DER SIEBENTE TAG - Ellen G. White, die Adventisten und der Sabbat v. A. HOEKEMA

 

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Der siebente Tag ... Dieses hilfreiche Buch zu einer aktuellen Problematik bietet eine gründliche sachliche Darstellung der Lehren der Siebenten-Tags-Adventisten und stellt ihr eine biblische Beurteilung gegenüber. Es gibt Auskunft über Geschichte und

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a a hoekema der siebente tag ellen g white die adventisten und der sabbat christliche literatur-verbreitung e.v postfach 1 10135 · 33661 bielefeld

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1 auflage 1995 das vorliegende buch ist ein auszug aus the four major cults © 1963 by the paternoster press exeter u.k © der deutschen ausgabe 1995 by clv · christliche literatur-verbreitung postfach 110135 · 33661 bielefeld Übersetzung hans-werner deppe umschlaggestaltung dieter otten satz enns schrift bild bielefeld druck druckhaus gummersbach isbn 3-89397-242-0

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inhalt vorwort teil i die siebenten-tags-adventisten geschichte william miller hiram edson joseph bates ellen g white die kirche der siebenten-tags-adventisten die quelle der autorität die lehren die lehre von gott die lehre vom menschen die lehre von christus die lehre von der errettung die lehre von der gemeinde und den sakramenten die lehre von den letzten dingen 9 11 13 13 16 19 21 24 27 38 38 40 43 57 64 74 teil ii die sonderlehren im licht der bibel 85 das untersuchungsgericht und die lehre vom sündenbock 87 das untersuchungsgericht 87 die lehre vom sündenbock 105 die lehre der siebenten-tags-adventisten über den sabbat 109 die lehre der siebenten-tags-adventisten über das leben nach dem tod 119 die seelenauslöschung 119 die vernichtung der bösen 136 5

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teil iii die charakteristischen merkmale von sekten 151 die charakteristischen merkmale von sekten 159 sind die siebenten-tags-adventisten eine sekte 173 anmerkungen 193 6

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vorwort ist es hilfreich fair und zeitgemäß das werk eines angelsächsischen konfessionskundlers aus dem jahr 1963 über die siebenten-tags-adventisten in deutscher sprache herauszugeben obwohl sich ­ wie behauptet wird ­ in den vergangenen 30 jahren manches in dieser gemeinschaft verändert hat und es hat sich tatsächlich eine menge geändert die frühere schroffe ablehnung der anderen konfessionen besonders der röm kath kirche dessen oberhaupt in vergangenen jahren von den sta als antichrist mit der zahl 666 in verbindung gebracht wurde ist teilweise einer ökumenischen Öffnung gewichen in den jahren 1965 ­ 1971 haben lehrgespräche mit der kommission für glauben und kirchenverfassung des Ökumenischen rates stattgefunden die schließlich dazu geführt haben daß die adventisten inzwischen einen beobachter beraterstatus beim Örk einnehmen und offizielle beobachter zu den tagungen und beratungen des Örk senden das hatte u.a auch zur folge daß die adventisten von der konferenz christlicher gemeinschaften wcg nicht mehr als sekte sondern als kirche bezeichnet werden inzwischen sind die adventisten gastmitglied der arbeitsgemeinschaft christlicher kirchen ack wurden in die vereinigung evangelischer freikirchen vef aufgenommen und selbst die deutsche evangelische allianz hält eine zusammenarbeit mit adventisten nicht mehr für ausgeschlossen so daß sie an manchen orten bereits in der allianz mitarbeiten es werden sogar bücher der adventisten von evangelikalen verlegern empfohlen und verbreitet mit der konsequenz daß eine bezeichnung als sekte sogar von manchen evangelikalen als diskriminierend und ungerechtfertigt angesehen wird diese ökumenische Öffnung hat allerdings auch nicht geringe interne spannungen erzeugt weil ein beachtlicher teil der ad7

