Leseprobe Betriebliches Rechnungswesen

 

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Leseprobe des Studienbriefs Betriebliches Rechnungswesen

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studienbrief betriebliches rechnungswesen lesepro be afw afw wirtschaftsakademie bad harzburg gmbh 50 jahre qualität in der weiterbildung

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afw wirtschaftsakademie bad harzburg gmbh hindenburgring 12a 38667 bad harzburg telefon +49 0 5322 9020-0 telefax +49 0 5322 9020-40 internet http www.afwbadharzburg.de email bildung@afwbadharzburg.de copyright 2011 afw wirtschaftsakademie bad harzburg gmbh alle rechte vorbehalten jede verwertung außerhalb der engen grenzen des urheberrechtsgesetzes ist ohne zustimmung der afw wirtschaftsakademie unzulässig und strafbar das gilt insbesondere für vervielfältigungen Übersetzungen mikroverfilmungen und die einspeicherung und bearbeitung in elektronischen systemen umwelthinweis dieses skript wurde auf chlorfrei gebleichtem papier gedruckt das papier erfüllt die kriterien des forest steward council fsc welches sich zum ziel gesetzt hat die wälder der erde umweltgerecht und nachhaltig zu nutzten 2 afw wirtschaftsakademie bad harzburg gmbh qm 2005 rev 3.0

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inhaltsverzeichnis 1 2 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 3 3.1 3.2 3.3 3.4 einleitung 5 ziele und aufgaben des rechnungswesens 7 finanz und betriebsbuchhaltung 7 grundbegriffe des rechnungswesens 9 buchführung 13 einnahme-Überschuss-rechnung 16 zusammenfassung 18 Übungsaufgaben 20 grundlagen der buchführung 21 inventur und inventar 21 kapitalvergleich 25 bilanz 26 bilanz und doppelte buchführung 32 3.4.1 doppelte buchführung 32 3.4.2 veränderungen der bilanz 33 3.4.3 buchen in bestandskonten 35 3.4.4 buchungssätze 36 3.4.5 abschluss der bestandskonten 39 die gewinn und verlustrechnung 42 3.5.1 eigenkapital und gewinn und verlust 42 3.5.2 gliederung der guvr 47 kontenrahmen und kontenplan 52 zusammenfassung 54 Übungsaufgaben 56 grundbegriffe der bilanz 58 anlagevermögen 61 umlaufvermögen 63 rechnungsabgrenzungsposten 66 eigenkapital 68 rückstellungen 74 verbindlichkeiten 77 zusammenfassung 78 Übungsaufgaben 80 grundbegriffe der gewinn und verlustrechnung 81 umsatzerlöse und gesamtleistung 81 betriebsergebnis 82 ergebnis der gewöhnlichen geschäftstätigkeit 87 jahresergebnis und bilanzergebnis 88 zusammenfassung 94 Übungsaufgaben 95 anhang lagebericht und bewertung 96 der anhang 96 3.5 3.6 3.7 3.8 4 4.1 4.2 4.3 4.4 4.5 4.6 4.7 4.8 5 5.1 5.2 5.3 5.4 5.5 5.6 6 6.1 afw wirtschaftsakademie bad harzburg gmbh qm 2005 rev 3.0 3

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6.2 6.3 6.4 6.5 7 7.1 7.2 7.3 7.4 7.5 7.6 8 8.1 8.2 8.3 9 10 11 12 der lagebericht 97 bewertung 98 zusammenfassung 101 Übungsaufgaben 102 beurteilung von bilanz und guv-rechnung 103 qualitätsnormen und regeln 115 analyse der bilanz 117 analyse der gewinn und verlustrechnung 123 kennzahlen 125 zusammenfassung 131 Übungsaufgaben 132 sonderthemen des rechnungswesens 134 handels und steuerbilanz 134 die hauptabschlussübersicht 136 künftige bilanzregeln 137 lösungen zu den Übungsaufgaben 139 stichwortverzeichnis 149 literaturverzeichnis 151 studienaufgabe betriebliches rechnungswesen 153 4 afw wirtschaftsakademie bad harzburg gmbh qm 2005 rev 3.0

