Perspektive-Magazin / Ausgabe 1 - Mai 2011

 

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das magazin zu gesundheitsförderung prävention und beratung im kanton thurgau heft 1 mai 2011 www.perspektive-tg.ch perspektivenwechsel leicht gemacht dienstleistungen und angebote für die thurgauer bevölkerung die perspektive thurgau stellt sich vor!

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inhalt einblicke und editorial gesundheitsförderung prävention starker auftrag vom kanton seiten 4 und 5 seite 3 suchtberatung sucht ist eine mögliche nebenwirkung des lebens seiten 6 und 7 impressum herausgeberin perspektive thurgau schützenstrasse 15 8570 weinfelden redaktion thomas anderegg mirjam bernet sabine brüni-wieland cécile grobet stephanie kosta gestaltung perspektive thurgau fotos clipdealer.com perspektive thurgau lektorat urs zuppinger paar familien und jugendberatung wenn die fetzen fliegen seiten 8 und 9 hauptsitz perspektive thurgau schützenstrasse 15 postfach 297 8570 weinfelden regionalstellen perspektive thurgau oberstadtstrasse 6 postfach 70 8500 frauenfeld perspektive thurgau bahnhofstrasse 33b postfach 8280 kreuzlingen perspektive thurgau bankstrasse 4 postfach 313 8590 romanshorn perspektive thurgau begegnungszentrum leuehof schmiedgasse 16 8253 diessenhofen perspektive thurgau gemeindehaus im zentrum 4 9542 münchwilen telefon 071 626 02 02 telefax 071 626 02 01 info@perspektive-tg.ch www.perspektive-tg.ch telefonzeiten montag dienstag donnerstag und freitag jeweils von 8:30 12:00h 13:30 17:00h mittwoch von 13:30 bis 17:00h sprechstunden nach vereinbarung bei bedarf auch ausserhalb der bürozeiten

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einblicke es spielt keine rolle wie sie dieses magazin in den händen halten sie öffnen es immer auf der richtigen seite diese erste ausgabe unterscheidet sich jedoch noch etwas von den nächsten wir möchten ihnen mit dieser so genannten nullnummer unsere tätigkeiten vorstellen sie halten gerade den ersten teil in der hand in welchem wir ihnen unsere drei bereiche gesundheitsförderung prävention suchtberatung und paar familien und jugendberatung etwas näher vorstellen möchten nach dem perspektiven-wechsel oder im 2 teil finden sie einen etwas detaillierteren beschrieb unserer dienstleistungen und projekte in den weiteren ausgaben führt ein zentrales thema durch das heft wobei jeweils im ersten teil situationen geschildert und im zweiten teil nach dem perspektiven-wechsel eine eventuelle lösung beziehungsweise ein lösungsansatz aufgezeigt wird markus van grinsven geschäftsleiter in unserer branche spricht man nicht gerne von problemen wir nennen sie lieber herausforderungen damit wird hervorgehoben dass der kopf nicht hängen gelassen sondern der blick nach vorn gerichtet werden soll in tat und wahrheit ist es nicht immer einfach probleme als herausforderungen anzusehen die begegnung mit den menschen die uns um unterstützung anfragen bedingt auch ein einlassen auf deren probleme ein wirklicher dialog darf auch betroffenheit auslösen wie wir damit umgehen zeigen wir ihnen in diesem heft beide teile unseres magazins sind identisch aufgebaut die ersten seiten widmen sich dem bereich gesundheitsförderung prävention danach folgen die ausführungen der suchtberatung und anschliessend die informationen des bereichs paar familien und jugendberatung falls sie ein beitrag besonders interessiert und sie den perspektiven-wechsel vollbringen möchten finden sie jeweils in der rechten oberen ecke jeder doppelseite unseren perspektive-pfeil er führt sie zur entsprechenden «umkehrseite» 3

