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magazin 03 i i i 12 manage m entforu m in rostock-warnemünde 08 kl im aschutz verbände unterzeichnen klimapaket 15 genossenschaftspre i s vier preise gehen nach norddeutschland 40 i arch i tek tur was bringt die zukunft 4 norddeutsche energiekonferenz 26 februar in hamburg 0109 verband norddeutscher wohnungsunternehmen e v in kooperation mit dem vdw niedersachsen bremen[close]
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i n h a lt t ite l f ot o preisgekr ö ntes ob jektderd awa g diekwisch h a m burg m a ga z i n 0 1 0 9 02 03 06 09 13 15 21 26 32 vnw iiiiiiiiiiiiiiiii vor wort gdw-präsident lutz freitag 12 managementforum nachrichten thema ser vice wohnen wohn riester genossenschaftspreis integration verkehrssicherungspflicht int erview herausforderung multimedia serie recht unternehmensporträt neuland zukunft wohnen thema a rchitektur klimaschutz 4 norddeutsche energiekonferenz vnw nachrichten inter view inhalt 0109 34 36 40 45 47 48 49 50[close]
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l utzfrei ta g p r ä sidentdesgdw bundesverband deutscher wo hnungs undimmobilien unternehmen i 2 0 0 9 einjahr dasbewegt und herausfordert m a ga z i n 0 1 0 9 2009 wird ein bewegtes und bewegendes jahr das zusammentreffen der ökonomischen und sozialen folgen der finanz struktur und konjunkturkrise stellen politik und gesellschaft vor eine der größten herausforderungen nach dem 2 weltkrieg die bundestagswahl fünf landtags und acht kommunalwahlen in diesem jahr werfen ihre schatten voraus gibt es neue politische trends oder gar umbrüche auch die wohnungswirtschaft steht in diesem und in den kommenden jahren vor großen aufgaben ursächlich sind dafür vier megatrends die demografische entwicklung die zunehmende soziale spreizung der gesellschaft die klimaschutz und energieeffizienzpolitik sowie die wachsende pluralität der lebensstile und vielfalt der wohnkonzepte unsere wohnungsunternehmen brauchen deshalb mehr denn je sichere rechtliche und verlässliche politische rahmenbedingungen um ihr engagement in den bereichen klimaschutz und energieeffizienz sowie stadtentwicklung und soziales quartiersmanagement genauso intensiv und erfolgreich fortsetzen zu können wie bisher wie stark die wohnungswirtschaft von der finanzkrise betroffen sein wird lässt sich bisher noch nicht exakt abschätzen unsere branche verfügt zwar über stabile mieteinnahmen und ein langfristig angelegtes geschäftsmodell aufgrund des hohen fremdkapitalbedarfs ist sie aber stets in besonderer weise auf ein funktionierendes finanzsystem angewiesen verlässliche finanzierungspartner sind eine zwingende voraussetzung um sich den diversen anforderungen erfolgreich zu stellen ein schwerpunkt unserer wohnungspolitischen interessenvertretung und politikberatung wird auch in den nächsten jahren im bereich klimaschutz und energieeffizienz liegen damit die energetische sanierung der wohnungsbestände auch nach den neuen weit höheren standards 2009 die im laufe des jahres in kraft treten sollen weitergeführt werden kann müssen förderanreize für energetische modernisierung in angemessener höhe langfristig angelegt und stetig fortgesetzt sowie zusätzlich steuerliche anreize eingeführt werden sonst ist die wirtschaftlichkeit nicht annähernd zu erreichen zudem darf das mietrecht energetische modernisierung nicht behindern und muss die refinanzierung der investitionen und der managementleistungen zur energieeffizienzsteigerung erleichtern im bereich der stadtentwicklungspolitik engagieren wir uns 2009 dafür das der mitteleinsatz für die städtebauförderung weiter erhöht mindestens auf hohem niveau verstetigt und die mittelverwendung der einzelnen programme entsprechend der problemlagen in den regionen und vor ort flexibilisiert wird die ergebnisse der evaluierung des programms stadtumbau ost müssen zügig in einem entsprechenden maßnahmenpaket ab 2010 umgesetzt und durch eine abschließende lösung der altschuldenfrage flankiert werden der stadtumbau west muss auf der grundlage einer umfassenden evaluierung zielgenau und bedarfsorientiert ausgerichtet anpassungsfähig an die differenzierten lokalen verhältnisse gestaltet und mit einer starken wohnungswirtschaftlichen komponente ausgestattet werden wir müssen unsere kräfte bündeln und viele unserer mitgliedsverbände tun dies bereits erfolgreich ein hervorragendes beispiel ist dafür die kooperation des verbandes norddeutscher wohnungsunternehmen e.v und des verbandes der wohnungswirtschaft in niedersachsen und bremen e.v und ein sichtbares ergebnis dieser zusammenarbeit ist das gemeinsame verbandsmagazin das heute vor ihnen liegt ich wünsche ihnen eine anregende lektüre und ein erfolgreiches jahr 2009 vorw or t » eigentlichbinichganza nders Ö d Ö nvonho rv áth ö sterreichisch ungarischerschriftsteller 1 9 0 1 1 9 3 8 daszitatfindetsichaktuell wieder imsong g anzanders v o n ud olindenberg aberichkommenursosel ten dazu « 2[close]
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12 managementforum in rostock-warnemünde m a ga z i n 0 1 0 9 mana geme ntfo rum am 1 5 1 6 j a nu ar 2 0 0 9 fa ndin de r ya chth af enres id en z ho h e d ü ne im r o st o ck e r s ta d t te il wa rnemü n de das 1 2 m a n ag e m en tforum stat t vnw-verbandsdirektor dr joachim wege eröffnete vor ca 175 teilnehmern so viele wie noch nie die veranstaltung in seinem eröffnungsvortrag beschäftigte sich wege mit aktuellen fragen aus wohnungswirtschaft und -politik 2009 wir machen das beste daraus so wege die gesellschaft stände vor fünf herausforderungen der finanz wirtschaftskrise der demografischen entwicklung der schere arm/reich dem klimaschutz und der pluralität der lebenskonzepte die haushaltszahlen stiegen in hamburg bis zum jahr 2020 um 8 prozent deshalb brauchen wir neue wohnungen das setzt anspruchsvollen wohnungsbau voraus das thema der co2-emissionen werde uns weiter verfolgen die energieverbräuche der mieter seien in mecklenburg-vorpommern am günstigsten die arbeitsgemeinschaft schleswig-holsteinischer wohnungsunternehmen habe am 14 januar 2009 gemeinsam mit anderen wohnungswirtschaftlichen verbänden mit dem innenministerium einen klimapakt geschlossen di e f in anzie run gvonwoh nun gsunte rn e hm en st eh tvorv ö l li gneu en h e rau s fo rder un g en die finanzierung von wohnungsunternehmen steht vor völlig neuen herausforderungen so hans-peter trampe vorstand der dr klein co ag berlin in seinem vortrag ertragspotenziale heben chancen durch intelligentes darlehensmanagement diese aussage untermauerte er durch vier thesen die refinanzierung ist unberechenbar geworden die margen sind deutlich gestiegen die banken vertrauen sich nicht mehr und verlieren als kreditgeber an bedeutung deshalb forderte trampe das wohnungsunternehmen muss sich stärker über kreditgeber informieren informationen werden schwieriger zu erhalten sein gebt den banken informationen zeigt mehr transparenz trampe forderte die bankenwirtschaft auf ebenfalls mehr transparenz zu zeigen deshalb zwinge die kapitalmarktkrise alle beteiligten zu beschleunigtem handeln prof dr volker eichener wissenschaftlicher direktor der bochumer inwis gmbh sieht in seinem vortrag neue studie zu wohntrends wie können wohnungsunternehmen profitieren drei schicksalstrends für die wohnungswirtschaft wachsende und schrumpfende regionen auch in norddeutschland manchmal sogar innerhalb einer stadt leerstand im osten aber auch im westen sowie die spaltung in arm und reich nach seiner auffassung gibt es einen klaren trend wohnungsmärkte differenzie 3[close]
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christian gebhardt felix berghöfer thomas ortmanns m a ga z i n 0 1 0 9 dr wolfgang pfeuffer ren sich weshalb unterschiedliche strategien notwendig sind wie werte ich das produkt ,wohnen auf ohne dass es die welt kostet so eichener die handlungsmöglichkeiten für die wohnungswirtschaft wohntrends 2020 zeigt eichener wie folgt auf nischenprodukte flexible produkte mehrwert kommunizierte qualitäten sowie individualisierte produkte eichener abschließend die wohnung wird so individualisierbar wie das auto grundausstattung mit wahlmöglichkeiten dr wolfgang pfeuffer vorstandssprecher der josephstiftung kirchliches wohnungsunternehmen in bamberg gab in seinem vortrag denkfabrik wohnungsunternehmen innovationen fördern und fordern einen werkstattbericht aus seinem hause die eu fordert innovationen von der wohnungswirtschaft diese müsse auf klimapolitische beschlüsse der eu reagieren der passivhausstandard werde mittelfristig norm in europa auch im bestand die elektronische bestandskontrolle ebkon sei eine von der joseph-stiftung entwickelte software zur rechtssicheren prüfung dokumentation und auswertung der verkehrssicherungspflichten im immobilienbestand sowie überwachung der mängelbeseitigung thomas ortmanns vorstand der aareal bank ag wiesbaden gab in seinem referat zum thema perspektiven für die immobilien und finanzmärkte einen verständlichen abriss über die finanzkrise der letzten wochen und monate dazu gehörte der markt vor subprime von subprime zur globalen finanzkrise sowie die auswirkungen der finanzkrise auf die finanz und realwirtschaft das kreditvolumen in den vereinigten staaten belaufe sich auf 500 milliarden us-dollar davon seien 30 prozent schlecht geworden trotzdem sei die krise wie eine flutwelle über andere regionen und produkte ausgerollt die krise hat mehrere ursachen z b der hohe überschuldungsgrad amerikanischer konsumenten bislang blieb die wohnungswirtschaft von der krise verschont stabile mieteinnahmen ermöglichen refinanzierung weitgehend unabhängig von der finanzkrise der hohe grad an stabilität innerhalb der wohnungswirtschaft die hohen eigenkapitalquoten sowie die langfristige finanzpolitik sind ursachen dafür das grundsolide geschäft der wohnungswirtschaft wird nach auffassung von ortmanns nach der marktkonsolidierung wieder zur normalität zurückkehren nach meinung von stefan gross aus münchen ist beziehungsintelligenz die entscheidende fähigkeit für wirtschaftlichen und persönlichen erfolg diese these begründete er in seinem vortrag gewinnen durch soziale und kommunikative kompetenz beziehungsintelligenz sei die software für die erbringung von fachlichen leistungen 4[close]
