vdw magazin 5 2009

 

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vdw 100 jahre verband der wohnungs und immobilienwirtschaft in niedersachsen und bremen magazin 03 i i ei ne v erlÄ ssli ch e g rÖs se vdw f e ie rt j ubiläu ms verb and st ag 18 dri ngend gesu c ht de r bran ch efehltq ualif izie rte r na c hwuc hs 24 i i wa s es z u bede nke n g ilt vo n pro f eckard mi nx 2 teil 46 k reati vein der stad t das k ün s tle r vie rtel jahns tr aß e auftakt 2010 [wohnen 2.0 von laborversuchen und alltagskonzepten 21 januar in hannover 0509 zeitschrift des vdw niedersachsen bremen in zusammenarbeit mit dem verband norddeutscher wohnungsunternehmen e v.

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höherer wohnwert zufriedene mieter attraktivere wohnobjekte mit multimedia1 aus dem kabelanschluss en ternehm ungsun wohn and.de eutschl beld www.ka kabel anschluss mehr wohnqualität bei bestandsimmobilien ohne großen kostenaufwand der kabelanschluss macht es möglich er bietet technik fürs leben einfach unkompliziert und alles aus einer hand · digitales fernsehen · schnelles internet1 · günstige telefonie1 · mobil telefonieren und surfen2 erfahren sie mehr über die multimedialen möglichkeiten des kabelanschluss bei ihrem persönlichen geschäftskunden-partner ihr kabelanschluss für fernsehen internet und telefon 1 in immer mehr ausbaugebieten und mit modernisiertem hausnetz verfügbar 2 nur in verbindung mit einem kabel deutschland internet phone vertrag möglich.

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i n h a lt m it e in e r e in d ru cksvollenpräs e n t at ionin de r ti e fg ar ag e d es ver band shauses i st d e r id e e n wet tbewe rb u rb an i s m fo llowsvision z u end e g eg ang en d er s p ar u n d ba u ve rein han noverh at teeinp re i s ge ldvoni nsg esam t 3 000 eur o ausg el obt f ot o ralf or l ows k i 1909 2009 2109 zukunft wohnen einblicke und aussichten ma ga z in 0509 vdw 02 03 08 i i i vo r wo rt ve rban ds tag 2010 100 j ah re vdw inhalt t hema 14 18 24 30 32 34 40 43 44 45 iiiiiiiiiim ie tre ch t un d m ie te te il i i pe rs o n ale n twicklun g z ukun f t was e s zu be de n ke n gilt te il i i se rie euro p a ho a i 2009 pr im wo h n un gs un te rn ehmenun te rn ehmenspo rträt 60 j ah re wbg he lm s te dt z ukun f t wo hnen ­ ein blicke un d a us s ich te n se rie m ie tre ch t 8 wo h n un gs p o litis ch erkon gre s s 0509 46 50 51 52 53 56 vdw iiiiiik ün s tle r vie rte l j ah n s traße be ruf s s ch ulle h re rtre ffen in bre m e n date n s ch utz die no truf -bo x nam e n un d nach rich te n ex p o re al 2009 i m p re s s um

