60 Jahre FKTG - Teil 30

 

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60jähriges Bestehen der Fernseh- und Kinotechnischen Gesellschaft FKTG - TEIL 3

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60 jahre fkt 60 jahre fkt ­ 60 jahre entwicklung von film und fernsehen aus der sicht der zeitschriftenartikel teil 3 1958 bis 1961 1958 bereits in den vergangenen jahren hatte die filmtechnische industrie einiges getan um die arbeit im vorführraum zu vereinfachen und zu automatisieren da wären einerseits die xenonlampe zu nennen die keiner wartung während der vorführung mehr bedurfte dann wurden in dieser auflistung bisher nicht weiter erwähnt 1800-m-filmspulen eingeführt mit denen das ganze programm einer filmvorführung bei normallängen auf zwei projektoren untergebracht werden konnten zeiss-ikon ging nun mit seinem vorführautomaten weiter das unternehmen entwickelte eine art schaltwalze mit einem antriebssystem bild 36 die schaltwalze hatte nuten in die schaltnocken gesteckt wurden und die dann als eigentlicher programmgeber fungierten je nach ausführung der schaltrolle konnten so auf einfache art und weise präzise diverse geräte automatisch ein und ausgeschaltet werden dazu gehörten beispielsweise die saalverdunkelung der rampenlichtverdunkler die vorhänge-zugeinrichtung die bildwandabdeckung der diaprojektor der tonbandspieler und anderes und die anlage war für jeden filmprojektor-vorführraum flexibel einsetzbar die neuzeit kündete sich auch im bereich der kinotechnik an bereits in anderen branchen wurden die röhren durch transistoren abgelöst und auch der kinotechniker musste über die technik dieser neuen bauelemente informiert werden vor allem was ihren einsatz in tonfilmverstärkern anbelangt hier war die erste domäne bei den transistoren im bereich der kinotechnik zu finden die jahresversammlung der deutschen kinotechnischen gesellschaft 1958 in berlin stand unter dem eindruck einer fernsehtechnischen entwicklung von größerer bedeutung der fernsehgroßprojektion mit der praxisreife des eidophor-verfahrens war der entscheidende schritt zur verwirklichung des beliebig großen fernsehbildes getan so zumindest war man der meinung das gipfelte in einem sehr umfangreichen aufsatz über die physik und technik des neuen eidophor-projektors bei diesem verfahren wird auf einer dünnen Ölschicht ein ladungsrelief durch das fernsehbildsignal erzeugt das wiederum ein beugungsgitter erzeugt mit dem der lichtstrom einer starken lichtquelle gesteuert wird die auf der jahresversammlung der dkg gezeigte erste praxisgerechte ausführung des geräts war wesentlich kleiner als ein normaler filmprojektor die große lichtleistung ermöglichte sogar die verwendung mattweißer bildwände ohne starke richtwirkung beim eidophor-projektor bild 37 ist das spiegelaggregat mit dem Ölsystem in einer leicht auswechselbaren kassette montiert zur erreichung einer unbeschränkten produktions und der großen lebensdauer einer Ölfüllung etwa 5000 stunden wurde ein spezielles Ölumlaufsystem entwickelt die bildgröße auf der Ölhaut entsprach 72×54 mm und damit rund 400.000 bildelementen zu je 1/100 mm2 nachdem in den usa die magnetische aufzeichnung von film und fernsehbildern nach dem ampex 2-inch-verfahren praxisreif erprobt war sollten solche geräte auch für den einsatz in deutschland angewendet werden diese ampex-anlagen wurden deshalb bei siemens halske auf die bei uns übliche zeilennorm umgestellt seit november 1956 wurden in den usa insgesamt fünf ampexfernsehbild-aufzeichnungsgeräte bei cbs in regelmäßigem täglichem betrieb getestet insgesamt gab es bis 1958 in den usa mehr als 100 serienmäßige geräte in fernsehstudios bild 38 man war der meinung dass das filmtheater in seiner damaligen form trotz cinemascope und cinerama in seiner weiterentwicklung zur breitwand und panoramawiederga bild 36 schaltwalze für die automatisierung der filmprojektion 1958 bild 37 eidophor-projektor 1958 72 1-2/2007 fkt

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aktuelles fktg fachinformationen berichte service bild 38 ampex-magnetbandaufzeichnungsanlage vr-1000 mit 2 inch breitem magnetband 1958 bild 39 vorschlag eines kugelförmigen filmtheaters mit projektion nur eines filmstreifens über zwei spiegel be noch nicht als endlösung angesehen werden konnte so gab es denn als neuen vorschlag das sogenannte kugelkino cinetarium mit dem der hamburger filmproduzent albert baltes an die Öffentlichkeit trat in einem rund oder kugelbau erstreckte sich auf bild 40 die aufnahme eines films für das cinetarium erfolgte mit senkrecht stehender kamera und über eine spiegelkugel der gesamten innenfläche eine bildwand die sich wie eine glocke über die zuschauer wölbt bild 39 die anordnung der sitze ist in diesem rundbau ebenfalls kreisförmig die bildwerfer sind in einem raum angeordnet der sich unmittelbar