vdw-magazin-2012-01

 

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vdw verband der wohnungs und immobilienwirtschaft in niedersachsen und bremen magazin 03 i viele gÄste lob von ministerinnen vdw-jahresauftakt gelungen 15 i brennen wir aus die burnout-gesellschaft 32 i waren setzt auf die zukunft modernisierung von großwohnsiedlungen ii 40 i eine idee macht geschichte internationales genossenschaftsjahr fachtagung vernetztes wohnen 22 mÄrz 2012 in hannover 0112 zeitschrift des vdw niedersachsen bremen in zusammenarbeit mit dem verband norddeutscher wohnungsunternehmen e v.

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in ha lt tite lfo to im in te rn atio nalen ge nossenschaftsjahr 2 0 1 2 r Ü c k en n at Ü rlich au chdiew ohn u n gs gen os s en s c haft en ins ra m pe n lic ht ihrewerte tradition verl Ä sslic hk ei t ver an t w or t u n gs bew ussts ei nunds ol i d ar i t Ät pa sse nd d a zu fei ertdiebra un schweigerba ugen os s en s c haft indi es em j ahr i hr 1 25 j Ähr i ges bes t ehen d e r spa r undba uv erein indessenbes ta nddi es es her rlic he d ac hbod en fot o en t s tan d en i s t hat d i es es ju bilÄ u m be re it szweijahrehintersich foto axel bor n fÜ r d en s par u n d bau ver ei n ma ga z in 0112 vdw 02 03 07 08 iiiiiiiiiiiiiiiiiii inhalt vo r wo rt auf takt 12 ve rban ds rat be s uch t o te wo bau wo lf e n bütte l t hema 09 10 15 17 19 23 25 28 32 a zubi-k am p agn e sch we rp un kt pe rs o n alm an age ment burn o ut brie f e an die m ie te r po laris ie rte wo h n un gs m ärkte seri e städte bauf ö rde run g m ie te n e n twicklun g m ie tre ch t seri e gro ßwo h n s ie dlun ge n seri e ge nossens ch af te n 0112 » 40 vdw 49 50 51 52 56 fach tagun g ve rn e tzte s wo hnen a rbe its kre is so zialarbe it ef f izie n te a uf zugs an ie run g nam e n un d nach rich te n te rm in e i m p re s s um kultur isst strategie zum frühstück « p etter s to rd al en nor w e g is cherhotel un ternehmer g la u bt n ic htanmck in s e y s o nd ern an d en s p ir it s e in e r m it a r be it e r

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axel g edasc hko prÄ si dent gdw bu ndesv erba nd de uts c he r wo hnu ngs u nd immo bi li enu nte rne hme n e .v i licher unsicherheit immer wichtiger mit ihren rund 2,2 millionen wohnungen ­ das sind zehn prozent des mietwohnungsbestandes in deutschland ­ sichern die wohnungsgenossenschaften rund fünf millionen menschen bezahlbares und gutes wohnen und entwickeln städte und quartiere genossenschaften machen sich aber auch für den klimaschutz stark seit 1990 sind bereits über 61 prozent der genossenschaftswohnungen energetisch vollbeziehungsweise teilmodernisiert worden so können die wohnungsgenossenschaften ihre mitglieder langfristig sicher versorgen und den heizkostenanstieg bremsen so wie die anderen sparten der genossenschaften handeln also auch die wohnungsgenossenschaften sozial verantwortlich repräsentieren bürgerschaftliches engagement und rationale betriebswirtschaft ­ und bieten ihren mitgliedern damit weit mehr als nur ein dach über dem kopf um die aktivitäten der wohnungsgenossenschaften vor ort ­ wie zum beispiel feste für mitglieder und bewohner ­ zu unterstützen stellt der gdw mit der toolbox eg auf seiner homepage ein umfassendes service-paket bereit die wohnungsgenossenschaften können sich dort motive für flyer kalender und plakate herunterladen und diese ganz individuell für ihre zwecke anpassen darüber hinaus werden wir das genossenschaftsjahr auch auf zentraler ebene mit zahlreichen veranstaltungen begleiten so wird am 24 januar ein empfang des dgrv und des gdw mit wirtschaftsminister dr philipp rösler im haus der dz-bank in berlin stattfinden am 25 april wird es beim dgrv eine zentrale veranstaltung der genossenschaftsverbände unter beteiligung des gdw mit bundeskanzlerin dr angela merkel geben für die wohnungsgenossenschaften wird der gdw zusammen mit seinen mitgliedsverbänden am 14 juni einen genossenschaftskongress veranstalten und auch die mitgliedsverbände des gdw werden veranstaltungen zum internationalen jahr der genossenschaften durchführen ein besonderes ereignis ist außerdem der internationale tag der genossenschaften am 7 juli ich freue mich auf ein spannendes und erfolgreiches jahr 2012 rund um das thema genossenschaften und hoffe sie bei einigen der zahlreichen veranstaltungen begrüßen zu dürfen herzlichst ihr axel gedaschko ma ga z in 0112 as internationale jahr der genossens chaften 2 0 1 2 hat begonnen und mit ihm eine hervorragende gelegenheit für die wohnungsgenossenschaften die vorzüge der genossenschaftlichen idee mit veranstaltungen und aktionen der breiten Öffentlichkeit näher zu bringen das von den vereinten nationen ausgerufene genossenschaftsjahr haben wir mit unseren partnerverbänden bereits frühzeitig aufgegriffen am 18 oktober 2011 haben wir die kampagne ein gewinn für alle ­ die genossenschaften gemeinsam mit dem deutschen genossenschafts und raiffeisenverband dgrv gestartet damit wollen wir die genossenschaften unterstützen mit möglichst vielfältigen aktionen vor ort den menschen in deutschland ihre leistungsfähigkeit als moderne wirtschaftsform zu präsentieren denn genossenschaften sind starke marktpartner in allen wirtschaftsbereichen sie vereinen mit ihren 20 millionen mitgliedern fast ein viertel der deutschen bevölkerung mehr als 800.000 menschen arbeiten in der genossenschaftsorganisation die rund 7.500 genossenschaften ­ darunter rund 2.000 wohnungsgenossenschaften ­ sind eine treibende kraft in wirtschaft und gesellschaft sie tragen nicht nur zur lösung wirtschaftlicher herausforderungen bei ­ sie sind auch wesentliche faktoren bei der bewältigung gesellschaftlicher aufgaben so setzen sich genossenschaften beim immer wichtiger werdenden thema wohnen im alter ein fördern die dezentrale verbreitung erneuerbarer energien tragen wesentlich zu einer flächendeckenden gesundheitsversorgung bei übernehmen kommunale aufgaben oder organisieren die nahversorgung in ländlichen regionen bei einer genossenschaft werden die unternehmerischen entscheidungen nicht unter renditevorgaben sondern mit blick auf die optimale leistungserstellung für die mitglieder getroffen das führt zu seriösen und nachhaltigen geschäftsmodellen diese stabilität ist insbesondere auch für die mitglieder von wohnungsgenossenschaften von großer bedeutung denn gutes und sicheres wohnen wird gerade in zeiten wirtschaft d 2 vorw ort

