p. 1
www.supro.at/impuls impuls heft 01 april 2010 2 euro impuls magazin der suchtprävention in vorarlberg thema neue medien 1 abenteuer neue medien
[close]
p. 2
impuls magazin der suchtprävention in vorarlberg liebe leserinnen und leser handy computer co sind im berufsleben bereits unverzichtbar geworden in der freizeit spielen facebook twitter aber auch computerspiele wie world of warcraft und counterstrike eine wesentliche rolle für uns erwachsene aber vor allem für kinder und jugendliche stellen diese neuen memag andreas prenn dien durchaus ein abenteuer dar mit ein wenig interesse für die möglichkeidoch mal ehrlich wissen sie auch darüber bescheid wie wann wo warum und wozu jugendliche medien tatsächlich nutzen kennen sie die risiken und nebenwirkungen die auftreten können wissen sie in welche computerspielwelten ihre kinder abtauchen und was sie da eigentlich tun können sie nachvollziehen welchen stellenwert handy und computer heutzutage für junge menschen haben denn sucht hat viele gesichter mit diesem magazin möchten wir ihnen realitätsnahe einblicke in den medienalltag von jugendlichen bieten dabei sollen brücken gebaut werden um die digitale kluft zwischen den generationen zu verringern und das gegenseitige verständnis zu erhöhen wir laden sie dazu ein fremde welten zu entdecken und neues auszuprobieren mag andreas prenn leiter der supro werkstatt für suchtprophylaxe bei uns kommen expertinnen und betroffene zu wort die aus dem wahren leben erzählen ihre erfahrungen lassen am besten verstehen worum es beim abenteuer neue medien wirklich geht und wie es gelingen kann den alltäglichen medienkonsum in positive richtungen zu lenken ten chancen und risiken der neuen medien und mit der bereitschaft sich damit auseinanderzusetzen lassen sich auch die im mediendschungel lauernden gefahren relativ leicht bewältigen das magazin impuls soll ganz einfach anregungen zur vorbeugung von problematischen verhaltensweisen bieten prävention auch impressum herausgeber und medieninhaber redaktion mag beatrix spalt gestaltung mag fh johannes rinderer fotos supro fotolia michael denz sarah alexandroff supro werkstatt für suchtprophylaxe am garnmarkt 1 6840 götzis t 055 23 54 9 41 www.supro.at/impuls info@supro.at lektorat cornelia ammann kornelia kopf inhaltliche unterstützung mag fh johannes rinderer gert burger cornelia ammann auflage 2.500 stück druck flyeralarm wir danken:
[close]
p. 3
inhal t thema neue medien medienkompetenz impuls 4 computerspiele impuls 19 lebensorientierung für high-tech-experten medienerziehung und medienpädagogik alte spielmuster neue technik Über faszination und gefährlichkeit von computerspielen im gespräch im gespräch 7 23 spielen ist hilfreich fürs leben autor und computerspielexperte herbert rosenstingl medien sollen kein ersatz sein medienpädagoge thomas merz-abt kontrovers 24 schuld ist nicht das spiel erfahrungsbericht eines exzessiven world of wacraft spielers im gespräch 26 die wahrheit liegt in der mitte supro-mitarbeiter gert burger über das spiel world of warcraft vorgelebt total vernetzt impuls 8 27 eine frage der einstellung roland wölfle über das computerspielverhalten seiner söhne die neue freizügigkeit soziale netzwerke wie facebook im fokus im gespräch 11 mit kindern im gespräch bleiben barbara buchegger von saferinternet.at kontrovers 12 die chancen überwiegen internet-sheriff harald longhi über computerkriminalität in eigener sache 14 voneinander lernen vorstellung des medienprojekts gateway abenteuer neue medien reality check 28 29 nie wieder alleine sein mein digitaler alltag einblicke in den medienalltag von jugendlichen 16 das abenteuer beginnt bericht über die projekt-kick-off-veranstaltung besserwissen 30 zahlen und fakten zum thema neue medien web 2.0 31 browsergames weblinks 18 kreativität statt konsum die medienwerkstatt reflect and act
[close]
p. 4
4 medienkompetenz impuls lebensorientierung für high-tech-experten wie medien funktionieren wissen fast alle jugendlichen sie über das leben in der mediengesellschaft aufzuklären ist part der erwachsenen Über 20 jahre unseres lebens verbringen wir im schnitt mit dem konsum verschiedener medien und das auf 365 tage im jahr gerechnet 24 stunden am tag ohne pause tendenz steigend eigentlich kaum vorstellbar was dr thomas merz-abt leiter des fachbereichs medienbildung an der pädagogischen hochschule in zürich mit dieser zeitangabe bei seinen vorträgen vermittelt es gibt nichts anderes was wir im wachzustand so lange tun würden wie medien nutzen die ganze arbeitszeit macht nicht mal die hälfte dieser zeitspanne aus medienzentrale jugendzimmer kein wunder also dass sich die enorme bedeutung die wir medien in unserem leben zukommen lassen auch im verhalten der kinder und jugendlichen widerspiegelt so besagt die aktuelle jim studie des medienpädagogischen forschungsverbundes www mpfs.de dass drei viertel aller deutschen jugendlichen im alter von 12 bis 19 jahren einen eigenen laptop oder computer im zimmer haben jede/r zweite dieser altersgruppe hat vom eigenen zimmer aus zugriff auf die grenzenlosen angebote der virtuellen online-welt und nutzt diese im schnitt 134 minuten unter der woche am wochenende darf das dann ruhig mal mehr sein unverzichtbar im alltag der jugendlichen ist auch das handy hierzulande gibt es längst mehr handyverträge als einwohner im schnitt erhalten österreichische kinder mit 10,5 jahren ihr erstes mobiltelefon auch die klassischen medien wie fernseher radio bücher und tageszeitung finden nach wie vor verwendung so kommt der fernseher in vielen fällen nach wie vor ebenso häufig zum einsatz wie der computer.
