Qualitätsstandards des Bundesverbandes Produktionsschulen e.V.

 

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Wo Produktionsschule drauf steht, soll auch Produktionsschule drin sein

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bundesverband produktionsschulen 07 wo produktionsschule drauf steht soll auch produktionsschule drin sein qualitätsstandards des bundesverbandes produktionsschulen e.v.

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inhaltsverzeichnis die qualitätsstandards des bundesverbandes produktionsschulen e.v vorgeschichte 4 4 5 7 8 8 10 16 18 20 22 was bedeutet das qualitätssiegel des bundesverbandes einleitung die produktionsschule ist ein lernarrangement für junge menschen qualitätsstandards und spezifikationen für produktionsschulen 1 lern und arbeitsort bilden in produktionsschulen eine einheit 2 im mittelpunkt der produktionsschulen stehen junge menschen 3 die produktionsschule ist eine pädagogisch gestaltete lerngemeinschaft junger menschen 4 produktionsschulen sind bestandteil des regionalen wirtschafts bildungs und sozialraums 5 an produktionsschulen arbeitet ein multiprofessionelles team mit herz 6 jede produktionsschule pflegt ein qualitätsmanagement oder selbstevaluationssystem seite 3

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die qualitätsstandards des bundesverbandes produktionsschulen e.v die qualitätsstandards des bundesverbandes produktionsschulen e.v vorgeschichte die intensiven diskussionen auf der fachtagung des bundesverbandes in leipzig 2008 im workshop qualitätsstandards an produktionsschulen haben gezeigt dass verständigungen und auseinandersetzungen zu fragen wie was macht denn nun eine produktionsschule aus oder was sind denn die qualitativen merkmale von produktionsschulen in deutschland immer wieder geführt wurden mit den produktionsschulprinzipien wurde 2007 ein wichtiger meilenstein gesetzt jedoch waren unsere 13 merkmale nicht für die ewigkeit und unumstößlich festgeschrieben aus diesen impulsen heraus hatte sich der vorstand nach der mitgliederversammlung 2008 entschlossen einen arbeitskreis qualitätsstandards für produktionsschulen einzurichten mit dem ziel qualitätsstandards zu erarbeiten sowie vorschläge zur verfahrensweise zur auditierung bzw zertifizierung des qualitätssiegels zu entwickeln und diese arbeitsergebnisse zur innerverbandlichen diskussion zu stellen zur mitgliederversammlung 2009 in hannover wurde ein erstes arbeitspapier vorgestellt nach interner diskussion wurde der vorstand beauftragt dem existierenden arbeitskreis den auftrag zu erteilen die standards weiter zu entwickeln und ein verfahrensvorschlag zur nächsten mitgliederversammlung 2010 zu erarbeiten was bedeutet das qualitätssiegel des bundesverbandes der bundesverband produktionsschulen e.v erkennt mit der vergabe des qualitätssiegels an eine produktionsschule ihr erreichtes arbeits und entwicklungsniveau an indem wir qualitätsstandards formulieren und schließlich testieren sollen einerseits beliebigkeit und unverbindlichkeit in der deutschen produktionsschullandschaft vermieden und somit übersichtlichkeit und transparenz befördert werden anderseits sollen den produktionsschulen instrumente zur qualitätssicherung und weiterentwicklung zur verfügung gestellt werden qualitätsstandards dürfen nicht falsch reglementieren und sinnentleert ritualisieren sie sollen offensiv alle produktionsschulen und gründungswillige zur diskussion und weiterarbeit einladen sie sind keine normen der ausgrenzung sondern einladung und herausforderung zum nachdenken mitgestalten und zur weiterentwicklung von produktionsschulen als qualitative elemente einer zukünftigen bildungsreform in deutschland seite 4

