Christus König Halver Netzwerk 2013 Ostern

 

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Description

Magazin der Pfarrei Christus König Halver-Schalksmühle-Breckerfeld-Dahl

Popular Pages


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netzwerk magazin der pfarrei christus könig christus könig halver ­ breckerfeld ­ schalksmühle ­ hagen-dahl osterausgabe 2013 in diesem heft Österlich leben ­ heute christen im porträt kirchenmusik interessante bücher erstkommunion wie sah jesus aus?

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inhalt 02 03 04/5 06/7 08 09 10 11 12 13 14/15 16 17 18/19 20 21 22/23 24 inhalt/impressum zum geleit Österlich leben ­ heute porträt gedanken zu ostern kirchenmusik projekt bibfit pastoralplan gottesdienste vermischtes treffpunkt bücherei kirchenkäfer marian die kommunionkinder wie sah jesus aus nicht nur für jugendliche zum titel/hinweis termine bild der kokis »wer glaubt wird selig « gesprächsreihe zu themen des glaubens freitag 3 mai 2013 19 uhr st thomas morus schalksmühle freitag 7 juni 2013 19 uhr st jakobus breckerfeld freitag 5 juli 2013 19 uhr christus könig halver die jeweiligen gesprächsthemen werden in den pfarrnachrichten bekanntgegeben das nächste netzwerk erscheint im sommer 2013 wir wünschen ihnen eine wunderschöne frühlingszeit ihr netzwerk-redaktionsteam wie sie uns erreichen katholische pfarrei christus könig hermann-köhler-straße 15 58553 halver telefon 0 23 53 37 30 impressum netzwerk ­ magazin der katholischen pfarrei christus könig herausgeber katholische kirchengemeinde christus könig halver ­ breckerfeld ­ schalksmühle ­ hagen-dahl redaktion ulrike biesenbach cornelia nölle regina passoth heidrun rediger thorsten rehberg mitarbeit an dieser ausgabe ileana beckmann barbara hirmke ulrich isfort kita st nikolaus claus optenhöfel sandra schnell barbara vormann titel-foto rené haase ­ hl agnes krypta christus könig bilder bonifatiuswerk stefanie bruns matthias buchwald martin manigatterer peter weidemann ­ pfarrbriefservice.de kita st nikolaus heidrun rediger thorsten rehberg sandra schnell grafik lämmchen k maisel ­ www.kigo-tipps.de anschrift der redaktion pfarrei christus könig hermann-köhler-straße 15 58553 halver e-mail netzwerk@christus-koenig.de layout/gestaltung heidrun rediger druck reintjes graphischer betrieb gmbh kleve namentlich gezeichnete beiträge geben nicht in jedem fall die meinung des herausgebers oder der redaktion wieder für leserbriefe ist die redaktion dankbar ohne den abdruck zu garantieren filialkirche sankt georg heerstraße 12 58553 halver-oberbrügge telefon 0 23 53 37 30 gemeinde sankt jakobus am wehrgraben 7 58339 breckerfeld telefon 0 23 38 /1316 gemeinde sankt thomas morus hälverstraße 8 58579 schalksmühle telefon 0 23 55 66 79 gemeinde herz jesu kallestraße 4 58091 hagen-dahl telefon 0 23 37 6 21 www.christus-koenig.de aktuelle termine und informationen aber auch bilder und berichte aus dem gemeindeleben finden sie auf der homepage unserer pfarrei mit links zu den einzelnen gemeinden regelmäßig auf den neuesten stand bringt sie ein pfarrnachrichten-abo das sie ebenfalls über die homepage bestellen können 2 netzwerk

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liebe leserinnen und leser des netzwerkes wer in diesen wochen die berichterstattung über »kirche« in den medien verfolgt bekommt eine stimmung vermittelt die sagt diese alte oma »kirche« muss doch jetzt endlich mal ankommen in unserer zeit in der welt in der die menschen heute leben sie muss doch endlich mal abrücken von alten zöpfen in der moral und in der vorstellung wie menschen leben ­ um irgendwie in kontakt zu treten mit den menschen und ihrer lebenswirklichkeit heute dem entsprechen auch untersuchungen darüber wie katholiken selber zu den kirchlich formulierten Überzeugungen stehen und was sie dazu denken eine stimmung die sich denke ich natürlich auch bei denen niederschlägt die bewusster als viele andere sagen »wir sind kirche« ­ wir gestalten sie machen in der gemeinde mit und prägen die angebote und veranstaltungen die »kirche hier bei uns« ausmachen ich selber merke es wird es muss etwas anders werden es kann sich nur verändern wie wir kirche sind entweder so wie ich es hoffe dass wir mit unserer sprache unseren vorstellungen wieder viel mehr in die »mitte« der gesellschaft rücken ­ oder indem wir unsere anders bleibenden vorstellungen jedenfalls viel mehr ins gespräch bringen ­ oder auch so wie es manche befürchten dass wir einsamer werden weiter entfernt vom leben der menschen und ich muss ehrlich sagen ich weiß nicht recht wie es sein wird das »patentrezept« fehlt die unruhe wie geht es weiter wohin können wir »steuern« wohin werden wir uns entwickeln sie hat mich innerlich spürbar erfasst ich wünsche mir sehr eine kirche »bei den menschen« die können wir glaube ich nur sein wenn viele die sich selber als »kirche« verstehen miteinander und mit anderen im gespräch sind wenn wir in unseren orten gesprächs und handlungspartner sind und mitwirken an dem was geschieht wenn wir insbesondere notlagen und probleme »vor ort« noch viel mehr als bisher auch uns als gemeinden und pfarrei zu eigen machen zugleich sind wir als kirche herausgefordert und wie ein »fremdkörper« ­ wo viele menschen ganz anders denken und leben ich nenne nur die macht des Ökonomischen die gestiegene bedeutung von beruf und arbeitsplatz bis hin zu immer menschenunfreundlicheren arbeitszeiten und die große mühe kindern heute werte zu vermitteln die dieser macht der wirtschaft entgegenstehen müssen können wir als kirche zu einem alternativen leben aufrufen und haben wir selber alternative lebensmodelle zu bieten so lange wir selbst oftmals zuerst nach dem geld gucken wird unsere mission scheitern aber lässt sich eine echte »lebensalternative« gestalten und dann in unserer welt und Öffentlichkeit überhaupt vermitteln sicher bin ich mir keineswegs umso mehr ist es zeit es zu versuchen bei uns ­ in bistum und pfarrei ­ sind es konkrete maßnahmen wie »dialogprozess« und »pastoralplan« die unserem handeln eine richtung geben wollen lesen sie dazu mehr in diesem heft und erleben sie was sich in den nächsten monaten in unserer pfarrei und in unserem bistum tut herzlich lade ich sie ein da anzudocken und mitzutun mit dem erscheinen dieses heftes wird gerade die interessante zeit der wahl eines neuen papstes einhergehen vielleicht gibt es ihn schon ­ vielleicht wird es gerade in diesen tagen und stunden spannend auch hier lädt der öffentliche blick auf den weiteren weg der kirche auch jeden von uns persönlich ein unseren weg zu gehen mit dem erscheinen dieser ausgabe unseres pfarreimagazins liegt der blick auf dem kommenden osterfest »Österlich leben« ­ leben in der kraft gottes der uns leben schenkt das bedeutet für uns christen meine ich weiterhin auf dem weg zu sein uns verändern zu lassen und zu verändern und nicht im stillstand sondern in der entwicklung die kraft gottes zu entdecken der redaktion und allen beteiligten danke ich herzlich für die gestaltung dieses hefts ihnen allen wünsche ich eine gesegnete österliche zeit ihr pfarrer netzwerk 3