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einleitung 1 einleitung der studienbrief vermittelt grundlagenwissen des betrieblichen rechnungswesens mit ausnahme der lerninhalte die in anderen studienbriefen behandelt werden damit ist der themenkreis weitgehend vorgegeben die lernziele erstrecken sich auf das komplexe gebiet von buchführung und jahresabschluss im 2 kapitel werden nach einer einführung in die themenbereiche des rechnungswesens wichtige grundbegriffe der finanzbuchhaltung erklärt es folgen die aufgaben der buchhaltung die gesetzlichen grundlagen für die buchführungspflicht und grundsätze ordnungsgemäßer buchführung mit dem sonderfall der einnahme-Überschuss-rechnung endet dieser teil die konkreten aufgaben der buchführung von der inventur bis zum jahresergebnis chronologisch systematisch lückenlos und ordnungsmäßig erfasst kennzeichnet das 3 kapitel im 4 und 5 kapitel lernen die studierenden die unverzichtbaren begriffe in verbindung mit dem jahresabschluss zu unterscheiden und zu analysieren die themen anhang lagebericht und bewertung folgen im 6 kapitel das 7 kapitel ist der analyse der bilanz und der gewinn und verlustrechnung mit den themenkreisen finanzierung liquidität und rentabilität gewidmet es werden bilanz und finanzierungsregeln aufgezeigt ergänzt durch ein kennzahlensystem das aufschluss darüber geben soll wie ein unternehmen finanziert ist wie zahlungskräftig es ist und welche ergebnisse es erreicht die praktische anwendung der regeln und kennzahlen wird den studierenden auf der grundlage eines praxisfalles verdeutlicht die im einzelnen aufgezeigten verfahren der analyse von buchführung und jahresabschluss greifen nur begrenzt in die lernziele anderer lehrbriefe des studienganges ein in einigen konkreten einzelfällen z b beim return on investment und beim cash-flow werden vereinfachte darstellungen gegeben die der studierende in anderen studienbriefen vertiefen wird das 8 kapitel behandelt themen mit denen die anderen lernbereiche nicht unnötig belastet werden sollen hier geht es um die unterscheidung von handels und steuerbilanz um das auslaufmodell hauptabschlussübersicht sowie um einen ausblick auf eventuelle künftige regeln für den jahresabschluss mittlerer und großer unternehmen auf grund amerikanischer und europäischer einflüsse zahlreiche fragen bleiben auf grund der vorgaben zum umfang des studienbriefs dem nahunterricht und den diskussionen in den seminaren vorbehalten im bedarfsfall können die studierenden auf wirtschaftslexika und die angegebene literatur zurückgreifen das gilt z b für sonderthemen wie umsatzsteuer preisnachlässe behandlung von geschäftsvorfällen im perso afw wirtschaftsakademie bad harzburg gmbh qm 2005 rev 3.0 5

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studienbrief betriebliches rechnungswesen nal und steuerbereich sowie für die edv-kontierung die entweder auf den belegen selbst oder auf buchungslisten vorgenommen wird wenn das einer der größten experten und bewunderer moderner doppelter buchführung johann wolfgang von goethe 1749-1832 geahnt hätte da jeder betrag doppelt zu buchen ist wird er bei der edv-kontierung automatisch auf dem gegenkonto gegengebucht 6 afw wirtschaftsakademie bad harzburg gmbh qm 2005 rev 3.0