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ma ga z in 0112 auftakt 1 2 v d w j a h re sa u f tak twird zu mwic ht i gen br a n ch e n tre f fen ministerin Ö zk an lo bt v erba nd unternehmenskultur ist unterschätzter erfolgsfaktor verbandsdirektor bernd meyer begrüßt ministerin prof dr johanna wanka hannover 220 gäste zwei landesministerinnen hochkarätige referenten und viele interessante gespräche ­ der vdw-jahresauftakt hat sich als wichtigstes branchentreffen im januar etabliert zentrale politische themen des diesjährigen neujahrsempfangs förderung des neubaus auch für kleine und mittlere einkommen stadtentwicklung klimaschutz und der demografische wandel verbandsdirektor bernd meyer appellierte an die landespolitik verlässliche rahmenbedingungen für wohnungswirtschaftliche investitionen zu schaffen fordern ohne zu fördern verfehle in jedem fall sein ziel ministerin aygül Özkan antwortete mit der zusage dass sich die landesregierung in den nächsten monaten vehement für eine aktive wohnungspolitik einsetzen werde neben dem politischen teil stand der tag ganz im zeichen von fragen rund ums betriebliche personalmanagement die niedersächsische wissenschaftsministerin prof dr johanna wanka warnte davor die auswirkungen geburtenschwacher jahrgänge auf den arbeitsmarkt zu unterschätzen wer dem verbleibenden berufsnachwuchs künftig keine bildungsperspektiven bieten könne werde als arbeitgeber probleme bei der personalsuche bekommen bereits 2005 bei der premiere der vdw-jahresauftaktveranstaltung war die fachtagung auf das thema personal management ausgerichtet die aufgabe ist nunmehr aktueller denn je nachwuchsfindung fort und weiterbildung lebenslanges lernen und die qualifizierung von führungspersonal sind nur einige teilbereiche die verbandsdirektor bernd meyer in seiner begrüßung ansprach unternehmenskultur darin stimmten die referenten des tages überein sei bei allen fragen des personalmanagements ein ebenso wichtiger wie teilweise unterschätzter erfolgsfaktor ministerin wanka kündigte an dass niedersachsen insbesondere im hochschulbereich neue attraktive wege öffnen werde ziel sei es die durchlässigkeit im bildungssystem zu erhöhen so ermögliche die offene hochschule ein studium ohne abitur als nachweis für die hochschulreife gelte dann die berufliche qualifikation so könnten beispielsweise immobilienkaufleute mit dreijähriger berufserfahrung an die universität gehen als zweites beispiel nannte prof wanka das duale studium dort finden sich hochmotivierte junge leute die abbrecherquote ist gleich null unsere reserve reicht nicht wie wichtig personalplanung auch für die wohnungswirtschaft wird zeigt eine umfrage aus dem vorigen jahr 3

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karl-heinz range ksg hannover reiner fulst spar und bauverein erika thake bauverein wunstorf frank menzel bauverein rüstringen christian petersohn woge kleefeld buchholz siegfried hildebrandt wbg celle ma ga z in 0112 mandy wagner vdw hartmut kynast südheide eg christian mattern hwg hameln carlo greifenberg nt elf plätze ­ 200 bewerber bemerkenswert unter anderem die Überalterung des derzeitigen personals in den unternehmen ­ bundesweit übrigens gravierender als in niedersachsen und bremen gleichwohl sollten auch beim vdw die alarmglocken läuten warnte ebz-vorstandsvorsitzender klaus leuchtmann denn andere branchen seien deutlich jünger aufgestellt deshalb sein appell bilden sie aus legen sie eine schippe drauf nur so könne sich die wohnungswirtschaft auf die situation vorbereiten dass in den nächsten zehn jahren rund 3300 führungspositionen neu besetzt werden müssen dafür reichen unsere reserven derzeit vorne und hinten nicht hob leuchtmann hervor susanne fehlhaber aus flensburg sprach sich in ihrem referat ergänzend dafür aus dass unternehmen ein so genanntes talentmanagementsystem etablieren dies trage zum firmenimage bei und sei eine zukunftssichernde maßnahme ambitionierte junge leute würden ihre arbeitgeberwahl mittlerweile von den möglichkeiten abhängig machen ihre fachkompetenz ihre verhaltenskompetenz sowie ihre eigene persönlichkeit qualifiziert zu schulen 4 die degewo in berlin hat über viele jahre ein personalkonzept erarbeitet ausgangspunkt war eine analyse der mitarbeiterstruktur nach der unter anderem das durchschnittsalter der belegschaft von 47 2008 auf 51 jahre 2018 ansteigen wird personalleiterin gabi anders zeigte an einigen beispielen wie das größte berliner wohnungsunternehmen mit seinen mehr als 500 mitarbeitern darauf reagiert hat familienfreundlichkeit wird großgeschrieben so gibt es zwei mitarbeiter-kind-arbeitsplätze haushaltsnahe dienstleistungsangebote und flexible arbeitszeitmodelle die degewo bietet regelmäßige maßnahmen zur gesundheitsprävention umfangreiche weiterbildungsmöglichkeiten ein ideenmanagement sowie ein nachwuchs bzw führungskräfteentwicklungsprogramm diese angebote spielen bei der berufswahl offenbar eine wichtige rolle denn über mangelnde nachfrage kann sich die degewo nicht beklagen um elf ausbildungsplätze bewerben sich jährlich 200 schulabgänger vergessen sie personalentwicklung sagte rainer bäcker leiter der ifp-managementdiagnostik in köln wenn sie