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jürgen wendlandt dr joachim wege m a ga z i n 0 1 0 9 mana geme ntfo rum hans-peter trampe stefan f gross prof dr volker eichener die am meinsten geschätzten werte seien wertschätzung anerkennung respekt und zuneigung dagegen sei arroganz die spitze der dummheit anschließend gab er den teilnehmern fünf empfehlungen mit auf den weg respektieren sie die individualität ihres partners konditionieren sie sich für einen persönlichen umgang miteinander zeigen sie in gesprächen ihr interesse an den gedanken des anderen äußern sie sich nie abfällig über dritte machen sie ihrem partner mut bezi eh un gsin tel l i g en zistdieen ts c he id endef ä hi g k e it für wirtsc ha ftlic he n un dpersö n li c hen erfo lg wp christian gebhardt vom gdw bundesverband deutscher wohnungs und immobilienunternehmen e.v und wp/stb/ra jürgen wendlandt verband norddeutscher wohnungsunternehmen e.v erläuterten in ihrem vortrag die wirtschaftlichkeit energetischer modernisierung dabei ging es um die beurteilung von modernisierung von vermieteten wohngebäuden mit dem schwerpunkt energetischer modernisierung hintergrund war die verschärfung der gesetzlichen rahmenbedingungen abschließend stellten beide referenten die gliederung der vom gdw zu diesem thema geplanten arbeitshilfe vor dazu gehörten insbesondere die gesetzlichen grundlagen sowie möglichkeiten zur verbesserung der energieeffizienz senkung der energiekosten und co2-minderung felix berghöfer deutsche employer branding akademie gmbh berlin stellte in seinem vortrag employer branding arbeitgebermarkenbildung für erfolg im wettbewerb um die klugen köpfe strategien zur mitarbeiterfindung vor anhand von anzeigenkampagnen zeigt er auf wie konzernunternehmen versuchen kluge köpfe für ihr unternehmen zu verpflichten das 13 managementforum findet am 21 22 januar 2010 wieder in der yachthafenresidenz hohe düne in rostock-warnemünde statt notieren sie sich bitte jetzt schon den termin fot os dietmar lilienthal rostock thies i bold hamburg seite 3 oben rechts i nhaltsverzeichnis erstes foto von links 5[close]
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wolkenkratzertapete in mümmelmannsberg die hamburger künstlerinnen katrin bethke und anneke gräper haben im november und dezember 2008 zusammen mit stadtteilbewohnern in hamburgmümmelmannsberg 900 quadratmeter große projektionen/tapeten für eine wand des hochhauses kandinskyallee 20 entworfen die tapeten wurden mit einem overheadprojektor auf die hauswände projiziert die wolkenkratzertapete ist ein projekt des stadtteilmarketings mümmelmannsberg proquartier dieses fördert als zusammenschluss von 11 hamburger wohnungsunternehmen mit beständen in mümmelmannsberg seit 1997 kunstaktionen im stadtteil m a ga z i n 0 1 0 9 ahw diskutiert zukunft des wohnungsbaus und schulentwicklungsplanung in hamburg staatsrat dr stephan hugo winters ahw-vorsitzender holger kowalski leitete die sitzung d i e zu k un ftsperspe kt i v en deswo hn u ngs b au s in ham burgunddiever za h nu ng dersc hu le ntwi ck l un g s pl a nun g mi t der q uarti e r s un d s ta d ten twickl un g wa ren diezen trale nthem en dera hw m i tgl ie de rver sam m lun g am 2 6 no vember 2008 staatsrat dr stephan hugo winters behörde für stadtentwicklung und umwelt bsu führte u.a aus dass es trotz beginnender steuermindereinnahmen zu keiner wohnungsbaudefensive in hamburg kommen werde ihm sei klar dass dafür in hohem maße städtische flächen gebraucht werden er plädierte dafür stadtentwicklung nicht in der fläche sondern in bestehenden quartieren zu betreiben auch familien mit kindern würden bei entsprechendem angebot lieber in der stadt mit guter infrastruktur als im umland wohnen bei der schwierigen wohnungsversorgung von haushalten mit marktzugangsproblemen strebe die bsu gemeinsame lösungen an die klimaschutz-ziele der stadt könnten nur erreicht werden wenn die akteure nicht überfordert würden norbert rosenboom leiter des amtes für bildung der behörde für schule und berufsbildung bsb bekannte freimütig dass es in bezug auf bildungsgerechtigkeit in hamburg ein komplettversagen einer ganzen lehrergeneration aber auch des bildungssystems gegeben habe 28 prozent der rund 225.000 schüler in hamburg seien nicht direkt in den ausbildungsmarkt integrierbar die heranführung von migranten-kindern an den arbeitsmarkt sei misslungen er plädierte für bildungslandschaften aus kindertagesstätten jugendhilfeeinrichtungen und unterschiedlichen schulformen die mit der bevölkerung vernetzt sein sollten in dieser legislaturperiode sollen 50 neue ganztagsschulen in sozial benachteiligten stadtteilen entstehen die regionalen schulentwicklungs-konferenzen sollen als ständige bildungskonferenzen mit teilnahmemöglichkeit der wohnungswirtschaft eingerichtet werden um z b über auswirkungen von schulentwicklungsplanungen auf die quartiere frühzeitig diskutieren zu können rosenboom wünschte eine fortführung und intensivierung des dialogs mit der wohnungswirtschaft 6[close]
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18 mitgliederversammlung der arbeitsgemeinschaft mecklenburgisch-vorpommerscher wohnungsunternehmen e v un te r de mmotto z u k un ft g e sta lte n fa n d am 3 dezember 2 0 0 8 dieord en tl ic he m itgli ederver sa m ml ungdera mvw in s c hw e r in s tat t m a ga z i n 0 1 0 9 gemeinsam mit 120 teilnehmern aus mitgliedsunternehmen und gästen wie dem präsidenten des gdw lutz freitag und dem staatssekretär des ministerium für verkehr bau und landesentwicklung mecklenburgvorpommern sebastian schröder wurden aktuelle schwerpunkte der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen entwicklung diskutiert dazu gehörten auch die finanzkrise der klimaschutz und die situation auf den wohnungsmärkten erfreuliches signal aus dem bauministerium aufgrund des doppelhaushaltes 2008/2009 wurde das wohnraumförderprogramm 2009 noch im alten jahr eröffnet anträge können bis zum 31 januar 2009 gestellt werden mit dieser in mecklenburg-vorpommern ungewöhnlichen maßnahme will die landesregierung einen beitrag zur konjunkturbelegung leisten ein weiterer höhepunkt der veranstaltung war die unterzeichnung einer gemeinsamen erklärung zur umsetzung der ausstattungsverpflichtung mit rauchwarnmeldern zwischen amvw und dmb-landesverband mecklenburgvorpommern diese erklärung unterstreicht den willen beider interessenvertretungen praxisrelevante lösungen in bezug auf den nicht eindeutigen regelungsgehalt der landesbauordnung mecklenburg-vorpommern umzusetzen und das in fairem umgang zwischen vermietern und mietern die mitgliederversammlung beschloss im internen teil das vorgestellte programm 2009 der amvw und wählte einen neuen vorstand diesem gehören an nach richt en wilfried wollmann und doris hildebrandt überreichen sebastian schröder die gemeinsame erklärung von amvw und dmb l brunhilde bullmann wohnungsgenossenschaft warnow rostock-warnemünde e g l ulrich dankert wohnungsverwaltung binz gmbh l arno gutzmer wig wohnungsbau und investitionsgesellschaft mbh bad doberan l karl-dieter lehrkamp wohnungsgenossenschaft anklam e.g l dieter vetter stralsunder wohnungsbaugesellschaft mbh l wilfried wollmann schweriner wohnungsbaugenossenschaft e.g l rené gansewig neuwoba neubrandenburger wohnungsbaugenossenschaft eg wilfried wollmann als vorsitzender und arno gutzmer als stellvertreter wurden in ihren ämtern bestätigt 7[close]
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schleswig-holstein stärkt freiwilliges engagement für den klimaschutz innenminister und fünf wohnungswirtschaftliche verbände unterzeichnen klimapakt a m 1 4 j a nu ar 2 0 0 9 s etz t en innen mi nis ter loth ar h ay un d v e rt r e te rderfü n f w ic h ti g st en wohn un gswirtsch af tlich en verbä n de im k i el e r la n de sh au s i hre u n te r sc hrift en un terein en zuvorausg eh a n de lt en k li m apak t klimapaktpartner des innenministeriums sind neben der arbeitsgemeinschaft schleswig-holsteinischer wohnungsunternehmen ashw im verband norddeutscher wohnungsunternehmen vnw der bfw nord eg haus grund schleswig-holstein der verband der immobilienverwalter schleswig-holstein und der verband wohn-eigentum/siedlerbund schleswig-holstein gemeinsames ziel ist es bis 2020 den co2-ausstoß im wohnungsbereich um rund 29 prozent zu senken dazu soll die energieeffizienz des gebäudebestandes durch zusätzliche investitionen in wärmedämmung und erneuerbare energien erhöht werden damit wollen die beteiligten einen beitrag zur bewältigung der folgen des klimawandels leisten innenminister lothar hay nannte die vereinbarung ehrgeizig aber machbar die ziele seien realistisch und die einzelnen maßnahmen konkret der klimapakt schaffe gute voraussetzungen für mehr klimaschutzinvestitionen klimaschutz gehöre zu den wichtigsten aufgaben der wohnungs und stadtentwicklungspolitik der kommenden jahre informationskampagnen fachveranstaltungen wettbewerbe und modellprojekte sollen nun ein breites bewusstsein für die ziele des klimapaktes schaffen mit zwang erreichen wir nichts wir müssen mit guten argumenten überzeugen so hay m a ga z i n 0 1 0 9 gemei ns a mes ziel is t es bis 2020 den co 2 -auss to ss im wohn u ngsberei ch um ru nd 29 pro ze nt