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ziele und aufgaben des rechnungswesens 2 ziele und aufgaben des rechnungswesens 2.1 finanz und betriebsbuchhaltung das rechnungswesen ist nach olfert 2011 die gesamtheit der einrichtungen und verrichtungen die bezwecken alle wirtschaftlichen gegebenheiten und vorgänge im einzelnen und gesamten zahlenmäßig nach geld und ­ soweit möglich ­ nach mengeneinheiten zu erfassen die notwendigkeit des rechnungswesens ergibt sich aus zwei gründen 1 betriebswirtschaftlich erfordert die vielzahl der betrieblichen vorgänge als folge der leistungserstellung und leistungsverwertung entsprechende maßnahmen der mengen und wertmäßigen planung erfassung steuerung und kontrolle 2 rechtlich werden bestimmte anforderungen an das unternehmen gestellt die nur mit hilfe eines ordnungsgemäßen rechnungswesens erfüllt werden können bornhofen 2011 gibt folgende Übersicht über die aufgaben des rechnungs wesens buchführung die buchführung ist eine zeitraumrechnung sie erfasst die vermögens und kapitalbestände und deren veränderung zum zwecke der ermittlung des erfolges eines rechnungszeitraumes jahr monat vermögen und kapital werden nach art menge und wert aufgezeichnet der erfolg kann gewinn oder verlust sein kalkulation die kalkulation wird in der modernen literatur als kosten und leistungsrechnung bezeichnet sie ist eine stück bzw leistungseinheit-rechnung die kostenrechnung erfasst den in geld bewerteten gütereinsatz zur herstellung von erzeugnissen zur bereitstellung von waren oder dienstleistungen ihr zweck ist die ermittlung der selbstkosten des hergestellten produktes bzw der leistungseinheit die leistungsrechnung hat die aufgabe die betrieblichen leistungen gemessen an den umsatzerlösen bestandsveränderungen und innerbetrieblichen eigenleistungen zu erfassen und sie den kosten gegenüberzustellen statistik sie ist eine vergleichsrechnung sie besteht in der zahlenmäßigen erfassung von immer wiederkehrenden vorgängen umsätze auftragseingänge zahlungsströme laufstunden von maschinen als quelle der statistik dient afw wirtschaftsakademie bad harzburg gmbh qm 2005 rev 3.0 7

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studienbrief betriebliches rechnungswesen die buchführung mit ihren belegen und erhebungen durch unmittelbare mengenfeststellung mittels zählung planung unter planung ist eine vorschaurechnung zu verstehen sie ist eine auf die zukunft gerichtete rechnung und besteht in der aufstellung und vorgabe von sollzahlen für begrenzte zeiträume oder projekte diese vier formen des rechnungswesens stehen natürlich nicht nebeneinander sondern hängen eng zusammen und ergänzen sich gegenseitig die buchführung liefert also die zahlen für die selbstkostenrechnung die statistik wertet die ergebnisse der buchführung und selbstkostenrechnung aus und stellt die ausgewerteten zahlen der planung zur verfügung insoweit bilden alle bereiche des rechnungswesen eine einheit und ein unverzichtbares spiegelbild des betriebsgeschehens die bereiche kalkulation kosten und leistungsrechnung statistik und planung sowie die mit finanzierung und investition verbundenen fragen werden in anderen studienbriefen behandelt wir richten daher unser augenmerk in den folgenden ausführungen hauptsächlich auf die themen buchführung und jahresabschluss und streifen die anderen bereiche soweit es zur erklärung und vertiefung des stoffes sinnvoll ist im allgemeinen und als prinzip der aufbauorganisation wird das rechnungswesen zweigeteilt rechnungswesen finanzbuchhaltung betriebsbuchhaltung materialbuchhaltung lohnbuchhaltung kalkulation statistik planung anlagenberechung bilanz und erfolgsrechnung abbildung 1 aufteilung des rechnungswesens 8 afw wirtschaftsakademie bad harzburg gmbh qm 2005 rev 3.0