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vorwort ventisten im deutschsprachigen raum in dieser Öffnung einen verrat an der eigentlichen berufung der adventisten als gottes gemeinde der Übrigen in diesen letzten tagen [1 sehen die adventisten sind heute keine einheitliche größe mehr ein liberaler teil sucht die ökumenische weite und anerkennung als freikirche andere betonen mehr die gemeinsamkeiten mit der evangelikalen bewegung und ihrem erwecklichen anliegen wieder andere fühlen sich mit dem charismatischen aufbruch verbunden und sind durch ihre grundsätzliche offenheit für propheten und prophetinnen auch offen für die charismatische prophetenbewegung und sogar für den torontosegen diese grundsätzliche Öffnung der adventisten hat neben sehr bedenklichen tendenzen auch einige positive auswirkungen die wir nicht verkennen dürfen adventisten sind in ihrem anspruch etwas bescheidener und selbstkritischer geworden und haben sich auch ihrerseits teilweise dem evangelikalen anliegen geöffnet darüber kann man sich nur freuen auch wenn die prophetin ellen g white nach wie vor einen hervorragenden platz in der adventistischen literatur hat und auch in jüngsten veröffentlichungen betont wird daß gott durch die visionen und schriften von ellen g white zu seiner gemeinde spricht 2 rückt bei vielen adventisten das wort gottes selbst mehr in den mittelpunkt wenn nun in diesem buch von den siebenten-tags-adventisten als sekte gesprochen wird möchten wir das nicht so verstanden wissen als würden wir nicht die grundlegenden unterschiede zu den zeugen jehovas mormonen usw anerkennen wir kennen und schätzen viele adventisten als geschwister im herrn welche die alleinige autorität der bibel betonen ihr vertrauen einzig und allein auf die erlösung durch das blut jesu setzen und aufrichtig den willen gottes erkennen und tun möchten dennoch sind wir davon überzeugt daß bei aller erfreulichen bewegung in den adventistischen kreisen nach wie vor an den grundlegenden falschen lehren festgehalten wird die in diesem 8

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vorwort buch behandelt werden das neuere buch von robert folkenberg des präsidenten der gemeinschaft der siebenten-tagsadventisten wir glauben noch advent-verlag hamburg 1994 ist ein beweis dafür der 22 10 1844 wird weiterhin als datum anerkannt an dem christus tatsächlich zum großen gericht im himmlischen gerichtssaal in dem sein vater den vorsitz führt 3 antrat um die abschließende phase des erlösungsplanes 4 einzuleiten nach wie vor sehen sich die adventisten als gottes restgemeinde [5 nach offbg 12,17 mit dem besonderen endzeitauftrag die botschaft der drei engel aus offbg 14 zu verkündigen 6 ebenso sehen adventisten in der sabbatheiligung das sichtbare zeichen ihrer gerechtigkeit [7 und erklären den sabbat als schlüsselfrage für die ganze welt weil in ihm unsere erlösung in christus zeichenhaft verankert ist [8 und weiterhin wird die lehre von der unsterblichkeit der seele abgelehnt das mosaische gesetz zum maßstab für unser leben erklärt und die bedeutung und wichtigkeit der visionen von ellen g white betont die mitgliedszahlen inzwischen im jahr 1995 auf ca 8,2 millionen angewachsen und die arbeitsweise der adventisten haben sich in den letzten jahrzehnten tatsächlich verändert doch von den typischen sonderlehren hat man bisher keinen abstand genommen daher halten wir diese gründliche arbeit von a.a hoekema für einen wichtigen und immer noch aktuellen beitrag zur gegenwärtigen auseinandersetzung mit den adventisten die hoffentlich dazu anregt die lehren dieser gemeinschaft und natürlich auch dieses buches an den untrüglichen maßstäben der heiligen schrift zu messen wolfgang bühne 9

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teil i die siebententags -adventisten