zu sen ke n raimund dankowski der als ashw-vorsitzender den klimapakt unterzeichnete lobte den verzicht der landesregierung auf ordnungsrechtliche maßnahmen es sei gut dass sich die politik ihrer verantwortung für den klimaschutz nicht durch einfachen erlass strengerer gesetze entledigt das würde die schon heute schwierigen investitionsbedingungen weiter verschlechtern und die erreichbarkeit gemeinsamer ziele gefährden der klimapakt sei ein gutes instrument denn die wohnungswirtschaft brauche die politik für eine vernünftige ideologiefreie die zielerreichung fördernde rahmensetzung die politik brauche umgekehrt die wohnungswirtschaft für die umsetzung konkreter klimaschutzmaßnahmen man baue darauf dass schleswig-holstein den mut hat ggf auch als wegbereiter notwendiger veränderungen auf der bundesebene aufzutreten viele investitionsblockaden lägen dort dankowski verwies auch auf das bisher erreichte wir sind im klimaschutz weiter als die politik denkt die bisherigen wissenschaftlichen kennzahlen zum energieverbrauch unserer gebäude sind makulatur das kyotoziel haben wir erreicht und die messlatte mit der 2006 gestarteten aktion energiewende aus eigenem antrieb höher gelegt zugleich haben wir aber auch dringend notwendige korrekturen der wirtschaftlichen und rechtlichen rahmenbedingungen konkret benannt wir tun das nicht damit wir unsere eigenen ankündigungen nicht umsetzen müssen dazu zwingen uns allein schon die bedingungen auf den wohnungsmärkten wir fordern die beseitigung von investitionshemmnissen weil wir anderenfalls sehenden auges in eine zunehmend bedrohliche gegebenenfalls auch die wirtschaftliche existenz der vermieter gefährdende situation hineinlaufen ohne angemessen darauf reagieren zu können dankowski regte die bündelung bereits existierender klimaschutzaktivitäten einzelner akteure an synergien müssten genutzt werden in flensburg habe man mit der gründung eines vereins klimapakt flensburg e.v ein anfang gemacht stadt stadtwerke nahverkehr banken ihk hochschulen und wohnungsunternehmen hätten sich der gemeinsamen förderung des klimaschutzes verschrieben bis 2050 wolle man in flensburg eine völlig co2-neutrale energieerzeugung n achri chte n innenminister lothar hay und ashw vorsitzender raimund dankowski bei der unterzeichnung des klimapaktes 8[close]
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an ettea sm u s se niselbsthilfebauve rein flensburg egma ga z i n 0 1 0 9 service-wohnen beim sbv wo der mensch im mittelpunkt steht h o ch h au s g eh t se r vi c eh au skom mt ti te lte i m ok to b e r 2 0 0 8 d as f le nsbu rg er ta gebl at t d ie e n t st eh un geinesne uen se r vic eh auses desdritteninders tadt kÜn d i g te dera ut oran 8 3 oder 8 4 neue wo h nun genw Ü r d en h ie r a m fr i e si s che n be rg ge b aut dortwovormalsd as Ä l te s te h o ch h au s ge sta nd en h at d en gen ussmode rn en s e r vi c e wo h ne n s s ollen s ie b ri ngen wohn en i n d en ei ge n en v ier wÄ nd e n b is h i n zum l e b en s en d e auc h bei s chw e r ste r p fle gebed Ü r ft igkeit auch raimund dankowski bild unten hat sie überrascht dabei kennt der sbv-vorstandsvorsitzende den bestehenden bedarf genau hatte bereits anfang 2000 vor dem hintergrund der demografischen entwicklung neue wohnmodelle für moderne alte gefordert und selbst in zusammenarbeit mit dem flensburger arbeiter-bauverein und der arbeiter-wohlfahrt awo ein pilot-projekt für flensburg verwirklicht das servicehaus sandberg das erste servicehaus in flensburg hier geht es nicht um betreutes oder altengerechtes wohnen betonte familienministern gitta trauernicht als 2004 der erste gebäudeabschnitt eingeweiht wurde einrichtungen die sich auf die versorgung betagter menschen spezialisiert hätten gäbe es viele notwendig seien vielmehr angebote die es uns ermöglichen bis ins hohe alter hinein selbstständig und selbstbestimmt zu bleiben ein aktiver teil der gesellschaft zu sein der ja das sei sicherlich notwendig zunehmend auf dienstleistungen angewiesen sei um sich das leben einzurichten serv ice wo hne n p l Ä n e f Ü reinneues se rvic eh a u s p l ö t z l ich s ta nd en diet el e f o ne n ich t me hr st i l l für das projekt verantwortlich sei die sbv flensburg eg schrieb der redakteur weiter und bescherte den kollegen der genossenschaft damit viel arbeit noch am selben tag standen die telefone nicht mehr still ob man sich denn schon auf eine warteliste setzen lassen könne wie teuer die wohnungen wohl wären und wann genau eigentlich mit dem frühestmöglichen einzugstermin zu rechnen sei diese und ähnliche fragen beantworteten die mitarbeiter des sbv-wohnservice in den folgenden tagen geduldig mit interesse hatte man hier gerechnet aber diese überwältigende nachfrage 9[close]
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als wohnungsbaugenossenschaft haben wir die pflicht diese angebote für unsere mitglieder zu schaffen stimmte dankowski damals zu und ließ seinen worten taten folgen nach dem servicehaus sandberg mit 75 appartements entstanden im flensburger servicehaus fruerlund weitere 69 wohnungen und nun also über 80 wohnungen im neuen servicehaus dem servicehaus friesischer berg das prinzip des servicewohnens ist überall dasselbe ein pflegedienst in flensburg die awo ist mit untergebracht in dem wohnkomplex er bietet den bewohnern pauschal bestimmte grunddienstleistungen an zu denen üblicherweise ein 24h-notdienst gehört ein einkaufsservice auf wunsch hängen brötchen an der tür beim behörden-schriftwechsel oder schwierigkeiten im umgang mit der pflegekasse gibt es unterstützung wer mag leistet sich gegen aufpreis weiteren service friseur fußpflege massage wer darauf angewiesen ist erhält pflegeleistungen die zumeist aus der versicherung bezahlt werden selbst schwer pflegebedürftige bettlägerige menschen müssen so ihre gewohnte umgebung nicht verlassen sie bleiben zuhause bis zum lebensende v o ra u s s et zu n g f Ü r ei n se l b s tb estimm te sleb en e i n ma x i m um a n be w eg l ich k ei t und wie lebt es sich in so einem servicehaus wunderschön sehen sie sich um sagt inge nissen und macht eine auffordernde weit ausholende geste sie steht vor der eingangstür zu ihrer wohnung im großzügigen hausflur viele nischen gibt es hier vor großen fenstern dort stehen grünpflanzen sportgeräte schnacksessel hier wird gelebt großzügig auch die räumliche aufteilung im privaten wohnbereich keine schwellen viel licht so lange wie möglich selbstbestimmt zu leben ist wichtig und machbar formuliert die 85-jährige ihren anspruch den sie als langjähriges mitglied an ihre genossenschaft hat dafür brauchen wir in erster linie eine barrierearme umgebung breite türen ebene bodenflächen erhöhte toilettenbecken sehen sie sich um wiederholt sie beweglichkeit ist für die bewohnerin der ersten stunde im servicehaus sandberg wichtig heute läuft sie mit federnden schritten durch die gänge organisiert basare und sorgt für die einrichtung der bücherei das miteinander ist wichtig wer möchte kann hier vieles in der gemeinschaft erleben wer es nicht möchte bleibt für sich jeder nach seiner fasson voraussetzung für dieses maximum an selbstbestimmung ist wie gesagt beweglichkeit so viel beweglichkeit wie möglich will der sbv seinen älteren und alten mitgliedern schaffen das erfordert eine sorgfältige planung angefangen bei der auswahl des standortes der sollte von viel grün umgeben sein aber dennoch in der nähe von supermärkten Ärztehäusern apotheken und sonstigen dienstleistern liegen eine gute anbindung an die öffentlichen verkehrsmittel ist erforderlich kurz gesagt ziel ist es freizeit und versorgungsangebote so nah wie möglich an die senioren zu bringen und ohne viel aufwand sollte ihnen auch die fortbewegung innerhalb des hauses möglich sein frank jürgensen leiter der technischen abteilung beim sbv spricht von einer herausforderung wenn es darum geht die anforderungen der pflegetechnik in die üblichen baulichen ansprüche zu integrieren die menschen sollen sich wohlfühlen sich in ihrem neuen zuhause zurechtfinden sagt er wir müssen also sehr detailreich und sorgfältig planen und diese planungen dann exakt und durchdacht umsetzen da sagt der aufzug einem in welcher etage er gerade anhält es gibt eine ladestation für elektrorollstühle farbige flure markieren das stockwerk bodenheizungen sorgen für warme füße griffe an den wänden für halt die liste ließe sich ewig fortsetzen es ist wie gesagt eine sehr sorgfältige detailreiche planung notwendig um soviel freiraum wie nötig und so wenig hindernisse wie möglich zu bauen im café des servicehauses ist immer etwas los modenschauen bingo-nachmittage lese-runden hockergymnastik als jüngst im servicehaus fruerlund zu einem tag der offenen tür geladen wurde trafen sich hier bewohner und interessierte im haus gewährte das ehepaar hansen einblick in ihre wohnung wir haben glück gehabt als wir 2006 den platz bekamen berichtete ingrid hansen im gespräch mit ihren gästen pflegeleistungen brauchen wir zwar noch nicht aber die bequeme seite des servicewohnens hätten sie trotzdem schon kennen gelernt die hilfe war ideal nun leben sie zwischen volkspark und nahversorgungszentrum und wir genießen das das und das bewusstsein dass jemand da ist wenn mal etwas sein sollte m a ga z i n 0 1 0 9 10[close]