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einleitung einleitung indem wir zeitgemäße standards zur strukturierung und entwicklung konkreter pädagogischer handlungen formulieren rahmen und inhalte einer neuen form von schule ­ kritisieren wir gleichzeitig veraltete traditionen zugleich versuchen wir die produktionsschulstandards als bauanleitung des neuen tragfähig vergleichbar und kommunizierbar zu machen also verhandelbar und zustimmungsfähig es geht darum eine neue schulform neue bildungseinrichtung mit leben zu füllen und durch gleichberechtigte partizipation aller beteiligten überprüfbar zu machen die standards sollen handlungsleitend sein für pädagogische prozesse und institutionelle strukturen bei der neugründung von produktionsschulen sowie hilfestellung und handreichung bieten für die überprüfung schon bestehender einrichtungen sie bilden weitgehend die soziale und demokratische vielfalt der produktionsschulen als neue bildungseinrichtung ab social/cultural diversity alle standards müssen verhandelbar sein und bleiben und zu von konsens getragenen regeln und vereinbarungen führen ein guter maßstab bei der entwicklung einer produktionsschule ist dass sie allen beteiligten eine leistungsfähige soziale und gerechte orientierung eröffnet grundlegende prämissen sind · die würde grundgesetz aller beteiligten in ihrer kulturellen vielfalt · ein humanistisches den demokratischen und wissenschaftlichen prinzipien der aufklärung verpflichtetes menschenbild · respekt vor den eigenheiten und anerkennung der besonderheiten von jungen menschen auf ihrem sozial verantwortlichen weg zum mündigen aktiven bürger sowie · die einsicht dass alles pädagogische handeln in erster linie dem wohl der jungen menschen ­ als auch der arbeitszufriedenheit der mitarbeiter zu dienen hat produktionsschulen setzen bei den jungen menschen vor allem identitätsstiftende und damit das selbst stabilisierende prozesse in gang dafür bilden die basis sowohl die tätigkeiten in ihrer materiellen sozialen und gesellschaftlichen bedeutung als auch die dabei entstehenden zwischenmenschlichen beziehungen die wertschätzende und kooperative kultur der produktionsschulen unterscheidet sich von überkommenen schulformen die oft pädagogische weiterentwicklungsmöglichkeiten behindern damit eröffnen arbeiten und lernen in den werkstätten und dienstleistungsbereichen von produktionsschulen nicht nur alternativen zur gewohnten schulförmigen methodik und didaktik sondern auch zur organisationskultur von bestehenden bildungseinrichtungen produktionsschulen ermöglichen letztendlich die erhöhung der chancen der jungen menschen auf dem ausbildungs und arbeitsmarkt damit werden bildungspolitisch betrachtet sowohl gesellschaftliche interessen fachkräftenachwuchs als auch individuelle ziele autonomie gesellschaftliche teilhabe berücksichtigt produktionsschulen wollen jungen menschen eine differenzierte und selbstbestimmte persönlichkeitsentwicklung für ein gutes leben in arbeit und beruf ermöglichen ziel ist die bereitstellung jener werkzeuge die zur meisterung des lebens zur vermittlung in ausbildung und selbstverantwortlicher arbeit notwendig sind die maskuline form wird auch dort verwendet wo die bezeichnung beide geschlechter einschließt dies stellt keine bewertung oder diskriminierung dar sondern dient der besseren lesbarkeit seite 5

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einleitung standards zur sicherung der qualität von produktionsschulen sind keine normen im technischen sinne wie z.b din oder iso sondern parameter für die gestaltung des alltagsgeschehens in produktionsschulen sie tragen einerseits dazu bei in den vertraglichen arbeitsbeziehungen beliebigkeit und unverbindlichkeit zu vermeiden andererseits befördern sie übersichtlichkeit und transparenz im produktionsprozess und pädagogischem alltag in den sozialen und inhaltlichen standards spiegeln sich sowohl die individuellen bedürfnisse der beteiligten als auch die sozialen notwendigkeiten der arbeitsteiligen und kooperativen tätigkeit wider standards dürfen nicht falsch reglementieren und inhaltslos ritualisieren sie sind kein instrument der ausgrenzung sondern einladung und herausforderung zum nachdenken über inhalte und zum mitgestalten von handlungsräumen in produktionsschulen an den zielen und der verfasstheit von produktionsschulen zugleich produktionsort betrieb und schule bildungseinrichtung zu sein spiegeln sich die zum teil widersprüchlichen historisch gewachsenen logiken der gesellschaft daraus erwächst eine starke persönliche und institutionelle herausforderung die der humanität verpflichtet ist die berufs pädagogische idee produktionsschule birgt entwicklungspotential in sich und ist zukunftsfähig um aber zu einem lernort der zukunft zu werden muss pädagogisches handeln bestimmten ansprüchen genügen · großzügigkeit und gelassenheit im arbeitsalltag bei der gestaltung des wertschöpfungsprozesses · einfallsreichtum in bezug auf lerninhalte und methoden bei der gestaltung kooperativer lernprozesse · selbstreflexion und heiterkeit bei der gestaltung der beziehung zu jungen menschen seite 6

