Unsere Wärme 03/2019

 

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Unsere Wärme 03/2019

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Das österreichische Magazin für energieeffizientes Heizen mit Öl. Österreichische Post AG, Firmenzeitung 12Z039355 F Retouren an Postfach 555, 1008 Wien www.heizenmitoel.at 3 2019 Wohnen mit Farben SchwerpunktThema Barrierefreies Wohnen Seite 14 Von Pastell bis Naturfarben – die aktuellen Trendhighlights richten sich ganz nach „Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden!“: Beruhigende Farben geben jetzt den Ton an. Mit der Kraft der Sonne Eine Testanlage in Spanien nutzt Sonnenlicht für flüssigen Kraftstoff. Seite 18 Ohne Hürden Barrierefreies Wohnen ist auch für junge Menschen attraktiv. Seite 14 Interview IWO-Rechtsexpertin Christa Bezucha-Wendler schafft Klarheit. Seite 24

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KLIMAFREUNDLICHE E-FUELS: Herstellungspfade und Einsatzbereiche Elektrolyse Bio-Reststoffe, Müll, Algen Chemische Produkte Kerosin Synthetisches Öl Heizöl O2 Diesel und Ottokraftstoffe X-to-Liquid Bei der Herstellung von Brennstoffen der Zukunft wird alternativer, flüssiger Kohlenwasserstoff aus unterschiedlichen regenerativen (= nachwachsenden) Quellen wie z.B. Pflanzen genutzt. Diese sollen bisherigem Heizöl beigemischt werden oder dieses langfristig sogar ersetzen. An unterschiedlichen Herstellungsverfahren wird derzeit intensiv von der Mineralölwirtschaft geforscht. Biomass to Liquid (BtL): Durch die Nutzung von Algen oder Pflanzenresten sowie deren Abfallstoffe werden durch Pyrolyse flüssige Energieträger entwickelt. Algen benötigen etwa keine landwirtschaftlichen Flächen und stehen nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Power-to-Liquid (PtL)-Verfahren: Dabei werden mithilfe von Strom – vorzugsweise aus erneuerbaren Quellen – flüssige Energieträger erzeugt. Das Verfahren eignet sich vor allem in Ländern mit stabil hoher Sonneneinstrahlung für die Verwendung von Solarstrom. HVO-Brennstoffe (Hydrotreated Vegetable Oils): Flüssiger Brennstoff aus Pflanzenöl WTL-Brennstoffe (Waste-to-Liquid): Flüssiger Brennstoff, der mithilfe von Abfällen aus Haushalten, Industrie etc. erzeugt wird ABMELDEHINWEIS: Dieses Magazin wird im Auftrag von Heizen mit Öl GmbH an Sie verschickt. Möchten Sie das Magazin nicht mehr empfangen, teilen Sie Ihren Abbestellungswunsch mit – per E-Mail: foerderung@heizenmitoel.at, Tel.: 01 890 90 36 oder Postanschrift: Heizen mit Öl GmbH, Untere Donaustraße 13-15, 1020 Wien. Bei Abmeldung erfolgt die Entfernung Ihrer Daten aus der Versandliste bis zur nächsten Ausgabe von „Unsere Wärme“, spätestens aber bis zur übernächsten Ausgabe, wenn sie zu einem Zeitpunkt erfolgte als der nächste Versand schon in Auftrag gegeben wurde. Alle Details zur Nutzung Ihrer Daten finden Sie in den Datenschutzbestimmungen unter www.heizenmitoel.at

