VNW Magazin 1 2009

 

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magazin 03 i i i 12 manage m entforu m in rostock-warnemünde 08 kl im aschutz verbände unterzeichnen klimapaket 15 genossenschaftspre i s vier preise gehen nach norddeutschland 40 i arch i tek tur was bringt die zukunft 4 norddeutsche energiekonferenz 26 februar in hamburg 0109 verband norddeutscher wohnungsunternehmen e v in kooperation mit dem vdw niedersachsen bremen

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i n h a lt t ite l f ot o preisgekr ö ntes ob jektderd awa g diekwisch h a m burg m a ga z i n 0 1 0 9 02 03 06 09 13 15 21 26 32 vnw iiiiiiiiiiiiiiiii vor wort gdw-präsident lutz freitag 12 managementforum nachrichten thema ser vice wohnen wohn riester genossenschaftspreis integration verkehrssicherungspflicht int erview herausforderung multimedia serie recht unternehmensporträt neuland zukunft wohnen thema a rchitektur klimaschutz 4 norddeutsche energiekonferenz vnw nachrichten inter view inhalt 0109 34 36 40 45 47 48 49 50

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l utzfrei ta g p r ä sidentdesgdw bundesverband deutscher wo hnungs undimmobilien unternehmen i 2 0 0 9 ­ einjahr dasbewegt und herausfordert m a ga z i n 0 1 0 9 2009 wird ein bewegtes und bewegendes jahr das zusammentreffen der ökonomischen und sozialen folgen der finanz struktur und konjunkturkrise stellen politik und gesellschaft vor eine der größten herausforderungen nach dem 2 weltkrieg die bundestagswahl fünf landtags und acht kommunalwahlen in diesem jahr werfen ihre schatten voraus gibt es neue politische trends oder gar umbrüche auch die wohnungswirtschaft steht in diesem und in den kommenden jahren vor großen aufgaben ursächlich sind dafür vier megatrends die demografische entwicklung die zunehmende soziale spreizung der gesellschaft die klimaschutz und energieeffizienzpolitik sowie die wachsende pluralität der lebensstile und vielfalt der wohnkonzepte unsere wohnungsunternehmen brauchen deshalb mehr denn je sichere rechtliche und verlässliche politische rahmenbedingungen um ihr engagement in den bereichen klimaschutz und energieeffizienz sowie stadtentwicklung und soziales quartiersmanagement genauso intensiv und erfolgreich fortsetzen zu können wie bisher wie stark die wohnungswirtschaft von der finanzkrise betroffen sein wird lässt sich bisher noch nicht exakt abschätzen unsere branche verfügt zwar über stabile mieteinnahmen und ein langfristig angelegtes geschäftsmodell aufgrund des hohen fremdkapitalbedarfs ist sie aber stets in besonderer weise auf ein funktionierendes finanzsystem angewiesen verlässliche finanzierungspartner sind eine zwingende voraussetzung um sich den diversen anforderungen erfolgreich zu stellen ein schwerpunkt unserer wohnungspolitischen interessenvertretung und politikberatung wird auch in den nächsten jahren im bereich klimaschutz und energieeffizienz liegen damit die energetische sanierung der wohnungsbestände ­ auch nach den neuen weit höheren standards 2009 die im laufe des jahres in kraft treten sollen ­ weitergeführt werden kann müssen förderanreize für energetische modernisierung in angemessener höhe langfristig angelegt und stetig fortgesetzt sowie zusätzlich steuerliche anreize eingeführt werden sonst ist die wirtschaftlichkeit nicht annähernd zu erreichen zudem darf das mietrecht energetische modernisierung nicht behindern und muss die refinanzierung der investitionen und der managementleistungen zur energieeffizienzsteigerung erleichtern im bereich der stadtentwicklungspolitik engagieren wir uns 2009 dafür das der mitteleinsatz für die städtebauförderung weiter erhöht mindestens auf hohem niveau verstetigt und die mittelverwendung der einzelnen programme entsprechend der problemlagen in den regionen und vor ort flexibilisiert wird die ergebnisse der evaluierung des programms stadtumbau ost müssen zügig in einem entsprechenden maßnahmenpaket ab 2010 umgesetzt und durch eine abschließende lösung der altschuldenfrage flankiert werden der stadtumbau west muss auf der grundlage einer umfassenden evaluierung zielgenau und bedarfsorientiert ausgerichtet anpassungsfähig an die differenzierten lokalen verhältnisse gestaltet und mit einer starken wohnungswirtschaftlichen komponente ausgestattet werden wir müssen unsere kräfte bündeln ­ und viele unserer mitgliedsverbände tun dies bereits erfolgreich ein hervorragendes beispiel ist dafür die kooperation des verbandes norddeutscher wohnungsunternehmen e.v und des verbandes der wohnungswirtschaft in niedersachsen und bremen e.v und ein sichtbares ergebnis dieser zusammenarbeit ist das gemeinsame verbandsmagazin das heute vor ihnen liegt ich wünsche ihnen eine anregende lektüre und ein erfolgreiches jahr 2009 vorw or t » eigentlichbinichganza nders Ö d Ö nvonho rv áth ö sterreichisch ungarischerschriftsteller 1 9 0 1 ­ 1 9 3 8 daszitatfindetsichaktuell wieder imsong g anzanders v o n ud olindenberg aberichkommenursosel ten dazu « 2

