Eve - Eine fantastische Kurzgeschichte

 

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Kurzgeschichte, Genre: Fantasy

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eve ­ eine fantastische kurzgeschichte © alexandra feßner 2012 die kurzgeschichte wird zum kostenlosen privaten download angeboten sämtliche nutzungsrechte liegen beim autor jegliche kommerzielle nutzung vervielfältigung und/oder verbreitung durch dritte auch auszugsweise ist ausdrücklich untersagt bei bestehendem interesse an einer kommerziellen nutzung vervielfältigung oder verbreitung setzen sie sich bitte mit dem autor in verbindung da ich meine geschichten kostenlos zur verfügung stelle bitte ich deswegen im gegenzug auch um fairness danke little edition werbetexte alexandra feßner www.little-edition.de office@little-edition.de

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eve ­ eine fantastische kurzgeschichte 5 ich dachte dass dies der verrückteste tag in meinem leben war und ich dachte eine menge über diesen tag aber von der wahrheit war ich damals so weit entfernt wie ich jetzt von meinem alten ich entfernt bin ich bin ich und ich bin es wiederum nicht mein altes ich war ja was war ich eigentlich wer war ich überhaupt ich hatte studiert einen mies bezahlten job in einem steuerbüro und zuhause wartete nur mein taschenrechner auf mich als ich an jenem dienstag auf dem weg in meine kleine wohnung war sah ich mein spiegelbild in den schaufenstern von boutiquen deren kleider ich nie gewagt ©little edition 2012 alexandra feßner www.little-edition.de

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eve ­ eine fantastische kurzgeschichte 6 hätte zu tragen ich sah meine braunen haare die streng zu einem knoten gebunden waren und den grauen hosenanzug den ich immer dann trug wenn der blaue in der reinigung war ich sah meine hände die die schwarze handtasche umklammerten und die flachen schuhe die nicht mal ein geräusch auf dem pflaster verursachten ich fühlte mich selbst derart unscheinbar dass es mich nicht wunderte dass kaum jemand notiz von mir nahm geschweige denn etwas über mich zu erzählen gewusst hätte selbst mein chef schien sich nur dann an mich zu erinnern wenn ich mir urlaub nahm ich beschloss dass sich auf der ©little edition 2012 alexandra feßner www.little-edition.de

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eve ­ eine fantastische kurzgeschichte 7 stelle etwas ändern musste zwei straßen weiter war ein coffee shop einer dieser filialen deren auswahl ist an ich kaffeespezialitäten komplizierter als meine einkommenssteuererklärung entschied mich für einen café latte und stellte mich mit dem pappbecher an einen tresen am fenster draußen war es dunkel geworden zog nicht einmal über der die mond grelle leuchtete über den dächern mein blick gelangweilt neonreklame der einkaufsstraße auf dem nachhauseweg einen kaffee zu trinken war nicht unbedingt eine radikale maßnahme mein leben zu verändern ich spülte den letzten schluck runter warf den ©little edition 2012 alexandra feßner www.little-edition.de

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eve ­ eine fantastische kurzgeschichte 8 leeren becher in den mülleimer und stieß die ladentür auf mein blick glitt über die bunten lichter und blieb an einem schild hängen das mir in blassem blau aus einem kleinen fenster auf der anderen straßenseite entgegen schimmerte ohne mir darüber bewusst zu sein überquerte ich die vierspurige fahrbahn ein paar schritte weiter in einem kleinen innenhof lockte ein kleiner tattoo shop mit einem illuminierten schriftzug im schaufenster entdeckte ich einen altar auf dem blüten und mit räucherwerk zu blieb fokussieren mein gefüllte aber blick messingschalen standen ich versuchte die blütenblätter irgendwie ©little edition 2012 alexandra feßner www.little-edition.de

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eve ­ eine fantastische kurzgeschichte 9 verschwommen ich streckte meine hand aus und berührte zögernd den griff der kalt und glatt in meiner hand lag seit jenem abend erinnere ich mich an jedes detail meines lebens als ob ich es wie in einem buch wieder und wieder anschauen könnte na miss was darf s denn sein eine hübsche rose auf die schulter oder ein schriftzeichen am knöchel im schummerigen licht einer lampe erkannte ich einen asiaten mit langen weißen haaren ich ich weiß es nicht ich bin eigentlich mehr per zufall hereingekommen ©little edition 2012 alexandra feßner www.little-edition.de