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auch hans-christian petersen hat sich im servicehaus fruerlund eingerichtet und sein appartement für alle gäste geöffnet er mischt aktiv mit im genossenschaftsleben ist dabei wenn es darum geht unterhaltungsnachmittage zu gestalten oder sich sozial zu engagieren so kennt er viele die gern einen platz im servicehaus ergattern würden und er kennt die andere seite die kollegen in der verwaltung die bedauernd den kopf schütteln wenn sie gefragt werden ob denn nicht doch bald eine wohnung frei werde heute am tag der offenen tür hält petersen einen kurzen klönschnack mit ihnen der umgangston ist freundschaftlich auch wenn er sich schon manches mal beschwert hat aus eigenem antrieb oder im auftrag eines nachbarn heute ist es keine beschwerde die alle beschäftigt sondern die freude darüber dass die menschen im haus deutlich zeigen wie wohl sie sich hier fühlen aber es wächst auch das bedauern darüber dass das angebot an servicewohnungen spürbar geringer ist als die nachfrage diese überwältigende nachfrage woher mag sie kommen es ist das bedürfnis der menschen nach sicherheit und geborgenheit danach dass da jemand ist der sich kümmert auch wenn ich allein lebe ohne partner ohne familie zeigt sich raimund dankowski überzeugt als genossenschaft setzen wir den modernen problemen einsamkeit angst perspektivlosigkeit eine funktionierende gemeinschaft entgegen so findet der einzelne halt in den servicehäusern komme dieses genossenschaftsprinzip ganz besonders zum ausdruck wer hier wohnt bekommt hilfe und gesellschaft so viel er will aber eben nicht mehr das angebot sei finanziell erschwinglich und stünde sogar mitgliedern mit wohnberechtigungsscheinen offen und immer mehr menschen leben immer länger kein wunder also dass servicewohnen so ungeheuer beliebt ist auch marie louise-borowiak interessierte sich dafür sie gehörte zu den ersten die sich die pläne zum servicehaus fruerlund erläutern ließ eingezogen ist sie nicht ich habe angst im alter meine eigenständigkeit zu verlieren und hoffte auf die unterstützung in der gemeinschaft berichtet sie aber es geht mir auch darum generationsübergreifend zu leben ich brauche geistige anregung möchte meine hobbys lesen singen und ausflüge in die natur mit anderen menschen genießen ohne über krankheiten reden zu müssen und ich bin kein mensch der gern allein lebt ich brauche eine aufgabe vielleicht als ersatz-omi mit kindern kann ich gut eine wohngemeinschaft mit anderen davon träumt die 65-jährige zusammen mit anderen senioren aber auch mit jüngeren menschen vielleicht einer familie oder einem alleinerziehenden elternteil die ehemalige sekretärin ist zu dem schluss gekommen dass sie sich wohl erst eine gruppe suchen muss in der sie sich wohlfühlt menschen mit den gleichen vorstellungen die eine generationsübergreifende wohngemeinschaft bilden wollen erst dann die wohnung auch sie kann sich auf die unterstützung der genossenschaft verlassen natürlich würden wir ein solches projekt unterstützen sagt raimund dankowski das miteinander der generationen ist ohnehin ein haupt-anliegen unserer genossenschaft wenn außerdem noch die initiative dazu von unseren mitgliedern ausgeht ist das ein weiterer anlass hilfe zu leisten m a ga z i n 0 1 0 9 serv ice wo hne n wo hnra u man pa ssu ng a lltag in der gen osse n sc ha ft a u ch w en ndien ac h f ra ge grossist n ich t a l le lieb en s e r vi c ehÄ user wie diese hilfe aussehen kann zum einen in dem wir in unserem bestand nach geeigneten räumlichkeiten suchen zum anderen in dem wir diese räumlichkeiten den bedürfnissen entsprechend anpassen d.h zum beispiel die türen verbreitern schwellen entfernen unterfahrbare küchenzeilen einrichten soweit das möglich und nötig ist wohnraumanpassungen so der vorstandsvorsitzende weiter gehörten ja zum alltag in der genossenschaft wir 11[close]
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möchten so vielen mitgliedern wie möglich ein selbstständiges selbstbestimmtes leben bis ins hohe alter hinein ermöglichen das gilt nicht nur für diejenigen die in unseren servicehäusern wohnen das gilt auch und besonders für diejenigen die die wohnung in der sie häufig schon über jahrzehnte leben nicht verlassen möchten zwei sozialarbeiter beschäftigt der sbv für die es zum alltag gehört menschen zu beraten die mit körperlichen einschränkungen leben und die ihr altes zuhause nicht aufgeben wollen in vielen fällen reichen schon kleine unterstützungsleistungen hilfe bei behördengängen bei einkäufen oder arztbesuchen aus und die betroffenen kommen ohne weiteres allein zurecht erläutert sbv-sozialarbeiterin gesa kitschke manchmal brauche es auch ein paar bauliche veränderungen und manchmal einfach nur ein bisschen aufmerksame nähe soziale kontakte sicherheit in der gemeinschaft das sind werte für die die genossenschaft steht und die sie auch verkörpert einzige voraussetzung der betroffene muss sein schneckenhaus verlassen und sein wohnumfeld aktiv nach seinen bedürfnissen mitgestalten wiederum gemeinsam mit der awo und wiederum in einem pilot-projekt haben der sbv und die stadt flensburg vor diesem hintergrund ein service-büro im traditionsstadtteil fruerlund eröffnet alte sbv-mitglieder wohnen hier viele bereits seit den 60er jahren es ist ein thema dass man seine wohnung nicht verlassen will auch wenn die gebrechlichkeit zunimmt zwei sozialpädagoginnen der awo arbeiten im service-büro sie haben die aufgabe fachliche hilfe zu leisten aber auch für zwischenmenschlichen kontakt zu sorgen was im jahr 2006 nur zögerlich begann ist inzwischen ein erfolgsmodell 350 einzelberatungen gab es im vergangenen jahr und was beinahe noch schöner ist die menschen kommen gerne vorbei einfach mal so auf einen klönschnack oder um den neuesten tratsch zu hören sie lernen sich kennen und beginnen sich gegenseitig zu helfen nachbarschaft zu leben wird wieder selbstverständlich und gelebte nachbarschaft ist die vernetzung unter menschen die außerhalb einer familie sicherheit in der gemeinschaft gibt wie sagte doch familienministerin gitta trauernicht notwendig sei es angebote zu schaffen die es uns ermöglichen bis ins hohe alter hinein selbstständig und selbstbestimmt zu bleiben ein aktiver teil der gesellschaft zu sein das servicehaus friesischer berg das bis 2011 in flensburg entsteht und für das es heute schon so viele bewerber gibt macht ganz sicher ein solches angebot doch die plätze sind begrenzt und bietet eine funktionierende nachbarschaft gepaart mit genossenschaftlichem zusammenhalt nicht ganz ähnliche möglichkeiten m a ga z i n 0 1 0 9 familienministerin gitta trauernicht 12[close]
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be ttinahar ms i an alyse konzepte und kommunen zu dem breiten leistungsspektrum gehören markt und kundenforschung prognostik sowie organisations und mitarbeiterentwicklung ziel ist es mit umfassenden dienstleistungen eine marktorientierte weiterentwicklung von unternehmen mitarbeitern und wohnungsbeständen zu unterstützen studium der soziologie in hamburg mehr als 20 jahre erfahrung in der beratung von wohnungsunternehmen vor 15 jahren gründung von analyse konzepte mit mehr als 20 mitarbeitern befasst sich analyse konzepte erfolgreich mit der beratung von wohnungsunternehmen sowie der forschung für bund länder m a ga z i n 0 1 0 9 wohn riester eine chance für die wohnungswirtschaft bis zum jahr 2040 wird das rentenniveau in deutschland dramatisch absinken nach erkenntnissen der rürup-kommission hat dann ein beschäftigter der 45 jahre lang ein durchschnittseinkommen bezogen hat nur noch eine staatliche rente von 988,00 zu erwarten zusätzlich wird die gruppe derjenigen erheblich größer die gar nicht oder in deutlich geringerem umfang in die rentenversicherung eingezahlt hat nach einschätzung von meinhardt miegel leiter des bonner instituts für wirtschaft und gesellschaft wird um das jahr 2030 herum etwa die hälfte der senioren eine rente beziehen die kaum höher ausfällt als die grundsicherung1 ein großer teil der älteren generation wird sich dann bei weitem nicht mehr den lebensstandard leisten können der für die heutige altengeneration normal ist damit kommen hohe anforderungen auf die gesellschaft zu denn die grundsicherung für diese große gruppe muss dann von einer deutlich geringeren anzahl erwerbstätiger finanziert werden als heute eine kaum zu bewältigende aufgabe damit ist absehbar dass auch für das wohnen trotz seiner immensen bedeutung für ältere menschen erheblich weniger geld zur verfügung stehen wird für viele menschen sind damit die zukunftsaussichten alles andere als rosig natürlich erfordern alle damit zusammenhängenden maßnahmen zunächst eine differenzierte betrachtung nicht alle zukünftigen senioren werden im gleichen maße betroffen sein es wird gleichzeitig sehr einkommensschwache wie auch sehr wohlhabende seniorenhaushalte geben allerdings bestehen auch schon heute preisgünstige marktsegmente viele menschen die bereits während ihrer erwerbsphase nur über geringe einkünfte verfügen wohnen bereits dementsprechend günstig und werden sich deshalb im alter verändern müssen jedoch wird dies voraussichtlich nicht ausreichen wir werden ab 2030 mit einer wachsenden nachfrage nach preiswerten wohnungen rechnen müssen wichtig ist dass die hohen nebenkosten ernorm zur belastung der gesamten wohnkosten beitragen deshalb müssen maßnahmen zur reduzierung der wohnkosten ganz eng an den nebenkosten ansetzen ebenso wichtig ist es aber auch dass mehr menschen über eine geeignete private altersvorsorge verfügen um sich eine angemessene wohnung im alter leisten zu können gerade bei der gruppe der unter 40-jährigen können durch zusätzliche private vorsorgemaßnahmen noch erhebliche effekte erzielt werden vor diesem hintergrund hat sich die expertenkommission wohnungsgenossenschaften bereits 2004 mit der idee befasst genossenschaftsmitgliedern die bildung eines kapitalstocks für die wohnkosten im alter zu ermöglichen damals entstand die idee durch den erwerb von freiwilligen zusätzlichen genossenschaftsanteilen sowie den thesaurierten dividenden einen kapitalstock aufzubauen der im alter zugunsten der mietzahlungen aufgelöst wird2 diese form der altersvorsorge kommt ohne staatliche förderung aus dies gibt der einzelnen genossenschaft sehr viel gestaltungsspielraum allerdings können unter einsatz der üblichen dividenden nicht annähernd die finanziellen effekte erreicht werden die z b bei einem riester-vertrag möglich sind die berliner baugenossenschaft von 1892 entwickelte für ihre mitglieder eine möglichkeit zur inanspruchnahme der förderung in dem sie in ihrer spareinrichtung ein eigenes riester-sparprodukt anbietet das inzwischen bereits mehrfach ausgezeichnet worden ist w ohn ri es ter veränderte anforderungen an wohnungsunternehmen und genossenschaften die wohnungswirtschaft muss sich auf diese zukunftsperspektiven einstellen denn es stellt sich damit die frage welche wohnkosten sich die senioren von morgen leisten können und in welchem verhältnis diese zu den notwendigen erträgen der wohnungsanbieter stehen die branche wird sich spätestens ab 2030 auf einkommensschwächere seniorenhaushalte einstellen müssen 13[close]