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12 managementforum in rostock-warnemünde m a ga z i n 0 1 0 9 mana geme ntfo rum am 1 5 1 6 j a nu ar 2 0 0 9 fa ndin de r ya chth af enres id en z ho h e d ü ne im r o st o ck e r s ta d t te il wa rnemü n de das 1 2 m a n ag e m en tforum stat t vnw-verbandsdirektor dr joachim wege eröffnete vor ca 175 teilnehmern so viele wie noch nie die veranstaltung in seinem eröffnungsvortrag beschäftigte sich wege mit aktuellen fragen aus wohnungswirtschaft und -politik 2009 ­ wir machen das beste daraus so wege die gesellschaft stände vor fünf herausforderungen der finanz wirtschaftskrise der demografischen entwicklung der schere arm/reich dem klimaschutz und der pluralität der lebenskonzepte die haushaltszahlen stiegen in hamburg bis zum jahr 2020 um 8 prozent deshalb brauchen wir neue wohnungen das setzt anspruchsvollen wohnungsbau voraus das thema der co2-emissionen werde uns weiter verfolgen die energieverbräuche der mieter seien in mecklenburg-vorpommern am günstigsten die arbeitsgemeinschaft schleswig-holsteinischer wohnungsunternehmen habe am 14 januar 2009 gemeinsam mit anderen wohnungswirtschaftlichen verbänden mit dem innenministerium einen klimapakt geschlossen di e f in anzie run gvonwoh nun gsunte rn e hm en st eh tvorv ö l li gneu en h e rau s fo rder un g en die finanzierung von wohnungsunternehmen steht vor völlig neuen herausforderungen so hans-peter trampe vorstand der dr klein co ag berlin in seinem vortrag ertragspotenziale heben ­ chancen durch intelligentes darlehensmanagement diese aussage untermauerte er durch vier thesen die refinanzierung ist unberechenbar geworden die margen sind deutlich gestiegen die banken vertrauen sich nicht mehr und verlieren als kreditgeber an bedeutung deshalb forderte trampe das wohnungsunternehmen muss sich stärker über kreditgeber informieren informationen werden schwieriger zu erhalten sein gebt den banken informationen zeigt mehr transparenz trampe forderte die bankenwirtschaft auf ebenfalls mehr transparenz zu zeigen deshalb zwinge die kapitalmarktkrise alle beteiligten zu beschleunigtem handeln prof dr volker eichener wissenschaftlicher direktor der bochumer inwis gmbh sieht in seinem vortrag neue studie zu wohntrends ­ wie können wohnungsunternehmen profitieren drei schicksalstrends für die wohnungswirtschaft wachsende und schrumpfende regionen auch in norddeutschland manchmal sogar innerhalb einer stadt leerstand im osten aber auch im westen sowie die spaltung in arm und reich nach seiner auffassung gibt es einen klaren trend wohnungsmärkte differenzie 3

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christian gebhardt felix berghöfer thomas ortmanns m a ga z i n 0 1 0 9 dr wolfgang pfeuffer ren sich weshalb unterschiedliche strategien notwendig sind wie werte ich das produkt ,wohnen auf ohne dass es die welt kostet so eichener die handlungsmöglichkeiten für die wohnungswirtschaft wohntrends 2020 zeigt eichener wie folgt auf nischenprodukte flexible produkte mehrwert kommunizierte qualitäten sowie individualisierte produkte eichener abschließend die wohnung wird so individualisierbar wie das auto grundausstattung mit wahlmöglichkeiten dr wolfgang pfeuffer vorstandssprecher der josephstiftung kirchliches wohnungsunternehmen in bamberg gab in seinem vortrag denkfabrik wohnungsunternehmen ­ innovationen fördern und fordern einen werkstattbericht aus seinem hause die eu fordert innovationen von der wohnungswirtschaft diese müsse auf klimapolitische beschlüsse der eu reagieren der passivhausstandard werde mittelfristig norm in europa auch im bestand die elektronische bestandskontrolle ebkon sei eine von der joseph-stiftung entwickelte software zur rechtssicheren prüfung dokumentation und auswertung der verkehrssicherungspflichten im immobilienbestand sowie überwachung der mängelbeseitigung thomas ortmanns vorstand der aareal bank ag wiesbaden gab in seinem referat zum thema perspektiven für die immobilien und finanzmärkte einen verständlichen abriss über die finanzkrise der letzten wochen und monate dazu gehörte der markt vor subprime von subprime zur globalen finanzkrise sowie die auswirkungen der finanzkrise auf die finanz und realwirtschaft das kreditvolumen in den vereinigten staaten belaufe sich auf 500 milliarden us-dollar davon seien 30 prozent schlecht geworden trotzdem sei die krise wie eine flutwelle über andere regionen und produkte ausgerollt die krise hat mehrere ursachen z b der hohe überschuldungsgrad amerikanischer konsumenten bislang blieb die wohnungswirtschaft von der krise verschont stabile mieteinnahmen ermöglichen refinanzierung weitgehend unabhängig von der finanzkrise der hohe grad an stabilität innerhalb der wohnungswirtschaft die hohen eigenkapitalquoten sowie die langfristige finanzpolitik sind ursachen dafür das grundsolide geschäft der wohnungswirtschaft wird nach auffassung von ortmanns nach der marktkonsolidierung wieder zur normalität zurückkehren nach meinung von stefan gross aus münchen ist beziehungsintelligenz die entscheidende fähigkeit für wirtschaftlichen und persönlichen erfolg diese these begründete er in seinem vortrag gewinnen durch soziale und kommunikative kompetenz beziehungsintelligenz sei die software für die erbringung von fachlichen leistungen 4

