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der design-ansatz in der ursprungsforschung reinhard junker rosenbergweg 29 72270 baiersbronn stand 30 12 2009 der grundgedanke des design-ansatzes warum design in der ursprungsfrage in der biologie nach wie vor im rennen ist teleologische begriffe in der biologie der forschungsgegenstand bestimmt die forschungsmethode vergleich mit anderen wissenschaftszweigen ein beweis dafür dass planung nur ein schein ist steht aus bionik als kind des design-ansatzes fazit der designer ist nicht beobachtbar und nicht fassbar designer-befürworter machen keine forschung und tragen nichts zum wissenszuwachs bei der bezug auf einen designer hat in der wissenschaft keinen platz fazit anmerkungen literatur der design-ansatz in der biologie eine neue art von wissenschaft designer und designerspuren wie verhält sich der design-ansatz zur naturwissenschaft wie und woher-frage erklärungen in der ursprungsforschung der abduktive schluss schlussfolgerungen wie wird design begründet negative argumentation eliminative induktion und dembskis filter positive argumentation bei diesem text handelt es sich um eine kurzfassung des buches spuren gottes in der schöpfung eine kritische analyse von design-argumenten in der biologie holzgerlingen 2009 von reinhard junker das buch bietet gegenüber dem hier veröffentlichten text zahlreiche weitere zitate weiterführende diskussionen vor allem im anmerkungsteil und viele weiterführende literaturangaben als fundgrube für eine vertiefung in das thema design in der biologie der analogieschluss einwand fortpflanzungs und variationsfähigkeit einwand zu wenige kenntnisse design der analogieschluss und david hume schlussfolgerungen design-indizien nichtreduzierbare komplexität spielerische komplexität potentielle komplexität zukunftsorientierung konvergenzen und modularität redundanzen schlussfolgerungen kritik am design-ansatz bedeutet der design-ansatz erkenntnisverzicht ist design falsifizierbar ist das fehlen eines mechanismus ein argument gegen design beruht der schluss auf design nur auf nichtwissen ist spezifisches design anthropomorph?
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der grundgedanke des design-ansatzes der grundgedanke des design-ansatzes ist dass man an bestimmten strukturen der lebewesen oder auch der unbelebten welt eigenschaften und merkmale erkennen könne die auf das vergangene wirken eines intelligenten willensbegabten urhebers designer schöpfer hinweisen und andere möglichkeiten ihrer herkunft unwahrscheinlich machen oder sogar ausschließen wie manche befürworter dieses ansatzes behaupten.1 solche eigenschaften werden hier als design-indizien bezeichnet mit dem begriff design ist hier vor allem eine zweckvolle anordnung von teilen gemeint die geeignet ist eine funktion auszuüben so dass eine zielorientierung erkennbar ist dazu können auch spielerische elemente Ästhetik und andere kennzeichen der natur gerechnet werden verschiedene arten solcher design-indizien werden im abschnitt design-indizien vorgestellt in der neueren diskussion über design in der natur wird häufig von intelligentem design id gesprochen der begriff intelligent soll unterstreichen dass zur entstehung des untersuchten merkmals eine planung absicht intention und zielorientierte steuerung erforderlich war und naturgesetzmäßig ablaufende vorgänge dafür nicht ausreichten passend wäre daher auch die bezeichnung intentionales design doch der begriff design beinhaltet bereits intelligenz planung zielorientierung teleologie und intentionalität die kennzeichnungen intelligent und intentional werden dennoch häufig zur verdeutlichung hinzugefügt weil es sich in der biologie eingebürgert hat auch dann von design zu sprechen wenn man damit gar keine planvolle zielorientierte entstehung verbindet wenn in diesem artikel der begriff design verwendet wird ist er jedoch immer teleologisch und intentional gemeint er soll also die notwendigkeit von planung und zielorientierung eines akteurs designers zum ausdruck bringen vgl den textkasten wichtige begriffe im Überblick kennzeichnend für den design-ansatz ist also die auffassung dass bestimmte phänomene in der natur allgemein und speziell in der organismenwelt auf planung hinweisen und dass diese hinweise auf planung in der natur design-indizien durch eine naturwissenschaftliche untersuchung nachweisbar sind philipp johnson bekannt durch das buch darwin on trial und einer der gründerväter der id-bewegung in den usa bringt diesen gedanken so auf den punkt intelligente ursachen können bewirken was nicht intelligente ursachen nicht können und eine naturwissenschaftliche untersuchung kann diesen unterschied aufzeigen johnson 1999 während der design-ansatz in der biologie neben natürlichen naturgesetzmäßig verlaufenden prozessen auch eine zielorientierte handlung bei der entstehung der lebewesen einkalkuliert wird dies vom naturalismus ausgeschlossen mit naturalismus ist gemeint 2 dass alles seiende letztlich ausschließlich auf materiellen dingen materie-energie basiert und durch natürliche gesetzmäßig beschreibbare nicht-teleologische prozesse entstanden ist in diesem ontologischen sinne soll in diesem artikel der begriff naturalismus verstanden werden oft wird behauptet man lege eine naturalistische weltsicht nur methodisch zugrunde und spricht von einem methodologischen naturalismus doch daraus werden inhaltliche festlegungen wenn grundsätzlich nur sogenannte natürliche naturgesetzkonforme und gesetzmäßig beschreibbare vorgänge als erklärungen zugelassen und diese als hinreichend betrachtet werden wenn aber nicht-natürliche faktoren generell und von vornherein ausgeschlossen werden und natürliche faktoren aus ausreichend für alle erklärungen betrachtet würde würde diese methode verabsolutiert mögliche teleologische faktoren können aber methodisch nicht von vornherein ausgeschlossen werden das gilt insbesondere in ursprungsfragen um die es bei der design-thematik geht eine wichtige unterscheidung woran können spuren eines schöpfers erkannt werden hier muss man unterscheiden zwischen einem ansatz der ohne vorstellungen über den designer auskommt und ansätzen die auf solche vorstellungen explizit bezug nehmen wenn man keine konkreten aussagen über das wirken des designers macht kann man nur der frage nachgehen was natürliche mechanismen ohne willentliche lenkung also nicht-teleologische vorgänge leisten können und was nicht man könnte in diesem fall design nur dadurch plausibel machen dass man zeigt dass bestimmte phänomene trotz intensiver bemühungen durch natürliche prozesse nicht erklärt werden können dieser ansatz ist unter dem begriff intelligent design id populär geworden Über den designer wird dabei lediglich gesagt dass er zielorientiert gehandelt habe aus dieser alleinigen voraussetzung können jedoch keine konkreten kennzeichen einer designer-tätigkeit abgeleitet werden man kann also auch nicht nach solchen kennzeichen suchen gewöhnlich geht man aber anders vor wir kennen design-indizien durch unsere erfahrungen mit menschlichem design vor allem in der technik und der programmierkunst solche indizien sind z b nichtreduzierbar komplexe systeme luxusstrukturen die nicht durch bloße zweckmäßigkeit erklärt werden können oder merkmale die nur durch eine zukunftsorientierung verstehbar sind vgl abschnitt design-indizien man kann nun danach fragen ob solche typischen kennzeichen menschlicher designer design-indizien auch bei den lebewesen gefunden werden bei dieser vorgehensweise wird eine gewisse Ähnlichkeit im design des urhebers der lebewesen mit dem design menschlicher designer vorausgesetzt hier spielen also annahmen über die person und die attribute des designers eine maßgebliche rolle in anlehnung an heilig 2008a 2008b sollen design-ansätze die konkrete vorstellungen vom wirken eines designers zugrundelegen mit dem begriff spezifisches design sd ge-
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wichtige begriffe im Überblick design zweckmäßige anordnung von teilen die geeignet ist eine funktion auszuüben in diesem buch wird dieser begriff durchgehend im sinne einer planung zielorientierung und zwecksetzung eines akteurs verwendet der begriff ist also immer teleologisch bzw intentional gemeint dies muss hervorgehoben werden weil es sich in der biologie eingebürgert hat auch dann von design zu sprechen wenn man damit gar keine planvolle zielorientierte entstehung verbindet design ist also kurzform für intentionales design design-ansatz dem design-ansatz in der biologie liegt eine teleologische ursprungssicht zugrunde das heißt die lebewesen sind durch planung und das zielorientierte wirken eines akteurs designers entstanden kennzeichnend für den designansatz ist dass der teleologische ursprung anhand geeigneter kriterien erkennbar ist oder wenigstens wahrscheinlich gemacht werden kann und dass nichtteleologische erklärungsversuche scheitern der begriff design-ansatz schließt intelligentes design id und spezifisches design sd ein nach dem id-ansatz gilt bereits das scheitern nichtteleologischer erklärungsversuche als hinweis auf design design-indizien kennzeichen von lebewesen die auf einen teleologischen ursprung hinweisen und für die keine nicht-teleologische erklärung bekannt ist design-indizien kann es nur im rahmen spezifischer design-vorstellungen