Freier Aktiver Kindergarten Karlsruhe [view full mode]

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impressum freie aktive schule karlsruhe e.v kindergartenkonzept herausgegeben im oktober 2008 1 2 3 kontakt kindergarten freie aktive schule karlsruhe e.v kindergarten erzbergerstr 131 76149 karlsruhe nordstadt c/o julia magin tel 07 21 254 23 35 4 internet email www.kiga.faska.de kiga@faska.de einleitung 3 in aller kürze zusammenfassung des pädagogischen konzepts 6 vertrauen in die inneren wachstumskräfte der kinder 9 inhaltsverzeichnis 3.1 die vorbereitete umgebung 11 3.2 viel raum für freispiel freies spiel 13 3.3 angebote als einladungen 14 3.4 spielraum für körper und sinne ­ bewegungsfreiheit als voraussetzung für erfahrung 16 3.5 der mensch ist nicht das maß aller dinge -lernen im ökologischen bereich 20 freiheit und grenzen liebe und respekt was kinder von uns brauchen 21 4.1 wahrnehmen ohne zu bewerten 22 4.2 umgang mit regeln und grenzen 23 4.3 raum zur entwicklung von konfliktfähigkeit 25 4.4 lasst mir zeit 25 kontakt /schule freie aktive schule karlsruhe e.v erzbergerstr 131 76149 karlsruhe nordstadt tel 07 21 7501-470 c/o eva schnebele tel 07 21 986 33 94 fax 07 21 986 26 80 internet email www.faska.de kontakt@faska.de 4.5 Über das weinen 27 4.6 mit kindern wachsen ­ die rolle der erwachsenen 28 5 6 literaturliste 33 anhang 35 6.1 räumlichkeit und ausstattung 35 6.2 gruppenstruktur 36 6.3 organisationsstruktur 37 6.4 finanzierung 37 2

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1 einleitung parallel zur freien aktiven schule karlsruhe wurde im november 2000 der freie aktive kindergarten karlsruhe mit einer gruppe von 15 kindern eröffnet kindergarten und schule sind in einem gebäude untergebracht fließenden haben das um zusammenarbeit vom konzept und in auf einen die die Übergang gleiche kindergarten abgestimmt die vorliegende konzeption steckt den rahmen für die arbeit des kindergartens ab lebendig wird sie aber erst durch die menschen die letztlich »ihre« lösungen für alle konkreten fragen und situationen finden müssen wir gehen einen ungewöhnlichen doch nicht mehr neuen weg dieser schritt ist aus unserer sicht angesichts veränderungen der ein raschen notwendiger gesellschaftlichen beitrag in dem grundschule zu ermöglichen kindergarten und schule bedürfnisse der in verschiedenen entwicklungsphasen stehenden kinder beide sind hervorgegangen aus dem verein freie aktive schule karlsruhe e.v der von einer elterninitiative 1998 gegründet wurde dieser stellt bis heute die grundlage unserer einrichtung dar wir wollen das angebot im kindergartenbereich in karlsruhe alternative erweitern für eltern und bereichern die und nach eine maria anbieten bemühen unsere kinder auf die herausforderungen ihrer zeit vorzubereiten »in einer zeit in der und entwurzelung jugendlichen und der orientierungslosigkeit langeweile gewalt und drogen unter kindern bedrohliche ausmaße annehmen gesellschaftliche wandel an geschwindigkeit mehr und mehr zunimmt stellt sich immer dringlicher die frage wie es möglich ist dass die kinder zu harmonischen ausgeglichenen menschen heranwachsen können die auch die innere kraft besitzen sich den herausforderungen unserer welt auf kreative weise zu stellen.«1 montessori »auf die inneren wachstumskräfte ihrer kinder vertrauen« und gemeinsam mit ihnen wachsen wollen die pädagogische des konzeption stellt und eine der fortschreibung montessori-ansatzes praktischen pädagogischen arbeit von rebeca und mauricio wild dar 1 3 valentin l mit kindern wachsen heft 1/96 s 8 4

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wir hoffen auf breite unterstützung für unser vorhaben und bedanken uns bei allen sehr herzlich die uns bisher begleitet und geholfen haben 2 in aller kürze zusammenfassung des pädagogischen konzepts der freie aktive kindergarten karlsruhe hat sich zum ziel gesetzt die lebensprozesse der kinder folgt zu respektieren menschliche entwicklung einem inneren individuellen bauplan und kinder lernen am effektivsten in sogenannten sensiblen perioden wir lassen die kinder ihren individuellen entwicklungs und reifeprozess nachgehen ohne sie dabei zu stören in diesem sinne beschreibt das pädagogische konzept rahmenbedingungen entwicklungsprozesse unterstützt werden in einer vorbereiteten umgebung werden vielfältige spiel erfahrungs und lernmöglichkeiten geboten die den kindern ein weitreichend selbstbestimmtes leben und lernen ermöglichen das offen zugängliche material lädt die kinder zum aktivsein ein und sie können sich z.b mit montessori-materialien ihr wissen selbst aneignen es soll spielraum für körper und sinne entstehen denn der bewegung wird ebenso große bedeutung zugemessen wie dem denken und fühlen hiermit erfüllen wir auch die anforderungen des orientierungsplanes in denen lebensermöglicht und und respektiert 5 6