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EDITORIAL & IMPRESSUM Liebe Leserinnen und Leser! Die Alternative zum Heizöl – ist alternatives Heizöl Allerhand zweifelhafte Gerüchte kursieren rund um die Einschränkungen von Heizkesseln für fossile Flüssig-Brennstoffe, die in einigen Bundesländern beschlossen wurden oder noch werden. Das liegt auch an der medialen Berichterstattung, in der oftmals fälschlich von einem „Ölheizungsverbot“ die Rede ist. Tatsächlich betrifft dieses Verbot lediglich Aufstellung und Einbau von Heizungssystemen mit flüssigen fossilen Brennstoffen im Neubau. Die bestehende Ölheizung bei Ihnen zu Hause ist davon nicht betroffen. Auch ein Kesseltausch ist selbstverständlich weiterhin erlaubt. Er ist sogar klimapolitisch sinnvoll, da der Umstieg auf ein hocheffizientes Öl-Brennwertgerät den CO2-Ausstoß um bis zu 40 Prozent verringert. Die Ölheizung als Hauptverursacher der Klimakrise hinzustellen, scheint eine ebenso irreführende wie gefährliche Strategie. Denn alle Ölheizungsanlagen zusammengenommen tragen gerade einmal vier Prozent zum heimischen CO2-Ausstoß bei. Nicht bedacht wird zudem dabei, dass auch andere Heizsysteme Treibhausgas- und weitere Emissionen verursachen. Ein Rechenbeispiel: Nehmen wir an, Österreichs Ölheizungen würden zu je einem Drittel durch Fernwärme, Pellets und Erdgas ersetzt. In diesem Fall würden um 1.651 Prozent (!) mehr Feinstaub und um 164 Prozent mehr Stickoxide in unsere Atemluft abgegeben. Ja, nicht einmal eine positive Auswirkung auf die CO2-Bilanz wäre zu erwarten! Heizöl extra leicht hat viele Vorteile: Neben einem hohen Brennwert gehört dazu die problemlose Lager- und Transportfähigkeit. Vorteile, die im Übrigen auch klimafreundliche Flüssig-Brennstoffe aus nachhaltigen Quellen – XTL (X-to-Liquid) genannt – aufweisen. Das Institut für Wärme und Öltechnik (IWO) erprobt deren Einsatz seit dem Vorjahr erfolgreich in herkömmlichen Öl-Brennwertgeräten. Die Zukunft für fossiles Heizöl ist daher Heizöl aus alternativen Quellen. Mag. Martin Reichard, Geschäftsführer Heizen mit Öl GmbH IMPRESSUM: Medieninhaber und Herausgeber: Heizen mit Öl GmbH + Institut für Wärme und Öltechnik 1020 Wien, Untere Donaustr. 13 –15/3. OG, Tel.: 01– 890 90 36, Fax: 01– 890 90 36 – 50 Geschäftsführer: Mag. Martin Reichard Unternehmensgegenstand: Förderung des Austausches von Ölheizungsanlagen durch Anreizbildung für den umwelt- und klimafreundlichen Ersatz von alten Heizungsanlagen durch moderne, sparsame und effiziente Ölheizungsanlagen. Fotos: Wenn nicht anders angegeben, liegen die Fotorechte bei Heizen mit Öl GmbH Medienproduktion: WEKA Industrie Medien GmbH, Dresdner Straße 43, 1200 Wien, www.industriemedien.at Geschäftsführung: Dipl.-BW (FH) Kurt Skupin MBA, Hans-Florian Zangerl Chefredaktion: Lisa Joham, Redaktion: Reinhard Ebner Anzeigen: Marianne Schmidt, Kerstin Hainzl, Claudia Adam Art Director: Nicole Fleck Grafik: Nicole Fleck, Sarah Güttinger Druck: Ferdinand Berger & Söhne GmbH, Wiener Straße 80, 3580 Horn Auflage: 125.136 Stück 4,9 % Das ist der Beitrag der Ölheizung zu Österreichs Gesamt-Emissionen an CO2. Mit Hilfe alternativer FlüssigBrennstoffe aus nachhaltigen Quellen wird dieser Anteil gegen Null gehen.

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INHALT NEWS 6 Kurz & Feurig Die neuesten Entwicklungen aus der Branche und der aktuelle Vollkostenvergleich. COVERSTORY 8 Wohntrends Von Pastell bis Naturfarben. Einrichtungsexperten sagen uns schon jetzt die neuesten Wohntrends voraus. Wir verraten wie man sie einfach umsetzen kann. WOHNTRENDS 14 Barrierefreies Wohnen Bewegungsfreiheit dominiert das neueste Wohnkonzept für Jung & Alt. TRENDS 16 M it der Kraft der Sonne Eine Testanlage in Spanien nutzt konzentriertes Sonnenlicht, um Wasser und Kohlendioxid in flüssigen Kraftstoff zu verwandeln. TECHNIK 18 Auf dem Prüfstand Europa ist im XTL-Fieber. Nicht nur in Österreich, auch in anderen Ländern Europas stehen bereits derartige Testanlagen. HOMESTORY 20 Garten Eden Kurt Aichmayr kann sich glücklich schätzen. Er kann im Sommer das Wohnzimmer nach draussen verlegen und genießt dort die Ruhe und Stille – oder die Zutraulichkeit von Schildkröte Sally. INTERVIEW 22 Die Ölheizung Wer einen Energieträger einschränkt, gefährdet die Energieversorgung insgesamt, meint IWO-Rechtsexpertin Christa Bezucha-Wendler im Interview. RATGEBER 24 Grünes Heizöl Fünf Fragen zu klimafreundlichen Flüssig-Brennstoffen aus nachhaltigen Quellen und die Antworten darauf. HINTERGRUND 26 Alternative flüssige Brennstoffe 243 Milliarden Tonnen – so groß sind die förderbaren Erdöl-Reserven. Doch an neuen alternativen flüssigen Brennstoffen wird bereits geforscht. STANDARDS 19 Leserfrage 27 Rätselecke 4 unsere wärme 3 | 2019