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b e rn d mey er i ve rbandsdirekt or v dw das jubiläumsjahr des vdw geht zu ende es war ein intensives jahr mit wichtigen impulsen mit phantasievollen visionen und mit zukunftsweisenden projekten der 8 wohnungspolitische kongress am 3 dezember wird das umfangreiche veranstaltungsangebot abrunden zukunft mit bestand lautet der tagungstitel und er weist in die richtige richtung unsere städte sind zum weitaus größten teil schon gebaut jede entwicklung jeder trend jede innovation muss also in bestehenden quartieren bzw an bestehenden gebäuden umgesetzt werden neubau ist in unseren regionen natürlich immer eine option und der rapide rückgang der neubauzahlen kann mittelfristig zu engpässen an den wohnungsmärkten in niedersachsen und bremen führen aber wer ernsthaft nach lösungen für die zukunft des wohnens und somit der städte sucht muss sich mit den potenzialen der bestände befassen dies wollen wir beim kongress tun die wohnungsunternehmen aus dem bereich des vdw niedersachsen bremen können zeigen welche enormen fortschritte bei der bestandsentwicklung bereits erzielt worden sind mit weitblick sind themen wie klimaschutz und demographischer wandel antizipiert und nachhaltige strategien im umgang mit diesen zentralen herausforderungen konzipiert worden wir sind auf einem guten weg das verbandsjubiläum hat eindrucksvoll gezeigt dass die von uns postulierte partnerschaft für stadtentwicklung in politik und verwaltung erfolg hat die wohnungswirtschaft in niedersachsen und bremen ist als wichtiger gesprächs und projektpartner etabliert lob und anerkennung von vielen seiten gab es für das leitthema das sich der vdw für sein jubiläumsjahr gewählt hat zukunft wohnen unter dieser großen Überschrift wurden in wettbewerben und fachtagungen hochinteressante ergebnisse erzielt von aktuellen wohnprojekten zur integration von behinderten bis hin zu wohnideen im jahr 2109 ­ ein weites spektrum aber es deutet auch an mit welch vielfältigen aufgabenstellungen es die wohnungsunternehmen mittlerweile zu haben der wandel ist der branche längst immanent für unsere jahresauftaktveranstaltung 2010 haben wir ein thema gewählt das noch einmal anknüpfen soll an zukunft wohnen es geht um die zunehmende vernetzung in der welt um neue technologien um neue kommunikationsprozesse aber auch um verständnis und akzeptanz aktuell diskutiert wird weiterhin der entwurf des niedersächsischen gesetzes zum schutz von heimbewohnerinnen und heimbewohnern heimbewschg die wohnungsunternehmen sind mit der frage betroffen unter welchen voraussetzungen das strenge heimrecht für das betreute wohnen gilt nach dem wortlaut des heimbewohnerschutzgesetzes soll das heimrecht schon dann anwendung finden wenn bewohner vertraglich verpflichtet sind allgemeine betreuungsleistungen abzunehmen und das betreuungsentgelt 25 prozent der warmmiete übersteigt diese regelung ist vom vdw vehement kritisiert worden weil das betreute wohnen insbesondere in kleinen wohnungen in ländlichen gebieten mit niedrigen mieten benachteiligt wird nach intensiven beratungen mit der ministerialverwaltung zeichnet sich aber jetzt eine akzeptable kompromisslinie ab einige worte noch zur bundespolitik die regierungsparteien deuten in der koalitionsvereinbarung an dass sie das mietrecht zumindest in teilen aufschnüren und neu austarieren wollen so sollen investitionen insbesondere in die energetische optimierung der gebäude nicht behindert sondern gefördert werden so heißt es baumaßnahmen die diesem zweck dienen sind zu dulden und berechtigen nicht zur mietminderung diese initiative kann endlich zur gerechten lastenverteilung beitragen und einen ausweg aus dem viel zitierten investor-nutzer-dilemma weisen der vdw hat angeregt die neue legislaturperiode des bundestages auch zu nutzen eine initiative zur gesetzlichen klärung der schönheitsreparaturen zu starten die aktuelle situation ist durch die rechtsprechung für die wohnungsunternehmen nicht akzeptabel ihr bernd meyer vorw ort ma ga z in 0509 » eines ch lech t e wo hnu ng m ac ht brav e leute v e r äc htl i c h « jo hann wo lfgangvongo eh te z it ie r t in zukunft wo hnen ­ ein blic keundaussi ch ten h r sg vd w n ie d e r sa c h se nbremen 2