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gesundheitsförderung und prävention starker auftrag vom kanton «die gesundheit eines menschen ist eben nicht ein kapital das man aufzehren kann sondern sie ist überhaupt nur dort vorhanden wo sie in jedem augenblick erzeugt wird wird sie nicht erzeugt dann ist der mensch bereits krank.» viktor v weizsäcker «soziale erkrankung soziale gesundung» göttingen 1955 die regierung des kantons thurgau hat die absicht die gesundheitskompetenzen der thurgauer bevölkerung zu erweitern und die rahmenbedingungen zu verbessern der bereich «gesundheitsförderung und prävention» der perspektive thurgau ist der starke partner für diese zielerreichung der kanton und die gemeinden haben die aufgabe voraussetzungen und rahmenbedingungen zu schaffen die der bevölkerung entscheidungen für die gesundheit ermöglichen sie motivieren einen gesunden lebensstil zu führen im kantonalen konzept «gesundheitsförderung thurgau» sind die übergeordneten kantonalen gesundheitsziele zusammengestellt der bereich «gesundheitsförderung und prävention» der perspektive thurgau setzt gestützt auf eine leistungsvereinbarung und in zusammenarbeit mit den gemeinden dem kanton sowie anderen organisationen diese gesundheitsziele mittels konkreter projekte und angebote um in dieser form der zusammenarbeit werden gesundheitsförderliche und präventive massnahmen zielgerichtet nachhaltig und wirkungsvoll umgesetzt für die gesundheit und lebensqualität des einzelnen folge davon ist die leistungsfähigkeit und der wirtschaftliche erfolg die lotusblume steht in vielen kulturen für ein langes leben und gesundheit 4

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perspektiven-wechsel auf seite 17 gesundheitsförderung und prävention ein gewinn für alle jahrzehnte lang wurde der blick auf gesundheitsgefährdende risiken gerichtet ­ durchaus berechtigt dies soll auch künftig geschehen im hinblick auf die zukunft muss verstärkt der frage nachgegangen werden wie gesundheit entsteht und wie sie erhalten werden kann damit wird das augenmerk auf die chancen für ein gesundes leben gelenkt welche die verschiedenen lebenswelten eines menschen familie schule arbeitsplatz gemeinde also für seine ganzheitliche gesundheit bereithalten gesundheit ist kein dauerzustand gesundheit muss ständig neu erschaffen werden gesundheitsförderung und prävention bauen fähigkeiten auf die menschen in den strudeln des lebens zu starken schwimmern machen dabei soll nicht nur eine blosse umerziehung zu einem gesünderen lebensstil stattfinden sondern auch versucht werden die lebensbedingungen der menschen zu verbessern und gesünder zu machen durch die verbesserung der lebensqualität und eine verhaltensänderung des einzelnen können beispielsweise suchterkrankung Übergewicht oder psychische erkrankungen abgewendet werden investitionen in gesundheitsförderung und prävention sind zudem eine kostenbremse für unser gesundheitssystem gesundheitsförderung und prävention entfalten ihre wirkung nicht von heute auf morgen ­ sie sind als längerfristiger permanenter prozess zu verstehen der eine umfassende positive wirkung auf die gesellschaft hat gesundheit ist kein dauerzustand sie muss ständig neu erschaffen werden unser neues teambüro in weinfelden das zehnköpfige team «gesundheitsförderung und prävention» arbeitet kantonsweit von der geschäftsstelle weinfelden aus die acht arbeitsplätze der fachmitarbeiter innen befinden sich in einem teambüro der entscheid dazu brauchte schon etwas mut seitens der mitarbeitenden standen doch berechtigte befürchtungen im raum bezüglich lärmimmissionen und mangelnder privatsphäre die mutige zusage hat sich gelohnt der grosse helle offene raum steht für einen raum des kreativen austausches denkens und der entwicklung neuer ideen der blick auf einen zu allen jahreszeiten prächtigen gemüsegarten symbolisiert dass gesundheit nicht einfach da ist sondern immer wieder erzeugt werden muss wir können nur ernten was wir säen das sind genau die impulse für eine erfolgreiche umsetzung von gesundheitsförderlichen und präventiven massnahmen 5

