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sören sünkler european hot rod ­ die europäische kultur des hot rodding monsenstein vannerdat

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sören sünkler »european hot rod ­ die europäische kultur des hot rodding« © 2009 verlagshaus monsenstein und vannerdat ohg münster www.mv-publishers.com fotos sören sünkler wenn nicht anders angegeben satz und gestaltung tom van endert monsenstein und vannerdat alle rechte vorbehalten gedruckt auf 135g amber graphic gedruckt in der eu isbn 978-3-938568-53-8

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inhaltsverzeichnis vorwort historische einführung european hot rod tuning style tuning style rat rod umbauten motoren technik pin striping szene musik tiki kultur rat fink coop film pin ups 6 10 17 17 18 20 24 31 37 46 47 49 50 50 51 51 5

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vorwort der vor chrom und hochglanzlack blendende hot rod ist ein klassisches klischee einer verkommerzialisierten popkultur jenseits aller massenveranstaltungen hat sich jedoch am rande dieser eine kleine und hartnäckige subkultur gebildet die jeglicher kommerziellen bestrebungen der unterhaltungsindustrie und manipulation der gesellschaftspolitiker widerstanden hat an durch meistens in mundpropaganda weitergegebenen veranstaltungen im in und ausland werden eigene subkultur und szeneregeln intensiv kultiviert und gepflegt dieser bereich so wie fast alle szene-subkulturen sind den massenmedien nicht aufgeschlossen und ergründen sich nicht dem durchschnittsbürger man muss jahrelang ein teil dieser szenekultur gewesen sein um sie zu kennen und zu verstehen der autor bietet einen einblick in eine in sich geschlossene gemeinschaft mehr als durch fahrzeugtechnik und amerikanisierten oberflächlichkeiten ist diese beschriebene hot rod szene durch gemeinsame musikrichtungen kleidungsstile erlebnisse und werte miteinander verbunden independent rock´n´roll mattschwarze radikalumbauten an oldtimern am rande der legalität eine working class aura und ein bad boy image prägen die szene massenmedien die verkommerzialisierte unterhaltungsindustrie und reiche oberklassenbürger mit kisten von der stange werden dabei konsequent ausgeschlossen was als freizeit und rennsportidee auf den illegalen rennstrecken in den usa der nachkriegszeit begann ist im europa der heutigen zeit als glaubens werte und lebensstilfrage einer minderheit angesagt deswegen ist das projekt »european hot rod« ganzheitlich zu betrachten trotz unzähliger publikationen auf dem weltmarkt über motorsport und tuningbereiche mangelt es immer noch an veröffentlichungen über randgruppen in der besagten linie zwar gibt es sicherlich gute bücher und bildbände im bereich der hot rod szene diese sind jedoch fast ausschließlich auf den us-amerikanischen markt beschränkt die opulente und glamouröse aufmachung dieser werke widerspricht außerdem meistens dem geschmack der potentiellen europäischen leser besonders die hier behandelte szene ist dabei fast völlig ausgeschlossen demnach gibt es keine nennenswerte größeren veröffentlichungen in diesem bereich diese lücke gilt es zu füllen ich habe ausdrücklich auf die beschreibung der britischen szene verzichtet da diese bereits buchbände für sich füllen würde ich legte meinen schwerpunkt auf die deutschskandinavische szene da diese in den letzten jahren eine art führungsposition in sachen stil und auftreten bestreitet selbstverständlich kann man jedoch die britischen inseln als das mutterhaus des europäischen hot rodding ansehen xero odolum niscil dunt aut lobortio odolor iriurem dolorem ip ea consent adit auguerosto et conse tie vercing ercilla mconsed tio odoloreetum elesecte 6