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ma ga z in 0112 sozialministerin aygül Özkan umrahmt von verbandsdirektor meyer rechts und hannovers stadtbaurat uwe bodemann aus der gÄsteliste uwe bodemann stadtbaurat hannover axel brockmann polizeipräsident hannover marco brunotte mdl spd-landtagsfraktion lothar busch abteilungsleiter sozialministerium friedhelm fischer bürgermeister stadt langenhagen randolph fries deutscher mieterbund tibor herzceg verband wohneigentum dr hans reinold horst haus grund niedersachsen david huber landesverband freier immobilien und wohnungsunternehmen ernst-bernhard jaensch sozialverband deutschland walter koch vorstand nbank michael krampe schulleiter bbs springe carl-jürgen lehrke bürgermeister stadt sehnde kurt machens oberbürgermeister stadt hildesheim dr max matthiesen mdl cdu-landtagsfraktion dr matthias meyer geschäftsführer niedersächsische architektenkammer thomas prinz bürgermeister stadt laatzen karl ravens bundesminister a.d heiger scholz geschäftsführer niedersächsischer städtetag susanne schönemeier deutscher mieterbund klaus schöppach landesvorstand johanniter-unfall-hilfe ralf stapp geschäftsführer bremer aufbau-bank miriam staudte mdl fraktion bündnis 90/die grünen reiner wegner landrat landkreis hildesheim auftakt 1 2 der auffassung sind dass sich personelle kompetenzen nicht erfolgsfördernd für das unternehmen auswirken wollen sie jedoch kompetenzbasierte personalentscheidungen treffen und keine bauchentscheidungen dann benötigen sie eventuell doch eine personalentwicklungsstrategie die wichtigsten elemente einer systematischen personalentwicklung lieferte er gleicht mit entwicklung eines kompetenzmodells einführung von mitarbeitergesprächen und -beurteilungen angebote an grundlagentrainings und coachings sowie die einführung von zielgruppenspezifischen assessments für personalentscheidungen und eines unternehmensspezifischen talentmanagements burnout ist eine modediagnose die wohnungswirtschaft war mir bis dato völlig unbekannt trotz dieser wissenslücke hat sich prof dr martina de zwaan nach eigenem bekunden sehr wohl gefühlt beim auftakt 12 dabei hat die leiterin des lehrstuhls für psychosomatik an der medizinischen hochschule hannover ein ebenso aktuelles wie beklemmendes thema vorbereitet burnout schon allein aufgrund der breiten mediendarstellungen und öffentlichen diskussionen müssen sich mediziner und arbeitgeber damit befassen obwohl es keine rein wissenschaftliche definition von burnout gebe seien einige symptome unverkennbar erschöpfung konzentrationsschwächen zynismus atembeschwerden u.v.m so habe die modediagnose eine hohe gesellschaftliche praxisrelevanz die gründe für burnout sind laut prof de zwaan sehr vielschichtig und können sowohl in der eigenen persönlichkeit liegen bedürfnis nach anerkennung selbstüberschätzung als auch auf äußere umstände zeitdruck informationsüberflutung hierarchieprobleme zurückgeführt werden an dieser stelle setzt die verantwortung des arbeitgebers an meinte die wissenschaftlerin gab allerdings zu bedenken dass gerade auch führungskräfte häufiger betroffen seien als man sich dies selbst eingestehen möchte zum abschluss der fachtagung konnte joerg wacha unternehmensberater aus wiesbaden direkt an die ausführungen von martina de zwaan anknüpfen denn viele berufsbedingte krankheiten seien folge von unrealisti 5

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aygül Özkan heiger scholz lothar busch dr max matthiesen rainer bäcker prof dr martina de zwaan ma ga z in 0112 auftakt 1 2 bürgermeister thomas prinz landrat rainer wegner peter cordes nordenham susanne fehlhaber anja förster signiert für michael voigt wbg laatzen schen planungen und erwartungen und mangelhaftem management dies gelte insbesondere bei veränderungen innerhalb von unternehmen die stets auch Ängste und betroffenheit auslösten sagte wacha changemanagement muss immer auch das verhalten und die einstellung der mitarbeiter im blick haben zum anschließenden neujahrsempfang konnte der vdw rund 230 gäste aus politik verwaltung und wirtschaft begrüßen siehe s 5 sozialministerin Özkan lobte in ihrem grußwort die konstruktive zusammenarbeit des vdw mit der landesregierung in sehr verschiedenen bereichen ­ von der konzertierten aktion über den wohnungspolitischen kongress bis zur sicherheitspartnerschaft insbesondere bei der neugestaltung der wohnraumförderung sei der verband ein wichtiger rat und impulsgeber gemeinsam sei im vorigen jahr ein weiteres absenken der städtebauförderung durch den bund verhindert worden derzeit laufen nach auskunft der ministerin die abstimmungsgespräche mit dem bund über die verlängerung der kompensationsmittel für den wohnungsbau für den zeitraum 2014 bis 2018 zugleich werde sie sich im kabi6 nett dafür einsetzen dass diese mittel auch zielgerichtet für den wohnungsmarkt eingesetzt würden geben sie ihren mitarbeitern freiräume ehe die gäste des empfangs in intensiven gesprächen kontakte pflegen neue kontakte knüpfen und den tag ausklingen lassen konnten plädierte die managementberaterin und autorin anja förster unter der Überschrift nur tote bleiben liegen für mehr leidenschaft kreativität und initiative im beruf diesen drei faktoren machten den unterschied aus zwischen gewöhnlich und außergewöhnlich die frage sei nur wie fördern unternehmen diese qualitätsmerkmale bei ihren mitarbeitern nach meinung von förster gibt es drei treiber für mehr leistung selbstbestimmung können und das erkennen einer sinnhaftigkeit ihre botschaft trennen sie das wie vom was geben sie ihren mitarbeitern freiräume und schenken sie ihnen vertrauen dann ist es möglich dinge anders zu machen