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neue chancen durch den wohn riester an wohnungsunternehmen und genossenschaften der gesetzgeber hatte bereits im jahr 2002 mit der sogenannten riester-rente ein gefördertes angebot zur altersvorsorge geschaffen nach einigen nachbesserungen in den letzten jahren hat dieses angebot inzwischen an attraktivität gewonnen was durch steigende abschlusszahlen deutlich wird darüber können auch aktuelle presseberichte nicht hinwegtäuschen nach denen ca 950.000 mio riester-verträge bereits wieder gekündigt worden sind denn hierbei handelt es sich im wesentlichen um kündigungen bei denen lediglich der anbieter gewechselt wurde heute haben etwa 12 mio deutsche bereits einen riester-vertrag schon seit einigen jahren gibt es die möglichkeit aus diesen verträgen in sehr eingeschränkten umfang geld für das selbstgenutzte wohneigentum zu entnehmen deutlich verbesserte möglichkeiten wurden nun mit dem sogenannten wohn riester d h dem eigenheimrentengesetz eigrentg geschaffen das rückwirkend zum 01.01.2008 in kraft getreten ist hiernach besteht nun die möglichkeit angespartes riester-vermögen bis zu 100 u a für folgende wohnungswirtschaftliche zwecke zu entnehmen l darüber hinaus wurde analog zu dem von der expertenkommission bereits aufgezeigten modell -eine staatlich geförderte form der möglichkeiten des sparens in weiteren geschäftsanteilen bei zertifizierten genossenschaften geschaffen in diesem fall werden die genossenschaften selbst zum anbieter eines riester-produkts die mitglieder sparen durch die zeichnung zusätzlicher genossenschaftsanteile einen in diesem fall geförderten kapitalstock an der im alter aufgelöst und zum beispiel mit den wohnkosten verrechnet werden kann die förderung setzt das bewohnen einer wohnung der genossenschaft voraus im fall eines umzuges kann der vertrag aber auf eine andere geeignete wohnung oder ein anderes riester-produkt übertragen werden der riester-vertrag wird in diesem fall von der genossenschaft verwaltet um die sicherheit der altersvorsorge zu gewährleisten hat der gesetzgeber allerdings eine reihe von auflagen für diese genossenschaften vorgesehen llma ga z i n 0 1 0 9 gutachterliche Äußerung des prüfungsverbandes absicherung der weiteren geschäftsanteile mit bis zu 20.000 pro vertrag gegen insolvenzrisiko bei wohnungsgenossenschaften ohne spareinrichtung anpassung der satzung u a verzicht auf nachschusspflicht spezielle kündigungsregelungen l anschaffung oder herstellung einer selbstgenutzten wohnung während der ansparphase entschuldung einer selbstgenutzten wohnung zu beginn der auszahlungsphase erwerb von genossenschaftsanteilen pflichtanteilen an einer wohnungsgenossenschaft für die selbstnutzung einer genossenschaftswohnung anschaffung eines eigentumsähnlichen oder lebenslangen dauerwohnrechts soweit dieses insolvenzsicher ausgestattet ist l darüber hinaus ist ein zertifizierter vorsorgevertrag zu verwenden dafür wurde vom gdw ein mustervertrag erstellt der von der bafin zertifiziert worden ist er kann von allen genossenschaften genutzt werden.3 der gdw hat sich bereits umfassend mit den möglichkeiten zur reduzierung der wohnkosten im alter sowohl mit als auch ohne staatliche förderungen befasst alle wichtigen informationen insbesondere die bei der umsetzung zu beachtenden details sind in einer gdw-arbeitshilfe zusammengefasst die den genossenschaften kurzfristig zur verfügung gestellt wird l l bei der entnahme angesparten vermögens bleibt der riester-vertrag während der gesamten ansparphase weiter bestehen und wird vom riester-anbieter bei dem der sparvertrag abgeschlossen wurde weiter betreut die im höchstfall seit sechs jahren bestehenden riester-verträge weisen allerdings zurzeit nur ein begrenztes volumen auf damit ist bisher nur die entnahme kleinerer beträge möglich allerdings könnten diese beträge durchaus für den erwerb eines dauerwohnrechts oder von genossenschaftsanteilen ausreichend sein damit bieten sich bereits heute interessante möglichkeiten für neu gegründete genossenschaften die zur finanzierung von neubauten oder dem erwerb von beständen häufig auf deutlich höhere pflichtanteile angewiesen sind 1 2 vgl spiegel nr 7/2008 s 62 ff vgl bmvbw hrsg potenziale und perspektiven für wohnungsgenossenschaften bericht der expertenkommission wohnungsgenossenschaften berlin 2004 und bmvbs bbr gdw hrsg damit das wohnen im alter bezahlbar bleibt hamburg 2006 3 vgl gdw hrsg arbeitshilfe 60 erwerb weiterer geschäftsanteile zur reduzierung der wohnkosten im alter berlin januar 2009 14[close]
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kl a us h abe rmann nies se be ttinas ch l o mk a dr ing klaus habermann-nieße ist vorstand und geschäftsführer im institut für wohnpolitik und stadtökologie das als geschäftsstelle für die durchführung des wettbewerbs im auftrag von bmvbs und gdw verantwortlich war dipl ing bettina schlomka ist freie mitarbeiterin am iws und im planungsbüro plan zwei in hannover das institut für wohnpolitik und stadtökologie e.v ist ein interdisziplinär arbeitendes freies institut sozialwissenschaftlerinnen architektinnen und stadtplanerinnen arbeiten und forschen an themen die im zusammenhang mit alternativer wohnungspolitik wohnungswirtschaft sowie dem Ökologischen bauen und wohnen stehen seit 1985 arbeitet das iws mit förderung oder im auftrag von landesbehörden kommu nalverwaltungen oder privatpersonen die seitdem realisierten projekte lassen sich den kategorien wohnungswirtschaft stadtforschung und kommunikation zuordnen die projekte zeigen ein spektrum das von studien zu beschäftigungsperspektiven eines stadtviertels über planungshilfen für städte und gemeinden bis hin zur moderation von beteiligungsund kommunikationsprozessen reicht m a ga z i n 0 1 0 9 ge nosse nsc haftspre is g e no s s ens c h af tspr ei s wo h n en 2 0 0 8 mit ÜberwÄ ltig en der be teilig u ng sieger aus braunschweig hamburg und schwerin im vergangenen jahr hatten das bundesministerium für verkehr bau und stadtentwicklung und der gdw bundesverband deutscher wohnungs und immobilienunternehmen unter dem motto gemeinsam modern und nachhaltig die wohnungsgenossenschaften zu einem wettbewerb zur unternehmerischen praxis eingeladen mit dem wettbewerb sollen einerseits die wirkungen der in den letzten jahren entwickelten impulse zur weiterentwicklung des genossenschaftlichen wohnens nachgewiesen werden andererseits dient der genossenschaftspreis wohnen dazu vielfalt und innovationskraft der wohnungsgenossenschaften zu dokumentieren nachdem in modellvorhaben der bundesregierung zunächst machbarkeit und umsetzungsbedingungen der empfehlungen der expertenkommission wohnungsgenossenschaften untersucht worden waren konzentriert sich der wettbewerb nun darauf wie die konkreten handlungsfelder von den wohnungsgenossenschaften aufgenommen und realisiert werden die ausschreibung des bundesweiten wettbewerbs hat in der genossenschaftslandschaft großen anklang gefunden 73 genossenschaften reichten insgesamt 93 beiträge in verschiedenen themenfeldern ein bemerkenswert ist neben der anzahl der wettbewerbsmeldungen auch ihre bundesweit breite verteilung aus dreizehn bundesländern gingen über 90 beiträge ein davon 13 aus niedersachsen und bremen genossenschaften aus kleinen gemeinden waren ebenso vertreten wie genossenschaften aus den metropolen auch größe und alter der teilnehmenden genossenschaften zeigen dass der genossenschaftspreis für alle arten von wohnungsgenossenschaften interessant ist die kleinste genossenschaft im wettbewerb bewirtschaftet 30 die größte über 17.000 wohnungen viele genossenschaften sind über hundert jahre alt aber auch junge genossenschaften die sich erst innerhalb der letzten zwanzig jahre gegründet haben beteiligen sich am wettbewerb die beiträge der preisträger zeigen wie sie mit ihrem unternehmerischen handeln auf die speziellen herausforderungen des gesellschaftlichen wandels in ihrer region reagieren und geben anregungen zur umsetzung der erfahrungen in anderen genossenschaften komplexe unternehmerische strategien sichern die zukunft genossenschaftlichen wohnens im rahmen des wettbewerbs wurden genossenschaften zur teilnahme aufgerufen die in den vergangenen jahren ein zukunftsweisendes unternehmerisches handeln entwickelt haben und sich mit einer integrierten gesamtstrategie erfolgreich am markt platzieren konnten weiterhin gesucht und ausgezeichnet wurden gute beispiele zur 15[close]