[close]
p. 5
impuls medienkompetenz 5 ihren informationsbedarf stillen kinder und jugendliche mit fernsehen zeitungen und internet für schule und ausbildung werden onlineangebote jedoch deutlich weniger oft angewendet als für den unterhaltungsbereich da stehen auf der beliebtheitsskala vor allem anwendungen rund um das thema musik wie etwa das videoportal youtube an der spitze auch kommunikation spielt eine große rolle neben chatten zwei oder mehrere personen unterhalten sich gleichzeitig im internet und instant messaging direkter kommunikationsaustausch über text ton und/oder video in programmen wie skype icq oder msn spielen soziale netzwerke siehe berichte auf den folgenden seiten eine immer größere rolle im bereich der computer und konsolenspiele haben jungs die nase vorn zwei drittel von ihnen spielen mehrmals pro woche während dies nur ein fünftel der mädchen tun etwas übers leben lehren das technische know-how das kinder und jugendliche sich im medienbereich immer früher aneignen ist ohne zweifel wichtig für ihr späteres berufs und sozialleben zum ersten mal in der geschichte der menschheit verfügen kinder und jugendliche in diesen zentralen lebensbereichen über eine höhere kompetenz als die eltern macht merz-abt deutlich dass die medienentwicklung auch im bereich der erziehung neuer modelle bedarf hier gilt es voneinander zu lernen im austausch der generationen profitieren beide seiten die erwachsenen erhalten technisches know-how und einblicke in neue welten die kinder profitieren von der Übermittlung der lebenserfahrung die ihnen noch fehlt einen sinnvollen umgang mit medien lernt man nicht indem man etwas über medien weiß sondern indem man etwas über das leben weiß verdeutlicht merz-abt zum beispiel darüber welche konsequenzen bestimmte handlungen haben was im leben zählt und wie man beziehungen aufnimmt und pflegt dieses wissen ist auch notwendig um im mediendschungel bestehen zu können gefahrenquellen zu erkennen und sich nicht selbst im virtuellen dickicht zu verlieren u angaben aus einem vortrag mit dr thomas merz-abt anlässlich des projekt-kick-offs gateway abenteuer neue medien in götzis januar 2010 die grundfrage ist nicht wie bereiten wir kinder auf neue medien vor die grundfrage lautet wie bereiten wir kinder auf das leben vor thomas merz-abt mischen sie sich beim medienkonsum ihrer kinder ein auch wenn sie denken ihre kinder seien ihnen überlegen thomas merz-abt nutzungsdauer innerhalb eines lebens 20 jahre medienkonsum ohne berufliche anwendung 9 jahre erwerbsarbeit 1 jahr telefon 10 monate volksschule 3 wochen gespräche mit eltern
[close]
p. 6
6 medienkompetenz impuls merz-abt spricht aus erfahrung auch als dreifacher familienvater wenn er eltern rät mischen sie sich beim medienkonsum ihrer kinder ein auch wenn sie denken ihre kinder seien ihnen überlegen angesichts in den medien breitgetretener gefahren von internet computerspielen co ist es nur allzu verständlich wenn eltern ihre kinder schützen wollen computerspiele eiserne regeln auf dem weg zu einem selbstbestimmten leben können regeln und grenzen sinnvoll sein unsere tochter mit ihrem laptop hat auf ihren knien die angebote der ganzen welt zur verfügung das ist eine grundherausforderung mit der wir konfrontiert sind erläutert merz-abt dieser herausforderung sollten sich erziehungsbeauftragte bereits sehr früh aktiv stellen je jünger die kinder sind umso wichtiger sind medienfreie tage und enge zeitliche grenzen des konsums insbesondere auch ein tv und computerfreies kinderzimmer zudem ist es wichtig inhaltliche wodurch grenzen kindern zu setzen darüber mit welchen stellenwert sie medien in ihrem späteren leben zukommen lassen denn medienerziehung heißt wie thomas merz-abt betont erst mal erziehung überhaupt es gehe darum sich für das kind seine gedanken gefühle und entwicklung zu interessieren und gemeinsam mit ihm ein lebenswertes und spannendes leben zu entdecken aber auch kinder auf die tatsächliche lebenswirklichkeit hinzuweisen ich möchte dass unsere kinder unsere nachbarin als wichtig erachten ihr begegnen wir tatsächlich es ist aus meiner sicht furchtbar wie gut wir über das liebesleben von paris hilton bescheid wissen und wie wenig von den menschen die in unserem unmittelbaren umfeld leben das reale leben mit all seinen schönen und spannenden möglichkeiten kennenzulernen kann verhindern dass medienangebote als ersatzbefriedigung zum einsatz kommen eltern leben ihren kindern vor wofür es sich zu leben lohnen kann oder aber auch nicht wer selbst keinen sinn in seinem leben entdeckt kann ihn auch seinen kindern nicht mitgeben gibt merz-abt zu bedenken an einem strang ziehen ein weiterer wesentlicher punkt in der suchtprävention ist so merz-abt kinder stark zu machen sie in schwierigen phasen zu unterstützen aber sie auch verantwortung übernehmen zu lassen denn je mehr kinder die erfahrung machen dass sie die konsequenzen ihres handelns tragen müssen umso eher werden sie sich auch bewusst dass ihre eigenen entscheidungen wirklich wichtig sind dazu hätten eltern und pädagoginnen ebenso den auftrag wie es ihre aufgabe sei kinder bei ihrem medienkonsum zu begleiten und sie zu kritischer