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ziele und aufgaben des rechnungswesens die finanzbuchhaltung auch geschäftsbuchhaltung oder externes rechnungswesen genannt erfasst die beziehungen des unternehmens zur außenwelt ihre wesentliche aufgabe ist es die geschäftsvorfälle belegmäßig zu erfassen und kostenmäßig zu verrechnen sie geht von den beständen der eröffnungsbilanz aus bilanz eines unternehmens zu beginn der geschäftstätigkeit überhaupt und dann am anfang eines jeden neuen wirtschaftsjahres und zeichnet als bewegungsrechnung deren veränderungen auf dieser auf ausgaben und einnahmen sowie aufwand und ertrag aufgebaute teil des rechnungswesens wird vom handels und steuerrecht gefordert er liefert bemessungsgrundlagen für die steuern und dient der liquiditäts und finanzkontrolle die betriebsbuchhaltung der zentrale bereich des internen rechnungswesens verfolgt die größen kosten und leistung und liefert durch kurzfristige abrechnungen aufschluss über das innerbetriebliche geschehen im mittelpunkt steht die erfassung der kosten für betriebsabrechnung und kalkulation sie haben bestimmt schon einmal etwas gehört vom so genannten bab betriebsabrechnungsbogen dazu treten noch hilfsrechnungen wie lohn und materialbuchhaltung anlagenrechnung statistik und kostenplanung wie die obige Übersicht zeigt sind insbesondere material und lohnbuchhaltung gleichsam ein drehpunkt zwischen den beiden hauptbereichen des rechnungswesens der umfang der betriebsbuchhaltung ist nicht gesetzlich geregelt sondern bleibt dem ermessen des unternehmens überlassen das betriebliche rechnungswesen dient mit seiner informationsfunktion vor allem der unternehmensführung als entscheidungsgrundlage und frühwarnsystem die im betrieblichen rechnungswesen vorhandenen informationen stellen eine fundierte basis für betriebswirtschaftliche entscheidungen z b investitionen dar und zeigen bei abweichen von angegebenen werten der unternehmensführung frühzeitig handlungsbedarf an das betriebliche rechnungswesen hat aber auch die aufgabe die außenwelt zu informieren so sind z b große kapitalgesellschaften z b aktiengesellschaften verpflichtet ihre bilanz gewinn und verlustrechnung anhang und ihren lagebericht bekannt zu machen und die unterlagen beim handelsregister einzureichen § 325 abs 2 hgb ebenfalls informiert das betriebliche rechnungswesen über wesentliche besteuerungsgrundlagen z b umsatz gewinn vermögen die finanzverwaltung finanzamt hat das recht nachzuprüfen ob die in den steuererklärungen angegebenen besteuerungsgrundlagen stimmen bei einer prüfung wird mit hilfe des betrieblichen rechnungswesens festgestellt ob die steuern in der gesetzlich geschuldeten höhe entrichtet worden sind 2.2 grundbegriffe des rechnungswesens zum verständnis des rechnungswesens ist es erforderlich folgende begriffe zu unterscheiden afw wirtschaftsakademie bad harzburg gmbh qm 2005 rev 3.0 9

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studienbrief betriebliches rechnungswesen kosten und leistungen als begriffe der betriebsbuchhaltung sie werden in der kostenrechnung einschließlich der ihr eingegliederten leistungsrechnung verwendet es handelt sich dabei um den wertverzehr bzw wertzuwachs einer abrechnungsperiode der durch die eigentliche betriebstätigkeit veranlasst ist und der nach betriebswirtschaftlichen gesichtspunkten bewertet wird die folgenden begriffspaare beziehen sich auf die finanzbuchhaltung aufwendungen und erträge aufwendungen sind der effektive einsatz von gütern und leistungen einer periode der nicht nur der erfüllung des betriebszweckes also der leistungserstellung und leistungsverwertung dient aufwendungen können verschiedene ursachen haben zweckaufwendungen die auch betriebsaufwendungen genannt werden entstehen bei der leistungserstellung und leistungsverwertung sie beziehen sich also ausschließlich auf die erfüllung des betriebszweckes und sind deckungsgleich mit den kosten in der kostenrechnung z b verbrauch von roh hilfs und betriebsstoffen löhne gehälter neutrale aufwendungen dienen nicht der realisierung des betriebszweckes sie werden deshalb in der kostenrechnung nicht angesetzt z b betriebsfremde aufwendungen wie spenden sanierungen oder außerordentliche aufwendungen wie verkauf einer maschine unter buchwert oder periodenfremde aufwendungen wie steuernachzahlung erträge sind der wertzuwachs durch erstellte güter und dienstleistungen wir unterscheiden die betrieblichen erträge werden durch die leistungserstellung und leistungsverwertung erzielt und beziehen sich ausschließlich auf die erfüllung des betriebszweckes sie werden als leistungen den kosten gegenübergestellt und können umsatzerlöse innerbetriebliche erträge z b aktivierte eigenleistungen oder nebenerlöse z b durch den verkauf von abfallprodukten wie schrott sein neutrale erträge vergleichen sie hier die neutralen aufwendungen dienen nicht dem betriebszweck resultieren also nicht aus der erstellung und verwertung der güter und dienstleistungen z b betriebsfremde erträge wie spenden schenkungen oder außerordentliche erträge wie verkauf einer maschine über buchwert oder periodenfremde erträge wie die rückerstattung von steuern eine ausnahme von der bisherigen ertragsdefinition ist die einlage kapitalerhöhung durch die eigentümer des betriebes sie wirkt erhöhend auf das reinvermögen ist aber dennoch kein ertrag 10 afw wirtschaftsakademie bad harzburg gmbh qm 2005 rev 3.0