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suchtberatung sucht ist eine mögliche nebenwirkung des lebens vom streben nach glück menschen streben nach glück lebensqualität oder zumindest nach einer verringerung von leiden und schwer erträglichen zuständen neurologische forschungsergebnisse lehren uns dass glück und angenehme gefühle aus biochemischen prozessen im gehirn entstehen diese prozesse sind entscheidend erfolgreiche verhaltensweisen werden vom gehirn mit angenehmen gefühlen belohnt der mensch versucht diese erfahrung zu wiederholen lernt dabei und sichert so sein Überleben er isst trinkt hat sex sucht menschliche nähe und erfolgserlebnisse sättigungseffekte verhindern ein exzess wird ein verhalten zu intensiv praktiziert verliert es seinen reiz der entdeckende und forschende mensch hat nun aber herausgefunden dass es mittel gibt die diese guten gefühle in noch stärkerem mass häufiger und leichter erzeugen psychoaktive substanzen und bestimmte verhaltensweisen beeinflussen biochemische prozesse und aktivieren unter anderem den «belohnungsmechanismus» im gehirn sehr stark wir haben die möglichkeiten zur bedürfnisbefriedigung während in früheren zeiten das leben für die überwiegende mehrzahl der menschen eng mit leiden und entbehrungen verknüpft war und die ressourcen zur bedürfnisbefriedigung knapp und nur durch harte arbeit zu erlangen waren stehen uns heute in mitteleuropa sämtliche mittel und erzeugnisse der globalisierten weltwirtschaft zur verfügung entsprechend dem angebot sind auch die ansprüche gewachsen in der praxis der suchtberatung wird dies wie im zeitraffer dann deutlich sichtbar wenn eltern aus der ersten migrationsgeneration nicht verstehen können dass ihr kind nicht wie sie arbeit und die hoffung auf bescheidenen wohlstand ins zentrum seines bestrebens setzt sondern «das leben geniessen will» wenn die grundbedürfnisse befriedigt sind geben nur noch dosissteigerungen einen belohnenden kick hier tut sich schon eine erste ganz konkrete parallele zur sucht auf wenn sich der körper an eine bestimmte dosis gewöhnt hat ­ man spricht von toleranzentwicklung lässt er sich nur noch mit einer höheren dosis die belohnenden gefühle entlocken dosissteigerung und selbstregulation psychoaktive substanzen stimulieren oder dämpfen teile des nervensystems wenn diese reize sich wiederholen reguliert das gehirn seine reaktion ­ die wirkung wird weniger stark erlebt die belohnung fällt geringer aus der anreiz für einen erneuten konsum nimmt ab um trotz dieser toleranzentwicklung dieselbe rauschwirkung zu erzielen kann im prinzip mehr oder schneller konsumiert werden 6