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jürgen wendlandt dr joachim wege m a ga z i n 0 1 0 9 mana geme ntfo rum hans-peter trampe stefan f gross prof dr volker eichener die am meinsten geschätzten werte seien wertschätzung anerkennung respekt und zuneigung dagegen sei arroganz die spitze der dummheit anschließend gab er den teilnehmern fünf empfehlungen mit auf den weg respektieren sie die individualität ihres partners konditionieren sie sich für einen persönlichen umgang miteinander zeigen sie in gesprächen ihr interesse an den gedanken des anderen äußern sie sich nie abfällig über dritte machen sie ihrem partner mut bezi eh un gsin tel l i g en zistdieen ts c he id endef ä hi g k e it für wirtsc ha ftlic he n un dpersö n li c hen erfo lg wp christian gebhardt vom gdw bundesverband deutscher wohnungs und immobilienunternehmen e.v und wp/stb/ra jürgen wendlandt verband norddeutscher wohnungsunternehmen e.v erläuterten in ihrem vortrag die wirtschaftlichkeit energetischer modernisierung dabei ging es um die beurteilung von modernisierung von vermieteten wohngebäuden mit dem schwerpunkt energetischer modernisierung hintergrund war die verschärfung der gesetzlichen rahmenbedingungen abschließend stellten beide referenten die gliederung der vom gdw zu diesem thema geplanten arbeitshilfe vor dazu gehörten insbesondere die gesetzlichen grundlagen sowie möglichkeiten zur verbesserung der energieeffizienz senkung der energiekosten und co2-minderung felix berghöfer deutsche employer branding akademie gmbh berlin stellte in seinem vortrag employer branding arbeitgebermarkenbildung für erfolg im wettbewerb um die klugen köpfe strategien zur mitarbeiterfindung vor anhand von anzeigenkampagnen zeigt er auf wie konzernunternehmen versuchen kluge köpfe für ihr unternehmen zu verpflichten das 13 managementforum findet am 21 22 januar 2010 wieder in der yachthafenresidenz hohe düne in rostock-warnemünde statt notieren sie sich bitte jetzt schon den termin fot os dietmar lilienthal rostock thies i bold hamburg seite 3 oben rechts i nhaltsverzeichnis erstes foto von links 5

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wolkenkratzertapete in mümmelmannsberg die hamburger künstlerinnen katrin bethke und anneke gräper haben im november und dezember 2008 zusammen mit stadtteilbewohnern in hamburgmümmelmannsberg 900 quadratmeter große projektionen/tapeten für eine wand des hochhauses kandinskyallee 20 entworfen die tapeten wurden mit einem overheadprojektor auf die hauswände projiziert die wolkenkratzertapete ist ein projekt des stadtteilmarketings mümmelmannsberg proquartier dieses fördert als zusammenschluss von 11 hamburger wohnungsunternehmen mit beständen in mümmelmannsberg seit 1997 kunstaktionen im stadtteil m a ga z i n 0 1 0 9 ahw diskutiert zukunft des wohnungsbaus und schulentwicklungsplanung in hamburg staatsrat dr stephan hugo winters ahw-vorsitzender holger kowalski leitete die sitzung d i e zu k un ftsperspe kt i v en deswo hn u ngs b au s in ham burgunddiever za h nu ng dersc hu le ntwi ck l un g s pl a nun g mi t der q uarti e r s un d s ta d ten twickl un g wa ren diezen trale nthem en dera hw m i tgl ie de rver sam m lun g am 2 6 no vember 2008 staatsrat dr stephan hugo winters behörde für stadtentwicklung und umwelt bsu führte u.a aus dass es trotz beginnender steuermindereinnahmen zu keiner wohnungsbaudefensive in hamburg kommen werde ihm sei klar dass dafür in hohem maße städtische flächen gebraucht werden er plädierte dafür stadtentwicklung nicht in der fläche sondern in bestehenden quartieren zu betreiben auch familien mit kindern würden bei entsprechendem angebot lieber in der stadt mit guter infrastruktur als im umland wohnen bei der schwierigen wohnungsversorgung von haushalten mit marktzugangsproblemen strebe die bsu gemeinsame lösungen an die klimaschutz-ziele der stadt könnten nur erreicht werden wenn die akteure nicht überfordert würden norbert rosenboom leiter des amtes für bildung der behörde für schule und berufsbildung bsb bekannte freimütig dass es in bezug auf bildungsgerechtigkeit in hamburg ein komplettversagen einer ganzen lehrergeneration aber auch des bildungssystems gegeben habe 28 prozent der rund 225.000 schüler in hamburg seien nicht direkt in den ausbildungsmarkt integrierbar die heranführung von migranten-kindern an den arbeitsmarkt sei misslungen er plädierte für bildungslandschaften aus kindertagesstätten jugendhilfeeinrichtungen und unterschiedlichen schulformen die mit der bevölkerung vernetzt sein sollten in dieser legislaturperiode sollen 50 neue ganztagsschulen in sozial benachteiligten stadtteilen entstehen die regionalen schulentwicklungs-konferenzen sollen als ständige bildungskonferenzen mit teilnahmemöglichkeit der wohnungswirtschaft eingerichtet werden um z b über auswirkungen von schulentwicklungsplanungen auf die quartiere frühzeitig diskutieren zu können rosenboom wünschte eine fortführung und intensivierung des dialogs mit der wohnungswirtschaft 6