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ziele und aufgaben des rechnungswesens auszahlungen und einzahlungen auszahlungen sind der tatsächliche zahlungsmittelabfluss aus dem unternehmen in form von bargeld oder von bank bzw postgiroüberweisungen z b barentnahmen geleistete vorauszahlungen bareinkäufe unter einzahlungen sind dementsprechend sämtliche zuflüsse an zahlungsmitteln zu verstehen z b bareinzahlungen barverkäufe ausgaben und einnahmen ausgaben sind geldabflüsse einschließlich entstehung von verbindlichkeiten einnahmen sind geldzuflüsse einschließlich der erhöhung der forderungen sie unterscheiden sich also von den auszahlungen und einzahlungen dadurch dass die tatsächlichen abflüsse oder zuflüsse von zahlungsmitteln um forderungen bzw schulden berichtigt sind ausgaben und einnahmen entstehen durch schuldrechtliche verpflichtungen z b kaufverträge ohne dass zum zeitpunkt eines vertragsabschlusses entsprechende auszahlungen oder einzahlungen erfolgen müssen ausgaben vermindern das geldvermögen beispiel ihre firma kauft am 01 april waren im werte von 10.000 das zahlungsziel von einem monat schöpfen sie voll aus damit haben sie folgende ausgaben auszahlungen forderungsabgänge schuldenzugänge ausgaben 0 0 10.000 10.000 einnahmen sind zugänge des geldvermögens lösen sie bitte analog zum vorherigen beispiel die Übungsaufgabe kapitel 2.6 nr 4 zu einnahmen und einzahlungen erlöse am markt abgesetzte leistung sofern die leistungen den betriebszweck betreffen sind es umsatzerlöse bzw umsatz dazu rechnen auch andere erlöse z b aus vermietung betriebserfolg neutraler erfolg gesamterfolg schmalen 2009 der betriebserfolg ergibt sich als saldo aus betriebsertrag ertrag ohne neutralen ertrag und betriebsaufwand aufwand ohne neutralen aufwand er beschreibt wie erfolgreich der betrieb gewirtschaftet hat wobei nur solche vorgänge betrachtet werden die der betreffenden periode zuzurechnen sind in den eigentlichen betriebsprozess und die damit verbundene leistungserstellung und -verwertung gehören sowie normalerweise anfallen afw wirtschaftsakademie bad harzburg gmbh qm 2005 rev 3.0 11

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studienbrief betriebliches rechnungswesen der neutrale erfolg ergibt sich aus der gegenüberstellung von neutralem ertrag und neutralem aufwand er gibt an was der betrieb nebenbei noch erwirtschaftet hat also aus anderen perioden herrührt nicht aus dem eigentlichen produktionsprozess hervorgegangen ist oder einen einmaligen vorgang darstellt der gesamterfolg setzt sich aus betriebserfolg und neutralem erfolg zusammen die abgrenzung wird vorgenommen um festzustellen ob der gesamterfolg vorwiegend aus dem laufenden betriebsprozess herrührt oder aus ­ mehr oder weniger abgelegenen ­ nebentätigkeiten gesamterfolg betriebserfolg betriebsertrag ertrag ohne neutralen ertrag abzüglich betriebsaufwand aufwand ohne neutralen aufwand neutraler erfolg neutraler ertrag abzüglich neutralen aufwand abbildung 2 zusammensetzung des gesamterfolges der so ermittelte gesamterfolg entspricht exakt dem bilanziellen gewinn ertrag ­ aufwand würde man hingegen den betriebserfolg definieren als saldo aus leistung und kosten so ergäbe sich ein abweichendes ergebnis da gilt betriebsertrag und betriebsaufwand leistung abzüglich zusatz und andersleistung kosten abzüglich zusatz und anderskosten generell kann dem saldo aus leistung und kosten eine größere treffgenauigkeit zuerkannt werden als dem saldo aus betriebsertrag und betriebsaufwand die begriffe ausgaben aufwendungen kosten sowie einnahmen erträge und leistungen sowie die beziehungen zueinander könnten abschließend 12 afw wirtschaftsakademie bad harzburg gmbh qm 2005 rev 3.0