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die produktionsschule ist ein lernarrangement für junge menschen die produktionsschule ist ein lernarrangement für junge menschen in dem über einen kooperativ organisierten arbeitsprozess individuelle lernprozesse nachhaltig gefördert werden basierend auf diesem konstituierenden element von produktionsschulen bilden folgende sechs qualitätsdimensionen den rahmen für die vergabe des qualitätssiegel produktionsschule 1 lern und arbeitsort bilden in produktionsschulen eine einheit sie sind betrieblich strukturiert und entlohnen ihre jungen mitarbeiter und mitarbeiterinnen produktionsschulen stellen in ihren werkstätten marktfähige produkte her oder bieten mit ihren arbeitsbereichen dienstleistungen für reale kunden an im mittelpunkt der produktionsschulen stehen junge menschen von 14 bis 27 jahren die auf freiwilliger basis und mit flexiblen ein bzw ausstiegen individuell gestaltete bildungs und qualifizierungsangebote nutzen ­ mit dem ziel der integration in ausbildung und beschäftigung die produktionsschule ist eine pädagogisch gestaltete gemeinschaft junger menschen in einer förderlichen und anregenden lern und arbeitsatmosphäre produktionsschulen sind auf dauer angelegt und werden durch systematische netzwerkarbeit und kooperationen zu einem festen bestandteil des regionalen wirtschafts bildungs und sozialraums an produktionsschulen arbeitet ein multiprofessionelles team mit herz welches über berufsfachliche betriebswirtschaftliche und pädagogische kompetenzen verfügt und in der lage ist den besonderheiten des bildungs und erziehungsanspruchs des produktionsschulansatzes gerecht zu werden jede produktionsschule pflegt ein qualitätsmanagement oder selbstevaluationssystem 2 3 4 5 6 seite 7

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lern und arbeitsort bilden in produktionsschulen eine einheit qualitätsstandards und spezifikationen für produktionsschulen 1 lern und arbeitsort bilden in produktionsschulen eine einheit sie sind betrieblich strukturiert und entlohnen ihre jungen mitarbeiter und mitarbeiterinnen produktionsschulen stellen in ihren werkstätten marktfähige produkte her oder bieten mit ihren arbeitsbereichen dienstleistungen für reale kunden an produktionsschulen weisen weitgehende betriebliche strukturen auf diese beinhalten marktorientierte produktion bzw dienstleistungserstellung die im kundenauftrag ausgeführt wird es gibt vertragliche regelungen mit den jungen mitarbeiter die u a arbeits und urlaubszeiten sowie eine nachvollziehbare vergütung enthalten die jungen mitarbeiter werden nicht mit einer simulierten lernumgebung konfrontiert sondern mit realen produktlinien und echten kundenkontakten pädagogisch und beruflich strukturierte werkstätten und dienstleistungsbereiche die von verantwortlichen werkstattpädagogen geleitet und betreut werden sind die didaktischen kernelemente der produktionsschule lernprozesse finden über produktionsprozesse statt arbeiten und lernen sollen als ganzheitliches prinzip im realen arbeitsalltag unter einbeziehung von kognitiven emotionalen sozialen und haptischen lernebenen gefördert werden dabei soll theoretisches planen und praktisches tun sinnvoll vereint werden produktion anleitung orientierung sowie persönliche begleitung und beratung stellen im idealfall eine einheit dar prinzip der ganzheitlichkeit und bilden die grundlage für eine wirkungsvolle lernumgebung dabei gilt der vorrang der pädagogischen zielsetzung vor wirtschaftlichen interessen die arbeitsprozesse sind so gestaltet dass sie für die jungen mitarbeiter keine überforderung darstellen d h sie müssen nachvollziehbar und überschaubar verständlich und leistbar sein die aktive beteiligung der jungen menschen am produktionsschulbetrieb ist durchgängiges prinzip produktionsschulen strukturieren den lehr und lernprozess vor dem hintergrund realer aufträge analog erfolgt die curriculumgestaltung in den werkstätten und dienstleistungsbereichen dies setzt spezifische organisations und umsetzungsformen für die verbindung von lern und arbeitsprozessen an produktionsschulen voraus die allgemeinbildenden inhalte müssen mit den fachpraktischen und fachtheoretischen inhalten verbunden werden methodenvielfalt ist erforderlich zur verknüpfung von arbeits und lernaufgaben und zur gestaltung von individuellen und kooperativen lernprozessen spezifikationen produktorientierung anforderungen in den werkstätten werden nachgefragte güter und dienstleistungen produziert die jungen mitarbeiter werden nicht mit einer simulierten lernumgebung konfrontiert sondern mit realen produktlinien und echten kundenkontakten nachweismöglichkeiten ·auftragsnachweis auftragsbuch ·produktbeschreibung ·reale aufträge befragung der mitarbeiter nach auswahl und akquise der produkte dienstleistungen ·reale kunden produktkataloge netzwerkdiagramm über kunden/kooperationen in der region ·dokumentation der arbeitsverträge arbeitsund urlaubszeiten betriebsähnliche strukturen und marktorientierte produktion und dienstleistungserstellung seite 8

