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hannes wildecker tatort hunsrück der tote im tann
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prolog das dürre geäst knackt und bricht unter seinen unsicheren schritten die dunkelheit nimmt ihm die sicht und seine hände sind ständig damit beschäftigt den schwung der ihm entgegen peitschenden elastischen zweige abzufangen und so zu verhindern dass sie ihm ins gesicht schlagen der herbst hat die meisten blätter schon auf dem waldboden verteilt die raue luft bläst etwas heftiger als noch vor einigen tagen durch die lichten bäume förster uwe marek genauer gesagt forstamtmann marek flucht leise vor sich hin es sind nicht nur die zweige die ihm entgegenpeitschen nicht nur die dunkelheit und die kälte der mitternächtlichen zeit die er in ausübung seines berufes mehr als gewohnt ist da ist mehr da ist eine gehörige portion Ärger die sich in den letzten wochen in ihm aufgestaut hat schon in seiner kindheit war es sein sehnlichster wunsch gewesen den beruf des försters zu ergreifen mit dem er freiheit natur und die tiere des waldes verband doch was hat man heute daraus gemacht eine gänzlich neue berufsbezeichnung wurde bei der letzten reform kreiert der produktleiter produktleiter seufzt marek und verharrt in seinem vorwärtsstreben da er mit seinem rechten fuß gerade2
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wegs an einen baumstumpf gestoßen ist mit einem weiteren seufzer lässt er sich darauf nieder was ihm gar nicht so einfach fällt die natur hat es nicht unbedingt gut mit ihm gemeint sein dicker bauch spannt sich unter seinem grünen jägerhemd das bei so viel volumen keine gelegenheit mehr hat darunter in der hose zu verschwinden auf dem baumstumpf angekommen streckt er seine beiden kurzen beine aus setzt den grünen försterhut dessen krempe auf der rechten seite nach oben zeigt ab und reibt sich durch die verschwitzten schwarzen haare noch kein einziges graues haar darauf ist marek stolz trotz seiner sechsundfünfzig jahre hat er ein zwar rundes aber glattes gesicht das eingerahmt ist in einen dichten schwarzen bart der seine klugen augen richtig zur geltung kommen lässt wer sich marek aus der nähe betrachtet der kann unter dem dichten wirrwarr ein gütiges und sympathisches gesicht erkennen und wenn sich dann aus der unteren mitte des bartes die sonore stimme mareks ihren weg sucht ist man geneigt an seinen lippen zu hängen und den beruhigend wirkenden worten zu lauschen doch heute nacht im dunklen wald wo marek alleine seinen gedanken nachhängt klingen seine worte doch etwas anders produktleiter die bezeichnung lässt ihm keine ruhe ich bin förster murmelt er vor sich hin und starrt in die dunkle nacht und denkt an die alten zeiten in denen er mit den holzhauern im wald bäume zeichnete die dann gefällt und verkauft wurden da begab er sich mor3
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gens früh zum ansitz beobachtete das wild und schoss auch schon mal einen kapitalen hirsch einen bock oder einen abschussreifen spießer das nahm seine zeit nicht so in anspruch wie es in zukunft sein wird produktleiter das bedeutet richtig arbeit der schwerpunkt soll wegen des dominanten kostenanteils auf dem holztransport liegen transportorganisation die navigation im wald und die zentrale informationsverwaltung werden erhebliche mengen von zeit erfordern und wie heißt es dann noch im schönsten beamtendeutsch ,dazu sind technische lösungen zu erproben um durch die unterstützung von dispositionsverfahren den dominanten anteil der logistikkosten in der beschaffungslogistik zu senken das fördert die erhöhung der wettbewerbsfähigkeit mit einem letzten tiefen seufzer schiebt marek die unangenehmen gedanken zur seite heute am späten abend hat er sich aufgemacht um seinem wald seiner natur nahe zu sein ohne dass er dafür besondere leistungen erbringen muss er atmet den duft des waldes tief in sich ein fichten moos und trockenes gehölz vermischen sich zu einem aroma das ihm köstlicher erscheint als das teuerste parfum der mond schiebt sich hinter einer dunklen wolke hervor und taucht den wald in einen zarten silberschein marek rappelt sich von seinem baumstumpf hoch und streckt sich sein rucksack den er für alle fälle geschultert hat und der außer einer kleinen wegzehrung nichts enthält und die flinte ein drilling in alter weidmanns4
