Vereinszeitung Jahrgang 2009

 

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Obst- und Gartenbauverein Türkenfeld - Zankenhausen e.V.

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DER ÜRKENFELDER G ARTEN November 2009 Vereinszeitung des Obst- und Gartenbauvereines Türkenfeld – Zankenhausen e.V. Liebe Mitglieder, liebe Türkenfelder Gartenfreunde, auch in der dritten Ausgabe unserer Vereinszeitung möchten wir wieder interessante Themen rund um den Garten aufgreifen. Außerdem informieren wir auf diesem Wege wieder über die Aktivitäten des Obst- & Gartenbauvereines Türkenfeld – Zankenhausen e.V.. Inhalt: Seite 2: - Jahresrückblick Seite 3: - Unser Mosthäusl Seite 4: - Bilder des Jahres Seite 5: - Springkraut Seite 6 + 7: - Der Kohl Seite 8: - Die Fichte – Geschichte eines Baumes Seite 9: - Die Birne Seite 10: - Kinderseite Seite 11: - Rezept Seite 12: - Impressum

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Jahresrückblick auf 2009: Mit dem „Basteln für Kinder“ am Freitag, den 27.02.09, begannen die Aktivitäten 2009. Etwa 20 Kinder bauten Fledermauskästen, die sie dann zu Hause aufhängen konnten. Der für den 07.03. geplante Obst- und Gehölzschnitt musste leider verschoben werden. Die Jahreshauptversammlung 2009 fand dann, wie geplant, am Freitag, den 20.03.09, statt. Nach den Berichten von Schriftführer Manfred Kiefer und Kassier Alois Brem wurde unter anderem auch über die Finanzmittel für den Neubau des Mosthäusls abgestimmt. Über den Stand der Bauarbeiten berichten wir in einem eigenen Artikel auf der nächsten Seite. Die Teilnehmerinnen des „Blumensteckens zur Osterzeit“ fertigten sich am 27.03. aus Palmkatzerln, Buchs und anderen Dekorationsmaterialien österliche Gestecke an. Am Samstag, den 28.03.09, gab es einen DoppelVortrag: zuerst erklärte und zeigte Max Riedel beim Fischweiher der Familie Asam an praktischen Beispielen das Veredeln von Apfelund Birnbäumen, anschließend wurde den 12 Teilnehmern von Günther Asam der fachgerechte Zuschnitt eines Apfelbaumes gezeigt. Super besucht mit 35 Kindern war das Palmbuschenbinden am Samstag, den 04.04.09. Aus Palmkatzerln, bunten Bändern, Plastikeiern und anderen Dekorationsmaterialien, bastelten sie sich auf der Wiese neben dem Pfarrheim ihre eigenen Palmbuschen. Am Mittwoch, den 08.04.09, errichteten - unter Anleitung von Jürgen Thalmayr - 11 Kinder und 3 Erwachsene ein Wildbienen-Hotel. Im schon vorher auf der Streuobstwiese an der Moorenweiser Straße aufgestellten Rahmen wurde so den äußerst nützlichen Wildbienen eine neue Nistmöglichkeit gegeben. Zum Gartenflohmarkt am Samstag, den 25.04.09, zeigte sich das Wetter von seiner schönsten Seite. Die 15 Verkäufer wurden sich mit den etwa 180 Kaufinteressierten schnell handelseinig. Die Schüler der HeinrichScherrer-Musikschule unter der Leitung von Frau Jutta Hörger sorgten auch heuer wieder für den musikalischen Rahmen der Muttertagsfeier am Freitag, den 08.05.09. Gedichte und Geschichten bildeten weitere Höhepunkte dieses Abends. Die nächste größere Aktion fand am Samstag, den 04.07.09, statt: 3 Mitglieder des „Bund Naturschutz“, sowie mehrere Privatpersonen halfen Günther Asam und Manfred Kiefer bei der Eindämmung des sich immer weiter ausbreitenden Blüte zeigt, aber durch den Wildwuchs alle anderen heimischen Pflanzen verdrängt. Auch am Walderlebnispfad war eine Gruppe aktiv (siehe auch Artikel auf Seite 5). 2 Springkrautes. Vor allem der Uferbereich des Höllbaches im Bereich ab der Saliterstraße wurde von diesem Kraut über weite Strecken befreit, das zwar eine sehr schöne, orchideen-artige Der diesjährige Tagesausflug führte am Samstag, den 08.08.09, zur Landesgartenschau nach Rain am Lech. 40 Erwachsene und 3 Kinder erfreuten sich bei schönstem Wetter an der Blütenpracht entlang der Spazierwege. Der ganze Ort Rain am Lech war in die Gartenschau eingebunden, so dass nicht nur an den angelegten Rabatten die Blumen zu bewundern waren, sondern auch an den Blumenkästen an den Fenstern, Balkonen und in den Höfen. Beim „Apfelfest für jung und alt“ am Sonntag, den 20.09.09, konnte der Gartenbauverein etwa 100 Gäste, davon 25 Kinder, begrüßen. Die Apfelkücherl fanden auch dieses Jahr wieder begeisterte Abnehmer. An der Saftpresse konnten die Kinder und auch die Erwachsenen den frischen, selbstgepressten Saft direkt probieren. Am Freitag, den 09.10.09, fand in der Josefstube des Gasthauses Hartl die Erntedankfeier statt. Wieder konnten einige Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt werden. Herr Salfer vom Alpenverein, Sektion Geltendorf, hielt unterhaltsam einen Dia-Vortrag zum Thema „Vier Jahreszeiten“. Beim „Basteln mit Naturmaterialien“ am Samstag, den 24.10.09, wurden von den Kindern Riesenspinnen aus Rispen vom Sommerflieder gebastelt.

