Lorentz, Iny - 2 - Die Kastellanin

 

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Lorentz, Iny - 2 - Die Kastellanin

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iny lorentz die kastellanin roman knaur taschenbuch verlag

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besuchen sie uns im internet www.knaur.de wollen sie in eine ausführlichere leseprobe von iny lorentz romanen hineinschnuppern wollen sie einen blick hinter die kulissen werfen interessieren sie sich für hintergrundinformationen zu den romanen dieser autorin dann klicken sie auf www.iny-lorentz.de vollständige taschenbuchausgabe april 2006 knaur taschenbuch ein unternehmen der droemerschen verlagsanstalt th knaur nachf gmbh co kg münchen copyright © 2005 by knaur verlag alle rechte vorbehalten das werk darf auch teilweise nur mit genehmigung des verlags wiedergegeben werden umschlaggestaltung zero werbeagentur münchen umschlagabbildung maria magdalena the national gallery london satz ventura publisher im verlag druck und bindung clausen bosse leck printed in germany isbn-13 978-3-426-63170-6 isbn-10 3-426-63170-9 453 1 ebook-auflage © wranglergirl

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erster teil verraten

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i maries blick schweifte kurz über die versammelten jäger und kehrte wieder zu ihrem mann zurück er saß auf seinem pferd als wäre er damit verwachsen und führte den zügel scheinbar achtlos mit der linken da er in der rechten hand die zum schuss gespannte armbrust hielt neben ihm ritt ihr gastgeber konrad von weilburg ein ebenfalls stattlich zu nennender mann beide waren mittelgroß und hatten breite muskulöse schultern doch während der weilburger bereits einen kräftigen bauchansatz aufwies hatte michel immer noch die schlanke taille und die schmalen hüften eines jungen mannes und sein gesicht mit der breiten stirn unter den dunkelblonden haaren den hellen falkenaugen und dem kräftigen kinn wirkte energischer als das seines gastgebers konrad von weilburg verzichtete selbst bei der jagd nicht auf hautenge strumpfhosen und ein kunstvoll besticktes wams während michel lange bequeme reithosen und eine einfache lederweste mit halblangen Ärmeln über einem grünen hemd trug seine füße steckten in festen stiefeln und nur das mit zwei fasanenfedern geschmückte barett verriet dem beobachter dass er kein knecht war sondern der ministrale eines hohen herrn michel musste maries blick gefühlt haben denn er drehte sich noch einmal um schwenkte übermütig die armbrust und schenkte ihr ein verliebtes lächeln bevor er sein pferd antrieb und hinter dem herbstbunten laub des waldes verschwand marie musste an jenen tag vor zehn jahren denken an dem man sie mit ihrem jugendfreund verheiratet hatte das »ja ich will!« nach dem man sie bei der trauung im inselkloster noch nicht einmal gefragt hatte würde sie 7

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heute zu jeder tages und nachtzeit sprechen so glücklich war sie mit michel geworden irmingard von weilburg lenkte ihre rappstute neben maries pferd und zwinkerte ihr verschwörerisch zu »wir können mit unseren männern wirklich zufrieden sein beide sehen gut aus und sind von angenehmer gemütsart und was die gemeinsamen nächte betrifft so hätte ich es mit meinem konrad nicht besser treffen können aber nun kommt lasst uns zum sammelpunkt zurückkehren ich schieße ebenso ungern auf tiere wie ihr jagd ist in meinen augen männerwerk genau wie der krieg außerdem habe ich appetit auf einen schluck würzwein auch wenn er gewiss nicht so gut schmecken wird wie der den ihr uns letztes jahr kredenzt habt.« sie leckte sich noch in der erinnerung daran die lippen marie lachte auf »oh ja der ist wirklich gut gewesen die kräuter hat mir meine freundin hiltrud die ziegenbäuerin gemischt sie kennt die geheimnisse vieler pflanzen und weiß welche von ihnen krankheiten heilen können und welche einfach nur gut schmecken.« »ich kenne die ziegenbäuerin als meine schwarzmähne« frau irmingard klopfte auf den hals ihrer stute »letztens an einer schweren kolik litt habe ich unseren stallknecht zu ihr geschickt um mir einen trank für mein stutchen zubereiten zu lassen kaum hatte ich schwarzmähne den sud eingeflößt ging es ihr auch schon besser und sie ist über nacht wieder gesund geworden.« marie freute sich über das lob die ziegenbäuerin war mehr als nur ihre beste freundin denn diese hatte sie einst halb tot am straßenrand aufgesammelt sie gesund gepflegt und ihr geholfen die fünf schlimmsten jahre ihres lebens zu überstehen es gab nur einen einzigen menschen der ihr näher stand als hiltrud und das war ihr michel mit dem sie eine immer inniger gewordene liebe verband erst als ihr reittier unwillig den kopf hochwarf bemerkte marie dass frau irmingard sie immer noch auffordernd anblickte und nickte ihr 8