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»der lehrer muss passiv werden damit das kind aktiv werden kann.«2 formulierte maria montessori um jedem kind seinen individuellen reifeprozess zu ermöglichen bedarf es der aufmerksamen begleitung durch die erwachsenen ihre aufgabe ist es bedürfnisse und interessen der kinder zu erspüren und die umgebung dementsprechend zu gestalten im freien spiel lernen die kinder durch konkretes tätigsein und verarbeiten ihre eindrücke aus allen lebensbereichen sie schaffen damit die grundlage für wirkliches verständnis und vernetztes denken sie können bereits erworbenes wissen einbringen sich neue fähigkeiten arbeit aneignen verbinden und bei geistige der arbeit und mit körperliche didaktischen materialien können die kinder durch versuch und irrtum im handeln erkenntnisse gewinnen und sich fertigkeiten aneignen dabei herrscht kein zeitdruck mit eigener einteilung können die tätigkeiten zu ende geführt werden das miteinander soll durch eine atmosphäre des respektvollen umgangs geprägt sein dazu gehört für uns die kinder in ihrem tun und sein nicht zu bewerten jedes gefühl jede arbeit der kinder wird gleichwertig angenommen 2 becker-textor i kinder lernen schöpferisch freiburg 1994 s 56 7 8

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3 vertrauen in die inneren wachstumskräfte der kinder »auch das neugeborene menschenkind ist nicht bloß ein körper bereit seine animalischen funktionen aufzunehmen sondern ein geistiger embryo mit latenten seelischen leitkräften es wäre widersinnig anzunehmen dass gerade der mensch der sich durch die großartigkeit seines seelischen lebens von allen anderen geschöpfen unterscheidet und auszeichnet als einziger keinen plan seelischer entwicklung in sich tragen sollte « 3 stellen das kind mit seinen gegebenheiten in den vordergrund »am mangel an vertrauen zu den lebensvorgängen liegt es wenn man so oft unnötigerweise eingreift statt ein empfinden für den gesamtzustand des kindes zu haben und offen dafür zu sein dass alles sich nur im kontakt mit der gesamtentwicklung einstellen darf durch unser eingreifen wird eventuell eine entwicklung in einem teilgebiet vorwärts getrieben getrieben im sinne von treibhaus eine solch scheinbare förderung vollzieht sich auf kosten der harmonie der gesamtentwicklung je mehr man ein kind in ruhe lässt desto sicherer kommt der moment in dem das kind so etwas von sich aus probiert dann ist das was bei solch einem autonomen versuch herauskommt der echte ausdruck der gegenwärtigen menschen « 4 unsere mehrjährige arbeit zeigt uns jeden tag aufs neue dass sich kinder völlig aus sich heraus entwickeln was wir zu ihrer entwicklung beitragen ist sie nicht-direktiv zu begleiten und in sie zu vertrauen wir nehmen ihre spontanen bedürfnisse ernst und geben ihnen in unserer entspannten umgebung raum ein kindergarten und der bewusst in der lebensprozesse will braucht nicht-direktiven gesamtsituation dieses kleinen wahrnehmen entsprechende respektieren strukturen erziehung unterlassen erwachsene die einmischung in die kindlichen lern und entwicklungsprozesse und 3 montessori m kinder sind anders münchen 1994 s 26f 4 9 jacoby h jenseits von begabt und unbegabt hamburg 1994 s 183 10

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3.1 die vorbereitete umgebung »jeder organismus enthält in sich sein eigenes artspezifisches einschließlich der entwicklungsprogramm möglichkeit zu neuartiger mit verschiedenen eigenschaften wie farbe gewicht form kontur oberfläche und konsistenz gibt es strukturiertes material dazu zählt sensorisches akustisches visuelles und didaktisches material durch suchen ausprobieren was »falschmachen« ist entsteht umdenken ein tiefes interaktion mit seiner umgebung dieses potential ist beim menschlichen organismus unvergleichlich größer nur als bei jedem anderen er lebewesen eine seinen allerdings kann jeder organismus sein potential dann entfalten wenn entwicklungsbedürfnissen entsprechende stimmig verständnis von zusammenhängen wissen wird nicht nur gespeichert sondern verstanden und verinnerlicht und kann im alltag leicht auf andere bereiche übertragen werden das lernen von der hand in den kopf schafft den nährboden für wirkliches verständnis die grundlage für vernetztes denken umgebung vorfindet für den menschen bedeutet dies dass sich auch echte entscheidungskraft kreativität intelligenz und soziales verhalten ganz natürlich entwickeln wenn die umgebung diese möglichkeit nicht verhindert.«5 eine vorbereitete umgebung für kinder sind räume innen wie außen die sicher abgegrenzt und in diverse bereiche aufgeteilt sind sie bieten vielfältige materialien für unzählige spiel experimentier und erfahrungsmöglichkeiten das für die momentane entwicklung notwendige material steht den kindern zur freien auswahl zur verfügung neben viel unstrukturiertem wie sand wasser klötze naturmaterialien bänder tücher etc 5 vgl wild r kinder im pesta freiamt 1993 s 122 11 12