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Unser Mosthäusl: das alte Mosthäusl Unser Mosthäusl ist schon ein bisschen in die Jahre gekommen. Wie aus alten Unterlagen entnommen werden kann, wurde es 1909 gebaut – es ist also schon 100 Jahre alt! Leider entspricht es nicht mehr dem heutigen Standard. Es wurde im Stile einer einfachen, jedoch zweckmäßigen Holzhütte gebaut, die wohl den damaligen Bedürfnissen entsprach. Aus diesem Grunde entschied sich der Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins, dieses Mosthäusl, von Grund auf zu sanieren. Da eine Renovierung bzw. ein entsprechender Ausbau des bestehenden Mosthäusls zu kostenintensiv wäre, entschied man sich für einen Neubau – an gleicher Stelle, an der das alte steht. Es wurde innerhalb der Vorstandschaft ein „Arbeitskreis Neubau Mosthäusl“ gebildet, der die Planung und die Koordinierung der Bauhelfer mit den ausführenden Firmen übernimmt. Für diesen Neubau musste ein Bauplan erstellt werden, der vom Türkenfelder Gemeinderat genehmigt worden ist. Anhand der Bilder ist der momentane Baufortschritt nachvollziehbar: Am 20.06.2009 erfolgte der Rückbau. Dabei kamen auch schwere Schäden an der Bodenplatte zum Vorschein. Am 28.07.09 wurde dann auf das Fundament die neue Bodenplatte gegossen, so dass ab dem 04.08.09 die ersten Maurerarbeiten erfolgen konnten. An mehreren Arbeitstagen wurde der Rohbau von den 3 fleißigen Maurern erstellt. Bei optimalem Wetter wurde am Samstag, den 24.10.09, vom 7köpfigen Bautrupp der Dachstuhl auf das neue Mosthäusl gesetzt. der Rückbau der Riss in der alten Bodenplatte die neue Bodenplatte die fleißigen Maurer der neue Dachstuhl 3

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Bilder aus dem Vereinsjahr: Ehrung langjähriger Mitglieder bei der Erntedankfeier am 09.10.09: v.l.n.r.: Franz Walter (60 Mitgliedsjahre), Rosina Gerstner (25 Jahre), Lorenz Stangl (40 Jahre), Günther Merkel (50 Jahre), Hans Maier (25 Jahre), im Hintergrund 1. Vorsitzender Günther Asam Kuchenbuffet bei der Muttertagsfeier am 08.05.09 Gartenflohmarkt am 25.04.09 Stand auf dem Weihnachtsmarkt 2008 in Zankenhausen Tagesausflug nach Rain am Lech am 08.08.09 beim Obstbaumveredeln am 28.03.09 4