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zu »ich habe nichts dagegen die jagd vom sammelplatz aus zu verfolgen denn im gegensatz zu euch bin ich keine gute reiterin und liebe es nicht über stock und stein zu galoppieren.« das war noch eine untertreibung denn marie zog es vor mit der lammfrommen stute die michel ihr besorgt hatte im schritt oder gemütlichen trab über feste straßen und wege zu reiten im sattel fühlte sie sich immer noch nicht besonders wohl sie war in konstanz aufgewachsen einer stadt in der man markt und kirche zu fuß erreichen und die orte der umgebung mit einem schiff besuchen konnte und hatte dort nie auf einem pferd gesessen später in den jahren ihrer verbannung war sie viele tausend meilen weit zu fuß gegangen aber als frau eines burghauptmanns durfte sie nicht einfach herumspazieren wie eine magd sondern musste wenn sie die nachbarburgen oder den ziegenhof ihrer freundin hiltrud besuchen wollte entweder einen wagen benutzen oder in den sattel steigen da sie nicht jedes mal anspannen lassen wollte wenn sie die sobernburg verließ hatte sie michel gebeten ihr das reiten beizubringen aber ihr war nach kurzer zeit schon klar geworden dass sie nie eine solch unerschrockene amazone werden würde wie frau irmingard die diesjährige gastgeberin der ersten herbstjagd es war in diesem landstrich brauch dass einer der burgherren und seine gemahlin die zeit der herbstjagden festlich eröffneten und dazu sämtliche nachbarn von den burgen der umgebung einlud während marie ihren gedanken nachhing plauderte frau irmingard unentwegt weiter die herrin der weilburg stammte aus adligem hause wie auch die anderen hier versammelten burgherren und ihre damen während marie und ihr mann bürgerlicher herkunft waren das hatte ludwig von der pfalz nicht gehindert michel als vogt des amtes rheinsobern über die meisten der hier anwesenden standesherren zu setzen irmingard und konrad hatten dennoch mit ihnen freundschaft geschlossen und sie pflegten gutnachbarliche 9

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beziehungen fast alle die zum rheinsoberner amt gehörten hatten michels position ebenfalls akzeptiert und diejenigen die sich über die nicht standesgemäße herkunft des paares auf der sobernburg mokierten zeigten ihre ablehnung nicht offen denn niemand wollte sich die feindschaft eines mannes zuziehen der so hoch in der gunst des pfalzgrafen stand wie michel adler es konnte ja nur eine frage der zeit sein bis herr ludwig seinen treuen gefolgsmann zum ritter schlagen würde irmingard musterte marie die ihr doch etwas zu still geworden war »euer neues gewand kleidet euch prächtig wollt ihr so gut sein mir den schnitt zu zeigen?« »gerne.« marie tauchte aus ihrer versunkenheit auf und lächelte ihrer geduldigen gastgeberin dankbar zu nun gesellten sich noch andere damen zu ihnen die den jagdtrupp bereits verlassen hatten jede kannte irgendwelchen neuen klatsch und so entspann sich eine lebhafte unterhaltung die auch nicht endete als sie den unterhalb der weilburg gelegenen sammelplatz erreichten auf dem bereits alles für den festlichen umtrunk und ein reichlich bemessenes mahl vorbereitet worden war marie und ihre begleiterinnen waren kaum aus den sätteln gestiegen da reichten ihnen die pagen die in die farben des weilburgers gekleidet waren becher mit heißem würzwein trotz des durch kaum eine wolke getrübten sonnenscheins war es jetzt ende oktober bereits empfindlich kühl und ein trunk der von innen wärmte jedermann willkommen das getränk war so heiß dass marie sich beinahe die lippen verbrannt hätte schmeckte jedoch besser als irmingard es prophezeit hatte »so ein schluck tut immer gut« sagte frau luitwine von terlingen zufrieden und streckte einem pagen auffordernd ihr leeres trinkgefäß hin marie ließ es bei dem einen becher bewenden und sah den jagdknechten zu die das erlegte wild herbeibrachten und am rand des platzes aufreihten die strecke die den noch mit eis aus dem 10