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rÜckblick auf den verbandstag verband feiert 100-jÄhriges bestehen der vdw ist eine verlässliche größe ma ga z in 0509 verb andstag hannover anfang des jahres 1909 bricht die zukunft an in riesigen lettern prangten diese worte im foyer des maritim airport hotels die botschaft auf dem 100 quadratmeter großen grellroten banner ist der erste satz aus dem buch zukunft wohnen ­ einblicke und aussichten das der vdw pünktlich zu seinem verbandstag in hannover präsentierte buch und verbandstag sind die höhepunkte des jubiläumsjahres in dem der verband sein 100-jähriges bestehen gefeiert hat dass sich eine mittlerweile 100-jährige organisation immer mal wieder im wandel begreift wurde auch beim vdw-verbandstag deutlich die mitgliederversammlung stimmte nämlich für eine namensergänzung vdw steht künftig für verband der wohnungs und immobilienwirtschaft damit werde dem deutlich erweiterten arbeitsund aufgabenspektrum der branche rechnung getragen begründete verbandsdirektor bernd meyer diesen schritt ohnehin stand das jubiläumsjahr und somit natürlich auch der verbandstag ganz im zeichen künftiger herausforderungen demographischer wandel klimaschutz stadtentwicklung und eine ausdifferenzierte wohnungsnachfrage werden die unternehmen in den nächsten jahren intensiv beschäftigen dabei dürften aber auch harte betriebswirtschaftliche themen nicht außer acht gelassen werden sagte meyer zur eröffnung der diesjährigen fachtagung mit dem titel betriebskosten optimieren immerhin seien die betriebskosten zuletzt weit oberhalb der lebenshaltungskosten und der nettokaltmieten gestiegen mit aktivem betriebskostenmanagement könnten sich die unternehmen neue mieterhöhungsspielräume erwirtschaften um beispielsweise energetische sanierungsmaßnahmen finanzieren zu können hob meyer hervor vdw-justiziar heinrich kleine arndt der die fachtagung moderierte wies auf die 17 betriebskosten-positionen hin die jede für sich eine vielzahl von optimierungsmöglichkeiten böten ­ sowohl in technischer in organisatorischer als auch in mietrechtlicher hinsicht carl peter blöcker der auf dem verbandstag die fünfte auflage seines buches die betriebskosten in der wohnungswirtschaft vorstellte empfahl den anwesenden wohnungswirtschaftlern vor allem die sichtung und neuverhandlung der bestehenden ver und entsorger beziehungsweise dienstleisterverträge hier ließen sich durch standardisierte vorgaben und verträge genaue leistungsbeschreibungen stichprobenartige ausführungskontrollen durch ein unabhängiges ingenieurbüro durch einheitspreisverfahren und dem verzicht auf vollwartungsverträge erhebliche kosteneinsparungen realisieren 3

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verbandsdirektor bernd meyer staatssekretärin dr christine hawighorst ma ga z in 0509 prüfungsdirektor gerhard viemann bildmitte dr renate narten katrin hodler ulrike fritsche blöcker und vor allem ulf börstinghaus richter am amtsgericht dortmund und vorsitzender des deutschen mietgerichtstages wiesen auf juristische besonderheiten und fußangeln hin so gebe es zurzeit eine heftige diskussion unter den mietjuristen ob eine unwirtschaftliche heizung als wohnungsmangel einzustufen sei der einen anspruch auf mietminderung begründe ein formaler fehler sei es in jedem fall wenn für den mieter ein vorwegabzug nicht in der betriebskostenabrechnung erkennbar sei börstinghaus empfahl unter anderem mit der abrechnung nicht bis zum ablauf der gesetzlichen jahresfrist zu warten weil dann der nachweis der korrekten zustellung schwierig werden könnte dr ralph hunklinger vom kieler unternehmen innotec berichtete über einsparungsmöglichkeiten bei der abfallsammlung -erfassung und -abrechnung um eine verursachergerechte erfassung zu erreichen sei ein integriertes abfallmanagement notwendig das von einer intensiven und dauerhaften beratung zur wertstofftrennung begleitet werden müsse zu beachten sei von kommune zu kommune verschiedene abfallsatzungen und mindestvolumina abfall je einwohner innotec selbst biete die umstellung auf verbrauchsabhängige erfassung im rahmen eines contracting-modells an bei dem der dienstleister zu 55 prozent an den erzielten brutto-einsparungen beteiligt werde als trends für 2015 nannte hunklinger unter anderem dass der anteil der verwertbaren abfälle bei über 90 prozent liegen werde mieter würden dann auch verstärkt kundenportale für die abrechung der abfallkosten nutzen ingeborg esser mitglied der geschäftsführung des gdw informierte in ihrem vortrag über das interne und externe betriebskostenbenchmarking auf basis der geislinger konvention mit bekobench-tools der dienstleister domdata treureal und wohncom könnten wohnungsunternehmen in ganz deutschland die betriebskosten gleichartiger wohnungen erfassen vergleichen und auf diese weise ausreißer identifizieren beim internen benchmarking würde so esser beispielsweise auch das nutzerverhalten einzelner mieter viel stärker in die analyse einbezogen werden beim externen benchmarking gewännen die regionalverbände und der gdw wichtige vergleichsdaten zur interessenpolitischen einflussnahme auf den gebühren setzenden gesetzgeber oder auf die kommunen etwa in form von preisdatenbanken 4