geben spezifisches design da annahmen über den designer zugrundegelegt werden müssen z b dass er design erzeugt das bestimmte kennzeichen trägt intelligentes design id design-ansatz der keine aussage über den designer macht außer dass er zielorientiert vorgeht im rahmen von id kann als hinweis auf design nur das scheitern nicht-teleologischer entstehungshypothesen gelten dieses scheitern liefert aber nur verdachtsmomente auf design solange über den designer keinerlei aussagen gemacht werden können keine konkreten vorhersagen gemacht werden welche kennzeichen von lebewesen zu erwarten sind und es ist auch kein verkennzeichnet werden sd muss also von id unterschieden werden wird zwischen id und sd wie beschrieben unterschieden besteht das forschungsprogramm des idansatzes nur aus dem ausloten der leistungsfähigkeit natürlicher nicht-teleologischer prozesse und mechanismen damit bleibt der id-ansatz zwar auf einer naturwissenschaftlichen ebene da keine aussagen über den designer gemacht werden müssen man kann auf diesem wege aber nicht über verdachtsmomente auf design hinauskommen falls nämlich nicht-teleologische erklärungsversuche immer wieder scheitern und sich sogar grenzen für natürliche mechanismen ab3 gleich mit nicht-teleologischen erklärungsversuchen möglich id-befürworter sind häufig inkonsequent indem sie einerseits betonen keinerlei aussagen über den designer zu machen andererseits dennoch bestimmte kennzeichen seiner designertätigkeit erwarten oder nicht erwarten daher ist häufig spezifisches design sd gemeint wenn von id gesprochen wird in diesem buch geht es hauptsächlich um sd makroevolution entstehung neuartiger organe strukturen oder bauplantypen entstehung qualitativ neuer gene.2 mikroevolution evolution innerhalb vorgegebener organisationsdisposition quantitative veränderung bereits vorhandener strukturen optimierungsprozesse und spezialisierungen naturalismus wirklichkeitsverständnis wonach alles seiende letztlich auf materiellen dingen materie-energie basiert und letztlich aus natürlichen gesetzmäßig beschreibbaren nicht-teleologischen prozessen hervorgegangen ist naturalismus ist in diesem buch immer ontologisch gemeint wenn keine nähere kennzeichnung erfolgt schöpfung dieser begriff wird in diesem buch im biblischen sinne verwendet entstehung durch das wort gottes nichtableitbarkeit des geschaffenen aus immanenten naturprozessen im sinne von hebr 11,3 sd-modell ursprungsmodell das bezug auf spezifisches design nimmt ein sd-modell beinhaltet aussagen über definierte designer-typische kennzeichen der lebewesen design-indizien spezifisches design sd kennzeichen von strukturen der lebewesen die typisch sind für bestimmte designer das heißt in der praxis meistens typisch für design solcher art wie es auch menschen erzeugen können die kennzeichen von menschlichem design kennen wir aus unmittelbarer erfahrung und können daher recht konkrete erwartungen an ein hypothetisch menschenähnliches design in der natur ableiten teleologie lehre von den zwecken und von der zielgerichtetheit von vorgängen zeichnen wenn darüber hinaus nach spezifischem design sd in der natur gesucht wird wenn also bestimmte methoden oder vorlieben des designers angenommen werden eröffnen sich weitere fragen für die forschung design-indizien können definiert werden z b nichtreduzierbare komplexität oder spielerische komplexität und ihr nachweis in der natur kann versucht werden wenn solche indizien tatsächlich nachgewiesen werden können ist eine plausible interpretation der daten unter der voraussetzung eines designers gelungen im rahmen des sd-ansatzes ist auch anders als beim id-ansatz ein vergleich von vorhersagen mög-
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lich sober 2003 28 34 denn in diesem rahmen kann das auftreten konkreter design-indizien vorhergesagt und geprüft werden diese vorhersagen können mit vorhersagen nicht-teleologischer ansätze verglichen und auf der basis des vergleichs ein schluss auf die beste erklärung gezogen werden vgl abschnitt der design-ansatz in der biologie eine neue art von wissenschaft dies ist in rahmen des id-ansatzes nicht möglich weil nur die leistungsfähigkeit nicht-teleologischer erklärungen beurteilt wird zum design-ansatz gehören also erkennbarkeit von design und das fehlen einer nicht-teleologischen erklärung der id-ansatz kann nur zu einem verdacht auf design aufgrund des nachweises von grenzen natürlicher ungerichteter prozesse führen während der sd-ansatz ermöglicht design-indizien zu definieren und nachzuweisen die typisch für einen bekannten designer sind könnte ein mutmaßliches design-indiz jedoch durch natürliche prozesse erklärt werden verlöre es seinen charakter als eindeutiges indiz es könnte zwar erkannt werden design wäre aber als erklärung nicht mehr unbedingt notwendig wenn auch möglich im folgenden ist mit design-ansatz allgemein eine teleologische ursprungssicht gemeint wobei immer auch erkennbarkeit von design eingeschlossen ist wenn von id die rede ist wird über die identität des designers und über die kennzeichen seines wirkens nichts ausgesagt während im rahmen von sd dazu konkrete aussagen gemacht werden design evolution und teleologie unter den befürwortern des design-ansatzes ist die stellung zur evolutionsanschauung nicht einheitlich manche sind der Überzeugung dass es keine allgemeine evolution der lebewesen makroevolution gab andere dagegen halten makroevolution für gut begründet darunter als wohl prominentester vertreter michael behe behe 2007 gemeinsam ist allen befürwortern aber eine teleologische weltsicht und damit die auffassung dass natürliche faktoren alleine den formenwandel nicht erklären können dies macht gerade behe in seinem klassiker darwin s black box behe 1996 und in seinem neueren buch the edge of evolution behe 2007 deutlich der gegensatz zum design-ansatz ist also nicht evolution sondern naturalismus s o bzw eine nicht-teleologische weltsicht wenn die design-perspektive teleologische ursprungssicht und evolution auch in diesem buch in einen gegensatz gebracht werden ist evolution also immer nicht-teleologisch gemeint wie es die meisten biologen heute vertreten warum design in der ursprungsfrage in der biologie nach wie vor im rennen ist wissenschaftliche forschung soll helfen die wahrheit herauszufinden wie ereignete sich der ursprung des lebens wie entstanden die vielfältigen baupläne der lebewesen wer diesen fragen auf den grund gehen will ist nicht in erster linie einer bestimmten methodologie verpflichtet und schon gar nicht auf eine bestimmte forschungsmethode beschränkt sondern die methoden sollen im dienste der wahrheitsfindung stehen als mögliche richtige antwort kommt eine direkte schöpfung grundsätzlich in frage es sei denn man schließt diese möglichkeit vorn vornherein aus weltanschaulichen gründen aus die erforschung der ursprünge ist aber nicht darauf festgelegt dass dabei nur naturgesetzmäßig beschreibbare vorgänge eine rolle spielen können forschung soll nicht unbedingt eine natürliche entstehungsweise entdecken sondern dazu beitragen die tatsächliche entstehungsweise herauszufinden die möglichkeit dass die welt durch schöpfungsakte gottes ins dasein gekommen ist kann dabei nicht mit wissenschaftlichen argumenten ausgeschlossen werden allein diese tatsache ist grund genug die option design offen zu halten die frage nach hinweisen auf design in der biologie ist also legitim es gibt außer dieser grundsätzlichen erwägung konkretere gründe dafür die frage nach intentionalem design auf wissenschaftlichem wege anzugehen um diese gründe soll es im folgenden gehen 4 teleologische begriffe in der biologie in der natur können wir weder pläne noch absichten sehen sondern höchstens das produkt davon zielgerichtete abläufe und eine zweckmäßige und schöne ordnung der natur vgl rhonheimer 2007 50 der gedanke an planung und zielorientierung teleologie finalität in der natur drängt sich dem unbefangenen betrachter zweifellos auf entsprechend gibt es in der biologie unvermeidlich eine teleologische sprache der legitimation der frage nach einem schöpfer angesichts der allgegenwärtigen teleologie in der biologie hat sich markus rammerstorfer 2006a in seinem buch nur eine illusion biologie und design ausführlich gewidmet leben surft überschreibt er ein kapitel das heißt es nutzt naturgesetzliche prozesse statt ihnen ausgeliefert zu sein das macht den entscheidenden unterschied zwischen der komplexität der konstruktionen der lebewesen und komplexitäten in der abiotischen welt etwa eines schneekristalls aus letztere sind bloße effekte von gesetzmäßigkeiten abb 1 zeigt den unterschied an einem beispiel auf anschauliche weise viele teile der lebewesen insbesondere der zellen können treffend als maschinen bezeichnet werden tatsächlich kann die gesamte zelle als fabrik betrachtet werden die ein kompliziertes netzwerk ineinander