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aktivierung von potenzialen des genossenschaftlichen wohnens in den handlungsfeldern marktgerechte weiterentwicklung der wohnungsbestände service und dienstleistungen sowie genossenschaften als starke partner der kommunen die im themenfeld unternehmensstrategie eingereichten beiträge reichen häufig in die weiteren inhalte des wettbewerbs ein dementsprechend vielfältig sind die aspekte die im rahmen ihrer unternehmensstrategien von den teilnehmenden genossenschaften präsentiert wurden l optimierung von finanzstruktur und eigenkapitalbasis l steigerung der wettbewerbsfähigkeit durch kooperation l marketing für genossenschaftliches wohnen l marktgerechte weiterentwicklung des wohnungsangebotes l aktivitäten zur stabilisierung bzw stärkung des mitgliederbestandes l angebote für die altersvorsorge und für das wohnen im alter l stärkung der mitarbeiter und mitgliederorientierung in der genossenschaft die vier preisträger in diesem themenfeld zeichnen sich aus durch richtungweisende ansätze dadurch dass sie l mitarbeiter und mitglieder für den genossenschaftsgedanken motivieren altonaer spar und bauverein eg l in einem strategischen baukasten unternehmerische konzepte aktivieren berliner bau und wohnungsgenossenschaft von 1892 eg l durch fusion den genossenschaftlichen wohnungsbestand sichern bauverein halle leuna eg l durch Übernahme von kommunalen beständen das portfolio aufstocken wohnbau westmünsterland eg l oder durch beschäftigung türkischstämmiger mitarbeiter bei der integration im stadtquartier eine tragende rolle einnehmen wohnungsbaugenossenschaft am ostseeplatz eg berlin demografischen wandel entsprechende anpassung und fortentwicklung des wohnungsbestandes in genossenschaften aus einer hand bewältigt werden können Über das kerngeschäft hinaus die mitglieder mit wohnraum zu versorgen bieten die wohnungsgenossenschaften eine vielzahl von wohnbegleitenden dienstleistungen an dabei ermöglichen sie ihren mitgliedern eine aktive mitgestaltung am genossenschaftlichen leben bei den wettbewerbsbeiträgen wird deutlich dass die genossenschaften zwei sehr unterschiedliche wege in der realisierung von service und dienstleistungsangeboten beschreiten einerseits wird der dienstleistungsbegriff sehr weitgehend im unternehmen verankert und entsprechende angebote werden aus dem unternehmen heraus organisiert andererseits bieten genossenschaften diese produkte außerhalb des kerngeschäfts mit externen kooperationspartnern in ihrem bestand an mit diesen zusätzlichen service und dienstleistungsangeboten sichern sich die genossenschaften auch marktvorteile gegenüber anderen wohnungsanbietern die wohnungsgenossenschaften präsentieren sich als wichtige partner der kommunen bei der lösung der wohnungs und stadtentwicklungspolitischen aufgaben neben der erweiterung modernisierung und instandhaltung der bestände tragen die wohnungsgenossenschaften durch eigene soziale und kulturelle leistungen in erheblichen umfang zur sozialen stabilisierung der wohnquartiere bei vor allem in ostdeutschland haben sie einen wesentlichen anteil an der aufwertung der quartiere und unterstützen die städte bei stadtumbaumaßnahmen die vielfältigen handlungsoptionen haben die preisträger in unterschiedlicher ausprägung wahrgenommen sie modernisieren großsiedlungen in typenbauweise bis zur umgestaltung von zentralen grünflächen unter beteiligung der bewohner eisenbahner-wohnungsbaugenossenschaft dresden eg oder platzieren ein stadtteiloffenes neues seniorenzentrum zur marktgerechten weiterentwicklung ihres wohnungsbestands braunschweiger baugenossenschaft eg sie verfeinern den servicebegriff im unternehmen und bauen das qualitätsmanagement aus wohnungsbau und siedlungswerk werkvolk eg und setzen auf das lebenslange wohnen ihrer mitglieder durch investitionen im vorpflegerischen bereich und im vierten lebensabschnitt mit pflegeangeboten bauverein zu lünen eg als partner der kommunen setzten die genossenschaften auf stadtteiloffene gemeinschaftseinrichtungen und die kooperation mit den kommunen bei der quartiersentwicklung schweriner wohnungsbaugenossenschaft eg und baugenossenschaft freier gewerkschafter eg in hamburg m a ga z i n 0 1 0 9 vielfältige handlungsoptionen im handlungsfeld markgerechte weiterentwicklung der wohnungsbestände zeigt sich die qualitative verbesserung des wohnungsangebotes viele genossenschaften passen ihre wohnungen an barriereärmere standards an und entwickeln neue innovative wohnformen ziel ist es junge mitglieder und familien möglichst zu halten neue mitglieder zu gewinnen und gleichzeitig älteren menschen eine chance auf ein lebenslanges wohnen in der genossenschaft zu ermöglichen dazu dient auch die entwicklung nachbarschaftlicher angebote im quartier die beiträge im wettbewerb zeigen auf dass die soziale verantwortung gegenüber den mitgliedern und eine dem 16[close]
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b r a u nschweiger baug enossenschaft egma ga z i n 0 1 0 9 viele preisträger aus norddeutschland unter den elf preisträgern sind auch die braunschweiger baugenossenschaft eg der altonaer spar und bauverein eg hamburg die baugenossenschaft freier gewerkschafter eg hamburg sowie die schweriner wohnungsbaugenossenschaft eg wir wollen an dieser stelle kurz ein schlaglicht auf die beträge der nordlichter im wettbewerb werfen wird als kantine für benachbarte unternehmen und schulen genutzt durch die gründung der bbg alera genossenschaftseigene ambulante pflege und bbg kulina angebote rund ums essen werden zwei neue geschäftsfelder erschlossen die braunschweiger baugenossenschaft eg zeigt beispielgebend wie sie ihre wohnungsbestände durch vielfältige maßnahmen weiter entwickelt die spannweite der ansätze reicht über bauliche aktivitäten weit hinaus besonders die entwicklung des seniorenzentrums tuckermannstraße ist bemerkenswert hier finden sich alt und jung zusammen und bilden den kristallisationspunkt des quartierslebens durch ihre maßnahmen bietet die braunschweiger baugenossenschaft eg den mitgliedern die chance sich lebenslang mit der genossenschaft zu identifizieren und sich heimisch zu fühlen a ltonaer spar und bauverein e g hamburg ge nosse nsc haftspre is br aunschweigerbaugenossenschaft eg ein seniorenzentrum bewegt die stadt die braunschweiger baugenossenschaft eg bettet die marktgerechte weiterentwicklung ihrer bestände in eine umfassende unternehmensstrategie ein in der sie besondere serviceleistungen und eine begegnungsorientierte öffentlichkeitsarbeit verankert die genossenschaft realisierte ein seniorenzentrum das nicht nur heutige ansprüche an eine moderne pflegeeinrichtung erfüllt sondern auch eine markt und bedarfsgerechte weiterentwicklung des wohnungsbestandes darstellt gleichzeitig führt es die generationen zusammen wird zu einem mittelpunkt für die seniorenarbeit in der genossenschaft und trägt damit zur entwicklung des quartiers bei das seniorenzentrum tuckermannstraße soll als flaggschiff der genossenschaft ein besonderes leistungsangebot gegenüber anderen marktteilnehmern schaffen und die attraktivität des stadtteils durch neue angebote und veranstaltungen steigern das seniorenzentrum bietet betreutes wohnen einen geschützten wohnbereich für demenzkranke eine leistungsstarke großküche praxen fußpflege einen kiosk und einen frisör wichtige bausteine für die verankerung des seniorenzentrums im quartier sind das restaurant und ein flexibel aufteilbarer veranstaltungssaal das restaurant steht dem quartier offen und das leitbild als basis die potenziale der mitarbeiter als ressource die starke einbindung der mitglieder und mitarbeiter auf verschiedenen ebenen der strategischen weiterentwicklung der genossenschaft ist essenzieller teil der unternehmensstrategie des altonaer spar und bauvereins eg in allen unternehmensbereichen werden die interessen der mitglieder die der mitarbeiter und die des unternehmens gleichberechtigt behandelt hierdurch entsteht eine innovative unternehmenskultur die auf die internen kräfte des unternehmens baut und der stärkung der wirtschaftlichen zukunftsfähigkeit der genossenschaft dient ziel dieses strategischen ansatzes war es ein unternehmensinternes instrumentarium zu schaffen das eine moderne und zukunftsorientierte entwicklung sicherstellt 17[close]
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a l tonaer spar und b a uverein eg hamburg m a ga z i n 0 1 0 9 baugenossenschaft freier gewerkschafter eg bgfg kooperation eröffnet neue perspektiven das gemeinsam mit mitgliedern und mitarbeitern entwickelte unternehmensleitbild werte leben diente als basis für die folgende entwicklung einer handlungsfähigen internen organisationsstruktur mit stärkerer vernetzung der einzelnen mitarbeiter durch den bottom-up-prozess entstand ein innovatives arbeitsumfeld in dem die unterschiedlichen potenziale der mitarbeiter verstärkt für das unternehmen genutzt werden projekte werden in vier fachübergreifenden selbst organisierten arbeitsgruppen entwickelt wie z b in den bereichen mitarbeitermotivierung kundenorientierung dienstleistungen organisation ideenmanagement wissensmanagement und marktbeobachtung der erfolg und die wandlungsfähigkeit dieser strategie zeigen sich in attraktiven servicestrategien und in der marktgerechte weiterentwicklung der bestände beispielsweise durch projektentwicklungen für junge haushalte und familien die von der genossenschaft präsentierte unternehmensstrategie ist eine der vielfältigsten im wettbewerb im osterbrookviertel im hamburger stadtteil hammsüd ist die baugenossenschaft freier gewerkschafter eg bgfg mit etwa 800 wohnungen größter wohnungseigentümer daraus resultiert ein besonderes interesse der genossenschaft an der zukunftsfähigkeit des quartiers die bgfg möchte die attraktivität des quartiers steigern und den zuzug von einkommensstärkeren haushalten fördern die sozialen netze im quartier sollen gestärkt werden um auf den demografischen wandel reagieren zu können in einem intensiven kooperationsprozess der von der genossenschaft angestoßen wurde widmen sich kommune und genossenschaft gemeinsam der entwicklung des quartiers schlüsselprojekt der quartiersentwicklung ist das geplante nachbarschaftszentrum elbschloss an der bille das im ehemaligen verwaltungsgebäude der genossenschaft entsteht eine von der bgfg initiierte milieustudie und die aktivierung lokaler akteure bildete die basis für quartiersentwicklung eine genossenschaftseigene stiftung wird trägerin des elbschlosses die angebote im nachbarschaftszentrum werden mit den akteuren vor ort und weiteren partnern umgesetzt das b a ugenossenschaft freier g e werkschafter eg hamburg 18[close]