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18 mitgliederversammlung der arbeitsgemeinschaft mecklenburgisch-vorpommerscher wohnungsunternehmen e v un te r de mmotto z u k un ft g e sta lte n fa n d am 3 dezember 2 0 0 8 dieord en tl ic he m itgli ederver sa m ml ungdera mvw in s c hw e r in s tat t m a ga z i n 0 1 0 9 gemeinsam mit 120 teilnehmern aus mitgliedsunternehmen und gästen wie dem präsidenten des gdw lutz freitag und dem staatssekretär des ministerium für verkehr bau und landesentwicklung mecklenburgvorpommern sebastian schröder wurden aktuelle schwerpunkte der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen entwicklung diskutiert dazu gehörten auch die finanzkrise der klimaschutz und die situation auf den wohnungsmärkten erfreuliches signal aus dem bauministerium aufgrund des doppelhaushaltes 2008/2009 wurde das wohnraumförderprogramm 2009 noch im alten jahr eröffnet anträge können bis zum 31 januar 2009 gestellt werden mit dieser in mecklenburg-vorpommern ungewöhnlichen maßnahme will die landesregierung einen beitrag zur konjunkturbelegung leisten ein weiterer höhepunkt der veranstaltung war die unterzeichnung einer gemeinsamen erklärung zur umsetzung der ausstattungsverpflichtung mit rauchwarnmeldern zwischen amvw und dmb-landesverband mecklenburgvorpommern diese erklärung unterstreicht den willen beider interessenvertretungen praxisrelevante lösungen in bezug auf den nicht eindeutigen regelungsgehalt der landesbauordnung mecklenburg-vorpommern umzusetzen und das in fairem umgang zwischen vermietern und mietern die mitgliederversammlung beschloss im internen teil das vorgestellte programm 2009 der amvw und wählte einen neuen vorstand diesem gehören an nach richt en wilfried wollmann und doris hildebrandt überreichen sebastian schröder die gemeinsame erklärung von amvw und dmb l brunhilde bullmann wohnungsgenossenschaft warnow rostock-warnemünde e g l ulrich dankert wohnungsverwaltung binz gmbh l arno gutzmer wig wohnungsbau und investitionsgesellschaft mbh bad doberan l karl-dieter lehrkamp wohnungsgenossenschaft anklam e.g l dieter vetter stralsunder wohnungsbaugesellschaft mbh l wilfried wollmann schweriner wohnungsbaugenossenschaft e.g l rené gansewig neuwoba neubrandenburger wohnungsbaugenossenschaft eg wilfried wollmann als vorsitzender und arno gutzmer als stellvertreter wurden in ihren ämtern bestätigt 7

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schleswig-holstein stärkt freiwilliges engagement für den klimaschutz innenminister und fünf wohnungswirtschaftliche verbände unterzeichnen klimapakt a m 1 4 j a nu ar 2 0 0 9 s etz t en innen mi nis ter loth ar h ay un d v e rt r e te rderfü n f w ic h ti g st en wohn un gswirtsch af tlich en verbä n de im k i el e r la n de sh au s i hre u n te r sc hrift en un terein en zuvorausg eh a n de lt en k li m apak t klimapaktpartner des innenministeriums sind neben der arbeitsgemeinschaft schleswig-holsteinischer wohnungsunternehmen ashw im verband norddeutscher wohnungsunternehmen vnw der bfw nord eg haus grund schleswig-holstein der verband der immobilienverwalter schleswig-holstein und der verband wohn-eigentum/siedlerbund schleswig-holstein gemeinsames ziel ist es bis 2020 den co2-ausstoß im wohnungsbereich um rund 29 prozent zu senken dazu soll die energieeffizienz des gebäudebestandes durch zusätzliche investitionen in wärmedämmung und erneuerbare energien erhöht werden damit wollen die beteiligten einen beitrag zur bewältigung der folgen des klimawandels leisten innenminister lothar hay nannte die vereinbarung ehrgeizig aber machbar die ziele seien realistisch und die einzelnen maßnahmen konkret der klimapakt schaffe gute voraussetzungen für mehr klimaschutzinvestitionen klimaschutz gehöre zu den wichtigsten aufgaben der wohnungs und stadtentwicklungspolitik der kommenden jahre informationskampagnen fachveranstaltungen wettbewerbe und modellprojekte sollen nun ein breites bewusstsein für die ziele des klimapaktes schaffen mit zwang erreichen wir nichts wir müssen mit guten argumenten überzeugen so hay m a ga z i n 0 1 0 9 gemei ns a mes ziel is t es bis 2020 den co 2 -auss to ss im wohn u ngsberei ch um ru nd 29 pro ze nt zu sen ke n raimund dankowski der als ashw-vorsitzender den klimapakt unterzeichnete lobte den verzicht der landesregierung auf ordnungsrechtliche maßnahmen es sei gut dass sich die politik ihrer verantwortung für den klimaschutz nicht durch einfachen erlass strengerer gesetze entledigt das würde die schon heute schwierigen investitionsbedingungen weiter verschlechtern und die erreichbarkeit gemeinsamer ziele gefährden der klimapakt sei ein gutes instrument denn die wohnungswirtschaft brauche die politik für eine vernünftige ideologiefreie die zielerreichung fördernde rahmensetzung die politik brauche umgekehrt die wohnungswirtschaft für die umsetzung konkreter klimaschutzmaßnahmen man baue darauf dass schleswig-holstein den mut hat ggf auch als wegbereiter notwendiger veränderungen auf der bundesebene aufzutreten viele investitionsblockaden lägen dort dankowski verwies auch auf das bisher erreichte wir sind im klimaschutz weiter als die politik denkt die bisherigen wissenschaftlichen kennzahlen zum energieverbrauch unserer gebäude sind makulatur das kyotoziel haben wir erreicht und die messlatte mit der 2006 gestarteten aktion energiewende aus eigenem antrieb höher gelegt zugleich haben wir aber auch dringend notwendige korrekturen der wirtschaftlichen und rechtlichen rahmenbedingungen konkret benannt wir tun das nicht damit wir unsere eigenen ankündigungen nicht umsetzen müssen dazu zwingen uns allein schon die bedingungen auf den wohnungsmärkten wir fordern die beseitigung von investitionshemmnissen weil wir anderenfalls sehenden auges in eine zunehmend bedrohliche gegebenenfalls auch die wirtschaftliche existenz der vermieter gefährdende situation hineinlaufen ohne angemessen darauf reagieren zu können dankowski regte die bündelung bereits existierender klimaschutzaktivitäten einzelner akteure an synergien müssten genutzt werden in flensburg habe man mit der gründung eines vereins klimapakt flensburg e.v ein anfang gemacht stadt stadtwerke nahverkehr banken ihk hochschulen und wohnungsunternehmen hätten sich der gemeinsamen förderung des klimaschutzes verschrieben bis 2050 wolle man in flensburg eine völlig co2-neutrale energieerzeugung n achri chte n innenminister lothar hay und ashw vorsitzender raimund dankowski bei der unterzeichnung des klimapaktes 8