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Ein bekanntes Übel: D as Springkraut Das Indische Springkraut wurde Anfang des 19. Jahrhunderts als attraktive Zierpflanze aus dem Himalaya-Gebiet (Indien) eingeführt. Der „Sprung über den Gartenzaun“ geschah durch Samenflug oder Ausschwemmen der Samen mit Wasserläufen aus Gärten und Parkanlagen, durch die Entsorgung von Gartenabfällen in der freien Landschaft und durch direkte Aussaat als vermeintlich gute Herbsttracht durch Imker. Die eigentlich wunderschönen Blüten, die an Orchideen erinnern, blühen in weiß über rosa bis zu violetten Farbtönen. Die Pflanze selbst hat nur einen etwa faustgroßen Wurzelballen, so dass die ganze Pflanze zur Bekämpfung ganz leicht ausgerissen werden kann. Allerdings sollten die ausgerissenen Pflanzenteile entsorgt werden, da diese (gerade in feuchten Lagen) sonst neue Wurzeln ausbilden können. Jede einzelne Pflanze kann etwa 2000 Samen produzieren, die bis zu 7 m weit aus der Frucht herausgeschleudert werden können. Während die Pflanze selbst nur einjährig ist, bleiben die Samen für 4 bis 5 Jahre im Boden keimfähig. Blüten mit Fruchtkörpern Als Größenvergleich: bis zu 2,5 m hoch kann das Springkraut werden Keine Seltenheit: ca. 5 cm dicker Stängel 5

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Im Winter kohlt´s... Die Tage werden kürzer, es wird kälter und ungemütlicher. Der triste, graue November naht mit Nebel und der feuchten Kälte, die einem in die Glieder fährt.... Halt – Stopp: Tun wir da November nicht unrecht??? dem Blumenkohl: Wohl eine der bekanntesten und beliebtesten Kohlarten. So vielseitig verwendbar: Feines Blumenkohlsüppchen, überbacken mit gerösteten Semmelbröseln, als Salat oder einfach als leckere Beilage... Was ist drin? Viel Kalzium und Phosphor, dann noch Vitamin G, Folsäure, Kalium und Vitamin B6, außerdem Zink, Kupfer, Jod und Fluor. Darauf achten: Die Röschen sollten dicht geschlossen und weiß sein. Er hält sich gekühlt ca. 10 Tage. Wird´s wirklich ungemütlicher? Nein, eigentlich nicht – wir verbringen wieder mehr Zeit zu Hause, Freizeitstress passé – heimelige warme Kuschelzeit ist angesagt. Oder mal wieder Zeit, um in der Küche herum zu experimentieren. Und dazu kulinarische Spezialitäten aus unseren Regionen. War früher Kohl eher als „Arme-LeutEssen“ verpönt, so ist er heute von seinem festen Platz in der Küche nicht mehr wegzudenken – und das ist auch gut so. Ist er doch so vielseitig, steckt voller Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente - dazu ist er noch preiswert und haltbar. Obwohl man in der heutigen Zeit verschiedene Kohlsorten ganzjährig im Supermarkt kaufen kann, haben die meisten Sorten in den Herbst- und Wintermonaten Saison. Darauf sollte man auch achten, denn nur frische Ware ist ein Garant für Qualität und nur in der frischen Ware stecken all die Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Zudem sind alle Kohlarten sehr kalorienarm, nur 16 – 40 Kcal/100g (je nach Sorte) Brokkoli: ....der Feine unter den Kohlsorten. Ob Supperl oder Gratin, als feine Beilage mit Buttermandeln oder einfach zu Nudeln – Brokkoli ist ein Alleskönner. Und das ist drin: Ganz viel Vitamin C – 100g Brokkoli enthalten mehr Vitamin C als ein Glas frischer Orangensaft! Darauf achten: Die Blüten sollten eher blaugrün sein und auf jeden Fall geschlossen. Er ist licht- und wärmeempfindlich. Leider hält er sich nicht sehr lange. Wirsing: Ein Kraftpaket und ein sehr schönes noch dazu, mit seinen gekrausten, grünen Blättern. Er schmeckt roh als auch gekocht, eignet sich für herzhafte Eintöpfe oder als Beilage. Was ist da drin? Vitamin C und E, Magnesium, Folsäure, Kalzium und Jod. Sein hoher Anteil an Glucosinolaten (Senföle) macht ihn zum „Krebshemmer“ Darauf achten: Besonders zart ist der Frühjahrswirsing, leider welkt er recht schnell Weißkohl und Spitzkohl: Der Klassiker und die bei uns am häufigsten angebaute Sorte. Ein großer Teil wird zu Sauerkraut verarbeitet, aber wir kennen ihn auch als Rohkost, gedünstet oder sogar asiatisch gebraten. Er wirkt entschlackend, schützt vor Infektionen und kann den Cholesterinspiegel senken. Das steckt drin: Vitamin C, Kalium, Kalzium und Magnesium Darauf achten: Blätter und Schnittfläche am Strunk sollten knackig aussehen. Gute Lagerfähigkeit Zur asiatischen Kohlfamilie gehört der Chinakohl. Er schmeckt zart und ist meist bekömmlicher als andere Kohlsorten. Nicht nur als Salat verwendbar, sondern bestens geeignet zum Schmoren, Dünsten oder gebraten im Wok. Seine Inhaltsstoffe stärken das Immunsystem und wirken vorbeugend gegen das Krebsrisiko. Das ist drin: Vitamin C, Magnesium, Kalzium und Kalium Darauf achten: die Blätter sollten fest geschlossen und gelblich bis hellgrün sein; er hält sich gekühlt über 10 Tage 6