reflexion anzuregen medienerziehung geht alle an die an der entwicklung und erziehung von kindern beteiligt sind ein medienabstinentes leben ist wohl für keinen von uns möglich und für zukünftige generationen noch weniger denkbar hinschauen handeln im gespräch bleiben vorbild sein und das wahre leben mit all seinen spannenden facetten und in seiner vielfalt zu genießen ist wohl der beste weg um praxistipp sind in der Öffentlichkeit nicht selten sündenbock wenn es darum geht schuldige für gewalttaten zu finden schlagworte wie cyber-mobbing machen in den medien die runde von pädophilen die im internet jagd auf beute machen ist die rede kinderschutzprogramme wie netnanny.com können vor diesen gefahren schützen in dem sie gewisse inhalte herausfiltern aber sie stellen wie merz-abt verdeutlicht letztendlich nur krücken dar ziel sei es nämlich die selbstverantwortung der kinder zu stärken ihnen mit wachsendem alter mehr freiräume zu geben sie selbstverantwortlich entscheiden zu lassen wichtig dabei den prozess so früh als möglich zu starten bereits im kindergarten machen kinder ihre ersten medienerfahrungen je früher die kinder daran gewöhnt sind dass man bewusst den medienkonsum plant und über medieninhalte spricht umso einfacher spannendes leben entdecken wie bereits erwähnt verbringen wir 20 jahre unseres lebens mit dem konsum von medien gegenüber dieser gewichtigen zahl erscheint die zeit die eltern für intensive gespräche mit ihren kindern aufwenden umso mickriger es sind gerade mal drei wochen dabei entscheidet gerade der verlauf dieser intensiven eltern-kind-zeit maßgeblich gleicherma ßen werte vermittelt werden rät merz-abt eine liste mit eisernen regeln für das internet kann dabei helfen die aufgestellten grenzen einzuhalten und in die praxis umzusetzen · keinerleipersönlicheangaben veröffentlichen · keinrealestreffenohnedas einverständnis der eltern · fürjüngerekinder:keindownload und keine bestellung ohne einverständnis der eltern · keinee-mail-anhängevon fremden öffnen · vorsichtwaltenlassen,nichtauf jeden link klicken · keinebeleidigendenhandlungen durchführen die anderen schaden könnten · beibelästigungen,fragenoder merkwürdigen vorfällen das gespräch mit den eltern suchen kinder sollten bei ihrem medienkonsum begleitet und zur kritischen reflexion angeregt werden kindern im medienlabyrinth den richtigen pfad zu weisen p
[close]
p. 7
im gespräch medienkompetenz 7 medien sollen kein ersatz sein der medienpädagoge thomas merz-abt über verbote grenzen und trends herr merz-abt welche grundsätzliche empfehlung können sie eltern für den umgang mit dem medienkonsum ihrer kinder mit auf den weg geben das wichtigste aus meiner sicht ist dass medien eine ergänzung und eine bereicherung zum eigenen leben sein sollen und nicht ein ersatz es scheint mir ganz zentral als eltern kinder vorwiegend auf dem weg zu begleiten so dass sie ein spannendes sinnvolles lebenswertes leben erleben können und vor diesem hintergrund medien als bereicherung und ergänzung nutzen problematisch ist es dann wenn medien plötzlich im zentrum der aufmerksamkeit stehen und ein kind eigentlich gar nicht mehr in der wirklichen realität lebt ist es sinnvoll verbote auszusprechen wo muss man grenzen setzen verbote können sinnvoll sein das primäre interesse muss aber immer sein mit meinem kind spannendes und lebenswertes im leben zu entdecken und dann kann es durchaus sein dass phasenweise verbote oder zeitliche grenzen wichtig sind ich selbst würde auch inhaltliche grenzen setzen also menschenverachtende medienbeiträge nicht erlauben von daher glaube ich das verbot gehört dazu aber es darf nicht das hauptmittel sein auch aus der perspektive des kindes darf es nicht so erscheinen dass eltern dem kind etwas wegnehmen möchten grundsätzlich geht es darum dem kind etwas zu geben das verbot soll dann eben auf diesem weg eine hilfe sein also ein verbot um eben raum zu schaffen für etwas das wichtiger ist welche tendenzen zeichnen sich bei der entwicklung der medienangebote ab einmal die dass medien immer noch enger an unser alltagsleben gekoppelt sind dass wir beispielsweise bei sozialen netzwerken oft gar nicht mehr die trennung von virtueller realität und realem leben vollziewie wichtig ist es dass eltern sich dabei auf dem laufenden halten und bescheid über die medien wissen mit denen sich ihre kinder beschäftigen medienerziehung greift immer zu kurz wenn ich sie auf das momentan gerade gebräuchliche medium ausrichten will medienerziehung muss viel grundlegender ansetzen ich vertrete die auffassung dass es erstmal darum geht lebenskompetenz kommunikationsfähigkeit beziehungsfähigkeit begeisterungsfähigkeit usw zu vermitteln wenn ich diese grundfähigkeiten habe dann bin ich auch auf die sich laufend verändernde medienwelt gefasst aber andererseits finde ich natürlich für eltern in der konkreten situation auch wichtig sich dafür zu interessieren was das kind gerade erlebt also nicht nur zu fragen sondern sich wirklich dafür auch zu interessieren dieses interesse wahrzunehmen was im kind vorgeht und was für bedürfnisse hinter dem jeweiligen medienkonsum stecken finde ich ganz entscheidend das könnte aber auch