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lern und arbeitsort bilden in produktionsschulen eine einheit spezifikationen anforderungen nachweismöglichkeiten ·ausstattung der werkstätten z.b hobby oder profiküche ·berufsbekleidung und arbeitsschutz pädagogische leitidee die arbeitsaufträge das zeitbud ·dokumente regelwerke get sowie die anleitung und bezeit arbeits und personalpläne treuung sind pädagogisch so gestaltet dass eine enge verbindung von arbeiten und lernen ermöglicht wird dieser anspruch gilt auch für betriebspraktika oder praktika in anderen ausbildungsund beschäftigungsbereichen des bildungsträgers als theoretische grundlage für ·leitbild und konzept der produktionsschule die arbeit in der produktionsschule werden tätigkeitstheorie ·beobachtung des werkund handlungsregulationstheostattalltags theorie vs rie angesehen handlungsorienpraxis bzw anspruch vs tierung kompetenzansatz und realität das modell der vollständigen handlung sind pädagogische leitlinien allgemeinbildende inhalte sind mit den fachpraktischen und fachtheoretischen inhalten verbunden und werden weitgehend innerhalb des realen arbeitsauftrages realisiert lernort werkstatt ·textdokumente konzept/curricula grundausrichtung sollte in der konzeption beschrieben sein ·arbeitsaufträge ·beobachtung ·berichte umsetzungsbeispiele theoriebezug verbindung der lern und arbeitsprozesse curriculum in den werkstätten wird ein ·textdokumente flexibles dem unterschiedlichen curricula arbeitsauftrag entwicklungsstand der junge ·präsentation eines curmensch und den unterschiedriculums einschließlich lichen erfordernissen realer kontextuellen bezugs auf aufträge rechnung tragendes ökonomische auftrag und curriculum vorgehalten und pädagogische zielsetzung ständig fortentwickelt ·nachweis personalqualifikation seite 9

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im mittelpunkt der produktionsschulen stehen junge menschen 2 im mittelpunkt der produktionsschulen stehen junge menschen von 14 bis 27 jahren die auf freiwilliger basis und mit flexiblen ein bzw ausstiegen individuell gestaltete bildungs und qualifizierungsangebote nutzen ­ mit dem ziel der integration in ausbildung und beschäftigung produktionsschulen bieten betriebsnahe produktionsorientierte angebote beruflicher orientierung und vorbereitung sowie qualifizierung oder ausbildung durch berufliche und soziale integration sollen die jungen menschen zukunfts und lebensperspektive gewinnen und zu eigenverantwortlich handelnden persönlichkeiten werden dazu entwickeln produktionsschulen orientierungs vorbereitungs qualifizierungs und ausbildungsangebote produktionsschulen haben das ziel die jungen menschen ­ ihre jungen mitarbeiter ­ in ausbildung beschäftigung oder weiterführende bildungsangebote zu vermitteln der eintritt in die produktionsschule ist freiwillig die dauer des aufenthalts an einer produktionsschule ist am individuellen kompetenzerwerb der einzelnen jungen menschen ausgerichtet ein jederzeitiger ein und ausstieg ist möglich arbeits und lebensweltbezogene persönlichkeitsentwicklungen bilden den kernpunkt von produktionsschulen dabei meint persönlichkeitsentwicklung sowohl die vermittlung von fach und berufsbezogenen fertigkeiten kenntnissen und methoden z.b lern informations medienkompetenz als auch die förderung von personalen und sozialen schlüssel kompetenzen wie z.b eigenverantwortung und tradierte arbeitstugenden sowie kooperations kommunikations konflikt und zukunftsfähigkeit fachliche methodische soziale und personale kompetenzentwicklung gehen hand in hand um persönlichkeitsstabilisierung und -entwicklung anzuregen die erworbenen kompetenzen werden dokumentiert und bescheinigt produktionsschulen haben das ziel ihre jungen mitarbeiter in ausbildung beschäftigung oder weiterführende bildungsangebote zu vermitteln dazu bedarf es einer zielgerichteten individuellen integrationsstrategie die systematische gestaltung von übergängen ist integrativer bestandteil der entwicklungs und förderplanung ausgehend von den individuellen kompetenzen der jungen menschen werden lernprozesse individuell gestaltet produktionsschulen bieten berufsbezogene qualifizierungen an um übergänge in ausbildung und/oder beschäftigung zu unterstützen die produktionsschule hält ein angebot vor das jungen menschen ermöglicht sich beruflich zu qualifizieren und sich persönlich und sozial weiterzuentwickeln die jungen mitarbeiter erwerben erste berufliche qualifikationen sowie personale und soziale kompetenzen stabilisierung und entwicklung der persönlichkeit teamfähigkeit etc die regelmäßig dokumentiert werden spezifikationen bewerbungen anforderungen es wird wert gelegt auf eine aktive entscheidung der jungen menschen für die produktionsschule ein systematisches bewerbungsverfahren wird durchgeführt es besteht die möglichkeit ein kennenlernpraktikum zu absolvieren nachweismöglichkeiten ·konzept des bewerbungsverfahrens ·bewerbungsschreiben der jungen mitarbeiter ·gesprächsprotokolle ·regelwerke über einstiegsphase kennenlernpraktikum probezeit etc kontrakt die produktionsschule schließt verträge mit den jungen menschen einen schriftlichen vertrag mit gegenseitigen rechten und pflichten ab seite 10