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gs goldenburgkoop er iertmitjo hanni tern jonas hilft auch bei persönlichen problemen oldenburg seit nunmehr zwei jahren arbeiten die wohnungsbaugesellschaft gsg oldenburg und die johanniter-unfall-hilfe eng in dem bereich der mieterbetreuung zusammen während dieser zeit wurden mehrere projekte wie das service-wohnen daheim und das nachbarschaftsforum jonas angeschoben um vor allem ältere mieter anzusprechen die projekte sollen den menschen ermöglichen lange und trotzdem sicher und gut versorgt in den eigenen vier wänden zu leben in den projektgebieten leben viele senioren alleine ein teil von ihnen ist zudem finanziell nicht unbedingt in der lage kommerzielle angebote und veranstaltungen wahrzunehmen entstanden ist die zusammenarbeit aus dem projekt service-wohnen daheim der johanniter-unfall-hilfe dabei wird eine rund-um-sorglos-versorgung im niedrigschwelligen bereich angeboten wir übernehmen aufgaben um die sich früher die kinder oder enkel gekümmert haben erzählt angela exner-wallmeier sie ist für das service-wohnen daheim verantwortlich mit diesem angebot füllen die johanniter eine lücke in den dienstleistungen die die gsg ihren mietern zur verfügung stellt bei technischen problemen sind immer sofort die mitarbeiter der gsg vor ort aber zum beispiel die wohnungsversorgung bei krankenhausaufenthalten oder im urlaub unterstützung bei behördenangelegenheiten die dokumentenverwahrung oder die unabhängige vermittlung von dienstleistern übernehmen jetzt die johanniter darüber hinaus gibt es die johanniter-nachbarschaftshilfe und -seniorenberatung ­ kurz jonas die gsg stellte dafür eine seniorengerecht umgebaute wohnung zur verfügung die johanniter sind für inneneinrichtung und personal verantwortlich fördermittel gibt es vom kuratorium deutsche altershilfe kda das angebot wurde schnell angenommen schon direkt nach dem start bildeten sich gruppen die sich seitdem regelmäßig treffen jonas ist nicht ausschließlich gsg-mietern vorbehalten sondern auch für andere menschen offen immer häufiger kommen teilnehmer mit persönlichen problemen zu den betreuerinnen vielen bewohnern fällt es schwer um hilfe zu bitten da sie ihr gesicht nicht verlieren wollen und ihre selbstständigkeit nicht aufgeben möchten erklärt exner-wallmeier das sei in der wohnlichen atmosphäre des jonas-projektes leichter ma ga z in 0112 vdw bremer bausenator lobt aktive rolle der wohnungswirtschaft bremen premiere für bremens bausenator dr joachim lohse erstmals konnte er sich dem verbandsrat des vdw niedersachsen bremen vorstellen beim treffen im bürgerzentrum von ote früher bekannt als osterholz-tenever betonte lohse die bedeutung von wohnungsunternehmen die aktiv stadtentwicklung mitgestalten wollen dazu zähle er insbesondere die mitglieder des vdw wie sehr bremen von seiner kommunalen wohnungsgesellschaft profitiert hat zeigt sich in ote auf eindrucksvolle weise aus der ehemals problembeladenen großwohnsiedlung hat die gewoba mit anderen akteuren wieder eine gute adresse gemacht welche schritte dazu nötig waren erläuterten ralf schumann von der gewoba und quartiersmanager joachim barloschky zuvor hatte schon der neue gewoba-vorstandssprecher peter stubbe gegenüber dem verbandsrat betont dass sich das unternehmen auch künftig intensiv um seine bestände aber insbesondere auch um die wohnquartiere in bremen und bremerhaven kümmern werde der vdw-verbandsrat hatte seine jahresabschlusstagung zu einer exkursion nach ote genutzt die mitglieder zeigten sich beeindruckt von der dortigen entwicklung die anbindung an die stadtbahnlinie ist ein weiterer meilenstein 7

