Garten-Zeitung 2012

 

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Vereinszeitung Gartenbauvereins Türkenfeld

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DER ÜRKENFELDER Vereinszeitung des Obst- und Gartenbauvereines Türkenfeld – Zankenhausen e.V. G ARTEN Dezember 2012 Liebe Mitglieder und Gartenfreunde, auch in der sechsten Ausgabe unserer Vereinszeitung möchten wir wieder interessante Themen rund um den Garten aufgreifen und ein paar Rezepte vorstellen. Schwerpunkt dieses Jahr ist das Squarefootgardening. Zudem informieren wir auf diesem Wege wieder über die Aktivitäten des Obst- & Gartenbauvereines Türkenfeld – Zankenhausen e.V. und auf der Einlegeblatt finden Sie unsere Veranstaltungen für das Jahr 2013 Sonnenblume von unserem Mitglied Frau Katharina Forsthofer mit fast 4 Metern Höhe

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Jahresrückblick auf 2012 Im Jahr 2012 fand am 24. Februar das „Werkeln für Kinder mit Holz – wir bauen ein Blumendreirad“ großen Zuspruch. 10 Blumendreiräder wurden mit Feuereifer hergestellt und zieren seit dem unsere Türkenfelder und Zankenhausener Terrassen. v.l. Die Vorstandschaft seit 2012: Günther Asam (1. Vorsitzender), Tobias Weigold-Wimmer (Schriftführer), Martin Keller (Beisitzer), Martina Ortner (Beisitzerin), Sieglinde Walcher (Beisitzerin), Petra Drexl (Beisitzerin), Ulrike Böhme (Kassiererin), Jürgen Thalmayr (2. Vorsitzender) durchstöberten das Angebot. Den Gartenflohmarkt veranstalten wir wieder 2013. Merken Sie sich den Termin vor, letzter Samstag im April ab 11 Uhr auf dem Hof der Grund– und Mittelschule. Eine Standgebühr wird nicht erhoben. Habt ihr Jungpflanzen, Blumen, Gartenutensilien etc. abzugeben, dann versucht euch doch als Verkäufer bei unserem Gartenflohmarkt. Am 7. August war bei herrlichem Wetter der Tagesausflug zum Gärtnertag am 7. August nach München. Susan Schülke hat hierzu einen Bericht verfasst, den ihr auf Seite 12 lesen könnt. Der alte Brauch des Kräuterbuschen-Bindens um Ma- v.l. Franziska Lübenoff, Tobias Wolf, Aurel Weigold und Massimiliano Di Giacomo Auf seiner Jahreshauptversammlung am 23. März 2012 mussten die Mitglieder einen neuen 2. Vorsitzenden sowie eine Beisitzerin wählen. Wir freuen uns Jürgen Thalmayr als 2. Vorsitzenden und Petra Drexl als Beisitzerin begrüßen zu dürfen. Zudem konnten wir Peter Salomon für die Betreuung unserer Homepage gewinnen. Hier könnt ihr die Artikel der bisherigen Zeitungen einsehen und es gibt viele Hinweise und Links zu diversen Gartenthemen. Am Samstag den 24. März hatten sich wieder etliche Personen aus der Umgebung für den jährlichen praktischen Kurs des Obstbaumveredelns sowie Obst- und Gehölzschnitt interessiert. Max Riedel und Günther Asam zeigten, wie Apfelbäume veredelt werden und wie man z.B. Rosen und verschiedene Sträucher im Garten zurückschneidet um eine bessere Blüte zu erzielen. Einen wahren Ansturm erlebte der Verein beim Palmbuschenbinden für Kinder am Samstag, 31. März. 52 Kinder und 25 Erwachsene banden schöne verschiedene Buschen. Einen ähnlichen Andrang erlebten wir am Dienstag 3. April beim „Ostereiermalen für Kinder“. Mit verschiedenen Methoden wurden die unterschiedlichen Eier bemalt, beklebt, betupft…. Bei strahlend schönem Wetter haben verschiedenste Garten-Utensilien und Pflanzen am Samstag, 28. April beim Gartenflohmarkt den Besitzer gewechselt. 14 Aussteller boten ihre Waren feil und gut 200 Besucher Unser Mostwart Hans Steigerwald zeigt den Kindern der 1. Klassen wie Apfelsaft hergestellt wird. 2