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historische einführung der englisch-amerikanische begriff »hot rod« bezeichnet grundsätzliche alle art von speziell getunten und älteren fahrzeugen die oft einer genau definierten form und Ästhetik entsprechen der ausdruck bedeutet frei übersetzt »heißes pleuel« in deutschland würde man dazu umgangssprachlich einfach »heißer flitzer« sagen seit den 1940er jahren ist dieser begriff im gebrauch andere quellen berichten von solchen totalumbauten in kalifornien bereits am ende der 1930er jahre um beschleunigungsrennen in ausgetrockneten seen zu fahren auch in deutschland boomte zu dieser zeit die jedoch stark regulierte rennsportszene ursprünglich wurden für den bau der hot rods alte billige autos benutzt bei denen das gewicht reduziert und ein wesentlich stärkerer motor eingebaut wurde geschwindigkeit und leistung war alles was zählte zumeist kamen die karosserien und motoren von schrottplätzen oder wurden günstig aus der älteren verwandtschaft übernommen es war eine günstige möglichkeit ohne großen aufwand mit schweiß und umbaumaßnahmen einen low budget flitzer in heimarbeit herzustellen das aussehen des fahrzeuges war eher zweitrangig in den späten 1940er jahren fanden so die aus dem zweiten weltkrieg zurückkehrenden soldaten sowie jugendliche mit ihrem erstverdientem geld eine preiswerte möglichkeit riskante beschleunigungsrennen zum eigenen zeitvertreib zu fahren Ähnlich der sich zur gleichen zeit aufkommenden motorradkultur sollte sich eine ganz eigene szene entwickeln besonders auf dem flachen land wo die amüsiermöglichkeiten gering waren boomte so die private rennsport und tuningszene das hat sich bis heute kaum verändert das sogenannte »hot rodding« bildet heute noch immer eine art automobile subkultur trotz der überwiegend angepassten normalbürgern in der allgemeinen oldtimer-szene haftet dem image des hot rodders noch immer ein gewisses maß an selbstkultivierten rebellentum an anstatt tweed und havanna hut trägt man tatsächlich lieber jeans und arbeiterstiefel 10 xero odolum niscil dunt aut lobortio odolor iriurem dolorem ip ea consent adit auguerosto et conse tie vercing ercilla mconsed tio odoloreetum elesecte.

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der begriff hot rod stand in den 1950er jahren grundsätzlich für alle schrägen fahrzeuge die nicht zum mainstream passten gefördert wurde die hot rod rennszene durch viele verlassene und aufgegebene flugfelder die nach dem zweiten weltkrieg nicht mehr benötigt wurden und abseits der öffentlichen straßen ein perfektes rennfeld boten die öffentlichen straßen wurden bereits sehr früh durch die örtlichen cops von den »straßenrowdies« befreit die großen flugfelder boten eine perfekte ausweichmöglichkeit dies beschleunigte ebenso die bildung der drag racing szene die mit dem eigentlichen hot rodding nicht mehr viel zu tun hatte aber durch die ge 11

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meinsamen wurzeln sich »national hot rod association« nhra nannte und bis heute erfolgreich existiert sie trägt professionelle drag racing rennen aus die mit einem strengen regelwerk der profi und amateurszene gute möglichkeiten bietet jedoch mit dem privaten und oftmals illegalen rennen nichts zu tun hat aber auch hier gibt es unterschiede traditionelle hot rods werden möglichst nur mit originalteilen umgebaut während »street rods« moderne anbau und ersatzteile verwenden mit der aufkommender popularität außerhalb der rennszene spaltete sich der optische anspruch in traditionelle rods zusammengeschusterte »rat rods« und hochpolierte »show rods« diese aufteilung ist im großen und ganzen noch bis heute gültig jeder fahrer und schrauber konnte sich optische und technische inspirationen in den verschiedenen zeitschriften holen die mitunter bis heute existieren das »hot rod magazine« »street rodder magazine« u.s.w sind mitunter ein ausgeprägter teil der amerikanischen popkultur finden aber in europa jedoch eher weniger anklang auch in deutschland versuchen moderne zeitschriften wie das »street magazine« und die zeitschrift »chrom flammen« auf diesen zug mit aufzuspringen jedoch werden von überzeugten rat roddern diese kommerziellen hochglanzpapiere trotz gutem inhalt eher gemieden viel aufschlußreicher sind in diesem bereich eher die oft handgefertigten oder sogar professionell produzierten fanzines wie »magneto« »smokin shutdown« und »hop up« die direkt aus der szene für die szene berichten und in kleinen auflagen erscheinen diese werden von hand zu hand weitergereicht oder sogar gesammelt frühe ausgaben dieser seltenen fanzines erreichen unter sammlern astronomische beträge bei der internetplattform ebay gerade in der aufmachung und im style erinnern diese fanzines an die 1940er bis 1960er jahre tatsächlich blühte die hot rod Ära von den späten 1930er jahren bis circa 1955 und wurde durch die ebenso starke »muscle car« szene ab 1960 etwas in den schatten gestellt durch die mittlerweile industriell und als massenware hergestellten ersatzteile war der muscle car selbstverständlich wesentlich attraktiver und optisch etwas gesellschaftsfähiger selber am fahrzeug herumschrauben um geschwindigkeitsrekorde aufzustellen war nicht mehr angesagt bei den hot roddern prädominierten zu dieser zeit immer noch fahrzeuge die vor 1942 gebaut und mit den damals leicht zu bekommenden motoren bestückt wurden wie ein flathead ford v8 oder ein chevrolet small block v8 später nutzte man die damals moderneren und leistungsstarken hemi big blocks der muscle cars xero odolum niscil dunt aut lobortio odolor iriurem dolorem ip ea consent adit auguerosto et conse tie vercing ercilla mconsed tio odoloreetum elesecte 12