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dieser weg des lernens fordert das kind heraus seine interessen wahr und ernst zu nehmen um sich das material wählen zu können mit dem es gerade arbeiten will es fördert entscheidungsfähigkeit und selbstvertrauen · durch die freie zeiteinteilung wird es den kindern möglich sich intensiv einer sache zu widmen und sie nach eigenem interesse zu beginnen und abzuschließen · klare regeln ermöglichen eine sichere atmosphäre und einen respektvollen umgang mit mensch und material · es werden rahmenbedingungen geschaffen die den kinder ermöglichen eigeninitiative zu entwickeln dies ist heute besonders wichtig weil die natürliche umwelt des kindes kaum noch möglichkeiten für spontanes selbstbestimmtes handeln enthält gegeben »nichts zu tun« z b nur dazusitzen und zuzuschauen wenn es sein bedürfnis ist »das freie symbolische spiel ist die natürliche tätigkeit des kindes und grundlage der späteren fähigkeit dem leben auf schöpferische weise zu begegnen«.6 alle eindrücke und erfahrungen ganz gleich welcher natur die auf ein kind einströmen können im freien spiel u a im rollenspiel reflektiert bearbeitet und verarbeitet werden auch verschüttete unbefriedigte bedürfnisse konflikte Ängste und unsicherheiten können auftauchen bespielt werden und sich auflösen so dass im wahrsten sinne des wortes das »freie spielen« auch eine befreiende wirkung hat wenn die kinder beim freien spiel sich voller aufmerksamkeit einer aufgabe hingeben die welt erforschen so eignen sie sich nicht nur wissen an sie gewinnen vertrauen in ihre fähigkeiten es entsteht ein positives selbstwertgefühl ein gesundes selbstbewusstsein 3.2 viel raum für freispiel freies spiel unter freiem spiel verstehen wir alle möglichen 3.3 angebote als einladungen unsere angebote sind immer einladungen und aktivitäten im kindergarten das kind kann tätigkeiten und material frei wählen es entscheidet ob es allein oder mit einem bzw mehreren frei gewählten partner/n spielt auch die entscheidung über ort und dauer liegt beim kind es ist ihm auch die freiheit 13 freiwillig sie ergeben sich aus den bedürfnissen 6 wild r sein zum erziehen freiamt 1995 s 37 14

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wünschen und Äußerungen der kinder sowie aus unserem kindergartenumfeld und den jahreszeiten zur orientierung für die kinder gibt es einen immer wiederkehrenden ablauf innerhalb des tages 10:00 uhr 11:00 uhr angebotszeit musik und tanzzeit oder musikzeit im wechsel ca 11:20 uhr 12:00 uhr letzte essenszeit geschichtenzeit bzw abholzeit für die kleinsten angebote können z b sein werkangebote mit holz stein ton bastel mal näh webangebote usw regelmäßig wiederkehrende angebote können z b sein tanz musik geschichtenerzählen und ausflüge 3.4 spielraum für körper und sinne ­ bewegungsfreiheit als voraussetzung für erfahrung eine kindgerechte vorbereitete umgebung schafft situationen die zum experimentieren und erproben anregen der freie aktive kindergarten bietet spielräume die in ihrer gestaltung und materiellen ausstattung dem authentischen bewegungsraum kindlichen mit bewegungsbedürfnis tischen entsprechen montessorimaterial ton sand malraum matratzen und hengstenbergmaterialien kletterund musikinstrumenten bewegliches werkbereich außenspielbereich mit platz für ballspiele balanciermöglichkeiten material wie zum beispiel autoreifen bretter sand erde wasser gemüsegarten und anderes erlauben den kindern ihre grobund feinmotorischen fähigkeiten permanent zu verfeinern und zu erweitern »unser individuelles menschliches bewusstsein entsteht mit unserem körperbewusstsein wenn wir als kinder unseren körper erfahren und ihn annehmen als 7 den bereich all unserer möglichkeiten « 15 verden-zöller g liebe und spiel heidelberg 1997 s 156 7 16

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· wir begreifen bewegung als ebenso wichtige menschliche wesensäußerung wie denken und fühlen · das kind entdeckt sich und die welt durch bewegung es eignet sich seine umwelt über seinen körper und seine sinne an · bewegung ist nicht nur eine funktion von muskeln selbst und knochen und sondern des des zentralnervensystems gesamten · kindliche bewegungsentwicklung verläuft nach eigenen gesetzen und darf nicht von außen manipuliert progressiv individuell sequenzen d.h gestört auf werden sie ist beruht experimenteller zeitlichen erfahrung und verläuft in bei jedem kind unterschiedlichen aufgrund heutigen natürlicher der kinder eingeschränkten begrenzter und die lebensräume wohnraum nur der verlust spiel bewegungsmöglichkeiten festgelegte und vorgefertigte vielfältige spielsachen bewegungsabläufe zulassen gehen unseren kindern bewegungserfahrungen kreativität somit lernmöglichkeiten verloren 17 18

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»kinder eignen sich die welt heutzutage 3.5 der mensch ist nicht das maß aller dinge -lernen im ökologischen bereich Ökologie ist die lehre von der natur als einem beziehungsgeflecht in dem alle beteiligten menschen tiere pflanzen luft wasser feuer erde etc in verbindung stehen sie ist das wechselverhältnis des menschen mit seiner umwelt sie ist die vielfalt der lebensprozesse die in unserem organismus ablaufen Ökologie folgt einem universellen gesetz das sich in allem leben widerspiegelt ökologisches bewusstsein ist die ethik vom umgang des menschen mit dem leben mit der blume mit dem wald mit anderen kindern mit erwachsenen mit sich selbst die kinder im freien aktiven kindergarten karlsruhe können in ihrem alltag in der begegnung mit der natur durch einsetzen aller sinne eine beziehung zu ihr aufbauen sie sind beim spielen und lernen im freien bei exkursionen beim säen und graben beim ernten im gemüsegarten und der beobachtung in der freien natur unmittelbar betroffen daraus kann die liebe zur natur und die achtung vor ihr wachsen vorwiegend aus zweiter hand an anstatt sie durch eigenes handeln durch ausprobieren und experimentieren selbst zu entdecken sie sind einer vielzahl von elektronischen sie sich ausmaß medien kaum an die und ausgesetzt erfordern deren ein einfluss minimales und wird entziehen können computer und videospiele körperbewegung und ein maximales maß an konzentration sinnestätigkeit aufmerksamkeit auf die akustische visuelle wahrnehmung beschränkt das was sie sehen und hören können sie nicht wie es für ihre erkenntnisgewinnung wichtig wäre fühlen betasten schmecken riechen mit ihren händen und mit ihrem körper erfassen der verlust an unmittelbaren körperlich-sinnlichen erfahrungen der mangel an möglichkeiten sich über den körper aktiv die umwelt anzueignen trägt zur beeinträchtigung kindlicher entwicklung und in zunehmendem ausmaß 8 zu störungen in der wahrnehmungsverarbeitung und zu verhaltensauffälligkeiten bei.« 8 zimmer r handbuch der bewegungserziehung feiburg 1993 s 18-19 19 20