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schöpfers nahe es wird von biologen ohne weiteres zugestanden dass die beschreibung von lebensäußerungen nicht ohne teleologische ausdrucksweise auskommt der eindruck ist so überwältigend dass sich biologen gelegentlich sogar genötigt sehen ausdrücklich darauf hinzuweisen dass dieser anschein irreführend sei und darauf drängen teleologische formulierungen zu vermeiden raff 2005 274 entsprechend mahnt francis crick 1988 138 biologen müssen ständig bedenken dass das was sie sehen nicht designed sondern evolviert ist abb 1 zweimal ordnung die sandrippeln sind zwar formschön jedoch nur folge von strömungsgesetzen im unterschied dazu besitzt die qualle als lebender organismus eine ganz andere qualität von ordnung sie nutzt gesetzmäßigkeiten aus statt ihnen nur ausgeliefert zu sein kann auch gegen den strom schwimmen und besitzt eine zielgerichtete ordnung dieser unterschied hat fundamentale folgen für das verständnis des lebens foto peter imming der forschungsgegenstand bestimmt die forschungsmethode in der kontroverse um design geht es um ursprungsfragen und um vergangene abläufe die in der vergangenheit wirksamen ursachen können nicht experimentell erforscht werden ob es nur natürliche abläufe gab oder auch willensgesteuerte ist zunächst völlig offen dieser offenheit trägt der design-ansatz insofern rechnung als er in der suche nach ursachen für den ursprung der beobachteten phänomene breit angelegt ist und sowohl gesetzmäßig beschreibbare prozesse als auch die möglichkeit zielorientierter eingriffe ins auge fasst er kann sowohl planung als auch mechanismische4 erklärungen handhaben und schließt keine der beiden möglichkeiten vorschnell aus damit ist er qualifiziert historische fragestellungen zu bearbeiten denn es kann ja nicht ausgeschlossen werden dass in der vergangenheit zielorientierte eingriffe eine rolle gespielt haben dabei wird weder vorschnell noch willkürlich auf eingriffe geschlossen sondern erst nach eingehender prüfung und entsprechend begründet dazu wird weiter unten einiges zu sagen sein wenn die erforschung vergangener prozesse nicht für die möglichkeit von eingriffen offen ist ist sie ideologisch weil sie eine mögliche realität ausblendet es sei denn der anspruch die tatsächliche geschichte des lebens zu rekonstruieren wird nicht erhoben doch das ist bekanntlich nicht der fall eine ideologiefreie vorgehensweise zieht grundsätzlich alle möglichen ursachen in betracht insbesondere wenn es entsprechende verdachtsmomente gibt genauso wie bei einem todesfall bei begründetem verdacht ermittlungen zur ergreifung eines täters eingeleitet werden es gibt ohnehin keine universelle methode wie wissenschaft betrieben wird oder wurde diese einsicht gehört zum wissenschaftstheoretischen allgemeingut ratzsch 2005b 138 die wissenschaftsgeschichte zeigt dass es keine unverrückbaren wissenschaftstheoretischen regeln gibt noch nicht einmal im bereich einer harten wissenschaft wie der physik gibt es eine universelle methode wie chalmers 2001 in seinem standardwerk wege der wissenschaft herausstellt mögliche oder gar plausible erklärungen nur mit hinweisen auf methodik abzulehnen ist nicht zu rechtfertigen stattdessen sollten verschiedene erklärungsweisen für wissenschaftliche untersuchungen genutzt 5 greifender fertigungslinien beinhaltet welche jeweils aus einem satz großer proteinmaschinen zusammengesetzt sind schreibt bruce alberts zellbiologe und bekannter lehrbuchautor zitiert nach rammerstorfer 2006a 17 gene 2007 102f hebt hervor dass auf dem level molekularer maschinen die Ähnlichkeiten mit der technik weitaus größer sind als auf dem level der anatomie die analogie lebewesen-technik greife hier in besonderem maße ebenso hat die forschung zunehmend offenbart dass konzepte aus informationstechnik und informatik mit solchen aus der molekularbiologie verglichen werden können trevors abel 2004 abel trevors 2006 voie 2006 vgl imming bertsch 2007 der körper widerspiegelt design-prinzipien unserer eigenen technologie gene 2007 40 dies zeige sich eindrucksvoll an einer großen anzahl von begriffen aus der technik und der programmierung die zur beschreibung verwendet werden insbesondere am begriff maschine es wird zwar behauptet die teleologischen begriffe seien nur metaphorisch gemeint doch ist der nachweis dass beschreibungen biologischer organisation und biologischer prozesse ohne teleologische begriffe bei gleichem erklärungsgehalt möglich sind nie erbracht worden mutschler 2003 keil 1993 116 robert spaemann widmete zusammen mit reinhard lÖw der frage wozu ein ganzes buch spaemann lÖw 19813 und die beiden autoren zeigen dass mit der verwendung des ersatzbegriffs teleonomie statt teleologie das finalitätsproblem in der biologie nicht zu lösen ist s 217f diese beiden autoren schreiben die fundamentale beweislastregel besagt dass derjenige begründen muß der selbstverständliches in frage stellt nun ist aber unsere primäre welterfahrung zunächst teleologisch spaemann lÖw 1981 283 fazit beobachtungen an den lebewesen legen den gedanken an design und damit das wirken eines
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werden genau das versucht der design-ansatz im bereich der biologischen ursprungsfrage vergleich mit anderen wissenschaftszweigen eine suche nach spezifischem design sd wird in anderen wissenschaftszweigen als selbstverständlichkeit betrieben instruktiv ist der vergleich mit der erforschung von steinwerkzeugen natürlich sind steinwerkzeuge wie z b faustkeile unvergleichlich viel einfacher als lebewesen man kann aber die vorgehensweise zur klärung ob es sich bei einem objekt um ein artefakt oder naturprodukt handelt auf die beurteilung der entstehung der lebewesen anwenden die suche nach indizien einer absichtsvollen bearbeitung eines objekts ist der fragestellung suche nach dem entstehungsweg angemessen hier kommt niemand auf die idee von vornherein nur naturprozesse zur erklärung zuzulassen a priori gibt es aber auch keinen grund dies bei der suche nach den ursachen der entstehung der lebewesen anders zu handhaben es sei denn man hätte gezeigt dass natürliche ursachen ausreichende erklärungskraft für diesen fragenkomplex besitzen und die entstehung des lebens und seiner vielfalt vollständig erklären dies wird tatsächlich immer wieder behauptet daher sei nachfolgend ein weiterer grund für die legitimität des design-ansatzes angeführt forschern als verheißungsvoller ansatz betrachtet das problem makroevolution zu lösen junker 2007a daher trifft der satz trifft zu eine widerlegung dahingehend dass planung nur ein schein ist steht aus der wissenszuwachs hat sogar manche erklärungsprobleme bezüglich der entstehung biologischer strukturen größer werden lassen wir kommen weiter unten darauf zurück bionik als kind des design-ansatzes bionik beschäftigt sich mit der untersuchung von konstruktionen der lebewesen mit dem ziel konstruktive lösungen innovativ in der technik umzusetzen konstruktionen der lebewesen dienen als inspiration für technische konstruktionen in der bionik geht man aus der perspektive eines ingenieurs an die natur heran damit bringt man implizit zum ausdruck dass die natur nach planung aussieht lernen designer von designern oder von zufallsprozessen um möglichst effizient und zielgerichtet vorzugehen rammerstorfer 2006 mutschler 2002 121-124 schreibt dazu wenn man nun dem techniker die kompetenz zu realer zwecksetzung zuspricht und wenn er sich die natur zum vorbild für seine zwecksetzungen nimmt dann hat er sie ipso facto teleologisiert etwas was nicht in sich zweckmäßig ist kann auch kein vorbild für zweckmäßige technische gestaltung sein die bionik setzt ein 7 in die natur der baum als lehrmeister mattheck ist keine bloße metapher simulationen von evolutionsvorgängen im sinne von optimierungen schwächen dieses argument nicht denn dabei muss immer von einem funktionsfähigen system ausgegangen werden das anschließend über zufällige variation der systemparameter an vorgegebene kriterien z.b geringster strömungswiderstand angepasst wird abb 2 evolutionäre optimierung betrifft also nicht die design-fragestellung nach der entstehung neuer konstruktionen rammerstorfer 2006a 88 macht das mit einem anschaulichen beispiel klar eine hängebrücke verbindet die punkte a und b das ein beweis dafür dass planung nur ein schein ist steht aus seit darwin wird natürliche selektion als ursache für die zweckmäßigkeit lebendiger konstruktionen verantwortlich gemacht und der begriff design zur metapher degradiert s o darwin schrieb das alte argument vom design in der natur wie es von paley verwendet wurde und das mir früher so schlüssig erschien scheitert nun nachdem das gesetz der natürlichen auslese entdeckt worden ist 5 so argumentiert auch sober 2000 36 dass darwin anstelle von design und zufall die natürliche auslese als eine dritte möglichkeit ins spiel gebracht habe um die entstehung der lebewesen zu erklären doch ist diese einschätzung gerechtfertigt dies führt auf das gebiet der evolutionsmechanismen hier gibt es vielfältige argumente dafür dass der beweis aussteht natürliche selektion oder andere evolutionsfaktoren hätten tatsächlich das design der lebewesen hervorgebracht junker scherer 2006 einige evolutionsbiologen die den evo-devo-ansatz6 in der kausalen evolutionsforschung verfolgen räumen unmissverständlich ein dass die mechanismen der entstehung des neuen in der evolution makroevolution und darum geht es in der design-thematik unbekannt und ungeklärt sind evo-devo wird von diesen 6 abb 2 evolutionsstrategische optimierung einer schräg angeströmten gelenkplatte nach rechenberg 1994 evolutionsvorgänge können simuliert werden wenn es um optimierungen vorhandener strukturen geht erfindungen neuheiten können auf diese weise nicht simuliert werden.