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wob a u wol fen b Ü t t el au f n eu en wegen streu besi tz berei ni gt geschäftsführer hering abriss von häusern muss gefördert werden wolfenbüttel die immobilienbranche bietet eine fülle unternehmerischer ansätze erfolg wird mitunter vollkommen unterschiedlich definiert perspektiven und zeiträume werden hier gänzlich anders bewertet als dort insbesondere das engagement internationaler fonds auf dem deutschen wohnungsmarkt hat einige parameter verschoben wenn die optimierung der zahlen hinter dem komma nur auf kosten von arbeitsplätzen funktioniert dann ist das reiner manchester-kapitalismus meint markus hering soziale marktwirtschaft hingegen verlange demut und respekt vor den aufgaben ­ das heißt auch vor mitarbeitern und kunden so sei letztlich auch sein wechsel aus berlin nach wolfenbüttel zu erklären denn sozial ausgerichtet wirtschaftlich erfolgreich und ökologisch orientiert ­ diesen dreiklang gebe es nur in verantwortungsvoll geführten unternehmen wie der wobau sagt hering der jurist und immobilienökonom hat die großen veränderungen am deutschen wohnungsmarkt in berlin miterlebt und teilweise mitgestaltet die aufbruchstimmung nach der wiedervereinigung spektakuläre entwicklungsprojekte am prenzlauer berg die fusion großer wohnungsunternehmen den kontrollverlust der öffentlichen hand und die zunehmende einflussnahme internationaler anleger im oktober 2009 wechselte hering in die herzogstadt wolfenbüttel die möglichkeiten als alleingeschäftsführer ein unternehmen zu gestalten haben mich sehr gereizt seine frau arbeitet weiterhin in berlin sein haus in zehlendorf hat das paar behalten binnen kürzester zeit hat sich markus hering in wolfenbüttel eingelebt die region hat eine hohe lebensqualität tourismus wirtschaft kultur und wissenschaft ­ alles ist vorhanden auch die engagierte unterstützung durch landrat jörg röhmann bürgermeister thomas pink und die exzellenten fachleute in den verwaltungen hätten ihm den start erleichtert gemeinsam konnten erste ziele erreicht werden die bereinigung des streubesitzes sei weitgehend abgeschlossen berichtet hering von wohnungen in der stadt goslar im landkreis peine und im landkreis wolfenbüttel hat sich die wobau getrennt der bestand schrumpfte bis ende 2011 von 3.307 auf 2.671 wohneinheiten gerne würde hering in den strukturschwachen gebieten weitere gebäude abreißen lassen doch das unternehmen kann die kosten nicht tragen die wohnungsunternehmen werden mit den problemen die der demografische wandel mit sich bringt allein gelassen förderung für abriss ist unbedingt nötig statt die förderkriterien kreativ umzugestalten werde weiter mit die gieskanne hantiert doch es ist ein unterschied ob es um häuser an der königsallee oder in mönchevahlberg geht 8 w ob au w olfenb Üttel ma ga z in 0112 der konsolidierungsprozess der wobau schreitet voran langfristiges ziel von markus hering das unternehmen soll als immobilienwirtschaftliche plattform eine wesentliche rolle in der region braunschweig/wolfenbüttel wahrnehmen auch zukäufe von immobilien werde es wieder geben die nächsten wichtigen schritte zeichnen sich bereits ab im sommer wird die wobau deren belegschaft in den vergangenen zwei jahren von 48 auf 30 mitarbeiter geschrumpft ist vom bisherigen verwaltungsgebäude in das historische samsonhaus umziehen neuer mieter wird das jobcenter für dessen zwecke die wobau auf dem grundstück noch ein weiteres bürohaus errichten wird deutlich ausgeweitet hat das wohnungsunternehmen seine modernisierungsaufwendungen die in diesem jahr mit 9,6 millionen euro einen neuen höchststand erreichen investitionsschwerpunkt wird in den nächsten jahren die ahlumer siedlung so etwas wie die keimzelle der wobau sukzessive soll das quartier aufgewertet und überplant werden dort soll es künftig auch zielgruppenorientierte wohnangebote geben etwa für studenten oder senioren das credo für die nächsten jahre hat markus hering schon formuliert die wobau ist ein sozial engagiertes dienstleistungsunternehmen ­ und so wollen wir auch wahrgenommen werden

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azubikampagne von gdw und regionalverbänden geht in die zweite runde ma ga z in 0112 azub i-kam pagne n achdem die erste kreativlinie der azubi-kampagne mit drei kindlich-jugendlichen bildmotiven und dem slogan du bist mehr immobilienprofi als du denkst auf augenzwinkernde weise aufmerksamkeit für den ausbildungsberuf erzeugt hat unterfüttert die erwachsener gewordene zweite kampagnenphase die azubi-kampagne jetzt mit inhaltlicher substanz die neuen kampagnenmotive zeigen das was den beruf so attraktiv und spannend macht nämlich seine vielseitigkeit und den besonderen mix an tätigkeiten und aspekten wie z b fachliche soziale kaufmännische rechtliche oder technische aspekte und kompetenzen mit den neuen kampagnenmotiven werden unterschiedliche facetten des ausbildungsberufs mit einer reihe starker ansprechender motive dargestellt die im klaren plakativen stil der ersten kampagnen-fotos gehalten sind durch ihre besondere bild-headline-spannung die zudem witzig oder überraschend ist erzeugen wir aufmerksamkeit und spaß an den motiven die kampagnenbotschafter die ebz-absolventen jan marco montag hockeyweltmeister und mirja kothe bundesligafußballerin sind als immokaufleute in die szenen der motive integriert man sieht jetzt wie überraschend spannend und vielseitig die ausbildung in der wohnungs und immobilienwirtschaft ist das spricht an und zeigt wie abwechslungsreich dieser beruf ist der slogan der azubi-kampagne du bist mehr immobilienprofi als du denkst bleibt in der neuen kampagne erhalten wird aber noch deutlicher als kampagnenslogan positioniert dazu rückt er aus dem bildmotiv hin zu absender und webadresse die neue text bildsprache spielt nun mit der an den betrachter gerichteten frage lust auf die antwort erfolgt mit dem überraschenden und sympathischen bildmotiv und dem statement spannender als du denkst der ausbildungsberuf immobilienkaufmann frau wer kann sich einem so vielschichtigen und sympathischen berufsbild noch entziehen wenn sie mehr über die kampagne erfahren möchten klicken sie auf www.azubi-kampagne.de dort finden sie auch die neuen umsetzungen der werbematerialien die sie ganz einfach eins zu eins für die suche nach geeignetem nachwuchs in ihrem unternehmen einsetzen können als ansprechpartner für die kampagne stehen ihnen beim vdw der bildungsreferent karsten dürkop 0511/1265-126 und beim vnw der bildungsreferent andreas daferner 040/520 11-218 zur verfügung 9