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ma ga z in 0509 verb andstag besuch in den herrenhäuser gärten albrecht buchheister vom spar und bauverein hannover demonstrierte anhand seines unternehmens welche ergebnisse ein betriebskostenbenchmarking bringen kann entscheidend sei die rückkoppelung der ergebnisse an die mitglieder um verhaltenbedingte mehrverbräuche zu reduzieren das geschehe über flugblätter gezielte aus-hänge und die einbindung der ehrenamtlichen hauswarte gleichzeitig könnten wartungsverträge überprüft und neu verhandelt werden letztendlich sei auch so buchheister die gesamte wohnungsverwaltung an das betriebskostenbenchmarking in ihren organisatorischen abläufen angepasst worden besonders positiv werde von den mitgliedern aufgenommen dass betriebskostenabrechnungen sehr schnell konkret bis zum 15 februar des folgejahres nach dem abrechnungszyklus verschickt werde bei der eröffnung der Öffentlichen veranstaltung würdigte staatssekretärin dr christine hawighorst die zukunftsorientierte und sozial engagierte arbeit des vdw der ein verlässlicher partner des ministeriums auch bei der bewältigung von problemfeldern sei es gebe eine ausgeprägte partnerschaft die sich durch die wohnungspolitischen kongresse beim netzwerk baukultur im städtebau oder bei der kriminalprävention zeige heinz hochgrebe sylke lamontain jost riecke jens böhrnsen präsident des senats der freien hansestadt bremen lobte den vdw und seine bremer mitgliedsunternehmen als stabile und verlässliche größe er lobte die grundsoliden geschäftsmodelle der vdw-unternehmen und dankte ihnen für die pflege und weiterentwicklung der bestände der maßstab bleibt immer die zufriedenheit der mieter und die soziale stabilität stephan weil oberbürgermeister der landeshauptstadt hannover würdigte die aufbauleistung der kommunalen und genossenschaftlichen wohnungsunternehmen nach dem krieg die in einer so stark zerstörten stadt wie hannover eine immense aufbauleistung bewältigt hätten und maßgeblich zur schaffung von menschenwürdigem wohnraum beigetragen hätten heute sei die wohnungswirtschaft bei der kommunalen klimaschutzallianz und bei der integration der wichtigste partner als partner der stadtentwicklung sind kompetente partner aus der wohnungswirtschaft unumgänglich sagte weil im gegensatz zur irrealwirtschaft die für die finanz und wirtschaftskrise verantwortlich sei sei die wohnungswirtschaft stets teil der realwirtschaft geblieben 5

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dr volker holm dr joachim wege vdw-justiziar heinrich kleine arndt ma ga z in 0509 cyrus jones stephan weil prof dr eckard minx ulrich mädge präsident des niedersächsischen städtetags und oberbürgermeister von lüneburg betonte wohnungen dürfen kein luxusgut werden kommunale wohnungsunternehmen seien wichtige partner bei der stadtentwicklung sie seien ­ wie krankenhäuser ­ für die kommunale daseinvorsorge unverzichtbar gdw-präsident lutz freitag sagte der vdw sei ein leistungsstarker zukunftsfähiger und innovativer dienstleister für seine mitgliedsunternehmen und ein einflussreicher bedeutender interessenvertreter der vdw präsentiert sich auch im alter von 100 jahren in ausgesprochen guter verfassung freitag wies darauf hin dass die wohnung sowohl vor sozialromantikern als auch vor den gewinnmaximierern geschützt werden müsse wir sind die optimierer nicht die maximierer festredner prof dr eckard minx vorstandssprecher der gottlieb daimler und karl benz-stiftung lobte in seinem viel beachteten vortrag den vdw der es geschafft habe alte fertigkeiten für die zukunft zu bewahren für die zukunft rechnete er mit einem mehr an abrupten wandel und brüchen die beschäftigung mit der zukunft erzeugt einen beständigen prozess der reorganisation und wir werden neue denkgewohnheiten annehmen müssen er verlangte in politischer hinsicht vor allem investitionen in bildung der wettbewerb heute sei ein innovationswettbewerb ohne garantie auf erfolg deshalb plädierte er für eine neue kultur im umgang mit fehlschlägen in der wohnungswirtschaft sei die energetische sanierung des althausbestandes die herausforderung nummer eins verbandsdirektor bernd meyer kündigte zum abschluss an auch weiterhin partnerschaftlich mit der politik zusammen zu arbeiten schließlich verstehe sich der vdw nicht als egoistischer interessenverband sondern er habe immer auch das ganze vor augen abschließend lobte er jens böhrnsen und ulrich mädge für ihre standhaftigkeit beim bekenntnis für die kommunalen wohnungsunternehmen ergänzt wurde das umfangreiche veranstaltungsprogramm von einer informativen fachausstellung in kurzvorträgen konnten die unternehmen ihre neuesten produkte und dienstleistungen vorstellen an den ständen wurden die gespräche dann vertieft 6