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Österlich leben ­ heute was heißt eigentlich »österlich leben« für die einen vielleicht in den osterurlaub fahren es sich nach der langen zeit nach den weihnachtsferien wieder mal so richtig gut gehen lassen für andere hat es möglicherweise sogar etwas mit dem glauben an den osterhasen zu tun mit vielen eiern und einem fröhlich bunten osterfrühstück das ist natürlich mit verlaub gesagt großer unsinn Österlich leben hat etwas mit dem glauben an den auferstandenen christus zu tun aber was macht den denn aus viele menschen sind heute der ansicht sie »hätten« glauben weil sie mitglied in einer kirche sind mit einer selbstverständlichkeit lässt man die kinder taufen meldet sie zur erstkommunion und firmung an tut eben das was »man« hierzulande so tut weil es zur tradition der familie gehört weil eltern und großeltern es so wünschen weil man es so »gelernt« hat für die wenigsten war das eine echte entscheidung entscheiden mussten sich in unserer gesellschaft bisher nicht die die in die kirche hineinwollten sondern die die aus der kirche herauswollten kinder denen die eltern vermitteln dass »man« sich im alter von neun jahren zur erstkommunion anmeldet und dass »man« dann eben dieses halbe jahr der vorbereitung über sich ergehen lassen muss werden mit einer solchen einstellung wohl kaum etwas von der größe und schönheit des glaubens entdecken glaube muss gelebt werden aber nicht nur in der begrenzten zeit der vorbereitung auf kirchliche feste natürlich kann ich mich dahinter verschanzen dass ich in dieser zeit ja regelmäßig zum gottesdienst gekommen bin dass ich »treu« gebete und lieder auswendig gelernt habe dass ich im chor mitgesungen oder in irgendwelchen gremien und arbeitskreisen mitgearbeitet habe das ist sicher löblich aber es macht letztlich nur dann sinn wenn ich es auch von herzen mache aber ist es das schon was ist mit einer persönlichen beziehung einer lebens-verbindung zu jesus christus eine sache die nachhaltig sein soll darf und kann nicht erzwungen werden christlicher glaube muss vorgelebt und freiwillig mitgelebt werden denn nur durch persönliches vorgelebt bekommen wachse ich in eine solche verbundenheit hinein werde somit selbst vorbild und damit glaubwürdig wenn diese einsicht fehlt und der sinn nicht verstanden wird kann der glauben kaum bereichernd sein und bleibt oberflächlich nur von einer sache reden aber nicht dahinterstehen ­ das verstehen bereits kinder ­ macht eine sache unglaubwürdig und alles zerplatzt wie eine seifenblase Österlich leben bedeutet auch nicht alles für wahr halten alles unbesehen glauben zu allem ja und amen sagen wie könnten wir glauben wenn wir nicht bewusst in den glauben hineinwachsen dazu müssen wir aber unseren glauben auch überprüfen und kritisch hinterfragen wir dürfen nicht einfach alles blind übernehmen ­ und das schöne ist das brauchen wir auch nicht glaube kommt von innen wächst am ständigen suchen und fragen reift am ahnen und staunen und lebt von lebens und glaubenserfahrung die weitergegeben wird Österlich leben ­ das heißt schluss machen mit einem egoistischen nur auf das diesseits ausgerichtete leben sich auch mal einsetzen für den anderen für den nachbarn für den kollegen und mitschüler für den der gerade hilfe braucht für den nächsten Österlich leben kann jeder jeden tag was hat diese welt denn dagegen zu setzen »ich bin der größte und stärkste die schönste und reichste die schlaueste und kreativste « das wird uns bereits von den kleinen in kindergarten und schule präsentiert es gibt kämpfe um die besten plätze die meisten freunde das coolste outfit die reichsten eltern die liste ließe sich unendlich fortsetzen und als erwachsener lebt man dieses kindische verhalten weiter ­ mit anderen möglichkeiten solche falschen prioritäten unguten bindungen geringschätzung anderer mitmenschen sind zeichen eines lebens ohne gott ohne ostern 4 netzwerk

