Mitteilungen-der-Mannheimer-Liedertafel-I-2019

 

Embed or link this publication

Description

Das Mitteilungsheft der Mannheimer Liedertafel kannst Du hier online abrufen.

Popular Pages


p. 1

Mitteilungen . 85. Jahrgang Nr. 1 Mannheim Jan./März 2019 der Mannheimer Liedertafel e.V. gegr. 1840 Inhaberin der Zelter - Plakette des Deutschen Bundespräsidenten Schubert - Plakette des Badischen Sängerbundes · Schiller - Plakette der Stadt Mannheim Conradin Kreutzer Tafel des Landes Baden - Württemberg Gesellschaftshaus: 1. Vorsitzender: 2. Vorsitzende: Dirigenten: Bankverbindung: K 2, 31/32, 68159 Mannheim · Postf. 12 13 41, 68064 Mannheim, Telefon (06 21) 15 56 32 Justus Voget, Richard-Wagner-Str. 51, 68165 Mannheim Tel. (06 21) 4 31 00 67 · E-Mail: voget@mannheimer-liedertafel.de Dr. Elena Sperk, Römerstr. 2, 67165 Waldsee Tel. (0 62 36) 39 96 83 · E-Mail: sperk@mannheimer-liedertafel.de KMD Jürgen E. Müller, Schlachthausstr. 8, 67098 Bad Dürkheim Andreas Fulda, Meerfeldstraße 11, 68163 Mannheim Sparkasse Rhein-Neckar-Nord · IBAN: DE10 6705 0505 0030 2923 40 · BIC: MANSDE66XXX TERMINE: 18.01.2019 18.00 Uhr Offenes Chorsingen 19.01.2019 14.30-18.00 Uhr Gemeinsame Sonderchorprobe 26.01.2019 18.00 Uhr Konzert in der Friedenskirche Mannheim 27.01.2019 17.00 Uhr Konzert in Wachenheim Protestantische Kirche, Burgstr. 1 10.02.2019 10.30-11.15 Uhr Workshop „Mit Kindern Lieder singen“ 11.02.2019 19.00 Uhr Offene Vorstandssitzung 15.02.2019 18.00 Uhr Offenes Chorsingen 10.03.2019 10.30-11.15 Uhr Workshop „Mit Kindern Lieder singen“ 15.03.2019 18.00 Uhr Offenes Chorsingen 30.03.2019 10.00-15.00 Uhr Workshop „Singen nach Noten“ in K 2, 31 05.04.2019 18.00 Uhr Offenes Chorsingen 07.04.2019 16.00 Uhr Musikwerkstatt im Probensaal in K 2, 31 13.04.2019 10.00-15.00 Uhr Workshop „Pop-Gesang“ in K 2, 31

[close]

p. 2

Großer Stellweg 16 68519 Viernheim Telefon 0621 21876 · Telefax 0621 153505 druckerei-hentschel@t-online.de www.druckerei-hentschel.de Beratung · Gestaltung Zoll- und Versandformulare

[close]

p. 3



[close]

p. 4

Was erwartet Sie im Winterkonzert? Leitgedanke des nachweihnachtlichen Konzertprogramms ist die Möglichkeit, nach Weihnachtstrubel und Hektik der Feiertage noch einmal wesentliche Aspekte dieser „besinnlichen“ Zeit rekapitulieren zu können. So stehen denn Vertonungen wesentlicher Texte dieser Zeit im Zentrum des Abends: Das Weihnachtsevangelium, das Magnificat (Lobgesang der Maria), und das Gloria (Ehre sei Gott in der Höhe). Hauptwerk des Abends wird das „Gloria“ D-Dur von Antonio Vivaldi sein, das trotz seiner Klangpracht oft im Schatten der weitaus populäreren Instrumentalwerke des italienischen Meisters steht. Zu Beginn des Programms ist die ‚Weihnachtsgeschichte‘ von Arnold Melchior Brunckhorst vorgesehen. Dem heute kaum bekannten Stadtorganisten in Celle ist ein prachtvolles Stück Barockmusik gelungen, das nicht sehr häufig zu hören ist. Als Ergänzung in der Mitte des Programms wird das Magnificat C-Dur von Jan Dismas Zelenka zu hören sein. Der heute nur wenigen bekannte Komponist war seinerzeit weitaus berühmter als etwa Johann Sebastian Bach. Antonio Vivaldi (1678-1741): Gloria D-Dur Antonio Vivaldi – „il prete rosso“ wegen seines roten Bartes genannt – musste wegen eines Asthmaleidens auf die Ausübung seines Priesterberufes verzichten und wandte sich der Musik zu. Er unternahm zahlreiche Reisen durch Europa, um seine Opern aufzuführen und Konzerte als Geiger zu geben. Aus seiner Produktion stammen um die 400 Konzerte, darunter die berühmten „Jahreszeiten“, und etwa vierzig Opern. Von seinen geistlichen Werken hat sich vor allem das „Gloria“ gehalten; es besticht durch seine eindrucksvollen Rhythmen in den Chorsätzen, unterbro- 2