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lutz freitag ulrich mädge kerstin mallwitz jens böhrnsen ma ga z in 0509 verb andstag nach vielen worten und reden folgte schließlich eine ausgelassene feier fast 500 gäste ­ darunter zahlreiche ehemalige wohnungsunternehmer die mitarbeiter des verbandes und die vertreter der rund 30 aussteller ­ ließen sich beim festabend von der benny-lehnert-band den akkrobaten blubb und sabrina und dem stimmenimitator jörg hammerschmidt unterhalten text mit unterstützung von dw-chefredakteur manfred neuhöfer 7

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100 jahre vdw z u ku nftwo hn e n s t e ht beiden re g io n a lve r an s talt u n ge nimmit telpu nk t eine luftglocke unter wasser ein wohnobjekt über den wolken der schülerwettbewerb in bremen ma ga z in 0509 8 hannover denke ich über die zukunft nach so sehe ich hauptsächlich ästhetische formen riesige architekturgestalten aus metall glänzend und imposant jedoch kühl mit minimalistischer innenraumausstattung ich glaube dass bio-mechanik unser leben in den nächsten jahren sehr stark beeinflussen wird und wir dann früher oder später kurz davor stehen die kontrolle von elektronik der elektronik selbst zu überlassen konrad sengteller ich stelle mir das wohnen in 100 jahren so vor dass durch die hohe bevölkerungszahl fast alle menschen in blöcken wohnen es gibt wenig natur und wenig tiere da es mehr wirtschaftskrisen geben wird denke ich dass es sehr viele arme oder obdachlose menschen gibt und es an nahrungsmitteln mangelt filiz wiek in meiner vorstellung vom modernen wohnen 2109 ist alles deutlich komfortabler praktischer und moderner vorbei ist die zeit des langweiligen fernsehens jetzt ist man wie live dabei als könnte man direkt ins geschehen eintreten laura siegel bei wohnhäusern wird vieles möglich sein was heute noch in der entwicklung steckt oder noch völlig im verborgenen liegt eine luftglocke unter wasser ein wohnobjekt mit dem man über den wolken wohnen kann oder eine ganze wohnsiedlung unter der erde das alles kann uns in hundert jahren ermöglicht sein die wohnausstattung deren farben sowie formen die wohnanforderungen der menschen aber auch das allgemeine zusammenleben in den wohngebieten alles wird sich wohl verändern und entwickeln madeleine lünsemann ich stelle mir die welt in 100 jahren so vor dass es überall maschinen und roboter geben wird die menschen die dank der maschinen nicht mehr zur arbeit gehen müssen genießen ihr leben es gibt keine armut mehr weil die roboter so programmiert sind dass sie auf andere planeten fliegen können und von dort aus Öl und andere brenn und wertstoffe finden können und sie zur erde bringen ich kann mir auch gut vorstellen dass in den 100 jahren fremde lebewesen auftauchen werden sie müssen nicht unbedingt aus dem weltall kommen sondern entweder aus den tiefsten tiefen der meere oder aus dem tiefsten und dunkelsten grund der erde ich kann mir aber auch gut vorstellen wie meine schwebeplatte die welt erobern wird immer wieder wenn ich den bus oder die bahn verpasst habe wünsche ich mir ich könnte jetzt einfach ans ziel schweben wer so eine schwebeplatte entwirft wäre in kürzester zeit der reichste mensch der welt und das möchte ich sein sandra el-zaatari so denken elfklässler der wilhelm-wagenfeld-schule in bremen über das wohnen in 100 jahren ihre ideen und vorstellungen haben sie in einem projekt in vielfältiger weise umgesetzt sie haben gebastelt gezeichnet und geformt mit dieser aktion hatte der vdw die reihe der regionalveranstaltungen aus anlass seines 100-jährigen bestehens begonnen vom frühjahr bis herbst reihten sich sieben sehr unterschiedliche projekte aneinander ­ stets unterstützt von den örtlichen wohnungsunternehmen in bremen war es die gewoba in wolfsburg bei der fachtagung über die energieeffiziente modernisierung denkmalgeschützter wohnhäuser ende juni war es die neuland göttingen ­ hier wohnt die zukunft im anschluss an die sommerferien wurde der reigen der veranstaltungen in göttingen fortgesetzt gemeinsam mit der städtischen wohnungsbaugesellschaft der volksheimstätte und der wohnungsgenossenschaft göttingen hatte sich der verband für diesen tag einen sonnabend das motto göttingen ­ hier wohnt die zukunft gewählt zum empfang in der lokhalle kamen am vormittag mehr als 300 gäste verbandsdirektor bernd meyer betonte die wichtige rolle der wohnungswirtschaft für eine zukunftsfähige stadtentwicklung dafür sei das engagement der göttinger unternehmen beispielgebend den hauptvortrag an diesem vormittag hielt prof franz josef radermacher von der universität ulm er plädierte nachdrücklich für einen schonenden umgang mit den ressourcen die stadtgesellschaft könne dazu maßgebliche beiträge leisten mit einem bunten programm ging der tag in der lokhalle zu ende insgesamt rund 2000 besucher informierten sich unter anderem über das gemeinschaftliche neubauprojekt windausweg oder nutzten das angebot von busrundfahrten in die verschiedenen wohnquartiere.

