Innsbruck 1964

 

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offizieller bericht der ix.oiympischen winterspiele innsbruck 1964 herausgegeben vom organisationskomitee der ix olympischen winterspiele in innsbruck 1964 unter der redaktion von friedl wolfgang und bertl neumann Österreichischer bundesverlag für unterricht wissenschaft und kunst wien und münchen

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beiträge lieferten major lutz absolon ing paul aste univ prof dr bruno haid ing leo hehle ing herbert juri dr dietmar kettl dipl ing sebastian kienpointner dipl ing anton kittinger dr hermann knoll dr hans mansbart prof walter nachschatt major alfred nagl bertl neumann emmerich pepeunig dr hans rainer ing otto rauch prof fred rößner dr emmy schwabe ing hubert spieß dr helmuth weimann prof friedl wolfgang rudolf zettinig umschlagentwurf günther plass alle rechte vorbehalten © Österreichischer bundesverlag für unterricht wissenschaft und kunst wien 1967 printed in austria druck wagner sche univ buchdruckerei buchroithner co innsbruck erlerstraße 5­7 verlagsnummer 362-15

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einleitung der offizielle bericht des organisationskomitees der ix olympischen winterspiele wird gemäß artikel 54 der regeln des internationalen olympischen comités in eingehender und umfassender form vorgelegt im wesentlichen hat der vorliegende bericht zwei große aufgaben zu erfüllen einerseits müssen in rein sachlicher form die bemühungen tätigkeiten beschlüsse und aktivitäten des organisationskomitees in geordneter form dargestellt werden denen zufolge der auftrag des internationalen olympischen comités die spiele genau entsprechend den regeln und unter strenger wahrung der olympischen ideale durchzuführen erfüllt werden konnte eine zweite wichtige aufgabe sieht das organisationskomitee bei der verfassung des berichtes in einer präzisen weitergabe der erworbenen vielfältigen erfahrungen an spätere organisatoren die meisten aufgaben präsentierten sich für das organisationskomitee als eine art rahmenauftrag die dimensionierung der personellen und sachlichen erfordernisse war selten vorher bekannt oder in kurzer frist klar zu bestimmen die regeln des internationalen olympischen comités behandeln nur oberflächlich den modus der austragung von olympischen spielen die lösungen zahlreicher probleme mußten daher in jahrelangen bemühungen vom organisationskomitee ­ unter heranziehung der erfahrungen früherer organisatoren der erfahrung von sportsleuten und experten der verschiedensten fachrichtungen ­ erst mühsam erarbeitet werden der bericht informiert in sehr geraffter form über die verschiedenen probleme und deren behandlung das organisationskomitee bemüht sich darüber hinaus auch jene zahlen und vorkehrungen in kurzer form niederzulegen die den organisatoren von innsbruck die größten sorgen machten dieser bericht schildert die vorgeschichte der bewerbung innsbrucks um die zuerkennung von winterspielen er zeigt weiters auf mit welcher mühe und zähigkeit sich die österreichische bundesregierung die landesregierung von tirol und schließlich die landeshauptstadt innsbruck um die finanzielle sicherung der winterspiele bemüht haben eingehend werden die rechtliche form und die personelle besetzung des organisationskomitees geschildert und die statuten des vereines organisationskomitee der ix olympischen winterspiele innsbruck 1964 sinngemäß wiedergegeben in form von einzelberichten legen die verschiedenen fachausschüsse zeugnis von ihrer tätigkeit ab das hauptgewicht liegt dabei auf der planmäßigen und präzisen organisatorischen vorbereitung denn nur dadurch war es möglich bei extremer schneearmut im jahre 1964 die spiele gut durchzuführen schließlich wird die liquidation der spiele die noch harte arbeit brachte geschildert im nachhinein wurde es möglich wirklich echte richtlinien und größenordnungen zu liefern die den zukünftigen organisatoren von weltweiten sportfesten als handfeste unterlage in mannigfacher hinsicht dienen sollen es ist der wunsch aller mitarbeiter daß der offizielle bericht des organisationskomitees über die ix olympischen winterspiele auch eine art sporttechnisches handbuch sein möge das einen beitrag zur entwicklung der technischen organisation von großen wintersportveranstaltungen leisten soll.