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ein kind erlebt manchmal im kindergarten zum ersten 4 freiheit und grenzen liebe und respekt was kinder von uns brauchen der mensch ist ein soziales wesen er ist immer teil eines sozialen gefüges entspannte soziale beziehungen achtung liebe und respekt gehören zu den grundbedürfnissen jedes menschen deshalb wird im freien aktiven kindergarten karlsruhe den beziehungen zwischen den kindern sowie zwischen kindern und erwachsenen besondere aufmerksamkeit geschenkt der kindergarten ist in der regel die erste mal dass es die grenzen anderer menschen nicht überschreiten darf die balance interessen und grenzen widmen bedürfnisse zu anderer dieser verletzen zu finden ist eine seine die der auszuleben ohne schwierigsten aufgaben nicht nur im kindesalter wir aufgabe ganz besondere aufmerksamkeit der alltag im kindergarten ermöglicht die entwicklung entspannter sozialer beziehungen insbesondere im freien spiel und im zusammenspiel erleben sich die kinder als gemeinschaft indem sie gemeinsam an einer selbstgestellten aufgabe arbeiten erleben sie abhängigkeiten voneinander lernen sie dass es notwendig ist konflikte zu bearbeiten und gemeinsam nach lösungen für anstehende probleme zu suchen der kindergarten soll für das kind einen lebensraum darstellen in welchem es seine fähigkeiten und seine persönlichkeit aufbauen kann gemeinschaft außerhalb der familie in die sich die kinder allmählich hineinfinden unser anliegen ist es dass jedes kind seinen eigenen weg für sich selbst und mit den anderen kindern in der gruppe findet ein bedeutsamer schritt ist die ablösung der kinder von den eltern zu beginn des kindergartens für jedes kind kann sich dieser ablösungsprozess anders gestalten und verschiedene emotionen hervorrufen trennungsschmerz unsicherheit freude neugier wir sehen unsere aufgabe darin den individuellen prozess des kindes wahrzunehmen und mit unserer präsenz und aufmerksamkeit zu begleiten 4.1 wahrnehmen ohne zu bewerten das lernen des kindes gründet sich auf seinem natürlichen forschungsdrang und dem einssein mit seinem selbstgewählten tun 22 dies entzieht sich unseres erachtens einer bewertung eine beurteilung 21

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von außen hieße der das kind drang von des seinem zu die aufgabe der erwachsenen ein kind das selbst nicht stark genug ist in diesem recht zu unterstützen selbstverständnis weg auf eine äußere instanz hin auszurichten innere kindes forschen könnte so leicht überlagert werden vom ringen um lob und anerkennung »außer liebevoller für zuwendung harmonisches der grundbedingung lebensraum.«9 wachstum braucht jedes kind ein minimum an privatem 4.2 umgang mit regeln und grenzen in jedem sozialen gefüge bedarf es klarer regeln und grenzen sie dienen dem schutz aller und fördern vertrauen und sicherheit regeln geben halt und bieten den rahmen um sozial miteinander umgehen zu können sie müssen authentisch und klar formuliert sein regeln sind nicht als erziehungsmaßnahmen zu verstehen sondern als grundstein für eine entspannte und sichere umgebung im freien aktiven kindergarten karlsruhe gibt es grundregeln die allgemeingültig sind z.b niemand darf dem anderen wehtun niemand darf den anderen bei einer tätigkeit stören das material soll sorgfältig behandelt und nach gebrauch zurückgeräumt werden usw ein kind das tätig ist braucht die sicherheit dass ihm ein gewisser umkreis zusteht in den niemand ohne seine zustimmung einbrechen darf deshalb gilt die regel dass sich niemand ungefragt in arbeit und spiel eines kindes einmischen darf es ist aus der sicherheit eines solchen raumes heraus kann das kind lernen auch die rechte anderer zu respektieren raum und dinge zu teilen sich sozial zu verhalten 9 23 wild r sein zum erziehen freiamt 1995 s 92 24