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erfolgsfaktor mensch ma ga z in 0112 solau te te dertitelderdiesj Ähr i gen v dw-j a hresa u fta ktve ra n s talt ungin han n o v er ei nersei ts wu rde dabeideutlich wieintensivsich wo hnu ngsu ntern e h me n mi t t ler w ei lemitpersona lm a na gem enta u fg abenbeschÄf t i ge n an derers ei t s z ei gte si ch a ber a u ch d a ss es zahlr ei c he he r au s f o rderu ngen imbe re ich vo nperson al fÜ hr ungu nd ­entwi ck lu ng g ib t d ie in denunt er n e hm enern st geno m m en w e rd e n mÜ s s en zu d en w i c ht i gs ten fra gen hat da s ma g a z in mitsus an n e f ehlhab er g a bi a nders u nd kl ausleuc ht m an n ge sproc hen di e bei der ta gu ng re f e rie rt h at t e n klaus leuc htm an n v o rsta ndsv o rsi tz ender des ebz u n d geschÄ ftsfÜ hrer der pri vaten ho chschu le ebz bus ine sssc ho olin bo chu mima ga z in herr leuchtmann wie finden sie den begriff war for talents ­ also den krieg um die talentiertesten nachwuchskräfte leuchtmann der begriff ist martialisch und ein bisschen zu dramatisch aber er beschreibt die brenzlige wettbewerbssituation auf den jobmärkten denn jedes unternehmen benötigt einen kontinuierlichen zufluss von nachwuchskräften und neuen mitarbeitern weil die schulabgängerzahlen zukünftig deutlich sinken verschärft sich der wettbewerb der branchen um talentierte nachwuchskräfte qualifiziertes personal wird mehr denn je zum erfolgsfaktor darauf muss sich jedes unternehmen einstellen nau aussuchen können und sie werden ansprüche stellen können wie sie wohl noch keine generation zuvor formulieren konnte gewinnen werden außerdem alle unternehmen die ihre unternehmenskultur frühzeitig darauf ausrichten maga zi n droht der wohnungswirtschaft eine ausbildungsmisere soll heißen man würde gerne ausbilden findet aber keine passenden bewerber leuchtmann es gibt heute schon wohnungsunternehmen aus einigen regionen die berichten dass sie ausbildungsplätze nicht besetzen konnten die entwicklung hängt davon ab ob die wohnungswirtschaft die wachsenden ansprüche der schulabgänger erfüllen kann m a ga z in wie wird dieser kampf ausgehen leuchtmann einen gewinner wird es auf jeden fall geben kluge viel versprechende schulabgänger werden sich ihre arbeitgeber in den kommenden jahren sehr gem a g a zi n was für ansprüche sind das und welche rolle spielt das gehalt bei der entscheidung für einen ausbildungsplatz 10

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leuchtmann natürlich wollen gute leute auch entsprechend bezahlt werden aber das gehalt steht in der prioritätenliste der heutigen generation nicht an erster stelle bei der berufswahl geht es um mehr die letzte shell-studie hat beispielsweise ergeben dass junge menschen einer sinnhaften tätigkeit nachgehen wollen dass ihnen themen wie nachhaltigkeit und umweltschutz wichtig sind dass sie sich einen abwechslungsreichen beruf mit entwicklungschancen wünschen die vereinbarkeit von familie und beruf hat einen viel höheren stellenwert bekommen als früher hier bietet sich für die wohnungswirtschaft eine großartige chance sich selbst zur marke zu machen es ist wichtig den jungen leuten zu vermitteln wie viele themen sich in der arbeit von immobilienkaufleuten kreuzen wie ökonomische soziale und ökologische nachhaltigkeit ineinander spielen auch die hohe durchlässigkeit unserer branche ist ein argument für die nachwuchsrekrutierung durch weiterbildungen berufsbegleitende studiengänge oder spezialisierte abschlüsse kann man sich ständig neue kompetenzen für neue aufgaben aneignen lel zur ausbildung wer eine führungsposition in einem größeren unternehmen erreichen möchte wird dies mit einem masterabschluss eher schaffen mit diesem rüstzeug gilt es nun sich zu beweisen und weitere erfahrungen zu sammeln jetzt kommt der zeitpunkt an dem sich herausstellt ob sich jemand eher für eine führungsrolle oder für eine spezialistenkarriere eignet eine unterstützung durch den arbeitgeber ist sehr wichtig vorgesetzte sollten ein auge darauf haben welche nachwuchskräfte ein talent für bestimmte aufgaben aufweisen insgesamt gilt für die ideale karriere müssen fachkompetenz und führungserfahrung gleichermaßen entwickelt werden dazu brauchen die unternehmen ein system der nachwuchsförderung die mit dem abschluss der ausbildung keineswegs abbrechen darf strategische personalentwicklung sollte zukünftig in allen unternehmen stattfinden ma ga z in 0112 m a ga z in themenwechsel vom berufsanfänger zur führungskraft wie wird sich der arbeitsmarkt in diesem bereich entwickeln auf was sollten die unternehmen achten leuchtmann den unternehmen muss klar sein dass in den kommenden jahren die heranbildung eigener fach und führungskräfte essenziell für ihren erfolg sein wird es wird immer schwerer werden gute leute vom arbeitsmarkt weg zu rekrutieren viel versprechende nachwuchskräfte müssen deswegen viel früher gefördert werden man muss ihnen zeigen welches potenzial man in ihnen erkennt und sie entsprechend schritt für schritt aufbauen in den letzten jahren hat die wohnungswirtschaft zu wenig getan um neue fach und führungskräfte heranzubilden allein in den gdw-unternehmen werden in den nächsten fünf jahren über 3.000 akademiker ersetzt werden müssen und deren nachfolger müssten dann am besten bereits über die mischung aus wissen und erfahrung verfügen aus der echte kompetenz erst entsteht maga zi n was sie schildern ist sicher das idealbild doch nur wenige wohnungsunternehmen scheinen ein systematisches personalmanagement zu betreiben wie beurteilen sie das leuchtmann ganz klar hier ist viel luft nach oben auch wenn die meisten der größeren unternehmen ihr personalmanagement in den letzten jahren deutlich professionalisiert haben diese unternehmen agieren strategisch und haben dafür immer häufiger eine qualifizierte fachkraft aber die wohnungswirtschaft besteht nicht nur aus großen unternehmen mit über 10.000 wohneinheiten kleine genossenschaften oder gesellschaften werden sich nie einen eigenen personalentwickler leisten können diese aufgabe ist von der geschäftsführung nur schwer nebenbei zu leisten auch wenn das bewusstsein für die bedeutung des themas vorhanden ist personalm anagem ent maga zi n wie können verbände und ebz helfen leuchtmann das zauberwort heißt kooperation mehrere kleine unternehmen könnten sich die notwendigen ressourcen für personalentwicklung gemeinsam schaffen die verbände und das ebz sollten diesen prozess unterstützen wir haben diesen bedarf erkannt und planen eine mobile personalberatung für kleine und mittlere wohnungsunternehmen das heißt wir analysieren für diese unternehmen den ist-zustand und machen ihnen auf dieser basis vorschläge für ihre strategische personalentwicklung dafür ist noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten und know-how aufzubauen aber wenn die verbände die bildungseinrichtungen und die wohnungsunternehmen an dieser stelle eng kooperieren bin ich mir sicher dass wir gute erfolge erzielen maga zi n vielen dank herr leuchtmann für dieses gespräch m a ga z in wie könnte nach ihrer vorstellung die ideale karriere in der wohnungswirtschaft aussehen wie kommt man ganz nach oben leuchtmann für mich steht die grundausbildung als immobilienkaufmann oder immobilienkauffrau immer noch an erster stelle die eintrittskarte für führungspositionen ist heute allerdings ein qualifizierter hochschulabschluss deshalb sollte im anschluss der bachelorstudiengang real estate folgen möglichst berufsbegleitend damit parallel berufserfahrung gesammelt werden kann wer den turbo einlegen möchte studiert bereits paral 11