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bewerbung der stadt innsbruck um die ix olympischen winterspiele 1964 vorgeschichte bewerbung um die olympischen winterspiele 1960 der wunsch Österreichs einmal innerhalb seiner landesgrenzen olympische winterspiele durchführen zu dürfen geht auf längere zeit zurück die erste anregung erfolgte am 7 august 1950 in form eines briefes des Österreichischen olympischen comités an seinen präsidenten den bundesminister für justiz a d dr josef gerö in diesem schreiben des generalsekretärs edgar fried wurde die bitte ausgesprochen Österreich möge sich über die möglichkeiten der durchführung von olympischen winterspielen informieren am 3 november 1950 schrieb bundesminister a d dr josef gerö sowohl an den damaligen bürgermeister der stadt innsbruck dr anton melzer als auch an den bürgermeister von badgastein franz wagenleitner und lud beide bürgermeister ein sich mit ihren gemeinden um die durchführung von olympischen winterspielen zu bewerben am 11 april 1951 beschloß der gemeinderat der stadt innsbruck sich für die bewerbung auszusprechen der damalige bundeskanzler ing leopold figl der landeshauptmann von tirol Ökonomierat alois grauß und der bürgermeister der stadt innsbruck dr franz greiter verfaßten ein schreiben an das internationale olympische comité in dem die unterzeichneten erklärten daß sie die eignung der stadt innsbruck in bezug auf die durchführung von olympischen winterspielen überprüft haben sie gaben weiters die versicherung ab daß bei einer eventuellen vergabe von olympischen winterspielen an die stadt innsbruck mit einem vollen erfolg der spiele gerechnet werden kann vom 3 bis 11 mai 1951 fand in wien die 45 session des internationalen olympischen comités statt anschließend besuchten die ioc-mitglieder badgastein und innsbruck und konnten sich an ort und stelle davon überzeugen daß in beiden orten erstklassige möglichkeiten für die durchführung von olympischen winterspielen vorhanden sind nach verschiedenen verhandlungen und begutachtungen kristallisierte sich jedoch in Österreich allmählich die meinung heraus daß innsbruck in verschiedenen belangen besonders in bezug auf seine besseren unterbringungsmöglichkeiten kleine vorteile gegenüber badgastein aufweist die vollversammlung des Österreichischen olympischen comités faßte am 2 juli 1951 den beschluß dem internationalen olympischen comité die bewerbung der stadt innsbruck um die durchführung der winterspiele 1960 vorzuschlagen bereits anläßlich der olympischen winterspiele 1952 in oslo wurde die bewerbung innsbrucks an die ioc-mitglieder bekanntgegeben und von diesen diskutiert am 6 april 1954 erfolgte der beschluß des tiroler landtages sich an der finanzierung der spiele zu beteiligen am 5 mai 1954 kommt der innsbrucker gemeinderat zu dem beschluß der mitfinanzierung der spiele durch die stadt innsbruck auf vorschlag des damaligen justizministers und präsidenten des Österreichischen olympischen comités dr josef gerö faßte der ministerrat am 8 juli 1954 den beschluß die bewerbung innsbrucks zu unterstützen am 15 oktober 1954 teilt bundeskanzler ing julius raab der stadt innsbruck die unterstützung der bundesregierung zum finanzierungsübereinkommen mit nachdem bei der 50 session des ioc in paris am 17 juni 1955 bei der abstimmung über die vergabe der winterspiele 1960 innsbruck gegenüber squaw valley mit 30 zu 32 stimmen unterlag beschloß der gemeinderat der stadt innsbruck am 14 juli 1955 die bewerbung der stadt auch für die austragung der ix olympischen winterspiele 1964 aufrechtzuerhalten bewerbung um die olympischen winterspiele 1964 die präsidentenstelle des Österreichischen olympischen comités blieb nach dem ableben von dr josef gerö im jahre 1955 längere zeit unbesetzt am 14 märz 1956 wurde bundesminister für unterricht dr heinrich drimmel einstimmig zum präsidenten des