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pressen, 5. filtern, 6. kochen/pasteurisieren, 7. Abfüllen und 8. den leckeren Saft TRINKEN!!!! Am 20. Oktober fanden sich rund 20 Teilnehmer beim Hartl ein um Kürbismännchen zu basteln. Am 2. November fand das Basteln für Kinder im Werkraum der Schule in Türkenfeld statt. 12 Kinder bastelten eifrig z.T. mit ihren Eltern Meisenknödelhäuschen. Es wurde gesägt, gebohrt, geschraubt und schließlich an Spießen die Meisenknödel aufgehängt. Im Garten an den Buschgehängt, wurden diese sofort von den Meisen verzehrt. Das Herstellen von Adventsschmuck fand wieder unter großem Andrang am 23. November im Keller des Gasthaus Hartl statt. Am 2. Dezember 2012 findet wieder unsere Adventsfeier um 14 Uhr im Gasthaus Hartl statt. Neben einem abwechslungsreichen Weihnachtsprogramm nehmen wir in diesem feierlichen Rahmen die Ehrungen unser langjährigen Mitglieder vor. Ostereier Basteln 2012 Der alte Brauch des Kräuterbuschen-Bindens um Maria Himmelfahrt war ein schöner Erfolg und erstmals zusammen mit dem Frauenbund haben 9 Kinder schöne Buschen gebunden. Wie jedes Jahr schmückte der Obst– und Gartenbauverein den Altar zum Erntedankfest in unserer Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. An dieser Stelle wollen wir uns bedanken bei Christine Asam, die den Erntedankaltar dekoriert, hat sowie bei Hilde Mayer und Adalbert Asam, die das Kriegerdenkmal in Zankenhausen bzw. die Mariensäule in Türkenfeld immer bepflanzen und schmücken. Am 7. Oktober fand um 11 Uhr die Segnung des neuen Mosthäusls statt. Diakon Stephan Weiß segnete das Haus und die darin Arbeitenden. Bürgermeister Pius Keller dankte dem Gartenbauverein für seinen ehrenamtlichen Einsatz mit vielfältigen Veranstaltungen, auch im Ferien- und Freizeitprogramm der Gemeinde Türkenfeld. Er überreichte eine Spende der Gemeinde für das Mosthäusl. Leider war das Wetter nicht ganz optimal. Gegrilltes, Kaffee und Kuchen wurden im Pfarrheim eingenommen. Im Zelt vor dem Pfarrheim konnten viele Kinder anhand der alten Obstmühle und Korbpresse erleben, wie Apfelsaft hergestellt wird. Der Obst und Gartenbauverein bedankt sich herzlich bei Pfarrer Distl und Pfarrgemeinde für die unkomplizierte Überlassung des Pfarrheimes. Die Spenden dieser Veranstaltung sind dazu vorgesehen ein Pasteurisier-Gerät anzuschaffen. Mit diesem Gerät kann zukünftig der Saft in sehr viel kürzerer Zeit als bisher haltbar gemacht und hygienisch abgefüllt werden. In Verbindung mit dem schon seit einiger Zeit angebotenen „Bag in Box“-System wird eine lange Haltbarkeit des Saftes (ca. 1 Jahr) erreicht. Weiter ist noch geplant für die Vorreinigung der Äpfel ein großes Edelstahlbecken zu installieren. Somit steht für die Saison 2013 eine hochwertige Ausrüstung für die Saftgewinnung zur Verfügung. Mitte Oktober machten die beiden 1. Klassen der Türkenfelder Grundschule mit ihren Lehrerinnen Frau Knodt und Frau Lehmann sowie die Kinder der Nachmittagsbetreuung einen Ausflug zum Apfelsaftpressen ins Mosthäusl. Dabei zeigte ihnen unser Mostwart Hans Steigerwald, was man dazu alles tun muss: 1. Äpfel ernten, 2. waschen, 3. schneiden/häckseln, 4. Kürbismännchen Meisenknödelhäuschen Ausblick für 2013 Die Vorstandschaft möchte die Mitglieder mehr in die Arbeit des Vereins einbinden. Hier können viele Erfahrungen zu den diversen Gartenthemen weitergegeben bzw. gesammelt werden. Daher bilden wir verschiedene Gruppen, die sich z.B. um den Walderlebnispfad (Wart: Alexander Felber) oder unsere Streuobstwiese (Wart: Marco Meidlinger) kümmern. Desweiteren wollen wir mehr praktische Kurse anbieten; für 2013 erstmalig die beiden Kurse: Kräuterwanderung und Verarbeitung (18. Mai) und Naturkosmetik selber herstellen (12. September). Weitere Termine und Themen wollen wir kurzfristig und nach Bedarf und Wetter anbieten. Wir freuen uns auch über Anregungen der Mitglieder. 2012 umfasst unser Verein ca. 400 Mitglieder und wir freuen uns, wenn diese und auch Nichtmitglieder unser Angebot wahrnehmen würden. Auf eine rege Teilnahme an unseren kommenden Veranstaltungen 2013 freut sich Ihre Vorstandschaft des Obst- und Gartenbauverein Türkenfeld – Zankenhausen e.V. www.gartenbauverein-tuerkenfeld.de 3

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Mosthäusl Neubau Unser altes Mosthäusl aus Holzständerbauweise hat ca. 100 Jahre lang seinen Zweck erfüllt. Nachdem die Zeit nicht spurlos an ihm vorübergegangen ist und sich zahlreiche bauliche und hygienische Mängel zeigten, kamen wir zu dem Entschluss, dass etwas geschehen musste. Es wurde abgewogen zwischen einer Renovierung oder einem Neubau. Zu diesem Zwecke wurde 2008 ein Arbeitskreis gegründet und man entschied sich für den Neubau. Bei der Jahreshauptversammlung 2008 konnten die finanziellen Mittel zum Neubau genehmigt werden. Im Einvernehmen mit dem Vorstand war bald ein Bauplan erstellt, welcher von der Gemeinde Türkenfeld und dem Landratsamt genehmigt wurde. Laut Plan sollte ein Mostraum, eine Toilette, ein ebenerdiger Lagerraum sowie ein Speicher entstehen. Der Mostraum muss über hygienisch einwandfreie Verhältnisse verfügen. Dazu gehört selbst- verständlich auch eine Toilettenanlage. Im Lagerraum sowie im Speicher sollen nicht ständig benötigte Ausrüstung der Mosterei und auch Vereinsinventar gelagert werden. Anfang 2009 gründete sich ein Bauausschuss um mit der Realisierung des Neubaus zu beginnen. Der erste Schritt war das alte Mosthäusl auszuräumen und abzutragen. Bäume und Sträucher mussten gerodet werden. Im Sommer 2009 war dann das Schnürgerüst erstellt und Fundament und Bodenplatte gegossen. Bereits Ende August konnten die Maurerarbeiten abgeschlossen und die Ringanker betoniert werden, schnell war dann auch der Dachstuhl aufgerichtet. Noch vor Wintereinbruch musste das Dach verschalt und eingedeckt sein. Auch Fenster und Außentüren erhielt der Bau noch vor dem ersten Schnee. 2010 ging es dann weiter mit Schlitze klopfen um Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen zu verlegen. Somit war alles bereit das Gebäude an die Energie- und Wasserversorgung an zu schließen. Die Maurer konnten