[close]

p. 5

chen von Soloarien für Sopran und Alt, die Ruhe schaffen für große, warme Melodiebögen. Das Gloria entstand vermutlich während seines Wirkens am „Ospedale della Pietà“ in Venedig. Dort unterrichtete er verwaiste und ausgesetzte Mädchen in der Kunst der Musik. Chor und Orchester dieser Institution waren hochgerühmt und ein fester Bestandteil des Musiklebens der Stadt. Arnold Melchior Brunckhorst (1670-1725): Die Weihnachtsgeschichte Über den norddeutschen Barockkomponisten Brunckhorst ist bis heute kaum etwas bekannt geworden. Nicht einmal seine Herkunft ist genau geklärt, lediglich nachweisbar ist seine Tätigkeit als Stadtorganist in Celle ab 1697 bis zu seinem Tode. Lange vor J. S. Bach hat er ein „Weihnachtsoratorium en miniature“ geschaffen, das in der formalen Anlage seiner Zeit weit voraus war. Der musikalische Stil entspricht ganz dem der Barockzeit, voller Musizierfreude und noch ohne polyphone Spitzfindigkeiten. Formal ist von Bedeutung, dass hier bereits die spätere große Kantatenform mit der Abwechslung von Rezitativen und Arien vorweggenommen ist; es fehlt nur noch die Einfügung von Chorälen, und die zeitliche Ausdehnung der Sätze ist geringer (Bachs Weihnachtsoratorium entstand 1734). Es ist eine der wenigen Vertonungen des Weihnachtsevangeliums (Lukas 2, 1-14). Andere Weihnachtshistorien verwenden in der Regel eine Textzusammenstellung aus verschiedenen Evangelien. Jan Dismas Zelenka (16791754): Magnificat in C-Dur Als einer der größten und eigenständigsten Komponisten der späteren Barockzeit erfährt Jan Dismas Zelenka erst seit dem 20. Jahrhundert wieder Beachtung. Bach besaß Abschriften seiner Werke und die beiden kannten und schätzten sich wohl auch. Zelenka stammte aus Böhmen und war bis zu seinem Tod Kirchenkomponist am Dresdner Hof. Das Magnificat 3

[close]

p. 6

in C enthält auch Anklänge an den gregorianischen Gesang und wurde in den 1720er Jahren komponiert. Im Text des Lobgesangs drückt Maria nach der Verkündigung durch den Engel ihren Glauben aus. Sie preist Gott, der sich ihr und allen Geringen, Machtlosen und Hungernden zuwendet, um sie aufzurichten und dagegen die Mächtigen, Reichen und Hochmütigen von ihren Thronen zu stürzen. Zelenkas Magnificat enthält Anklänge an den gregorianischen Gesang in der Sopranmelodie des Chores. In typisch barockem Stil hingegen deutet der Komponist mit musikalischrhetorischen Figuren den Text aus. Zum Beispiel wird der "gewaltige Arm" des alttestamentarischen Gottes fast bildlich ausgedrückt und das Herabstürzen der Mächtigen vom Thron mit einer schnellen Abwärtsmelodie verdeutlicht. Brillen sind Vertrauenssache. Wir beraten Sie gerne. ...einfach gute Optik E 1, 14, Planken 68159 Mannheim Telefon 06 21/ 2 11 60 Vogelstangcenter 68309 Mannheim Telefon 06 21/ 70 23 39 Seckenh. Hauptstr.103 Beindstraße 2 68239 MA-Seckenheim 68542 Heddesheim Telefon 06 21/ 47 13 07 Telefon 0 62 03/ 4 63 83 4