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leben österliches leben könnte so einfach sein ­ und ist doch so unendlich schwierig die jünger von emmaus wollten mehr für ihr leben darum folgten sie jesus ganz buchstäblich sie erlebten den karfreitag und sie erfuhren ostern sie brachen auf und erzählten denen die sie trafen von ihrem ostererlebnis ihnen »brannte das herz« davon dass er ihnen die schrift erschloss sie waren ergriffen von seinen worten und sie erkannten ihn als er das brot mit ihnen teilte jetzt hatten sie es begriffen Österlich leben das ist möglich ­ eben weil ostern wirklich ist deshalb mussten sie einfach weitersagen was sie so bewegt hat sie hätten es sonst einfach nicht mehr ausgehalten und ­ welche nachrichten hauen uns um wovon sind wir ergriffen von menschlichen katastrophen aller art vom skandal in den königshäusern vom scheitern mancher »promi-ehen« und jesu worte die stehen erstmal ganz hinten an auf seine worte muss ich mich nämlich einlassen sie erfordern ein nach und weiterdenken sie sind mehr als eine kurze info in der regenbogenpresse ich muss ihrem sinn erst auf die spur kommen Österliches leben bedeutet für mich auf mein »angesprochensein durch gott« zu achten indem ich · meine sinne schärfe für ungerechtigkeiten und sorgen bei meinen mitmenschen · sie an meiner freude teilhaben lasse und ermutige für ihr leben · widerstand leiste gegen menschenverachtung unterdrückung und ungerechtigkeiten nicht erst in der welt sondern bereits in meinem direkten umfeld · sehe wo menschen meine hilfe benötigen und dort meine fähigkeiten einsetze · den mut habe gottes wort in die welt hinauszutragen darüber spreche und meine begeisterung weitersage und angesprochen werde ich von gott ständig durch die einsamkeit älterer nachbarn durch ungerechtigkeit und mutlosigkeit in meiner nächsten umgebung in der schule bei meinen freunden es müssen nicht immer große projekte sein das wichtigste ist dass ich meinen unmittelbar nächsten entdecke ­ und in ihm was gott mir sagen möchte aktives christsein bedeutet sicher auch regelmäßiger gottesdienstbesuch hier kommen viele menschen zusammen um gott anzubeten um im glauben bestärkt und zum handeln im alltag motiviert zu werden geistliches wachstum hilft uns verantwortung übernehmen zu können und sie nicht auf andere delegieren zu müssen Übrigens um jesus haben sich nicht nur die guten menschen versammelt er hatte leute um sich die mit schuld beladen waren die zuspruch und vergebung brauchten und wussten dass sie die immer wieder brauchen würden jesus sprach den menschen mut zu baute sie auf heilte ihre wunden ­ so wurden sie zu christen sich von jesus berühren lassen ­ das macht uns zu christen es ist ein dauerndes bemühen ein stetiges sich einlassen auf jesus unser christsein hängt nicht nur an unseren menschlichen moralischen qualitäten sondern daran dass wir nie aufhören christus zu suchen und in anspruch zu nehmen wir werden nur dadurch zu liebenden wenn wir selber liebe erfahren haben ich kann nur etwas an andere weitergeben was ich vorher selbst empfangen habe christliche liebe ist eine liebe die einen besonderen ursprung und grund hat sie hat den grund in gott wir brauchen uns nicht nach kräften anstrengen und bemühen dadurch entsteht keine christliche liebe ich muss wollen dass gott in mir sein will dass er in mir und durch mich handeln möchte christliche liebe entsteht auf mystischem weg sie entspringt in unserer erfahrung mit gottes liebe in unserem leben Österlich leben heißt Österliches vorleben suchen mich in das Österliche hineinleben und es dann österlich weitergeben und ­ leben augustinus fasste es so zusammen »liebe ­ und dann tue was du willst!« ulrike biesenbach netzwerk 5

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sich von gott berühren lassen viele menschen sind im laufe der jahre in der christuskönig-gemeinde ehrenamtlich tätig gewesen oder sind es noch dafür ist die gemeinde sehr dankbar und weiß diesen einsatz auch wertzuschätzen stellvertretend für viele helfer haben wir barbara und leopold lischka ausgewählt uns etwas über ihr ehrenamtliches engagement zu erzählen »in der güte dem lachen dem wohlwollen eines menschen scheint gott durch darum suche ich das göttliche in allen begegnungen.« pierre stutz manchmal bedarf es nur einer kleinigkeit eines anstoßes einer nachfrage daraus können dann lange freundschaften entstehen tiefe verbundenheit wachsen eine beziehung fürs leben eine dacherneuerung an der kirche war der auftakt einer immer noch andauernden verbundenheit mit dem kirchlichen leben mit den menschen in der gemeinde christus könig für das ehepaar leopold und barbara lischka aus halver angesprochen vom damaligen pfarrer erich kremer ­ der viele ehrenamtliche für einen dienst in der kirche gewinnen konnte ­ engagierte sich leopold lischka im pfarrgemeinderat später auch im kirchenvorstand und arbeitete dort an der gestaltung des gemeindelebens mit als lektor ist er immer noch regelmäßig im gottesdienst dabei bei der kommunionkatechese ihrer beiden töchter legte barbara lischka den grundstein für ihr engagement im positiven sinne »infiziert« vom tun für die sache jesu kamen schnell andere tätigkeitsfelder z b in der kfd hinzu die begeisterung und die bereitschaft neue dinge zu beginnen wuchs beide ließen sich im bistum essen als liturgiehelfer ausbilden und konnten so den pfarrer vor ort z b durch die gestaltung von wortgottesdiensten unterstützen leider stieß dies anfangs nicht immer auf verständnis bei sehr konservativen mitchristen der glaube an die eigene kraft an ihren auftrag für die gemeinde ließ beide nicht davon abbringen weiterzumachen aus einigen bereichen ihrer ehrenämter haben sie sich mittlerweile zurückgezogen im spirituellen bereich sind sie aber nach wie vor sehr aktiv denn »der mensch lebt nicht vom brot allein sondern von einem jeden wort das aus dem mund gottes kommt« mt 4,4 so bereiten sie für die gemeindemitglieder von christus könig rosenkranzandachten vor die ganz individuell gestaltet werden »die gesätze des rosenkranzes haben wir oft an aktuelle situationen in der welt angepasst« sagt frau lischka mit einem fröhlichen lächeln ja diese fröhliche ausstrahlung spiegelt ihr hingezogensein zum glauben wider ihr strahlendes lächeln ­ bei der kommunionausteilung wird es so deutlich ­ wärmt das herz es steckt förmlich an und überzeugt ihr gegenüber dass einsatz in der kirche nicht nur arbeit sondern auch freude bedeutet möglichkeiten zum engagement für die menschen gibt es in vielen verschiedenen variationen herr und frau lischka haben sich für die spirituelle aufgabe entschieden menschen vom glauben begeistern durch vorleben durch positive lebenseinstellung das ist es was wir in der heutigen zeit so dringend brauchen für die fastenzeit die zeit in der wir gelegenheit haben unser leben mal besonders »unter die lupe« zu nehmen hat sich das ehepaar lischka die gestaltung und durchführung der laudes zur aufgabe gemacht schon jahrelang bereiten sie diese morgenandacht vor stehen um 6 uhr in der krypta der christus-königkirche zum gebet mit anderen gemeindemitgliedern diese lassen sich immer wieder vom »zauber der frühen stunde« infizieren und beginnen den tag mit gemeinsamen gebeten und liedern ein gemeinsames frühstück mit unterstützung einiger gemeindemitglieder vorbereitet bildet den abschluss dieses besonderen mittwochmorgens in der fastenzeit insgesamt fünfmal haben die menschen in dieser zeit in halver die gelegenheit den tag in einer anderen form zu beginnen gestärkt durch das gebet und mit einem gemeinsam eingenommenen essen in fröhlicher runde sind die herausforderungen des tages sicher oft leichter zu ertragen 6 netzwerk