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ziele und aufgaben des rechnungswesens gegeneinander abgegrenzt werden das würde jedoch den rahmen dieses studienbriefes sprengen nur soviel es gibt ausgaben die keine kosten sind wie gewinnausschüttungen oder privatentnahmen wiederum gibt es kosten die keine ausgaben sind wie der verbrauch unentgeltlich erworbener güter es gibt einnahmen die keine erträge sind wie die rückzahlung eines gewährten darlehens durch den schuldner einzahlung wiederum gibt es erträge die keine einnahmen sind wie selbst erstellte maschinen als innerbetriebliche leistung oder die lieferung von früher durch vorauszahlung bezahlten produkten detaillierte Übersichten zu diesen abgrenzungen mit praktischen beispielen bietet olfert 2011 im zusammenhang mit den begriffen betriebserfolg bzw gesamterfolg geben wir abschließend einen hinweis auf die industrielle buchführung wie dargestellt ergibt sich der unternehmenserfolg als differenz zwischen aufwendungen und erträgen dabei muss allerdings bei industriellen fertigungsbetrieben die zahl der in einer periode hergestellten produkte nicht mit der zahl der abgesetzten produkte übereinstimmen bei einem vergleich der produktions und verkaufszahlen einer wirtschaftsperiode ergeben sich dabei zwei grundlegende möglichkeiten der absatz überstieg die produktion das heißt ein teil der verkauften erzeugnisse musste aus dem lager entnommen werden der absatz war niedriger als die produktion das heißt ein teil der hergestellten güter musste auf lager genommen werden in beiden fällen haben sich die lagerbestände verändert derartige vorgänge werden auf dem konto bestandsveränderungen gebucht und beeinflussen natürlich den betriebserfolg 2.3 buchführung die planmäßige lückenlose und ordnungsgemäße erfassung der geschäftsvorfälle eines unternehmens mit ihrem wesentlichen inhalt und ihrem geldwert mit hilfe von belegen bezeichnet man als buchführung sie dient vor allem der selbstinformation des unternehmers der rechenschaftslegung gegenüber den gesellschaftern dem nachweis der besteuerungsgrundlagen dem gläubigerschutz und als beweismittel bornhofen 2011 zur selbstinformation gehört vor allem der jederzeitige Überblick über den stand und alle veränderungen der vermögensteile und der schulden der unternehmer fragt welchen gewinn oder verlust er innerhalb eines zeitraumes erwirtschaftet hat welche aufwendungen und erträge seinen erfolg beeinflusst haben und wie hoch seine privatentnahmen sind afw wirtschaftsakademie bad harzburg gmbh qm 2005 rev 3.0 13

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studienbrief betriebliches rechnungswesen besonders die privatentnahmen geld waren dienstleistungen ­ hofarbeiter arbeitet auf privatem gelände ­ haben schon manchem kopfschmerzen bereitet in einem unternehmen dessen rechtsform ein einzelunternehmen oder eine personengesellschaft ist mindern sie das betriebliche vermögen und das eigenkapital die entnahme wird auf dem privatkonto ein unterkonto des eigenkapitalkontos erfasst die kapitalmäßige beteiligung ist nicht immer mit einer mitwirkung an der geschäftsführung verbunden so dass kapitalgeber und -verwalter verschiedene personen sind dies gilt z b für die stille gesellschaft die kommanditgesellschaft kg die gmbh und für die ag hier gilt wer fremdes kapital verwaltet schuldet dem kapitalgeber rechenschaft über seine verwaltung aus umsatz gewinn vermögen ergeben sich wesentliche besteuerungsgrundlagen die buchführung ist hier wesentliches kontrollmittel der direkte gläubigerschutz dient z b banken vor der kreditentscheidung der individuelle gläubigerschutz wenn die buchführung den unternehmer davor bewahrt die eigene wirtschaftliche lage falsch zu beurteilen und falsche unternehmerische entscheidungen zu treffen schließlich kann die buchführung in einem prozess als beweismittel dienen das gericht kann die vorlegung der bücher nach § 258 abs 1 handelsgesetzbuch hgb anordnen gesetzliche grundlagen für die buchführung ergeben sich aus dem handelsrecht und dem steuerrecht die grundlegenden vorschriften nach dem hgb sind § 238 hgb buchführungspflicht 1 jeder kaufmann ist verpflichtet bücher zu führen und in diesen seine handelsgeschäfte und die lage seines vermögens nach den grundsätzen ordnungsgemäßer buchführung ersichtlich zu machen die buchführung muss so beschaffen sein dass sie einem sachverständigen dritten innerhalb angemessener zeit einen Überblick über die geschäftsvorfälle und über die lage des unternehmens vermitteln kann die geschäftsvorfälle müssen sich in ihrer entstehung und abwicklung verfolgen lassen 2 der kaufmann ist verpflichtet eine mit der unterschrift übereinstimmende wiedergabe der abgesandten handelsbriefe kopie abdruck abschrift oder sonstige wiedergabe des wortlauts auf einem schrift bild oder anderen datenträger zurückzuhalten § 239 hgb führung der handelsbücher 1 bei der führung der handelsbücher und bei den sonst erforderlichen aufzeichnungen hat sich der kaufmann einer lebenden sprache zu bedienen werden abkürzungen ziffern buchstaben oder symbole verwendet muss im einzelfall deren bedeutung eindeutig festliegen 2 die eintragungen in büchern und die sonst erforderlichen aufzeichnungen müssen vollständig richtig zeitgerecht und geordnet vorgenommen werden 14 afw wirtschaftsakademie bad harzburg gmbh qm 2005 rev 3.0