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fai-vorsitzender hans-peter knackstedt im kreis der sieger des schülerwettbewerbs wohnen 2109 tag der wohnungswirtschaft ma ga z in 0509 zum tag der wohnungswirtschaft anfang september in hannover begrüßten verbandsdirektor meyer die hannoverschen wohnungsunternehmen und viele mitarbeiter des vdw gäste aus politik und verwaltung und von befreundeten verbänden unter anderem war auch der frühere bundesbauminister karl ravens unter den besuchern beim empfang im foyer des verbandsgebäudes lobte unter anderem hannovers stadtbaurat uwe bodemann die rolle der wohnungsunternehmen bei der entwicklung der stadt als attraktiver wohnstandort bernd strauch bürgermeister von hannover und mitarbeiter des niedersächsischen landespräventionsrats hob die langjährige mitarbeit des vdw im lpr und in der sicherheitspartnerschaft im städtebau in niedersachsen hervor rund um das verbandsgebäude gaben die wohnungsunternehmen einen einblick in ihre arbeit die sich mit dem wohnen 2109 auseinander gesetzt hatten fai-vorsitzender hans-peter knackstedt lobte die vielfalt der arbeiten der erste preis ging dennis lesske nadine füllgrabe maran robbin und katharina rott kreiswohnbau osterode den zweiten preis erhielt inga herrmann neuland wolfsburg den dritten gewannen alina lauterbach und stefan junger wohnungsgenossenschaft gartenheim hannover einen sonderpreis hatte sich anna poley fibav-immobilien mit ihrer fiktiven fazimmobilienseite vom 31 märz 2109 verdient 1 0 0 jahre vdw preisträger sogar aus indien urbanismfollowsvisions lautete der titel eines sehr ambitionierten wettbewerbs der vom spar und bauverein gefördert wurde die hannoversche studentengruppe stadtartisten hatte kräftig die werbetrommel für den wettbewerb gerührt ­ mit prospekten aber vor allem auch im internet so kamen binnen weniger wochen 91 beiträge zusammen aus der eine jury mit heinz wensing und rainer fulst spar und bauverein sowie architekturprofessorin margitta buchert die sieger auswählen musste keine leichte aufgabe denn viele beiträge waren fai und bbs weitere höhepunkte des tages waren die prämierung von zwei wettbewerben zum leitthema des jubiläumsjahres zukunft wohnen insgesamt 1500 euro schüttete ausbildungsförderverein fai an schüler der bbs springe aus jetzt energie sparen ihre immobilie hat es in sich wir machen ihr haus zum energiesparhaus ganz einfach durch nutzung bereits vorhandener techem-erfassungsgeräte das senkt ihren heizenergieverbrauch um garantiert mehr als 6 mehr über die idee energie clever zu nutzen erfahren sie unter www.techem.de/adapterm techem energy services gmbh · regionalzentrum nord süderstraße 77 · 20097 hamburg · tel 0 40/23 88 30-0 fax 0 40/23 48 68 · www.techem.de az_adapterm_182x60_rlnord.indd 1 29.01.2009 11:15:33 uhr 9