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4.3 raum zur entwicklung von konfliktfähigkeit im freien aktiven kindergarten haben die kinder raum auseinandersetzungen zu führen wo erwünscht oder notwendig begleitet ein erwachsener und den konflikt jedes am konflikt beteiligte kind kann seinen standpunkt lösungen oft wundern wir erwachsene uns darüber wenn spielzeug um welches soeben heftig gestritten wurde kurze zeit später unbeachtet in einer ecke liegt es war nur mittel zum zweck kinder suchen immer wieder konflikte um sich zu reiben aber auch um in begleitung eines erwachsenen in einen zustand zu geraten in dem durch lösendes weinen alter schmerz losgelassen werden kann nach dem lösenden weinen erleben wir immer wieder wie kinder im wahrsten sinne des wortes von einer last befreit sich wieder dem spiel widmen seine wünsche forderungen vorbringen häufig finden die kinder ihre eigenen schaffen aber nicht den prozess zu beschleunigen bringen wir es als erwachsene fertig diese inneren prozesse nicht durch unsere ungeduld zu stören sondern ihnen den nötigen nährstoff zu liefern so lernt das kind auf eigenen füßen zu stehen und nicht sein leben lang von äußerer führung abhängig zu sein.«10 »lasst mir zeit« diese forderung betrifft folgende aspekte · vertrauen in die wachstumsprozesse wir wollen zeit lassen um eigenes wachsen zu ermöglichen · bewegungsentwicklung wir greifen nicht in die bewegungsentwicklung ein und vergleichen nicht · freies spiel die kinder wählen sich die dauer des spiels selbst ·konflikte 4.4 lasst mir zeit »die harmonische entfaltung von kindern ist ein natürlicher und darum langsamer prozess unsere aufgabe ist es die rechten bedingungen dafür zu 25 10 in konfliktsituationen brauchen kinder genug zeit um gefühle zu erleben und lösungen zu finden wild r mit kindern wachsen heft 2/96 s 36 26

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gerade heute in unserer schnellen und hektischen welt wollen wir raum bieten um sich in eigenem tempo »mit zeit« zu entwickeln und zu wachsen es entweder von sich aus seinem kummer in worte fasst oder es mag nicht darüber sprechen bzw hat noch keine worte dafür das respektieren wir 4.5 Über das weinen weinen ist eines der stärksten ausdrucksmöglichkeiten des menschen weinen bedeutet reinigung erleichterung spannung lösen und auch dies ist prozess der respektiert sein will ein weinendes kind mit der frage zu bedrängen warum es denn weine stört den reinigungs und entspannungsprozess trost in form von ablenkung abschwächung oder übertriebener hilfsbereitschaft bedeutet dem kind nicht zuzutrauen mit seinem schmerz umgehen zu können ­ natürlich müssen wunden oder beulen versorgt werden doch hören wir auch hier auf das kind nur von ihm erfahren wir wie schlimm oder scherzhaft ein erlebnis ist wenn es das kind zulässt nehmen wir es behutsam auf den schoß bieten ihm eine warme schulter und lassen es weinen in dieser umarmung wird das weinen oft stärker bei babys viel zu beobachten das bedeutet dass sich das kind so sicher fühlt dass es alles loslassen kann vielleicht auch dinge die mit der jetzigen situation keinen zusammenhang zeigen hier nach einem grund zu fragen erübrigt sich dann meist ein kind das sich an unserer schulter ausweint hat soviel vertrauen dass 27 4.6 mit kindern wachsen ­ die rolle der erwachsenen »zwischen den beiden extremen >ein kind allein lassen es verlassen und >sein problem lösen liegt das gebiet in dem sich echte entwicklungsprozesse ergeben leider wird es von erziehenden erwachsenem so selten betreten dass wir es beinahe als niemandsland bezeichnen könne in dieser zone sind wir beim kind wir begleiten es wir sind einfach da wir gehen nicht weg ermuntern auch das kind nicht mit dem üblichen >das kannst motivieren du es schon nicht zur selbständigkeit greifen seinen ideen nicht voraus lenken es nicht ab unterstützen es wenn nötig und erwünscht in seiner aktivität und setzen wenn dies erforderlich ist grenzen damit alle beteiligten sich wohl fühlen können «11 11 wild r sein zum erziehen freiamt 1995 s 73 28

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mit kindern wachsen bedeutet · · regelmäßige reflexion über das eigene verhalten und die beziehungen zu den kindern die eigene arbeit bzw das elternsein als einen lernprozess anzusehen für die umsetzung des konzeptes ist es wichtig dass die mitarbeiterinnen und eltern die bereitschaft und die fähigkeit zur veränderung mitbringen zum beispiel neue umgangsformen mit kindern zu entwickeln sie als gleichwertige persönlichkeiten zu akzeptieren authentisch auf sie zu reagieren dann können sie bei sich wiederbeleben was bei den kindern oft noch lebendig ist neugier am unbekannten mut durch fehler zu lernen offenheit und vertrauen sowie die fähigkeit die eigenen grenzen zu erfahren und abzustecken die im kindergarten tätigen erwachsen sind an jedem tag voll verantwortlich für die vorbereitete umgebung zu der sie auch selbst gehören ein wichtiger bestandteil ihrer arbeit ist es den grundbedürfnissen nachzukommen der kinder nach liebevoller zuwendung sicherheit wärme und körperkontakt 29 30

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für alle die verantwortlich ist der am kindergarten es soll ein ständiger austausch zwischen elternhaus und kindergarten stattfinden so dass vertrauen und ein miteinander selbstverständlichkeiten werden die eltern engagieren sich je nach persönlichen vorlieben oder fähigkeiten in verschiedenen arbeitsgruppen z.b in der Öffentlichkeitsarbeit bei der herstellung von spiel und arbeitsmaterialien bei der instandhaltung des kindergartengebäudes oder in der finanzgruppe außerdem beteiligen sich die eltern bei der vorbereitung und gestaltung von festen tagen der offenen tür infoabenden usw oder übernehmen teilbereiche des kindergartens eigenverantwortlich z.b reinigung gartenpflege mitarbeiten erfahrungsaustausch selbstverständlich zur basis der arbeit im kindergarten gehört die regelmäßige reflexion der erwachsenen untereinander der offene lösungsorientierte umgang mit konflikten und das kooperative zusammenwirken mit den eltern die eltern werden in regelmäßigen abständen in form von gesprächen über die persönliche und soziale entwicklung ihres kindes informiert darüber hinaus haben sie die möglichkeit im kindergarten zu hospitieren 31 32