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manier gleich einer schaukel am riemen nach unten über die schulter gehängt mit dem lauf nach vorne und den unterarm darauf stützend sind dabei leicht hinderlich ein blick auf seine armbanduhr sagt ihm dass es inzwischen zwei uhr ist eine stunde noch dann will er seinen streifzug beenden kein stück wild hat er in den vergangenen stunden gesehen wie auch bei dieser dunkelheit ich hätte heute erst gar nicht rausgehen sollen denkt er noch ein paar hundert meter dann wird er wieder auf lichtem gelände sein dort wo er sein fahrzeug einen kleinen pick-up-geländewagen abgestellt hat doch kaum hat er die ersten schritte hinter sich gebracht verschwindet der mond wieder hinter einer wolke und taucht den wald erneut in eine fahle dunkelheit leise fluchend tastet sich marek weiter ein ast fegt ihm den hut vom kopf den er fluchend und tastend schließlich auf der erde findet gebückt schlägt er den hut gegen seine beine auf seine lederne bundhose über den stabilen wanderschuhen um ihn vom schmutz zu befreien der mond hat inzwischen die kleine dunkle wolke durchwandert und taucht an deren ende nun wieder hervor ein gelblich-weißes licht verbreitend mit einer schwungvollen geste will sich marek seinen hut aufsetzen doch er verharrt mitten in dieser bewegung das was sich ihm aus seiner gebückt verharrenden stellung erschließt lässt sein herz verkrampfen und alles blut aus seinem kopf entweichen für einen moment glaubt marek sämtliches leben wür5
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de aus ihm mit einem ruck entfliehen denn was er dort vor sich sieht jagt ihm dem erfahrenen jägersmann einen grausigen schauer über den rücken 1 kapitel ein durchdringender schmerz jagte durch meinen kopf ich zog die bettdecke bis über die haarspitzen um mich vor der störenden außenwelt abzuschirmen das blut pochte in meinen schläfen und die zunge klebte an meinem gaumen ein schluck ich brauchte einen schluck dann war er wieder da der stechende schmerz in meinem kopf es klingelte und schmerzte so stark hatte ich meinen tinnitus noch nie wahrgenommen schon seit jahren verfolgte er mich auf irgendeinem rockkonzert hatte ich ihn eingefangen ich der ich ein eingefleischter fan der amerikanischen inzwischen antiquierten rockband toto bin habe fast jedes konzert der truppe besucht soweit es in deutschland stattfand aber musikalische lautstärke hat kaum etwas mit dem alter der musiker zu tun wahrscheinlich hatte jeder von ihnen tinnitus denn erst seit rund zehn jahren kann sich der musikalische akteur durch so genannte ear-monitoring schützen mithilfe dieser technik wird ihm nur soviel lautstärke auf die ohren gegeben wie er tatsächlich braucht um erstens die qualität seines schaffens zu kontrollieren und zweitens dass es ihm nicht das ohr zerreißt 6
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anders dagegen geht es denen die unterhalb der bühne stehen und aus mir unbegreiflichen gründen die nähe der boxen mit ihrem riesigen wattvolumen suchen wenn steve lukather dann in den höchsten tönen seine gitarre quälte konnte sich der kleine ohrpfeifer nicht mehr verstecken er verließ sein quartier im mittelohr und stellte sich zum kampf den er in fast allen fällen verlor auch mein kleiner mann im ohr hatte den kampf verloren und so blieb ihm in zukunft nichts anderes übrig als zurückzupfeifen wenn ihm irgendwas an meiner körperlichen verfassung nicht