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perspektiven-wechsel auf seite 13 viele finden ein gutes mass einige nicht oder immer wieder nicht warum psychoaktive substanzen haben über die stimulation des belohnungssystems hinaus zahlreiche wirkungen sie lindern körperlichen und seelischen schmerz sie entspannen beruhigen regen an helfen bei der konzentration machen selbstbewusst menschen die sich unwohl fühlen und wenige möglichkeiten haben ihr befinden auf gesunde art und weise zu verbessern greifen eher zu psychoaktiven substanzen und riskanten verhaltensweisen risikofaktoren sind unter anderem psychisch-körperliche störungen depression adhs trauma schmerzen und soziale probleme konflikte einsamkeit arbeitslosigkeit Übermässiger alkoholund drogengebrauch haben unerwünschte nebenwirkungen diese können müde und depressiv machen enthemmen die wahrnehmung dämpfen nerven und anderen zellen schaden und zu sozialen problemen führen die wachsenden nebenwirkungen erhöhen die motivation für die betroffenen den schädlichen substanzgebrauch einzustellen zu reduzieren und ihr verhalten zu ändern die diesbezüglichen kompetenzen sind jedoch bereits verkümmert sucht macht mehr sucht je häufiger ein bestimmtes verhaltens und denkmuster abgelaufen ist umso besser ist es eingeübt was im alltag durchaus sinn macht kann bei suchtproblemen zu schwierigkeiten führen wenn nicht sehr bewusst ein anderes verhalten angewendet wird erfolgt ein rückfall in die eingeschliffenen muster ein körper der an die ausschüttung belohnender botenstoffe durch starke drogenreize gewöhnt ist belohnt neue und alternative verhaltensweisen nur noch beschränkt damit ist auch die fähigkeit neues verhalten zu erlernen eingeschränkt lernprozesse basieren auf dem belohnungssystem alkohol drogenkonsum und exzessive verhaltensweisen verbessern das lebensgefühl wohl kurzfristig machen die lebensqualität jedoch längerfristig schlechter eine desolate lebenssituation verlockt dazu durch drogenkonsum sofort eine gute oder zumindest bessere zeit zu erleben spezifisch für sucht ist dass nach langer abstinenzzeit rückfälle vorkommen einmal richtig gelernt kann das muster jederzeit wieder abgerufen werden in stresssituationen ist das risiko besonders hoch niemand will süchtig werden sucht ist eine chronisch gewordene nebenwirkung bestimmter formen der lebensbewältigung je früher ihre entwicklung erkannt und gesunde lösungen angegangen werden umso einfacher sind die probleme zu lösen später braucht es nicht mehr nur lösungen für die ursprünglichen risikofaktoren und herausforderungen im leben sondern zusätzlich einen konstruktiven umgang mit der sucht sucht kann erfolgreich bewältigt werden und prägt dennoch ein leben lang 7

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paar familien und jugendberatung wenn die fetzen fliegen als einblick in unsere arbeit vier fallbeispiele in der familie der partnerschaft und der ehe im jugendalter sowie mit schul und kleinkindern stehen wir immer wieder vor grossen herausforderungen und manchmal unüberbrückbar erscheinenden problemen wenn sie nicht mehr weiterwissen bieten wir ihnen gerne auskunft und beratung um ihnen einen einblick in unsere arbeit zu geben schildern wir ihnen im folgenden kurz vier anonymisierte fallberichte nähere informationen zu unserem angebot finden sie ab seite 11 des vorliegenden magazins michael 3 jahre und lena 1 jahr rauben ihrer mutter frau f den letzten nerv michael gehorcht einfach nicht und plagt seine kleine schwester lena wiederum ist den ganzen tag quengelig und kann sich gar nicht von frau f trennen nachts wacht sie bis zu fünf mal auf und weint frau f die sich ihre kinder eigentlich sehnlichst gewünscht hat hat kaum mehr freude an den kindern herr f arbeitet sehr viel hilft aber am wochenende beide eltern finden dass es so nicht weitergehen kann und frau f nimmt kontakt zur perspektive thurgau auf in der beratung gelingt es frau f die schuldgefühle die sie aufgrund ihrer mangelnden freude an den kindern und ihrer ungeduld ihnen gegenüber spürt zu verarbeiten sie bittet ihren mann in der nächsten zeit lenas nächtliche betreuung zu übernehmen dies wirkt sich positiv auf die beziehung zwischen mutter und kind aus da frau f ausgeruhter ist und lena die erfahrung machen kann ohne mama auszukommen durch die analyse eines spielvideos kann frau f ausserdem erkennen wie sie michael einerseits in seinen selbstständigkeitstendenzen unterstützen und sich andererseits in wichtigen punkten bei ihm durchsetzen kann wodurch eine weitere entspannung der situation erfolgt keine freude mehr an den eigenen kindern sandro 7 jahre verhält sich zuhause äusserst rebellisch verweigert jegliche anweisungen boykottiert gemeinsame unternehmungen in der familie und gerät bei einfachen aufforderungen in heftigste wutanfälle er hat schwierigkeiten im umgang mit anderen kindern und wirkt zunehmend lust und freudlos die eltern fühlen sich ihrem sohn ohnmächtig und hilflos ausgeliefert sandros mutter leidet sehr unter der situation und hat ­ vor allem beim versuch strenger mit sandro zu sein starke schuldgefühle im gespräch mit einer bekannten wird die mutter auf die perspektive thurgau aufmerksam gemacht nach einigem zögern ist auch der vater einverstanden einen beratungstermin zu vereinbaren sandros eltern gelingt es durch die beratung ihre schuldgefühle zu bearbeiten und ihrem sohn ohne gewissensbisse angemessene grenzen zu setzen sandro selbst lernt in der spieltherapeutischen einzelarbeit neue seiten seines selbst kennen neue wege auszuprobieren sowie aus rigiden mustern auszusteigen in sitzungen mit allen familienmitgliedern werden positivere interaktionen zwischen ihnen angeregt und gefestigt damit hat sich die atmosphäre in der familie deutlich verbessert 8