unter dem kreismittelpunkt des zuschauerraums befindet Über einen spiegel am projektor wird der über eine spiegelkugel aufgenommene film senkrecht nach oben projiziert und trifft auf eine im theaterraum hängende gleichartige spiegelkugel die das bild auf die umgebende bildwand reflektiert die aufnahme der im cinetarium vorgeführten filme erforderte eine vom Üblichen abweichende technik der aufnahme die kamera war so angeordnet dass ihre optische achse senkrecht nach oben lief Über ihr hing eine verspiegelte kugel auf deren unterseite sich das gesamte rundbild von 360 grad spiegelt dieses verzerrte und seitenverkehrte bild wurde von der kamera aufgenommen bild 40 um zu vermeiden dass kamera und bedienung mit auf dem bild erscheinen ist auf der unterseite der kugel eine kreisförmige fläche unverspiegelt beziehungsweise schwarz abgedeckt eine technische meisterleistung war das mikroport ein taschensender entwickelt vom labor w wie die sennheiser electronic bis 1958 hieß in zusammenarbeit mit dem ndr und erstmals als drahtloses mikrophon für fernsehzwecke auf der großen deutschen rundfunk fernseh und phonoausstellung 1957 in frankfurt vorgestellt und ab 1958 im handel bild 41 rechts neben dem allerersten sender ist der neue taschensender sk 1002 zu sehen herausgekommen 1958 und durch die verwendung von transistoren deutlich geschrumpft das drahtlose system wurde von sennheiser 1958 gemeinsam mit telefunken unter dem namen mikroport herausgebracht mangels hochfrequenz-transistoren arbeitete der sender noch mit einer elektronenröhre und benötigte dementsprechend relativ große heiz und anodenbatterien bei guten bedingungen hatte der sender bereits eine reichweite von 100 metern und eine sendezeit von fünf stunden der taschensender konnte außer mit einem handgehaltenen mikrophon auch mit einem knopflochmikrophon heute ansteckmikrophon verwendet werden bild41 1-2/2007 fkt 73

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60 jahre fkt 1959 das jahr 1959 begann mit einer vorstellung neuer magnettonbänder von agfa auf polyesterbasis bislang war die magnetitschicht auf einem azetylzelluloseträger aufgebracht der neue kunststoff polyester pe hatte eine weitaus höhere reißfestigkeit und ist unempfindlich gegen einrisse und feuchtigkeit polyester ist wärmebeständiger als azetylzellulose und vereinigt somit die vorteile der beiden anderen stoffe und vermeidet deren nachteile die von der agfa verwendeten polyesterfolien wurden durch vorreckung in längs und querrichtung in ihrer dehnungs und reißfestigkeit wesentlich verbessert durch diese vorbehandlung wurde die reißfestigkeit von stahl erreicht immer noch galten die usa als technischer vorreiter bei der ausrüstung von filmateliers und kopieranstalten insbesondere bei dem letzteren gab es auch auf grund der vielen massenkopien weitaus mehr neuentwicklungen als im vergleichsweise kleinen deutschland eine der neuerungen war ein farbnegativ direkt elektronisch in ein farbpositiv zu übersetzen bei diesem von der firma hazeltine entwickelten electronic colour analyzer wurde das originalnegativ durch eine kathodenstrahlröhre abgetastet und in die roten grünen und blauen komponenten zerlegt diese bildinformationen erscheinen nach entsprechender modulation als positives farbbild auf einem fernsehschirm der beobachter konnte es dann auf die gewünschte dichte und farbabstimmung korrigieren aus der einstellung der dabei benötigten drehknöpfe ließen sich dann die licht und farbfilterwerte für das kopieren des negativs ablesen wenn man diese zeilen heute liest und die immer noch vorhandenen schwierigkeiten zwischen der farblichen umsetzung auf dem farbdisplay und in der filmkopie denkt kann man sich kaum vorstellen dass damals schon mit solchen verfahren gearbeitet wurde allerdings war man bei der einführung schon etwas unsicher und so wollte hazeltine seinen electronic analyzer auch nicht verkaufen sondern erst einmal nur verleihen auch die kopiermaschinen arbeiteten in den amerikanischen labors im allgemeinen mit einer höheren geschwindigkeit und kamen bei farbe auf etwa 4000 meter beim schwarzweiß-kopieren auf etwa 6000 meter stundenleistung standardgerät in den usa ist die bell howell-durchlaufkopiermaschine während in deutschland schrittkopiermaschinen bevorzugt wurden die kopienzahlen lagen bei dem einheimischen markt bei etwa 300 rund die hälfte der farbkopien wurde in den usa damals bereits auf additivem wege hergestellt es gab verschiedene formen der additiven lampenhäuser meist mit einer einzigen lampe und aufteilung des lichts in drei lichtkanäle durch additive filter die intensität des lichtstrahls wurde dabei über photozellen abgetastet und automatisch durch jalousieblenden jede schaltung der lichtbestimmung reguliert bereits erwähnt wurde die umstellungsmöglichkeit bei den filmtheatern auf 1800-mfilmrollen