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ziel ist möglichst viele autos in einer stunde von a nach b übersetzen zu lassen rahmenparameter ergeben sich aus einem festgelegten maximum an baukosten stabilitäts und sicherheitskriterien etc der blinde evolutionsmechanismus wird die brücke nun variieren und positive Änderungen d.h Änderungen die den vorgegebenen anforderungen näher kommen beibehalten zum schluss würde vielleicht die bestmögliche hängebrücke a und b verbinden dass stattdessen ein anderer brückentyp oder gar ein tunnel dieselben anforderungen vielleicht weit besser erfüllt hätte erkennt ein solcher mechanismus nicht er hat nur ein von vornherein zweitklassiges design voll ausgereizt evolutionärer blindflug statt vorausschauendem handeln fazit mehrere aspekte machen deutlich dass der designansatz eine berechtigung in der ursprungsforschung im bereich der biologie hat die suche nach hinweisen auf planung und zielorientierung bei der entstehung der lebewesen und ihrer konstruktionen ist angebracht wie man dabei methodisch vorgehen kann wird weiter unten erläutert der design-ansatz in der biologie eine neue art von wissenschaft designer und designerspuren ein grundlegendes problem für den design-ansatz besteht darin dass die aktionen eines urhebers und seine identität prinzipiell naturwissenschaftlich nicht fassbar sind und seine tatsächliche vorgehensweise naturwissenschaftlich nicht beschreibbar ist die zielorientierte tätigkeit kann nur mittelbar anhand von wirkungen und spuren erkannt werden es kann schon gar nicht einen design-mechanismus geben wenn unter mechanismus ein gesetzmäßig beschreibbarer raumzeitlicher vorgang gemeint ist das wäre ein widerspruch in sich es kann daher beim design-ansatz nicht darum gehen einen designer naturgesetzlich dingfest zu machen und den schöpfungsvorgang zu rekonstruieren.8 im rahmen des design-ansatzes werden vielmehr folgende fragen gestellt 1 woran können spuren des wirkens eines urhebers erkannt werden 2 werden diese spuren tatsächlich gefunden und wie plausibel und wie sicher ist ihre interpretation als designerspuren wir ziehen zur erläuterung des design-ansatzes erneut den vergleich mit dem faustkeil heran vgl abb 3 wenn die form eines faustkeils ausschließlich durch naturvorgänge wie erosion und zufallseffekte wie etwa die art und weise wie ein stein von einem steinbruch herunterfällt erklärbar wäre wäre die annahme eines urhebers der willentlich den faustkeil geformt hat überflüssig wenn ein urheber aber den faustkeil geformt hat kann seine bearbeitung auf der ebene des objekts nicht beschrieben werden auf dieser ebene können keine hände des bearbeiters und keine werkzeuge die das objekt bearbeitet haben und keine zielsetzungen gesehen werden auch der vorgang der bearbeitung des objekts ist nicht beobachtbar man kann jedoch versuchen natürliche erosionsvorgänge besser zu verstehen dabei kann man viel über zufällig entstehende formen heruntergefallener oder durch 7 frost abgesprengter felsstücke und über die wirkung von erosion lernen und dadurch verstehen welche grenzen solchen nicht-teleologischen prozessen höchstwahrscheinlich gesetzt sind finden sich an einem objekt kennzeichen die nicht-teleologisch nach allem gegenwärtigen wissen nicht entstehen haben wir ein starkes verdachtsmoment dafür dass andere ursachen oder ein urheber entscheidend gewirkt haben man kann zum verständnis der entstehungsweise eines faustkeils aber auch mit den eigenen händen einen solchen herzustellen versuchen nach der eingangs eingeführten terminologie wird damit ein sdmodell eingeführt da von einem spezifischen designer einem menschen ausgegangen wird der den faustkeil herstellt in der experimentellen archäologie wird so vorgegangen da hier zielorientiert gearbeitet wird handelt es sich natürlich nicht um ein modell für natürliche prozesse vielmehr dient das nachmachen zur abb 3 acheuléen-faustkeil aus swanscombe kent/england der faustkeil lag optimal in der hand seines benutzers durch gezielte splitterentfernung wurde eine ausbuchtung für den daumenballen geschaffen auf der anderen werkzeugseite findet jede fingerkuppe einen festen abstützungspunkt vor nach montagu aus junker scherer 2006
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besseren klärung wo die grenzen natürlicher und das potential kreativer kräfte liegen entsprechendes gilt für versuche durch die im labor leben oder wenigstens lebenswichtige makromoleküle oder zellbestandteile zu erzeugt werden man kann auch hier ggf simulieren auf welche weise die betreffenden strukturen entstanden sein könnten und auch hier besser verstehen welche limitationen ungelenkten prozessen gesetzt sind und warum sobald dabei aber eine lenkung im spiel ist die unter natürlichen bedingungen nicht realistisch ist können solche versuche keine modelle für ungelenkte hypothetische natürliche vorgänge in der erdvergangenheit sein eine plausible vollständige naturalistische erklärung der entstehung eines naturgegenstandes würde die annahme eines zielorientiert eingreifenden designers dagegen überflüssig machen und der design-ansatz würde sich erübrigen.9 wie verhält sich der design-ansatz zur naturwissenschaft in vorigen abschnitt wurden einige gründe dafür genannt weshalb es angebracht ist in der natur nach spuren schöpferischer tätigkeit also nach intentionalem design zu suchen es stellt sich damit die frage wie man dabei konkret vorgehen kann mit welchen methoden können indizien für einen intentionalen ursprung festgestellt werden die naturwissenschaftliche methode ist auch im rahmen des design-ansatzes ein unabdingbares werkzeug zum einen benötigt man diese methode zur spurensicherung konkret es muss möglichst viel z b über den bau der lebewesen im weitesten sinne über variationsmechanismen über die merkmalsverteilungen bei den arten und höheren taxa und vieles andere mehr in erfahrung gebracht werden zum anderen wird mit naturwissenschaftlicher forschung ausgelotet welche prozesse durch natürliche gesetzmäßigkeiten möglich sind die naturwissenschaftliche methode wird also weder eingeschränkt noch ersetzt und schon gar nicht abgeschafft die vergangenen abläufe können nur simuliert werden experimentell im labor oder theoretisch durch ein plausibles szenario ein vergleich soll die vorgehensweise zur feststellung von design verdeutlichen ein kriminalkommissar muss klären ob in einem todesfall ein natürlicher tod eingetreten ist oder ob es sich um mord oder selbstmord handelt also ein akteur entscheidend gewirkt hat zur aufklärung kann er vielfältige naturwissenschaftliche methoden verwenden z b dna-analysen kenntnisse über die besiedlungsgeschwindigkeit von organismen auf leichen um den todeszeitpunkt festzustellen und dergleichen mehr er wird sich aber nicht auf diese beschränken vor allem benötigt er indizien als verdachtsmomente dafür dass tatsächlich ein mord oder selbstmord passiert ist wäre er für solche indizien nicht offen würde er möglicherweise übersehen dass ein selbst mord geschehen ist tatsäch8 lich passiert dies immer wieder wie durch nachträgliche genauere untersuchungen festgestellt wird der kommissar muss dann versuchen die indizien durch ein möglichst schlüssiges szenario einen handlungsablauf plausibel zu deuten im zweifelsfall muss er für verschiedene optionen offen bleiben natürlicher tod selbstmord oder mord in welcher hinsicht können wir aspekte dieses vergleichs auf die entstehung der lebewesen übertragen die sachlage ist auf diesem themenfeld natürlich sehr viel komplizierter die einschätzung der gegebenheiten ist hier nur begrenzt möglich wir wissen noch viel zu wenig darüber was durch natürliche prozesse möglich ist und die indizien auf planung mögen unsicherer sein als ein in den rücken gerammtes messer in der beurteilung der todesursache der fall muss vielleicht offen gelassen werden oder man kann nur relativ vage mit plausibilitäten argumentieren aber die vorgehensweise zur klärung ist vergleichbar und solange eine natürliche erklärung für die entstehung der lebewesen nicht geleistet ist bleibt der design-ansatz im rennen er wurde nicht als überflüssig erwiesen es gibt aber noch einen weiteren unterschied wenn geklärt werden soll ob ein mord vorliegt kann man mit einem potentiellen täter grundsätzlich rechnen in der frage der entstehung der lebewesen ist die potentielle existenz eines urhebers aber gerade umstritten verdachtsmomente auf das wirken eines urhebers drängen sich durch empirische forschung jedoch dann auf wenn man grenzen natürlicher mechanismen wahrscheinlich machen kann aus der tatsache dass natürliche mechanismen auch nach intensiver suche unbekannt bleiben folgt zwar nicht design design wäre in diesem falle jedoch wahrscheinlich es sei denn das wirken eines designers wird kategorisch ausgeschlossen der unterschied zwischen dem designansatz und dem naturalistischen ansatz besteht somit darin dass ein unterschiedliches wirklichkeitsverständnis zugrunde liegt der design-ansatz rechnet mit der möglichkeit intentionaler verursachung bei der entstehung der lebewesen der naturalismus schließt dies aus letzterer hält die naturwissenschaftliche methode für ausreichend und alleine angebracht um die geschichte des lebens zu entschlüsseln ersterer dagegen geht von grenzen dieser methode aus versucht diese nachzuweisen und sucht nach designer-spuren sd-modelle wie und woher-frage naturwissenschaft befasst sich mit wie-funktioniert fragen darüber hinaus ist die wozu-frage in der biologie von großem heuristischem wert z b welchen zweck erfüllt das untersuchte organ woher-fragen woher kommt ein untersuchtes organ ursprünglich sind ihrem wesen nach jedoch historische keine naturwissenschaftlichen fragen eine naturwissenschaftliche beschreibung eines systems schließt nicht dessen natürlichen ursprung ein.