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an ettea sm u s se niselbsthilfebauve rein flensburg egma ga z i n 0 1 0 9 service-wohnen beim sbv wo der mensch im mittelpunkt steht h o ch h au s g eh t ­ se r vi c eh au skom mt ti te lte i m ok to b e r 2 0 0 8 d as f le nsbu rg er ta gebl at t d ie e n t st eh un geinesne uen se r vic eh auses desdritteninders tadt kÜn d i g te dera ut oran 8 3 oder 8 4 neue wo h nun genw Ü r d en h ie r a m fr i e si s che n be rg ge b aut dortwovormalsd as Ä l te s te h o ch h au s ge sta nd en h at d en gen ussmode rn en s e r vi c e wo h ne n s s ollen s ie b ri ngen wohn en i n d en ei ge n en v ier wÄ nd e n b is h i n zum l e b en s en d e ­ auc h bei s chw e r ste r p fle gebed Ü r ft igkeit auch raimund dankowski bild unten hat sie überrascht dabei kennt der sbv-vorstandsvorsitzende den bestehenden bedarf genau hatte bereits anfang 2000 vor dem hintergrund der demografischen entwicklung neue wohnmodelle für moderne alte gefordert und selbst in zusammenarbeit mit dem flensburger arbeiter-bauverein und der arbeiter-wohlfahrt awo ein pilot-projekt für flensburg verwirklicht das servicehaus sandberg ­ das erste servicehaus in flensburg hier geht es nicht um betreutes oder altengerechtes wohnen betonte familienministern gitta trauernicht als 2004 der erste gebäudeabschnitt eingeweiht wurde einrichtungen die sich auf die versorgung betagter menschen spezialisiert hätten gäbe es viele notwendig seien vielmehr angebote die es uns ermöglichen bis ins hohe alter hinein selbstständig und selbstbestimmt zu bleiben ein aktiver teil der gesellschaft zu sein der ­ ja das sei sicherlich notwendig ­ zunehmend auf dienstleistungen angewiesen sei um sich das leben einzurichten serv ice wo hne n p l Ä n e f Ü reinneues se rvic eh a u s p l ö t z l ich s ta nd en diet el e f o ne n ich t me hr st i l l für das projekt verantwortlich sei die sbv flensburg eg schrieb der redakteur weiter und bescherte den kollegen der genossenschaft damit viel arbeit noch am selben tag standen die telefone nicht mehr still ob man sich denn schon auf eine warteliste setzen lassen könne wie teuer die wohnungen wohl wären und wann genau eigentlich mit dem frühestmöglichen einzugstermin zu rechnen sei diese und ähnliche fragen beantworteten die mitarbeiter des sbv-wohnservice in den folgenden tagen geduldig ­ mit interesse hatte man hier gerechnet aber diese überwältigende nachfrage 9