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· pikler e lasst mir zeit die selbständige bewegungsentwicklung des kindes bis zum freien gehen münchen 1988 5 literaturliste · · · · caiati m freispiel freies spiel erfahrungen und impulse münchen 1987 becker-textor l hrsg kinder lernen schöpferisch freiburg 1994 feldenkrais m bewusstheit durch bewegung der aufrechte gang frankfurt/main 1978 jacoby h jenseits von »begabt« für und die und »unbegabt« zweckmäßige fragestellung und zweckmäßiges · hengstenberg verhalten e schlüssel entfaltung des menschen hamburg 1994 entfaltungen bilder schilderungen aus meiner arbeit mit kindern heidelberg 1993 · · miller a das drama des begabten kindes frankfurt 1979 montada l die geistige entwicklung aus der sicht jean piagets in oerter r montada l hrsg · · entwicklungspsychologie ein lehrbuch weinheim 1995 montessori m kinder sind anders münchen 1994 pikler e miteinander und vertraut werden jahr erfahrungen und gedanken zur pflege von säuglingen 1995 kleinkindern freiamt · · · · · valentin l in »mit kindern wachsen« heft 1/96 divyan-and verlags-gmbh wild r sein zum erziehen freiamt 1995 wild r erziehung zum sein heidelberg 1993 wild r kinder im pesta freiamt 1993 wild r freiheit und grenzen liebe und respekt freiamt 1998 33 34

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· bauecke mit klötzen und fahrzeugen aller art unstrukturiertes material postschalter essbereich 6 anhang 6.1 räumlichkeit und ausstattung der kindergarten befindet sich am stadtrand um den direkten kontakt zur natur zu ermöglichen z b freiflächen mit vielfältigen spiel kletter und experimentiermöglichkeiten nutz und blumengarten erdgrube bekletterbare baumstämme platz mit sand und wassertisch werktisch ruheplätze usw um den kindern ein weitreichend selbständiges leben und lernen zu ermöglichen setzt sich im gebäude die anregende umgebung fort die räume bzw teilbereiche davon sind thematisch ausgestattet so dass das offen zugängliche material zum handeln einlädt · · · · · · · · · bastelecke mit reichhaltigem materialangebot malraum musikecke rollenspielecke kaufladen puppenhaus sandtisch wassertisch experimentierecke ruheraum bücherecke kuschelecke bewegungsraum materialien bereiche mit breitem angebot an strukturiertem material z.b maria-montessori-material 35 u.a mit hengstenberg · · 6.2 gruppenstruktur im freien aktiven kindergarten wird derzeit eine altersgemischte gruppe 3 ­ 6 jahre von 20 kindern von zwei fachkräften und einer begleitenden kraft betreut wir arbeiten integrativ seit 2005 bieten wir zwei plätze für kinder mit behinderung an wir gehen davon aus dass kinder mit besonderen bedürfnissen liebe und respekt besonders intensiv brauchen wir glauben dass jedes kind sein volles potential in sich trägt und dass kinder mit behinderung in einer vorbereiteten umgebung ihr potential ebenso entfalten können so wie es für kinder mit behinderung von großer wichtigkeit ist sich als gleichwertige menschen neben nichtbehinderten kindern zu erleben so ist es für nichtbehinderte kinder eine chance menschen die anders sind kennenzulernen sie in ihrem sein zu respektieren und zu schätzen 36

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6.3 organisationsstruktur der freie aktive kindergarten karlsruhe wird als halbtageskindergarten mit verlängerter Öffnungszeit geführt er ist von 8.00 uhr bis 13.00 uhr geöffnet die kinder können zwischen 8.30 uhr und 9.00 uhr in den kindergarten gebracht werden dies ermöglicht den kindern einen weitgehend gemeinsamen start in den tag was ganz entscheidend zur entspannten atmosphäre beiträgt 6.4 finanzierung die finanzierung des freien aktiven kindergartens karlsruhe erfolgt durch · · · · · · zuschüsse der stadt karlsruhe zuschüsse des landes evtl zuschüsse von anderen öffentlichen und privaten fördereinrichtungen spenden vereinsbeiträge elternbeiträge 37 38

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»kinder eignen sich die welt heutzutage 3.5 der mensch ist nicht das maß aller dinge -lernen im ökologischen bereich Ökologie ist die lehre von der natur als einem beziehungsgeflecht in dem alle beteiligten menschen tiere pflanzen luft wasser feuer erde etc in verbindung stehen sie ist das wechselverhältnis des menschen mit seiner umwelt sie ist die vielfalt der lebensprozesse die in unserem organismus ablaufen Ökologie folgt einem universellen gesetz das sich in allem leben widerspiegelt ökologisches bewusstsein ist die ethik vom umgang des menschen mit dem leben mit der blume mit dem wald mit anderen kindern mit erwachsenen mit sich selbst die kinder im freien aktiven kindergarten karlsruhe können in ihrem alltag in der begegnung mit der natur durch einsetzen aller sinne eine beziehung zu ihr aufbauen sie sind beim spielen und lernen im freien bei exkursionen beim säen und graben beim ernten im gemüsegarten und der beobachtung in der freien natur unmittelbar betroffen daraus kann die liebe zur natur und die achtung vor ihr wachsen vorwiegend aus zweiter hand an anstatt sie durch eigenes handeln durch ausprobieren und experimentieren selbst zu entdecken sie sind einer vielzahl von elektronischen sie sich ausmaß medien kaum an die und ausgesetzt erfordern deren ein einfluss minimales und wird entziehen können computer und videospiele körperbewegung und ein maximales maß an konzentration sinnestätigkeit aufmerksamkeit auf die akustische visuelle wahrnehmung beschränkt das was sie sehen und hören können sie nicht wie es für ihre erkenntnisgewinnung wichtig wäre fühlen betasten schmecken riechen mit ihren händen und mit ihrem körper erfassen der verlust an unmittelbaren körperlich-sinnlichen erfahrungen der mangel an möglichkeiten sich über den körper aktiv die umwelt anzueignen trägt zur beeinträchtigung kindlicher entwicklung und in zunehmendem ausmaß 8 zu störungen in der wahrnehmungsverarbeitung und zu verhaltensauffälligkeiten bei.« 8 zimmer r handbuch der bewegungserziehung feiburg 1993 s 18-19 19 20