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leopold und barbara lischka nur durch vorbilder wird sichtbar was es heißt »christ« zu sein wie schön es sein kann etwas für andere zu tun ein tiefer glaube und große nächstenliebe befähigt zu solchem tun und erfüllt somit auch das eigene leben bestimmt werden leopold und barbara lischka ihre aufgaben noch eine zeitlang übernehmen können doch wünschenswert wäre es wenn jüngere menschen aus der gemeinde mit einsteigen und somit helfen dass diese wunderbaren aktionen weiterhin das gemeindeleben bereichern nahrung für die seele ist ebenso wichtig wie ein reich gedeckter tisch und kulinarische angebote bei feierlichkeiten jeder kann sich nach seinen persönlichen fähigkeiten und möglichkeiten für eine gemeinschaft für menschen einsetzen ihnen hilfe anbieten oder zeit zur verfügung stellen und ein beispiel wie tätige hilfe aussehen kann vor einigen jahren lernte das ehepaar lischka die nonne lea ackermann und ihre hilfsorganistion solwodi kennen diese organisation hilft frauen die entrechtet und sexuell ausgebeutet werden das anliegen dort zu helfen wurde auch in die kfd halver getragen seitdem gibt es aktionen der kfd vor ort deren erlös dieser hilfsorganisation zugute kommt »im grund meiner seele gott erahnen der in mir wohnt und wirkt das ist der tiefste grund meines daseins.« pierre stutz ulrike biesenbach heidrun rediger netzwerk 7

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neuanfang neu anfangen in zeiten die dafür unmöglich erscheinen weil ich keine kraft habe weil ich kein ziel vor augen habe nicht weiß wo der weg hinführen soll neu anfangen mit menschen die mich verletzt haben die mir nicht wohlwollend sind die mich meiden und hassen die mich abgeschrieben haben neu anfangen mit dingen die ich wieder für mich entdecken will die mir mal wichtig waren die mir freude machten und meiner seele flügel verliehen neu anfangen und dabei total fasziniert sein von dem was kommen wird lust auf veränderung haben meine spur der wünsche und träume finden offen bleiben mit neugier und lebenslust ­ einfach sehnsucht nach leben unvertrautes ungewohntes fremdes zulassen aufbruch in eine neue freiheit wagen grenzen durchbrechen und dabei ungeahnte möglichkeiten entdecken aber auch beschwerliche wege auf sich nehmen das erfordert mut ­ mut steht an jedem anfang an jedem neuanfang denn abschied von vertrautem von gelebtem von gewohntem macht platz für wünsche öffnet den blick auf dinge die vorher verborgen blieben und mich jetzt so reich beschenken mit hoffnung neuanfang darin steckt ein zauber erfordert vertrauen zu gott gott lass mich meine möglichkeiten erkennen damit ein neuanfang immer wieder gelingen kann ulrike biesenbach 8 netzwerk

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in der woche von palmsonntag feiern wir das leiden sterben und die auferstehung unseres herrn jesus christus im glaubensbekenntnis des messordinariums heißt es »am dritten tage auferstanden von den toten« ­ »et resurrexit tertia die« in der musik gibt es unzählige beispiele der großen komponisten wie bach haydn oder mozart die ergreifend und völlig unmissverständlich diesen glaubenssatz im credo bejubeln »der herr ist wahrhaftig auferstanden!« pauken und trompeten die die göttliche macht darstellen tonleiterfiguren aus der tiefe in die höchsten höhen aus dem dunkel ins licht oder denken wir an das berühmte »halleluja« von händel das oster-oratorium von j s bach oder eine auferstehungsmusik seines sohnes philipp emmanuel in der romantik komponiert gustav mahler die 2 symphonie »auferstehungssysmphonie« die im finale die auferstehung vertont und wir singen seit jahrhunderten auferstehungslieder wie »das grab ist leer« oder »christ ist erstanden« musik aus dem 12 jahrhundert und geben diese gesänge traditionell weiter wir haben alle erfahrung mit leid und sterben mit auferstehung jedoch tun wir uns schwer sogar theologen streiten über die deutung des opfertodes und der auferstehung jesu und unsere musik ich denke an musik aus taizé oder von olivier messiaen »manchmal feiern wir mitten im tag ein fest der auferstehung« sagt ein modernes lied erstaunlicherweise versuchen uns oft weltliche lieder von tod abschied und leben antworten zu geben »niemals geht man so ganz« trude herr »one of us« joan osborn »will you be there?« michael jackson oder madonna und xavier naidoo die musik kann und will uns helfen zu verstehen und zu fühlen was auferstehung sein kann was sie für die kirche ist aber auch was sie für jeden einzelnen sein kann das muss nicht immer im jubel sein sondern kann sich auch unscheinbar vollziehen wie elija am horeb gott in einem sanftem säuseln begegnet wir kirchenmusiker und unsere chöre versuchen durch unsere praktizierte musik spürbar zu machen was auferstehung immer wieder sein kann denn jeder sonntag ist ein kleines osterfest wir brauchen die kunst mehr denn je in der kirche die sie führt uns näher zum glauben und zu gott für mich ist einer der schönsten momente im kirchenjahr wenn der priester in der osternacht die am osterfeuer entzündete osterkerze in die dunkle kirche trägt und dazu vier töne singt »lumen christi ­ christus das licht« dieses kleine licht breitet sich unaufhaltsam in der kirche aus und besiegt unsere dunkelheiten das ist auferstehung frohe ostern wünscht ihnen ihr uli isfort kirchenmusiker in christus könig ostern in töne fassen »chorissimo« singt am gründonnerstag ostersonntag und pfingstmontag in der hl messe in christus könig die proben sind donnerstags von 19.30 bis 21.00 uhr im pfarrer-neunzig-haus an der kirche wenn sie mitsingen möchten wenden sie sich bitte an herrn ulrich isfort tel 0 23 36 1 48 55 oder auf www.regionalkantor.de netzwerk 9