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als wohnungsbaugenossenschaft haben wir die pflicht diese angebote für unsere mitglieder zu schaffen stimmte dankowski damals zu und ließ seinen worten taten folgen nach dem servicehaus sandberg mit 75 appartements entstanden im flensburger servicehaus fruerlund weitere 69 wohnungen und nun also über 80 wohnungen im neuen servicehaus dem servicehaus friesischer berg das prinzip des servicewohnens ist überall dasselbe ein pflegedienst ­ in flensburg die awo ­ ist mit untergebracht in dem wohnkomplex er bietet den bewohnern pauschal bestimmte grunddienstleistungen an zu denen üblicherweise ein 24h-notdienst gehört ein einkaufsservice auf wunsch hängen brötchen an der tür beim behörden-schriftwechsel oder schwierigkeiten im umgang mit der pflegekasse gibt es unterstützung wer mag leistet sich ­ gegen aufpreis ­ weiteren service friseur fußpflege massage wer darauf angewiesen ist erhält pflegeleistungen die zumeist aus der versicherung bezahlt werden selbst schwer pflegebedürftige bettlägerige menschen müssen so ihre gewohnte umgebung nicht verlassen sie bleiben zuhause ­ bis zum lebensende v o ra u s s et zu n g f Ü r ei n se l b s tb estimm te sleb en e i n ma x i m um a n be w eg l ich k ei t und wie lebt es sich in so einem servicehaus wunderschön ­ sehen sie sich um sagt inge nissen und macht eine auffordernde weit ausholende geste sie steht vor der eingangstür zu ihrer wohnung im großzügigen hausflur viele nischen gibt es hier vor großen fenstern dort stehen grünpflanzen sportgeräte schnacksessel ­ hier wird gelebt großzügig auch die räumliche aufteilung im privaten wohnbereich keine schwellen viel licht so lange wie möglich selbstbestimmt zu leben ist wichtig und machbar formuliert die 85-jährige ihren anspruch den sie als langjähriges mitglied an ihre genossenschaft hat dafür brauchen wir in erster linie eine barrierearme umgebung breite türen ebene bodenflächen erhöhte toilettenbecken sehen sie sich um wiederholt sie beweglichkeit ist für die bewohnerin der ersten stunde im servicehaus sandberg wichtig heute läuft sie mit federnden schritten durch die gänge organisiert basare und sorgt für die einrichtung der bücherei das miteinander ist wichtig wer möchte kann hier vieles in der gemeinschaft erleben wer es nicht möchte bleibt für sich jeder nach seiner fasson voraussetzung für dieses maximum an selbstbestimmung ist ­ wie gesagt ­ beweglichkeit so viel beweglichkeit wie möglich will der sbv seinen älteren und alten mitgliedern schaffen das erfordert eine sorgfältige planung angefangen bei der auswahl des standortes der sollte von viel grün umgeben sein aber dennoch in der nähe von supermärkten Ärztehäusern apotheken und sonstigen dienstleistern liegen eine gute anbindung an die öffentlichen verkehrsmittel ist erforderlich kurz gesagt ziel ist es freizeit und versorgungsangebote so nah wie möglich an die senioren zu bringen und ohne viel aufwand sollte ihnen auch die fortbewegung innerhalb des hauses möglich sein frank jürgensen leiter der technischen abteilung beim sbv spricht von einer herausforderung wenn es darum geht die anforderungen der pflegetechnik in die üblichen baulichen ansprüche zu integrieren die menschen sollen sich wohlfühlen sich in ihrem neuen zuhause zurechtfinden sagt er wir müssen also sehr detailreich und sorgfältig planen und diese planungen dann exakt und durchdacht umsetzen da sagt der aufzug einem in welcher etage er gerade anhält es gibt eine ladestation für elektrorollstühle farbige flure markieren das stockwerk bodenheizungen sorgen für warme füße griffe an den wänden für halt ­ die liste ließe sich ewig fortsetzen es ist ­ wie gesagt ­ eine sehr sorgfältige detailreiche planung notwendig um soviel freiraum wie nötig und so wenig hindernisse wie möglich zu bauen im café des servicehauses ist immer etwas los ­ modenschauen bingo-nachmittage lese-runden hockergymnastik als jüngst im servicehaus fruerlund zu einem tag der offenen tür geladen wurde trafen sich hier bewohner und interessierte im haus gewährte das ehepaar hansen einblick in ihre wohnung wir haben glück gehabt als wir 2006 den platz bekamen berichtete ingrid hansen im gespräch mit ihren gästen pflegeleistungen brauchen wir zwar noch nicht aber die bequeme seite des servicewohnens hätten sie trotzdem schon kennen gelernt die hilfe war ideal nun leben sie zwischen volkspark und nahversorgungszentrum und wir genießen das das und das bewusstsein dass jemand da ist wenn mal etwas sein sollte m a ga z i n 0 1 0 9 10