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Rotkohl, unser Blaukraut: Kennen und lieben wir als Blaukrautgemüse zu herzhaften Fleischgerichten. Was ist da drin? Ähnlich wie beim Weißkohl, aber er enthält mehr Eisen mit wertvollen Aminosäuren. Darauf achten: Schnittfläche und Strunk sollten frisch aussehen. Gute Lagerfähigkeit Grünkohl: ....entwickelt erst nach dem ersten Frost sein volles Aroma und wird dadurch auch bekömmlicher. Er stammt eher aus dem Norden Deutschlands, wird aber auch hier immer beliebter. Als Beilage oder mit Kartoffeln als Eintopf schmeckt er hervorragend zu geräucherten Fleisch oder Würsteln. Das ist drin: Vitamin B und C, Kalium, Phosphor und Eisen, aber vor allem Kalzium. Darauf achten: gute Lagerfähigkeit, nicht gut als Rohkost geeignet. Rosenkohl, ein traditionelles Wintergemüse mit einem leicht bitteren Geschmack, schmeckt am besten, wenn er die erste Kälte gespürt hat. Mit ein bisserl Kreativität ist Rosenkohl überaus vielseitig. Fein mariniert, geschmort, gedünstet, gebraten – alles ist möglich. Er hilft bei Verdauungsstörungen und Magenübersäuerung. Was ist da drin? Viel Vitamin C, A und B, Kalzium, Kalium, Magnesium, außerdem wertvolles Pflanzeneiweiß mit Aminosäuren. Darauf achten: frischen Rosenkohl möglichst schnell verarbeiten, sind die Außenblätter gelb, ist er schon zu lange gelagert Es gibt noch einige andere Kohlsorten, auf jeden Fall haben alle ein paar wesentliche Gemeinsamkeiten: sie sind gesund, vielseitig verwendbar und in allen Variationen ein Genuss. Man muss sich nur trauen und in der Küche mal etwas mehr Kreativität zeigen, das kann den Speiseplan nur bereichern. Hier ein paar Beispiele: Brokkoli – Schafskäseauflauf (für 4 Personen) 1200 g Brokkoli 250 g Schlagsahne 75-100 g Schafskäse 2 – 3 EL gehackte Walnüsse Schnittlauch oder Frühlingszwiebeln Salz, Pfeffer Brokkoli waschen, putzen und in Röschen teilen. Die Stiele in gesalzenem Wasser dünsten, nach 10 min. die Röschen dazu und weitere 5 min. dünsten. In einem kleinen Topf die Sahne aufkochen, den zerbröselten Käse darin schmelzen, Walnüsse dazu und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Evtl. etwas vom Brokkoli-Sud dazugeben. Brokkoli in eine feuerfeste Form legen, Soße drüber und kurz im Ofen überbacken. Variante: Doppelte Soßenmenge und dann noch gekochte Kartoffeln dazu – dann wird´s ergiebiger. Polnische Krautnudeln (für 4-5 Personen) 400 g 2 1 400 g 500 g Hackfleisch Zwiebeln Knoblauchzehe Nudeln (Spirelli oder Bandnudeln) Weißkohl oder Spitzkohl Öl Salz, Pfeffer evtl. Gemüsebrühe evtl. etwas Sahne Zwiebeln und Knoblauch klein würfeln, mit Öl anschwitzen, dann Hackfleisch dazu und fertig anbraten. Weißkohl in feine Streifen schneiden, zum Hackfleisch dazu und weiter bruzzeln. In der Zwischenzeit die Nudeln kochen. Wenn das Kraut leicht braun angebraten ist, die gekochten Nudeln untermischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Variante: Evtl. etwas Gemüsebrühe und etwas Sahne dazugeben. Kreativ: Curry oder asiatisches Gewürz Renate Mang Ernährungsberaterin (Artemis Lehrinstitut) ÜL beim TSV, Pilates-Trainerin, Nordic-Walking-Instruktor Tel.: 08144 /1331 eMail: r.mang@tuerkenfeld.de Wir bedanken uns bei Frau Renate Mang aus Zankenhausen für diesen Beitrag. Bei weiteren Fragen im Bereich Ernährung, modernes Gewichtsmanagement oder Ernährung & Sport, steht sie Ihnen gerne zur Verfügung 7