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projekt »bibfit« der bibliotheksführerschein für kindergartenkinder verdeutlicht am beispiel der kooperation zwischen dem kath familienzentrum st nikolaus 58553 halver bachstraße 16 und der kath pfarrbücherei christus könig 58553 halver hermann-köhler-straße 15 »mit fridolin zum führerschein« geschichten hören und erzählen bilderbücher anschauen bücher ausleihen all das gehört zum kindergartenalltag in unserer kindertageseinrichtung st nikolaus regelmäßig 1x im monat besucht uns eine mitarbeiterin aus der pfarrbücherei und ermöglicht den kindern und eltern eine kostenlose buchausleihe ein angebot dass gut genutzt und interesse bei uns im haus findet zu beginn des jahres 2012 starteten wir mit dem büchereiteam das gemeinsame projekt »bibfit« das konzept fördert den frühen umgang mit büchern und das kennenlernen der bücherei an vier aufeinander folgenden büchereibesuchen wurden die kinder durch spielerische elemente mit dem vielfältigen medienangebot und den vorgängen in der bücherei vertraut gemacht dabei konnten sie erleben dass die bücherei ein interessanter aufenthaltsort ist und dass bücher spaß machen bei den besuchen gab es unterschiedliche schwerpunkte z b · aussuchen und ausleihen · vorlesen ­ zuhören ­ malen · wissen in sachbüchern finden · die ordnung in der bücherei kennen wo gibt es was wo steht was in diesem zusammenhang lernten die kinder auch den »bücherraben fridolin« kennen das maskottchen des bibfit-projektes es blieb aber auch noch zeit für »büchereisport« dabei wurde den mädchen und jungen die geschichte von »lisa wuschel und dem chaoszimmer« vorgelesen und immer wenn der name lisa fiel galt es aufzuspringen an einem anderen tag gingen die kinder selbst unter die buchbinder und bastelten ein minibilderbuch bei jedem besuch hatten die kinder die möglichkeit sich ein buch auszuleihen um es zu hause oder im kindergarten genauer zu betrachten damit das buch sicher hin und her transportiert werden konnte wurde es in den »bibfit-rucksack« gesteckt den jedes kind erhielt zum abschluss bekam jedes kind unter applaus seinen persönlichen »bibfit-führerschein« überreicht indem bestätigt wird dass es die bücherei kennengelernt hat und sie selbstständig nutzen kann das projekt hat allen beteiligten spaß gemacht und wird in diesem jahr wiederholt kita st nikolaus 10 netzwerk

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wie geht es weiter in unserer pfarrei wie entwickeln sich unsere gemeinden manchmal fällt erst nach langer zeit auf wie viel sich verändert hat ich kam einmal nach jahren wieder in die sonntagsmesse meiner heimatgemeinde ­ und vieles war ganz anders geworden wodurch eigentlich ich habe es nicht verfolgt und mitbekommen nur gesehen wie anders es war auch bei uns »geschehen« einfach dinge geplant zufällig vorgegeben im letzten netzwerk wurde die »veränderte« erstkommunionvorbereitung vorgestellt bei der es viel mehr treffen an samstagen und sonntagen und dafür keine gruppenstunden in der woche mehr gibt jede veränderung im team der hauptamtlichen führt zu weiteren veränderungen gleiches gilt wenn neue gemeinde oder pfarrgemeinderäte aktiv werden auch eine publikation wie das »netzwerk« trägt zur veränderung bei wir werden ein ganz neues »gotteslob« bekommen ­ und so wird die musik unserer gottesdienste anders werden das einüben und kennenlernen hat mit ersten »liedern des monats« schon begonnen in oberbrügge »baut« der kita-zweckverband räumliche veränderungen werden alle gruppen vor ort betreffen viele einflüsse also verändern unser miteinander vielleicht wird ja auch ein neuer papst ­ im laufe der zeit ­ veränderungen bewirken die bei uns ankommen all diese veränderungen bewusst und gezielt in den blick zu nehmen ­ und nicht nur anderen oder dem zufall zu überlassen ­ das ist der sinn unseres neuen pastoralplans parallel zur redaktion dieses »netzwerks« ist er jetzt nach längerer beratung beschlossen worden und wird ihnen näher bekanntgemacht werden er enthält auch konkrete »projekte« die im laufe des kommenden jahres umgesetzt und so unsere gemeinden mitgestalten sollen den »pastoralplan christus könig« werden sie nachlesen können ­ wie die entsprechende publikation aussieht steht derzeit noch nicht fest zum anderen werden sie von ihm hören und ihn erleben in den konkreten projekten folgende ziele unserer pfarrei haben wir für den pastoralplan formuliert · menschen ermöglichen selbstbewusst ihr christsein zu leben · für menschen innerhalb und außerhalb unserer pfarrei im glauben attraktiv sein · neugierig sein auf die vielfalt menschlichen lebens in unserer region · angebote machen für menschen verschiedener generationen und lebenssituationen · in der nachfolge jesu christi leben zu folgenden großen themen unseres pastoralplans gestalten wir in diesem frühjahr und sommer auch die sonntagsgottesdienste gottesdienst ­ am 20 21 april und/oder am 27 18 april weitergabe des glaubens ­ am 8 9 juni und/oder am 15 16 juni gemeindliches leben ­ das feiern wir gemeinsam mit dem »fest der pfarrei« am 7 juli in breckerfeld claus optenhöfel netzwerk 11