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im Anschluss das Gebäude innen und außen verputzen. Noch im November 2010 war auch der Estrich verlegt. Nach einer Winterpause begann im Frühjahr 2011 der Innenausbau. Dazu bauten die Helfer einen Speicherboden ein, Wände wurden geweißelt und gefliest, Decken eingezogen, und eine Zugtreppe eingebaut. Die Fassade erhielt einen gefälligen Schutzanstrich und der Speicher eine Holzverschalung. Mit der Dachentwässerung und dem Einbau einer Türe in der Giebelseite war der Speicherausbau abgeschlossen. Mit dem Setzen des Sicherungskastens hatten wir endlich Strom im Mosthäusl. 2012 waren dann die letzten Fliesenarbeiten abgeschlossen. Nach der Endmontage von Strom– und Sanitär wurde noch das WC betriebsfertig gemacht und restliche Silikonierarbeiten ausgeführt. Vor den Zugängen entstand ein ansprechendes Kleinsteinpflaster. Nun war nur noch eine umfangreiche Putzaktion notwendig um die neue Mosterei in Betrieb zu nehmen. Am 7. Oktober 2012 konnte dann die feierliche Einweihung mit der Segnung des neuen Mosthäusls stattfinden. An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen ehrenamtlichen Helfern, die Freizeit und zum Teil auch noch erhebliche Sachspenden für den Neubau des Mosthäusls geopfert und damit diesen Bau ermöglicht haben: Günther Asam, Sepp Aumiller, Uli Böhme, Alois Brem, Barbara Clauß, Petra Drexl, Stefan Grebe, Dieter Hausfelder, Dominikus Höpfl, Richard Holzleitner, Martin Keller, Manfred Kiefer, Gerold Kratzer, Christoph Maier, Robert Martin, Martina Ortner, Klaus Paucker, Franz Pittrich, Albert Rehm, Bernd Schöttl, Jürgen, Christa, Ludwig und Agnes Thalmayr, Edwin Thienel, Hans Trauner, Sieglinde Walcher, Johann Weber, Hans Weber, Tobias Weigold-Wimmer, Thomas Wimmer, Georg Wex, Hermann Widmann, Vinzenz Zingler und Matthias Zingler, Sowie die Firmen: Fensterschreinerei Rupert Klass, Spenglerei Ewald Klause, H. Lauenstein, Heizungsbau Schmidt, Fliesen Schneller, Elektro Schöttl, Bauunternehmen Stangl, Schreinerei Wimmer 5

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Der Zauber des Quadratgartens Ein Beitrag von Peter Salomon „Squarefootgardening“ zu deutsch „Quadratgarten“ ist eine Anbaumethode, die der US-Amerikaner Mel Batholomew 1976 entwickelt hat. Er verfasste seine Ideen zu einem Buch, das sich in den USA über 1 Millionen Mal verkauft hat und sich somit dort zum Besteller der Gartenbücher entwickelt hat. Der Ursprung In den 70ern Jahre begann sich Mel Batholomew - ein studierter Bauingenieur -für das Gärtnern zu interessieren und da es zu diesem Thema kaum Angebote gab, entschloss er sich mit ein paar anderen Interessenten zusammen eine Gruppe zu bilden, die diesem Hobby nachgehen wollten. Sie besorgten sich eine Ackerfläche, diese wurde wie üblich in Reihen zu Bifangs aufgeschüttet und als Parzellen an begeisterte GartenAnfängern vermietet. Es wurde in der klassischen Reihenmethode angebaut, was damals traditionell - so wie auch bei uns noch heute - eine gängige Anbaumethode darstellt. S_148_ich_4#2.qxp 20.11.2012 17:53 Uhr Seite 1 Unkrautvermeidung Doch die anfängliche Begeisterung für das Garteln ebbte schnell ab, als sich die Hobbygärtner einige Male nicht so sehr um Ihre Parzellen kümmerten: Das Unkraut begann zu wachsen und nach einiger Zeit versank alles im Wildwuchs - die anfängliche Freude und Begeisterung war dahin. Enttäuscht von diesem Erlebnis, versuchte Mel nach weiteren Gründen für diesen Fehlschlag zu suchen, denn er war der Meinung, dass es auch einfacher gehen muss, als jeden Tag fleißig das Unkraut auszuzupfen. Ein Sturm mit Windstärken von bis zu 200 km/h kann schwere Schäden an Ihrem Haus verursachen. Mit der Allianz Immobilienversicherung sichern Sie sich gegen die finanziellen Folgen von Sturm- und anderen Unwetterschäden ab. Sprechen Sie mit mir. Ich berate Sie gerne. Vermittlung durch: Stefan Sturm, Allianz Generalvertretung Zankenhausener Str. 1, D-82299 Türkenfeld stefan.sturm@allianz.de Tel. 0 81 93.17 62, Fax 0 81 93.65 15 Anzeige Allianz 1/2 Seite Nicht jede Vorbereitung auf einen Sturm schützt wirklich. Hoffentlich Allianz.