konflikte bergen stichwort pubertierende tochter die ihren vater nicht mehr unter den facebook-freunden haben möchte das kann ich aus eigener erfahrung tatsächlich so bestätigen es gab tatsächlich den zeitpunkt als unsere tochter sagte ich will dich auf facebook nicht mehr als freund und das ist für mich absolut okay also ich finde das ganz wichtig dass kinder diesen freiraum auch haben p buchtipp medienbildung in der volksschule grundlagen und hen also ich publiziere auf facebook oder twitter laufend was ich jetzt gerade mache und erhalte daher auch laufend rückmeldungen diese enge koppelung zwischen realität und virtueller realität ist ein ganz klarer trend ein weiterer trend ist auch schlichtweg das tempo kaum hab ich mich an ein medium gewöhnt ist bereits das nächste oder das übernächste da was dann wiederum eine ganz besondere herausforderung aus pädagogischer sicht bedeutet zur person prof dr phil thomas merz-abt merz-abt ist leiter des fachbereichs medienbildung an der pädagogischen hochschule in zürich der dozent für medienpädagogik sowie didaktik der lebenskunde und der kultur hat jahrelange erfahrungen in der erwachsenenund lehrerfortbildung vorzuweisen so hat merz-abt bereits eine reihe von fachpublikationen über medien und erziehung veröffentlicht und forschungsprojekte für den schulbereich erarbeitet der dreifache familienvater hat durch eine mehrjährige lehrtätigkeit auf allen stufen der volksschule einen praxisorientierten bezug zu pädagogischen themen konkrete umsetzung von thomas merz-abt erschienen im pestalozzianumverlag zürich
[close]
p. 8
8 total vernetzt impuls die neue freizügigkeit tagebuchgeheimnisse sind out jugendliche machen gerne publik was sie bewegt risiken und nebenwirkungen nicht ausgeschlossen der sechzehnjährige lukas kann derzeit über 500 menschen seine freunde nennen und sie alle bezeichnen lukas ebenfalls als ihren freund geht man davon aus dass wahre freunde sich zum geburtstag beschenken stünde lukas an seinem ehrentag wohl ein wahrer geschenkeauspack-marathon bevor in wahrheit aber hat ein großteil dieser freunde nur virtuell nämlich über facebook anteil an lukas leben gratulieren kann man dort auch mit worten oder auch mit geschenken virtueller natur das ist heute nicht die ausnahme das ist der ganz normale digitale alltag im web 2.0 womit man diejenigen internet-angebote meint die benutzer zum mitmachen einladen wird publik gemacht was früher hinter verschlossenen türen blieb blogs ermöglichen es öffentlich tagebuch zu führen auf portalen wie youtube.com können videos einem millionenpublikum zugänglich gemacht werden und in online-lexika wie wikipedia setzt sich deshalb kein staub an weil jeder benutzer selbst an der mit und umgestaltung der einträge mitwirken kann besonders beliebt sind gerade bei jugendlichen die sozialen netzwerke allen voran facebook sie ermöglichen es mit freunden in kontakt zu bleiben sich auszutauschen und neue bekanntschaften zu knüpfen und das rund um die uhr diese neuen möglichkeiten zur vernetzung sind in ihrem grundkern durchaus positiv zu bewerten weiß barbara buchegger von saferinternet.at in wien während jüngere kinder facebook vor allem dazu benutzen mit ,echten freunden kontakt zu halten wird das netzwerk bei jugendlichen auch gerne genutzt um neue bekanntschaften zu schließen aber auch um gemeinsam zu lernen oder die hausaufgaben zu machen das wort ,freund verliert durch facebook an bedeutung jeder der dich addet ist ein ,freund sofern ich seine freundschaftsanfrage bestätige lukas 16
[close]
p. 9
impuls total vernetzt 9 ob freizeitvertreib selbstinszenierung oder die Übermittlung von botschaften und veranstaltungseinladungen an eine größere Öffentlichkeit die nutzungsmotive der web 2.0-anwender sind vielfältig facebook als arbeitsinstrument cornelia ammann verwendet facebook etwa für zwei unterschiedliche zwecke einerseits für privates networking andererseits im rahmen ihrer arbeit mit jugendlichen in der supro Über facebook kann ich unmittelbar und direkt in kontakt mit meinem team treten veranstaltungen ankündigen einladungen zielgerichtet platzieren und sofort mit den jugendlichen kommunizieren ich nehme damit anteil an ihrer welt und weiß aufgrund ihrer einträge wie es ihnen geht das kann ich wiederum in meinen umgang mit ihnen einfließen lassen ihr stechen dabei durchaus auch bedenkliche verhaltensmuster ins auge gewisse profilfotos oder beiträge könnten sich für jugendliche einfach nachteilig auswirken die aufklärung darüber welche inhalte im internet besser nicht preisgegeben werden sollten empfinde ich deshalb als besonders wichtig der richtige umgang mit sozialen netzwerken bewahrt dabei nicht nur vor negativen folgewirkungen vielmehr kann die aneignung dieser fähigkeiten auch als vorbereitung auf das berufsleben gesehen werden macht barbara buchegger deutlich von der imagekur zur angriffsfläche egal für welche zwecke man internet-communities auch nutzen will muss man sich stets darüber bewusst sein dass jede einzelne veröffentlichung konsequenzen haben kann ob karrierespritze oder ruin alles ist drin wenn sich musiker auf myspace.com präsentieren stars ihre neuesten filmprojekte auf