Vereinszeitung Jahrgang 2007

 

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Obst- und Gartenbauverein Türkenfeld - Zankenhausen e.V.

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DER ÜRKENFELDER G ARTEN November 2007 Vereinszeitung des Obst- & Gartenbauvereines Türkenfeld – Zankenhausen e.V. Liebe Mitglieder, liebe Türkenfelder Gartenfreunde, hier ist sie – die erste Ausgabe unserer neuen Vereinszeitung. Wir möchten euch auf diesem Wege 1 –2 mal im Jahr über die Aktivitäten des Obst- & Gartenbauvereines Türkenfeld – Zankenhausen informieren, Tipps und Tricks weitergeben, und vieles mehr. Leider konnten auf der Jahreshauptversammlung am 03.03.2006 nicht alle Mitglieder anwesend sein. Darum möchte sich zuerst die damals gewählte Vereinsleitung noch einmal vorstellen: Inhalt: Seite 1: - Vorstellung der Vereinsleitung Seite 2: - Vorstellung des Vereins Seite 3: - Aktivitäten, Jahresrückblick Seite 4: - Allergierisiko durch Ambrosia Seite 6: - Feuerbrand – die Gefahr im Garten Seite 8: - die Streuobstwiese Seite 9: - der Apfel Seite 10: - Kinderseite Seite 11: - Rezept Seite 12: - Impressum v.l.n.r.: Alois Brehm (Kassier), Martina Ortner (Beisitzerin), Ulrike Böhme (Beisitzerin), Barbara Clauß (2.Vorsitzende), Manfred Kiefer (Beisitzer), Christoph Maier (Schriftführer), Martin Keller (Beisitzer) und Günther Asam (1.Vorsitzender)

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Unser Verein Die über hundertjährige wechselhafte Geschichte des Vereins beweist, dass unser Gründer, der Lehrer Anton Will, einen weisen, vorausschauenden Blick für die Notwendigkeit hatte, sich mit den Pflanzen, von denen wir letztlich alle leben, intensiv zu befassen. Natürlich haben sich im Laufe der Zeit die Ziele geändert. Anton Will hatte vor 100 Jahren vermutlich wirtschaftlichen Erfolg und soziale Verantwortung für die Bevölkerung zum Motiv. Heute spielt der wirtschaftliche Erfolg des Obstanbaues in Türkenfeld keine tragende Rolle mehr. Die soziale Verantwortung aber ist uns mehr denn je geblieben. So wurde aus der damaligen Förderung des Obstbaues ein eher gesellschaftlich ausgerichteter Verein, der sich dem Ziel verschrieb, die Natur zu pflegen, zu erhalten und den Menschen näher zu bringen. Als Beispiel sei als erstes der Walderlebnispfad genannt, der am Ostermontag, den 17.04.06, in einer feierlichen Zeremonie durch 1. Bürgermeister Georg Klaß, dem damaligen Pfarrer Georg Kapfer und dem 1. Vorsitzenden des Obst- & Gartenbauvereines Türkenfeld / Zankenhausen, Günther Asam, eröffnet wurde. Der nach einer Idee von 2. Bürgermeister Pius Keller und einem Konzept von Forstwirt Andreas Brem gestaltete Lehrpfad erfreut sich seither regen Interesses.

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Doch auch die verschiedensten Bastelkurse erfreuen sich großer Beliebtheit: beschrieben. Mitte Mai fand die diesjährige 4-Tages-Fahrt statt. Sie führte uns am Gardasee vorbei nach Montegrotto Terme. Von dort aus machten wir am Freitag einen Tagesausflug nach Venedig. nachlesen. Auch der Tagesausflug nach Rothenburg o.d.T. am Samstag, den 18.08.07, bot den Mitreisenden wieder Sehenswertes: eine Stadtführung und der Besuch einer OrchideenGärtnerei. Ob Palmbuschen, Blumenständer oder Ostergestecke – immer sind Interessierte da, die begeistert mitmachen. Als kleiner Jahresrückblick sollen an dieser Stelle nur einige Aktivitäten des Vereines erwähnt werden: Die Pflanzaktion, bei der über 40 Obstbäume auf der Streuobstwiese gepflanzt wurden, wird auf Seite 8 ausführlicher Am Samstag ließen wir uns dann durch Verona führen. Eine genaue Beschreibung dieser 4 Tage kann man auf unserer Internetseite unter www.gartenbauvereintuerkenfeld.de Beim Mostfest am Sonntag, den 23.09.07, durften dann die Kinder den alten Apfelhäcksler und die Fruchtpresse bedienen, um so ihren eigenen, frischen Apfelsaft herzustellen und zu genießen. Auf dem diesjährigen Christkindlmarkt in Türkenfeld ist erstmals der Gartenbauverein vertreten. An diesem Wochenende (Samstag, 01. und Sonntag, 02.12.07), werden an einem eigenem Stand selbstgefertigte Kränze, Gestecke u.v.m. zum Verkauf angeboten. Aus diesem Grunde entfällt übrigens auch die gewohnte Versteigerung auf der Adventsfeier des Gartenbauvereines. 3