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»kinder eignen sich die welt heutzutage 3.5 der mensch ist nicht das maß aller dinge -lernen im ökologischen bereich Ökologie ist die lehre von der natur als einem beziehungsgeflecht in dem alle beteiligten menschen tiere pflanzen luft wasser feuer erde etc in verbindung stehen sie ist das wechselverhältnis des menschen mit seiner umwelt sie ist die vielfalt der lebensprozesse die in unserem organismus ablaufen Ökologie folgt einem universellen gesetz das sich in allem leben widerspiegelt ökologisches bewusstsein ist die ethik vom umgang des menschen mit dem leben mit der blume mit dem wald mit anderen kindern mit erwachsenen mit sich selbst die kinder im freien aktiven kindergarten karlsruhe können in ihrem alltag in der begegnung mit der natur durch einsetzen aller sinne eine beziehung zu ihr aufbauen sie sind beim spielen und lernen im freien bei exkursionen beim säen und graben beim ernten im gemüsegarten und der beobachtung in der freien natur unmittelbar betroffen daraus kann die liebe zur natur und die achtung vor ihr wachsen vorwiegend aus zweiter hand an anstatt sie durch eigenes handeln durch ausprobieren und experimentieren selbst zu entdecken sie sind einer vielzahl von elektronischen sie sich ausmaß medien kaum an die und ausgesetzt erfordern deren ein einfluss minimales und wird entziehen können computer und videospiele körperbewegung und ein maximales maß an konzentration sinnestätigkeit aufmerksamkeit auf die akustische visuelle wahrnehmung beschränkt das was sie sehen und hören können sie nicht wie es für ihre erkenntnisgewinnung wichtig wäre fühlen betasten schmecken riechen mit ihren händen und mit ihrem körper erfassen der verlust an unmittelbaren körperlich-sinnlichen erfahrungen der mangel an möglichkeiten sich über den körper aktiv die umwelt anzueignen trägt zur beeinträchtigung kindlicher entwicklung und in zunehmendem ausmaß 8 zu störungen in der wahrnehmungsverarbeitung und zu verhaltensauffälligkeiten bei.« 8 zimmer r handbuch der bewegungserziehung feiburg 1993 s 18-19 19 20

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ein kind erlebt manchmal im kindergarten zum ersten 4 freiheit und grenzen liebe und respekt was kinder von uns brauchen der mensch ist ein soziales wesen er ist immer teil eines sozialen gefüges entspannte soziale beziehungen achtung liebe und respekt gehören zu den grundbedürfnissen jedes menschen deshalb wird im freien aktiven kindergarten karlsruhe den beziehungen zwischen den kindern sowie zwischen kindern und erwachsenen besondere aufmerksamkeit geschenkt der kindergarten ist in der regel die erste mal dass es die grenzen anderer menschen nicht überschreiten darf die balance interessen und grenzen widmen bedürfnisse zu anderer dieser verletzen zu finden ist eine seine die der auszuleben ohne schwierigsten aufgaben nicht nur im kindesalter wir aufgabe ganz besondere aufmerksamkeit der alltag im kindergarten ermöglicht die entwicklung entspannter sozialer beziehungen insbesondere im freien spiel und im zusammenspiel erleben sich die kinder als gemeinschaft indem sie gemeinsam an einer selbstgestellten aufgabe arbeiten erleben sie abhängigkeiten voneinander lernen sie dass es notwendig ist konflikte zu bearbeiten und gemeinsam nach lösungen für anstehende probleme zu suchen der kindergarten soll für das kind einen lebensraum darstellen in welchem es seine fähigkeiten und seine persönlichkeit aufbauen kann gemeinschaft außerhalb der familie in die sich die kinder allmählich hineinfinden unser anliegen ist es dass jedes kind seinen eigenen weg für sich selbst und mit den anderen kindern in der gruppe findet ein bedeutsamer schritt ist die ablösung der kinder von den eltern zu beginn des kindergartens für jedes kind kann sich dieser ablösungsprozess anders gestalten und verschiedene emotionen hervorrufen trennungsschmerz unsicherheit freude neugier wir sehen unsere aufgabe darin den individuellen prozess des kindes wahrzunehmen und mit unserer präsenz und aufmerksamkeit zu begleiten 4.1 wahrnehmen ohne zu bewerten das lernen des kindes gründet sich auf seinem natürlichen forschungsdrang und dem einssein mit seinem selbstgewählten tun 22 dies entzieht sich unseres erachtens einer bewertung eine beurteilung 21