Österreichischen olympischen comités gewählt der neue präsident erklärte schon in seiner antrittsrede sich mit allen kräften dafür einsetzen zu wollen daß die nächsten olympischen winterspiele in Österreich ausgetragen werden sollen in der 40 vorstandssitzung des Österreichischen olympischen comités vom 27 juni 1956 wurde beschlossen das internationale olympische comité um eine möglichst baldige entscheidung über den austragungsort der olympischen winterspiele 1964 zu ersuchen außerdem wurde der beschluß gefaßt von der neugebildeten bundesregierung noch vor der nächsten ioc-tagung eine bestätigung der von der früheren regierung gemachten finanziellen zusagen zu erbitten in der vollversammlung des Österreichischen olympischen comités am 20 september 1956 berichtete dr drimmel von den unausgesetzten bemühungen um vergebung der nächsten olympischen winterspiele an einen österreichischen ort in der vorstandssitzung am 7 märz 1957 wurde bekanntgegeben daß die entscheidung über die vergebung der olympischen winterspiele 1964 bei der ioc-tagung in münchen im mai 1959 erfolgen werde es wurde beschlossen in innsbruck wo mittlerweile an stelle des früheren bürgermeisters dr greiter ddr alois lugger zum bürgermeister gewählt worden war anzufragen ob sich die stadt nach wie vor um die durchführung der olympischen winterspiele bewerben wolle in der vorstandssitzung vom 27 juni 1957 berichtete der generalsekretär des Österreichischen olympischen comités edgar fried über die besprechungen mit dem internationalen olympischen comité anläßlich der letzten tagung und betonte daß von maßgebenden ioc-mitgliedern auf die notwendigkeit hingewiesen wurde baldigst weitere informationen über die grundlagen der innsbrucker kandidatur zu erhalten am 11 märz 1957 richtete der präsident des Österreichischen olympischen comités eine diesbezügliche anfrage an bürgermeister ddr lugger er verständigte ihn am 2 juli 1957 daß das internationale olympische comité die erforderlichen nachweise und unterlagen bis oktober 1958 benötige am 11 juli 1957 teilte bürgermeister ddr lugger mit daß der gemeinderatsbeschluß vom 14 juli 1955 mit dem die bewerbung um die austragung der olympischen winterspiele 1964 beschlossen worden war nach wie vor in kraft sei in bestätigung dieses schreibens wurde die stadt innsbruck ersucht die finanziellen unterlagen über die bewerbung bekanntzugeben und gleichzeitig dem bun 9

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bewerbung desministerium für unterricht von den verhandlungen mit dem Österreichischen olympischen comité mitteilung zu machen hiezu erklärte der bürgermeister von innsbruck daß die verhandlungen über die kostendeckung sowohl mit dem bund als auch mit dem land tirol erst nach den tiroler landtagswahlen stattfinden könnten hingegen wurden bereits die notwendigen vorarbeiten zur erstellung des kostenvoranschlages in angriff genommen am 1 november 1957 teilte das internationale olympische comité mit daß die unterlagen für die bewerbung um die austragung von olympischen spielen vor dem 1 dezember 1958 dem internationalen olympischen comité vorgelegt werden müssen einige ioc-mitglieder äußerten inzwischen gewisse bedenken gegen die kandidatur von innsbruck wegen eventuellen schneemangels und föhneinflusses und ließen verlauten daß sie eher für einen anderen ort eintreten würden da das Österreichische olympische comité noch keinen beschluß über die weiterleitung der kandidatur innsbrucks gefaßt hatte war auch für alle anderen österreichischen orte noch die möglichkeit gegeben sich um die durchführung der spiele zu bewerben es wurde festgestellt daß die für die finanzierung der spiele 1960 gegebenen zusagen keinesfalls automatisch auch für 1964 gelten es mußte daher ehestens die finanzielle sicherheit für die spiele 1964 neu geschaffen werden am 26 november 1957 ersuchte das Österreichische