JE 4-2018_1-2019

 

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It is a (printed) journal about modern jewish life in europe. we are publishing 4 issues every year.

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üdisches Heft 4/2018-1/2019 Tewet/ Schwat/ Adar 5779 Preis 2,95 Euro üdischesDezember/ Januar/ Februar 2018 UROPAJüdisches Leben in Deutschland, Österreich und Frankreich SELBSTHASS UND SELBSTVERLEUGNUNG EIN JÜDISCHES PHÄNOMEN? ALEXANDER GRAF LAMBSDORFF NEUE AUFGABEN LOTTE LASERSTEIN NEUENTDECKUNG EINER KÜNSTLERIN DANIEL BOTMANN AUSWIRKUNGEN DER NS-JUSTIZ

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moderne welt RÜCKSCHAU AUF DAS JAHR 2018 Wir Juden haben es besonders gut, denn wir können dreimal ein neues Jahr begrüßen. Zuerst zu Rosch Haschana. Pessach feiern wir den Auszug aus Ägypten und den Beginn einer neuen Zeit. Gegenwärtig beginnt gerade das neue weltliche Jahr, zu dem auch wir unseren Freunden und uns gegenseitig Schana Tova und einen guten Rutsch (Rosch), einen guten Anfang wünschen. Zum Beginn eines neuen Jahres gehört auch eine Rückschau auf das alte. Immer mehr Juden und Jüdinnen fürchten sich davor Opfer gewalttätiger antisemitischer Angriffe zu werden. Mitte Dezember registrierte die deutsche Polizei 295 antisemitische Straftaten. In Belgien ist seit dem 1. Januar das Schächten verboten, das Wort „Jude“ ist auf vielen Schulhöfen ein gebräuchliches Schimpfwort und das Tragen der Kippa auf öffentlichen Straßen ist gefährlicher geworden. Nachdem die Attacke auf einen Juden aus diesem Grund in Deutschland bekannt wurde, gab es in vielen Städten Solidaritätskundgebungen. Hunderte von Nichtjuden gingen auf die Straßen und setzten demonstrativ eine Kippa auf. Noch haben wir Freunde, auch wenn ihre Anzahl geringer wird. Nicht nur die Bundesregierung berief einen „Beauftragten für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus“, auch andere Bundesländer führten das Amt eines „Antisemitismusbeauftragten“ ein, damit alte wie neue Formen des Judenhasses schneller und deutlicher sichtbar werden, um dagegen zu steuern. Leider sah sich auch Israel nach den USA genötigt, aus der UNESCO auszutreten, deren einseitige finanzielle Hilfe für die Palästinensische Autonomiebehörde den Terror gegen Israel unterstützt. Deutsche Politiker, allen voran Frankfurts Bürgermeister Uwe Becker, fordern in aller Öffentlichkeit die Bundesregierung auf, „keine weiteren finanziellen Hilfen seitens der Europäischen Union oder Deutschlands“ an die Palästinenser zu leisten. Da häufigere Angriffe auf Juden in Schweden oder Dänemark und vor allem in Frankreich immer mehr jüdische Frauen und Männer zur schnelleren Ausreise bewegen, berieten jetzt der Zentralrat der Juden in Deutschland und der französische CRIF sowie zwei französische Politiker gemeinsam darüber, welche Möglichkeiten es gibt, durch Bildung und Erziehung gegen Antisemitismus vorzugehen. In Berlin fand unter der Schirmherrschaft von Monika Grütters, der Staatsministerin für Kultur und Medien, eine Konferenz statt, die die Umsetzung der „Washingtoner Prinzipien“ und die weitere Restituierung von Kunstwerken thematisierte. Rund 5.750 Kulturgüter sowie 11.670 Bücher konnten bisher ihren ehemaligen Besitzern oder deren Erben übergeben werden. Weitere 17 Millionen will die Bundesregierung 2019 für Untersuchungen auf diesem Gebiet zur Verfügung stellen. Und in Basel übernimmt zum ersten Mal in der Geschichte der Schweiz, ein Kanton die Kosten für die Sicherheit einer jüdischen Gemeinde. In Potsdam wird 2020 mit dem Bau einer Synagoge begonnen. Der Landtag in Schleswig-Holstein beschloss die finanzielle Unterstüt- zung für die zwei jüdischen Landesverbände in Form eines Staatsver- trags auf jährlich 800.000 Euro zu erhöhen und die jüdische Jugend bereitet sich auf die Jewrovision vor, die im Februar in Frankfurt am Main stattfindet. Am Israel Chai! aca IMPRESSUM JÜDISCHES EUROPA Herausgeber: A. von Loew (V.i.S.d.P.) Rhönstr. 127 60385 Frankfurt Tel.: 069 - 49084533 Fax: 069 - 49084533 Email: info@juedisches-europa.net Website: www.juedisches-europa.net Redaktion: A. Beygang, A. Canem, A. v. Loew, R. Peretz, N. Speier; Mitarbeiter dieser Ausgabe: A. Beygang, D. Botmann, C. Korenke, K. v. Schnurbein, R. Peretz, N. Speier Titelbild: Selbsthass und Selbstverleugnung, Foto: © istockphoto.com | sharply_done; (Links): Alexander Graf Lambsdorff, Foto: A. Beygang; (Mitte): Gemälde von Lotte Laserstein, Städel Museum – ARTOTHEK; (rechts): Daniel Botmann, Foto: A. Beygang Fotos: A. Beygang, BKA / A. Wenzel, A. Canem, A. Löw, MWFK, N. Pavlov, Städel Museum – ARTOTHEK , Stiftung Stadtmuseum Berlin / Michael Setzpfandt, Taschen Verlag, UN Photo / Shareef Sarhan Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe und Manuskripte zu kürzen. Für unaufgeforderte Texte gibt es keine Veröffentlichungsgarantie. Unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos werden nicht zurückgeschickt. Nachdruck und Vervielfältigungen jeder Art nur mit ausdrücklicher Genehmigung zulässig. ISSN 1617-8602 JÜDISCHES EUROPA IM ABONNEMENT einfach Coupon ausschneiden und abschicken an: Jüdisches Europa, z.Hd. Frau Canem Postfach 600643, 60336 Frankfurt Fax: 069-49084533 Bitte liefern Sie mir 4 Ausgaben von „Jüdisches Europa“ zum Preis von 12,00 Euro ins Haus (Europa 21,40 Euro, restliches Ausland 25 Euro). Wenn ich „Jüdisches Europa“ danach weiterlesen möchte, brauche ich nichts weiter zu tun. Das Abo verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr zum gleichen Preis. Es ist jederzeit möglich, das Abonnement zu beenden. Name/Vorname: .......................................................... Straße/Nr.: .......................................................... PLZ/Ort: .......................................................... Telefon: .......................................................... E-Mail: .......................................................... Datum/Unterschrift ...................................................... jüdisches europa 3