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zwischen karwoche und jubiläum wir laden herzlich ein zu den besonderen gottesdiensten und terminen palmsonntag 24 märz 09.30 uhr familienmesse mit der kita st nikolaus ­ hv 09.30 uhr heilige messe ­ da 11.00 uhr familienmesse mit der kita st jakobus ­ bf 11.00 uhr heilige messe ­ sm 18.00 uhr bußgottesdienst anschl beichtgelegenheit ­ bf gründonnerstag 28 märz 14.30 uhr gründonnerstag für kids ­ da 17.00 uhr wort-gottes-feier ­ da 20.00 uhr messe vom letzten abendmahl ­ sm 20.00 uhr messe vom letzten abendmahl ­ hv mit chorissimo karfreitag 29 märz 15.00 uhr karfreitagsliturgie ­ hv 15.00 uhr karfreitagsliturgie ­ da 15.00 uhr karfreitagsliturgie­ sm 15.00 uhr Ökumenischer familienkreuzweg ­ bf karsamstag 30 märz 21.00 uhr osternachtfeier ­ hv 21.00 uhr osternachtfeier ­ bf 21.00 uhr osternachtfeier ­ da ostersonntag 31 märz 06.00 uhr osternachtfeier ­ sm 09.30 uhr heilige messe mit chorissimo ­ hv 09.30 uhr heilige messe ­ da 11.00 uhr heilige messe ­ bf 11.00 uhr heilige messe ­ ob ostermontag 1 april 09.30 uhr heilige messe ­ hv 09.30 uhr heilige messe ­ da 11.00 uhr heilige messe mit kirchenchor ­ bf 11.00 uhr heilige messe ­ sm sonntag 5 mai 09.00 uhr erstkommunion ­ sm 09.30 uhr kinderwortgottesdienst »kleiner könig« ­ hv 09.30 uhr heilige messe ­ hv 09.30 uhr familienmesse ­ da 11.00 uhr heilige messe ­ bf 11.00 uhr erstkommunion ­ sm montag 6 mai 10.00 uhr dankmesse der kommunionkinder ­ sm christi himmelfahrt donnerstag 9 mai 09.00 uhr erstkommunion ­ bf 09.30 uhr heilige messe ­ hv 09.30 uhr heilige messe ­ da 11.00 uhr heilige messe ­ sm 11.00 uhr erstkommunion ­ bf freitag 10 mai 10.00 uhr dankmesse der kommunionkinder ­ bf samstag 11 mai 10.00 uhr erstkommunion ­ da sonntag 12 mai 09.30 uhr erstkommunion ­ hv 09.30 uhr heilige messe und dankmesse der kommunionkinder ­ da 11.00 uhr heilige messe ­ bf 11.00 uhr familienmesse ­ sm montag 13 mai 10.00 uhr dankmesse der kommunionkinder ­ hv pfingstsonntag 19 mai 09.30 uhr familienmesse ­ hv 09.30 uhr heilige messe ­ da 11.00 uhr heilige messe ­ bf 11.00 uhr heilige messe ­ sm pfingstmontag 20 mai 09.30 uhr heilige messe mit chorissimo ­ hv 10.30 uhr Ökumenischer pfingstgottesdienst open air ev gemeindehaus ­ da 11.00 uhr heilige messe ­ bf 11.00 uhr heilige messe ­ sm sonntag 26 mai 09.30 uhr heilige messe ­ hv 09.30 uhr heilige messe ­ da 11.00 uhr familienmesse an der kita st jakobus ­ bf 11.00 uhr heilige messe ­ sm fronleichnam donnerstag 30 mai 10.00 uhr heilige messe der ganzen pfarrei anschl prozession ­ sm sonntag 2 juni 09.30 uhr familienmesse an der kita st nikolaus ­ hv 09.30 uhr heilige messe ­ da 11.00 uhr heilige messe ­ bf 11.00 uhr heilige messe ­ sm sonntag 9 juni 09.30 uhr kinderwortgottesdienst »kleiner könig« ­ hv 9.30 uhr heilige messe ­ hv 9.30 uhr familienmesse zum herz-jesu-fest anschl fest und begegnung der gemeinde ­ da 11.00 uhr familienmesse gest.von den messdienern ­ bf 11.00 uhr heilige messe ­ sm sonntag 23 juni 09.30 uhr heilige messe ­ hv 09.30 uhr heilige messe ­ da 11.00 uhr heilige messe ­ bf 11.00 uhr familienmesse zum st thomas-morus-fest ­ sm 11.00 uhr Ökum gottesdienst haus rhade ­ ob bitte beachten sie hierzu auch die ankündigungen in der örtl presse und den pfarrnachrichten mittwoch 26 juni 17.30 uhr voraussichtlich firmung pontifikalamt mit weihbischof ludger schepers ­ hv sonntag 7 juli 11.00 uhr familienmesse in der ev jakobuskirche zum jubiläum »150 jahre st jakobus« anschl fest der pfarrei alle anderen messen an diesem sonntagmorgen fallen aus die vorabendmessen sind zu den gewohnten zeiten weitere gottesdienste und termine entnehmen sie bitte den pfarrnachrichten hv halver ob oberbrügge da hagen-dahl bf breckerfeld sm schalksmühle 12 netzwerk