twitter.com ankündigen oder politiker im facebook ihre fortschrittlichkeit beweisen wollen dann haben alle wohl nur eines im sinn nämlich zumindest bei einer gewissen zielgruppe positiv aufzufallen wohl genau dasselbe ziel verfolgen auch jugendliche die sich mit ihren bildern und postings attraktiv in szene setzen und damit anerkennung finden wollen wenn freunde meine status-meldung im facebook mit einem ,gefällt mir belohnen dann macht das riesen-spaß genauso wenn ich sehe dass eine von mir gegründete facebook-gruppe altersverteilung bei facebook facebook-facts im märz 2010 hatte facebook über 400 millionen aktive mitglieder davon besucht die hälfte jeden tag die seite und schreibt in summe 60 millionen statusupdates pro tag Über drei milliarden fotos werden pro monat hochgeladen in Österreich gibt es über 1.242.200 nutzer davon sind 51 weiblich im durchschnitt wird facebook 55 minuten pro tag genutzt jede/r userin hat etwa 130 freunde und schreibt 25 kommentare pro monat quelle checkfacebook.com durch die gezielte verwendung von facebook im rahmen meiner arbeit lerne ich jugendliche besser einzuschätzen und kann die bindung zu ihnen stärken cornelia ammann supro-mitarbeiterin
[close]
p. 10
10 total vernetzt impuls bereits hunderte von fans hat je mehr be absehbaren negativfolgen mit sich bringen kann in die rubrik no-go sollte man auch die veröffentlichung von privaten kontaktdaten wie adresse oder telefonnummer verfrachten ego-googeln bringt s ans licht allem weitblick zum trotz auch vorsichtige poster oder gar nichtanwender können die tücken sozialer netzwerke zu spüren bekommen nicht immer hat man selbst verursacht was im internet über die eigene person zu finden ist peinliche party-fotos können auch von freunden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden wer sich mal auf die suche begibt und schaut was das internet bei der eingabe seines namens in eine suchmaschine alles zu tage befördert stößt nicht selten auf unliebsame fundstücke gerade suchmaschinen wie 123people.com stöbern verschollen geglaubtes oder unvermutetes gnadenlos auf sofern die ungewünschten inhalte nicht selbst ins netz gestellt wurden und nicht eigenhändig entfernt werden können rät saferinternet.at dazu bei den veröffentlichern ob privatperson oder unternehmen um entfernung zu bitten sollte das nichts nützen kann sofern es sich um eine verletzung des rechts am eigenen bild handelt mit einer unterlassungsklage und schadenersatzforderungen gedroht werden p facebooktipps 15 bis 17-jährige schülerinnen stellten tipps für ihre jüngeren kolleginnen zusammen was sollen 13-jährige bedenken wenn sie in facebook unterwegs sind stätigung du erhältst umso besser fühlst du dich bringt es lukas auf den punkt der sechzehnjährige der im projekt gateway abenteuer neue medien erwachsenen die möglichkeiten sozialer netzwerke näher bringt kennt aber auch die schattenseiten die standardeinstellungen von facebook ermöglichen jedem den zugriff zu allen inhalten facebook ist ganz einfach nicht privat die erfahrung lehrt lukas dass es sinnvoll ist seine privatsphäre-einstellungen regelmäßig zu kontrollieren kürzlich gab es eine umstellung bei facebook da wurde man gefragt ob man seine privatsphäre-einstellungen ändern will hat man das nicht gemacht war der account ein paar tage lang für die ganze welt frei zugänglich der der nur einmal in der woche online ist merkt das ja gar nicht abfällige Äußerungen über seinen chef allzu freizügige fotos oder details aus dem privatleben können so binnen kurzer zeit große kreise ziehen und unter umständen sehr unangenehme folgen haben mitunter auch erst jahre später denn das internet vergisst nicht deine fotos bleiben gespeichert alles bleibt gespeichert was du hast auch wenn du den facebook-account löschst gibt es ihn noch du kannst ihn nach zwei jahren zum beispiel wieder reaktivieren gibt lukas zu bedenken es gilt also nur das preiszugeben was mit sicherheit keine geh davon aus dass es immer sein kann dass deine foto s öffentlich werden trotzd em sind di e privatsphä reschutzeins tellungen sinnvoll fotos können sich sehr schnel l im netz ve rbreiten un d sind dann unter umst änden nicht m ehr zu entf ernen Überlege was du m it fotos mac hst bedenke es gibt auc h noch ein leben ausserhalb von fac ebook nimm es nicht zu ernst es ist einfach ein netter zeitvertreib facebook kann dich süchtig machen jugendliche in sozialen netzwerken keine priv atsphäre m ehr alles was w ist so gut w ir in facebo ok einfach alle w enn du etw as nicht öff entlich mache n willst da nn poste es nicht in facebo ok wenn du eifersüc htige freunde ha st die dich überwache n wollen da nn kann es was br ingen diese zu bl ockieren ie öffentlich schreiben es wissen 86 aktualisieren regelmäßig ihr profil 80 stellen fotos online von sich und anderen 68 nutzen communities zumindest einmal täglich 34 wurden online beschimpft 14 wissen über sicherheitseinstellungen sehr gut bescheid die daten basieren auf einer von der initiative saferinternet.at beauftragten studie an das institut für jugendkulturforschung befragt wurden 402 jugendliche zwischen 11 und 19 jahren die in online-communities aktiv sind.