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alexandra heide und christian camehl studentenwettbewerb in hildesheim ma ga z in 0509 ebenso phantasievoll wie professionell in einer eindrucksvollen präsentation in der abgedunkelten tiefgarage des vdw-verbandshauses flimmerten die beiträge über die zu einem offenen achteck zusammengefügten plexiglasscheiben die sieger des wettbewerbs freuten sich über ein preisgeld in höhe von 3000 euro und zahlreiche wertvolle sachpreise den ersten preis erhielt anett spindler aus dresden für ihre vision nomad module vision 2109 der zweite platz ging an carla gertz und dominik nüssen aus münster die sich mit swarming cities beworben hatten auf den dritten rang kam christoph rokitta aus berlin mit seiner vision bidonville radieuse temporaire weitere preise gingen an shuying lin aus hannover an solam gala aus indien sowie an die brüder orlando und patricio jaramillo aus hamburg wohnformen für behinderte neue wohnformen für menschen mit behinderung unter dieser Überschrift diskutierten auf einladung des vdw und des beamten-wohnungs-vereins ende september in hildesheim rund 70 teilnehmer darunter auch oberbürgermeister kurt machens und landrat rainer wegner in ihrem grußwort betonte die staatssekretärin im niedersächsischen sozialministerium dr christine hawighorst die bedeutung integrierender wohn und lebensangebote gerade auch für behinderte die wohnungswirtschaft sei aufgrund ihrer erfahrung und der intakten bestände prädestiniert dafür diese lösungen anzubieten bestes beispiel sei der bwv der vor einiger zeit mit der diakonie himmelsthür das wohnprojekt stadtfeld gestartet hat genossenschaftsvorstand wolfgang dressler und diakonie-chef pastor ulrich stoebe erklärte dass dort erstmals ehemalige bewohner der diakonie in ganz normalen nachbarschaften lebten von diesen projekten sagte hawighorst benötige man in zukunft eigentlich noch viel mehr dr laurenz aselmeier vom bundesverband evangelischer behindertenhilfe fügte hinzu gemeinschaftliches wohnen kann gelingen wenn sich menschen mit behinderung auf augenhöhe durch den alltag bewegen können wenige tage nach dieser fachtagung ging in hildesheim der studenten-wettbewerb zukunft wohnen zu ende den der verband gemeinsam mit der gbg hildesheim und der kreiswohnbau ausgelobt hatte rund 30 studenten der hochschule für angewandte wissenschaft und kunst hawk hatten in einem wochenendworkshop architektonische lösungen für das wohnen im 22 jahrhundert erarbeitet angesichts der hohen qualität der arbeiten zeigten sich nicht nur oberbürgermeister machens und landrat wegner am abend der preisverleihung in der glashalle der sparkasse hildesheim begeistert vor rund 80 gästen überreichten gbg-geschäftsführer jens mahnken und sein kreiswohnbau-kollege matthias kaufmann die preis im gesamtwert von 2800 euro für das projekt conifertower erhielten thomas weber beatrice sikora und andreas mayer den ersten preis die weiteren preise gingen an vanessa brand kristin schneider und dana kühl water lily julia quessel caroline hahne und nuschin narimany modular living auszeichnungen erhielten samantha bock elisa hartelt eva prauss und ferit ates comb project anna-mena feuker anita dotzauer timoliver rieck und vanessa kriete quartier für 4 roberta neuhaus thorge brzoska und jan proehl urbanature julia henke vivien buchholz und alexander botterbrod w.i.d.z kreative in der stadt der reigen der regionalveranstaltungen wurde in braunschweig beendet das projekt künstlerviertel jahnstraße ­ kreative in der stadt wird in einem gesonderten beitrag in diesem magazin vorgestellt siehe seite 46 das einzigartige kooperationsprojekt zwischen der braunschweiger baugenossenschaft und der hochschule für bildende künste hbk wurde von der fotografin alexandra heide und dem texter christian camehl eindrucksvoll dokumentiert ihre arbeiten standen im mittelpunkt eines abends in der hbk-aula zu dem die hochschule die bbg und der vdw rund 100 gäste begrüßen konnten verbandsdirektor meyer sagte dass die vielfalt der wohnwünsche immer mehr zunehme darauf müssen städte aber eben auch die wohnungswirtschaft antworten finden daher sei das jubiläumsjahr eben ganz bewusst 10