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bis man einen wirklich guten, fruchtbaren Gartenboden sein Eigen nennen darf. Sei es, dass der Boden ausreichend mit Humus und Nährstoffen versorgt ist oder auch die letzten Unkrautsamen verbannt wurden. Gerade sehr tief wurzelnde Beikräuter wie Löwenzahn, Ampfer, Diestel etc. sind nur schwer beizukommen. Man benötigt Grabgabeln, Schaufeln etc. und die Arbeit ist oft mühsam. Er suchte auch hier nach Möglichkeiten und fand heraus, dass die meisten Gemüsesorten nur oberflächlich und selten tiefer als 10-15cm wurzeln. Das brachte ihn auf die Idee, wie er auf einen Schlag viele Probleme auf einmal lösen konnte. Er baut das Gemüse nicht in ein bestehendes Beet, sondern in eine Art Mini-Hochbeet mit frischer Pflanzerde. Aufbau der Quadrate Er legte eine Lage Unkrautvlies aus und baute darauf aus 4 einfachen Brettern einen quadratischen Kasten. Darin kam nun die Erde rein. Die Höhe der Bretter war nur 15 cm - für die meist flachwurzelnden Nutzpflanzen meist völlig ausreichend. Somit benötigte er nur sehr wenig Material. Bei dieser Methode kommen nun einige weitere Vorteile zu Tage: Der Kasten konnte sofort überall hingesetzt werden. Ob auf einer Wiese (bestehende Unkräuter oder Gras kommen durch die Vliesschicht nicht durch), auf Asphalt, sogar auf einem verseuchten Boden! (kein Erdkontakt) Tiefwurzelnde Unkräuter können sich nicht mehr festsetzen bzw. sind leicht zu entfernen (die Erdschicht hat nur 15cm) Nie wieder den Boden mit Spaten und Hacke umgraben!!! (da keine Verdichtung durch das Betreten der Beete). Unkräuter können einfach mit der Hand ausgezupft werden. Er begann also die klassische Reihensaat-Methode zu hinterfragen und stellte dabei einige interessante Dinge fest. Es fiel ihm auf, dass einer der Ursachen für Unkraut darin liegt, dass sehr viel ungenützter Raum zwischen den einzelnen Pflanzreihen liegt, der den Wildwuchs geradezu begünstigt. Diese Reihen sind natürlich notwendig, um zwischen den einzelnen Pflanzenreihen arbeiten zu können, man muss ja hinkommen zu den Nutzpflanzen (zum wässern, Unkraut jäten, düngen ernten usw.) – viele Gärtner legen auch Bretter zwischen diesen Reihen. Doch dabei verschenken wir nicht nur Platz und verdichten durch unser Betreten den Boden, sondern geben dem Wildwuchs natürlich ebenfalls sehr viel Raum. Daher überlegte er sich ein anderes, platzsparenderes Konzept. Er untersuchte, wie groß die durchschnittliche Reichweite ist, in der ein bequemes Arbeiten noch möglich ist und fand heraus, dass dies ca. 60cm sind. Anstatt nun in Reihen zu pflanzen, legte er daher ein quadratisches Beet mit den Maßen 1.20x1,20m aus, bei dem man – entsprechend den 60cm Reichweite von allen Seiten bis zur Mitte arbeiten kann und somit die gesamte Fläche nutzbar ist. Bodenqualität Desweiteren fiel ihm auf, dass man eine sehr lange Zeit benötigt (Jahre!) und viel Arbeit investieren muss, 7

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Man benötigt nicht mehr Jahre für einen fruchtbaren, unkrautfreien Boden, sondern kann sich diesen auf einen Schlag selbst zusammenstellen (Mel hatte dabei experimentiert und dabei einen idealen Mischung aus Torf, Kompost und wasserspeichernden Mineralien kreiert) Die Arbeitshöhe ist eine Erleichterung Die Kosten bleiben aufgrund der geringen Höhe und des damit geringeren Materialeinsatzes niedrig. Abstand der Pflanzen untereinander Um nun das Beet optimal nutzen zu können, untersuchte er weiter, wie viel Platz einzelne Pflanzen eigentlich wirklich brauchen, um optimal wachsen zu können. Bei den üblichen Reihensaaten, werden oftmals viele Samen verschwendet, auch das anschließende Pikieren ist recht zeitaufwendig. Also untersuchte er die Angaben auf den Samenpäckchen der Hersteller und fand heraus, dass man die Pflanzen, wenn man Sie eben nicht mehr in Reihen (wie auf den Verpackungen angegeben) sondern in der Fläche anbaut, keinen „Reihenabstand“ benötigen und man somit mehr Pflanzen auf gleichem Raum anbauen kann. Dies hat zudem den Vorteil, dass wiederum weniger Unkraut sprießen kann und zudem der Boden insgesamt mehr bedeckt ist, was nicht nur der Bodenkultur erträglich ist, sondern durch die höhere Verschattung auch den Wasserverbrauch senkt. Mel unterteilte nun den Abstand der Pflanzen, der für einen optimalen Wuchs nötig ist, grob in 4 Kategorien: Abstand zueinander: Sehr groß Paprika (15cm Abstand); z.B. Brokkoli, Eissalat, z.B. Kopfsalat, Manz.B. Buschbohnen, Groß (9cm Abstand): gold, Ringelblume Mittel (6cm Abstand): Spinat, rote Beete Klein (4,5 cm Abstand): z.B. Karotten, Radieschen, Zwiebeln Dies brachte ihn schließlich auf die geniale Idee, das ganze Beet in ein Raster zu unterteilen, in dem die optimalen Abstände leicht umzusetzen sind. Er unterteilte das Beet selbst noch einmal in 4 x 4 und somit in der Summe in 16 Einheiten. Jeder dieser 16 Quadrate hatte nun eine Kantenlänge von 30 cm und war sozusagen ein „Beet im Beet“. Dadurch war es ihm nun möglich die einzelnen Samen innerhalb eines solch kleinen Quadrates für jede Pflanzenart sehr genau und platzsparend säen zu können. Mischkultur Durch die Einteilung in lauter kleinen Mini-Beeten hat man nun einen weiteren, entscheidenden Vorteil. Jeder Gärtner weiß, dass man Pflanzen nicht jedes Jahr auf der gleichen Stelle im Garten anbauen kann, da dies die Entstehung vieler Krankheiten und Schädlingen begünstigt. Eine Fruchtfolge ist daher dringend geboten. Zudem ist seit langem in der Mischkultur bekannt, dass ein Anbau unterschiedlicher Pflanzen in der Nachbarschaft sehr positive Auswirkungen haben kann (z.B. Zwiebeln und Karotten bei Möhrenfliegen). Durch die 16 Mini-Beete kann man nun eine Vielzahl an unterschiedlichen Pflanzen nebeneinander anbauen. Der Effekt ist eine unterschiedliche Fruchtfol- 8