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Wegen der aktuellen Problematik mit der Ambrosia-Pflanze, die sich bei uns ausbreitet und häufig Allergien auslöst, bringen wir hier einen Artikel zum Thema: Allergierisiko durch Ambrosia-Pflanze Eingeschleppter Albtraum im Garten Die Ambrosia (deutscher Name: Beifussblättriges Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia L.) ist eine einjährige Pflanze. Sie stammt ursprünglich aus Nordamerika und wird bei uns als „Neophyt“ bezeichnet. Erste Nachweise der BeifußAmbrosie in Deutschland stammen aus dem Jahr 1863. Unbeabsichtigt mit Getreide und mit amerikanischer Kleesaat eingeschleppt, ist die Art damals vorwiegend in Unkrautgesellschaften, besonders an Verladeplätzen in Hafenanlagen oder an Bahnhöfen aufgetreten. Heute verbreitet sich Ambrosia hauptsächlich über mit Ambrosia-Samen verunreinigten Vogelfutter in Privatgärten. Ambrosia artemisiifolia gehört zu der großen Familie der Korbblütler, in der allerdings nur wenige Gattungen als Allergieauslöser wichtig sind. Die Blätter der Ambrosia können mit den Blättern der Studentenblume, der Tagetes, verwechselt werden. Neben Ambrosia artemisiifolia kommen mehrere Ambrosiaarten, zum Beispiel Ambrosia trifida und Ambrosia aptera, in Europa vor. Allerdings ist nur das Beifußblättrige Traubenkraut ein Allergieauslöser. Inzwischen ist die Beifuß-Ambrosie weltweit das stärkste Pollenallergen und in den USA der häufigste Auslöser von allergischem Asthma. Zusätzlich zu den asthmatischen Beschwerden verursacht die Pflanze Hautreaktionen wie Kon- taktdermatitis. Die Betroffenen berichten von geröteten, geschwollenen und juckenden Hautbereichen. Dieses Allergen ist um ein vielfaches aggressiver als gängige Allergene in Deutschland und kann weit größere Probleme bereiten als zum Beispiel Hasel oder Birke. Schon geringe Pollenmengen von fünf bis zehn Pollen/m3 Luft könnten ausreichen, damit Menschen eine Ambrosia-