die den automatikbetrieb weiter vereinfachten Üblich waren damals 600-mfilmspulen mit einer laufzeit von etwa zwanzig minuten durch den Übergang auf 1800m-spulen ließ sich ein komplettes abendprogramm mit zwei projektoren durchführen und es erfolgte nur eine einzige umstellung während des betriebs das aber wiederum würde erfordern dass der filmvorführer die startbänder vor der 2 3 rolle usw entfernt um den film in zwei rollen zusammenzukleben dieser prozess musste anschließend wieder rückgängig gemacht werden man umging diesen nachteil dadurch dass man die akte 1 3 5 und die akte 2 4 6 zusammenklebte die start und endbänder beließ man und blendete nach jedem akt automatisch über man erhielt dadurch zwar fünf Überblendungen während sonst nur eine nötig war durch die neuen vorführautomaten war das aber nicht mehr störend die startbänder konnten aber beim einfachen auseinendernehmen der großen filmrollen bleiben eine neuheit war 1959 auch die vorstellung eines nasskopierverfahrens um altes vor allem verschrammtes filmmaterial zur herstellung neuer brauchbarer kopien zu benutzen in der kopiermaschine typrocolor von debrie war zu diesem zweck ein gefäß angeordnet es enthielt handelsübliches trichloräthylen das überall angeboten wird diese flüssigkeit ist unbrennbar und deshalb völlig ungefährlich durch eine besondere vorrichtung war dafür gesorgt dass der kopiermaschine je nach verbrauch neue flüssigkeit zugeführt wurde der wechsel zwischen einem trockenen und feuchten kopieren ließ sich schnell bewerkstelligen indem einfach das gefäß mit der flüssigkeit an der maschine entweder gesenkt oder gehoben wurde und somit der film entweder frei oder durch den flüssigkeitsfilm lief das ganze war weitaus komplizierter als hier beschrieben denn bei der kopiermaschine befand sich als abschluss des lampenhauses in der höhe des bildfensters eine glasscheibe die durch luftdruck in richtung film gedrückt wurde wichtig war dass sie einen konstanten abstand zum film hielt damit die aufgetragene flüssigkeit immer die gleiche dicke hatte und so beim kopieren keine veränderungen auftreten konnten eine zweite glasscheibe befand sich fest eingebaut im sogenannten v-kanal übrigens auch eine erfindung von debrie mit ebenfalls gleichmäßigem abstand drückt sie auf der anderen seite gegen den film aber immer so dass für die flüssigkeit noch genügend raum ist aus dem v-kanal läuft der film dann in der üblichen schleife auf die transportrolle und dann durch eine trockenvorrichtung die als absauganlage ausgebildet ist das jahr 1959 sah auch zunehmend die anwendung einer neuen technik die sich gedruckte schaltung nannte war es bislang üblich bei elektrischen geräten seien es verstärker kinotechnische anlagen oder rundfunk und fernsehempfänger die befestigung der einzelteile das verlegen der verdrahtung und das löten der verbindungen fast ausschließlich von hand vorzunehmen so ließ sich dies nun anhand gedruckter schaltungen weitgehend mechanisieren der grundgedanke war schon früher sogar schon 1940 aufgetaucht bei philips kam die gedruckte schaltung erstmals 1955 in einem kleinen phonogerät zur anwendung erste verstärker im kinobereich wurden auf der photokina 1958 vorgestellt und 1959 in den filmtheatern eingeführt bei den sprechern im fernsehen war es bis dato nötig dass sie ihre texte auf papierseiten wie ein buch auf dem tisch liegend ablasen aber schon damals suchte man nach möglichkeiten den sprecher oder kommentator vom manuskript unabhängig zu machen ihm also gelegenheit zu geben den zuschauer unmittelbar anzusprechen zu seiner unterstützung wurde deshalb eine einrichtung entwickelt die den text auf einen kleinen bildschirm projiziert der unmittelbar unter dem aufnahmeobjektiv der fernsehkamera angebracht ist und eine bequem lesbare schriftgröße liefert dabei wurde von einem im handel befindlichen langbrennweitigen diapositivprojektor mit einem ausnutzbarem bildfenster von 8×10 cm ausgegangen durch die diapositivebene läuft eine 11 cm breite mit den erforderlichen texten graphischen unterlagen oder zahlen beschriftete transparente plastikfolie den transport des schriftbandes besorgte ein kleiner elektromotor mit entsprechender untersetzung der textprojektor wie er sich nannte war auf einem fahrbaren 74 1-2/2007 fkt