gefiel doch dann erkannte ich die wahre ursache des klingelns das telefon mit verschleierten augen sah ich auf die fluoreszierenden zeiger des reiseweckers marke aldi auf meinem nachttisch fünf uhr zehn in der früh samstag und kein ausschlafen ich riss meine gedanken zusammen und rieb mir durch den harten stoppelbart der nun schon genau vier tage alt war wahrscheinlich meine dienststelle hatte ich bereitschaft langsam kam ruhe in meinen körper gestern abend war es spät geworden sehr spät der stammtisch hatte sich nicht nur in die nacht hinein verzögert er hatte sich durch die mengen bier und schnäpse fast durchgebogen ich erinnerte mich stammtischbruder adalbert schaeflein mit ae darauf legt der pastor der gemeinde forstenau großen wert war fünfundfünfzig geworden eine schöne feier eines gemeindehirten würdig eines freundes würdig 7
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es ging hoch her im pfarrhaus denn das hochwaldstübchen hatte ruhetag dass schaeflein seinen namen unbedingt mit ae geschrieben wissen wollte hatte einen grund zumindest dachte ich mir das er ist der hirte nicht das schäflein hätte er sich seinen namen selbst aussuchen können hieße er vielleicht hüterli aber nein wohl kaum eine einzige deutsche vorsilbe vor seinem namen würde ihn vor aller welt zum gespött gemacht haben außerdem einen namen mit schweizer endung kaum auszudenken für einen echten hunsrücker geboren in der nähe von simmern das telefon ließ mir jedoch keine zeit für meine philosophischen geistigen ergüsse und klingelte aufdringlich weiter ich griff nach dem hörer spürmann meldete ich mich meine stimme klang rau die zunge klebte immer noch am gaumen ich hätte was trinken sollen die stimme am anderen ende der leitung klang etwas unwirsch spürmann was ist los warum melden sie sich nicht fragte eine stimme die nüchtern nicht viel besser klang als die meine am heutigen morgen es war willibald wittenstein leiter aller abteilungen und somit auch des morddezernates bei der trierer kriminalpolizei dass er jetzt schon ich schaute auf die uhr um fünf uhr fünfzehn auf den beinen war hatte nichts gutes zu bedeuten spürmann machen sie sich fertig wir haben eine leiche im waldhausener distrikt was ist 8
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fragen sie nicht lange sprechen sie sich per handy mit der kriminaltechnik ab die können ihnen den genauen weg sagen die leute sind schon vor ort und warten bereits auf sie dann wurde es still am ende der anderen leitung oder besser gesagt es folgten keine worte dafür hörte ich aber das nach luft ringende atmen von wittenstein in seinem alter sollte man langsamer sprechen ich konnte ihn mir am anderen ende der leitung genau vorstellen in der linken hand sah ich sein taschentuch mit dem er ständig den schweiß unter seinen weiß-grauen haaren abtupfte wittenstein litt unter einer allergie welcher art die aber war das hatten die Ärzte bisher noch nicht herausfinden können bei wittenstein wirkte sie sich dahingehend aus dass er bei erregung nur sehr schwer luft bekam eine vorzeitige pensionierung kam für ihn nicht in frage und so lagen noch runde acht jahre vor ihm sind sie noch da fragte ich mit einem leichten grinsen im gesicht dass sie noch da sind bereitet mir mehr sorgen keuchte wittenstein also auf herr hauptkommissar sputen sie sich die nacht ist doch sowieso fast `rum ich wollte gerade auflegen da sagte er etwas das mich mit einem schlag munter werden ließ ich lasse ihnen eine kollegin zukommen sie wird am tatort zu ihnen stoßen eine neue wurde uns gestern zugeteilt kümmern sie sich um sie aber 9