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allergie entwickeln können (zum Vergleich: Hasel- und Birkenpollen etwa 50 3 Pollen/m ). Die Art kommt erst spät (von Mitte Juli bis Ende Oktober) zur Blüte, wenn andere Pflanzen, die Pollenallergien auslösen können (wie z.B. Gräser) schon abgeblüht sind. Dadurch kann sich die Leidenszeit vieler Allergiker durch Ambrosia verlängern. Die Pflanze bevorzugt warme und trockene Standorte, z.B. Flächen wie Baustellen, Äcker, offene Böden sowie Wegund Straßenränder. Es wird deshalb empfohlen, gerade in Gärten für eine geschlossene Bodenvegetation zu sorgen, um eine Verbreitung dieses gefährlichen Unkrautes zu verhindern. Die einjährige BeifußAmbrosie vermehrt sich ausschließlich über Samen. Etwa 3000 bis 4000 Samen bildet eine durchschnittlich große Pflanze aus, die übrigens bis 1,5 m hoch werden kann. Diese Samen können, einmal in den Boden gelangt, mehrere Jahrzehnte keimfähig bleiben. Eine Bekämpfung muss deshalb rechtzeitig erfolgen, um die Blüte und Samenbildung zu verhindern. Am besten reißt man Einzelpflanzen und kleinere Bestände schon beim Auffinden aus. Mäht man sie nur ab, kann es durch den starken Wiederaustrieb der Pflanze zu Schwierigkeiten bei der Bekämpfung kommen. Allerdings sollte man einige Vorsichtsmaßregeln beim Ausrupfen beachten: da es bei der Berührung der Ambrosia zu allergischen Hautreaktionen kommen kann, sollte man unbedingt Handschuhe tragen! Hat man noch dazu eine Pollenallergie, ist ein Mundschutz zu empfehlen. Von einer Kompostierung auf einem Gartenkompost wird dringend abgeraten. Meist werden dort nicht genügend hohe Temperaturen erreicht, und es werden nicht alle Samen abgetötet. Zudem könnten ausgerissene Pflanzen auf einem nicht genügend kontrolliertem Gartenkompost sogar noch zum Blühen und Fruchten kommen. Deshalb sollten zur Sicherheit alle Ambrosien, die ab Juli ausgerissen werden, in Plastiktüten verpackt in den Restmüll gegeben und damit in der Regel der liqueurum verita Kirchstr. 15 82299 Türkenfeld Tel. 08193-7769 Email: MuK.Kiefer@arcor.de selbstgemachte Liköre aus Obst und Früchten aus heimischen Gärten kostenlose Probe und Verkauf nach Telefonischer Vereinbarung Müllverbrennung zugeführt werden. Dass das Problem „Ambrosia“ auch auf höherer Ebene ernst genommen wird, zeigt sich daran, dass sich damit unter anderem das „Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz“, die „Biologische Bundesanstalt für Landund Forstwirtschaft“, das Landwirtschafts- und das Innenministerium damit befassen. Auch wurde eine „Interressortielle Arbeitsgruppe Ambrosia“ ins Leben gerufen, die im Januar unter Beteiligung verschiedener Ministerien ihre erste Sitzung hatte. So ist geplant, die Öffentlichkeit beispielsweise durch Beiträge im „Landwirtschaftlichen Wochenblatt“ und in Kleingärtner-Zeitschriften zu informieren. Auch wird versucht, das Bayerische Fernsehen dafür zu interessieren, beispielsweise in Gartensendungen wie „Querbeet“ oder „Unser Land“. Auf den Internetseiten der verschiedenen Ministerien wird ebenfalls auf die Gefährlichkeit der Ambrosia artemisiifolia hingewiesen werden. 5

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Ein weiteres wichtiges Thema für den Gartenbesitzer ist der Feuerbrand Schon vor über 200 Jahren wurde das Bakterium Erwinia amylovora, der Verursacher des Feuerbrandes, im Osten der USA entdeckt. Durch den internationalen Warenaustausch gelangte es nach Europa, wo es 1959 in England nachgewiesen werden konnte. Von dort aus verbreitete es sich dann über den ganzen europäischen Raum. Besonders in den letzten 10 Jahren hat diese gefährliche Pflanzenkrankheit in Süddeutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz große Schäden in der freien Landwirtschaft, im Obstbau, in den Baumschulen und in Privatgärten angerichtet. Weltweit richtet der Erreger in über 40 Ländern massive Schäden an. Feuerbrand stellt die Verbreitung des Feuerbrandes zu nehmen ist, sieht man, wenn man sich die Familienmitglieder der Rosengehölze einmal ansieht: nicht nur verschiedene Ziersträucher, auch unsere Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Quitten, Kirschen, ja sogar Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren gehören zu dieser Gattung. Durch die Ausbreitung des Bakteriums im pflanzlichen Gewebe kommt es zu einer Schwächung, bis hin zum Absterben der Pflanze. Typische Merkmale der Feuerbrandkrankheit sind die meist dunkelbraun bis schwarz gefärbten Stiele der abgestorbenen Blüten und Blätter an den erkrankten Zweigen. Wegen diesem wie verbrannt aussehen der befallenen Pflanzenteile hat diese Krankheit auch ihren Namen: Feuerbrand. Aus den erkrankten Stellen können bei feuchtwarmer Witterung Tröpfchen eines klebrigen Bakterienschleims austreten. Dies führt in der Regel über kurz oder lang zum vollständigen Absterben der befallenen Pflanze. Die zum Teil recht unterschiedlichen Befallstärken hängen von verschiedenen Faktoren ab: Klima- und Standortverhältnisse, der Pflanzenart und deren Vitalität. gefährlichste Pflanzenkrankheit in der Familie der Rosengewächse dar. Wie ernst der Befall und die Die einzige Möglichkeit, diese Krankheit aus dem Bestand zu entfernen, ist der Ausschnitt der betroffenen Pflanzenteile. Da es kein Spritzmittel gibt, um erkrankte Pflanzen zu gesunden, kann man nur durch Herausnehmen der befallenen Pflanzenteile versuchen, die Ausbreitung zu verhindern. Werden die befallenen Stellen nicht fachmännisch herausgeschnitten, so bilden sich im Herbst bei fallenden Temperaturen sogenannte Canker. Sie stellen die „Aktionsund Hauptüberwinterungszentren“ der Feuerbrand verursachenden Bakterien dar. Diese Canker sind krebsartige, eingefallene Rindenstellen, die meist rot-braun bis schwarz gefärbt sind. Ihre Größe kann von wenigen Zentimetern bis über 50 cm