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s usanne fehlhaber i nha beri n der beratu ngsa gentur er fo l gsfa k to r perso na l i n flensbu rg i ma ga z in 0112 m a ga z in frau fehlhaber sie raten unternehmen sich ganz besonders um ihre talente oder wie sie es ausdrücken ihre high-performer zu kümmern welcher gedanke steckt dahinter fehlhaber betriebswirtschaftlich betrachtet ist es für unternehmen profitabel talentierte mitarbeiter bzw sog high performer erzielen doppelt so viel umsatz bzw produktivität wie andere mitarbeiter haben u.a untersuchungen von kienbaum sowie von eichinger ergeben die managementberatung hewitt hat anlässlich einer befragung von 120.000 mitarbeitern und 3.000 managern aus 600 unternehmen in europa zur arbeitsplatzqualität im jahre 2006 festgestellt dass unternehmen die wertschätzung führungsstil und entwicklungsmöglichkeiten im sinne eines talentmanagements bieten im schnitt eine um 24 prozent höhere aktienrendite haben als unattraktive arbeitgeber attraktive arbeitgeber erhalten auch insgesamt vier mal so viele bewerbungen die zahl der fehltage ist um 45 prozent geringer und liegt bei 4,8 statt 7 tagen pro jahr abgesehen von diesen betriebswirtschaftlichen erwägungen bin ich davon überzeugt dass insbesondere dienstleistungsunternehmen gut daran tun mit ihren dienstleistungserzeugern ­ also ihren mitarbeitern ­ gut und vor allem wertschätzend umzugehen damit sie diese haltung auch mit ihrer dienstleistung an die kunden weitergeben personalm anagem ent unternehmenskonzept es weiß dass es ohne investitionen in personalentwicklung und talentförderung große schwierigkeiten bei der personalfindung und nachfolgeplanung haben wird schließlich müssen unternehmen in zeiten des immer stärker werdenden fachkräftemangels versuchen möglichst viele gute mitarbeiter zu rekrutieren und zu halten teilweise ist der arbeitgebermarkt heute schon in einigen branchen bzw für einige berufsgruppen zu einem arbeitnehmermarkt geworden d.h die arbeitnehmer können sich ihre arbeitgeber aussuchen maga zi n sie sprechen im zusammenhang mit der talentförderung von performance potenzial und kompetenz erklären sie uns das bitte fehlhaber performance ist die betrachtung der in der vergangenheit erbrachten arbeitsleistung kompetenz meint die gesamtheit von kognitiven emotionalen physischen und verhaltensbezogenen fähigkeiten und fertigkeiten sie bezieht sich auf die gegenwart potenzial ist die summe der entwicklungsmöglichkeiten oder der entwickelbaren noch nicht ausgeschöpften leistungsoptionen oder kompetenzen einer person sie bezieht sich auf die zukunft wenn ein unternehmen talentförderung betreiben möchte dann versucht es das potenzial einer person zu ermitteln d.h es prognostiziert ob und welche anderen oder höherwertigen aufgaben ein mitarbeiter optimal bearbeiten kann diese prognose lässt sich nicht unbedingt aus der erbrachten leistung ableiten es kann sein dass ein mitarbeiter derzeit sehr gut leistet damit aber an den leistungsgrenzen angekommen ist würde man ihn auf einen arbeitsplatz setzen der mehr oder andere dinge von ihm verlangt wäre er überfordert deshalb versucht man bestimmte kompetenzen zu messen die aussagen können ob und welches potenzial ein mitarbeiter hat das sind so genannte potenzialtreiber wie lernfähigkeit veränderungsfähigkeit flexibilität motivation und leistungswille intelligenz intellektuelle möglichkeiten kognitive leistungsfähigkeit sie können mit bestimmten instrumenten wie situativen verfahren z.b assessment center m a ga z in steckt da nicht irgendwie ein darwinistisches prinzip dahinter nur die besten kommen durch die schwächeren hingegen bleiben auf der strecke fehlhaber nein nach meinem verständnis ist das fördern von talenten ein teil der unternehmensspezifischen personalentwicklung wenn unternehmen talentförderung betreiben dann widmen sie allen mitarbeitern im unternehmen aufmerksamkeit und besonders den talenten ein zukunftsorientiertes unternehmen versteht ein talentmanagementsystem als teil seines unternehmenserfolges und integriert talentsuche und -förderung in sein 12