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8 Fotos: Fotolia; www.photoangelo.at; IWO Österreich TRAUMHAFT Die neuesten Trendfarben für den Innenraum 22 INTERVIEW IWO-Rechtsexpertin Christa Bezucha-Wendler räumt mit Gerüchten und falschen Argumenten auf. 25 ENERGIESPARTIPPS Schon gerüstet für die kommende Heizsaison? Wir sagen Ihnen worauf Sie achten müssen. 20 ZUBESUCH Eine Oase, die nicht nur im Sommer Freude bereitet 3 | 2019 unsere wärme 5

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NEWS Kurz & Feurig Spannende Fakten rund ums Öl sowie der aktuelle Vollkostenvergleich unterschiedlicher Heizarten. Wussten Sie schon, ...? ... dass speziell gezüchtete Nutzpflanzen eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielen könnten? Um überschüssiges Kohlendioxid zu binden, bräuchte es laut Berechnungen rund um ein Drittel mehr Bäume auf der Welt. Eine elegante Lösung bieten „Super-Nutzpflanzen“ wie Weizen, Baumwolle, Soja, Raps oder Reis mit der Fähigkeit, große Mengen an CO2 aufzunehmen. Forschern des Salk-Instituts für biologische Studien in Kalifornien ist es gelungen, genau solche Pflanzen zu züchten. Diese haben ein ausgedehnteres Wurzelsystem als herkömmliche Nutzpflanzen und enthalten damit größere Mengen an Suberin. Suberin speichert Kohlendioxid über das Pflanzenleben hinaus und gibt es nur sehr langsam – im Verlauf mehrerer Jahrhunderte – wieder ab. Die neuen Züchtungen ermöglichen damit CO2-Reduktion und Lebensmittelproduktion in einem. „Unsere Wärme“-Musterhaus: Familie Englinger (Niederösterreich) Anzahl der Bewohner: 2 Kessel-Nennleistung der Altanlage: 28 kW Kessel-Nennleistung der Neuanlage: 22 kW Heizölverbrauch vor der Sanierung: 2.500 l Heizölverbrauch nach der Sanierung: 1.800 l Maßnahmen: Kesseltausch, Warmwasserspeicher Investition: 12.161 Euro (ohne Speicher) Einsparung: 700 l KOPF & SAGER Foto: Pixabay Foto: BMU/photothek/Thomas Trutschel Einsparung 28 % 6 „Strombasierte flüssige Brennstoffe werden in Zukunft zu einem wichtigen Ersatz für fossile Energien.“ Svenja Schulze, deutsche Umweltministerin unsere wärme 3 | 2019