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ziele und aufgaben des rechnungswesens 3 eine eintragung oder eine aufzeichnung darf nicht in einer weise verändert werden dass der ursprüngliche inhalt nicht mehr feststellbar ist auch solche veränderungen dürfen nicht vorgenommen werden deren beschaffenheit es ungewiss lässt ob sie ursprünglich oder erst später gemacht worden sind 4 die handelsbücher und die sonst erforderlichen aufzeichnungen können auch in der geordneten ablage von belegen bestehen oder auf datenträgern geführt werden soweit diese formen der buchführung einschließlich des dabei angewandten verfahrens den grundsätzen ordnungsgemäßer buchführung entsprechen bei der führung der handelsbücher und der sonst erforderlichen aufzeichnungen auf datenträgern muss insbesondere festgestellt sein dass die daten während der dauer der aufbewahrungsfrist verfügbar sind und jederzeit innerhalb angemessener frist lesbar gemacht werden können absätze 1 bis 3 gelten sinngemäß § 240 hgb inventar 1 jeder kaufmann hat zu beginn seines handelsgewerbes seine grundstücke seine forderungen und schulden den betrag seines baren geldes sowie seine sonstigen vermögensgegenstände genau zu verzeichnen und dabei den wert der einzelnen vermögensgegenstände und schulden anzugeben 2 er hat demnächst für den schluss eines jeden geschäftsjahres ein solches inventar aufzustellen die dauer des geschäftsjahres darf zwölf monate nicht überschreiten die aufstellung des inventars ist innerhalb der einem ordnungsgemäßen geschäftsgang entsprechenden zeit zu bewirken der begriff kaufmann in § 238 hgb ist in § 1 hgb erklärt kaufmann ist wer selbstständig ein handelsgewerbe betreibt als handelsgewerbe gilt jeder gewerbebetrieb der eine der in § 1 abs 2 hgb bezeichneten arten von geschäften zum gegenstand hat groß und einzelhandel industrie versicherungen kreditinstitut handelsvertreter usw die buchführungspflicht gilt für alle eingetragenen kaufleute d.h für alle gewerbetreibenden kaufleute im sinne der buchführungspflicht sind gewerbetreibende lt § 1 hgb land und forstwirte die nach § 3 abs 2 hgb in das handelsregister eingetragen sind wegen ihres geschäftsumfanges handelsgesellschaften lt § 6 abs 1 hgb alle kapitalgesellschaften eingetragene genossenschaften laut § 17 abs 2 geng versicherungsunternehmen laut § 53,abs 1 vag nicht kleinere vereine freiberufler sind nicht gewerbetreibende und damit aus handelsrechtlicher sicht nicht buchführungspflichtig nach erzieltem erfolg laut § 141 ao ist buchführungspflichtig wer über 350.000 euro umsatz p.a macht ab 2004 30.000 euro gewinn p.a erzielt afw wirtschaftsakademie bad harzburg gmbh qm 2005 rev 3.0 15

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