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auch hans-christian petersen hat sich im servicehaus fruerlund eingerichtet und sein appartement für alle gäste geöffnet er mischt aktiv mit im genossenschaftsleben ist dabei wenn es darum geht unterhaltungsnachmittage zu gestalten oder sich sozial zu engagieren so kennt er viele die gern einen platz im servicehaus ergattern würden und er kennt die andere seite ­ die kollegen in der verwaltung die bedauernd den kopf schütteln wenn sie gefragt werden ob denn nicht doch bald eine wohnung frei werde heute am tag der offenen tür hält petersen einen kurzen klönschnack mit ihnen der umgangston ist freundschaftlich ­ auch wenn er sich schon manches mal beschwert hat aus eigenem antrieb oder im auftrag eines nachbarn heute ist es keine beschwerde die alle beschäftigt sondern die freude darüber dass die menschen im haus deutlich zeigen wie wohl sie sich hier fühlen aber es wächst auch das bedauern darüber dass das angebot an servicewohnungen spürbar geringer ist als die nachfrage diese überwältigende nachfrage ­ woher mag sie kommen es ist das bedürfnis der menschen nach sicherheit und geborgenheit danach dass da jemand ist der sich kümmert ­ auch wenn ich allein lebe ohne partner ohne familie zeigt sich raimund dankowski überzeugt als genossenschaft setzen wir den modernen problemen ­ einsamkeit angst perspektivlosigkeit ­ eine funktionierende gemeinschaft entgegen so findet der einzelne halt in den servicehäusern komme dieses genossenschaftsprinzip ganz besonders zum ausdruck wer hier wohnt bekommt hilfe und gesellschaft so viel er will ­ aber eben nicht mehr das angebot sei finanziell erschwinglich und stünde sogar mitgliedern mit wohnberechtigungsscheinen offen und immer mehr menschen leben immer länger kein wunder also dass servicewohnen so ungeheuer beliebt ist auch marie louise-borowiak interessierte sich dafür sie gehörte zu den ersten die sich die pläne zum servicehaus fruerlund erläutern ließ eingezogen ist sie nicht ich habe angst im alter meine eigenständigkeit zu verlieren und hoffte auf die unterstützung in der gemeinschaft berichtet sie aber es geht mir auch darum generationsübergreifend zu leben ich brauche geistige anregung möchte meine hobbys ­ lesen singen und ausflüge in die natur ­ mit anderen menschen genießen ohne über krankheiten reden zu müssen und ich bin kein mensch der gern allein lebt ich brauche eine aufgabe vielleicht als ersatz-omi mit kindern kann ich gut eine wohngemeinschaft mit anderen davon träumt die 65-jährige zusammen mit anderen senioren aber auch mit jüngeren menschen vielleicht einer familie oder einem alleinerziehenden elternteil die ehemalige sekretärin ist zu dem schluss gekommen dass sie sich wohl erst eine gruppe suchen muss in der sie sich wohlfühlt menschen mit den gleichen vorstellungen die eine generationsübergreifende wohngemeinschaft bilden wollen ­ erst dann die wohnung auch sie kann sich auf die unterstützung der genossenschaft verlassen natürlich würden wir ein solches projekt unterstützen sagt raimund dankowski das miteinander der generationen ist ohnehin ein haupt-anliegen unserer genossenschaft wenn außerdem noch die initiative dazu von unseren mitgliedern ausgeht ist das ein weiterer anlass hilfe zu leisten m a ga z i n 0 1 0 9 serv ice wo hne n wo hnra u man pa ssu ng a lltag in der gen osse n sc ha ft a u ch w en ndien ac h f ra ge grossist ­ n ich t a l le lieb en s e r vi c ehÄ user wie diese hilfe aussehen kann zum einen in dem wir in unserem bestand nach geeigneten räumlichkeiten suchen zum anderen in dem wir diese räumlichkeiten den bedürfnissen entsprechend anpassen d.h zum beispiel die türen verbreitern schwellen entfernen unterfahrbare küchenzeilen einrichten ­ soweit das möglich und nötig ist wohnraumanpassungen so der vorstandsvorsitzende weiter gehörten ja zum alltag in der genossenschaft wir 11

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möchten so vielen mitgliedern wie möglich ein selbstständiges selbstbestimmtes leben bis ins hohe alter hinein ermöglichen das gilt nicht nur für diejenigen die in unseren servicehäusern wohnen das gilt auch ­ und besonders ­ für diejenigen die die wohnung in der sie häufig schon über jahrzehnte leben nicht verlassen möchten zwei sozialarbeiter beschäftigt der sbv für die es zum alltag gehört menschen zu beraten die mit körperlichen einschränkungen leben und die ihr altes zuhause nicht aufgeben wollen in vielen fällen reichen schon kleine unterstützungsleistungen ­ hilfe bei behördengängen bei einkäufen oder arztbesuchen ­ aus und die betroffenen kommen ohne weiteres allein zurecht erläutert sbv-sozialarbeiterin gesa kitschke manchmal brauche es auch ein paar bauliche veränderungen und manchmal einfach nur ein bisschen aufmerksame nähe soziale kontakte sicherheit in der gemeinschaft das sind werte für die die genossenschaft steht und die sie auch verkörpert einzige voraussetzung der betroffene muss sein schneckenhaus verlassen und sein wohnumfeld aktiv nach seinen bedürfnissen mitgestalten wiederum gemeinsam mit der awo und wiederum in einem pilot-projekt haben der sbv und die stadt flensburg vor diesem hintergrund ein service-büro im traditionsstadtteil fruerlund eröffnet alte sbv-mitglieder wohnen hier viele bereits seit den 60er jahren es ist ein thema dass man seine wohnung nicht verlassen will auch wenn die gebrechlichkeit zunimmt zwei sozialpädagoginnen der awo arbeiten im service-büro sie haben die aufgabe fachliche hilfe zu leisten aber auch für zwischenmenschlichen kontakt zu sorgen was im jahr 2006 nur zögerlich begann ist inzwischen ein erfolgsmodell 350 einzelberatungen gab es im vergangenen jahr und was beinahe noch schöner ist die menschen kommen gerne vorbei ­ einfach mal so auf einen klönschnack oder um den neuesten tratsch zu hören sie lernen sich kennen und beginnen sich gegenseitig zu helfen nachbarschaft zu leben wird wieder selbstverständlich und gelebte nachbarschaft ist die vernetzung unter menschen die außerhalb einer familie sicherheit in der gemeinschaft gibt wie sagte doch familienministerin gitta trauernicht notwendig sei es angebote zu schaffen die es uns ermöglichen bis ins hohe alter hinein selbstständig und selbstbestimmt zu bleiben ein aktiver teil der gesellschaft zu sein das servicehaus friesischer berg das bis 2011 in flensburg entsteht und für das es heute schon so viele bewerber gibt macht ganz sicher ein solches angebot doch die plätze sind begrenzt ­ und bietet eine funktionierende nachbarschaft gepaart mit genossenschaftlichem zusammenhalt nicht ganz ähnliche möglichkeiten m a ga z i n 0 1 0 9 familienministerin gitta trauernicht 12