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ge, der Boden ermüdet nicht so schnell und Schädlinge können sich nicht so schnell ausbreiten. Die praktische Umsetzung Das Quadrat lässt sich sehr einfach zusammenschrauben, das Material erhält man in jedem Baumarkt. Auch Holzreste sind natürlich verwendbar. Nach dem Zusammenbau der Umrandung das Unkrautvlies an der gewünschten Stelle ausbreiten, das Quadrat draufsetzen, mit Erde füllen. Anschließen werden auf den Kasten z.B. 6 dünne Leisten (1-2 cm Breite oder auch Draht) so befestigt, dass es wie in den Bildern ersichtlich zu dieser Einteilung kommt (alles zusammen dauert vielleicht 1 Stunde). Anschließend gut wässern und schon kann man aussäen oder pflanzen! steigerung. Wenn ein Quadrat abgeerntet ist, hat man schnell die Möglichkeit wieder etwas anzubauen. Somit kann man teilweise von einem Quadrat zwei – bis dreimal ernten! Variationsmöglichkeiten Die Quadrate lassen sich natürlich auch in verschiedenen Variationen erstellen: Sehr praktisch ist es als kleines Hochbeet bei dem einfach ein entsprechender Boden und Füße angeschraubt werden: Somit kann ein solches Squarefoot auch auf einer Terrasse, oder Balkon gebaut werden. Generell sollte Säen / Pflanzen Ist das Beet fertig, kann man sehr einfach mit den Fingern in die Erde passende Linien ziehen um in den idealen Abständen kleine Mulden für die Samen zu setzen. Der Ertrag Durch die intensive Nutzung der Fläche, dem leichteren Bearbeiten (Unkraut entfernen, Gießen) und den positiven Effekten der Fruchtfolge und Mischkultur (weniger Schädlinge und Krankheiten) ergibt sich eine – bezogen auf die genutzte Fläche – enorme Ertrags- Anzeige Auto Schreiber 1/4 Seite 9

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es in unmittelbarer Hausnähe stehen, somit sind die wenigen Arbeitswege gering, man kann bereits im schnellen Vorbeigehen so manches erledigen und sich vor allem täglich an seinen Pflanzen erfreuen! Auch mit einem umfunktionierten Schneckenzaun und Schnüren (Im Hintergrund mit einem Maschennetz für hochrankende Pflanzen versehen) kann man interessante Quadrate bauen. Die Variationsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Zusammenfassung Das Squarefootgardening hat meine persönliche Nutzung des Gartens sehr positiv beeinflusst. Es ist m.E. eine der besten Anbaumethoden überhaupt. Ganz besonders ist diese Methode geeignet, um Menschen mit wenig Platz oder auch Zeit das Gärtnern nahezubringen, da man sehr schnell Erfolge erzielt, die Arbeit sich sehr in Grenzen hält und solche Beete auch sehr dekorativ zu gestalten sind, so dass diese auch in einer modernen Wohngegend eine leckere und hübsche Bereicherung darstellen. Weiterführende Literatur: Leider gibt es nur sehr wenig deutschsprachige Literatur, so dass ich den interessierten Lesern vor allem das engl. Original empfehlen kann: All New Square Foot Gardening: Grow More in Less Space! von Mel Bartholomew (15,90€ bei Amazon) auf Deutsch gibt es seit kurzem auch: „Gärtnern im Quadrat: Reiche Ernte auf kleinstem Raum“ Von Anne-Marie Nageleisen und Sabine Hesemann (24,90 € bei Amazon Interessenten können sich gerne bei mir melden (email: Quadratgarten.99.PeterJob@spamgourmet.com Tel.: 937799), um sich das ganze einmal vor Ort anzuschauen oder zum Austauschen eigener Erfahrungen. Haben auch Sie eine besondere Anbaumethode oder tolle Gartenidee die Sie gerne vorstellenmöchten, setzen Sie sich bitte mit der Redaktion in Verbindung. Wir bedanken uns bei allen Geschäftsleuten, die mit ihrer Annonce zur Finanzierung der Zeitung beigetragen haben. Die Vorstandschaft des Obst- und Gartenbauverein Türkenfeld – Zankenhausen e.V. 10