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sc hweriner woh nungsbaugenossenschaft eg sc hwerinma ga z i n 0 1 0 9 schweriner wohnungsbaugenossenschaft e g schwerin neu zippendorf ein stadtteil im wandel besondere engagement der genossenschaft war auslösendes moment dafür dass sich nun auch die hansestadt hamburg verstärkt der entwicklung des osterbrookviertels widmet die genossenschaft hat durch den angestoßenen prozess für die entwicklung ihrer bestände im quartier eine gute basis geschaffen die funktion bgfg als impulsgeber für die quartiersentwicklung und ihre rolle im weiteren prozess der stadterneuerung ist beispielhaft dabei treibt die bgfg nicht allein mit baulichen maßnahmen die entwicklung des quartiers voran ihr ganzheitlicher ansatz zielt auf die notwendige zusammenarbeit vieler beteiligter kommune genossenschaft und weitere akteure vor ort arbeiten gemeinsam an der aufwertung des quartiers die schweriner wohnungsbaugenossenschaft eg swg engagiert sich mit vorbildlichen konzepten in enger kooperation mit der stadt in der umsetzung des stadtumbaus in schwerin die swg hat als eine der zwei haupteigentümerinnen des wohnungsbestandes eine schlüsselrolle beim stadtumbau im stadtteil neu zippendorf und zeigt mit innovativen ansätzen die zukunftsfähigkeit des standortes auf bei der entwicklung der beiden quartiere im stadtteil werden neben vielfältigen rückbau und modernisierungsstrategien auch umfangreiche ansätze erprobt um die bewohner für den stadtteil zu aktivieren neu zippendorf soll zu einem attraktiven quartier im mittleren preissegment entwickelt werden darüber hinaus strebt die swg an den senioren unter ihren mitgliedern ein lebenslanges wohnen im angestammten quartier zu ermöglichen aber auch neue zielgruppen insbesondere familien sollen für den stadtteil gewonnen werden um diese ziele zu erreichen setzt die swg auf eine kombination von baulich-räumlichen und sozial-kommunikativen ansätzen eine aktivierende milieustudie bildet die basis des stadtumbaus zwei von der swg errichtete stadtteiloffene nachbarschaftstreffs dienen als anknüpfungspunkt für die bewohnerbeteiligung und für das quartiersleben mit 420 veranstaltungen und annähernd 4.600 besuchern jährlich hat sich der erste nachbarschaftstreff zu einem mittelpunkt im quartier entwickelt die aktivierung des bürgerschaftlichen engagements für die entwicklung und den betrieb des zweiten in 2008 eröffneten nachbarschaftszentrums ist gelungen die wohnungsbestände wurden für unterschiedliche nachfragegruppen modernisiert und neuzeitlichen städtebaulichen standards abriss von vollgeschossen und rückbau angepasst 19 ge nosse nsc haftspre is[close]
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m a ga z i n 0 1 0 9 die swg ist im stadtumbau zu einem bedeutenden partner der kommune geworden und nimmt hierbei eine vorreiterrolle ein die genossenschaft entwickelt über die eigenen bestände hinaus bauliche und soziale perspektiven für das gesamte quartier das engagement der genossenschaft schafft einen breiten rückhalt in der bewohnerschaft für die stadtumbaumaßnahmen im stadtteil die schweriner wohnungsbaugenossenschaft eg setzt in kooperation mit der kommune neue zeichen zur zukunftsfähigkeit von großsiedlungen in typenbauweise allein diese kurze darstellung der vier beiträge der preisträger aus hamburg braunschweig und schwerin zeigt wie umfassend und strategisch wohnungsgenossenschaften heute handeln um angesichts von demografischen und gesellschaftlichem wandel wie auch in ihren lokalen wohnungsmärkten ihre zukunftsfähigkeit zu sichern die preisträger liefern so aus der praxis interessante impulse für andere unternehmen eine ausführliche darstellung aller prämierten wettbewerbsbeiträge findet sich in der publikation genossenschaftspreis wohnen preisträger im wettbewerb 2008 des gdw und bmvbs weiterhin kann eine wanderausstellung zum wettbewerb kostenfrei ausgeliehen werden nähere informationen gdw kerstin römhildt 030-82403-120 die ausstellung ist vom 23 februar an eine woche lang im hannoverschen rathaus zu sehen zuvor steht die ausstellung in den räumen der bgfg in hamburg und zwar vom 16 bis zum 20 februar wir freuen uns mit den gewinnern über die auszeichnungen die vier prämierten wohnungsgenossenschaften stehen stellvertretend für die leistungen unserer fast 500 mitgliedsunternehmen in norddeutschland alle leisten eine hervorragende arbeit bei der vermietung von wohnungen und gewährleisten ihren mietern durch unterschiedlichste dienstleistungen gutes und sicheres wohnen dr joachim wege vnw-verbandsdirektor bernd meyer vdw-verbandsdirektor 20[close]
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g udrunkir ch hof f s ab ines ü s s die schader-stiftung hat ihren sitz in darmstadt sie wurde 1988 gegründet und finanziert ihre fördertätigkeit aus den erträgen des von alois m schader gestifteten privatvermögens zweck der stiftung ist die förderung der gesellschaftswissenschaften im mittelpunkt des projekts zuwanderer in der stadt das die schader-stiftung gemeinsam mit dem deutschen städtetag dem gdw dem deutschen institut für urbanistik i schader-stiftung arbeitet und war gründungsdirektorin des deutschen auswandererhauses in bremerhaven beim 7 wohnungspolitischen kongress im vergangenen november hat sie unter anderem auf die ergebnisse des forschungsprojekts zuwanderer in der stadt bezug genommen gudrun kirchhoff war leiterin der geschäftsstelle des projekts difu und dem inwis ab januar 2004 durchgeführt hat stand die sozialräumliche integration von zuwanderern in deutschland sabine süß ist geschäftsführendes vorstandsmitglied der schader-stiftung sie hat germanistik publizistik und philosophie an der freien universität berlin studiert sie hat unter anderem für die expo 2000 in hannover ge m a ga z i n 0 1 0 9 internationale stadtgesellschaft neue herausforderungen für das leben und wohnen in unseren städten ei n e s oz i a l un d k u lt u r el l v i el f Ält i g er werd en d e s tad t ge s el ls ch aft erfor dert die i n te r k ultu r el l e ö f fn un gderins titu ti o ne n d ie an e r k en n un gvondiffe renz un d e i ne aufd en sozia len z u sa m me nhalt o rien t i e rte s tad t en twick lu n gs poli ti k kulturellen leben unter wahrung ihrer kulturellen eigenheiten abzielen der blick auf die städte mit hohem zuwandereranteil zeigt dass handlungsbedarf besteht denn probleme der integration zeigen sich dort wo die menschen wohnen vor ort in den quartieren ungeachtet aller bemühungen dem entgegenzuwirken findet eine räumliche konzentration von zuwanderern in bestimmten städtischen wohnquartieren statt dies sind vor allem die innerstädtischen altbauquartiere ehemalige arbeitersiedlungen und die großsiedlungen der 1960er und 1970er jahre daran wird sich auch in zukunft wenig ändern das eigeninteresse der zuwanderer die mechanismen des wohnungsmarktes und fehlende steuerungsinstrumente fördern diese entwicklung die bisherige stadträumliche integrationspolitik hat vor allem auf die ethnische und soziale mischung der quartiersbewohner gesetzt dem liegt die vorstellung zugrunde dass eine heterogene bevölkerungsstruktur garant für die soziale stabilität eines wohnquartiers sei die städte hoffen damit einer negativen stigmatisierung begegnen zu können und eine stabilisierung der gebiete zu erreichen bzw die gebiete für die mittelschichtbevölkerung attraktiv zu halten eine einmal entstandene konzentration lässt sich jedoch kaum auflösen denn l familiennachzug und netzwerkmigration verstärken regionale verteilungsmuster l kommunale belegungsrechte zur verteilung laufen aus l und durch privatisierung kommunaler wohnungsunternehmen gehen partner für die stadtentwicklungspolitik verloren int egr ation die themen migration und stadträumliche integration sind seit mehreren jahren schwerpunkt der arbeit der schader-stiftung im verbund mit dem deutschen städtetag dem gdw bundesverband deutscher wohnungs und immobilienunternehmen sowie den forschungsinstituten difu und inwis hat die schader-stiftung von 2004 bis 2007 das vom bmbf geförderte bundesweite forschungspraxis-projekt zuwanderer in der stadt federführend durchgeführt die ergebnisse dieses mehr als dreijährigen prozesses flossen maßgeblich in das handlungsfeld integration vor ort des nationalen integrationsplans ein auch nach abschluss dieses projektes fördert die schaderstiftung weiterhin den erfahrungsaustausch der kommunalen und wohnungswirtschaftlichen akteure zu integrationspolitischen fragen durch die organisation von workshops und das betreiben einer internetseite www.zuwanderer-in-der-stadt.de integration als herausforderung für die stadtentwicklungspolitik die zukunft unserer städte hängt maßgeblich davon ab dass ihnen die integration der zuwanderer gelingt vor allem der jungen nachwachsenden generation dabei soll integration auf die befähigung der zuwanderer zur teilhabe am wirtschaftlichen gesellschaftlichen politischen und 21[close]