olympische comité bürgermeister ddr lugger unter gleichzeitiger bekanntgabe des vom internationalen olympischen comité gesetzten schlußtermines um dringende behandlung der bewerbung gleichzeitig wurde auch das zuständige ressortministerium über die gegebene situation unterrichtet worauf bundesminister dr drimmel für den 17 dezember 1957 zur behandlung der vorbereitungsarbeiten eine sitzung einberief in der Öoc-vorstandssitzung vom 16 jänner 1958 wurde neuerdings die bewerbung innsbrucks behandelt und beschlossen nachdem trotz der veröffentlichten verlautbarung keine andere kandidatur eingelangt war innsbruck als alleinigen bewerber zu betrachten hiebei ergab sich die notwendigkeit am 22 jänner 1958 in innsbruck unter hinzuziehung der vertreter des bundesministeriums für handel und wiederaufbau und des bundesministeriums für finanzen besprechungen durchzuführen anläßlich der alpinen ski-weltmeisterschaften 1958 in badgastein wurde mit einer delegation des organisationskomitees von squaw valley eingehend über die kosten der verschiedenen sportanlagen und der organisation gesprochen dabei konnten wertvolle unterlagen für den innsbrucker voranschlag gesammelt werden die nächste etappe war eine sitzung die am 12 mai 1958 im bundesministerium für unterricht stattfand man befaßte sich mit der errichtung der sportstätten für die winterspiele innsbruck 1964 und bürgermeister ddr lugger konnte bereits berechnungen für bauten und anlagen sowie für die unbedingten anderweitigen erfordernisse vorlegen hiebei kam man zu einer endsumme von 118 400 000 schilling welche als grundlage für die vorlage an den ministerrat angenommen wurde zugleich wurde beschlossen einen öffentlichen architektenwettbewerb für die errichtung des olympiaeisstadions auszuschreiben am 30 mai 1958 stimmt der ministerrat der bewerbung innsbrucks um die durchführung der olympischen winterspiele 1964 zu am 27 juni 1958 faßte der tiroler landtag nachstehenden beschluß das land tirol unterstützt die bewerbung der landeshauptstadt innsbruck um die abhaltung der olympischen winterspiele 1964 in innsbruck die landesregierung wird ermächtigt und beauftragt bezüglich der finanziellen beteiligungen und haftungen des landes mit den bundesstellen und der stadtgemeinde innsbruck verhandlungen zu führen und das ergebnis dieser verhandlungen dem landtag zur beschlußfassung vorzulegen am 25 september 1958 fand im bundesministerium für unterricht eine weitere interministerielle besprechung statt wobei auf die besondere wichtigkeit der erbauung eines olympischen dorfes hingewiesen wurde es wurde angeregt daß mit rücksicht auf die weitere verwendung des olympischen dorfes als familienwohnhäuser hiefür mittel des sozialen wohnbaues herangezogen werden sollten die vollversammlung des Österreichischen olympischen comités beschloß am 20 november 1958 einstimmig der bewerbung innsbrucks um die durchführung der ix olympischen winterspiele 1964 im sinne der olympischen richtlinien zuzustimmen und brachte diesen beschluß sofort dem internationalen olympischen comité zur kenntnis am 26 november 1958 überreichte bürgermeister ddr alois lugger in begleitung von vizebürgermeister hans flöckinger dem internationalen olympischen comité die bewerbung der stadt innsbruck die von bundeskanzler ing j u lius raab mit einem schreiben befürwortet wurde in dem die volle unterstützung der österreichischen bundesregierung zugesagt wird bereits am gleichen tag wurde die stadt innsbruck zur nächsten tagung des internationalen olympischen comités nach münchen eingeladen und ersucht dort die bewerbung am montag dem 25 mai 1959 um 14.30 uhr den ioc-mitgliedern vorzulegen am 26 mai 1959 sprach sich die 55 session des internationalen olympischen comités in münchen für innsbruck aus und vergab die austragung der ix olympischen winterspiele 1964 an die tiroler landeshauptstadt.