[close]
p. 11
im gespräch total vernetzt 11 mit kindern im gespräch bleiben barbara buchegger von saferinternet.at gibt tipps um sich vor internetgefahren zu schützen als mitarbeiterin von saferinternet.at versuchen sie kinder und jugendliche möglichst vor den gefahren des internets zu schützen was ist im augenblick das wichtigste thema der schutz ihrer privatsphäre wobei man dazu sagen muss von den begrifflichkeiten verstehen jugendliche darunter sicher etwas anderes als wir erwachsene während wir bedacht sind daten wie name/adresse oder unsere tätigkeiten zu schützen ist das bei den jugendlichen nicht so sie teilen sehr gerne informationen darüber was sie gerade beschäftigt oder was sie gerade tun was wären denn aus ihrer perspektive die wichtigsten tipps um sich im internet zu schützen also für die eltern gilt es interesse dafür zu haben was die eigenen kinder am computer im internet und mit dem handy eigentlich tun und das möglichst mit einer neugierigen haltung also nicht von vornherein alles verurteilen vieles was kinder machen kommt uns eltern komisch vor wir empfinden es als zeitverschwendung das ist es aber für die jugendlichen nicht immer manchmal ist es einfach auch zeitvertreib aber es ist ein wichtiger zeitvertreib für uns eltern geht es in erster linie darum zu wissen was und wie sie s tun um sie dann gegebenenfalls unterstützen zu können wenn sie in problematische situationen kommen wir eltern müssen mit unseren kindern eine gute gesprächsbasis haben damit sie sich im fall des falles auch trauen zu uns zu kommen um uns zu fragen wenn das nicht gelingt oder wenn es situationen gibt in denen eltern und kinder aus erzieherischen gründen gerade kein so gutes verhältnis haben dann ist es zumindest wichtig dass es andere erwachsene bezugspersonen gibt oder zumindest Ältere es können auch andere jugendliche diese rolle übernehmen und einander in problematischen situationen unterstützen wie lange hält die faszination für facebook ihrer meinung nach noch an facebook wird uns schon noch eine weile begleiten bei jugendlichen ist aktuell gerade erst der einstieg da es geht vom alter immer weiter hinunter also einige jahre werden wir schon noch mit facebook zu tun haben die trendforschung sagt dann dass alle diese digitalen medien oder das internet insgesamt ein einziges soziales netzwerk werden und dies mehr und mehr über das handy passiert wir werden sozusagen alle immer mehr und mehr mobil und sind nicht mehr an geräte wie den computer im klassischen sinn gebunden webtipp www.saferinternet.at p welche tipps können sie lehrer und lehrerinnen in diesem zusammenhang geben zentrales ziel ist es kinder und jugendliche medienkompetent zu machen sie im umgang mit digitalen medien möglichst gut zu unterstützen je mehr digitale medien im unterricht ganz alltäglich eingesetzt werden desto größer ist das basiswissen das schülerinnen auch im privatbereich anwenden können sie gehen bewusster mit ihren wortund bildbeiträgen im internet um wenn das in der schule schon aufgegriffen wird gehen sie auch in ihrem privaten umfeld kompetenter damit um sie ist zudem mitarbeiterin im projekt saferinternet.at wo sie ihre umfassenden erfahrungen im bereich medienkompetenzförderung und neue medien einbringt saferinternet liefert internetnutzern besonders kinder und jugendlichen hilfreiche infos und tipps zum sicheren umgang mit dem internet kann das interesse der eltern unter umständen nicht auch zu problemen führen wenn sie sich in denselben foren tummeln wie ihre kinder bei den älteren kindern und jugendlichen wird das eher zu schwierigen situationen führen denn es wird nicht sehr sinnvoll sein im facebook freunde zu sein für beide seiten nicht denn auch umgekehrt kann es sein dass jugendliche ihre eltern im streitfall bloßstellen da ist es wahrscheinlich sinnvoller abstand zu halten zur person di barbara buchegger ist bereichsleiterin für e-learning im Österreichischen institut für angewandte telekommunikation in wien seit mehr als 10 jahren setzt buchegger aktiv e-learning-projekte um und begleitet bildungsorganisationen in der projektrealisierung.