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aktuelles fktg fachinformationen berichte service bild 42 erster prompter damals noch textprojektor genannt für das deutsche fernsehen 1959 die projektion des textes erfolgte auf einen kleinen bildschirm an der fernsehkamera unterbau montiert und konnte im studiobetrieb an beliebiger stelle verwendung finden bild 42 1960 der blick zurück in die film und fernsehtechnische historie ist sofern man das entsprechende alter hat sicherlich nicht frei von eigenen erinnerungen 1960 war für den berichterstatter ein ganz besonders beeindruckendes jahr am 12 august schossen die amerikaner den echo i genauer gesagt den echo ia nach dem verlust des echo i drei monate zuvor in den weltraum es handelte sich um den ersten ballon-nachrichtensatelliten der ohne weitere bauelemente nur durch seine aluminium-außenhülle in der lage war funksignale von einem punkt der erde aufzunehmen und sie auf einen anderen punkt zurück zu reflektieren er umrundete die erde in einer stark elliptischen höhenbahn zwischen 650 und 1500 km und war nachts mit bloßem auge erkennbar jeder tag hatte einen etwas unterschiedlichen timeslot von etwa 20 bis 30 minuten in dieser zeit konnte man beispielsweise live von deutschland oder den usa abgestrahlte fernsehbilder über eine große erdefunkstelle empfangen und in das deutsche fernsehnetz verteilen es war der größte fernsehtechnische moment in meinem leben dass ich zum ersten mal zu gleicher zeit in berlin vor dem fernsehgerät saß und live die fußgänger auf dem broadway in den usa se hen konnte das ereignis hinterließ einen tiefen eindruck bei mir und auf das verständnis wie klein doch die welt sei es war für den berichterstatter ein weitaus größeres erlebnis als die viele jahre später erfolgte mondlandung als erster beitrag erschien im januarheft vom chef der bavaria atelier gmbh der aufsatz über stand und entwicklungstendenzen der filmaufnahmetechnik die gebräuchlichste bildkamera war damals die debrie superparvo-color eine kamera mit lupen-spiegelreflex-bildkontrolle in der filmtransportpause sah der kameramann über eine mit der sektorblende verbundene spiegelkombination das szenenbild durch die lupe und zwar parallaxefrei als erheblich leichtere atelierkamera mit schallschutzgehäuse etwa 62 kg wurde gelegentlich auch die 35-mmarriflex verwendet von ausländischen produktionsgesellschaften die in deutschen ateliers arbeiteten wurde häufig die in amerika stark verbreitete mitchell-kamera benutzt es wurde überwiegend im format 1:1,85 aufgenommen das alte normalfilmformat 1:1,31 wurde kaum noch benutzt für breitere scope formate standen anamorphot-objektive oder -vorsätze zur verfügung einen besonderen platz in der bildaufnahmetechnik nahmen die trickverfahren ein mit deren hilfe es möglich war atelieraufnahmen einer vordergrundszene mit einem beliebigen hintergrund zu kombinieren zwei methoden waren üblich rückprojektion und wandermaske letztere wurde immer weniger verwendet da sich die technik der rückprojektion sowohl gerätemäßig als auch von der erfahrung her durchsetzte die beleuchtung war sehr viel einheitlicher als früher vorherrschend war der glüh bild 43 der geyer-filmhobel jahrezehntelang nicht wegzudenkendes werkzeug bei der filmbearbeitung aus dem jahre 1960 licht-stufenlindenscheinwerfer in den größen 500 w 2 kw bis hin zu 20 kw arbeitsweise und technisches rüstzeug der tonaufnahme im atelier waren im wesentlichen gleich geblieben die einkanal-aufnahme wurde noch nicht durch die stereophonische mehrkanalaufnahme verdrängt wie man einige jahre zuvor sogar noch glaubte die echte stereophonische aufnahme so der wörtliche text in der fkt fristet nur noch im musikaufnahmeatelier ein bescheidenes dasein um in den vereinzelt hierzulande produzierten scope-filmen wenigstens in deren musikalischer komponente die natürliche schönheit der stereophonie darzubieten an wünschen wurde genannt eine bildkamera die wesentlich gewichtsärmer als die bisherigen modelle ist und eine parallaxenfreie spiegelreflexkontrolle bietet bisher waren diese kameras ja mit einer schweren schallschutzpanzerung umgeben ein solches modell wie es sich der damalige autor wünschte würde den grotesken unterschied überbrücken der hinsichtlich leichter beweglichkeit zwischen dem bildaufnahmegerät des films und der elektronischen kamera des fernsehens klafft man überlegte damals bereits den einsatz einer elektronischen kamera bei der filmaufnahme war zu dem damaligen zeitpunkt aber noch nicht in der lage näheres darüber zu sagen das erste was man als angehender mitarbeiter in der film-abzieherei oder auch in der positivabteilung des kopierwerks lernte war das zusammenkleben zweier filme man benutzte dazu den zwischenraum zwischen zwei oder vier perforationslöchern bei belichtetem film war auf den bildstrich die trennlinie zwischen zwei bildern zu achten dieser raum von 2 mm musste genügen um nach dem manuellen abschaben der photographischen schicht und auftragen des klebstoffes eine haltbare klebestelle mit überlappenden filmenden herzustellen unter dem druck der klebepresse brauchte die klebestelle etwa zwanzig sekunden zum trocknen als hilfsmittel standen nur einfache geräte wie schere schabemesser schabeplatte und klebeplatte zur verfügung und jeder der als lehrling im filmkopierwerk anfing musste mehrere tage manchmal wochenlang immer wieder das erstellen einer sauberen klebestelle üben es gab zwar versuche diese technik zu automatisieren doch richtig erfolgreich war erst der 1959 entwickelte sogenannte geyer-filmhobel der sich danach noch viele jahrzehnte großer beliebtheit erfreute und letztendlich das manuelle schaben ersetzte bild 43 er ermöglichte das abhobeln der 1-2/2007 fkt 75