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geschichte william miller obgleich william miller 1782-1849 niemals der bewegung der siebenten-tags-adventisten angehörte hat deren geschichte in den prophezeiungen millers ihre wurzeln miller wurde 1782 in pittsfield massachusetts geboren als er noch recht jung war zog seine familie nach low hampton im bundesstaat new york in der nähe der grenze zu vermont miller wuchs zwar in einem christlichen elternhaus auf wurde aber ein totaler skeptiker und verwarf die bibel als göttliche offenbarung nach seiner dienstzeit in der armee beschäftigte er sich mit landwirtschaft und wurde ein angesehenes mitglied der gesellschaft von low hampton im jahre 1816 bekehrte er sich von seinem unglauben während der folgenden zwei jahre studierte er mit hilfe einer konkordanz eingehend die bibel jedoch ohne dabei kommentare zu rate zu ziehen 1818 schrieb er die schlußfolgerungen nieder die er aus seinen studien gezogen hatte und die mit der bemerkung endeten nachdem ich zwei jahre lang in der schrift geforscht habe kam ich im jahre 1818 so zu der ernsten schlußfolgerung daß in etwa 25 jahren von dieser zeit an [1818 alle ereignisse des gegenwärtigen zeitalters abgelaufen sein werden [1 anders gesagt folgerte miller aus seinen bibelstudien daß die welt im jahre 1843 untergehen würde weil er bedenken vor der veröffentlichung einer derart bestürzenden erkenntnis hatte widmete er sich vier weitere jahre lang dem bibelstudium was ihn in seiner ursprünglichen auffassung weiter bestärkte auf den wunsch eines freundes hin nahm er 1831 öffentlich zu seinen ansichten stellung in der folgenden zeit wurde er immer wieder gebeten vorträge zu halten so daß er ab 1834 ein vollzeitlicher baptistenprediger wurde verständlicherweise waren die themen seiner predigten 13

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die siebenten-tags-adventisten in erster linie die prophetie und das zweite kommen christi ebenso verständlich ist daß er schon bald viele anhänger fand die erwartete wiederkunft der herrn jesus christus vom himmel war natürlich bestandteil des zu-ende-gehens der ereignisse der welt zuerst gab miller kein exaktes datum für die wiederkunft christi an versicherte aber daß dieses ereignis ungefähr 1843 auftreten werde später machte er jedoch die etwas genauere angabe daß seine wiederkunft irgendwann innerhalb des jüdischen kalenderjahres vom 21 märz 1843 bis zum 21 märz 1844 stattfinden werde [2 wie erhielt miller nun diese daten im neunten kapitel des buches daniel verse 24-27 fand er die prophezeiung der siebzig wochen die dort als die zeitspanne vorausgesagt sind die sich von dem befehl jerusalem wieder aufzubauen vers 25 bis zu der zeit wenn der gesalbte weggetan werden wird vers 26 erstreckt miller wählte als anfangspunkt für diese siebzig wochen den erlaß des artaxerxes auch artasasta genannt aus esra 7,11-26 der esra erlaubte nach jerusalem zurückzukehren das erteilen dieses erlasses war in seiner bibel gemäß der chronologie usshers auf das jahr 457 v.chr datiert er setzte voraus daß in dieser art von prophetischen schriften ein tag mit einem jahr gleichzusetzen sei [3 auf dieser grundlage stünden siebzig wochen die dann gleich 490 tage sind für 490 jahre und 490 jahre nach 457 v.chr befinden wir uns im jahre 33 n.chr dem jahr als ussher zufolge christus gekreuzigt wurde daniel 8,14 spricht von 2.300 abende und morgen die vergehen müssen bis das heiligtum wieder gerechtfertigt sein wird miller nahm an die wiederherstellung des heiligtums auf die in dieser weissagung angespielt wird stünde für christi wiederkunft auf die erde entsprechend den oben genannten voraussetzungen faßte er die 2.300 abende und morgen so auf daß sie für 2.300 jahre stehen er nahm ebenfalls an daß diese 2.300 jahre zum selben zeitpunkt begannen wie die siebzig wochen 14