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variieren. Diese Veränderungen an den Ästen und Stämmen können leicht mit Baumkrebs verwechselt werden. Der Baumkrebs wird durch so genannte Pustelpilze verursacht, die Bekämpfung ist jedoch die gleiche wie beim Feuerbrand. Eine weitere Verwechslungsgefahr besteht mit Monilia Spitzendürre, bei der die Jungtriebe und Blütenstände ebenfalls braun werden. Sind die betroffenen Pflanzenteile abgeschnitten (am besten bis weit ins gesunde Holz!), ist noch immer Vorsicht geboten. Wo es die Gemeindeverordnung zulässt, sind gerodete Bäume, Sträucher und Äste an Ort und Stelle zu verbrennen. Geringer Schnittgutanfall kann auch über den Restmüll entsorgt werden, während größere Mengen gut abgedeckt direkt an eine Müllverbrennungsanlage geliefert werden sollten. Das Häckseln von Schnittgut mit anschließender Kompostierung ist nicht möglich, da eine Weiterverbreitung des Erregers damit nicht auszuschließen ist. Wegen der hohen Ansteckungsgefahr ist auch das Berühren von befallenen mit gesunden Pflanzen zu vermeiden, und es sind die Arbeitswerkzeuge (Säge, Schere, u.a.) nach Gebrauch zu desinfizieren (z.B. mit 70%igem Alkohol) Feuerbrand ist eine meldepflichtige Krankheit. Sie muss im Landratsamt Fürstenfeldbruck bei Herrn Stegmann, der Kreisfachberater für Gartenbau und Landwirtschaft ist, angezeigt werden. Bei weiteren Fragen und zur Beratung zum Thema Feuerbrand können Sie sich in Türkenfeld auch an Herrn Günther Asam unter Telefon 08193-1639 wenden. von Feuerbrand befallene Birne

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Die Streuobstwiese Am Mittwoch, den 02.05.07, war Großpflanztag an der Moorenweiserstraße: Martin Keller, Günther Asam und Manfred Kiefer pflanzten Dutzende von Obstbäumen auf der Streuobstwiese. Über 40 verschiedene Apfel- und Birnbaumsorten stehen dort nun als Anschauungsund Lehrobjekte zur Verfügung. In den nächsten Jahren werden an die einzelnen Bäume Tafeln gesetzt, auf denen die jeweiligen Sorten genau erklärt werden. In unserer Vereinszeitung wollen wir Ihnen diese Apfel- und Birnen- sorten vorstellen. Auf der nächsten Seite beginnen wir mit den ersten beiden: dem Boskoop- und dem Korbiniansapfel. Doch nicht nur Obst wird dort zu sehen sein, sondern auch die fleißigen Helfer, ohne die es keine Früchte gäbe, die durch das Bestäuben der Blüten erst das wachsen des Obstes ermöglichen: die Bienen. Es werden am Rande der Feldhecke einige Bienenvölker beheimatet, und im Frühjahr wird noch ein „Wildbienen-Hotel“ aufgebaut, wo man dann die Lebensweise der Bienen beobachten kann. In einer späteren Ausgabe der GartlerZeitung werden die Bienen genauer vorgestellt.

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Boskoop Synonym: Schöner von Boskoop, Graue Winterrenette, Lederapfel Herkunft: Zufallssämling, Niederlanden (Boskoop), 1857 Verbreitung: deutscher Sprachraum Baum: blüht extrem früh, empfindlich gegen Frost der insbesondere die Blüten schädigen kann Erträge: gut, für alle Verwendungsarten Frucht: trotz der teils großen Früchte, gilt die geeignet, einschließlich Frischverzehr Sorte als windfest; gelb bis gelblichgrün, groß, Reifezeit: mittelspät, mittelschnell nachreifend kugelförmig, Fruchtfleisch cremig-gelblich, Eignung: mittelmäßig warme, ausreichend mittelweich feuchte Böden; Streuobstbau, im Erwerbsobstbau gilt sie immer noch als Nebensorte; sie ist für alle Nutzungsarten geeignet, gut lagerfähig Korbiniansapfel Der "KZ3", gemalt von Korbinian Aigner Synonym: KZ-Apfel Herkunft: entstand 1944 im Konzentrationslager Dachau aus einer Sämlingsauslese von Pfarrer Korbinian Aigner Baum: robust, kräftiger Wuchs, breite Krone Frucht: mittelgroße, goldgelbe, kräftig rotgestreifte, saftige, gewürzte Tafelfrucht, die nicht welkt Reifezeit: erntereif Ende Oktober, genussreif Dezember bis Mai Erträge: mittelfrüh einsetzend und regelmäßig Eignung: für Obstwiesen und Feldflur empfehlenswert; für Lehmböden