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NEWS Foto: Pixabay ZAHL ZUM ÖL Um diesen Prozentsatz verringerten sich die Treibhausgas-Emissionen im Gebäude-Sektor in Österreich zwischen 1990 und 2018. Dieser Bereich – und damit auch die Förderinitiative zum Umstieg auf ein hocheffizientes Öl-Brennwertgerät – leistete vor allen anderen Sektoren (Verkehr, Energie und Industrie, Landwirtschaft etc.) den prozentuell größten Beitrag zum Klimaschutz. REDUKTION –39,5 % ANGEMERKT » Österreich ist auf dem richtigen Weg: 2018 sanken die Treibhausgas-Emissionen um 3,8 Prozent oder 3,2 Millionen Tonnen – trotz eines weiterhin starken Wirtschaftswachstums » Deutschland als Vorbild: Das deutsche Umweltministerium legt ein Aktionsprogramm für den künftigen Einsatz von alternativen flüssigen Brennstoffen vor. Mit Ökostrom erzeugte Flüssig-Brennstoffe (Power-to-X) sollen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. » Heizöl als Inflationsbremse: Österreichs Inflationsrate lag im Juli bei 1,4 Prozent – die Gastronomie wurde teurer, Heizöl deutlich billiger. » Ehrliche Zahlen zur CO2-Bilanz von Automobilen liefert ein neues Software-Tool des Forschungsinstituts Joanneum Research. Die „Life CycleAnalyse“ berücksichtigt nicht nur den Verbrauch, sondern alle CO2-Emissionen von Produktion bis Recycling für sämtliche Antriebsarten (Benzin, Diesel, Erdgas, Hybrid, E-Auto, Wasserstoff). 2 370 3000 2500 2000 1500 1000 500 0 2 294 2 250 2 450 2 269 2 270 So günstig ist Heizen mit Öl Im Vollkostenvergleich (berücksichtigt kapital-, verbrauchs- und betriebsgebundene Kosten) gehört Heizen mit Öl weiterhin zu den günstigeren Heizformen. Der Vergleich gemäß ÖNORM (Stand vom 19. August) berechnet beispielhaft die Modernisierung der Heizungsanlage in einem Einfamilienhaus. 2 86 2 574 2 86 2 981 2 746 2 1.308 2 832 2 1.231 2 1.422 2 1.187 2 812 Heizöl EL Erdgas Pellets Brennholz Fernwärme Flüssiggas Erdwärme Luft-WP Brennwert Brennwert 2 687 2 803 2 1.608 2 1.297 2 1.466 2 1.165 2 785 Wohnfläche: 150 m² Heizlast: 12 kW Nutzwärmebedarf: 15.000 kWh/Jahr Kapitalverzinsung: 2,0 % Betrachtungszeitraum: 15 Jahre Technik: Heizöl, Erdgas u. FG auf Brennwertbasis (Erdgas Hi = 10,09 kWh/m3, Ho = 11,20 – 11,24 kWh/m3); Erdwärme (WP) mit Tiefenbohrung; Preise/Kosten: Preise inkl. aller Steuern. Quellen: WKÖ, propellets, AK, LWK, Handel, 9 Landesenergieversorger, HmÖ; Verbrauchsgebunde Kosten: Brennstoffkosten, Transport, Nebenkosten, Hilfsenergie; Kapitalgebundene Kosten: Wärmeerzeuger, Umformerstation, Abgasanlage, Kleinmaterial, Installation, Anschlussgebühren, Grabarbeiten, Bohrungen, Entsorgung u. Reinigung; Betriebsgebundene Kosten: Instandhaltung, Wartung, Service u. Reinigung der Anlage, Energiekostenabrechnung; Berechnungen: IWO-Österreich nach Modernisierung/Erneuerung einer bestehenden Ölheizung; Variantenberechnung mit verschiedenen Wärmeerzeugungssystemen nach ÖNORM M 7140; für die Berechnung wurde bei allen Energieformen der systembedingte Wirkungsgrad berücksichtigt 3 | 2019 unsere wärme kapitalgebundene Kosten verbrauchsgebundene Kosten betriebsgebundene Kosten 7 mittlere Vollkosten (Barwert) in Euro/Jahr

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COVERSTORY So leben wir jetzt! Alle Fotos: Fotolia Der Wunsch nach einem stylischen, individuellen aber gemütlichen Zuhause wird immer größer. Einrichtungsexperten sind uns schon ein paar Schritte voraus und verraten, welche Wohntrends kommen und wie man sie am einfachsten umsetzt. 8 unsere wärme 3 | 2019