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Die Fichte oder Allgemeine Forstzeitschrift, 2006). Die Fichte verträgt als ursprünglicher Hochgebirgs-baum zwar Frost und Kälte sehr gut und kommt mit nährstoffarmen Böden ausgezeichnet zurecht. Sturm und Trockenheit hat sie mit ihrem flachen Wurzelwerk jedoch wenig entgegenzusetzen. Bei Stürmen findet sie nur geringen Halt im Boden und bei Trockenheit erreicht sie das tiefer im Boden gespeicherte Wasser nur schlecht. Andere Baumarten wie die Tanne oder der Ahorn wurzeln tiefer und sind deshalb gegen Sturm und Trockenheit weniger anfällig. Wer dieses Jahr im Spätsommer im Wald spazieren war, konnte sich davon überzeugen. Immer wieder sind Bäume zu sehen, die vom Borkenkäfer befallen sind. Manche einzeln stehend, aber auch größere „Käfernester“ gehören in der Zwischenzeit zum normalen Anblick in unseren Wäldern. Nach fast jedem mittleren Sturm gibt es entwurzelte oder vom Wind gebrochene Fichten. Auch die Medien berichten in den letzten Jahren zunehmend von derartigen, größeren Schadereignissen. Der Trockensommer 2003 hat die Fichten so sehr in Trocken-stress versetzt, dass sie dem Borkenkäfer nichts mehr entgegensetzen konnten. Den aktuellen Prognosen zur Folge wird sich diese Situation in den nächsten Jahren durch den Klimawandel noch verschärfen.Heiße Sommer wie in 2003, in denen die Bäume unter Trockenstress leiden und Sturmereignisse werden demnach häufiger werden und vom Wald mehr Durchhaltevermögen fordern. Dieses Durchhaltevermögen kann die Kurze Geschichte einer Baumart Bis zu Beginn der Moderne, Anfang des 19.Jahrhunderts, war die Fichte an den Wäldern in Bayern noch nicht so stark verbreitet wie heute. Eichen dienten als gute Nahrungsquelle für die Schweine, Buchenholz wurde zum Heizen genutzt, Eschenlaub diente als zusätzliche Tiernahrung, wenn die Wiesen nicht genug einbrachten. Jede Baumart hatte um 1800 ihre eigenen Einsatzgebiete und ihre Daseinsberechtigung im dörflichen Leben. Wie kam es also dazu, dass die Fichte heute das Landschaftsbild in weiten Teilen unseres Heimatlandkreises bestimmt? Im jungen Königreich Bayern setzte sich in der Nutzung des Bodens das Modell der Bodenreinertragslehre durch. Dadurch änderte sich die Sichtweise auf den Wald nachhaltig. Nach diesem ökonomischen Denkmodell wird ein Stück Land dann am gewinnbringendsten für den Eigentümer bewirtschaftet, wenn es sich in einem gegebenen Zeitraum maximal verzinst. Als Vergleichsmaßstab diente ein durchschnittliches Sparbuch mit etwa 3% Zinsen. Da Bäume sehr langsam wachsen ist das Gewinnpotential eines Waldes deutlich begrenzt. Die Fichte schnitt mit knapp 3% Verzinsung am besten ab. In der Folge wurden Fichtenanpflanzungen in großem Stil durchgeführt. Die Fichte zeigte sich zunächst als eine dankbare Baumart. Sie lieferte hohe Holzerträge und konnte, angepflanzt in großen Blöcken, rationell genutzt werden, wenn die Bäume schlagreif waren. Die kurzfristige Gewinnspanne war sehr hoch. Die Langzeitfolgen dieser Entwicklung, die wir heute so deutlich nach Sturmereignissen und in trockenen Sommern sehen, waren damals nur wenigen bekannt. Die Vorteile überwogen. So ist es kein Wunder, dass bestehende Mischwälder nach und nach unseren Fichtenforsten gewichen sind. In Bayern gibt es rund 2,5 Millionen Hektar Wald. Etwa 1,1 Millionen Hektar sind mit Fichten bestockt. Das entspricht viermal der Fläche des Saarlands. Ein Viertel der Fichten in Bayern stocken auf Böden, die aller Wahrscheinlichkeit nach in Zukunft den hohen Wasseranspruch der Fichte nicht mehr decken können. Fichtenbestände haben dem Borkenkäfer nicht viel entgegenzusetzen, wenn sie permanent durch den Wassermangel geschwächt 4 8 sind (Kölling, Ammer, Fichte als angepasste Hochgebirgsbaumart auf Böden, die nur wenig Wasser speichern können nicht aufbringen. Das Burgholz zwischen Zankenhausen, Türkenfeld und Eching hat es besonders schlimm erwischt. Seit 1991 rissen hier Stürme eine immer tiefere Schneise in den Wald. Heute kann man sogar von Burgholz aus die gegenüberliegende Seite des Ampertals sehen. Dank der pflichtbewussten Waldbesitzer hielt sich die Ausbreitung des Borkenkäfers hier in sehr geringen Grenzen. Auch pflanzten die Waldbesitzer dort, wo die Fichte ein großes Risiko darstellt jetzt Eichen, Ahorne, Eschen und Lärchen. An einigen Stellen findet sich auch Naturverjüngung aus Esche, Ahorn und Buche. Auch im Türkenfelder Brandholz ändert sich die Situation. Dort, wo die Fichte gesund ist, wachsen wieder Fichten. Ahorne, Eschen, Lärchen, Buchen und einzelne Tannen bereichern den Wald dort, wo die Fichte keine Stabilität gewährleistet. Die Mischung, die sich hier einstellt, ist dem Klimawandel aller Voraussicht nach gut gewachsen. Alles in allem, trotz der mäßigen Aussichten, eine positive Bilanz. (Ein Beitrag von Andreas Brem, Förster)