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vor dem hintergrund der entwicklung hat sich das projekt zuwanderer in der stadt mit der frage befasst wie die integration von zuwanderern trotz ihrer räumlichen segregation gelingen kann und welchen beitrag kommunen und wohnungsunternehmen vor ort in den wohnquartieren leisten können handlungsbedarf für kommunen und wohnungswirtschaft m a ga z i n 0 1 0 9 bedingt ist werden zuwanderer in solche bestände des unteren und mittleren preissegmentes gefiltert in denen sie deutschen benachbart sind deren soziale stellung schwach ist darüber hinaus verstärkt die administrative belegungspraxis in den sozialen wohnungsbaubeständen segregationstendenzen der ausländeranteil des quartiers wird dann häufig als zeichen für die destabilisierung des stadtteils angeführt auch wenn die ursachen für konflikte in diesen überforderten nachbarschaften eher in den lebensumständen der ausländischen und deutschen bevölkerung zu finden wären integrationsbedarf haben beide seiten die ausgangslage für das projekt war zunächst die feststellung dass der anteil der personen mit migrationshintergrund an der gesamtbevölkerung wächst die prognose wir werden weniger älter bunter hat mittlerweile eingang in das bewusstsein der öffentlichkeit gefunden dem mikrozensus zufolge lebten 2005 rund 15,3 millionen menschen mit migrationshintergrund in deutschland ihr anteil an der gesamtbevölkerung ist mit knapp 19 fast doppelt so hoch wie der anteil der bisher erfassten ausländer die 9 der gesamtbevölkerung ausmachen als integrationsstätten der gesellschaft fungieren dabei insbesondere die westdeutschen großstädte 90 der ausländer leben im westen der republik und rund die hälfte von ihnen lebt in städten mit mehr als 100.000 einwohnern unter den deutschen sind lediglich 30 großstadtbewohner obgleich sich die geburtenraten ausländischer familien mit längerem aufenthalt an die aufnahmegesellschaft anpassen werden kinder und jugendliche aus zuwandererfamilien in zukunft in einigen städten die mehrheit in ihrer altersgruppe bilden nach neuesten veröffentlichungen des statistischen bundesamtes liegt der anteil der personen mit migrationshintergrund bei den unter 5-jährigen in sechs städten bereits bei über 60 u.a nürnberg 67 frankfurt am main 65 düsseldorf und stuttgart jeweils 64 statistisches bundesamt pressemitteilung vom 4.05.2007 handlungsbedarf besteht da die bedeutung des arbeitsmarktes für die integration von zuwanderern abnimmt von der durch den wirtschaftlichen strukturwandel bedingten hohen arbeitslosigkeit sind zuwanderer in besonderem maße betroffen die arbeitslosenquote ausländischer arbeitnehmer liegt seit jahren konstant doppelt so hoch wie die aller erwerbspersonen je mehr der arbeitsmarkt als integrationsmaschine an gewicht verliert gewinnen nachbarschaft und wohnumfeld der sozialraum an bedeutung für die integration der zuwanderer insbesondere für kinder mit migrationshintergrund finden lebensgestaltung und sozialisation vor allem in der nachbarschaft statt durch ihre schwache stellung auf dem wohnungsmarkt die durch eingeschränkte mietzahlungsfähigkeit aber auch die diskriminierende praxis einzelner vermieter zur struktur segregierter stadtteile im unterschied zu den französischen banlieues oder den schwarzenvierteln in den usa ist die zusammensetzung der bewohnerschaft in den zuwandererquartieren in deutschland überwiegend multiethnisch die auswertung der innerstädtischen raumbeobachtung des bbr durch die arbeitsstelle interkulturelle konflikte und gesellschaftliche integration am wzb hat belegt dass stadtviertel in denen eine nationalität dominiert in deutschland untypisch sind es gibt gebiete in denen der ausländeranteil 50 und mehr beträgt bsp bahnhofsviertel in frankfurt am main mit 63 doch es gibt ausgesprochen wenige viertel in denen eine ethnische gruppe überhaupt einen anteil von 10 erreicht der anteil an bewohnern ohne migrationshintergrund in den ausländervierteln ist immer noch hoch und die konzentrationsgebiete sind zudem relativ kleinräumig dennoch lässt sich eine gewisse tendenz bestimmter migrantengruppen feststellen dort zu wohnen wo auch relativ viele landsleute wohnen schönwälder karen bunter als die politik behauptet abschottungstendenzen von migranten werden überschätzt wzb-mitteilungen heft 113 sept 2006 s 23 empfehlungen zur stadträumlichen integrationspolitik die soziale und ethnische segregation in den wohnquartieren ist mit blick auf die integration ihrer bewohner differenziert zu betrachten so lassen sich neben negativen effekten räumlicher segregation wie etwa abschottungstendenzen auch positive und integrationsfördernde aspekte beobachten die nachbarschaft von familie und landsleuten kann zuwanderern einen geschützten raum bieten der ihnen das ankommen in der aufnahmegesellschaft erleichtert in den sozialen und familiären netzen finden neu zugewanderte materielle und immaterielle hilfen ethnische ökonomien sowie eine auf die kulturellen und ökonomischen bedürfnisse der zuwanderer abgestimmte infrastruktur entwickeln sich leichter bei räumlicher nähe 22[close]
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ungeachtet dessen müssen städte darauf hinarbeiten dass die räumliche segregation von zuwanderern gleich welcher ursache nicht zu deren ausschluss aus der gesellschaft führt räumliche segregation in benachteiligten und benachteiligenden quartieren darf nicht zum integrationshemmnis werden verbundpartner zuwanderer in der stadt empfehlungen zur stadträumlichen integrationspolitik darmstadt 2005 s 21 dem projekt zuwanderer in der stadt ging es darum den negativen begleiterscheinungen sozialräumlicher segregation entgegenzuwirken und deren positive effekte zu verstärken mit anderen worten der aufstieg für zuwanderer und einheimische zugleich muss innerhalb des quartiers möglich sein integration trotz segregation lautet die forderung um die integrationsfähigkeit des ethnisch geprägten quartiers zu erhöhen sollten die kommunen einige allgemeine empfehlungen berücksichtigen i nteg rati o n trotz s egre gati o n aus sicht der an dem projekt beteiligten städte haben die handlungsfelder bildung migrantenökonomie und partizipation maßgebliche bedeutung für das gelingen von integration bildung die öffnung der schule zum stadtteil eine besondere bedeutung hat die art und qualität des bildungsangebotes im quartier durch den ausbau vorschulischer fördermaßnahmen und die erweiterung zu ganztagsschulen sollte der nicht zuletzt durch pisa belegte zusammenhang von sozialem status des elternhauses und verlauf der bildungskarriere durchbrochen werden 19,5 der ausländischen jugendlichen haben keinen schulabschluss nicht nur aus sozialen sondern auch aus ökonomischen gründen kann es sich die gesellschaft angesichts der demografischen entwicklung nicht leisten dass die bildungswege von migrantenkindern noch immer deutlich schlechter verlaufen als die gleichaltriger deutscher zentrale elemente zur verbesserung der bildungschancen wären eine bessere erzieherausbildung möglichst auf fachhochschulniveau sowie in sprachförderung gezielt qualifizierte grundschullehrer eine stärkere einbeziehung der eltern und elternbildung notwendig sind integrierte strategien für schule jugendhilfe und stadtentwicklung sowie die zusammenarbeit der institutionen und akteure in den städten gibt es bereits viele ermutigende beispiele die als modellvorhaben jedoch häufig zeitlich begrenzt sind als problematisch haben sich gerade für migrantenkinder auch die Übergänge erwiesen also der schritt vom kindergarten in die grundschule von der grundschule auf die weiterführende schule und vor allem der Übergang in ausbildung und berufsleben um den jugendlichen letzteres zu erleichtern sollten die schulen praxisklassen vorsehen und betriebsbesuche sowie praktika vermitteln die empfehlungen zur stadträumlichen integrationspolitik sprechen sich dafür aus dass sich die schulen im quartier als orte der integration mit einem übergreifenden bildungsauftrag verstehen als stadtteilschule und bürgerzentrum öffnet sie sich für informationsveranstaltungen und soziale dienstleistungen auch für erwachsene im zuge der erwachsenenbildung können z b die kontakte zwischen schule und elternhaus verbessert und schwellenängste der eltern gegenüber bildungseinrichtungen verringert werden diesen effekt machen sich mittlerweile viele mama lernt deutsch angebote zunutze m a ga z i n 0 1 0 9 int egr ation integrationspolitik zeigt insbesondere dann erfolge wenn sie einen hohen stellenwert in der kommunalen politik einnimmt die verwaltungsspitze die federführung inne hat und sie zu einem zentralen element ihres kommunalpolitischen handelns erklärt die bündelung von ressourcen und ein ressort übergreifender politikansatz sind voraussetzung für eine erfolgreiche integrationsarbeit vor ort das bundländer-programm stadtteile mit besonderem entwicklungsbedarf die soziale stadt hat hier einen großen lerneffekt erzielt statt sich mit strohfeuer projekten zu verzetteln und durch deren kurze laufzeit im stadtteil enttäuschung und frustration zu erzeugen ist konzentration auf wenige aber dafür auf dauer angelegte integrationsmaßnahmen angezeigt die verwaltungen der kommunen und der woh nungswirtschaft müssen sich mehr als bisher interkulturelle kompetenz aneignen sei es durch fortbildung sei es noch besser durch einstellung von personal mit migrationshintergrund die zuwanderer müssen sich und ihresgleichen in den institutionen wiederfinden damit sie einen anreiz haben sich mit der gesellschaft zu identifizieren wir brauchen diese menschen als ,brückenbauer und vorbilder grundlage für die integrationsarbeit vor ort sollte ein integrationspolitisches handlungskonzept mit überprüfbaren zielen und einem begleitenden integrationsmonitoring sein dies setzt genaue kenntnisse über den kulturellen und sozialen hintergrund der zuwanderer-communities voraus 23[close]
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