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COVERSTORY Z wischen der ersten Wohnung und der Bleibe mit Familie, als Paar oder Single im Alter 30 plus liegen meist Welten – ja – auch Einrichtungswelten. In der Studienzeit begnügte man sich mit minimalistischer Ersteinrichtung, – bestehend aus Tisch, Sessel, Bett, Sofa – zugegeben – teilweise von den Eltern gesponsert oder am Flohmarkt erstanden. Als Paar oder als Familie sehen die Ansprüche schon etwas anders aus. Man wünscht sich Vollholz statt Spanplattenmöbel oder ein Sofa vom exklusiven Einrichtungshaus statt vom blau/gelben – Sie wissen schon. Kleinere Modernisierungen oder der gewisse Frischekick in den eigenen vier Wänden lässt sich mit wenig Budget und Aufwand herbeiführen: Farbenfrohe Vorhänge im Wohnzimmer, eine neue Wandfarbe im Schlafzimmer und ein paar bunte Eyecatcher am grauen Sofa und schon ist das Zuhause mit nur wenig Budget und wenigen Handgriffen wieder wohnlich. Doch was, wenn das Mobiliar oder gar das Gebäude oder Leitungen einfach nicht mehr den Erfordernissen und Wünschen entsprechen, die finanziellen Mittel für eine Sanierung, Modernisierung oder Renovierung aber schlichtweg fehlen? Die Antwort ist ein Sanierungskredit. Er macht Träume wahr. Der Sanierungskredit. Was ist er genau? Der Sanierungskredit in Österreich ist eine besondere Form der Baufinanzierung. Soll bei einer bestehenden Immobilie eine bestimmte Sanierung vorgenommen werden, so ist ein kompletter Baukredit meistens nicht notwendig. Bei Finanzierungen des Eigenheims oder eines vermieten Wohnhauses, bei einer Kreditsumme von maximal 50.000 Euro, ist der Sanierungskredit die lohnendere Alternative. In Österreich bietet jede Bank ihren Kunden Sanierungskredite an, die flexibel gestaltet werden können. Sollte man sich also für einen entscheiden, so ist es besonders wichtig, dass man sich in jedem Fall gut beraten lässt. Es gibt unterschiedliche Sanierungsmaßnahmen, die den Einsatz eines Sanierungskredites rechtfertigen. So kann dies eine Sanierungsmaßnahme sein, die meist bei einem Altbau zutrifft. 3 | 2019 unsere wärme Irgendwann kommt der Moment, wo man Fenster erneuern muss, das Dach eine Sanierung benötigt oder die Wände gedämmt werden müssen. Um Energie einsparen zu können bedarf es meist ganzheitlicher Sanierungen, die auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen und die Geldbörse auf längere Sicht schonen. Hierbei gibt es staatliche Förderungen, die man auf jeden Fall in Betracht ziehen sollte. Aber auch Renovierungsmaßnahmen können über Sanierungskredite eingebracht werden. Dazu zählen eine Fassadendämmung genauso wie eine Heizungssanierung, die die Immobilie sofort im Wert steigen lassen. Klar, dass man im Sanierungsdschungel schnell den Überblick verlieren kann, deswegen kommt man um eine fundierte Beratung nicht drum herum. Ein großer Bonus ist auch die Berechnung, die viele Banken schon online anbieten. Mit einem sogenannten Sanierungscheck erfahren Sie welche Maßnahmen notwendig sind und wieviel die Umsetzung kostet – mit einem Klick kann man sämtliche Informationen dann auch als PDF ausdrucken. Die passende Finanzierung finden Wer vergleicht und gut verhandelt, kann sich jede Menge Bares sparen. Je mehr Banken man für einen Vergleich heranzieht, umso eher wird man das passende und beste Offert für einen Sanierungskredit finden. Oftmals eignet sich auch ein Finanzierungsmix, der auf die individuellen Maßnahmen abgestimmt ist. Staatliche Förderungen verlangen meist ein alternatives Heizsystem, d.h anstelle einer Ölheizung ein Heizsystem mit erneuerbarer Energie Sanieren zahlt sich in jedem Fall aus, denn immer mehr Anleger investieren in Immobilien, die modernisiert sind. Dazu gehört eine gute Innen- und Außendämmung, die Erneuerung der Heizungsanlage und das Erhöhen der Sicherheit. Ein großes Plus ist außerdem, das Haus oder die Wohnung energieeffizienter zu machen. Ein weiterer Schritt ist die Investition in ein Smart Home. Damit ist es beispielsweise möglich, die Raumtemperatur über das Smarthome zu steuern, Licht oder Rollläden zu betätigen sowie die eigenen vier Wände optimal energieeffizient und sicher zu gestalten. — (Fortsetzung auf Seite 10) Der Sanierungscheck zeigt welche Maßnahmen notwendig sind und wieviel die Umsetzung kostet Die wichtigsten Kontakte im Überblick: • www.bankaustria.at • www.bausparen.at • www.s-bausparkasse.at • www.raiffeisen.at • www.ing.at 9