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60 jahre fkt bild 44 die in der atlantik-kopieranstalt in hamburg 1960 in betrieb genommene farbfilmentwicklungsanlage in schrankbauweise filmemulsion sodass beide filmenden passgerecht nur noch mit filmleim bestrichen und in die klebepresse eingelegt werden musste der europäische fernsehmarkt wurde in der zwischenzeit auch für amerikanische unternehmen interessant am 27 april 1960 trafen sich in frankfurt am main zahlreiche vertreter europäischer fernsehgesellschaften mit technikern der firmen ampex die in der schweiz eine eigene dependance unterhielt vorgestellt wurde das magnetaufzeichnungsgerät vr1000c eine weiterentwicklung der bereits bekannten modelle vr1000 und vr1000d bei dieser gelegenheit wurde auch ein neues modulationsverfahren bei der 2inch-aufzeichnung vorgestellt das einen geradlinigen frequenzgang bis zu 5 mhz garantierte dieser frequenzgang war ursprünglich von ampex nicht angestrebt worden da er für amerikanische verhältnisse und für die dortige fernsehnorm nicht erforderlich war erst nach dem bekanntwerden der europäischen qualitätsansprüche und der notwendigkeit einer anpassung an die ccir-norm hat man dieses neue modulationsverfahren eingeführt besondere beachtung im fernsehstudio fand das unter dem namen intersync herausgebrachte synchronisierverfahren mit dieser einrichtung wurde die magnetbandmaschine mit dem taktgeber des studios so verkoppelt dass auf band aufgezeichnete sendungen beliebig gemischt überblendet und eingeblendet wer den konnten die einrichtung gestattete auch das Überblenden zwischen band und band sowie zwischen band und live-sendung sowie zwischen band und film ohne dass ein bildsprung auf dem bildschirm sichtbar wurde Über jahrzehnte hatte das technicolorverfahren in den usa ­ man kann schon sagen ­ eine monopolartige stellung inne hunderte von farbfilmen wurden im laufe der zeit nach diesem verfahren hergestellt bis sich die aufnahme mit der strahlenteilungskamera unter verwendung mehrerer filmstreifen doch als zu umständlich für die moderne spielfilmproduktion erwies im jahre 1950 erschien auf dem amerikanischen markt der eastmancolor-negativfilm ein dreischichtenfarbfilm mit eingelagertem ölgebundenen farbkuppler der film kam 1953 als typ 5248 auch nach deutschland und stellte mit einer relativ hohen empfindlichkeit und der durch seine farbmasken verbesserten farbwiedergabe einen bedeutenden fortschritt dar bei der einführung des 65 mm breiten eastmancolor-negativfilms den man zum beispiel für den film ben hur benutzte stellte sich aber heraus dass für die aufnahme längerbrennweitige objektive und damit um eine ausreichende schärfentiefe zu erreichen kleinere blenden nötig waren was wiederum einen höheren lichtaufwand für die ausleuchtung erforderte es wurde deshalb der ruf nach empfindlicherem material laut als resultat dieser bemühungen entstand der neue eastmancolor-negativfilm typ 5250 der gegenüber dem bisherigen typ 5248 die doppelte empfindlichkeit hatte sie betrug bei grünlicht 50 asa und unter verwendung des tageslichtfilters bei tageslicht 32 asa was die kopierwerktechnik anbelangt so wurde im gleichen jahr im atlantik-filmkopierwerk in hamburg eine farbfilm-entwicklungsmaschine in betrieb genommen die in entwurf und ausführung in deutschland bisher nicht angewendete einzelheiten zeigte bei ihrer konstruktion kam es vor allem auf hohe stundenleistung leichte und schnelle umstellung auf veränderte rezepturen und verschiedene farbverfahren einfache bedienung und sauberhaltung sowie hohe betriebssicherheit an die maschine wurde als tageslichtmaschine ausgeführt und zwar in der üblichen gliederung mit dunkel und hellteil für die nassbearbeitung und trockenschrank bild 44 um die hohe stundenleistung zu erreichen wurde der hellteil für die nassbearbeitung nicht in der sonst üblichen tankbauweise sondern in schrankform ausgeführt damit erreicht man eine wesentlich größere filmmenge als ein tank beispielsweise aufnehmen kann der trockenschrank sorgte mit seinen luftkammern für besonders intensive trocknung des films 1961 zu anfang des jahres 1961 diskutierte man stark die vorführgeschwindigkeit 24 oder 25 bilder je sekunde die 24 bilder/s sind historisch bedingt abgeleitet aus der umstellung von stummfilmprojektion mit 16 b/s auf tonfilmprojektion man wählte das relativ einfache Übersetzungsverhältnis von 1:1,5 zwar wiesen damals schon fachleute daraufhin dass es aus mehreren gründen wünschenswert sei die filmgeschwindigkeit mit 25 b/s zu normen da die bedeutung dieses problems für die zukunft aber ende der 20er jahre noch nicht erkannt wurde ist die heutige technik mit in dieser hypothek aus der vergangenheit belastet das fernsehen kann aus prinzipiellen gründen seine bildfrequenz nicht ändern es wurde deshalb ernsthaft überlegt auch bei der filmtechnik auf der 25 b/s umzusteigen letztendlich reichte es aber die toleranz in der norm von damals 24±0,5 auf 24+1 b/s zu ändern um mit beiden bildfrequenzen normgerecht arbeiten zu können film und fernsehtechnik verzahnten immer mehr miteinander in einem höchst inter 76 1-2/2007 fkt