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eve ­ eine fantastische kurzgeschichte 10 zufälle sind die zeiten in denen sich das leben selbst in die hand nimmt setzen sie sich und trinken sie einen tee mit dem alten ming shu der alte mann schlurfte in den hinteren bereich und kam nach kurzer zeit mit zwei dampfenden porzellanschalen wieder von denen er mir eine reichte inzwischen hatten sich meine augen an die dunkelheit gewöhnt die räucherstäbchen die einen seltsam entspannenden duft verbreiteten vermischten sich mit dem herben geruch des tees fürchte nicht die dämonen fürchte den schatten ohne seele ©little edition 2012 alexandra feßner www.little-edition.de

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eve ­ eine fantastische kurzgeschichte 11 bitte was für dämonen ich glaube nicht an so was der alte mann kicherte leise ich denke ich möchte etwas einmaliges haben etwas das nur ich besitze das motiv ist die seele die dich findet wenn du sie lässt ich stellte die teeschale auf einen tisch der tee schmeckt sehr gut danke der alte chinese legte seine hände über meinen kopf ohne mein haar berühren schwindelig verlassen sie ihre gedanken ja das ist gut mir wurde warm zu und ©little edition 2012 alexandra feßner www.little-edition.de

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eve ­ eine fantastische kurzgeschichte 12 ich hörte das leise klingen eines windspiels obwohl es draußen windstill war der süße schwere duft in dem kleinen raum hüllte mich ein ich lehnte mich zurück und schloss für einen moment die augen es war als hätte ich mich selbst vergessen das spiegelbild das mich hoffnungslos aus den fenstern angeblickt gleichmäßige hatte ich hörte das der brummen tätowiernadeln und fühlte ein leichtes prickeln am hals das sich bis hinter mein linkes ohr zog das windspiel wurde immer lauter und der aufgekommene nebel verzog sich so plötzlich wie er gekommen war und machte einem ©little edition 2012 alexandra feßner www.little-edition.de

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eve ­ eine fantastische kurzgeschichte 13 lautlosen regen platz irgendwie paßte das alles nicht zusammen solange mein blick in dem kleinen raum verweilte sah ich die dinge trotz der dunkelheit seltsam klar und scharf konturiert aber draußen schien alles zu verschwimmen und gleichzeitig konnte ich die regentropfen klar voneinander unterscheiden als wenn mein gehirn ganz neue informationen filterte und zu einem neuen bild verband ich war so angenehm müde und trotzdem konnte ich jeden gedanken präzise auf den punkt bringen im grunde war es mir in dem moment egal warum die welt plötzlich so war wie sie war oder ob sie schon immer so gewesen war und ich es nur erst jetzt ©little edition 2012 alexandra feßner www.little-edition.de

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eve ­ eine fantastische kurzgeschichte 14 bemerkt hatte das geräusch der surrenden nadeln verschwand aus meinem bewusstsein und ich fühlte mich seltsam schwerelos sie sind fertig hörte ich den alten chinesen schließlich sagen ich murmelte ein schläfriges danke stand auf und streckte meinen hals der chinese verbeugte sich mit einem eigenartigen lächeln und sagte der dämon ist ein teil ihrer seele finden sie ihn verwirrt trat ich hinaus der regen hatte aufgehört und das klangspiel bewegte sich leise tönend obwohl ich draußen keinen luftzug wahrnehmen konnte immer noch ©little edition 2012 alexandra feßner www.little-edition.de

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eve ­ eine fantastische kurzgeschichte 15 benommen ging ich nach hause und schlief sofort ein am nächsten tag meldete ich mich krank ich hatte morgens müde und zerschlagen als o ich einen kater hätte im badezimmer vor dem spiegel gestanden und meinen augen nicht getraut ungläubig tastete ich nach der kruste während meine andere hand sich um den rand des waschbeckens krallten auf meinem hals war außer dem getrockneten blut nichts zu sehen ich griff die hilflos keinen nach sinn erinnerungsfetzen ergaben nur der chinese und seine stimme klangen wie ein unheimliches ©little edition 2012 alexandra feßner www.little-edition.de

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