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perspektiven-wechsel auf seite 11 bea 19 jahre besucht die kantonsschule sie ist eigentlich eine gute schülerin aber in letzter zeit kann sie sich nicht aufs lernen konzentrieren es ist fraglich ob sie den abschluss schaffen wird zusätzlich belastet die junge frau die eigentlich ein sehr gewin nendes ruhiges wesen hat dass sie sich in der klassengemeinschaft isoliert und ausgeschlossen fühlt als alle bemühungen erfolglos bleiben sucht bea auf anraten ihrer klassenlehrerin die perspektive thurgau auf im laufe der beratung zeigt sich dass sie sich zwischen zwei kulturen ­ der kultur ihrer familie die aus einem südeuropäischen land stammt sowie der kultur ihres schweizer umfeldes hin und her gerissen fühlt durch die beratung gelingt es der jungen frau sich in kleinen vorsichtigen schritten von ihrer familie zu lösen und sich freiräume in ihrem leben zu erarbeiten ohne den rahmen der kultur ihrer ursprungsfamilie zu verlassen die entspannung in diesem konfliktfeld führt in kombintation mit verhaltenstherapeutischen interventionen dazu dass bea es schafft sich in die klassengemeinschaft zu integrieren ihre noten steigen und bea kann die matura ohne weitere probleme erfolgreich erreichen «meine klassenlehrerin empfahl mir mich bei der perspektive zu melden» herr und frau s nach 17 ehejahren wird die beziehung zwischen herrn und frau s immer spannungsvoller vor allem frau s fühlt sich von ihrem mann wenig geschätzt und respektiert eine zusätzliche belastung besteht darin dass herr s schon seit langem an seinem arbeitsplatz von seinen kollegen gemobbt wird herr s überlegt seinen job zu kündigen und umzuziehen um der für ihn unerträglich gewordenen situation zu entfliehen dies wiederum möchte frau s keinenfalls die gemeinsame suche nach lösungen endet immer häufiger in vorwürfen und anschuldigungen obwohl beide partner eigentlich umsichtige und engagierte menschen sind das ehepaar ist sich einig dass es so nicht weitergehen kann und beschliesst die perspektive thurgau aufzusuchen um einen weg aus der aussichtslos erscheinenden situation zu finden herr und frau s einigen sich zunächst auf einen ersten kleinen schritt der die stimmung zwischen ihnen verbessern und ihnen helfen würde in den anstehenden beratungs und entscheidungsprozess mit mehr hoffnung einzusteigen sie versprechen sich beim nachhausekommen mit einem wertschätzenden blickkontakt ge genseitig zu begrüssen herr s entscheidet zusätzlich wegen des mobbings für sich eine einzelbera tung in anspruch zu nehmen 9

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das magazin zu gesundheitsförderung prävention und beratung im kanton thurgau heft 1 mai 2011 www.perspektive-tg.ch perspektivenwechsel leicht gemacht dienstleistungen und angebote für die thurgauer bevölkerung die perspektive thurgau stellt sich vor!