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ein unternehmen der aareal bank oder testverfahren gemessen werden es gibt auch die möglichkeit dass die beurteilung durch vorgesetzte mittels der beantwortung bestimmter fragen rückschlüsse auf das potenzial ermöglicht ideal ist es verschiedene methoden zu kombinieren ­ das erhöht meines erachtens die treffsicherheit der prognose m a ga z in aus diesen erkenntnissen resultiert die empfehlung an die unternehmen talentmanagementsysteme zu installieren mit welchem ziel fehlhaber mein appell an unternehmen ist ihre verborgenen schätze zu heben also bei ihren mitarbeitern genau hinzuschauen und nicht nur aus der leistung also der performance schlussfolgerungen auf das potenzial zu ziehen ein talentmanagementsystem betrifft ja nicht einen isolierten teil des unternehmens oder der personalabteilung sondern geht im idealfall alle führungskräfte an wenn führungskräfte dafür sensibilisiert wurden und in diese richtung agieren nämlich ausgerichtet auf das unternehmensziel mitarbeiter und talent zu fördern dann profitieren letztendlich die unternehmen wirtschaftlich davon da ist mehr drin m a ga z in wer erfolgreich talente finden will müsse als attraktiver arbeitgeber wahrgenommen werden sagen sie was macht einen arbeitgeber attraktiv fehlhaber zum einen geht es darum die im unternehmen vorherrschende haltung das respektvolle wertschätzende aber auch leistungsorientierte miteinander nach außen zu tragen sich also als arbeitgeber darzustellen der auf diese kriterien wert legt neben presseartikeln beteiligungen an ausschreibungen bzw wettbewerben zu solchen themen ist auch die mund-zu-mund-propaganda in diesem zusammenhang wichtig auch der bereich social media sollte nicht außer acht gelassen werden weil unternehmen darüber eine jüngere zielgruppe gut erreichen können das thema arbeitgeberbewertung spielt nämlich eine zunehmend wichtige rolle beispielhaft seien xing in kombination mit der bewertungsplattform kununu genannt m a ga z in haben sie abschließend noch einen tipp für die personalverantwortlichen in unseren wohnungsunternehmen fehlhaber gedanken wie das ist ja nur was für große unternehmen oder das ist ja viel zu teuer halte ich für nicht zielführend es gibt auch gerade für kleine und mittelgroße unternehmen passgenaue möglichkeiten der mitarbeiter und talentförderung und des personalmarketings auch mit ganz kleinen schritten kann man sehr viel erreichen zum abschluss möchte ich auf goethe verweisen erfolg hat drei buchstaben tun m a ga z in danke für das gespräch auch wer gut ist kann noch besser werden die integrierten services von aareon helfen wohnungsunternehmen genossenschaften kommunalen gesellschaften hausverwaltungen industrieverbundenen unternehmen und finanzinvestoren wirklich alle optimierungspotenziale auszuschöpfen ­ unabhängig davon mit welchem it-system sie arbeiten denn in den services stecken über 50 jahre branchenexpertise informieren sie sich jetzt im internet telefonisch 0800-0227366 oder direkt in einer unserer niederlassungen www.aareon.com

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g a b i an der s p er s o na llei teri n bei der degewo i n berli n i ma ga z in 0112 personalm anagem ent m a ga z in frau anders die degewo-belegschaft wird immer älter inwiefern ist das für sie ein problem anders wir sehen das nicht als problem sondern als herausforderung und chance zum einen müssen wir neue wege und lösungen finden um mit dieser veränderten situation bedingt durch den demografischen wandel umzugehen zum anderen haben wir damit aber auch viele alte hasen an bord deren wissen und erfahrung wir bei der ausbildung junger mitarbeiter nutzen maga zi n die vereinbarkeit von familie und beruf spielt bei der arbeitsplatzwahl eine große rolle gilt dies eigentlich auch schon für berufsanfänger anders in der tat stellen wir bereits bei der einstellung von auszubildenden und sehr jungen mitarbeitern fest dass ihnen bei der wahl des arbeitgebers ein familienfreundliches umfeld und entsprechende angebote sehr wichtig sind wir hören dann häufig sätze wie ich möchte selber einmal familie haben daher sollte mein arbeitgeber auf jeden fall hierfür offen sein insgesamt können wir aber bei einstellungen von mitarbeitern jeden alters ein gestiegenes interesse an familienfreundlichen rahmenbedingungen feststellen hier scheint tatsächlich ein wandel in den köpfen stattgefunden zu haben familie rückt wieder mehr in den vordergrund was sicherlich auch durch die in der jüngeren vergangenheit geführte öffentliche diskussion zur besseren vereinbarkeit von beruf und familie befeuert wurde m a ga z in Ältere mitarbeiter bilden aufgrund ihrer erfahrung nicht selten das rückgrat einer firma wie ist das bei der degewo anders auch bei uns verfügen insbesondere unsere langjährig tätigen älteren mitarbeiter über sehr umfangreiche fachkenntnisse daher ist es uns sehr wichtig dass auch ältere mitarbeiter die verdiente wertschätzung erhalten und nicht das gefühl bekommen aufs abstellgleis gestellt zu werden Ältere mitarbeiter nehmen wie alle anderen an weiterbildungsmaßnahmen teil werden gezielt an wichtigen projekten beteiligt oder mit der projektleitung betraut wir erwarten aber andererseits auch dass sich bei uns keiner auf seiner erfahrung und seinem alter ausruht und die schotten dicht macht für veränderungen für weiterbildungen und das erlernen von fachlichen und oder technischen neuerungen gibt es bei uns keine altersgrenze alle müssen mitmachen nur so können wir voneinander lernen und miteinander wachsen lebenslanges lernen ist uns daher ein besonderes anliegen maga zi n was bedeutet das für die degewo als arbeitgeber anders schon heute beginnen wir den fachkräftemangel zu spüren der wettbewerb um die besten köpfe hat begonnen mit dem zertifikat berufundfamilie und unseren konkreten angeboten dazu ­ von der gleitenden arbeitszeit bis zum eltern-kind-büro ­ haben wir echte trümpfe in der hand von bewerberseite wird uns regelmäßig bescheinigt dass sie sich auch wegen unserer familienfreundlichkeit für uns entschieden haben daher sind die schaffung und der weitere ausbau eines familien 14

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