[close]
p. 12
12 total vernetzt kontrovers die chancen überwiegen cybermobbing sexuelle belästigung oder abzocke kriminalität macht auch vor dem internet nicht halt und kann strafrechtliche folgen haben das internet ist ein abbild des wahren lebens da kommt alles drinnen vor harald longhi weiß wovon er spricht denn er ist leiter der it-gruppe internetkriminalität und zuständig für die digitale spuren und datensicherung in vorarlberg auch in fällen von cybercrime computerkriminalität ist er gefordert angriffe auf rechnersysteme hacken von accounts das eindringen in fremde computersysteme die öffentliche diskriminierung oder aber auch sexuelle belästigung im netz sind seine aufgabenfelder longhi ist in den ganzen betun und lassen kann was er/sie will dem ist aber nicht so longhi rät sich in seinen virtuellen tätigkeiten wie im wahren leben wie face-to-face zu verhalten straftaten wie etwa die öffentliche bloßstellung einer person im internet sexuelle belästigung im chat online-abzocke co können zur anzeige gebracht werden und strafrechtliche folgen haben auch für jugendliche im strafmündigen alter gerade junge menschen ecken im netz immer wieder an wenn man zum beispiel in irgendwelchen foren schwerwiegende beleidigungen platziert kann das zu privatrechtlichen klagen führen macht longhi deutlich auch späße und provokationen können folgen haben wir haben auch schon mit amok-warnmeldungen zu tun gehabt die eigentlich nur ein ,spaß zweier jugendlichen waren gerade solche drohungen können wir nicht ignorieren dem muss nachgegangen werden abzocker im netz die bandbreite an möglichen fallen in die gerade jugendliche unbedacht tappen können ist groß auch betrüger nutzen dies zu ihrem vorteil oft werden auf illegale weise abos an die jugendlichen gebracht das ist dann eine sache für den konsumentenschutz erläutert longhi im internet gibt es wie im normalen leben eine gewisse ordnung im regelfall gibt s nirgendwo was geschenkt auch im internet muss ,bezahlt werden wenn nicht in euro dann etwa durch bekanntgabe von daten oder ähnlichem macht longhi deutlich die meisten gefahren und schädlichen begleiterscheinungen denen jugendliche wie erwachsene im bereich der neuen medien provokationen mit folgen die spielwiesen im internet laden zum austoben ein man mag sich dabei als anonyme/r online bewohnerin fühlen der infos zu den themen nepp im web und cybercrime www.ak-vorarlberg.at/konsument/internet.htm wir müssen lernen uns im internet wie im wahren leben zu verhalten harald longhi chefinspektor reich des internets regelrecht reingewachsen schon vor dem aufkommen des world wide webs hatte er mit weltweit umspannenden datennetzen zu tun die möglichen gefahren die in einer derar tigen vernetzung lauern waren ihm schon damals bewusst dennoch longhi sieht das internet vor allem als riesen-chance früher musste man in amerika leben um wahrzunehmen wie die amerikaner die Österreicher in gewissen themenbereichen beurteilen heutzutage können wir das im internet herausfinden wir können weltweit auf informationen zugreifen wenn ich keine fremdsprache spreche kann ich mir online ganze seiten übersetzen lassen es ist eine ungeheure vielfalt an möglichkeiten die kreativ und individuell genutzt werden können macht er deutlich dass es wie überall aber auch eine kehrseite der medaille gibt ist sich longhi nicht nur von berufswegen her bewusst dennoch ist er überzeugt die chancen überwiegen ausgesetzt sind gab es bereits lange bevor es handy internet co gab mobbing ist ein beispiel das beleidigen bedrohen bloßstellen oder belästigen von personen hat jedoch
[close]
p. 13
kontrovers total vernetzt 13 schlagabtausche im netz die teilweise richtig öffentlich geführt werden mit schmähhomepages zum beispiel die auf den richtigen namen des opfers erstellt worden sind beliebt sind auch soziale netzwerke früher war uboot.com der hauptklient heute ist es facebook bei beiden plattformen stecken verantwortungsvolle betreiber dahinter die sehr bemüht sind gerade wenn es um bedenkliche pages geht werden diese gegebenenfalls problemlos entfernt kritisch sei hingegen dass vertrauenswürdige inhalte oft unabsichtlich in größere kreise gelangen weil man etwa die eigenen privatsphäre-einstellungen nicht konfiguriert hat das kann dann sowohl strafrechtlich aber vor allem auch auf persönlicher ebene unangenehme konsequenzen haben warnt longhi wichtig für alle beteiligten cyber-mobbing ist kein kavaliersdelikt und kann strafrechtlich geahndet werden sexuelle belästigung grooming in foren und chats tummeln sich eine reihe an usern die ihren pädophilen interessen nachgehen loggen sie sich doch mal unter dem namen sandy13 in einen chatraum ein sie werden staunen was sie da für erfahrungen machen der typische dialog ist dann ,bist du solo hast du msn ein programm zur direkten kommunikation via text video oder mikrofon antwort man hier mit ja wären in der regel die nächste fragen kannst du die kamera einschalten kannst du dein t-shirt ausziehen ,bist du noch jungfrau oder machst s du s dir schon selbst in einigen fällen wird auch versucht konkrete verabredungen zu treffen bei denen sexuelle annäherungen das ziel sind in den meisten fällen von cyber-mobbing bei jugendlichen handelt es sich um ,rosenkriege die im internet öffentlich ausgefochten werden durch die digitalen angebote eine neue dimension angenommen im internet lästert es sich schneller anonymer und noch dazu vor einem großen publikum cyber-mobbing bis happy slapping mit dem handy können binnen sekunden gewalthaltige und beleidigende inhalte verbreitet werden das reicht hin bis zum happy slapping bei dem gewalttätige Übergriffe meist mit der handykamera dokumentiert und dann ins internet gestellt werden die aktuelle jim studie des medienpädagogischen forschungsverbundes www.mpfs de zeigt auf dass ein viertel der jugendlichen besonders mädchen in ihrem freundeskreis bereits mit cyber-mobbing in berührung gekommen sind cyber-mobbing kommt sehr häufig im zuge von zu bruch gegangenen beziehungen vor weiß longhi aus erfahrung zu berichten es gibt ein trugschluss ist es auch zu glauben dass unter dem deckmantel anonymer nicknames jegliche art von kommunikation erlaubt ist longhi hatte schon mit fällen von sogenanntem grooming siehe rechte spalte wie man die annäherungen erwachsener an kinder und jugendliche in sexueller absicht nennt zu tun ich habe da durchaus schon tragische vorfälle gesehen jugendliche die missbraucht wurden wo es also nicht nur zu chatgesprächen sondern zu realen treffen gekommen ist solcherlei anbahnungen und belästigungen sollten zur anzeige gebracht werden screenshots des chats sind hierbei hilfreich für die ermittlungen weiters rät der internetpolizist gerade jüngere kinder nicht unbeaufsichtigt ins internet zu lassen bei einem 12-jährigen kind gehört kein rechner ins zimmer sodass es ,geheim ins internet gehen kann es ist wichtig dass erwachsene auch mal über den bildschirm schauen und mitlesen was da passiert sollte man bemerken dass das kind in intime online-gespräche verwickelt ist/war sollte man keinesfalls hysterisch reagieren ist longhi der ansicht weil das so betont er schüre die geheimniskrämerei der kinder und jugendlichen umso mehr p mehr infos www.saferinternet.at www.chatten-ohne-risiko.net tipps bei belästigungen · belästiger sperren · nichtantworten · beweisesichernkopien,nachrichten bilder chatprotokolle · unangenehmeerfahrungenmit der familie besprechen · problememeldenundmitprofessioneller hilfe gegen illegale belästigung vorgehen · persönlichedatenschützen · keineblinddatesmitunbekannten aus dem chat
[close]
p. 14
14 in eigener sache generationenübergreifender austausch kann helfen die digitale kluft zu verringern jugendliche game guides bieten einblicke in ihre welt der computerspiele die medienwerkstatt ermöglicht es flexibel und anlassbezogen eigene medienprojekte umzusetzen jugendliche geben ihr expertenwissen über digitale medien an erwachsene weiter jugendliche game guides laden bei veranstaltungen zum mitfiebern und mitspielen ein praxisnahe weiterbildungsangebote für erwachsene die verantwortung für kinder tragen Über die schulter geschaut das interesse der eltern für den medienkonsum ihrer kinder soll geweckt werden das abenteuer-mediencamp bietet neben kreativen medienworkshops auch spannende naturerlebnisse.