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1 bewerbung der stadt innsbruck um die ix olympischen winterspiele 1964 grÜndung des organisationskomitees verpflichtungen und termine des organisationskomitees gemÄss den regeln des internationalen olympischen comitÉs einsatz des Österreichischen bundesheeres einsatz der feuerwehr der stadt innsbruck bau der olympischen sportstÄtten der bau des olympiaeisstadions olympisches dorf bericht des sportausschusses einheitliche bekleidung von mitarbeitern offizieller verpflegungsdienst

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das staatsoberhaupt Österreichs bundespräsident dr adolf schärf dankt dem bürgermeister der stadt innsbruck ddr alois lugger für seine großen bemühungen um bewerbung und durchführung der olympischen winterspiele 1964

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gründung des organisationskomitees nach der vergabe der ix olympischen winterspiele 1964 an innsbruck hieß die dringendste aufgabe gründung des organisationskomitees das Österreichische olympische comité hatte hiezu bereits wichtige vorarbeit vor allem in der vorbereitung von satzungen geleistet das Österreichische olympische comité legte am 7 märz 1959 einen statutenentwurf über den aufbau des organisationskomitees in vereinsform vor am 17 april 1959 wurde im bundesministerium für unterricht eine beratung über diesen entwurf unter dem vorsitz von sektionschef dr viktor kollars abgehalten anwesend waren die bundesministerien für finanzen handel und wiederaufbau unterricht vertreter der finanzprokuratur des bundeslandes tirol der landeshauptstadt innsbruck des Österreichischen olympischen comités des bob rodel sowie eishockeyverbandes und des verbandes der österreichischen eisschützen ein anderer plan wonach das organisationskomitee aus vertretern des Österreichischen olympischen comités und der stadt innsbruck zu bilden gewesen wäre wurde fallengelassen man einigte sich daß das organisationskomitee als verein aufgebaut wird in dessen hauptversammlung eine paritätische zusammensetzung zwischen sport und behördenvertretern herrschen soll die vertreter des sportes haben die verantwortung für die vorbereitung und die durchführung der olympischen winterspiele zu tragen der generalsekretär ist mit beratender stimme bei der hauptversammlung und bei allen ausschüssen beizuziehen als geschäftsführung ist ein exekutivkomitee zu bilden abschließend wurde in dieser beratung festgelegt daß ein redaktionskomitee den vorliegenden entwurf des Öoc vor allem im hinblick auf die paritätischen grundformen weiterbearbeiten soll diese redaktionsberatung fand am 14 mai 1959 im bundesministerium für unterricht unter vorsitz von herrn sektionschef dr viktor kollars statt nach geringfügigen ergänzungen wurden die satzungen vom redaktionskomitee als richtig und dem zweck entspresprechend erklärt es seien hier nur die wichtigsten punkte der satzungen aufgeführt der name des vereines iautet organisations komitee der ix olympischen winterspiele innsbruck 1964 der verein hat seinen sitz in innsbruck der verein hat den zweck die ix olympischen winterspiele innsbruck 1964 vorzubereiten sie durchzuführen und daher alle mit der organisation zusammenhängenden maßnahmen zu treffen und nach beendigung der spiele die liquidationsgeschäfte des organisationskomitees abzuwickeln die zur erreichung des vereinszweckes in aussicht genommenen mittel waren folgende die vom bund dem land tirol und der stadt innsbruck zur verfügung gestellten mittel einnahmen aus den veranstaltungen der olympischen winterspiele erlöse aus der verwertung von den dem organisationskomitee zustehenden rechten erträgnisse aus lotterien und sammlungen sowie subventionen und spenden mitglieder des organisationskomitees waren die drei körperschaften bund land tirol und stadt innsbruck das Österreichische olympische comité sechs österreichische wintersportverbände skilauf eislauf bob eishockey rodeln und eisschützen das österreichische mitglied