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COVERSTORY 4 aktuelle Wohntrends 1SLOW LIVING Kommen Sie zu Ruhe! Der Alltag ist hektisch genug, weshalb man gerade in seinen eigenen vier Wänden Entspannung finden sollte. Dabei hilft in erster Linie natürlich eine aufgeräumte Wohnung. Erst wenn alles an seinem Platz ist hat man auch selbst genügend Raum, um sich zu entfalten. Unterstützend wirken dann Farben, Stoffe, Materialien in hellen Farbtönen wie beige, hellblau oder weiß. Weniger ist mehr lautet auch hier das Motto, das sich durch jeden Raum zieht. Nachhaltig produzierte und hochwertige Materialien, die mit hellen, neutralen Farben eine freundliche Umgebung schaffen, sind typisch für diesen Style. Dabei wird auf zu viel Krimskrams gänzlich verzichtet. Einzige Eyecatcher können Pflanzen, minimalistische Bilder oder Vasen in Naturfarben sein. Wie stylt man den Trend? Möbel aus Naturholz sind die richtige Wahl. Um den Räumen Gemütlichkeit zu verleihen, kann man mit hochflorigen Teppichen als Einrichtungselement arbeiten. Ebenso sind Schaffelle ein Hingucker, wenn es beispielsweise gilt, vorhandenen Möbeln die Strenge zu nehmen. Doch keine Sorge, man muss sich, um den Trend umzusetzen, nicht in Schulden stürzen – oft reicht es beispielsweise, alte Möbeln im Vintage Look abzubeizen und neu anzustreichen. 10 2 MODERN GLAMOUR Zugegeben: der Wohntrend klingt nach viel Gold und Prunk – ist er aber ganz und gar nicht, denn der „neue Glamour“ integriert moderne Elemente wie beispielsweise metallische Accessoires in den Farben Gold, Kupfer und Silber mit starken Farben, die sich an Wänden genauso wie aber auf dem Boden finden dürfen. Der einzigartige Kontrast soll geschaffen werden, um kleine Accessoires wie eben beispielsweise einen Kerzenständer aus Kupfer subtil hervorheben zu können. Farblich kann man sich zwischen Orange, Altrosa, Schwarz, Dunkelgrün und anderen satten Farben entscheiden. Was bei Slow Living eher weichen sollte, darf hier hervor geräumt werden: Dekoelemente wie Kunstblumen (z. b. ein goldenes Farnblatt) bieten das gewisse Extra. Bleibt nur noch eins: Sie selbst sollten allerdings auch nicht im Schlabberlook herum laufen, ein edler Satinpyjama würde sich wirklich gut machen. Wie stylt man den Trend? Beim Einsatz von glänzender Deko sollte man vor allem darauf achten, es nicht zu übertreiben. Lassen Sie sich Zeit bei der Auswahl von Dekostücken wie goldene Kerzenhalter, Vasen, Lampen oder Beistelltische. Die Metalle kommen nämlich besonders gut zur Geltung, wenn sie für sich alleine stehen. Und wie im Liebensleben auch ziehen sich Gegensätze an – somit sollen kalte, harte Oberflächen mit weichen, kuscheligen kombiniert werden. Samt und Seide sind hierfür die idealen Akzentgeber. unsere wärme 3 | 2019

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ANZEIGE Smarte Lösungen mit Thermostat und Feinstaubsensor. Smart heißt, Bedürfnisse zu verstehen und zu erfüllen. Siemens schafft perfekte Orte mit gesundem Raumklima. Ein Klima zum Wohlfühlen Wir verbringen 90 % unseres Lebens in Gebäuden. Mit innovativer Gebäudeautomation macht Siemens den Wohnbereich oder Arbeitsplatz zu einem perfekten Ort mit gesundem Raumklima. Gerade in öffentlichen Gebäuden ist ein gesundes Raumklima besonders wichtig, denn tagtäglich bewegen sich darin viele Menschen. Die Gebäudetechnik-Produkte von Siemens gewährleisten eine optimale Regelung von CO2, Feuchtigkeit und Feinstaub. Der Smart Thermostat sorgt immer für das perfekte Raumklima und passt es je nach Anwesenheit an. Im Smart Thermostat sind 6 Sensoren eingebaut für Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Beleuchtung, Näherung, Präsenz und organische Partikel. Mit oder auch ohne App, steht das Smart Thermostat für einen einfachen, schnellen und energieeffizienten Betrieb. Die GreenLeaf-Anzeige ermöglicht nicht nur eine smarte Handhabung, sondern motiviert zu noch mehr Nachhaltigkeit und Energieeinsparung. Feinstaubsensoren schaffen eine sichere Wohn- und Arbeitsatmosphäre und senken das Risiko von Lungenerkrankungen durch Feinstaubbelastung erheblich. Sie überwachen die Luftbelastung und gewährleisten Sicherheit sowie ein besseres Innenraumklima. Der Gebäudewert und das Wohlbefinden in den Räumen werden signifikant erhöht. 3 | 2019 unsere wärme Die Produktlinie OpenAir verfügt über Klappenantriebe, die ganz auf individuelle Anforderungen zugeschnitten sind. Äußerst robust und effizient konzipiert, verfügen sie über verbrauchsarme Motoren und sorgen für eine schnelle, präzise CO2-Regelung. Das bedeutet für die Menschen in den Gebäuden nicht nur bessere Gesundheit, sondern auch mehr Produktivität. Zudem arbeiten sie energieeffizient, einfach, flexibel und zuverlässig. Für den Einsatz von Gebäudetechnik-Produkten von Siemens spricht alles – von der reibungslosen Installation, der schnellen Inbetriebnahme bis zum komfortablen Betrieb. siemens.com/smart-thermostat 11