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wittenstein hatte bereits aufgelegt und dieses mal konnte ich mir das grinsen in seinem gesicht genau vorstellen dass gerade ich zum tatort gerufen wurde hatte seinen guten grund ich hatte bereitschaft an diesem wochenende nach dienstschluss versteht sich in meiner wohnung in forstenau oder dort wo ich mich gerade befand und über handy zu erreichen war Üblicherweise wurden noch einige kollegen zu einer kommission abkommandiert doch heute schien man sich das anders überlegt zu haben es hatte sicherlich damit zu tun dass ich in der nähe des fundortes des toten wohnte wo man auch nur einige cent einsparen konnte da tat man dies auch ich lasse ihnen eine kollegin zukommen eine neue hörte ich wittensteins stimme immer noch in meinem kopf das hat mir gerade noch gefehlt weiber an die front wahrscheinlich so ein junges ding gerade von der polizeischule und dann mit mir gemeinsam zu neuen taten so hat er sich das also vorgestellt ich seufzte und lenkte meine gedanken wieder nach vorne der beschriebene weg wurde holpriger mein alter opel astra kombi baujahr 1991 ging sprichwörtlich in die knie die stoßdämpfer der nächste tÜvtermin würde mich zur reparatur auffordern oder mich zwingen mich von ihm zu trennen in der ferne sah ich die dächer von waldhausen einem der nachbarorte von forstenau 10
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ein paar hundert meter weiter bemerkte ich eine männliche person die mir gestikulierend zuwinkte es war ein waldarbeiter den man wie ich später erfuhr als erkennungsposten für mich abgestellt hatte dir kennt hei net weider foahren sagte der mann der einen arg strapazierten grünen overall und eine verwaschene jeanskappe trug im hochwälder platt was soviel hieß dass ich meinen wagen hier abstellen sollte in der hand hielt er einen großen weidenstock mir meeßen zo fooß weider nach dieser information sah mich der mann von oben bis unten an seid ihr dä kripomann ich nickte ich verstand den dialekt des mannes gut denn ich war in diesem teil des hunsrücks dem osburger hochwald geboren und aufgewachsen hier kannte ich jeden stein die meisten menschen und sprach demzufolge auch ihren dialekt so eppes han ich in meinem ganzen lewen net gesiehn sprudelte es nun aus dem mann heraus so eppes schreckliches ich gab ihm keine antwort und stellte auch keine fragen das hatte zeit bis später ich wollte einfach weiter und war gespannt was mich erwartete noch weit fragte ich nach einigen minuten die zweige schlugen mir ins gesicht mer sein gleich do en fra von der kripo un noch zwei männer sein och schon do 11
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wer die fra war konnte ich mir denken wenn es denn sein muss nun gut dann hinein ins vergnügen sagte ich mir und kämpfte mich hinter dem waldarbeiter durch das gestrüpp und gegen die zurückschlagenden Äste an dann sah ich das was mir in zukunft einige schlaflose nächte bereiten sollte auf einer kleinen lichtung hatte sich eine menschengruppe versammelt fünf personen insgesamt wenn man von den lebenden spricht da waren zwei kollegen vom erkennungsdienst die sich in ihren weißen papier ähnlichen overalls wie schneehasen ausmachten ein weiterer mann in arbeitskleidung offensichtlich noch ein waldarbeiter eine junge frau die ich später noch zur genüge kennen lernen sollte und der mir bekannte förster uwe marek der zusammengekauert auf einem baumstamm saß den blick kaum in die höhe wagend mein hinzukommen hatte die gruppe gerade mal mit einem flüchtigen blick registriert außer marek der schien mich nicht zu bemerken mein blick glitt dorthin wo alle hinschauten und ich muss sagen ich erschrak denn ein solcher anblick ist mir bisher gottlob erspart geblieben stellen sie sich jesus am kreuz vor und tauschen sie das kreuz mit einer gerade gewachsenen eiche zwei untere Äste bilden den querbalken vergessen sie die nägel denn die ersetzten einige stücke klebeband und stellen sie sich eine rolle gatterdraht vor ich weiß das klingt alles etwas wirr kein wunder 12