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der fortschritt der wissenschaft in den wie-fragen geht nun nicht automatisch mit einem fortschritt in woher-fragen einher zunehmendes wissen über die funktion biologischer systeme verkleinert unsere kenntnislücken in entstehungsfragen nicht automatisch das gegenteil kann der fall sein je mehr wir wissen desto offenkundiger könnte unsere unkenntnis in den ursprungsfragen werden jedenfalls darf der erfolg bei der beantwortung von wie-fragen keinesfalls unbesehen für erfolge in woher-fragen reklamiert werden man könnte einwenden dass man die ergebnisse der wie-fragen auf die woher-frage extrapolieren und dass man beide fragen nicht grundsätzlich unterscheiden könne lebewesen sind ja in der lage sich fortzupflanzen und nachweislich zu variation befähigt doch was folgt aus dieser extrapolation den ursprung dieser fähigkeiten kann man damit nicht erschließen darum geht es aber gerade zudem kann man starke argumente ins feld führen dass die extrapolation der bekannten variationsmechanismen grenzen eben dieser vorgänge offenbart was die frage nach ihrem ursprung nur umso markanter hervortreten lässt die tatsache dass naturwissenschaft in vielen bereichen ein leistungsfähiges erkenntniswerkzeug ist begünstigt eine naturalistische weltanschauung in keiner weise umgekehrt verhindert die annahme einer nicht-natürlichen entstehung durch design keinesfalls eine naturwissenschaftliche untersuchung und beschreibung des systems rolle spielen können daher ist auch die hypothetische evolutionsgeschichte nicht deduktiv-nomologisch erklärbar man kennt wohl variationsmechanismen diese sind aber nicht als gesetze fassbar aus denen die entstehung von neuheiten ableitbar wäre gesetzmäßigkeiten wie die mendelschen regeln oder das hardy-weinberg-gesetz bilden lediglich einen teil der zu berücksichtigenden randbedingungen allenfalls im mikroevolutiven bereich der in der ursprungsfrage in der biologie unstrittig ist können gesetzmäßigkeiten formuliert werden z b in der populationsgenetik aufgrund dieser situation können in ursprungsfragen nur hypothetische szenarien entworfen werden die auf stimmigkeit mit den daten und mit bekannten ursachen geprüft werden können nicht selten passen dieselben daten jedoch zu ganz unterschiedlichen eventuell sogar einander widersprechenden szenarien an der spitze des ho-schemas steht somit kein gesetz sondern eine konzeptionelle vorgabe zur organismengeschichte also z b natürliche evolution der lebewesen allgemeine evolution randbedingungen vielfalt der heutigen lebewesen erklärungen in der ursprungsforschung der abduktive schluss beim design-ansatz geht es um geschichte welche erklärungen sind diesem gegenstand angemessen in den naturwissenschaften erfolgen erklärungen gewöhnlich deduktiv-nomologisch nach dem sogenannten hempel-oppenheim-schema ho-schema nach hempel oppenheim 1948 der zu erklärende sachverhalt das explanandum wird aus gesetzen und randbedingungen explanans gefolgert das ho-schema kann auch umgekehrt in der art und weise angewendet werden dass aus bekannten gesetzen und bekannten randbedingungen schlussfolgerung als voraussagen formuliert werden die anschließend überprüft werden so z b bei der vorhersage einer sonnenfinsternis gesetze randbedingungen beobachtungen zu erklärender sachverhalt explanans 1 explanans 2 explanandum in ursprungsfragen ist dieses erklärungsschema kaum anwendbar problematisch ist vor allem das fehlen von ursprungsgesetzen aber auch die randbedingungen sind im einzelnen weitgehend unbekannt oder nur sehr hypothetisch die geschichte der natur ist singulär und kann nicht ausschließlich mit gesetzen beschrieben werden auch wenn gesetze dabei eine 9 in dieser art und weise kann man auch im rahmen des design-ansatzes verfahren statt allgemeine evolution steht am anfang des ho-schemas zielorientierte planung oder der einfachheit halber schöpfung diese vorgabe muss dergestalt konkretisiert werden dass kennzeichen von planung zusammengestellt werden es handelt sich dabei um sd spezifisches design s s 3 als solche kennzeichen können alle eigenschaften der lebewesen dienen die eine zielorientierung erkennen lassen z b nichtreduzierbare komplexität wie man diese kennzeichen nachweisen kann wird im abschnitt design-indizien erläutert und ob solche kennzeichen nachweisbar sind muss eine naturwissenschaftliche untersuchung zeigen in der praxis der evolutionsforschung sieht das so aus dass je nachdem welche befunde an den lebewesen rezent oder fossil gemacht werden die inhaltlichen ausformulierungen des explanans entsprechend modifiziert werden das heißt sowohl die vorstellungen über evolution als auch die randbedingungen werden der gegenwärtigen realität angepasst.10 unter solchen umständen ist das ho-schema nicht anwendbar in der ursprungsforschung kann daher weder streng induktiv noch streng deduktiv geschlossen werden vielmehr wird dort ein anderes schlussverfahren verwendet das in anlehnung an c s peirce als abduktives schließen bezeichnet wird dieses ist also weder induktiv noch deduktiv abduktive beweisführung schließt auf unbeobachtete fakten ereignisse oder ursachen in der vergangenheit anhand von schlüsseln oder fakten in der gegenwart s c meyer 2006 217 es wird ausgehend von einer beobachtung dem resultat eines hypothetischen prozesses auf eine regel und einen anwendungsfall geschlossen der abduktive schluss ist jedoch nicht eindeutig.