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editorial INHALT TITEL 14-17 SELBSTHASS UND SELBSTVERLEUGNUNG EIN JÜDISCHES PHÄNOMEN? LOTTE LASERSTEIN NEUENTDECKUNG EINER JÜDISCHEN KÜNSTLERIN 34 Moderne Welt „UNSERE AUFGABE IST DER DIALOG“ ALEXANDER GRAF LAMBSDORFF IM GESPRÄCH MIT DEM „JÜDISCHEN EUROPA“ 30-31 DIE LANGEN SCHATTEN DER VERGANGENHEIT DAS BUNDESMINISTERIUM DER JUSTIZ UND DIE NS-ZEIT 19-20 07 TEHERANS HEGEMONIESTREBEN TROTZ AUFRÜSTUNG IST IRANS ACHSE MIT DEN GOLFSTAATEN GESCHWÄCHT 12 ANTISEMITISMUS NIMMT IN GANZ EUROPA ZU GRÖSSTE BISHERIGE UMFRAGE 13 „ES IST FÜNF NACH ZWÖLF!“ HOCHRANGIGE ANTISEMITISMUSKONFERENZ IN WIEN 25 ÄNDERUNG DES STAATSBÜRGERRECHTS ÖSTERREICH BIETET JUDEN PÄSSE AN 18 BUNDESDEUTSCHE JUSTIZ UND IHRE NS-VERSTRICKUNG DEMNÄCHST PFLICHTSTOFF DER JURISTENAUSBILDUNG 08-09 SPORTFUNKTIONÄR UND FREUND ISRAELS HOHE AUSZEICHNUNG FÜR PROF. DR. MANFRED LÄMMER 20 WIESENTHAL CENTER VERÖFFENTLICHTE LISTE DER GRÖSSTEN ANTISEMITEN AUCH EINE DEUTSCHE BANK DARUNTER 06-07 IRAN, ISRAEL UND DONALD TRUMP 33 ROTE KARTE: WIR SIND KEINE „MIT-BÜRGER“ 32-33 SPENDEN FÜR ISRAELS KINDER UND BEDÜRFTIGE FAMILIEN WIZO-DEUTSCHLAND HILFT 12 GELEBTER PLURALISMUS IM JUDENTUM GROSSE HERAUSFORDERUNGEN AN DIE ZUKUNFT 21 „TAU-ALUMNI-CLUB“ GEGRÜNDET WISSENSCHAFTLICHES SYMPOSIUM IN BERLIN Kultur 26-27 VOM KOMMUNISTEN STALINSCHER PRÄGUNG ZUM JUDAICAGELEHRTEN DAS LEBEN DES CHIMEN ABRAMSKY 22-23 VOM JÜDISCHSEIN DER JUDEN IN KALININGRAD EIN JOURNALIST LEITET DIE GEMEINDE, EIN GASTRONOM BAUT DIE SYNAGOGE 29 PAPST FRANZISKUS: „EINE GUTE IDEE“ 27 NEU IN BERLIN „JÜDISCHER GARTEN“ UND „HOUSE OF ONE“ 28-29 EUROPAS PRACHTVOLLE BIBLIOTHEKEN SPIEGELBILDER GANZER EPOCHEN Religiöses Leben Editorial 09 LIBERALE KANTOREN IN DEUTSCHLAND SEIT 10 JAHREN AUSBILDUNG IN POTSDAM 23 SYNAGOGENBAU IN POTSDAM BESCHLOSSEN 24-25 NEUE RABBINER FÜR BASEL UND MAGDEBURG JÜDISCHE GEMEINDEN IM GEISTE ESRIEL HILDESHEIMERS WIEDER AUFBAUEN 03 VORWORT RÜCKSCHAU AUF DAS JAHR 2018 03 IMPRESSUM 4 jüdisches europa

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