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visioNatura© - Integrative Permakultur in Türkenfeld Ein Beitrag von Britta Herreiner Die alten Dakota…wussten, dass das Herz eines Menschen, der sich der Natur entfremdet, hart wird. Sie wussten, dass mangelnde Ehrfurcht vor allem Lebendigen und allem, was da wächst, bald auch die Ehrfurcht vor den Menschen absterben lässt. Diese Lebensgrundhaltung erweitert um die Prinzipien der Integrativen Permakultur, der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie der Inklusion bilden die Grundlage für visioNatura©. Permakultur (permanente Agrikultur) ist in allen Bereichen des Projektes zu spüren. Die eingesetzten Materialen sind immer ökologisch einwandfrei und haben teilweise schon mehrere Nutzungszyklen durchlebt. So nehmen wir Steine, Dachziegel, Holzabfälle,.usw. gerne an, um damit unsere Bau– und Gestaltungsvorhaben umzusetzen. Wir haben Baumschnitt angenommen, um unsere Benjeshecke zu gestalten, Dachziegel sind für die Aufschüttung der Wege ein gutes Material und der Colsman Hof hat uns eine Weidenernte im Winter ermöglicht. Die Weiden benötigen wir für Korb– und Zaunflechtarbeiten sowie zum Setzen von Faschinen beim Naturteichbau. Permakultur ist jedoch nicht nur Garten– und Landschaftsgestaltung. Ein Garten für Gemeinschaft und zur Selbstversorgung wird aufgebaut. So können wir zeigen, dass es möglich ist mit geringen Mitteln ein gutes und sinnvolles Projekt für das Gemeinwohl zu realisieren. Permakultur ist Gemeinschaft und so werden alle Planungsvorhaben in der Gruppe geplant und umgesetzt. Permakultur steht auch für eine soziale und faire Struktur. Wir tauschen Waren gegen Arbeitsleistung, unterstützen andere Projekte und zeigen verschiedene Arbeiten, die gerne abgeschaut werden dürfen. Türkenfeld bekommt einen Permakultur-Garten in dem gelernt und gelebt werden darf. Sinnvolle Arbeit schafft ein sinnvolles Leben. Ein Leben in Gemeinschaft und für die Gemeinschaft. „Mensch im Projekt“ konnte 30 Menschen aus den unterschiedlichsten Lebens- und Arbeitssituationen für visioNatura© begeistern und gewinnen. 30 Menschen, plus verschiedene Fachleute aus unterschiedlichsten Bereichen des traditionellen Handwerks und Gartenbaus, Permakultur-Designer, usw. bilden die visioNatura© Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft, die Neues zulässt, Altes bewahrt und offen ist für Veränderung und Wachstum. visioNatura© möchte Nachbarschaft leben. So haben wir den Feldweg zur Baumschule frei geschnitten und wieder begehbar gemacht. Die Mäharbeiten auf dem Grundstück gegenüber (Vogelschutz) können nun leichter durchgeführt werden. An der Nordseite unseres Gartens haben wir eine Benjeshecke angelegt. Für diese benötigen wir noch Baum- und Heckenschnitt. Gerne können Sie Ihren bei uns abliefern (bitte keine Koniferen). Weiterhin können wir alte Holzfenster, Dachziegel (-bruch), unbehandelte Balken und Bretter usw. brauchen. Also bitte nichts wegwerfen. Bitte besuchen Sie uns. visioNatura© ist ein Projekt für Gemeinschaft. Mensch im Projekt Britta Herreiner Zankenhausener Straße 1 82299 Türkenfeld Telefon 08193-998 57 33 www.mensch-im-projekt.de Impressum: Obst und Gartenbauverein Türkenfeld‒Zankehausen e.V. www.gartenbauverein-tuerkenfeld.de/ Verantwortliche für diese Vereinszeitung: Günther Asam (1.Vorsitzender), Am Härtl 4, 82299 Türkenfeld Jürgen Thalmayr: (2.Vorsitzender), Duringstr. 20 b, 82299 Türkenfeld Tobias Weigold-Wimmer (Schriftführer), Thünefeldstr. 5, 82299 Türkenfeld Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier bei DruckArt · Viktor-Fankl-Straße 5 · 86916 Kaufering · Telefon 08191/9473-0 Fotonachweis: Dieter Clauß, Manfred Kiefer, Horst Schülke, Tobias Weigold-Wimmer 11

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Ausflug zum Gärtnerjahrtag und Führung am Viktualienmarkt nach München Ein Beitrag von Susan Schülke Für Dienstag, den 7. August 2012 hat der Gartenbauverein zum Ausflug nach München zum Umzug der Gartler am 144. Gärtnerjahrtag und einer eigenen Probierführung am Viktualienmarkt eingeladen. Um kurz vor 09:00 Uhr hat sich die Gruppe auf den Weg nach München gemacht. Der Hintergrund dieses Umzugs geht bis ins 17. Jahrhundert zurück. „Nach der Pestzeit im 17. Jahrhundert packten Klostergärtner Schubkarren mit Blumen und Gemüse voll und verteilten sie an die verängstigten überlebenden Bürger der Stadt. Die Mönche legten danach vor der heiligen Gertrud, die Schutzpatronin der Gärtner, ein Gelübde ab, im jeden Jahr am 1. Dienstag des Monats August einen Festumzug und einen Dankgottesdienst im Alten Peter zu feiern. Die Schloss- und Handelsgärtner der Stadt schlossen sich diesen Versprechen an. Seit 144 Jahren pflegt der Münchner Gärtnerverein, der aus selbstständigen Gärtnern und Stadtgärtnern besteht, diese Tradition und hält damit eines der letzten deutschen berufsständischen Feste dieser Art am Leben. Die ca. 100 Mitglieder des Vereins richten jährlich den Gärtnerjahrtag aus.“ Gegen 10:30 Uhr wurde die Blumenstraße für die Zugaufstellung gesperrt der ab 10:40 Uhr seinen Verlauf nahm: Abmarsch zur Peterskirche zum Gedächtnisgottesdienst. Der Umzug der Gartler aus München und Umkreis hat die Vielfalt der Gemüse und Blumen zu dieser Jahreszeit auf einer sehr kreativen Weise gezeigt. Gemüse für das leibliche Wohl wurde mit vielen verschiedenen sonnigen Blumen dekorativ auf bunten Wägen durch die Stadt gezogen. Natürlich waren auch Blaskapellen ein Teil des Umzuges; aus unserem Landkreis nahm die Blaskapelle GrafrathKottgeisering daran teil. Bei der Probierführung am Viktualienmarkt wurde einiges zur Entstehung des Viktualienmarktes erzählt sowie einiges vom Essensangebot genossen. Als erstes haben wir einiges von den sauren Angeboten probiert: z.B. eingelegte Feta, Cherrytomaten mit Moz- www.westkreis.de