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im mittelpunkt der produktionsschulen stehen junge menschen spezifikationen kompetenzfeststellung anforderungen die produktionsschule führt ein systematisiertes verfahren zur kompetenzfeststellung durch ergebniss der kompetenzfeststellung gehen in die förderplanung ein in der produktionsschule findet eine systematische individuelle förder und entwicklungsplanung der jungen menschen statt nachweismöglichkeiten · konzept für ein systematisches verfahren zur kompetenzfeststellung individuelle förderplanung · zeit und ablaufpläne für förderplangespräche · gesprächsleitfäden für förderplangespräche · förderplan und entwicklungsmappen · darstellung wie die jungen menschen einbezogen werden integrationsstrategie eine individuelle integrati· falldokumentation onsstrategie sollte folgende förderpläne aspekte beinhalten · konzepte der einrichtung · beziehungsfördernde einstiegsphase mit kompetenzfeststellung · förderung der beruflichen handlungsfähigkeit · systematische vorbereitung durchführung und reflexion von praktika · vorbereitung des übergangs in berufliche ausbildung oder beschäftigung · matchingprozess der richtige junge mensch für den richtigen betrieb · arbeitsmarktbeobachtung und -analyse · einbeziehung des sozialen nahbereichs seite 11

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im mittelpunkt der produktionsschulen stehen junge menschen seite 13

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im mittelpunkt der produktionsschulen stehen junge menschen spezifikationen übergabebegleitung anforderungen qualität intensität und dauer der übergabebegleitung müssen individuell unterschiedlich gestaltet werden maßgebend sind dabei die individuellen lebenslagen und bedürfnisse der jungen menschen unter berücksichtigung der personellen und materiellen ressourcen der produktionsschule die jungen mitarbeiter werden im einvernehmen bis zu 6 monaten nach verlassen der produktionsschule zur stabilisierung des integrationsprozesses begleitet nachweismöglichkeiten · konzeption der einrichtung · arbeitszeitprofile der werkstatt pädagogen · aktenführung gesprächsnotizen · verzahnung mit dem netzwerk · falldokumentation · konzept qualifizierungsbausteine bildungsmodule für die systematische kompe · nachweise/dokumente zur tenzförderung und -entwickkompetenzentwicklung der lung der jungen menschen jungen mitarbeiter wie z.b werden qualifizierungsförderpläne bausteine lernbausteine kompetenztafeln bildungsmodule oder ausbilentwicklungsmappen dokumentation durch die dungsbausteine eingesetzt jungen menschen · andere formen der darstellung und dokumentation von entwicklungsverläufen · dokumentation von bildungsmodulen · dokumentation der einbindung von qualifizierungsbausteinen in den werkstattablauf · lehrgangskonzepte seite 14