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letzten winter gekühlten vorratskeller auf der weilburg füllen würde war schon jetzt recht beachtlich als die ersten jäger zurückkehrten war von michel weit und breit noch nichts zu sehen und marie begann sich schon sorgen zu machen er könne zu viel riskiert und sich verletzt haben doch als er an der seite seines gastgebers auftauchte wirkte er munter und guter dinge marie lief ihm entgegen und umarmte ihn stürmisch kaum dass er aus dem sattel gestiegen war michel ließ sich die liebkosung lachend gefallen schob seine frau dann ein stück von sich weg und kitzelte sie an der nase »na mein schatz wie viele hirsche hast du heute erlegt?« marie schnaubte »keinen und das weißt du genau!« »grämt euch nicht frau marie euer gemahl hat dafür umso mehr geschossen es gibt keinen zweifel dass er heute unser jagdkönig ist.« konrad von weilburg winkte den jagdmeister herbei ließ sich einen kranz aus tannenzweigen reichen und setzte ihn michel auf den kopf inzwischen hatten die anderen jäger bereits ihren ersten becher würzwein getrunken und ließen sich nachschenken michel trank sein gefäß ebenfalls zum zweiten mal leer aber mehr aus geselligkeit als um die klammen knochen zu wärmen dann zog er marie an sich und küsste sie auf die wange »lass ruhig andere frauen hirsche schießen ich liebe dich so wie du bist.« »das nenne ich ein männerwort.« konrad von weilburg zwinkerte michel zu und drückte frau irmingard einen kuss auf die lippen sie ließ es sich kichernd gefallen zeigte dabei aber auf die wohl gefüllten tische »du solltest lieber an deine gäste denken als an dein vergnügen jagen macht hungrig und du willst doch nicht dass es heißt beim weilburger wären die mägen leer geblieben.« 11

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»das will ich wahrhaftig nicht kommt zu tisch leute und setzt euch alles was magen und leber begehren ist aufgetragen.« herr konrad umfasste seine frau hob sie hoch und trug sie zu ihrem platz »und jetzt behaupte noch einmal ich würde dich nicht auf händen tragen« erklärte er fröhlich »für heute will ich es gelten lassen.« frau irmingard warf ihrem mann eine kusshand zu und forderte die gäste auf ordentlich zuzugreifen während die hungrigen mägen gefüllt wurden herrschte eine nur von schmatzen und rülpsen unterbrochene stille doch kaum fühlten sich die gäste halbwegs gesättigt wurde eifrig jägerlatein gesponnen man lobte die erfolgreichen jäger oder spottete über das missgeschick einiger pechvögel nach einer weile lenkten die Älteren das gespräch auf die politik frau luitwines ehemann gero blickte auf seinen leeren teller als käme von ihm alles leid der welt und seufzte »ich hoffe wir können uns im nächsten jahr noch genauso fröhlich zusammensetzen und es uns gut gehen lassen.« »was sollte uns daran hindern?« fragte der gastgeber verblüfft »na dieser verfluchte aufstand in böhmen der kaiser wird herrn ludwig auch diesmal wieder um waffenhilfe bitten und noch einmal wird der pfalzgraf nicht nein sagen können denn es geht auch um die obere pfalz ich fürchte so mancher von uns wird sich im nächsten herbst in unsere schöne heimat zurücksehnen.« »oder tot sein « warf ein anderer mit hohler stimme ein der mann war als schwarzseher verschrien und dennoch zuckten die meisten gäste zusammen der böhmische aufstand war nicht irgendeine erhebung die missgestimmte adlige ausgelöst hatten oder eine bauernrevolte die sich schnell niederschlagen ließ sondern ein blutiger krieg zwischen kaiser sigismund der auch die krone des königreichs böhmen trug und den hussitischen ketzern die bislang fast jede schlacht gewonnen hatten 12

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»wollen wir hoffen dass der pfalzgraf so klug sein wird nicht uns zur heerfahrt aufzufordern sondern freiwillige nimmt denen mehr an ruhm und beute gelegen ist als an einer fröhlichen jagd in der heimat.« konrad von weilburg hob seinen becher und trank den anderen zu in der hoffung den schatten vertreiben zu können der sich über die gruppe gelegt hatte ii die feier zog sich bis in den abend hinein und ging im rittersaal weiter bis die glocke mitternacht läutete und etliche gäste von knechten und mägden in die für sie geräumten kammern getragen werden mussten marie und michel hatten dem wein weniger zugesprochen als die meisten und konnten sich am nächsten vormittag einem ausgiebigen frühstück widmen danach verabschiedeten sie sich von ihren gastgebern um nach rheinsobern zurückzukehren »besucht uns noch einmal bevor der schnee die straßen unpassierbar macht« forderte ritter konrad sie auf während seine frau irmingard marie bat den tuchhändler von dem sie ihre stoffe bezog zur weilburg zu schicken »das werde ich gerne tun« versprach marie und ließ sich von michel auf ihre sanfte braune stute heben die mit ihrem bedächtigen gang ihrem namen häschen keine ehre machte michel schwang sich ebenfalls in den sattel winkte den weilburgern und den restlichen gästen zu und ritt zum tor hinaus marie folgte ihm dichtauf während der narbige timo michels knecht ein stück hinter ihnen blieb um ihre zweisamkeit nicht zu stören michel schlug ein gemächliches tempo an so dass marie neben ihm reiten und sich mit ihm unterhalten konnte dennoch erreichten 13

