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monika wiedemann-kaiser die himmelsrutsche geschichten von verlassenen kindern die neue eltern suchen illustrationen von petra krummacker logo_kasten_editionoctopus.pdf 1 22.04.2009 17:13:22
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monika wiedemann-kaiser »die himmelsrutsche« © 2010 der vorliegenden ausgabe edition octopus im verlagshaus monsenstein und vannerdat ohg münster www.edition-octopus.de © 2010 monika wiedemann-kaiser alle rechte vorbehalten www.himmelsrutsche.de satz matti hausmann umschlaggestaltung mtype|10 illustrationen petra krummacker druck und einband mv-verlag isbn 978 3 86991 096 3
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inhaltsverzeichnis kim paul luise george 5 27 49 75 99 121 127 131 133 137 141 hannah wie dieses buch enstand gespräche durch geschichten verlassene kinder pflegekinder bedeutung der biografiearbeit die eigene geschichte erfinden 1
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nachworte zu den geschichten kim alkohol in der schwangerschaft paul Überforderung junger mütter luise tod eines elternteils george misshandlung und gewalt 143 147 151 155 159 161 hannah drogen danksagung 2
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kann schmetter-ling mich begleiten fragte sie aber natürlich antwortete mutter erde die elfe bleibt immer dein persönlicher begleiter egal was passiert kim war erleichtert dann konnte nicht wirklich viel schief gehen oder und nun ab mit euch beiden zur himmelsrutsche mutter erde gab kim einen dicken kuss und schmetterling einen vorsichtigen nasenstüber dann wandte sie sich wieder ihren büchern zu während sie zur himmelsrutsche eilten machte kim luftsprünge und die kleine elfe schlug wilde flugpurzelbäume sie juchzten und winkten den anderen sternchen und elfen zum abschied zu dann rutschte kim direkt in den bauch ihrer menschenmutter in mamas bauch es ist schön warm im wasser und macht spaß im bauch getragen zu werden dachte kim aber manchmal war es auch schrecklich laut da draußen denn die frau in deren bauch sie war zankte heftig mit jemandem so ähnlich wie sie sich immer mit den anderen sternchen gezankt hatte nur war das hier viel lauter und irgendwie hässlicher 11
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wenn es streit gab dann schmeckte auch die nahrung nicht mehr die kim im bauch bekam sie wurde bitter und scharf und kim konnte nicht mehr richtig fühlen und denken ob es ihrer mutter genau so ging war das ein gift das sie nahm um nicht mehr denken zu müssen kim fand es jedenfalls widerlich aber wenn ich erst mal auf der welt bin wird es bestimmt anders dachte sie hielt sich mit ihren winzigen fingern das näschen zu und wurde auch schon mit aller kraft nach draußen gedrückt hier war alles ganz anders kein warmes wasser keine gemütliche höhle kim fühlte sich schutzlos und fing an zu schreien vera ihre menschenmutter blickte kim neugierig und auch gleichzeitig ängstlich an willkommen auf dieser welt kim dabei strich vera ihr leise über den kopf hoffentlich klappt es besser mit uns beiden kim 12
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das andere kind weißt du was sie damit gemeint hat das mit dem besser klappen kim sah schmetter-ling fragend an beide hatten es sich erstmal im bettchen gemütlich gemacht nachdem sie auf der welt gelandet waren sie hatte schon mal ein kind erwiderte schmetter-ling und flog auf kims nasenspitze so dass sie schielen musste geh weg das kitzelt lachte sie schmetterling flog eine elegante runde und setzte sich dann auf das kissen zu kim was heißt das fragte sie nun ihre elfe weiter wo ist das kind jetzt es lebt bei anderen eltern vera konnte sich nicht genug um den kleinen jungen kümmern kim wurde es ganz mulmig im bauch meinst du sie kann es bei mir besser das weiß ich nicht schmetter-ling zuckte mit den flügeln rückte dabei ganz nah an kim heran und sagte tröstend aber ich bin ja bei dir und ich helfe dir kim nickte und kuschelte sich in ihr bettchen es wird schon alles gut gehen dachte sie und schlief ein 13
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so hat sich kim das nicht vorgestellt kim war nun schon zwei monate als kleiner mensch auf der welt aber es ging ihr gar nicht gut sie hatte oft hunger und wurde dünner und dünner denn sie bekam nicht immer etwas zu essen die windel kratzte und scheuerte weil sie nicht gewechselt wurde die haut darunter war schon ganz rot und rau kims mama war oft sehr seltsam sie torkelte durch die wohnung und verschlief den ganzen tag abends ging sie weg und ließ kim allein kim fühlte sich einsam und verlassen in der dunklen wohnung aber wenn sie ihren kummer hinausschrie kam keiner um sie zu trösten sie bekam angst und schrie immer noch mehr was ist mit meiner mama los warum kümmert sie sich nicht um mich fragte sie schmetter-ling nun antwortete die kleine elfe deine mama ist selbst sehr unglücklich dein papa gerd wollte dich nicht haben deswegen kommt er auch so selten und nun droht er dass er nie mehr wieder kommt sie geht dann abends weg um ihn zu suchen kim 14
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papa wird sehr böse kim dachte nach stimmt immer wenn ihr vater gerd in die wohnung kam was ganz selten vorkam stritten sich die beiden laut und hässlich so wie es kim schon im bauch gehört hatte aber dann eines tages während eines heftigen streits geschah etwas fürchterliches ihr papa nahm sie aus dem bettchen trug sie zum fenster machte es auf hielt sie aus dem offenen fenster und schrie in richtung mama vera wenn du mir nicht sofort was zu essen machst schmeiße ich deine tochter aus dem fenster er war sehr böse und wütend und drohte vera mit der anderen hand in dem er die faust in die luft streckte kim bekam einen riesenschreck und starrte ihren vater an würde er das wirklich machen sein gesicht war ganz rot und er sah sehr sehr böse aus vor lauter angst zitterte sie am ganzen körper und fing an laut zu schreien aber es ist doch auch dein kind stammelte vera entsetzt und versuchte ihn zu beruhigen dann nahm sie ihm kim aus der hand und legte sie wieder zurück ins bettchen kim aber konnte sich nicht mehr beruhigen sie zitterte weiter am ganzen körper und schrie sich beinahe 15
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die seele aus dem leib sie hatte so schreckliche angst aber niemand kam und tröstete sie ihre eltern stritten weiter und vergaßen sie dabei dann klappte die tür und kim war wieder wie so oft ganz alleine in der großen dunklen wohnung ihre eltern gingen in die nächste kneipe um sich zu versöhnen schmetter-ling versuchte kim zu trösten aber sie ließ sich nicht mehr trösten ihr ganzer körper bebte ich habe solche angst schmetter-ling schluchzte sie und ich bin so traurig meine eltern wollen mich beide nicht sie kümmern sich nur um sich selbst niemand auf der ganzen welt hat mich lieb es gibt ja noch die klingel wisperte schmetter-ling in kims ohr die klingel für verlassene kinder stimmt die klingel kim hatte sie schon fast vergessen ob mutter erde ihr helfen konnte aus ihrer verzweiflung und angst wurde wut und das war gut so so muss ich mich nicht behandeln lassen sagte sie und ballte ihre kleinen hände zu fäusten heute nacht um 12 uhr 12 machen wir uns auf den weg zur himmelsrutsche kim 16
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