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COVERSTORY 3 WOW TAPETEN Dieser Trend ist nichts für schwache Nerven – denn hier ist Statement setzen angesagt. Auffallende Muster, knallige Farben wohin das Auge reicht – und das am besten an jeder Wand. Statementtapeten sind nicht nur auf Social-Media-Kanälen wie Instagram oder Pinterest der absolute Renner – an den Wänden finden sie jetzt die meiste Beachtung. Weiß war einmal – Animalprints oder Naturmotive sind als Muster sehr beliebt, aber auch historische Motive finden wieder den Weg an die Wand. Regeln für einen gelungen Mustermix gibt es keinen – einzig – man sollte im gleichen Farbspektrum bleiben. Das sollten Sie bei „Wow Tapeten“ beachten: • K leine, dunkle Räume weiten Sie mit hellen Tapeten, mit dunklen Farben oder großen Ornamenten verkleinern Sie sie optisch. • S enkrechte Muster oder Streifen strecken den Raum nach oben, waagerechte machen breiter und niedriger. Ecken und Kanten überspielen Sie mit kleinen Mustern. • A uffällige Motive eignen sich für große Zimmer, denn sie verkleinern den Raum optisch. • T apeten in 3D-Optik ermöglichen schnell und relativ günstig aufwendige Verzierungen und imitieren überzeugend andere Materialien wie Fliesen, Holz oder Stein. Wie stylt man den Trend? Wichtig ist darauf zu achten, dass sich Tapete, Teppiche, Vorhänge und Möbel ergänzen und nicht gegenseitig die Show stehlen. Ist die Einrichtung einfach, darf die Tapete gerne auffallend sein. Die Wände sind auf jeden Fall die Stars und stehen im Mittelpunkt. Auf auffällige Möbel oder Dekostücke kann man verzichten, denn sonst wirkt der Raum schnell überladen. 4 PASTELL DREAMS Die verträumten Farben von hellrosa, hellgelb, hellblau und pistazie machen so richtig gute Laune und beruhigen das Gemüt. Eigentlich sind Einrichtungsobjekte in diesen Farben ein zeitlos schöner Einrichtungsstil, der zu jeder Jahreszeit passt. Das gute an den Farben: sie lassen sich super untereinander kombinieren und sind in jedem Raum willkommen. Doch auch hier gilt: Weniger ist mehr und die Kombination macht‘s. Als Pendant zu neutralen Tönen wie Weiß, Creme oder Grau wirken die sanften Eisfarben entspannend und belebend zugleich. Wie stylt man den Trend? Pastellfarben bleiben am liebsten unter sich – einzig Weiß ist als Kombinationsfarbe ein Renner. Besonders schön wirken Pastelltöne mit natürlichen Materialien wie Holz, Marmor oder hellen Fellen. Accessoires aus Kupfer unterstreichen den Look. Dekorationsobjekte können dabei mit Glashauben unterstrichen werden, ohne den Wohntrend zu pudrig aussehen zu lassen. 12 unsere wärme 3 | 2019

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GEBERIT DUSCHRINNEN CLEANLINE EINFACH SAUBER Die Geberit Duschrinnen CleanLine erfüllen höchste Ansprüche an die Hygiene. Der optimierte Wasserablauf stellt sicher, dass sich keine versteckten Ablagerungen bilden. Der innovative Kammeinsatz sammelt den Schmutz und lässt sich dank der einfach abnehmbaren Abdeckung in der Mitte der Rinne sekundenschnell reinigen. Einfach sauber – einfach schön. w3w| 2w01.9gebuneserriet.waätrm/celeanline 13