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im mittelpunkt der produktionsschulen stehen junge menschen spezifikationen zertifizierung anforderungen nachweismöglichkeiten · dokumente wie z.b ausbildungs und beschäftiabschlusszeugnisse und gungsfördernde qualifikatioarbeitszeugnisse nen werden den jungen men· qualifikationsnachweise schen individuell angeboten bescheinigungen/zertifikate entsprechende lehrgänge werwie z.b kfz-führerschein den innerhalb oder außerhalb gabelstapler und kettender produktionsschule durchsägenschein,schweißerpass geführt die produktionsschule qualifizierungsbausteine stellt für die jungen menschen und andere zertifizierungen aussagekräftige und praxistaugliche zertifikate und bescheinigungen über vorhandene und erworbene kompetenzen inkl sozialer und personaler kompetenzen sowie erreichte qualifikationen aus nach erfolgreicher absolvierung der produktionsschule werden ein qualifiziertes arbeitszeugnis und ein zertifikat über erworbene berufsfeldbezogene fertigkeiten und kenntnisse ausgestellt schulabschlüsse können nachgeholt werden im curriculum sind die lerninhalte und die organisation des unterrichts auf produktions und geschäftsprozesse bezogen · dokumentation der lerninhalte und -abläufe zur vorbereitung auf externe schulabschlussprüfungen curriculum und verbindung mit den produktionsund geschäftsabläufen der produktionsschule · wochen und tagespläne · zeugnisse schulabschlüsse seite 15

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die produktionsschule ist eine pädagogisch gestaltete lerngemeinschaft junger menschen 3 die produktionsschule ist eine pädagogisch gestaltete lerngemeinschaft junger menschen in einer förderlichen und anregenden lern und arbeitsatmosphäre eine pädagogische kernaufgabe in produktionsschulen ist der aufbau und das halten einer tragfähigen beziehung zwischen den werkstattpädagogen und den jungen mitarbeitern erziehung und bildung findet nicht nur durch die verschmelzung von arbeits und lerntätigkeit in der produktion statt sondern auch im geflecht tragfähiger beziehungsarbeit wertschätzung und respekt sind prinzipien des miteinanders in der produktionsschule das bedeutet u.a auch dass den jungen mitarbeiter weitestgehende mitgestaltungs und entscheidungsmöglichkeit haben die arbeitsumgebung beeinflusst die persönlichkeitsentwicklung der jungen mitarbeiter und die aktivierung ihrer fähigkeiten und fertigkeiten wesentlich um den jungen mitarbeitern ein vielfältiges und qualitativ hochwertiges angebot an fachlichen lebensorientierten allgemein bildenden bildungsinhalten unterbreiten zu können ist eine freundliche das lernen unterstützende atmosphäre notwendig haben die jungen menschen die chance individuelle lernbedürfnisse und -neigungen herauszufinden so sind sie auch immer besser in der lage die lernprozesse selbst mit zu steuern das arbeiten und lernen in den werkstätten und dienstleistungsbereichen bietet qualitative alternativen zur gewohnten schulischen methodik didaktik und zur organisation von bildungseinrichtungen mit blick auf die bisherigen lebens und lernerfahrungen der jungen menschen sollte an diesem neuen arbeits und lernort tunlichst alles vermieden werden was wie schule wirkt oder wie schule aussieht der besondere lern arbeits und lebensort einer produktionsschule entsteht aus einer kombination von angenehmer atmosphäre entwicklungsfördernder und anregender lernkultur die gefühle von sicherheit geborgenheit und akzeptanz vermitteln sowie angst und repressionsfreies lernen ermöglichen sowie dem betrieb von werkstätten und dienstleistungsbereichen als realen arbeits und lernraum die lernumgebungen müssen so beschaffen und gestaltet sein dass das ganzheitliche lernen angeregt und gefördert wird überschaubares haus offene helle und angenehm wirkende räumlichkeiten mitgestaltungsmöglichkeiten durch die jungen mitarbeiter spezifikationen kommunikations und interaktionsstrukturen anforderungen achtung wertschätzung und gegenseitiger respekt sind prinzipien des miteinanders in der produktionsschule · kooperativ · offene türen · zeit haben · störungen haben vorrang nachweismöglichkeiten · regelwerk · beobachtung umgangsformen in der produktionsschule · umgang mit störungen · beobachtung · befragung beziehungs und kommunikationsgestaltung personelle und institutionelle seite grundstimmung/atmosphäre · gefühle von sicherheit · beobachtung geborgenheit und akzeptanz · befragung erfassung des wohlfühlvermitteln faktors bei den mitarbei· angst und repressionsfreies tern lernen ermöglichen seite 16

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