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aktuelles fktg fachinformationen berichte service bild 45 das italienische 33500-t-schiff für 1300 passagiere hatte eine beeindruckende filmund fernsehtechnische infrastruktur zum größten teil erstellt und ausgeführt von siemens halske in karlsruhe 1961 essanten beitrag wurde aufgezeigt wie die film und kinotechnischen einrichtungen eines modernen passagierschiffes nämlich der leonardo da vinci bild 45 es gestatten die vorführungen des bordkinos gleichzeitig auf fernsehempfängern in die gesellschaftsräume und in die einzelnen kabinen des schiffes zu übertragen das schiff war ferner bestückt mit einem 16-mm-filmabtaster und einem kamerazug für livesendungen an bord des schiffes zwar gab es bereits die magnetische bildaufzeichnung für die archivierung der aufnahmen stand dem allerdings der erhebliche preis des bandmaterials entgegen eine stunde bildaufzeichnung kostete damals rund 1700 dm zum anderen lagen noch keine ausreichend gesicherten erfahrungen über die qualität einer lange zeit gelagerten magnetischen bildaufzeichnung vor ganz im gegensatz zu den jahrzehntelangen erfahrungen beim photographischen film die archivierung wurde deshalb überwiegend auf filmmaterial vorgenommen und so berichtet ein beitrag aus dem gevaert-werk in braunschweig über einen speziell für die fernsehaufzeichnung hergestellten telerecording-umkehrfilm der mit besonderen sensitometrischen bedingungen die einhaltung der mechanischen forderungen und einer befriedigenden körnigkeit für die aufnahme von schwarzweißsendungen auf film erbrachte der film gehörte mit zu den tragenden säulen des fernsehprogramms und wird trotz steigenden anteils der magnetischen bildaufzeichnung eine wichtige rolle im fernsehen spielen und zwar der 16-mm-film für die bewegliche reportage reiseberichte usw der 35-mm-film für die vor produktion von fernsehprogrammen höchster technischer qualität darüber hinaus ist der film ein idealer fernsehnormenwandler und kann ohne qualitätsminderung mit beliebigen fernsehsystemen übertragen werden schrieb k e gondesen vom irt in einem grundsatzaufsatz in dem er die grenzen des fernseh-Übertragungssystems hinsichtlich objektumfang Übertragungskennlinie auflösungsvermögen und rauschabstand diskutierte es zeigte sich dass unter betrieblichen realisierbaren verarbeitungsbedingungen bei richtiger ausnutzung der gegebenen möglichkeiten der film im fernsehen eine bildqualität erreichen kann die einer direktübertragung gleichwertig ist allerdings erfordert der 16-mm-film gegenüber 35-mm-film eine sorgfältige behandlung von der belichtung bis zur Übertragung weil er hinsichtlich auflösungsvermögen und rauschabstand keine reserven hat die idee film und fernsehkameras für die herstellung von filmen so zu koppeln dass die zu filmende szene bildinhaltlich und ausschnittgleich auf einem monitor sichtbar wird war 1960/61 nicht neu so hatte zum beispiel 1955 die firma dumont in new york in zusammenarbeit mit arnold richter eine kombinierte film und fernsehkamera entwickelt und dieser den namen electronic-cam gegeben die bavaria atelier gmbh wurde im herbst 1959 nach ihrer neugründung vor die aufgabe gestellt neben ihrer tätigkeit als dienstleistungsbetrieb für die spielfilm-industrie in großem umfang mit filmproduktionen für das fernsehen zu beginnen da sich die programmstruktur des fernsehens mehr und mehr von der livesendung zur vorproduk tion verlagerte die große schwierigkeit bei der magnetischen bildaufzeichnung lag damals in der schnitttechnik des magnetbandes sowie darin dass an das technische personal wie auch an die wartung der technischen einrichtung höchste anforderungen gestellt werden müssen um eine dem verfahren entsprechende bestmögliche qualität zu erreichen innerhalb der fernsehprogramme steht der 35-mm-film als konservierungsmittel wegen seiner hohen bildqualität an erster stelle diese bildqualität die auf überraschend einfache weise ohne zwischenschaltung einer komplizierten technik erreicht wird führte zu den Überlegungen das electronic-cam verfahren neu aufzugreifen dabei war es wichtig die technischen voraussetzungen dem beschleunigten aufnahmeverfahren der fernseh-regieführung anzupassen ausschlaggebend bei