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Kinderseite: Hilfsmittel für Naturbeobachtungen: wir basteln einen Insektensauger Sehr kleine Insekten, die man nur unter einer starken Lupe oder einem Stereoskop erkennen kann, fängt man am besten mit einer Saugvorrichtung, die du dir selber herstellen kannst. Du brauchst dafür nur ein kleines Konservenglas mit Deckel. In solchen Gläsern werden zum Beispiel grüne Pfefferkörner oder Kapern verkauft. Glas und Deckel musst du gut auswaschen, dann mit Essig und anschließend mit Wasser gut ausspülen, damit keine Spülmittelreste darin bleiben. Zusätzlich solltest du dir in einem Zoogeschäft ½ m Aquariumschlauch (Durchmesser 6 mm) besorgen, den du in ein längeres und ein kürzeres Stück aufteilst, z.B. 35 cm und 15 cm. In den Deckel bohrst du mit einem 6 mm Metall-Bohrer zwei Löcher. Über die Öffnung des längeren Schlauchstückes (Einsaugschlauch hier rechts) stülpst du ein kleines Stückchen von einer alten Strumpfhose als Filter, damit man das Insekt nicht in den Mund saugt. Dann steckst du in jedes der beiden Löcher ein Schlauchstück und klebst beide mit einem Universalkleber fest. Um ein Insekt zu fangen, bringst du einfach das kürzere Ende ganz dicht an das Insekt und saugst am längeren Ende. Wenn der Käfer oder das Insekt in das Glas gesaugt ist, öffnest du den Deckel und schüttelst das Insekt zum Betrachten auf ein Beobachtungstablett. Dazu benötigst du 4 Holzleisten, Schrauben, weißen Stoff und Reißnägel. Und zur Sicherheit jemanden, der dir hilft. Die Holzleisten werden zusammengeschraubt, dann spannst du den Stoff darüber und befestigst ihn mit den Reißnägeln. 10

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Rindersteaks m it RucolaRucola - Salat 2 Bund Rucola (bzw 1 Schale) 1 TL Senf, mittelscharf 2 EL Weißweinessig Salz, Pfeffer 4 EL Olivenöl 2 Knoblauchzehen 1 rote Chilischote 4 Rindersteaks (á ca. 140 g) Butterschmalz zum Braten 100 ml Weißwein (ersatzw. Wasser) Rucola waschen, trockenschütteln, grobe Stiele entfernen. Für das Dressing den Senf, Essig, Salz, Pfeffer mischen, das Öl unterschlagen. Rucola damit anmachen. Fett in einer Pfanne erhitzen. Knoblauch und Chili darin anbraten, herausnehmen. Dann das Fleisch in der selben Pfanne von beiden Seiten etwa 1 min scharf anbraten, bei mittlerer Hitze weitere 2 min braten, herausnehmen, salzen pfeffern, warm stellen. Bratensatz in der Pfanne mit dem Weißwein ablöschen, einmal aufkochen. Knoblauch und Chili wieder zufügen. Das Fleisch auf dem Salat anrichten, Sauce über das Fleisch gießen. Nach Belieben mit Kürbiskernen und Rosmarinzweig und/oder mit „Crema di Balsamico“ dekorieren. Verraten Sie uns IHR Lieblingsrezept – vielleicht steht es in der nächsten Ausgabe an dieser Stelle... 11

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Zum Schluss noch einige Hinweise: • sollten Sie noch Wünsche, Anregungen, Ideen oder Fragen zu einzelnen Garten-Themen haben – sprechen Sie uns an! • besuchen Sie auch unsere Homepage im Internet: www.gartenbauverein-tuerkenfeld.de • bei unseren Veranstaltungen (z.B. die Bastelkurse) sind selbstverständlich auch NichtMitglieder herzlich willkommen! Impressum: Verantwortliche für diese Vereinszeitung: Günther Asam, St. Ottilien-Str. 7, 82299 Türkenfeld, Tel. 08193-1639 Manfred Kiefer, Kirchstr.15, 82299 Türkenfeld, Tel. 08193-7769 12 Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier im EOS-Verlag, St. Ottilien

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