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geschichte und 2.300 jahre nach 457 v.chr befinden wir uns im jahre 1843 das jahr in welchem laut miller christus wiederkommen sollte [4 an dieser stelle sollten wir uns darüber im klaren sein daß diese berechnungen auf fünf unbewiesene annahmen beruhen 1 in den prophetischen schriften steht ein tag immer für ein jahr 2 die siebzig wochen und die 2.300 tage begannen zum gleichen zeitpunkt 3 dieser zeitpunkt war das jahr 457 v.chr [5 4 bei der berechnung des terminus ad quem spätestmöglicher zeitpunkt brauchen wir keineswegs die tatsache berücksichtigen daß der 21 märz 0 v.chr in wirklichkeit der 21 märz 1 n.chr sein könnte und folglich die berechnung um ein jahr falsch wäre und 5 die wiederherstellung des heiligtums aus daniel 8,14 steht für die wiederkunft christi auf die erde [6 als das bezeichnete jahr kam blieb die wiederkunft des herrn jedoch aus und in den reihen der sogenannten milleriten herrschte tiefe enttäuschung miller obwohl schockiert über den fehlschlag seiner berechnungen war sich immer noch sicher daß er recht hatte er sagte müßte ich mein leben noch einmal von vorn beginnen mit den selben ansprüchen die ich hatte um vor gott und den menschen ehrlich zu sein würde ich alles genauso wieder tun ich bekenne meinen fehler und gebe meine enttäuschung zu dennoch glaube ich immer noch daß der tag des herrn nahe ist sogar vor der tür steht und ich ermahne euch liebe brüder wachsam zu sein und diesen tag nicht unversehens über euch kommen zu lassen [7 im august 1844 rief samuel s snow einer der führer der milleriten die sogenannte siebenten-monats-bewegung ins leben er war zu der Überzeugung gekommen daß die 2.300 tage aus daniel 8,14 nicht wie miller vorgeschlagen hatte im frühjahr 1844 beendet sein würden sondern im herbst dieses jahres er machte die genaue voraussage daß christus am 22 oktober 15

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die siebenten-tags-adventisten 1844 wiederkehren würde was das unserem kalender entsprechende datum des jüdischen versöhnungstages in diesem jahr wäre [8 die siebenten-monats-bewegung ­ so benannt weil der tishri der monat in den der versöhnungstag fällt der siebte monat des jüdischen geistlichen jahres ist ­ bekam sehr schnell aufschwung zuvor hatten die meisten anhänger millers diese neue deutung der prophezeiung über die 2.300 tage angenommen einschließlich zu guter letzt sogar miller selbst [9 als der 22 oktober nahte herrschte große aufregung in erwartung der wiederkunft des herrn im laufe des tages versammelten sich gruppen von milleriten in ihren häusern und versammlungsstätten als der 22 oktober sich dem ende neigte und christus nicht wiedergekommen war war die enttäuschung bei den milleriten überwältigend tatsächlich wird dieser tag in ihrer geschichte gewöhnlich als der tag der großen enttäuschung bezeichnet [10 viele gaben daraufhin den adventglauben auf andere jedoch hielten weiter daran fest hiram edson wenn wir nun damit fortfahren der geschichte der siebententags-adventisten nachzugehen müssen wir unser augenmerk noch auf drei weitere personen richten die in der entwicklung dieser bewegung schlüsselrollen spielten der erste von ihnen ist hiram edson aus port gibson im bundesstaat new york nicht weit von rochester am 22 oktober 1844 traf sich eine gruppe von milleritischen gläubigen in edsons haus etwa eine meile südlich von port gibson um auf christi wiederkunft zu warten zu dieser zeit gehörten der arzt dr franklin b hahn und o r l crosier ein student anfang zwanzig zu jenen engen freunden edsons am folgenden morgen kehrten die meisten der gläubigen schwer enttäuscht in ihre häuser zurück mit denen die geblieben waren ging edson zu seiner scheune um zu beten sie beteten so lange bis sie sich sicher fühlten daß ihnen licht gegeben und ihre enttäuschung aufgeklärt würde [11 16

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