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was damals einfach auf dem schrottplatz zusammengesucht oder günstig gekauft wurde erzielt heute höchstpreise nachdem die street rods in den 1980er und 1990er jahren auch in deutschland erheblich an präsenz gewonnen hatten und in verkommerzialisierten massenveranstaltungen in szene gesetzt wurden findet heute eher eine umkehr zum rat rod oder »traditional rod« statt dieses beweisen die große anzahl von fanzines wie »garage« »rolls pleats« und »burn out« die auch in deutschland verstärkt gelesen werden als diese aufkamen witterte man sofort eine inflation im hot rod bau ab sofort betonte man also dass die originalen fahrzeuge einen sogenannten »steel body« hatten um sich von den fiberglaskarosserien aus den modernen produktionsstätten abzuheben zwar gab es in deutschland auch schon in den 1930er jahren eine motorrennsportszene aber der hot rod sollte nach großbritannien und schweden hier erst viel später einzug halten während auf der britischen insel und in skandinavien die entwicklung leicht versetzt soweit parallel verlief kam hier diese subkultur erst viel später an xero odolum niscil dunt aut lobortio odolor iriurem dolorem ip ea consent adit auguerosto et conse tie vercing ercilla mconsed tio odoloreetum elesecte aufgrund der zunehmend schwierig zu besorgenden originalen fahrzeugen aus den 1930er und 1940er jahren werden mittlerweile karosserien aus fiberglas angeboten bedingt durch drakonische technische bestimmungen und eine generelle importschwäche von us fahrzeugen basierte das projekt hot rot in deutschland eine erhebliche portion eigeninitiative und einen gesun 14

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den geldbeutel zuerst bediente man sich der verkauften fahrzeuge amerikanischer us soldaten die zumeist in süddeutschland stationiert waren später importierte man auf eigene faust sein wunschmodell leider gibt es in europa nur eine geringe quantität an eigenen oldtimern aus eigener produktion die rasante modernisierung und die penetrante industrialisierung nach dem zweiten weltkrieg hat diese einfach verschluckt hot rods auf basis eines nostalgischen citroen oder alten mercedes sind absolute raritäten bedingt durch eine restriktives technisches regelwerk blieb das hod rodding in deutschland weiterhin auf einige vom staat regulierte kleinere umbauten beschränkt erst durch das schaffen von präzedenzfällen und der einführung von oldtimer und historischer nummernschilder konnte man diesem mangel abhilfe schaffen in deutschland muss selbst ein rat rod immer noch eine tÜv-abnahme durchlaufen wenn er eine straßenzulassung haben möchte es darf also rebelliert werden aber bitte nach vorschrift xero odolum niscil dunt aut lobortio odolor iriurem dolorem ip ea consent adit auguerosto et conse tie vercing ercilla mconsed tio odoloreetum elesecte 15

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tuning style klassische basis für hot rods waren und sind also alle damals verfügbaren kleinfahrzeuge wie z b die modelle »t« und »a« von ford wobei die beliebtesten modelle wohl aus den baujahren 1932 und 1934 kommen dazu kommen äußerst dramatisch anmutenden fächerkrümmer fehlende auspuffanlagen und leistungsstarke motoren der motor bildet immer noch das herzstück eines jeden hot rods ein rustikales aussehen und eine extreme ps leistung stehen bei den meisten der zahlreichen hot rods klar im vordergrund die umbauten an der karosserie dienten in den anfängen des hot rodding fast ausschließlich dazu bei beschleunigungsrennen bessere zeiten zu erreichen dazu wurde die windwiderstandsfläche erheblich verkleinert art und weise der umbauten sowie der eigentliche endzweck des fahrzeuges definieren darüber hinaus seine bezeichnung heute ist der rennsportgedanke und das tatsächliche tuning etwas in den hintergrund geraten auch wenn wieder vermehrt rennen angeboten werden in erster linie muss ein hot rod wie ein hot rod aussehen danach kommt die motorenleistung und endgeschwindigkeit im zweifelsfalle darf es auch einfach nur laut sein der individualität sind hier keine grenzen gesetzt xero odolum niscil dunt aut lobortio odolor iriurem dolorem ip ea consent adit auguerosto et conse tie vercing ercilla mconsed tio odoloreetum elesecte 18