diesen Überlegungen war außerdem dass der elektronische teil nur ein betrachtungs und steuerungsmittel ist und sich damit bei etwaigen störungen nicht auf die bildqualität auswirkt da für neukonstruktionen keine zeit zur verfügung stand mussten vorhandene mittel das heißt bestehende anlagen durch entsprechenden umbau für diesen verwendungszweck angepasst werden in zusammenarbeit mit den firmen arnold richter der fernseh gmbh und siemens halske entstand nach nur sehr kurzer planungszeit bild 46 electronic-cam-verfahren für den gleichzeitigen 3-kamera-betrieb eine der drei kameras eine arriflex 35 mit 300-m-blimp fernsehkamera und lichtsignal für die betriebsanzeige war auf einem dolly montiert bavaria 1961 1-2/2007 fkt 77

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60 jahre fkt bild 47 blick und den bavaria-bild und tonregieraum bei electronic-cam-verfahren innerhalb von sechs monaten die erste anlage dieser art die im frühjahr 1960 in geiselgasteig in betrieb genommen werden konnte als filmkamera erwies sich die 35-mm arriflex kamera mit 300-meter-blimp und umlaufblende von der konstruktiven seite her als geeignet der strahlengang wird von der umlaufblende zeitweise zur belichtung des films freigegeben und zeitweise so reflektiert dass er ohne lichtverlust für den film einer fernsehkamera zugeführt werden kann da man auf einen optischen sucher nicht verzichten wollte musste eine lichtteilung erfolgen die schwierigkeit war dabei dass man einerseits bestrebt war der fernsehkamera so viel licht wie möglich zuzuführen um für die regieführung gute fernsehbilder zu erzeugen andererseits aber auf ein helles sucherbild nicht verzichten konnte ein relativ günstiger kompromiss lag hier ­ wie verschiedene versuche ergaben ­ bei einer lichtverteilung von 25:75 für optischen sucher und fernsehkamera bilder 46 und 47 in der fkt wurde die technik anhand eines einjährigen versuchsbetriebs dargestellt für ihre bewährung spricht allein schon die tatsache dass die bavaria atelier gmbh im mai 1961 eine zweite anlage in betrieb nahm sie entsprach in ihrer technischen ausführung mit kleinen Änderungen der ersten anlage die apparatur war jedoch beweglich ausgeführt so dass ihr einsatz in allen atelierhallen möglich war bei einem jahresüberblick ergaben sich folgende betriebswerte es wurden 30 filme mit einer spielzeitlänge von insgesamt 30 stunden produziert der größte film war 2,5 stunden lang mit einer produktionszeit von 14,5 tagen die herstellungszeit für einen 90-minuten-film betrug im durchschnitt 10 bis 12 tage der materialverbrauch schwankte dabei zwischen 1:3 und 1:4 zwischen nutzmeter und gesamtverbrauch die tagesproduktionen lagen zwischen 8 und 20 minuten und die durchgedrehten take-längen gingen bis zu 20 minuten insgesamt wurden mit der anlage 2000 betriebsstunden erreicht die ausfallzeit infolge technischer störungen lag dabei unter zwei stunden diese zahlen zeigten einmal die große betriebssicherheit mit der die anlage arbeitet und zum anderen das zeitsparende moment und damit die wirtschaftlichkeit ampex berichtete dass die zunächst hergestellten geräte 4,2 mhz bandbreite entsprechend der amerikanischen fernsehnorm hatten und wegen der in europa größeren bandbreite eine anzahl von Änderungen durchgeführt wurde um die geräte auch für aufzeichnungen nach der ccir-norm einsetzen zu können so wurde beispielsweise die bandbreite auf 5 mhz erweitert ferner führte man verbesserungen ein um das abgleichen zu erleichtern die neue ausführung enthielt deshalb einen kristall-oszillator um trägerfrequenz und frequenzhub exakt einstellen zu können man arbeitet nach dem schwebungsprinzip mit nullabgleich des weiteren erlauben zwei voneinander völlig unabhängige kanäle mit getrennter feineinstellung des videopegels die einstellung des trägers und des frequenzhubs diese voreingestellten kanäle lassen sich über druckknopfbetätigte relais vom demodulator aus umschalten ohne dass aufnahme und wiedergabe dadurch gegenseitig beeinflusst werden eine dritte verbesserung war schließlich noch das einsteckbare preemphasis und deemphasis-filter das dadurch einfach auswechselbar ist und sich leicht der charakteristik der verschiedenen normen zum beispiel smpte ccir anpassen lässt für farbfernsehkameras ist ein zoom-objektiv besonders wichtig die bisherigen systeme hatten aber eine relativ kurze schnittweite so dass man das farbteilungssystem nicht zwischen objektiv und aufnahmeröhre anordnen konnte seit 1960/61 stehen nun jedoch spezialsysteme mit besonders langer schnittweite zur verfügung so dass sich das farbteilungssystem zwischen objektiv und bildröhre unterbringen lässt welche forderungen man an solche systeme stellt und wie sie verwirklicht werden wurde in einer großen zweiteiligen beitragsserie dargestellt auf der deutschen industriemesse in hannover wurde eine