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Garten– und Landschaftsbau Günther Asam Am Härtl 4 82299 Türkenfeld Telefon: 08193-1639 zarellakugeln, schwarze Oliven, kleine eingelegte Zwiebeln. Danach konnte unsere Gruppe Kümmelbraten , Salami, geräucherter Schinken und Lyoner von feinster Qualität genießen! Der Stadtführer hat einiges zu den anderen Ständen auf unserem Rundgang erzählt, sodass wir jetzt wissen, wo man z.B. einen sehr guten Kaffee ab 06:00 Uhr in der Früh für € 0,80 die Tasse bekommt! Und noch frischen Kuchen dazu! Als nächstes gingen wir zum Bayerische Brotspezialitäten Stand, wo wir das beste Bauern Krustenbrot weit und breit bekommen haben. Wer es nicht kennt: der Stand ist neben der Suppenküche. Danach war es Zeit etwas zu trinken und wir steuerten auf einen Saftladen zu, wo Säfte aus allen möglichen Gemüse- und Obstsorten frisch gepresst werden. Wir Mobil: 0162-310 68 36 lich wird dieser Ausflug wieder angeboten; es hat sich absolut gelohnt und vielleicht kann mein Bericht den einen oder anderen so neugierig machen, dass er oder sie das nächste mal auch mitgehen möchten! Anzeige Löffer 1/8 Seite pdf konnten unser Durst mit einigen der verschiedenen Saftmischungen wunderbar stillen! Als wir zum Käsestand kamen, wussten wir alle, dass nicht mehr viel hineinpassen würde, aber wir haben zu dem Krustenbrot etwas von den ganz leckeren Käsesorten: u.a. Gorgonzola, Rauchkäse, und Obazda (aus 15 verschiedenen Käsesorten gemacht) gegessen. Alles was übrig war - Wurst, Saueres, Brot und Käse konnten wir mit Heim nehmen! Es war ein sehr schöner Tag an dem wir einiges neues über diesen Teil von München gelernt haben und auch noch Köstlichkeiten genießen konnten. Hoffent- Anzeige Schneller Fliesen Kachelöfen Natursteine Schneller 1/8 Seite Michael Schneller Am Brand 12 • 82299 Türkenfeld pdf Meisterbetrieb für Kachelofenbau Tel. 0 81 93/85 40 Fax 0 81 93/2 35 E-Mail: schneller.ofenbau@t-online.de

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Die Kinderseite Ein Beitrag von Ulrike Böhme, Ansprechpartnerin für unsere Kinderveranstaltungen: Tel: 08144 / 997243 zusammen mit: Sieglinde Walcher—Tel: 08144 / 7875 und Martina Ortner—Tel: 08193 / 998600 Wann brauchen Igel Hilfe? Solange draußen noch Insekten oder Würmer zu entdecken sind, ist die Speisekarte gut gefüllt. Dann sollte man den Igel seiner Wege ziehen lassen, empfehlen Igelschutzvereine. Früher wurden die putzigen Kerlchen von Tierfreunden oft im Haus überwintert. Doch damit tut man den Stacheltieren keinen Gefallen. Nur, wenn ein Igel einen eher jämmerlichen Eindruck macht und auffallend dünn ist, braucht er Hilfe. Zum Füttern eignet sich am besten handwarmes Dosenfutter für Katzen. Zum Trinken sollte frisches Wasser angeboten werden, auf keinen Fall aber Milch. Für eine weitere Versorgung kann sich der Finder an eine Igel-Station wenden, die dem Tier einen artgerechten Winterschlaf ermöglicht. Einen Igel zu Hause überwintern zu lassen, erfordert viel Sachverstand und Einfühlungsvermögen. Bitte dringend vorher informieren!! Z.B beim Landesbund für Vogelschutz, Kreisgruppe Fürstenfeldbruck, Alois-Harbeck-Platz 3, 82178 Puchheim www.lbv-ffb.de Igelstation: Wer seinen Igel in eine Igelstation bringen will, kann sich an Frau Eckl, Germering: 089/ 841 55 13 wenden. Eine kleine Adventsgeschichte Sebastian wünscht sich seit Jahren nichts sehnlicher als ein eigenes Tier. Nun ist es draußen schon recht kalt geworden und das Weihnachtsfest rückt immer näher. Ob ihm das Christkind in diesem Jahr eines bringt? Leider sagen seine Eltern, das ginge nicht, da er doch gegen Tierhaare und Vogelfedern allergisch sei. Das macht ihn immer sehr traurig. Und dennoch schreibt er jedes Jahr auf seinen Wunschzettel: Bitte liebes Christkind, bringe doch für mich ein Tier! Heute hat Sebastian Besuch von Martina und Marco. Die drei gehen hinaus in den Garten und spielen Verstecken. Martina muss die Jungs suchen. Das ist gar nicht so einfach, so gut haben sich die beiden versteckt. Marco ist in einen kleinen Graben gesprungen und hat sich geduckt. Das Wasser ist bereits gefroren, sodass er keine nassen Füße bekommt. Sebastian ist zu den kleinen Bäumen gelaufen und hat sich dort versteckt. Auf einmal bemerkt er vor sich einen kugelrunden, gemusterten Stein. Er will ihn aufheben. Autsch! Der Stein ist gar keiner. Es ist ein kleiner Igel, der sich vor Angst und Kälte zusammengerollt hat. Bei der eisigen Kälte müsste er schon längst in seinem Winternest liegen und schlafen. Das hat Sebastian erst in der Schule gelernt. Er hebt den Igel behutsam auf. Dann ruft er Martina und Marco und sie gehen mit ihrem Findelkind nach hause. Dort wird der Igel gewogen und Sebastians Mutter ruft bei einer Igelstation an. Leider ist dort kein Platz mehr für ihn frei. Nach einem ausführlichen Telefonat mit dem Mitarbeiter der Station, darf der Igel bei Sebastian und seinen Eltern bleiben. Der Igel ist viel zu leicht, um draußen in der Kälte zu überleben. Sebastian ist überglücklich. Endlich hat er ein Tier, um das er sich kümmern kann – auch wenn nur für einen Winter. Und das Tollste ist: Der Igel hat weder Fell noch Federn! Danke liebes Christkind!!