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beispiel angenommen es hätte geregnet dann wäre die straße nass regel resultat die straße ist nass wahrscheinlich hat es geregnet fall es ist klar dass man nur schließen kann dass es geregnet haben könnte die nässe könnte ja auch andere ursachen haben z b umgekippte wasserbehälter man kann aber argumentieren dass auf diejenige erklärung abduktiv geschlossen wird die man am ehesten erwarten kann bzw die am wenigsten überraschend ist ratzsch 2005a es handelt sich dann um eine vergleichsweise gute oder naheliegende erklärung wenn es keine bessere oder genauso gute erklärung gibt handelt es sich um einen schluss auf die beste erklärung s u beispielsweise steht man in der geologie oft vor problemen dieser art etwa wenn bestimmte sedimentstrukturen auf unterschiedliche prozesse zurückgeführt werden können z b auf ablagerung durch wasser oder durch wind abb 4 man hat dabei das vorbild heute beobachtbarer prozesse kann damit aber manchmal keine sichere entscheidung fällen wenden wir dieses verfahren nun auf die designthematik an das kann bei vorgabe eines sd-modells beispielsweise so aussehen nichtreduzierbare komplexe apparate entstehen durch einsatz von intelligenz regel11 1 resultat der bakterienmotor ist nichtreduzierbar komplex der bakterienmotor ist möglicherweise durch einsatz von intelligenz entstanden fall abb 4 kleiner ausschnitt einer buntsandstein-felswand asselstein bei annweiler pfälzer wald hammer als maßstab zu sehen sind als resultate eines vergangenen prozesses schrägschichtung mitte und horizontalschichtung unten und oben schrägschichtung wird hauptsächlich gebildet wenn im strombett an der flussabwärtigen seite von sandbänken schicht auf schicht schräg übereinander abgesetzt wird kleine im sand schwimmende gerölle belegen hier zusätzlich die heftigkeit des transports horizontalschichtung entsteht wenn das bei hochwässern aus den strömungsbetten ausbrechende flachwasser weite flächen überflutet und hier sehr rasch aufeinander feingeschichtete sande ablagert foto martin ernst hier liegt alles am nachweis was variationsmechanismen zu leisten vermögen 2 variante reduzierbar komplexe apparate entstehen durch variationsmechanismen regel 3 resultat der bakterienmotor ist reduzierbar komplex der bakterienmotor ist möglicherweise durch variationsmechanismen entstanden fall Über die genaue identität der intelligenz muss dabei nichts gesagt werden wohl aber dass die designindizien solchen kennzeichen gleichen wie wir sie von menschlicher tätigkeit her kennen sd-modell dieser abduktive schluss kann auf zwei weisen geschwächt werden zum einen durch den nachweis dass der bakterienmotor abb xx ohne verlust der motorfunktion in kleinen schritten abgebaut werden kann denn dann wäre er nicht nichtreduzierbar komplex zum anderen durch den nachweis dass nichtreduzierbar komplexe apparate auch ohne einsatz von intelligenz entstehen können solange beides nicht gelingt kann dieser abduktive schluss auch als schluss auf die beste erklärung s u gelten tatsächlich wurden beide versuche den abduktiven schluss zu schwächen oftmals unternommen vgl junker 2006a 2008c im rahmen des evolutionsparadigmas könnte das abduktive schema bei diesem beispiel so aussehen 1 variante nichtreduzierbar komplexe apparate entstehen durch variationsmechanismen regel 2 resultat der bakterienmotor ist nichtreduzierbar komplex der bakterienmotor ist möglicherweise durch variationsmechanismen entstanden fall aus den vorstehenden Überlegungen folgt trifft 1 zu und treffen sowohl 2 als auch 3 nicht zu ist der schluss auf einen intelligenten ursprung zwar nicht zwingend aber der nächstliegende weil es der momentan der einzige ist für den es indizien gibt.12 man nennt dieses schlussverfahren den schluss auf die beste erklärung harman 1965 lipton 2000 vgl s c meyer 2006 218 in der ursprungsforschung ist ein anderes verfahren in der regel nicht möglich die beste erklärung ist immer nur die beste im vergleich zu existierenden alternativerklärungen wenn diese nicht sonderlich gut sind bedeutet auch beste nicht viel außerdem kann natürlich nicht sicher darauf geschlossen werden dass die beste auch die wahre erklärung ist da nur menschliches design bzw die wirkung menschlicher intelligenz bekannt ist kann auf diesem wege nur geprüft werden ob indizien für intelligenz von der art nachweisbar sind wie wir sie von menschen oder aus unserer erfahrung kennen sd-modelle und da der abduktive schluss ein möglicher und kein sicherer schluss ist kann es auch nur um indizien und plausibilität nicht aber um beweise gehen der abduktive schluss auf design erhält konkurrenz wenn natürliche mechanismen die entstehung 10
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der in rede stehenden struktur erklären können dann ist design nicht mehr der schluss auf die beste erklärung vielmehr würde sich der design-ansatz der eine erkennbarkeit von design plus fehlen einer nicht-teleologischen erklärung beinhaltet erübrigen der abduktive schluss auf design kann natürlich auch dadurch vermieden werden dass man das wirken eines designers prinzipiell ausschließt dies würde allerdings genauso einer weltanschaulichen vorentscheidung entspringen wie die annahme dass es einen designer gibt oder wie das offenlassen dieser möglichkeit solange evolutionsmechanismen unbekannt sind wäre der ausschluss von design weder methodisch noch empirisch begründet schlussfolgerungen im rahmen des design-ansatzes wird die empirische methode der erkenntnisgewinnung uneingeschränkt genutzt ebenso die methoden der geschichtlichen rekonstruktion es gibt keine speziellen methoden des design-ansatzes die naturwissenschaftlichen daten die benötigt werden um den design-ansatz zu stützen d h um die grenzen natürlicher prozesse zu bestimmen und die existenz von design-indizien plausibel zu machen werden durch die üblichen vorgehensweisen der naturwissenschaft erworben naturwissenschaftliche forschung soll ausgeschöpft werden denn der design-ansatz kann nur durch wissensfortschritt geprüft und ggf gestützt werden der schluss von beobachtungen auf design geht über bloße naturwissenschaft hinaus die schlussform ist abduktiv und bei fehlen einer besseren oder gleichwertigen erklärung der schluss auf die beste erklärung der grundsätzliche ausschluss von design kann aber nur weltanschaulich begründet werden der designansatz versteht sich als gegenstück zum naturalismus nicht als eine andere forschungsmethode und erst recht nicht als ersatz für naturwissenschaft wie wird design begründet der nachweis dafür dass design vorliegt dass also einem naturgegenstand eine absichtsvolle und zielorientierte aktion zugrunde liegt sieht sich folgender methodischer schwierigkeit gegenüber zweckmäßigkeit und zielorientierung lassen sich nicht auf eine art empirisch testen wie man temperatur oder elektrische feldstärke misst mutschler 2005 wie kann man dennoch design nachweisen folgende möglichkeiten kommen grundsätzlich in frage oder werden diskutiert 1 man hat dem designer zugesehen diese möglichkeit scheidet im falle der lebewesen aus 2 es gibt eine offenbarung über das wirken des schöpfers genau das beansprucht für sich die biblische Überlieferung nach ihrem selbstzeugnis diese nicht-naturwissenschaftliche begründung ist legitim denn naturwissenschaftliche erkenntnis ist nicht die einzig mögliche sie kann allerdings im wissenschaftstheoretischen sinne keine transsubjektive gültigkeit beanspruchen 3 es gibt einen offenkundigen anschein von design auf dieser basis arbeitet jeder biologe denn eine teleologische perspektive ist als heuristik unverzichtbar damit haben wir jedoch nur ein verdachtsmoment 4 durch einen analogieschluss von technischem auf biologisches design damit befassen wir uns im nächsten abschnitt 5 durch eliminative induktion das scheitern aller bekannten und denkbaren naturalistischen hypothesen wird demonstriert so dass design als grundsätzliche möglichkeit übrig bleibt 6 die entstehung des lebens oder neuer bauplanelemente unter einsatz von design wird simuliert damit kann aber nicht nachgewiesen werden wie die 11 lebewesen in der vergangenheit tatsächlich entstanden sind in allen fällen wird bezug auf einen bestimmten designer oder auf kennzeichen bestimmter designer genommen es liegen also sd-modelle zugrunde mit der 5 und 6 begründung werden wir uns im folgenden befassen negative argumentation eliminative induktion und dembskis filter von id-befürwortern wurde vorgeschlagen auf dem wege der eliminativen induktion das vorliegen intelligenter ursachen zu begründen diese vorgehensweise beinhaltet das sukzessive widerlegen verschiedener erklärungs-alternativen bis nur noch eine erklärung übrig bleibt in unserem fall hieße das das scheitern aller bekannten naturalistischen erklärungsversuche für die entstehung von design-verdächtigen strukturen schritt für schritt zu demonstrieren bis nur noch die erklärung durch design übrig bleibt um eine eliminative induktion durchzuführen muss man also bereits einen verdacht auf design haben auf diese weise arbeitet der filter von dembski abb 5 um die möglichkeit von design in betracht ziehen zu können müssen zuerst die möglichkeiten zufall und gesetzmäßigkeiten ausgeschlossen werden doch diese aufgabe ist kaum endgültig zu erledigen denn woher weiß man dass alle möglichen alternativen bedacht wurden alle möglichen entstehungsweisen müssten vollständig erforscht worden sein das ist jedoch nicht möglich kritiker argumentieren dass damit nur ein argumentum ad ignorantiam möglich sei,