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rezept es ist kein geheimnis dass kinder gerne leckeren kuchen essen backen sie mit ihren kindern doch ein osterlamm schmeckt nicht nur ostern das brauchen sie für den teig 90 g weiche butter 75 g zucker 1/2 tl abgeriebene zitronenschale 1/2 tl vanillezucker 1 großes zimmerwarmes ei 175 g mehl 1 tl backpulver 4 el milch für die form etwas fett und mehl oder paniermehl zum Überziehen weißen zuckerguss oder puderzucker zum verzieren ein rotes band und ein kleines glöckchen und so geht s rühren sie die butter mit zucker zitronenschale und vanillezucker schaumig bis sie eine elfenbeinfarbene und sehr lockere masse erhalten das ei bitte nur so lange unterrühren bis man im teig keine eigelbspuren mehr erkennen kann dann mischen sie das mehl mit backpulver sieben es auf den teig und rühren es unter bis sich alles verbunden hat zuletzt mischen sie gerade so viel milch unter dass der teig in langen zapfen von den quirlen des rührgerätes abreißt nun wird die osterlamm-form aufgeklappt gut eingefettet mit mehl oder paniermehl ausgestäubt und wieder zusammengesetzt jetzt kann der teig eingefüllt werden die form wird zuletzt mit der Öffnung nach oben in die >füßchen geklemmt und in den kalten backofen untere schiene geschoben backen sie das osterlamm etwa 30 minuten backherd 175 grad c umluftherd 150 grad c gasherd stufe 2 machen sie hin und wieder den stäbchentest an der unterseite stechen sie ein holzstäbchen in das gebäck und ziehen es wieder heraus haftet kein feuchter teig sondern höchstens ein paar krümel am stäbchen ist das lämmchen fertig nehmen sie es aus dem herd und lassen sie es noch rund 20 minuten in der form ruhen dann ist es soweit ­ die form wird geöffnet das lämmchen herausgelöst und zum erkalten auf ein kuchengitter gestellt nach dem abkühlen die form etwas klopfen damit der kopf des lamms beim herausnehmen nicht bricht Überziehen sie es mit zuckerguss wenn sie es stattdessen mit puderzucker bestäuben möchten erst unmittelbar vor dem servieren verbinde die zahlen miteinander gebete für kinder tischgebet dank für alle deine gaben dank dass wir zu essen haben lehr mich teilen gott mein brot mit den menschen in der not amen lieber gott ich bin noch klein kann so vieles nicht allein drum lass menschen sein auf erden die mir helfen groß zu werden die mich nähren die mich kleiden die mich führen die mich leiten die mich trösten wenn ich weine lieber gott ­ und dieses eine wenn ich es mal schlimm getrieben mach dass sie mich trotzdem lieben amen netzwerk 13

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die büchereien empfehlen katholische öffentliche bücherei breckerfeld Öffnungszeiten sonntag 10.30 ­ 12.30 uhr mittwoch 15.00 ­ 16.00 uhr freitag 16.00 ­ 17.00 uhr echten briefe sind verlorengegangen eine großartige leise geschichte einer liebe auch lesern die sich nicht für kafka interessieren sehr zu empfehlen dahl Öffnungszeiten sonntag 10.00 ­ 12.00 uhr montag 17.30 ­ 18.30 uhr dienstag und donnerstag 16.00 ­ 18.00 uhr schalksmühle Öffnungszeiten dienstag und donnerstag 15.30 ­ 18.00 uhr halver Öffnungszeiten sonntag 10.00 ­ 11.00 uhr dienstag u freitag 15.00 ­ 18.00 uhr michael kumpfmüller die herrlichkeit des lebens roman einer großen liebe franz kafka und dora diamant der tuberkulosekranke franz kafka lernte in seinem letzten lebensjahr während eines erholungsaufenthalts an der ostsee die junge köchin dora diamant kennen und lieben aus dieser historisch verbürgten tatsache macht der autor mit viel einfühlungsvermögen und kenntnis der biografie kafkas eine zarte poetische liebesgeschichte die abwechselnd aus der sicht des »doktors« und doras erzählt wird bei strandspaziergängen kommen sie sich näher und beschließen in berlin zusammenzuwohnen es wird keine leichte zeit kafka ist kaum bekannt geld ist knapp durch die hohe inflation und viele umzüge verschlechtert sich sein gesundheitszustand als die familie beschließt ihn in ein sanatorium in der nähe von wien zu schicken folgt dora ihm und bleibt bei ihm bis zu seinem tod ­ kumpfmüller beschreibt doras gefühlswelt mit großem einfühlungsvermögen auszüge aus kafkas tagebüchern briefen und texten werden in die erzählung eingewoben ebenso fiktive briefe an ein kleines mädchen dem der dichter geschichten geschickt hat die weißt du schon wie lieb gott dich hat ein religiöses mutmach-buch für kleine kinder egal was du tust und wie du dich gerade fühlst gott ist immer bei dir dieses hinreißende kinderbuch zeigt wie jedes kind im alltag die liebe gottes erfährt so richtig zum knuddeln sind die »protagonisten« mama bär baby bär und die vielen spielgefährten das schwein das eichhörnchen die maus und der frosch auf spielerische weise erfahren kinder die botschaft dieses buches gott hat dich lieb ­ immer ein buch für eltern erzieherinnen und alle die spaß an schönen kinderbüchern haben john green das schicksal ist ein mieser verräter liebe zwischen zwei schwerkranken jugendlichen ­ für jugendliche ab 13 hazel 16 und augustus 17 gehen ziemlich abgebrüht mit ihrem zustand um als sie sich in der selbsthilfegruppe für krebskranke jugendliche treffen hazels lungenmetastasen nötigen ihr dauerhafte sauerstoffzufuhr auf gus hat eine beinprothese aber eigentlich ganz gute heilungschancen beide sind intelligent realistisch humorvoll durchschauen sämtliche erwachsenenmanöver ­ und sie verlieben sich ineinander lachen und weinen gegen das schicksal wüten und es tapfer annehmen liegen hier ganz nah beieinander für die figuren des buches wie für die leser hazel und gus sind fast normale teenager die sich verlieben über nervende eltern stöhnen sich mit filmen und literatur ein stück welt erklären und sich mit ihrem körper auseinandersetzen was hier natürlich eine ganz andere dimension hat neben und in aller verzweiflung ist doch die liebe die bestimmende kraft auch wenn die ich-erzählerin lange damit hadert jemandem schmerz zuzufügen weil sie geliebt wird aber es ist das »wesen des schmerzes dass er gefühlt werden will« und das ist wohl eine quintessenz dass die liebe es allemal wert ist auch wenn es weh tut so endet das buch bei allem leid tröstlich und voller zuversicht dvd anne liebt philipp anne ist zehn jahre alt und ein energiebündel wikinger findet sie viel interessanter als prinzessinnen die nie die wirklich spannenden sachen machen dürfen doch dann kommt ein neuer mitschüler in ihre klasse philipp der mit seiner familie in das gruselige haus am ende der straße gezogen ist und ausgerechnet anne verliebt sich hals über kopf in den jungen was ihren alltag gehörig durcheinander wirbelt denn alle mädchen lieben philipp ­ fatalerweise auch ellen die mit ihrer hübschen nase und dem blonden pferdeschwanz ziemlichen eindruck macht für anne ist das kein hinderungsgrund schließlich ist in der liebe alles erlaubt daran gibt es für sie keinen zweifel vorzüglich inszeniert und gespielt nimmt der film seine fantasiebegabte protagonistin mit ihren gefühlen sorgen und Ängsten ernst sehenswert ab 10 j termine die büchereien präsentieren im märz eine frühjahrsausstellung bestehend aus rund 135 sorgfältig ausgelesenen artikeln neben sachbüchern zur jahreszeit und religiösen titeln v a zur erstkommunion werden auch erzählende literatur sowie religiöse geschenkartikel in unterschiedlichen preislagen präsentiert schalksmühle 10 märz dahl 17 märz ­ 7 april der preisgekrönte kinderbuch-autor michael rohler liest aus seinen werken im katholischen gemeindeforum dahl am 13 märz um 10 uhr büchertrödel in dahl im gemeindeforum am 26 mai mit kaffee und frischen waffeln 14 netzwerk