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EXTRA Wohnen ohne Hindernis Ob die Eingangstüre ohne Schwelle oder der bodengleiche Duscheinstieg – immer mehr und mehr sehnt man sich nach barrierefreiem Wohnen. Wir verraten Ihnen, wo es wirklich Sinn macht. K omfortables Wohnen soll nicht nur im Urlaub möglich sein – immer mehr Menschen wünschen sich auch schon in jungen Jahren eine Wohnung oder ein Haus mit möglichst wenig Barrieren. Spätestens wenn der Haushalt mit Kindern größer wird, stellt sich die Frage: Wie soll der Kinderwagen über die Stiegen oder der Einkauf ohne Lift in den dritten Stock transportiert werden. Mit solchen Wohnproblemen sehen sich nicht nur alte oder gehbehinderte Menschen konfrontiert. Viele Mietwohnungen werden den Anforderungen barrierefreien Wohnens in Österreich noch nicht gerecht – was bedeutet, dass man nicht nur in Hausfluren auf Probleme stoßen kann, sondern auch in den Wohnungen sind kleine Bäder, schmale Flure, schwergängige Fenster und Rollläden keine Seltenheit. Für ältere Menschen ist schon der Schritt in die Duschtasse ein Hindernis, welches schwere Stürze und Verletzungen nach sich ziehen kann. — 1TERRASSENTÜR OHNE SCHWELLE Einmal kurz nicht am Boden gesehen und schon kann ein Sturz passieren – egal welchen Alters. Schwellenlose Türen sind daher sowohl im Eingangsbereich in der Wohnung oder dem Haus sowie in den Garten oder die Terrasse von Vorteil. Ein vollkommen schwellenfreier Zugang ist erreichbar, wenn das neue Türelement mit einer Magnettürschwelle ausgestattet ist. Die Magnetleisten sind in die Fußleiste und in den Türflügel integriert. Die Fußleiste wird komplett in den Boden eingelassen. Wenn die Tür geschlossen ist, werden die Magnete aktiviert und dichten den Raum gegen Regenwasser und Wind ab. Beim Öffnen der Tür versenken sich die Magnetleisten in die Fußleiste bzw. den Türflügel. Foto: Fotolia 14 unsere wärme 3 | 2019

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EXTRA Foto: Geberit Foto: Fotolia Foto: Fotolia 2 BODENGLEICHER DUSCHODER WANNENEINSTIEG Als Kind ist es noch leicht, aus der Wanne raus und rein zu springen, während man es mit fortschreitendem Alter eher als anstrengend empfindet oder die Erhebung der Wanne als Stolperfalle akzeptieren muss. Muss man aber nicht. Mittlerweile haben fast alle hochwertigen Badmöbelhersteller auch Badewannen im Programm, die mit einem barrierefreien Zustieg ausgestattet sind und das ein- wie aussteigen wieder zu einem Kinderspiel machen. Wer lieber duscht als badet: Bodennahe Duschen sind ja so oder so schon seit Jahren die stilsichere Variante, mit dieser Sie Sturzgefahren umgehen. Wichtig ist im Badezimmer auch die Wahl von rutschsicheren Fliesen. 3 STIEGEN BARRIEREFREI GESTALTEN Für Menschen, die in der Bewegung eingeschränkt sind, aber auch für Kleinkinder sind Stiegen eine Gefahr und ein Hindernis zugleich. Doch auch Stiegen können barrierefrei gestaltet werden: Um das Gehen auf der Treppe zu erleichtern, sollte eine einzelne Stufe nicht höher als 16 cm sein, die Auftrittbreite soll mindestens 30 cm betragen. Zusätzliche Unterstützung bieten Halbstufen, also Hilfsstufen mit halber Steigungshöhe. Tipp: Nicht im Dunkeln tappen muss man mit Lichtquellen an den Stufen. Diese sorgen nicht nur für eine besondere Stimmung, sie bestechen auch durch Funktionalität. 4 ALLES AUF EINER EBENE Wohnen im Loft oder Bungalow ist wieder total angesagt. Die Vorzüge bei beiden sind die Ebenerdigkeit genauso wie die absolute Barrierefreiheit – jede Tätigkeit spielt sich für die Bewohner auf einer Ebene ab, somit kann durch Wände oder Stiegenhaus einiges an Raumfläche gespart werden und die Unfallgefahr für die Kleinsten reduziert sich. 3 | 2019 unsere wärme 15

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