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sie bereits nach kurzer zeit die rheinebene und sahen dann die stadt rheinsobern vor sich liegen die sich an einem ausläufer des schwarzwalds hochzog und nun seit zehn jahren ihre heimat war unter ihrer verwaltung war der ort zu einem kleinen quirligen handelszentrum geworden dessen kirchtürme die reisenden bereits von weitem grüßten und das von einer festen schutzmauer umgeben war die michel an zwei stellen hatte erweitern lassen um raum für neue häuser zu schaffen auf der anhöhe die in die stadt hineinragte lag michels und maries heim die sobernburg auch hier waren in den letzten jahren die mauern verstärkt und neue wehrtürme gebaut worden doch noch immer glich die festung einem grob behauenen grauen kasten der so gar nicht in die sanfte jetzt vom herbst in gelbrotes laub gehüllte landschaft passte maries blick flog nach norden dorthin wo inmitten einer ansammlung kleinerer bauernhöfe der stattliche ziegenhof ihrer freundin hiltrud lag mit häschen wäre sie in kurzer zeit dort gewesen und einige augenblicke kämpfte sie gegen die versuchung an einfach dorthin zu reiten sie hätte gerne ein paar stunden in hiltruds gemütlicher küche verbracht köstlichen tee getrunken und mit ihrer freundin geschwatzt aber als herrin der sobernburg durfte sie ihre pflichten nicht vernachlässigen nach drei tagen abwesenheit musste sie zuerst dort nach dem rechten sehen bevor sie sich ihrem vergnügen widmete michel strich ihr sanft über den rücken »du bist auf einmal so still.« marie schenkte ihm ein lächeln »oh bin ich das ich habe eben beschlossen heute nachmittag zu hiltrud zu reiten.« »wenn du nichts dagegen hast komme ich mit frau irmingards würzwein war nicht schlecht aber der von hiltrud schmeckt um einiges besser.« michel beugte sich fröhlich lachend zu ihr hinüber 14

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und drückte ihr einen kuss auf die wange »ich liebe dich mein schatz.« »ich dich auch.« marie gab sich ganz dem wohligen gefühl hin das michels zärtlichkeiten in ihr ausgelöst hatten und hätte ihn am liebsten aufgefordert als erstes in ihr schlafgemach zu kommen ihr gesinde allen voran ihre wirtschafterin marga würde sie zwar für schamlos halten wenn sie sich am helllichten tag mit michel ins bett zurückzog aber sie hatte lust auf eine vergnügliche balgerei zwischen den laken sie warf michel einen auffordernden blick zu den er grinsend beantwortete und trieb häschen zu einer rascheren gangart an vorerst wurde jedoch nichts aus ihrem vorhaben denn kurz vor der stadt entdeckte marie ein eng umschlungenes paar das unweit des weges unter einer mächtigen buche stand und sich selbstvergessen küsste das kleid des mädchens und ihre frisur kamen marie bekannt vor und sie zügelte unwillkürlich ihre stute michel wurde ebenfalls langsamer »was ist?« marie deutete auf das paar das in seiner liebesseligkeit die reiter nicht bemerkt hatte »ich frage mich was ischi sich dabei denkt sich heimlich mit einem burschen zu treffen.« michel lachte auf »heimlich kann man das wohl nicht nennen!« aber er verstand marie auch ohne ihr empörtes schnauben ischi war ihre leibmagd und ihr erklärter liebling unter dem gesinde auf der sobernburg und bisher hatte das mädchen ihr keinen grund zur klage gegeben es jetzt in den armen eines jungen mannes zu sehen schockierte seine frau sichtlich denn man machte die herrin für das wohlergehen und die moral ihrer mägde verantwortlich und wenn eine von ihnen mit einem dicken bauch herumlief wurde sie mit stockhieben bestraft und oft aus der stadt getrieben in diesem fall redete der priester aber auch der hausfrau ins gewissen und ließ sie ihre unaufmerksamkeit mit gebeten und bußübungen bereuen 15

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