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Igel-Bratapfel Igel-Bratapfel Zutaten: Zutaten: Igel-Bratapfel Dekoration: 2 Teelöffel Mandelstifte 3 Rosinen Dekoration: 2 Teelöffel Mandelstifte 3 Rosinen Dekoration: 2 Teelöffel Mandelstifte 3 Rosinen 1 Winterapfel z.B. Boskop 1 Winterapfel z.B. Boskop 1 Teelöffel gemahlene Haselnü 1 Teelöffel gemahlene Haselnüsse 1 Teelöffel Lieblingsmarmelade 1 Teelöffel Lieblingsmarmelade Etwas Butter Zutaten: Etwas Butter 1 Winterapfel z.B. Boskop Zubereitung: 1 Teelöffel gemahlene Haselnüsse Zubereitung: Das Kerngehäuse aus dem gew 1 Teelöffel Lieblingsmarmelade Das Kerngehäuse aus dem gewaschenen Apfel mit einem Apfelstecher großzü Etwas Butter mit einem Apfelstecher großzügig herausstechen. Die Mandelstifte so in d Zutaten: chen. Die Mandelstifte so in den damit Apfel er stecken, wie ein Igel auss Zubereitung: 1 Winterapfel z.B. Boskop cken, damit er wie ein Igel aussieht. Als Gesicht erhält Das Kerngehäuse aus dem gewaschenen Apfeler Rosinen, 1 Teelöffel gemahlene Haselnüsse Als Gesicht erhält er Rosinen, die herausstemit einem Mandelstift aufgesteckt werde mit1einem Apfelstecher großzügig Teelöffel Lieblingsmarmelade Mandelstift aufgesteckt werden. chen. DieButter Mandelstifte so in den Apfel steEtwas Den Igel in eine gefettete Form cken, damit er wie ein Igel Form aussieht. Den Igel in eine gefettete geben. selnüsse mitDie derHaMarmelade ve Zubereitung: selnüsse mit erhält der Marmelade vermischen und füllen. Obend damit Als Gesicht er Rosinen, dieden mit Apfel einem damit den Apfel füllen. Obendrauf ein Flöckchen Butter setzen. Mandelstift aufgesteckt werden. Das Kerngehäuse aus dem gewaschenen Apfel chen Butter setzen. mit einem Apfelstecher großzügig heraussteBei 180 Grad ca. 30 Minuten ba Den Igel in eine gefettete Form geben. Die Hachen. Die Mandelstifte so in den Apfel steBei 180 Grad ca. 30 Minuten backen. Fertig ist der leckere Igelbratap selnüsse mit der Marmelade vermischen und cken, erfüllen. wie Igelbratapfel!! ein Igel aussieht. Fertig istdamit der leckere damit den Apfel Obendrauf ein Flöckchen Butter setzen. Als Gesicht erhält er Rosinen, die mit einem BastelBastelBasteln zur 2 Teelöffel Mandelstifte Vorlage 3 Rosinen Alle Schablonenteile mit Hilfe von Transparentpapier auf einen Vorlage Bei 180 Grad ca. 30 Minuten backen. ZumKarton Ausschneiden übertragen und ausschneiden. BastelFertig ist der leckere Igelbratapfel!! Zum Ausschneiden Dekoration: aufgesteckt BeiMandelstift 180 Grad ca. 30 Minutenwerden. backen. Fertig ist der Igelbratapfel!! Den Igel inleckere eine gefettete Form geben. Die Haselnüsse mit der Marmelade vermischen und damit den Apfel füllen. Obendrauf ein FlöckWeihnachtszeit chen Butter setzen. Vorlage Zum Ausschneiden Die Wichtelvorlage auf Wellpappe aufzeichnen, ausschneiden und zusammenkleben. Entweder ein Holzstäbchen ankleben, oder mit einem Bindfaden aufhängen. (z.B. an Tannenzweige oder als Geschenkanhänger). Bastel- Vorlage Zum Ausschneiden

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