interessante neukonstruktion auf dem gebiet der professionellen miniatur-magnettongeräte gezeigt über die in einem beitrag ausführlich berichtet wurde das gerät ist für reine tonaufnahmen aller art gedacht soll es zusammen mit einer kamera eingesetzt werden so werden zwischenglieder in form von verbindungseinrichtungen notwendig es handelte sich um die weiterentwicklung der miniatur-magnettongeräte der schweizer firma stellavox das modell sm5 bild 48 unterschied sich aber in grundlegenden punkten von seinen vorgängern das gerät war netzunabhängig die stromversorgung wurde von vier dryfit akkumulatoren übernommen die mit einer kapazität von 1 ah eine ununterbrochene betriebszeit von etwa 5 stunden ermöglichen die betriebsspannung beträgt 8 volt mit hilfe eines ladegleichrichters können diese akkumulatoren ohne sie aus dem gerät zu nehmen in etwa sieben stunden am netz aufgeladen werden eine 12-volt-autobatterieeinrichtung befindet sich in der entwicklung und wurde beschrieben die bandgeschwindigkeit wurde mit 19,05 cm/s beibehalten und erscheint als günstiger kompromiss zwischen aufnahmedauer und erzielbaren technischen daten außerdem bietet diese bandgeschwindigkeit die möglichkeit das auf dem gerät aufgenommene band ohne zwischenverarbeitung direkt auf einem studio-magnettongerät wiedergeben zu können durch die außenabmessungen des geräts ist die maximale spulengröße mit 85 mm durchmesser festgelegt bei verwendung von scotch-band 200 oder eines anderen langspielbandes ergab sich eine maximale aufnahmedauer von etwa 14 min was für die meisten aufnahmetakes genügen dürfte das gerät war volltransistorisiert 14 transistoren 3 dioden 1 zenerdiode und in gedruckter schaltung ausgeführt beschrieben wurde die damals noch in der entwicklung befindliche synchronisereinrich 78 1-2/2007 fkt

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aktuelles fktg fachinformationen bild 48 gesamtansicht des miniatur-magnettongeräts sm5 von stellavox für die aktuelle reportage tung auf pilottonbasis in verbindung mit einer 16-mm-bolex-filmkamera mit einer Überraschung wartete loewe opta zur rundfunk fernseh und phono-ausstellung in berlin auf die firma zeigte erstmalig ihr neues gerät optacord 500 bild 49 für die magnetische bildaufzeichnung das in der einfachheit seiner bedienung etwa einem studio-tonbandgerät gleicht bei einer vorschubgeschwindigkeit von nur 19 cm/s erreicht es mit seinem 50,8 mm 2 inch breiten magnetband eine ununterbrochene aufnahmedauer bis zu 1,75 stunden der mit 3000 u/min in einer trommel rotierende ferrit-magnetkopf für die bildaufzeichnung schreibt während einer umdrehung jeweils ein halbbild in einer schräg verlaufenden spur der ton wird in bandlaufrichtung aufgezeichnet und zwar in den lücken zwischen den bildspuren dadurch ist es möglich auf der gesamten bandbreite neben der tonspur noch eine größere anzahl weiterer informationen unabhängig voneinander bildsynchron aufzuzeichnen die elektronik die unter dem laufwerk angeordnet ist konnte relativ einfach gehalten werden sie enthält einschließlich des tonteils nur 35 röhren was der betriebssicherheit und dem preis der anlage zugute kommt besonders bemerkenswert war die freitragende lagerung der bildtrommel die das bandeinlegen wesentlich erleichtert sowie die bildwiedergabe bei unbewegtem magnetband die die schnitttechnik erheblich vereinfachte in einem kleinen aber überaus interessanten beitrag wurden neue verfahren und vier neue geräte für die magnetische bildaufzeichnung vorgestellt die heute mit dem vermerk längs und schrägspur-bildaufzeichnungeräte zu kennzeichnen wären allerdings damals nur erst im prototypenstadium oder als ingenieurmodell beschrieben wurden aber hier wurden die ersten weichen hin zur später kommenden schrägspuraufzeichnung gestellt zum beispiel von toshiba eine reihe von beiträgen beschäftigte sich mit den möglichkeiten der schnittbearbeitung von video-magnetbändern 2 inch die damals übliche praxis bei den rundfunkanstalten sah vor dass die produktion von fernsehspielen grundsätzlich in vorher festgelegte teilstücke zwischen fünf und 20 minuten länge aufgegliedert wurde die jeweils in der abschließenden schwarzblende geschnitten werden können die schnitte liegen dann an unkritischen stellen und brauchen nur die forderung des ungestörten ablaufs der steuer und synchronisieraufzeichnungen erfüllen das war natürlich eine starke einschränkung und es wurden verschiedene methoden ­ insbesondere eine zweistreifige schnittbearbeitung mit ton auf einem extra magnetband diskutiert durchgesetzt hat sich das nie ­ nur für wenige produktionen ­ und wurde später durch die einführung der schrägspuraufzeichnungsanlagen obsolet norbert bolewski wird fortgesetzt bild 49 eigenentwicklung einer video2-inch-maz von loewe opta 1961

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