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start m nein ja m m komplex m kontingent notwendigkeit nein zufall ja m nein m spezifiziert zufall ansatz ist daher alles andere als ein forschungshemmnis die negative argumentation ist in der ursprungsfrage legitim ohne negative argumentation könnte man artefakte nicht als solche erkennen denn wenn man nicht ausschließen könnte dass artefakte durch natürliche prozesse entstehen können könnte man die artefaktnatur nicht belegen hier sagt niemand aus nichtwissen folge nichts wenn bekannt ist dass ein gegenstand intentional hergestellt werden kann kann aus dem scheitern die entstehung nicht-intentional zu erklären etwas wichtiges es macht eine von zwei möglichkeiten unwahrscheinlich die artefaktnatur wird also positiv und negativ begründet positiv durch das wissen dass artefakte durch design entstehen können negativ durch das wissen was natürliche prozesse nicht leisten ja m design abb 5 dembskis filter kontingent bedeutet nicht aus naturgesetzen herleitbar positive argumentation design-indizien um positiv für design in der biologie argumentieren zu können muss geklärt werden wie kennzeichen von design erkannt werden können dazu wird ein sd-modell benötigt zu sd siehe kasten s 3 hier bietet es sich an von kennzeichen menschlichen designs auszugehen hier wissen wir welche kennzeichen gegenstände besitzen die planvoll teleologisch entstanden sind als solche design-indikatoren gelten spezifizierte komplexität nichtreduzierbar komplexe systeme spielerische komplexität wiederverwendung von bauteilen und manches andere mehr wir nennen solche indikatoren designindizien und widmen ihnen ein eigenes kapitel design-indizien die deutung solcher kennzeichen als design-indizien erhielte jedoch konkurrenz wenn für diese ein plausibler natürlicher ursprung nachgewiesen werden könnte dann wäre die annahme von design nicht mehr erforderlich wenn auch nach wie vor möglich dass genau dieser fall eingetreten sei wird seit darwin behauptet seine selektionstheorie oder modernere varianten von mechanismischen evolutionstheorien hätten die annahme eines intentionalen ursprungs überflüssig gemacht das design-argument kann also nur dann aufrechterhalten werden wenn diese behauptung erfolgreich zurückgewiesen werden kann die entscheidende frage ist daher ob die als designindizien interpretierten merkmale der lebewesen auch durch natürliche evolutionsprozesse entstehen können damit sind wir wieder bei der negativen evidenz s o design-indizien werden auch an den grenzen natürlicher prozesse erkannt werden jedoch keine aussagen über den designer zugelassen id-ansatz kann man auch keine designindizien benennen dann kann man auch nicht durch den nachweis von design-indizien positiv auf id schließen sondern nur negativ argumentieren dass die bisher bekannten natürlichen prozesse bestimmte kennzeichen der lebewesen bisher nicht erklären können dass dieses aber nichts weiter besage die negative argumentation ist aber dann von bedeutung wenn eine teleologische entstehungsweise bekannt oder plausibel ist dann kann nämlich der schluss auf die derzeit beste erklärung gezogen werden vgl den vorigen abschnitt dieser schluss liefert aber keinen endgültigen beweis für design wenn jedoch zunehmende kenntnisse über das untersuchte system im speziellen und zunehmende kenntnisse über variationsmechanismen im allgemeinen die kenntnislücken in den ursprungsfragen nicht verkleinern steigt die wahrscheinlichkeit dass es keinen natürlichen ursprung gibt s o um den vorbehalt des begrenzten wissens kommt man aber nicht herum obwohl also aus dem negativen argument kein beweis für design abgeleitet werden kann hat es doch bedeutung weil sich durch den fortgang der forschung eine tendenz herauskristallisieren kann zunehmendes wissen kann also die lücken im verständnis der ursprünge erklärungslücken durchaus vergrößern waschke 2007c bezeichnet das größerwerden von erklärungslücken aufgrund zunehmender kenntnisse als meta-ad-ignorantiam damit erscheint das argumentum ad ignorantiam in anderem licht da ein intentionaler ursprung erklärungslücken in den naturalistischen theoriegebäuden erwarten lässt kann der nachweis von durch forschung größer werdenden lücken im verständnis der ursprünge sich als argument für design erweisen sofern man die existenz eines designers nicht grundsätzlich ausschließt es liegt daher im interesse des design-ansatzes forschung voranzubringen weil dadurch das meta-ad-ignorantiam-argument für design gestärkt werden kann der design12
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design im labor man ist heute in der lage dna und funktionale proteine im labor herzustellen das funktioniert nur mit einem entsprechenden versuchsaufbau und timing die forschung auf diesem gebiet hat gezeigt dass eine gesteuerte und zielgerichtete synthese möglich ist dagegen ist ein ungerichteter entstehungsweg unbekannt mit dem schluss auf die beste erklärung kann man sagen dass ein intentionaler ursprung der makromoleküle der lebewesen wahrscheinlicher ist als ein ateleologischer so wie man heute makromoleküle des lebens herstellen kann könnte man versuchen experimentell auch lebewesen zu erzeugen oder nichtreduzierbare komplexe apparate herzustellen was wäre damit gewonnen man könnte dann ggf sagen so ungefähr könnten leben oder nichtreduzierbare komplexität entstanden sein damit würde ein sd-modell aufgestellt falls man überhaupt ein ergebnis erzielt würde es vermutlich lauten mit durchdacht konstruierten apparaturen können molekulare maschinen und vielleicht sogar lebensfähige zellen hergestellt werden die auf diese weise gewonnenen erkenntnisse könnten andererseits anhaltspunkte dafür liefern welche hürden ein natürlicher entstehungsweg nehmen müsste und ob es erwartet werden kann dass diese hürden unter präbiotischen bedingungen auf der hypothetischen frühen erde tatsächlich genommen werden können hier kommt wieder der negative aspekt der argumentation für design zum tragen da wir einen weg der entstehung von makromolekülen kennen können wir beurteilen ob dieser weg auch ohne lenkung begehbar ist die antwort ist nach allem was wir wissen eindeutig nein man kann sich hier daher nicht mehr so einfach auf ein wir wissen noch viel zu wenig zurückziehen denn zunehmendes wissen hat dieses nein begründet damit kann auch das argument zurückgewiesen werden der design-ansatz hätte nichts demonstrierbares wie mit einsatz von design strukturen entstehen könnten man kann hier in form einer simulation sehr wohl einiges demonstrieren in bezug auf die historische frage wie in der vergangenheit die lebewesen erstmals entstanden sind können solche simulationen allerdings keine antworten geben sondern nur möglichkeiten aufzeigen und den vorläufigen schluss auf die beste erklärung erlauben wir können festhalten es gibt wissens-argumente pro design wir wissen vieles darüber was mit planung konstruiert werden kann und wie es geht wir wissen andererseits durch die biogenese-forschung und aufgrund chemischer gesetzmäßigkeiten dass in ungesteuerten simulationsexperimenten keine lebensnotwendigen makromoleküle entstehen auch das ist ein wissens-argument gleichzeitig aber auch ein contra-argument ein argumentum ad ignorantiam wir wissen nicht wie ohne planung leben bzw dessen makromoleküle entstehen können beides pro und contra gehören zusammen die behauptung befürworter des designansatzes würden nur aus nichtwissen aus kenntnis13 lücken auf planung schließen ist einseitig da dieses nichtwissen vor dem hintergrund gesehen werden muss dass schöpfung mit dem abduktiven schluss eine option ist dagegen hat niemand gezeigt dass eine nicht-teleologische entstehung überhaupt möglich ist wer dennoch überzeugt ist dass die entstehung des lebens auf ausschließlich natürliche weise vonstatten ging wird jedes argument für design zu einem argument auf der basis von nichtwissen ummünzen das liegt dann aber nicht an der sachlage sondern an der vorausgesetzten weltanschauung des naturalismus für den es in der welt ausschließlich und immer nur mit natürlichen dingen zugeht und wer so argumentiert setzt das fehlen von wissen selbst als argument ein vielleicht liegt in den dingen die wir nicht kennen eine lösung das ist auch ein argumentum ad ignorantiam eingebettet in die naturalistische weltanschauung auf der komplexitätsstufe des lebens wird die sache insofern komplizierter als in der präbiotischen chemie als das leben zusätzliche eigenschaften besitzt die makromolekülen isolierten biologischen apparaten oder einzelnen stoffwechselkaskaden nicht zukommen dennoch kann man vergleichbar argumentieren wie soeben in der frage der lebensentstehung muss sich aber der frage stellen ob die zusätzlichen eigenschaften der lebewesen die design-argumentation in frage stellen oder gar aufheben das wird in nächsten abschnitt behandelt die frage der beweislast die beweislast für ihre behauptung wird gewöhnlich einseitig den befürwortern des design-ansatzes zugeschoben solange in den augen der kritiker der design-ansatz nichts konkretes und prüfbares über den design-vorgang vorzuweisen habe seien ungelenkte mechanismen bzw evolution ob graduelle oder andere der standard in der frage der beweislast geht es somit um die frage wer den standard für sich beanspruchen darf es gibt jedoch folgenden guten grund dafür die beweislast auch bei denjenigen zu sehen die eine nicht-teleologische ursprungssicht vertreten schöpfung war in der biologie bis darwin weitgehend standard dies hat sich geändert weil darwin einen mechanismus beschrieb durch den das design der lebewesen auch ohne schöpferisches wirken erklärbar schien.13 wenn nun aber die leistungsfähigkeit einer rein naturwissenschaftlichen erklärung der entstehung und entwicklung des organischen bis auf weiteres unzureichend ist und wenn diese mechanismen das nicht leisten was sie vorgeben ist die veränderung des standards nicht gerechtfertigt der nachweis fundamentaler defizite evolutionärer erklärungen würde den design-ansatz wieder ernsthaft ins spiel bringen oder besser design war in wirklichkeit nie aus dem spiel dies gilt insbesondere wenn der fortgang der forschung die probleme des ursprungs vergrößert es sei auch daran erinnert dass design unsere primärerfahrung ist und dass biologische forschung betrieben wird als ob die lebewesen designed seien.