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be ttinahar ms i an alyse konzepte und kommunen zu dem breiten leistungsspektrum gehören markt und kundenforschung prognostik sowie organisations und mitarbeiterentwicklung ziel ist es mit umfassenden dienstleistungen eine marktorientierte weiterentwicklung von unternehmen mitarbeitern und wohnungsbeständen zu unterstützen studium der soziologie in hamburg mehr als 20 jahre erfahrung in der beratung von wohnungsunternehmen vor 15 jahren gründung von analyse konzepte mit mehr als 20 mitarbeitern befasst sich analyse konzepte erfolgreich mit der beratung von wohnungsunternehmen sowie der forschung für bund länder m a ga z i n 0 1 0 9 wohn riester ­ eine chance für die wohnungswirtschaft bis zum jahr 2040 wird das rentenniveau in deutschland dramatisch absinken nach erkenntnissen der rürup-kommission hat dann ein beschäftigter der 45 jahre lang ein durchschnittseinkommen bezogen hat nur noch eine staatliche rente von 988,00 zu erwarten zusätzlich wird die gruppe derjenigen erheblich größer die gar nicht oder in deutlich geringerem umfang in die rentenversicherung eingezahlt hat nach einschätzung von meinhardt miegel leiter des bonner instituts für wirtschaft und gesellschaft wird um das jahr 2030 herum etwa die hälfte der senioren eine rente beziehen die kaum höher ausfällt als die grundsicherung1 ein großer teil der älteren generation wird sich dann bei weitem nicht mehr den lebensstandard leisten können der für die heutige altengeneration normal ist damit kommen hohe anforderungen auf die gesellschaft zu denn die grundsicherung für diese große gruppe muss dann von einer deutlich geringeren anzahl erwerbstätiger finanziert werden als heute eine kaum zu bewältigende aufgabe damit ist absehbar dass auch für das wohnen trotz seiner immensen bedeutung für ältere menschen erheblich weniger geld zur verfügung stehen wird für viele menschen sind damit die zukunftsaussichten alles andere als rosig natürlich erfordern alle damit zusammenhängenden maßnahmen zunächst eine differenzierte betrachtung nicht alle zukünftigen senioren werden im gleichen maße betroffen sein es wird gleichzeitig sehr einkommensschwache wie auch sehr wohlhabende seniorenhaushalte geben allerdings bestehen auch schon heute preisgünstige marktsegmente viele menschen die bereits während ihrer erwerbsphase nur über geringe einkünfte verfügen wohnen bereits dementsprechend günstig und werden sich deshalb im alter verändern müssen jedoch wird dies voraussichtlich nicht ausreichen wir werden ab 2030 mit einer wachsenden nachfrage nach preiswerten wohnungen rechnen müssen wichtig ist dass die hohen nebenkosten ernorm zur belastung der gesamten wohnkosten beitragen deshalb müssen maßnahmen zur reduzierung der wohnkosten ganz eng an den nebenkosten ansetzen ebenso wichtig ist es aber auch dass mehr menschen über eine geeignete private altersvorsorge verfügen um sich eine angemessene wohnung im alter leisten zu können gerade bei der gruppe der unter 40-jährigen können durch zusätzliche private vorsorgemaßnahmen noch erhebliche effekte erzielt werden vor diesem hintergrund hat sich die expertenkommission wohnungsgenossenschaften bereits 2004 mit der idee befasst genossenschaftsmitgliedern die bildung eines kapitalstocks für die wohnkosten im alter zu ermöglichen damals entstand die idee durch den erwerb von freiwilligen zusätzlichen genossenschaftsanteilen sowie den thesaurierten dividenden einen kapitalstock aufzubauen der im alter zugunsten der mietzahlungen aufgelöst wird2 diese form der altersvorsorge kommt ohne staatliche förderung aus dies gibt der einzelnen genossenschaft sehr viel gestaltungsspielraum allerdings können unter einsatz der üblichen dividenden nicht annähernd die finanziellen effekte erreicht werden die z b bei einem riester-vertrag möglich sind die berliner baugenossenschaft von 1892 entwickelte für ihre mitglieder eine möglichkeit zur inanspruchnahme der förderung in dem sie in ihrer spareinrichtung ein eigenes riester-sparprodukt anbietet das inzwischen bereits mehrfach ausgezeichnet worden ist w ohn ri es ter veränderte anforderungen an wohnungsunternehmen und genossenschaften die wohnungswirtschaft muss sich auf diese zukunftsperspektiven einstellen denn es stellt sich damit die frage welche wohnkosten sich die senioren von morgen leisten können und in welchem verhältnis diese zu den notwendigen erträgen der wohnungsanbieter stehen die branche wird sich spätestens ab 2030 auf einkommensschwächere seniorenhaushalte einstellen müssen 13

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