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irgendjemand hatte an dieser eiche einen völlig entkleideten mann ich schätze ihn auf etwa vierzig bis fünfundvierzig jahre an den handgelenken und den gestreckten oberarmen mit klebeband an den einzigen seitlichen Ästen links und rechts der eiche festgezurrt so war ein abrutschen auf den waldboden unmöglich geworden vor den mann war ein etwa zwei meter hoher grobmaschiger gatterdraht offensichtlich ein abfallstück das aufgrund der waldarbeiten angefallen war gespannt und ebenfalls mit klebeband am baum befestigt worden so dass es den anschein hatte der mann blicke aus einem gefängnisfenster mit dem unterschied der mann konnte nicht mehr blicken der mann war tot jetzt wusste ich auch was der waldarbeiter sagte als er meinte so etwas schreckliches habe er noch nie gesehen ich konnte ihn verstehen der gesamte oberkörper des toten war mit breiten und tiefen schnittwunden versehen wie man sie aus alten ritterfilmen kennt weit klaffend waren sie blutleer und man konnte teilweise die rippen am oberkörper und die knochen an den betroffenen armen sehen kollege spürmann ich schüttelte kurz den kopf um wieder auf den boden dieser welt zu kommen neben mir stand heinz peters kollege von der kriminaltechnik mit dem ich schon viele einsätze ,gefahren hatte wir sind fertig mit der spurensuche sagte peters ich gebe dir den bericht rein die kleidung des toten 13
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scheint nicht hier zu sein wir haben sie jedenfalls bislang nicht gefunden vielleicht vergraben oder aber auf andere art und weise entsorgt vielleicht kann die hundestaffel etwas finden ach ja wir haben noch etwas gefunden hier bitte sehr hoffentlich nützt es dir peters drückte mir einen kleinen gegenstand in die hand hat direkt neben dem toten gelegen kollege müller 1 hat es gefunden im weggehen drehte er sich noch einmal um müller 1 und klaus gehweiler von der polizeiinspektion hermeskeil waren als erste am tatort und haben den ersten angriff durchgeführt den bericht wirst du im laufe des tages per fax erhalten der arzt hat den toten schon untersucht er wird gleich kommen hat sich eben mal kurz in die büsche geschlagen ich hatte jetzt keine zeit mich um den fundgegenstand in meiner hand zu kümmern und steckte ihn in meine jackentasche der doktor kam zwischen den bäumen hervor und steuerte auf mich zu mein erster eindruck war louis de funès ein kleines männchen mit schmalem gesicht und kurzen beinen steuerte auf mich zu ein bleiches gesicht mit einer halbglatze die fast zu einem wurden wären da nicht die augenbrauen gewesen der rechts und links verbliebene haaransatz war bis auf wenige zentimeter gestutzt in seinem anorak verschwand der oberkörper des männchens fast gänzlich um ab dem unteren körperdrittel wieder in form zweier dürrer beinchen die in einer cordhose steckten zu erscheinen 14
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sind sie der zuständige beamte fragte das männlein ja bin ich sagte ich und überlegte warum ich den mann nicht kannte er schien meine gedanken zu erraten kämmerlein dr julius kämmerlein stellte sich das männchen vor spürmann kriminalhauptkommissar heiner spürmann hörte ich mich den mann nachäffend sagen dann versuchte ich den der situation entsprechenden ernst walten zu lassen also doktor was können sie mir verraten das männchen zog einen kleinen block mit notizen aus seiner jackentasche männlich etwa 45 jahre alt 185 cm groß muskulös doktor ich wurde ungeduldig ja entschuldigung ich weiß worauf sie warten also der mann ist seit etwa 10 stunden tot vielleicht auch elf oder 12 die leichenflecken und die absenkung des blutes in seinen unterkörper schon gut kann ich alles nachlesen unterbrach ich ihn was ist die todesursache ich gehe davon aus dass er den zahlreichen schnitten erlegen ist so musste es sein wer derart viele schnittwunden aufzuweisen hat der kann die verletzungen doch kaum ohne sofortige hilfe überleben könnte durchaus sein wenn was wenn 15
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