[close]

p. 7

Mit Kindern Lieder singen – Offenes Familiensingen Das Offene Familiensingen soll Familien mit Kindern ein gemeinsames Musikerlebnis ermöglichen. Babys und Kinder (bis zum Alter von 6 Jahren) sind mit ihren Eltern, Großeltern oder sonstigen Begleitpersonen herzlich eingeladen, mitzusingen oder einfach nur zu lauschen. Im Probensaal der Mannheimer Liedertafel werden bekannte und leicht mitzusingende Kinderlieder angestimmt und von einem Klavier oder Melodieinstrument begleitet. Leitung: Karolina Münch Wo: Probensaal des Vereinshauses in K 2, 31 (3.OG, kein Aufzug) Termine 2019: 10. Februar, 10. März und 5. Mai, jeweils 10.30 – ca. 11.15 Uhr Bitte Krabbeldecke mitbringen. Eintritt frei. Um Spenden wird gebeten. Wir bitten um eine formlose Anmeldung unter kontakt@mannheimer-liedertafel.de 5

[close]

p. 8

Gedächtniskonzert zum 100. Geburtstag des Gesangspädagogen Wilhelm Roser Bis auf den letzten Platz besetzt war der Probensaal der Mannheimer Liedertafel e.V. anlässlich des Konzerts zu Ehren des 2001 verstorbenen Gesangspädagogen Wilhelm Roser. Er wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden. Seine Frau Hedwig organisierte mit viel Hingabe das Gedächtniskonzert auf Wunsch seiner ehemaligen Schüler, die mit ihr gemeinsam durch Melodien von Joseph Haydn bis Engelbert Humperdinck beeindruckten. trag an der staatlichen Hochschule für Musik HeidelbergMannheim. Nicht nur an der Hochschule war Roser rege in seinen Bemühungen, sein Können und Wissen weiterzugeben. Er ließ auch privat nichts unversucht, Koryphäen genauso wie stimmbegabten Amateuren zu besserer Qualität zu verhelfen oder Problemstimmen und sogar „abgeschriebenen“ Stimmen neues Leben einzuflößen. Wilhelm Roser träumte als Jugendlicher davon, Sänger zu werden und nahm heimlich Gesangsstunden. Während seines Militärdienstes in Italien wurde er von Prof. Marcato entdeckt und ausgebildet. Er erhielt nach seiner Rückkehr aus dem Krieg 1945 zunächst ein Engagement am Badischen Staatstheater in Karlsruhe. 1949 wechselte er zum Nationaltheater Mannheim, wo er bis zu seiner Pensionierung blieb. Von 1974 bis 1983 hatte Roser einen Lehrauf- Dass Liane Leitz-Hügel mit ihrer überaus warmen, ihrer ganz eigenen Altstimme atemlose Stille bei ihren Zuhörern in den Saal zu zaubern vermag, verdankt sie allein Wilhelm Roser. „Ein Logopäde eröffnete mir 1984, dass meine Stimme ruiniert sei“, erzählt LeitzHügel. Die Knötchen auf den Stimmbändern haben ihre Gesangskarriere in Form kleinerer Soloverpflichtungen bei verschiedenen Theatern zunächst vorzeitig beendet. Roser jedoch 6

[close]

p. 9

hat die Stimme mit seiner an Karl Scheidemantel angelehnten Lehre sukzessive wieder aufgebaut. Den Erfolg durfte man auch in diesem Konzert hören: Nicht nur das „Lied der Mignon“, und „Wanderers Nachtlied“ von Franz Schubert oder „Die Uhr“ von Carl Loewe sang sie einschmeichelnd schön. Noch heute, 17 Jahre nach Rosers Tod, arbeitet sie nach dessen Vorgaben an ihrer Stimme. Rosers Ohr gab es kein Entrinnen. „Das wichtigste war für ihn in allen Lagen ein Kopfstimmansatz, der durch die Mittel- und die Bruststimme verstärkt wird. Es war unmöglich, ihm einen falschen Kopfstimmansatz zu offerieren“, erinnert sich der als professionell durchgehende Bassist Nico Kress an seinen damaligen Unterricht. „Willi hat nie verstanden, dass Nico nicht ans Theater geht“, plaudert Hedwig Roser aus dem Nähkästchen. Sieglinde Duda, die meisterhaft die Moderation des Konzertes übernommen hat, kündigt den „voluminösen Bass“, wie sie den Konzertsänger Kress bezeichnet, unter anderem für „Im Abendrot“ von Franz Schubert und von Wolfgang Amadeus Mozart „O Isis und Osiris“ an. Durch seine starke Verbundenheit zur Mannheimer Liedertafel e.V., welcher Wilhelm Roser bis zu seinem Tode als förderndes Mitglied angehörte, besuchte er auch die Konzerte dieses gemischten Chores. Dabei traf er auf Gunther Bräunling, der seit zwischenzeitlich 60 Jahren seinen Tenor im Chor der Liedertafel einbringt und auch einige solistische Rollen besetzt hat. „Aus dem Bräunling ist mehr heraus zu holen, schickt ihn mal zu mir“, sagte er nach einem Solo. Und so sorgte er dafür, dass Gunther Bräunling mit seinen heute 83 Jahren eine noch durchaus hörenswerte (Solo-)Stimme hat, wovon er mit Joseph Haydns „Und Gott schuf den Menschen“ und „Mit Würd und Hoheit angetan“ die knapp 100 Zuhörer überzeugte. Bernd Joachim Ertelt fand über einen Studienfreund zu Roser. 7