[close]
p. 15
in eigener sache 15 voneinander lernen erwachsene entdecken die virtuellen lebenswelten von jugendlichen das supro-projekt gateway abenteuer neue medien macht s möglich was tut mein kind eigentlich wenn es stundenlang vor dem computer sitzt wie kann ich es vor den gefahren im internet schützen was tue ich wenn mein kind statt des wahren lebens die virtuellen fantasiewelten bevorzugt kann computerspielen zur sucht werden im umgang mit neuen medien tauchen bei eltern lehrerinnen und jugendarbeiterinnen eine reihe an fragen und verunsicherungen auf umgekehrt sind jugendliche oft mit großem unverständnis für ihren medienkonsum konfrontiert viele vorurteile der erwachsenen sind auf unwissenheit begründet davon kann beispielsweise auch der sechzehnjährige felix ein lied singen meiner ansicht nach verurteilen meine eltern vieles ohne es zu kennen wenn ich am computer einen film anschaue ist das für sie zum beispiel etwas ganz anderes als wenn ich ganz ,normal vor dem fernseher sitze obwohl ich eigentlich genau das gleiche tue im gespräch bleiben diese digitale kluft macht es erwachsenen immer schwerer kinder in ihrem medienkonsum zu begleiten und sie zu einem mündigen umgang mit den verschiedenen angeboten heranzuführen genau hier setzt die supro mit dem projekt gateway abenteuer neue medien an so ist zum beispiel auch das wissen von felix gefragt der im rahmen des projektes in einem team aus jugendlichen game guides erwachsenen einblicke in bis dato verborgene computerspiel welten bieten kann so können gleichsam faszinierende gefährliche aber auch nützliche aspekte neuer medien spielerisch vermittelt und der generationsübergreifende austausch angeregt werden auch gesundheitslandesrat markus wallner zeigt sich überzeugt dass durch interesse für die möglichkeiten chancen und risiken der neuen medien und die bereitschaft mit seinen kindern darüber zu sprechen das suchtpotential eingeschränkt werden kann p · jugendliche und ihre bezugspersonen werden in der medienwerkstatt reflect and act bei der produktion und reflexion eigener projekte begleitet die so entstandenen arbeiten kommen auch bei elternabenden und workshops zum einsatz · imschulbereichwerdenunterrichtsmaterialien und fortbildungen für lehrerinnen angeboten reflexionsworkshops für schüler und elternabende runden das angebot ab · broschüren zum thema neue medien bieten eltern hilfreiche tipps und infos um den medienkonsum ihrer kinder besser begleiten zu können www.supro.at/gateway medien kompetenz fördern das aus mitteln des landes fonds für regionale entwicklung und interreg iv geförderte projekt will auch hilfestellungen zur förderung von medienkompetenz bieten mit projektpartnern aus der jugendarbeit und dem jugendschutz in bayern und liechtenstein wurden seit projektstart im juni 2009 eine reihe an angeboten für jugendliche eltern und multiplikatorinnen entwickelt wir bauen auf das wissen der jugendlichen sie lassen als experten erwachsene an ihrer medialen lebenswelt teilhaben mag fh johannes rinderer gateway-projektleiter die materialien die uns von der supro für den unterricht zur verfügung gestellt wurden sind ausgezeichnet zum arbeiten sie bieten einen guten zugang in die thematik die umsetzung in die praxis funktioniert bestens sandra ender lehrerin an der hauptschule höchst beim elternabend mit supro-mitarbeiter gert burger wurde ich wachgerüttelt was es für ein ausuferndes angebot auf dem sektor neue medien gibt meine aufgabe sehe ich darin den medienkonsum meiner kinder nun genauer zu beobachten und zu begleiten walter egender vater in verschiedenen workshops haben wir themen wie handy computer internet usw durchgenommen ich finde es wichtig darüber zu reden denn irgendwann muss man ja lernen welche gefahren dahinter lauern aileen humpeler schülerin hauptschule höchst ich fand den vortrag der supro für unsere firmlingseltern sehr spannend mir wurde klar dass das eine ganz andere welt ist in der sich die jugendlichen bewegen deutlich wurde auch dass wir erwachsenen uns nicht aus der verantwortung ziehen dürfen edwin matt pfarrer andeslbuch
[close]