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Synonym: Bonne Louise d´Avranches Herkunft : Sämling, Frankreich, 1778 Verbreitung: Eur Gute Luise Synonym: Bonne Louise d´Avranches Herkunft : Sämling, Frankreich, 1778 Verbreitung: Europa Baum: mittelstark; aufrecht, lichte Krone, kurzes Fruchtholz; gute Verträglichkeit mit Quitte Frucht: klein bis mittel, sehr langachsig, länglich eiförmig; glatte, gelbgrüne, geschmeidige Haut, sonnenseits flächig braunrot, rostfarbene Lentizellen; weißes bis gelblichweißes, schmelzendes, sehr saftiges Fleisch; süß, angenehme Säure, vorzüglicher Geschmack Erträge: mittel bis hoch, Alternanzneigung Reifezeit: Anfang bis Mitte September, essreif ab Ende September bis Oktober, bei 0°C bis Januar haltbar, für Aromaentfaltung Nachlagerung bei 15-20°C wichtig Eignung: hervorragende Tafelbirne für Erwerbsanbau und Hausgarten, leider sehr Die schorfanfällig Als Zufallssämling wurde die Gute Luise 1778 durch einen Monsieur de Longueval in Avranches entdeckt. Der Originalname wird entweder mit Bonne de Longueval angegeben, oder nach einer Widmung an Longuevals Frau Louise Bonne Louise d'Avranches bezeichnet. 'Gute Luise von Avranches' darf nicht mit der '(Wahren) Guten Luise' ('Louise Bonne', Merlet 1667), die auch Duhamel, Johann Prokop Mayer und Diel beschreiben, verwechselt werden. Gute Graue Synonym: Beurré Gris Herkunft: unbekannt, wahrscheinlich Frankreich oder Holland, vor 1700 Verbreitung: Westeuropa Baum: starkwüchsig; lange, kräftige Triebe, breitkronig, triploid Früchte: klein bis mittelgroß, stumpfkegelförmig, große Kelchblätter, langer kräftiger Stiel; Schale flächig grau-braun berostet, Fleisch hellgelb, saftig, schmelzend, aromatisch, rasch teigig werdend Erträge: hoch bis sehr hoch, spät einsetzend, alternierend Reifezeit: Anfang September, nur wenige Tage genussfähig Eignung: robuste, mittelfrühe Sorte für den Hausgarten, wenig krankheitsDie Gute Graue wird als widerstandsfähig gegen anfällig, auch für kühlere Krankheiten und Schädlinge beschrieben. Allerdings Standorte geeignet bestehen starke Anfälligkeiten für Birnengitterrost, mittlere für Feuerbrand, und geringe für Schorf Die Gute Graue wächst sehr stark und bildet auf Sämlingsunterlage eine sehr große Krone, die breit und hoch wird. Die Sorte kann ungewöhnlich alt werden. Verwendet wird die Sorte vorwiegend als Hoch- und Halbstamm, schwachwachsende Unterlagen sind zwar möglich, aber ohne Bedeutung. Es bestehen nur geringe Anforderungen, die Sorte ist auf den meisten Böden anbaufähig, bis zu Gebirgslagen mit etwa 700 m Höhe. 9