[close]

p. 10

Er präsentierte „Valentins Gebet“ von Charles Gounod. Wie sehr ein Sänger von richtiger Technik profitiert, zeigte einmal mehr Rosers Ehefrau Hedwig. Trotz dem Kampf gegen einen grippalen Infekt fand sie zu ihrer Form in dem Lied „Ich liebe Dich“ von Ludwig van Beethoven. Es war das Lied, welches die Beiden durch ihre gemeinsame Zeit begleitet und getragen hat. Sie sang hingebungsvoll mit ihrer beseelten Stimme sowohl solistisch als auch Duette und ein Terzett gemeinsam mit den anderen Solisten Liane Leitz-Hügel, Nico Kress und Gunther Bräunling. Hoch konzentriert gefordert war Rolf Sieren, der am Flügel mit einfühlsamer Begleitung einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen dieser besonderen Gedenkstunde beitrug. Zu kleinen Pausen verhalfen ihm hierbei Herbert Menrath und Jürgen E. Müller. Es war ein würdevolles Gedenken an Wilhelm Roser. Ein Bild auf dem Flügel, umrahmt von Sonnenblumen und Kerzen, erinnerte an ihn. Aber auch ohne Blick auf das Bild war der Geist Wilhelm Rosers deutlich im Raum zu spüren. Hedwig Roser bedankte sich bei allen neben Weinpräsenten mit einem wundervollen Buffet. Ihre Schwester Gretel hielt für alle Gäste einen selbstgebackenen Taler zu Ehren Willi Rosers bereit und stand ihr tatkräftig zur Seite. Stephanie Bräunling 8

[close]

p. 11

Workshop „Die Sache mit den schwarzen Punkten Blattsingen für Anfänger und Fortgeschrittene“ Wann? Wo? Leitung: Kosten: am 30. März 2019 von 10.00 bis ca. 15.00 Uhr im Probensaal des Vereinshauses in K 2, 31 Matthias Vögeli 10.- € Wie finde ich mich in meinen Chornoten zurecht? Wie kann ich schon zu Beginn so viel und richtig wie möglich vom Blatt singen? Diese Fragen stellen sich Chorsingenden aller Leistungsstufen. Der Workshop macht, neben musikalischen Grundlagen, verschiedene Strategien und Techniken für besseres Blattsingen praktisch erfahrbar. Dafür ist sogar nicht einmal zwingend erforderlich, Notenlesen zu können! Dazwischen gemeinsames Mittagessen - Bring and Share Wir bitten um eine formlose Anmeldung unter kontakt@mannheimer-liedertafel.de oder in einer der Chorproben 9

[close]

p. 12

Wandern und Singen am 22.09.2018 Schon seit längerer Zeit hatte Elisabeth von der Ohe die Idee, einmal Wandern und Singen als Event für die Liedertäfler zu kombinieren. Jetzt bot die „Kulinarische Weinwanderung“ in Freinsheim eine gute Gelegenheit dazu. Die Gemeinde Freinsheim veranstaltet regelmäßig diese Weinwanderung mit viel Zulauf. Entlang eines ausgeschilderten Rundwanderwegs in den Weinbergen können an 21 Ständen Weine, Sekte und Säfte der Freinsheimer Winzer verkostet werden, und gutes Essen gibt es auch. Das Junge Ensemble lud die Mitglieder des Gemischten Chors ein, am Samstag Morgen zunächst von 9.00 bis 11.30 Uhr im Vereinshaus einige Weinlieder (auch als Kanon) mit Andreas Fulda zu proben. Ein Fahrschulbus (ein anderer Bus war nicht zu kriegen) brachte uns anschließend nach Freinsheim. In kleinen Gruppen konnte man bei herrlichem Wetter, jeder in seinem Gehtempo, die Stände erkunden und Pfälzer Spezialitäten wie z.B. Saumaage im Weck, Grumbeersupp mit Gemies, Dampnudel oder Appelpannekuche und natürlich die Weine genießen. Am Stand Nr. 8 auf dem Musikantenbuckel trafen wir uns zum Singen. Die am Morgen neu erlernten Stücke saßen zwar noch nicht sicher, aber der Spaß stand für uns im Vordergrund. Für Erheiterung sorgte auch ein freilaufender Hahn, der ein am Boden abgestelltes volles Schoppeglas umstieß. Am Ende der Wegstrecke sammelten wir uns noch einmal zum Singen vor dankbaren Zuhörern, bevor uns der Bus um 18.00 Uhr wieder abholte. Ein herzliches Dankeschön an die Organisatorinnen für die Idee und die Durchführung! K.R. 10