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fazit zum design-ansatz gehören zwei aspekte hinweise auf das vergangene wirken eines schöpfers design-indizien und das scheitern von erklärungen durch ausschließlich natürliche prozesse design-indizien können nur nachgewiesen werden wenn aussagen über den designer gemacht werden sd-modell aus denen kennzeichen von design abgeleitet werden können können design-indizien nachgewiesen werden positive argumentation ist ein unsicherer abduktiver schluss auf design möglich darüber hinaus hat der negative aspekt der argumentation für design bedeu tung wenn über den möglichen abduktiven schluss auf design hinaus auch der schluss auf die beste erklärung gezogen werden soll dann muss auch gezeigt werden dass naturalistische erklärungsversuche bislang gescheitert sind angesichts der komplexität der lebewesen und unserer begrenzten kenntnisse über ihre eigenschaften ist ein unmöglichkeitsbeweis allerdings kaum zu erwarten aufgrund des fortschritts der forschung ist aber eventuell eine tendenz hin zu einer erklärung oder weg von ihr erkennbar der analogieschluss manche Ähnlichkeiten zwischen technischen konstruktionen und konstruktionen der lebewesen sind so auffällig dass sich der schluss auf ähnliche ursachen aufdrängt in der diskussion um design in der biologie ist dieser schluss allerdings sehr umstritten wie funktioniert ein analogieschluss das philosophische wörterbuch schischkoff 1991 definiert analogieschluß ein schluß von der Übereinstimmung oder Ähnlichkeit zweier dinge in einigen punkten auf gleichheit oder Ähnlichkeit auch in anderen punkten beispiel die erde ist bewohnt der mars ist der erde ähnlich also ist wohl auch der mars bewohnt analogieschlüsse führen nur zu wahrscheinlichkeiten analogienbildung kann die forschung fördern wenn nach bestätigungen oder widerlegungen der schlussfolgerung gesucht wird so betrachten viele wissenschaftler die analogie erde zu mars als so stark dass große summen in die marserkundung gesteckt werden kritiker sähen die gelder hier lieber auf der erde investiert im zusammenhang mit der design-thematik geht es um die frage ob der im bereich menschlichen designs oft getätigte schluss von design-kennzeichen auf einen designer analog auf die lebewesen angewendet werden kann der schluss von design-kennzeichen auf das wirken eines designers wird in der forschung vielfach praktiziert z b wie erwähnt in der archäologie wenn artefakte von naturprodukten unterschieden werden um artefakte als solche zu erkennen müssen spuren eines bearbeiters nachgewiesen werden solche spuren kann man als design-indizien bezeichnen auf das wirken eines designers zu schließen ist hier unproblematisch da die tätigkeit von werkzeugherstellern bekannt ist es liegt also ein sd-modell vor das bearbeiterspuren problemlos erklären kann und unbestritten besser ist als eine erklärung durch bloße naturprozesse bei der entstehung der lebewesen ist jedoch das wirken eines schöpfers gerade umstritten und die art und weise seiner tätigkeit ist nicht bekannt formal funktioniert der analogieschluss wie folgt nach dembski 2004 225 ratzsch 2005a rammerstorfer 2006 97 und heilig 2008a t und l haben die ähnliche eigenschaft i es ist kein fall bekannt in dem i in t ohne d auftritt Ähnliche eigenschaften haben ähnliche ursprünge daher ist i in l wahrscheinlich auch durch den entstehungsweg d entstanden t stehe für technisches system l für lebendiges system i für ein design-indiz d für intentionales design also zum beispiel konkret technische rotationsmotoren tr und flagellen weisen eine nichtreduzierbare komplexität auf es ist kein fall bekannt in dem nichtreduzierbare komplexität in tr ohne d auftritt Ähnliche eigenschaften haben ähnliche ursprünge daher ist nichtreduzierbare komplexität in flagellen wahrscheinlich auch durch d entstanden in dieser formulierung spielen unterschiede zwischen technischen rotationsmotoren und flagellen zunächst keine rolle die schlussfolgerung ist zwar nicht zwingend es handelt sich um einen abduktiven schluss aber es ist die nächstliegende solange andere entstehungswege unbekannt sind da sie die analogie gemeinsamer besitz von i für sich verbuchen kann im vergleich zu technischen systemen bestehen unterschiede bei den lebewesen wie z b fehlertoleranz flexibilität variabilität und fortpflanzungsfähigkeit wir werden uns im folgenden der frage widmen ob diese unterschiede den analogieschluss widerlegen wer das behauptet muss demonstrieren warum das so ist es müsste also demonstriert werden dass die unterschiede zwischen technik und leben einen anderen entstehungsweg ermöglichen t und l haben die ähnliche eigenschaft i es ist kein fall bekannt in dem i in t ohne d auftritt l hat die zusätzliche eigenschaft u unterschied die eigenschaft u ermöglicht die entstehung von i ohne d deshalb muss l nicht den entstehungsweg d haben im beispiel 14
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technische rotationsmotoren tr und flagellen weisen eine nichtreduzierbare komplexität auf es ist kein fall bekannt in dem nichtreduzierbare komplexität in tr ohne d auftritt flagellen haben zusätzliche eigenschaften u u ermöglicht die entstehung von nichtreduzierbare komplexität ohne d deshalb müssen flagellen nicht designed sein einwand fortpflanzungs und variationsfähigkeit anders als bei archäologischen artefakten oder technischen geräten gibt es bei lebewesen variabilität und variationsmechanismen es gibt stoffwechsel und sie können sich fortpflanzen die fortpflanzungs und variationsmöglichkeit ermöglicht den lebewesen sozusagen sehr viele versuche zu starten immer wieder neue varianten hervorzubringen und evolutionstheoretiker sehen darin das potential dass letztlich auch evolutionäre neuheiten erworben werden können eine lebendige konstruktion die kennzeichen von design aufweist konnte oder könnte daher anders als technische geräte in vielen aufeinander aufbauenden generationen sukzessive auf natürliche weise entstanden sein eine komplexitätszunahme könne auf viele schritte verteilt werden waschke 2007b 98 es wurde jedoch noch nicht gezeigt dass fortpflanzungs und variationsfähigkeit und die anderen spezifischen eigenschaften der lebewesen tatsächlich zur herausbildung neuer strukturen führen die zusatzeigenschaften fortpflanzungs und variationsfähigkeit der lebewesen stellen das tertium comparationis des analogieschlusses daher nicht in frage lebewesen und technische konstruktionen weisen zwar erhebliche unterschiede auf zeigen aber gerade in den für den analogieschluss relevanten aspekten auffallende gemeinsamkeiten sie sind nicht grundverschieden es müsste gezeigt werden durch welche mechanismen die entstehung des evolutionär neuen vor sich gegangen ist aus der reproduktionsfähigkeit folgt keine fähigkeit zur neuproduktion und aus der variationsfähigkeit folgt keine innovationsfähigkeit wir greifen zur ver u könnte beispielsweise eine gegenüber der technik höhere fehlertoleranz der bauteile sein ein argument dafür dass der analogieschluss auf design bei den lebewesen große plausibilität hat ist der schluss vom kleineren aufs größere er besagt folgendes wenn schon vergleichsweise einfache synorganisierte technische systeme bekanntermaßen nur durch designer entstehen dann gilt dies erst recht für die viel komplizierteren lebensstrukturen aber gerade die größere komplexität der lebewesen birgt für kritiker des design-ansatzes die hoffnung für eine erklärung der entstehung der lebewesen ohne design denn so wird eingewendet hinke aufgrund dieser unterschiede die analogie technik lebewesen vor allem deshalb weil letztere sich selber fortpflanzen und sich mittels variationsmechanismen schritt für schritt ändern können vgl tab 1 es gebe also nicht nur gemeinsamkeiten auf die der analogieschluss abhebe sondern auch so große unterschiede dass der analogieschluss hinfällig werde mit diesen einwänden werden wir uns im folgenden befassen liegt in den unterschieden zwischen lebewesen und technischen konstruktionen das potential zur nicht-teleologischen evolutiven entstehung artefakte technik eigenschaften des materials handlungsweise des urhebers erwerb der komplexität information für bildung vergleichbare eigenschaften entstehungsweise bekannt meist bekannt 1 zwingend in einer generation von außen hersteller nichtreduzierbare komplexität funktionelle interdependenz auf ein ziel hin organisiert durch einen urheber organismen teilweise bekannt unbekannt evtl in vielen generationen 2 ursprünglich unbekannt 3 nichtreduzierbare komplexität funktionelle interdependenz auf ein ziel hin organisiert 4 unbekannt analogieschluss urheber tab 1 gegenüberstellung von artefakten und organismen aufgrund vergleichbarer eigenschaften ist ein analogieschluss auf die entstehungsweise der organismen möglich anmerkungen 1 in der seti-forschung search for extra-terrestrial intelligence und bei alten steinartefakten ist die handlungsweise der urheber unbekannt 2 nichtreduzierbare komplexität muss in einer einzigen generation entstehen daher ist der vergleich artefakte-organismen hier treffend 3 heutige lebewesen entstehen soweit empirisch nachweisbar durch information von innen erbgut eigenschaften des cytoplasmas u a doch dies ist für den vergleich artefakte-organismen irrelevant da es um die erstmalige entstehung geht als information von innen noch nicht vorhanden war 4 auf diese gemeinsamkeiten kommt es im analogieschluss an 15
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