des internationalen olympischen comités die neun vorstandsmitglieder des Österreichischen olympischen comités darüber hinaus konnten den satzungen entsprechend noch personen die den vereinszweck zu fördern geeignet sind als mitglieder aufgenommen werden die organe des vereines waren 1 die hauptversammlung 2 der vorstand 3 das exekutivkomitee 4 der finanzausschuß 5 der bauausschuß 6 der sportausschuß 7 der verkehrsausschuß 8 der wohnungs und sanitätsausschuß 9 der quartierausschuß 10 der verwaltungsausschuß 11 der kontrollausschuß 12 fallweise zu bildende ausschüsse die satzungen enthielten die rechte und aufgaben dieser organe sowie deren zusammensetzung der vorstand ist das leitende organ des vereins und überwacht die tätigkeit des exekutivkomitees und der anderen ausschüsse dem generalsekretär zugeteilt waren drei referate und zwar das pressereferat das werbereferat und das veranstaltungsreferat die aber satzungsgemäß nicht verankert waren die geschäftsführung des vereines oblag dem exekutivkomitee sitzungen dieses komitees wurden nach bedarf vom generalsekretär einberufen der exekutivausschuß konnte geschäftsfälle mit einer finanziellen auswirkung bis zu 100 000 schilling beschließen bei einer finanziellen auswirkung über diesen betrag hinaus war die zustimmung des vorstandes erforderlich die auflösung dieses vereines hat den satzungen entsprechend nach abschluß der ix olympischen winterspiele und nach beendigung der liquidationsarbeiten des organisationskomitees durch die hauptversammlung zu erfolgen verein organisationskomitee der ix olympischen winterspiele innsbruck 1964 am 2 juni 1959 wurde die bildung des vereines organisationskomitee der ix olympischen winterspiele innsbruck 1964 von den proponenten dr heinrich drimmel ddr alois lugger und dr hans tschiggfrey der sicherheitsdirektion für tirol angezeigt und dies der vollversammlung des Öoc am 25 juni 1959 zur kenntnis gebracht diese stimmte der gründung des organisationskomitees als selbständiger verein zu stellte jedoch ausdrücklich fest daß das Öoc gegenüber dem ioc und den internationalen sportverbänden die verantwortung trage 11

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gründung des ok sektionschef dr nikolaus frcek bundesministerium für unterricht 8 präsidenten der sportverbände Österreichischer skiverband mitglieder des vorstandes stand 1.1.1964 gr dir andreas steiner ddr hans spohn 1 bundesminister für unterricht dr heinrich drimmel präsident des organisationskomitees 2 präsident dr h c bauingenieur manfred mautner markhof österreichisches mitglied des internationalen olympischen comités generalsekretär des organisationskomitees präsident des Österreichischen olympischen comités Österreichischer eislaufverband Österreichischer bobverband Österreichischer eishockeyverband Österreichischer rodelverband johann m s t ü r e r 3 prof friedl wolfgang walter wasservogel dir bert isatitsch 4 bundesminister für unterricht dr heinrich drimmel 5 edgar fried generalsekretär des Österreichischen olympischen comités 9 weitere mitglieder altbürgermeister hans f l ö ckinger landesrat hofrat dr hermann scheidie bundesland tirol 6 vizepräsidenten des Österreichischen olympischen comités a dr rudolf nemetschkeb rechtsanwalt dr karl sagerc staatssekretär generalmajor a d franz winterer 7 vorsitzende und geschäftsführer der ausschüsse a finanzausschuß sektionschef dr hugo rottky bundesministerium für finanzen sektionschef dipl ing alois seidl mitglieder des exekutivkomitees a vorsitzender prof friedl wolfgangb geschäftsführer bundesministerium für handel und wiederaufbau generalsekretär des organisationskomitees hofrat dr helmuth weimann finanzlandesdirektion innsbruck b bauausschuß aa finanzausschuß finanzlandesdirektion innsbruck 12 sektionschef dipl ing rudolf kioss bundesministerium für handel und wiederaufbau hofrat dr helmuth weimann am 29 juni 1959 fand in innsbruck die konstituierende hauptversammlung des vereines organisationskomitee der ix olympischen