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Kinderseite: Barbarazweige Am 4. Dezember ist der Namenstag der Heiligen Barbara. Wer zu Weihnachten ein Blütenwunder erleben möchte, sollte an diesem Tag im Garten ein paar Zweige vom Kirschbaum schneiden. Es müssen aber nicht immer die klassischen Kirschzweige sein. Besonders geeignet sind früh blühende Gehölze wie Winterjasmin, Schlehe, Mandelbäumchen, Forsythie, Weide, Hasel oder Ginster. Manchmal gelingt es sogar Flieder- oder Apfelbaumzweige zum Erblühen zu bringen. Fragt doch bei euren Eltern nach, wo diese Sträucher bei Dir im Garten stehen. Nachdem die Zweige geschnitten worden sind, sollten sie in eine Vase mit warmem Wasser gestellt werden. Da die Bäume und deren Zweige bereits die Kälte des Frosts zu spüren bekommen haben, bekommen die Zweige im warmen Wasser Frühlingsgefühle und treiben Blüten aus. Wenn der Frost bisher ausgeblieben ist, werden die Zweige über Nacht in den Gefrierschrank gelegt und bekommen am Tag danach ein warmes Fußbad. Ab dem 25. Dezember kann man dann die blühenden Zweige bewundern. Probiert es einfach aus! Leckeres Bratapfelrezept für kalte Tage Für Denksportler: Der Wichtel soll Kerzen holen Der Weihnachtsmann schickt einen Wichtel in den Keller, um schnell vier gleichfarbige Kerzen für den Adventskranz zu holen. Im Keller angekommen stellt der Wichtel fest, dass leider das Licht nicht funktioniert - es ist stockfinster. Er kann im Dunkeln nicht unterscheiden, welche Farbe eine Kerze in seiner Hand hat. Er weiß aber, dass in der Truhe genau zehn blaue und zehn rote Kerzen liegen. Vorsichtig tastet sich der Wichtel zur Truhe vor. Wie viele Kerzen muss er mindestens mit nach oben nehmen, damit er auf jeden Fall vier in der gleichen Farbe hat? Das brauchst Du dazu: ca. 3 Äpfel etwas Butter Zimt Zucker gehackte Mandeln Rosinen Marzipan 1 Päckchen Vanillesauce Zubereitung Äpfel schälen und halbieren. Kerngehäuse entfernen und Apfelhälften von innen mit Butter bestreichen. Füllung mit Marzipan, Mandeln und Rosinen in die Äpfel streichen und mit Vanillesauce begießen. In einer Auflaufform im Backofen etwa 20 Minuten je nach Festigkeit des Apfels - braten lassen. Lass Dir von Deinen Eltern helfen. Falls Dir die eine oder andere Zutat für die Füllung nicht schmeckt, lass sie einfach weg…..schmeckt auch ohne diese ganz lecker!!! Bastelanleitung für Kinder ab 7 Jahren: Als erstes werden Korken mit weißer Bastelfarbe lackiert. Eine Styroporkugel in der Mitte halbieren. Lass Dir dabei vielleicht von Deinen Eltern helfen. Die Hälften mit roter Bastelfarbe bemalen. Nach dem Trocknen der Farbe mit schwarzer Farbe oder einem schwarzen Farbstift auf den weißen Korken Augen, Nase und Mund aufmalen. Auf die roten Styroporhälften weiße Punkte auftupfen. Wenn alles getrocknet ist, einfach die Hälften auf den Korken kleben…..fertig. Lösung des Wichtelrätsels: Sieben ist die richtige Antwort. So hat er auf jeden Fall vier Kerzen einer beliebigen Farbe. Bei nur sechs Kerzen könnte es sein, dass er drei von jeder Farbe mit nach oben nimmt. 10