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reinhard feiter/hadwig müller hg was wird jetzt aus uns herr bischof ermutigende erfahrungen der gemeindebildung in poitiers die aufgabe der kirche »gott und den menschen nahe« zu sein wird bei abnehmendem finanziellen einnahmen und fehlenden priestern zum problem in deutschland läuft die entwicklung auf vergrößerte seelsorgeeinheiten hinaus das buch »was wird jetzt aus uns herr bischof?« beschreibt wie in der französischen diözese poitiers ähnliche nöte zu einem umkehrprozess der seelsorge geführt haben das bistum poitiers ist weit über seine grenzen bekannt geworden für seine spezifische art der gemeindeorganisation pfarreien wurden nicht zusammengelegt und zentralisiert sondern teams von ehrenamtlichen christen basisequipe werden mit bischöflicher vollmacht ausgestattet um vor ort das gemeindeleben zu ermöglichen die aufsätze die in dem buch versammelt sind und von den maßgeblichen wegbereitern der neuen örtlichen gemeinden in poitiers stammen erläutern das theologische grundkonzept dieses pastoralen weges er baut auf das vertrauen dass christen durch die sakramente der taufe und firmung dazu gerufen sind christliche gemeinden zu organisieren und die ermutigende erfahrung zeigt gemeindemitglieder lassen sich rufen und werden fähig verantwortung zu übernehmen ein rechtlich-verbindlicher rahmen sorgt dafür dass christen vor ort mit der notwendigen kompetenz ausgestattet werden in einer eigenen liturgischen feier werden die teams vom bischof für ihren zeitlich begrenzten dienst beauftragt am deutlichsten wird das radikal neue dieses weges an der rolle der priester sie sind nicht mehr manager und dienstvorgesetzte sondern dienen den örtlichen gemeinden konzentrieren sich auf das wesentliche das feiern der eucharistie und das anleiten und fördern der gemeinden wer schlüsselerfahrungen bei laien und priestern und visionen für die kirche von morgen sucht dem sei dieses buch sehr empfohlen es kann in der bücherei in schalksmühle ausgeliehen werden barbara hirmke andreas unfried u.a »xxl-pfarrei ­ monster oder werk des heiligen geistes« ist kein zusammenhängendes werk sondern eine sammlung von texten erfahrungen und reflexionen zum strukturwandelprozess in oberursel und umgebung dieser nachteil entpuppt sich jedoch als segen denn der leser findet sich auf diese weise schnell herein weil er sich das buch auch in auswahl zu gemüte führen kann möchte er an den grundlegenden Überlegungen teilhaben möchte er nachlesen wie die veränderungen erlebt wurden möchte er mit dem materialteil beginnen immer nach dem motto wie haben die das denn erlebt wie sind sie mit jener situation umgegangen im endeffekt ist klar dass die »xxl-pfarrei« keine lösung offener fragen ist aber sie schafft freiräume sich diesen offenen fragen zeitlich und personell zu stellen die autoren verhehlen nicht dass eine »zentralpfarrei« vor allem mehr fluch als segen sein kann wenn strukturen und zentralismus noch mehr um sich greifen als bisher daher wurde wert gelegt auf größtmögliche transparenz und dezentrale strukturen und verantwortlichkeiten um freiräume zu schaffen für neues und neue denn »es wird neu zu verstehen sein wer künftig alles träger von seelsorge sein kann« die autoren sind sich dabei des fragmentarischen ihrer arbeit wohl bewusst und malen ein wohltuend realistisches bild der veränderungen »wir sind uns bewusst dass am ende des weges nicht schon >das land wo milch und honig fließen stehen wird nicht ohne grund hat jesus für die zeichen des neuen bundes nicht milch und honig sondern brot und wein ausgewählt.« thorsten rehberg thomas von mitschke-collande »schafft sich die katholische kirche ab analysen fakten eines unternehmensberaters« warum sollten sie dieses buch lesen es ist aus der sicht eines unternehmensberaters geschrieben der gleichzeitig auch engagierter katholik ist in seinen analysen orientiert er sich an erhobenen daten und fakten z.b der deutschen bischofskonferenz des allensbacher instituts der sinusstudie sowie weiteren umfragen und studien der autor ruft das ende der volkskirche aus und wirft einen nachvollziehbaren blick auf die glaubens die vertrauens die autoritäts die führungs und die strukturkrise der kirche und die vermittlungskrise des glaubens davon ausgehend zeigt er auf dass deutliches krisenbewusstsein und veränderungsbereitschaft in der kirche angesagt sind er entwirft ein gesellschaftliches bild in dem kirche boomen müsste und zeigt lösungsansätze für den weg aus der krise kirche sollte ein neues selbstverständnis und eine neue kultur des miteinanders entwickeln sprachlosigkeit überwinden die gläubigen in die pflicht nehmen und mehr mut zur erneuerung und zu neuen wegen zeigen reform ist auf allen ebenen angesagt dieser blick auf kirche ist ein kundenorientierter blick der sicherlich auch zum widerspruch auffordert ist kirche tatsächlich nur ein anbieter im spiel der sinnstiftungs und sinndeutungsangebote auf dem markt der möglichkeiten ­ oder ist sie vielleicht mehr besonders bereichernd wird die lektüre in kontrast zu matthias matusseks »das katholische abenteuer ­ eine provokation« nach der lektüre mitschke-collandes hatte ich das gefühl »jetzt weiß ich wie es geht so ist die kirche noch zu retten.« doch dann las ich matussek und wusste »so einfach ist das doch nicht.« es gibt keine einfachen lösungen es hilft nur dialog barbara vormann netzwerk 15

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