 städtischen quartieren mit 6 422 etwas weniger kundinnen und kunden als im vorjahr 2009 6 511 davon sind 70 prozent frauen gegenüber dem vorjahr ist der anteil der über 80-jährigen um 10 auf 49 angestiegen 14 spitex zürich limmat

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veränderung der kundenzahl und einsätze über die jahre basisjahr 2003 180 170 160 150 140 130 120 110 100 90 80 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 kundinnen/kunden einsätze einsätze am wochenende angepasste daten für die jahre 2008 und 2009 die anzahl der einsätze ist annähernd gleich geblieben die durchschnittliche einsatzdauer hat dementsprechend zugenommen rund 17 aller einsätze fallen auf wochenenden gegenüber dem basisjahr 2003 ist dies eine bemerkenswerte steigerung um über 46 geschäftsbericht 2010 15

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