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Roastbeef Roastbeef ist ein Teilstück des Hinterviertels vom Rind zwischen der Hochrippe und der Hüfte 1 kg Roastbeef Salz, Pfeffer scharfer Senf (z.B. Dijon-Senf) Zubereitung: • • • das Fleisch gut salzen und pfeffern, mit dem scharfen Senf einreiben in der Pfanne von allen Seiten scharf anbraten 0 im Backofen bei ca. 90 – 100 C etwa 1 ½ Std braten, so dass das Fleisch innen noch rosa ist Ob warm mit Gemüse als Beilage, mit Kartoffeln in jeder Form oder auch mit gebratenen Riesenchampignons, oder kalt zur Brotzeit, nur mit Kren (Meerrettich) und ein Stück Bauernbrot dazu - Roastbeef schmeckt immer ! Dazu passend ein Dressing für den Salat: Klassische Vinaigrette Salz, Pfeffer 1 TL mittelscharfer Senf 2 EL Rotweinessig 5 EL Olivenöl 1 EL gehackte Kräuter nach Belieben (z.B. Schnittlauch, Petersilie, Kerbel, Dill, usw.) Alle Zutaten in einem Glas gut durchschütteln und kurz vor dem servieren über den Salat geben. Diese Vinaigrette passt zu allen Blattsalaten, Tomaten- und Gurkensalat. 11

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Der Obst- und Gartenbauverein Türkenfeld / Zankenhausen wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes neues Jahr 2010 ! Brauchen Sie noch ein weihnachtliches Gesteck oder einen Kranz? Besuchen Sie uns doch an unserem Stand auf dem Türkenfelder Weihnachtsmarkt am 1. Advent (28. + 29.11.2009) im Schlosshof Türkenfeld! Zum Schluss noch einige Hinweise: • sollten Sie noch Wünsche, Anregungen, Ideen oder Fragen zu einzelnen GartenThemen haben – sprechen Sie uns an! • besuchen Sie auch unsere Homepage im Internet: www.gartenbauverein-tuerkenfeld.de • bei unseren Veranstaltungen (z.B. die Bastelkurse) sind selbstverständlich auch Nicht-Mitglieder herzlich willkommen! 12Impressum: Verantwortliche für diese Vereinszeitung: Günther Asam, St. Ottilien-Str. 7, 82299 Türkenfeld, Tel. 08193-1639 Manfred Kiefer, Kirchstr.15, 82299 Türkenfeld, Tel. 08193-7769 12 Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier im EOS-Verlag, St. Ottilien

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