winterspiele innsbruck 1964 statt die nachstehende tagesordnungspunkte zur erledigung hatte eröffnung genehmigung der satzungen wahl des vereinspräsidenten allfälliges zum präsidenten wurde einstimmig der präsident des Öoc bundesminister doktor heinrich drimmel gewählt die vorgelegten satzungen wurden angenommen anschließend fand die konstituierende sitzung des vorstandes statt die von landeshauptmann dr tschiggfrey eröffnet wurde zum stellvertreter des präsidenten des ok wurde bürgermeister ddr alois lugger einstimmig gewählt die bestellung des generalsekretärs wurde jedoch auf die nächste vorstandssitzung verschoben da einige gebietskörperschaften ihre vertreter noch nicht nominiert hatten fand am darauffolgenden tag eine informative besprechung in den einzelnen ausschüssen statt ohne diese jedoch zu konstituieren am 25 jänner 1960 wurde die erste hauptversammlung des ok abgehalten in der der präsident über die bisher geleistete arbeit berichtete und mitteilte daß es nunmehr möglich sei nach nominierung der vertreter der gebietskörperschaften den vorstand endgültig zu konstituieren der am nachmittag zu seiner ersten sitzung zusammentreten könne in der das Öoc professor friedl wolfgang zum generalsekretär des ok vorschlagen werde in der sitzung des vorstandes wurden dann die vorstandsmitglieder entsprechend den satzungen bekanntgegeben der damalige kurdirektor von badgastein professor friedl wolfgang wurde einstimmig zum generalsekretär gewählt ferner wurde beschlossen daß alle in den satzungen vorgesehenen ausschüsse umgehend ihre arbeiten aufnehmen sollen und daß der vorstand am 24 märz 1960 in innsbruck zusammentreten wird um über die weiteren maßnahmen für eine erfolgreiche durchführung der ix olympischen winterspiele 1964 zu beraten in der zeit vom 23 bis 24 märz 1960 tagten der vorstand und alle fachausschüsse des ok in innsbruck am 25 märz 1960 trat auch das exekutivkomitee zu seiner ersten sitzung zusammen der vorstand die fachausschüsse das exekutivkomitee und die referate wurden personell folgendermaßen besetzt landesbaudirektion innsbruck hofrat dipl ing anton kittingerc sportausschuß vizepräsident des Österreichischen olympischen comités vizepräsident des Österreichischen olympischen comités dr rudolf nemetschke rechtsanwalt dr karl sager vizepräsident des Österreichischen olympischen comités generalsekretär staatssekretär generalmajor a d franz winterer prof friedl woifgang des organisationskomitees d verkehrsausschuß ministerialrat dr otto gatscha zentralinspektor dipl ing sebastian kienpointner bundesbahndirektion innsbruck bundesministerium für verkehr und elektrizitätswirtschaft e wohnungs und sanitätsausschuß ministerialrat hugo barber dr karl rainer bundesministerium für soziale verwaltung kammer für arbeiter und angestellte innsbruck f quartierausschuß landesrat kommerzialrat robert lackner landesverkehrsamt für tirol vizepräsident der kammer der gewerblichen wirtschaft für tirol oberregierungsrat dr hans mansbartg verwaltungsausschuß vizepräsident des organisationskomitees landeshauptstadt innsbruck bürgermeister ddr alois lugger gr dr hermann knollh kontrollausschuß:

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vier männer denen die olympischen spiele neben der bürde eine herzenssache waren gerne trugen sie den hauptteil der verantwortung von rechts nach links bundesminister a d dr heinrich drimmel präsident des organisationskomitees bürgermeister ddr alois lugger vizepräsident professor friedl wolfgang generalsekretär und sektionschef dr heinz pruckner 13