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inhalt einblicke und editorial gesundheitsförderung prävention unsere angebote im Überblick seiten 14 bis 17 seite 18 suchtberatung dienstleistungen der suchtberatung seiten 12 und 13 impressum herausgeberin perspektive thurgau schützenstrasse 15 8570 weinfelden redaktion thomas anderegg mirjam bernet sabine brüni-wieland cécile grobet stephanie kosta gestaltung perspektive thurgau fotos clipdealer.com perspektive thurgau lektorat urs zuppinger paar familien und jugendberatung das beratungsangebot seiten 10 und 11 hauptsitz perspektive thurgau schützenstrasse 15 postfach 297 8570 weinfelden regionalstellen perspektive thurgau oberstadtstrasse 6 postfach 70 8500 frauenfeld perspektive thurgau bahnhofstrasse 33b postfach 8280 kreuzlingen perspektive thurgau bankstrasse 4 postfach 313 8590 romanshorn perspektive thurgau begegnungszentrum leuehof schmiedgasse 16 8253 diessenhofen perspektive thurgau gemeindehaus im zentrum 4 9542 münchwilen telefon 071 626 02 02 telefax 071 626 02 01 info@perspektive-tg.ch www.perspektive-tg.ch telefonzeiten montag dienstag donnerstag und freitag jeweils von 8:30 12:00h 13:30 17:00h mittwoch von 13:30 bis 17:00h sprechstunden nach vereinbarung bei bedarf auch ausserhalb der bürozeiten

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einblicke «jede neue lage ergibt eine neue perspektive» auf den ersten blick hält sich der zusammenhang zwischen diesem zitat und unserem neuen perspektive-magazin etwas versteckt beim näheren betrachten beziehungsweise beim weiterblättern werden sie entdecken dass es damit durchaus etwas auf sich hat zugegeben diesbezüglich wird diese philosophische aussage etwas plump verglichen dennoch trifft sie voll ins schwarze dieser ausspruch verfasser unbekannt lässt sich hervorragend auf unsere arbeit und unsere dienstleistungen anwenden gerade in der beratungsarbeit erhalten wir einblicke in lebenssituationen unserer klienten und erarbeiten neue perspektiven aber auch in der gesundheitsförderung und prävention öffnen wir fenster und ermöglichen ganz neue sichtweisen «jede neue lage ergibt eine neue perspektive» zieht sich insgesamt durch die angebote und die unterschiedlichsten dienstleistungen unserer fachstelle markus van grinsven geschäftsleiter die perspektive thurgau ist wie jede andere fachstelle im sozialbereich auf die lösung von problemen oder die bewältigung von herausforderungen spezialisiert was uns auszeichnet ist das vereinen von sich optimal ergänzenden fachbereichen unter einem dach gemeinsam lösungen finden mit und für unterstützung suchende ist einer unserer zentralen werte trotzdem bewahrt jeder fachbereich seine identität und eigenständigkeit denn nur so können spezifische lösungen mit einem blick auf das gesamte erarbeitet werden welche lösungen wir für sie bereithalten zeigen wir ihnen in diesem heft das neue perspektive-magazin wird künftig zweimal jährlich erscheinen diese erste ausgabe verschafft ihnen einen groben Überblick über unsere vielseitige beratungstätigkeit im bereich gesundheitsförderung prävention stellen wir ihnen kurz unsere wichtigsten projekte vor in künftigen publikationen möchten wir schwerpunkte schaffen ein roter faden wird thematisch durch das heft führen dabei werden wir ihnen neue perspektiven aufzeigen wir wünschen ihnen viele spannende sichtweisen neue perspektiven 18 3