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ein kind erlebt manchmal im kindergarten zum ersten 4 freiheit und grenzen liebe und respekt was kinder von uns brauchen der mensch ist ein soziales wesen er ist immer teil eines sozialen gefüges entspannte soziale beziehungen achtung liebe und respekt gehören zu den grundbedürfnissen jedes menschen deshalb wird im freien aktiven kindergarten karlsruhe den beziehungen zwischen den kindern sowie zwischen kindern und erwachsenen besondere aufmerksamkeit geschenkt der kindergarten ist in der regel die erste mal dass es die grenzen anderer menschen nicht überschreiten darf die balance interessen und grenzen widmen bedürfnisse zu anderer dieser verletzen zu finden ist eine seine die der auszuleben ohne schwierigsten aufgaben nicht nur im kindesalter wir aufgabe ganz besondere aufmerksamkeit der alltag im kindergarten ermöglicht die entwicklung entspannter sozialer beziehungen insbesondere im freien spiel und im zusammenspiel erleben sich die kinder als gemeinschaft indem sie gemeinsam an einer selbstgestellten aufgabe arbeiten erleben sie abhängigkeiten voneinander lernen sie dass es notwendig ist konflikte zu bearbeiten und gemeinsam nach lösungen für anstehende probleme zu suchen der kindergarten soll für das kind einen lebensraum darstellen in welchem es seine fähigkeiten und seine persönlichkeit aufbauen kann gemeinschaft außerhalb der familie in die sich die kinder allmählich hineinfinden unser anliegen ist es dass jedes kind seinen eigenen weg für sich selbst und mit den anderen kindern in der gruppe findet ein bedeutsamer schritt ist die ablösung der kinder von den eltern zu beginn des kindergartens für jedes kind kann sich dieser ablösungsprozess anders gestalten und verschiedene emotionen hervorrufen trennungsschmerz unsicherheit freude neugier wir sehen unsere aufgabe darin den individuellen prozess des kindes wahrzunehmen und mit unserer präsenz und aufmerksamkeit zu begleiten 4.1 wahrnehmen ohne zu bewerten das lernen des kindes gründet sich auf seinem natürlichen forschungsdrang und dem einssein mit seinem selbstgewählten tun 22 dies entzieht sich unseres erachtens einer bewertung eine beurteilung 21

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von außen hieße der das kind drang von des seinem zu die aufgabe der erwachsenen ein kind das selbst nicht stark genug ist in diesem recht zu unterstützen selbstverständnis weg auf eine äußere instanz hin auszurichten innere kindes forschen könnte so leicht überlagert werden vom ringen um lob und anerkennung »außer liebevoller für zuwendung harmonisches der grundbedingung lebensraum.«9 wachstum braucht jedes kind ein minimum an privatem 4.2 umgang mit regeln und grenzen in jedem sozialen gefüge bedarf es klarer regeln und grenzen sie dienen dem schutz aller und fördern vertrauen und sicherheit regeln geben halt und bieten den rahmen um sozial miteinander umgehen zu können sie müssen authentisch und klar formuliert sein regeln sind nicht als erziehungsmaßnahmen zu verstehen sondern als grundstein für eine entspannte und sichere umgebung im freien aktiven kindergarten karlsruhe gibt es grundregeln die allgemeingültig sind z.b niemand darf dem anderen wehtun niemand darf den anderen bei einer tätigkeit stören das material soll sorgfältig behandelt und nach gebrauch zurückgeräumt werden usw ein kind das tätig ist braucht die sicherheit dass ihm ein gewisser umkreis zusteht in den niemand ohne seine zustimmung einbrechen darf deshalb gilt die regel dass sich niemand ungefragt in arbeit und spiel eines kindes einmischen darf es ist aus der sicherheit eines solchen raumes heraus kann das kind lernen auch die rechte anderer zu respektieren raum und dinge zu teilen sich sozial zu verhalten 9 23 wild r sein zum erziehen freiamt 1995 s 92 24

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von außen hieße der das kind drang von des seinem zu die aufgabe der erwachsenen ein kind das selbst nicht stark genug ist in diesem recht zu unterstützen selbstverständnis weg auf eine äußere instanz hin auszurichten innere kindes forschen könnte so leicht überlagert werden vom ringen um lob und anerkennung »außer liebevoller für zuwendung harmonisches der grundbedingung lebensraum.«9 wachstum braucht jedes kind ein minimum an privatem 4.2 umgang mit regeln und grenzen in jedem sozialen gefüge bedarf es klarer regeln und grenzen sie dienen dem schutz aller und fördern vertrauen und sicherheit regeln geben halt und bieten den rahmen um sozial miteinander umgehen zu können sie müssen authentisch und klar formuliert sein regeln sind nicht als erziehungsmaßnahmen zu verstehen sondern als grundstein für eine entspannte und sichere umgebung im freien aktiven kindergarten karlsruhe gibt es grundregeln die allgemeingültig sind z.b niemand darf dem anderen wehtun niemand darf den anderen bei einer tätigkeit stören das material soll sorgfältig behandelt und nach gebrauch zurückgeräumt werden usw ein kind das tätig ist braucht die sicherheit dass ihm ein gewisser umkreis zusteht in den niemand ohne seine zustimmung einbrechen darf deshalb gilt die regel dass sich niemand ungefragt in arbeit und spiel eines kindes einmischen darf es ist aus der sicherheit eines solchen raumes heraus kann das kind lernen auch die rechte anderer zu respektieren raum und dinge zu teilen sich sozial zu verhalten 9 23 wild r sein zum erziehen freiamt 1995 s 92 24

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