[close]

p. 13

Einladung zur 23. Musikwerkstatt der Mannheimer Liedertafel e.V. am Sonntag, den 7. April 2019 um 16.00 Uhr in unseren Vereinsräumen in K 2, 31/32 Unsere Solisten haben ein vielseitiges und anspruchsvolles Programm für Sie zusammengestellt und erarbeitet. Den Rahmen der Musikwerkstatt nutzen wir für die Ehrung unserer langjährigen Mitglieder. Ein kleines Buffet wird Sie auch kulinarisch verwöhnen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. 11

[close]

p. 14

Mannheimer Morgen vom 14.11.2018 Begegnung mit dem Geheimnisvollen Neuer Frauenkammerchor Carré Chanté verzaubert Zuhörer Ein spärlich erhellter Saal, kahle Zweige, gespenstische Schatten an der Decke, unheimliche Windgeräusche, Tierschreie, die in einen langsam anschwellenden Ton mündeten, schufen eine magische Atmosphäre für das Konzert „Nacht, Beschwörung und Magie“. Mit Liedern und Stücken von Barock über die Romantik bis zur Moderne bot Carré Chanté, der neue Frauenkammerchor der Mannheimer Liedertafel, eine musikalische Begegnung mit dem Geheimnisvollen. In wechselnden Formationen bewiesen die 17 Sängerinnen mit Chorleiterin Janette Schmid ihre Vielseitigkeit und Experimentierfreudigkeit. A cappella widmeten sie den Beginn des Konzerts dem Mond mit verschiedenen zeitgenössischen Kompositionen, beispielsweise von dem gebürtigen Pfälzer Alwin Schronen. Das „Zigeunerleben“ von Robert Schumann sowie Felix Mendelssohn Bartholys „Hexenlied“ begleitete Jan Wil- ke am Flügel. Aufgelockert und ergänzt wurde das Programm durch Auszüge aus literarischen Texten, zum Beispiel „Krabat“ von Otfried Preußler. Die Spre- cherinnen Martina Kuntze, Sa- rah Rothfuß und Wiebke Urb- schat überzeugten mit lebhaf- tem Vortrag. Hexen werden lebendig So wurden „Der Zauberlehrling“ von Goethe lebendig oder die Hexen aus Shakespeares „Macbeth“. Deren „Double Trouble” wurde zuerst szenisch dargestellt und kam dann in der Vertonung von John Williams zum Klingen - bekannt aus dem Film „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“. Drei Hexen treiben auch in Henry Purcells Oper „Dido and Aeneas“ ihr Unwesen. Als Solistinnen brillierten Antje Renner und Amelie Meister. Eindrucksvoll auch „Aglepta“, ein experimenteller Gesang des 12

[close]

p. 15

schwedischen Komponisten Arne Mellnäs auf den Silben eines mysteriösen Zauberspruchs mit Zischen, Geräuschen und kurzen Schreien. Den Abschluss bildete der perkussive Gesang „Käppee“, aus dem Repertoire der finnischen Folkgruppe „Värttinä“. Zu energischen Schlägen auf der Cajon von Janette Schmid sangen die Frauen von nichtsnutzigen Ehemännern, dabei fast bedrohlich immer einen Schritt auf das Publikum zugehend. Die zuvor gebannte Stille löste sich in lang anhaltendem Applaus. Nach einer Zugabe lud die Chorleiterin zu Glühwein, Punsch und Sekt ein. Carré Chanté, im Januar 2017 als Projektchor gegründet, gehört seit Anfang 2018 als dritte Chorgruppe zur Liedertafel. Im April wurden sie bei einem internationalen Chorfestival in Assisi mit einer hohen Punktzahl und Golddiplom ausgezeichnet. Karin Rose 13

[close]

Comments

no comments yet