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gesundheitsförderung und prävention das team gesundheitsförderung und prävention arbeitet in projekten welche den aufbau und die erhaltung eines gesunden lebensstils unterstützen gesundheitsförderung zielt darauf ab dass die menschen mehr einfluss auf ihren gesundheitszustand gewinnen und ihre gesundheit aktiv verbessern können mit hilfe der präventionsarbeit soll der erhalt der gesundheit unterstützt werden auf den folgenden seiten stellen die jeweiligen projektverantwortlichen kurz unsere wichtigsten projekte vor schulen im netzwerk gesunde schulen thurgau ngstg setzen sich explizit mit themen der gesundheitsförderung auf allen ebenen des schulgeschehens auseinander und verpflichten sich zu entsprechenden massnahmen damit tragen sie zur verbesserung der bildungs und schulqualität und zur entfaltung und förderung der gesundheit sowie des wohlbefindens aller an der schule beteiligten bei dies bedeutet auch die prozesse des lernens und des lehrens so zu gestalten dass diese persönliche soziale und materielle ressourcen durch empowerment partizipation chancengleichheit und nachhaltigkeit fördern wir bieten dazu fachliche und finanzielle unterstützung wir beraten und begleiten projekte z.b in lehrergesundheit ernährung und bewegung persönlichkeitsbildung respektvollem umgang suchtprävention früherkennung/frühintervention elternmitwirkung gemeinsam mit der schule erarbeiten wir gezielt lösungen für eine gesunde schulkultur die projekte der mitgliedschulen können auf der homepage des netzwerkes eingesehen und heruntergeladen werden projektverantwortliche sabine brüni und jenny wienrich www.gesunde-schule-thurgau.ch zusatzqualifikation in gesundheitsförderung und prävention studierende der pädagogischen hochschule thurgau absolvieren ein dreiwöchiges weiterbildungspraktikum in gesundheitsförderung und prävention bei der perspektive thurgau die schulen brauchen lehrpersonen die mit den inhalten der gesundheitsförderung und prävention vertraut sind die perspektive thurgau bietet dazu eine weiterbildung für studierende der pädagogischen hochschule an dabei erhalten diese unterstützung bei der umsetzung und verankerung von suchtprävention und gesundheitsförderung an schulen projektverantwortlicher peter welti doris grauwiler bereichsleiterin gesundheitsförderung prävention ich habe psychologie an der universität zürich studiert und 1994 abgeschlossen nach zehn erfolgreichen jahren in der privatwirtschaft ­ fünf jahre leitung der ergonomiefachstelle der credit suisse und fünf jahre als selbständige einfrauunternehmerin im bereich betriebliche gesundheitsförderung arbeite ich seit märz 2005 im kanton thurgau mein einstieg erfolgte als fachmitarbeiterin in der perspektive westthurgau im bereich «gesundheitsförderung und prävention» in frauenfeld seit der fusion der drei perspektive-fachstellen per 1 januar 2009 zur perspektive thurgau leite ich den bereich mit zehn mitarbeitenden 17