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rat rod eine art dieser fahrzeuge sind die bereits genannten rat rods diese werden im gegensatz zu den traditionellen hot rods nur im technischen bereich restauriert und getunt optische schäden aus der epoche bleiben bewusst bestehen ist der besorgte hot rod in einem besseren zustand als gewünscht wird oft von seinem besitzer mühevoll zurückgefinished besonders in der biker greaser rockabilly und punkrockszene erfreut sich dieser verwitterte look größter beliebtheit sie ist der optimale widerspruch zu den verchromten und hochglanzlackierten modellen der verhassten und verkommerzialisierten massenveranstaltungen an denen unter anderem szenefremde musik gehört wird techno elektro rap und der grundsätzlich ein feingefühl fehlt oft werden diese rat rods einfach in der verwitterten originalfarbe gelassen inklusive Überlackierungen vorheriger tagen oder man verpasst dem fahrzeug einen matten anstrich dieser sogenannte »primer look« mit matten farben schwarz braun grün rostschutzfarben u.s.w oder die naturbelassene patina von vor 60 jahren ist ein ausschlaggebendes markenzeichen dieser fahrzeuggruppe es ist hervorzuheben dass auch rost und unfallschäden bewusst in kauf genommen werden um den historischen eindruck des hot rot nicht zu beeinflussen die innenausstattung wird zumeist so belassen wie sie aufgefunden wird oder durch eine spartanische variante ersetzt oft kommen dabei einfache bretter als sitzgelegenheit und einfachste armaturen zum einsatz teilweise verzichtet man sogar auf windschutzscheiben 20

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als motoren dienen zumeist der originaleinbau oder ein günstiger ersatz wie ein flathead v8 chrysler hemi oder in einzelfällen sogar dieselmotoren in europa und besonders in deutschland ging man sogar dazu über moderne und sparsame motoren von aktuellen kleinwagen einzubauen um das fahrzeug langstreckenund alltagstauglich zu machen diese fälle bleiben bis jetzt jedoch selten da man unvermindert wert auf authentizität legt die hinterachse wird zunehmend in den hinteren karosserieaufbau mit eingelassen um der optik einen eindrucksvolleren schnitt zu geben dazu werden auch die achsen ausge wechselt um die optik stärker zu beeinflussen die ersten rat rods die nicht als solche original in den besagten gründerjahrzehnten der 1930er 1940er und 1950er jahre gebaut und gefahren wurden tauchten erst in den frühen 1970er und 1980er jahren als retro modelle wieder auf alles was gut ist kommt also wieder einige artikel im us-amerikanischen rod custom magazine und im hot rod magazine weisen darauf hin in deutschland und auch in europa tauchte diese art und weise hot rods umzubauen oder so zu belassen erst viel später auf ausschlaggebend war hier ein intensiver und visueller informationsaustausch der erst 22

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durch das internetzeitalter möglich wurde interessant ist auch hier die abart des sogenannten »volksrods« zumeist handelt es sich um einen zum hot rod umgebauten vw käfer älterer baujahre jedoch ist es nicht unbedingt zwingend dass ein volksrod das optische erscheinungsbild einen rat rod hat jedoch bietet es sich förmlich an und wurde zunehmend auch als solches gesichtet jedoch ist es nur eine von vielen möglichen karosseriealternativen zum klassischen ford model t chassis xero odolum niscil dunt aut lobortio odolor iriurem dolorem ip ea consent adit auguerosto et conse tie vercing ercilla mconsed tio odoloreetum elesecte xero odolum niscil dunt aut lobortio odolor iriurem dolorem ip ea consent adit auguerosto et conse tie vercing ercilla mconsed tio odoloreetum elesecte 23

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