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positives fazit ma ga z in 0509 mit dem blick nach vorne ausgerichtet gewesen die bbg sei sich der aufgabe bewusst betonte vorstand rolf kalleicher wohnangebote nicht nur für ältere menschen oder familien entwickelnt sondern den differenzierten ansprüchen gerade auch junger und hochqualifizierter leute gerecht zu werden hbk-präsidentin barbara straka unterstrich die bedeutung der kunsthochschule für eine stadt wie braunschweig sie verwies auf den amerikanischen Ökonomen richard florida demzufolge kreativität die wichtigste zukunftsressource sei technologie talente und toleranz so barbara straka dafür muss in einer stadtgesellschaft raum geschaffen werden die jahnstraße sei das beste beispiel verbandsdirektor bernd meyer zieht ein sehr positives fazit der regionalveranstaltungen wir haben mit der unterstützung unserer mitgliedsunternehmen gezeigt wie vielfältig die arbeit der wohnungswirtschaft ist es wird beim blick in die zukunft aber auch bewusst wie groß die herausforderungen für unsere branche sind wir werden uns intensiv einbringen in die diskussionen um die zukunft der städte wir engagieren uns für den klimaschutz wir kümmern uns um benachteiligte wir entwickeln ausdifferenzierte wohnlösungen um der vielschichtigen nachfrage rechnung zu tragen dafür haben wir bei den tagungen und in den wettbewerben zahlreiche anregungen gewinnen können 1 0 0 jahre vdw diskutierten in hildesheim über die integration von behinderten diakonie-chef pastor ulrich stoebe von links bwv-vorstand wolfgang dressler und jürgen behrens oberbürgermeister kurt machens verbandsdirektor bernd meyer und staatssekretärin dr christine hawighorst vorne die sieger des studentenwettbewerbs an der hawk hildesheim die jury lobte die hohe qualität der arbeiten 11

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j a h re s treffen d er s i c he r he i t s par tnerscha ft i m stÄ dteba u staatssekretärin lobt initiative für ein gütesiegel hannover die vorarbeiten für eines niedersächsischen qualitätssiegels für sicheres wohnen schreiten voran voraussichtlich im kommenden frühjahr können die ersten zertifizierungsprozesse eingeleitet werden bei der jahrestagung der sicherheitspartnerschaft im städtebau zu deren gründungsmitgliedern auch der vdw zählt betonte staatssekretärin dr christine hawighorst die mögliche bedeutung eines solchen gütesiegels für die etablierung guter nachbarschaften internationale beispiele hätten gezeigt dass zertifizierte gebäude oder quartiere nicht nur aus marketinggesichtspunkten an attraktivität gewönnen sondern dass auch das subjektive sicherheitsgefühl der bewohner gesteigert würde welche erfahrungen die niederlande mit dem vergleichbaren siegel veilig wonen bislang gemacht haben erläuterte armando jongejan sehr anschaulich er wies darauf hin dass sich die niederländer auf ein sehr schlankes zertifizierungsverfahren geeinigt haben und insbesondere die bauliche situation von gebäuden und quartieren bewerten soziale belange oder andere weiche faktoren die zur wohnqualität beitragen werden in den niederlanden nicht betrachtet professor herbert schubert der den niedersächsischen prozess wissenschaftlich begleitet hob in seinem referat hervor dass die sicherheitspartnerschaft ganz nachdrücklich auf die bedeutung eines intakten sozialen umfelds für das thema sicheres wohnen besteht daher sei eine bewertung unumgänglich mittlerweile sind die erarbeiteten prüfbögen in verschiedenen pre-tests auch bei wohnungsunternehmen des vdw auf ihre einsatztauglichkeit geprüft und anschließend sukzessive optimiert worden derzeit wird noch erörtert welche aufgaben die künftige geschäftsstelle übernehmen wird wie sich die qualifizierung der auditoren darstellt und wie werbung für das gütesiegel funktionieren soll 12 ma ga z in 0509

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