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gründung des ok bb bauausschuß hofrat dipl ing anton kittinger landesbaudirektion innsbruck geschäftsführer finanzlandesdirektion innsbruck b hofrat dr helmuth weimann generalsekretär des organisationskomitees cc sportausschuß prof friedl woifgang generalsekretär des Österreichischen olympischen comités c edgar fried dd verkehrsausschuß zentralinspektor dipl ing sebastian kienpointner bundesbahndirektion innsbruck mitglieder des bauausschusses 1 a sektionschef dipl ing rudolf kloss vorsitzender bundesministerium für handel und wiederaufbau ee wohnungs-und sanitätsausschuß dr karl rainer kammer für arbeiter und angestellte innsbruck bundesministerium für handel und wiederaufbau bundesministerium für handel und wiederaufbau b min rat dipl ing josef krzischc min rat dipl ing alois buresch bundesministerium für soziale verwaltung ff quartierausschuß oberregierungsrat dr hans mansbart landesverkehrsamt innsbruck 2 min rat hugo barber bundesland tirol gg verwaltungsausschuß gr dr hermann knoll landeshauptstadt innsbruck 3 landesbaudirektor hofrat dipl ing leopold pack 4 vizebürgermeister direktor ferdinand obenfeldner landeshauptstadt innsbruck c verbindungsbeamter des bundesministeriums für inneres 5 dr rudolf nemetschke vizepräsident des Österreichischen olympischen comités hofrat dr max stocker sicherheitsdirektor für tirol 6 vertreter der sportverbände Österreichischer skiverband a dipl ing andreas h peyerlb dr karl eigeld verbindungsbeamter des bundesministeriums für landesverteidigung major lutz absoione vertreter des bundesministeriums für auswärtige angelegenheiten Österreichischer eislaufverband Österreichischer bobverband c ing paul asted prokurist herbert raschenberger Österreichischer eishockeyverband Österreichischer rodelverband legationsrat dr friedrich m ü iiauerf beratend generalsekretär des Österreichischen olympischen comités e hubert krabichlerf stadtgarteninspektor georg mayer bund der Österreichischen eisschützen edgar fried 7 beratend a prof friedl wolfgang generalsekretär des organisationskomitees referenten bertl neumann Österreichischer rundfunk ­ studio tirol ­ pressereferent ­ werbereferent b hofrat dipl ing anton kittinger geschäftsführer landesbaudirektion für tirol omr dr dietmar kettl verkehrsverein innsbruck-igls und umgebung und veranstaltungsreferent bundesministerium für unterricht min obkoär robert mader ­ direktor des ok-büros c edgar fried generalsekretär des Österreichischen olympischen comités mitglieder des sportausschusses mitglieder des finanzausschusses 1 a dr rudolf nemetschke 1 sektionschef dr hugo rottky vorsitzender bundesministerium für finanzen bundesministerium für finanzen vorsitzender vizepräsident des Österreichischen olympischen comités b rechtsanwalt dr karl sager min rat dr karl kramsall 2 sektionschef dr heinz pruckner bundesministerium für unterricht bundesland tirol vizepräsident des Österreichischen olympischen comités c staatssekretär generalmajor a d franz winterer bundesministerium für inneres vizepräsident des Österreichischen olympischen comités 3 hofrat dr franz thurner 4 stadtrat dr theodor seykora landeshauptstadt innsbruck 2 sekt rat dr robert czedik eysenberg 3 min obkoär robert mader bundesministerium für unterricht a rechtsanwalt dr wolfgang kleeb zentraldirektor dipl ing hans walch kassiere des Österreichischen olympischen comités 4 sekt chef univ doz dr karl schindl bundesministerium für soziale verwaltung bundesministerium für landesverteidigung 5 major karl staudi bundesland tirol 6 beratend 6 landesrat hofrat dr hermann scheidle 7 gr prof alois prazeller landeshauptstadt innsbruck 14 generalsekretär des organisationskomitees a professor friedl wolfgang

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gründung des ok verkehrsminister a d otto probst überzeugt sich in anwesenheit von ministerialrat dr otto gatscha und zentralinspektor dipl ing sebastian kienpointner vorsitzender bzw geschäftsführer des verkehrsausschusses vom funktionieren der nachrichtentechnischen einrichtungen an den kampfstätten handelsminister dr fritz bock verantwortlich für die olympia-bundesbauten und landeshauptmann von tirol Ökonomierat eduard wallnöfer förderten im besonderen maße die spiele landeshauptmann wallnöfer unterstützte schon als landesrat die olympischen bestrebungen tirols

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