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perspektiven-wechsel auf seite 4 freelance ist ein dreistufiges suchtpräventionsprogramm für sekundarschulen und weiterführende gymnasialklassen · flexibel einsetzbare unterrichtseinheiten die auf zeitund themenbedürfnisse abgestimmt sind aktuelles material zu risiko und konsumverhalten stärkung der selbstkompetenz von jugendlichen präventionsbox mit kurzen spielerischen unterrichtshäppchen «freelance-poster-contest» jugendliche entwickeln botschaften für jugendliche ergänzende angebote · infobroschüre «trinken rauchen und kiffen bei jugendlichen ­ was sie als eltern lehrpersonen oder berufsbildner innen tun können» · jugendagenda mit spannendem quiz vielen nützlichen tipps und informationen projektverantwortliche jenny wienrich www.be-freelance.ch · · freier download der lektionen finden sie auf der homepage femmestische ist ein niederschwelliges bildungsangebot für erziehende v.a frauen im bereich der gesundheitsförderung und prävention angesprochen sind migrantinnen und schweizerinnen als multiplikatorinnen im kanton thurgau werden femmestische in lockerer atmosphäre für 13 sprachen angeboten eine mutter lädt fünf bis acht interessierte erziehungsverantwortliche zu sich ein und übernimmt die rolle der gastgeberin dafür erhält sie eine entschädigung in ungezwungenen gesprächsrunden werden unter anleitung einer moderatorin verschiedene erziehungsund gesundheitsförderungsthemen diskutiert die teilnahme an einer femmestisch-runde ist kostenlos und unverbindlich projektverantwortliche monika brechbühler www.femmestische.ch suchtprävention am arbeitsplatz während die gefahr der so genannten harten drogen den meisten menschen einleuchten wird die suchtgefahr durch alkohol und tabletten weiterhin unterschätzt dabei sind gerade sie es die die meisten abhängigkeiten verantworten ihre auswirkungen sind nicht weniger verheerend als die der harten drogen zerstörte gesundheit zerrüttete familien oder arbeitsplatzverlust können folgen sein arbeitgeber und ihr kader die für den gesundheitsschutz der beschäftigten mitverantwortlich sind sollten sich deshalb intensiv mit dem thema auseinandersetzen der umgang mit nöten und problemen der betroffenen erfordert neben fingerspitzengefühl und sensibilität auch durchsetzungsvermögen seminare kurse und direktes coaching zeigen den verantwortlichen das problemfeld auf und geben konkrete handlungsanleitungen zum umgang mit gefährdeten mitarbeitenden projektverantwortlicher peter welti www.perspektive-tg.ch 16

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gesundheitsförderung und prävention jugendschutzgesetz damit die jugendlichen eine möglichst gesunde entwicklung erleben können gilt das jugendschutzgesetz es verbietet die abgabe von alkohol und tabakwaren an unter 16-jährige und die abgabe von spirituosen aperitifs und alcopops an unter 18-jährige angebot wir unterstützen die gastronomie den detailhandel partys und andere veranstaltungen mit folgendem angebot bei der umsetzung der jugendschutzbestimmungen · · · «checkpoint»-plakate mit den jugendschutzbestimmungen «checkpoint»-kleber für kassen und kühlschränke «checkpoint»-informationsflyer für verkaufspersonal ich darf dir keinen alkohol verkaufen alterskontrollbänder für feste «checkpoint»-checkliste für veranstaltungen «checkpoint»-altersdrehscheiben verkaufsschulungen für personal aus gastronomie und detailhandel kostenlose beratung und information für eine optimale umsetzung des jugendschutzes «smartconnection» ist ein innovatives alkoholpräventionsprojekt für partybesucher zwischen 16 und 24 jahren mit einer zielgruppengerechten kommunikation tritt das internationale interregprojekt «smartconnection» der wachsenden zunahme des rauschtrinkens entgegen das projekt welches von jungen menschen für junge menschen umgesetzt wird fokussiert dabei folgende elemente · die vernetzung mit regionalen umsetzungspartnern · den genussorientierten konsum alkoholischer getränke · die förderung des angebots von attraktiven alkoholfreien getränken an veranstaltungen die belohnung von keinem oder einem moderaten alkoholkonsum · · · · · ihre bestellung von den grösstenteils kostenlosen jugendschutzmaterialien können sie auf unserer homepage jederzeit aufgeben projektverantwortliche barbara dudli www.perspektive-tg.ch · das projekt bewegt sich konsequent auf zwei ebenen einerseits wird mit dem belohnungsansatz verhaltensorientierte prävention betrieben andererseits wird mit dem verhältnisorientierten ansatz des veranstalter-kodexes die umsetzung der gesetzlichen bestimmungen verbessert mehr zu diesem innovativen projekt erfahren sie bei unseren projektberaterinnen oder auf der homepage projektverantwortliche barbara dudli und cécile grobet www.smartconnection.net 15

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